Mittwoch, 4. Januar 2023

Rezension: "Die Stunde der Wölfe" von Patricia Briggs

Das Rudel von Aspen Creek ist in Aufruhr. Ihr Alpha ist spurlos verschwunden und sein Sohn Charles hat die Verantwortung für seine Werwölfe übernommen. Dann wird einer der Wölfe von einer geheimnisvollen Macht angegriffen und getötet. Charles und seiner Gefährtin Anna ist klar, dass sie sofort handeln müssen, um das Rudel zu schützen. Doch der Feind, mit dem sie es zu tun bekommen, ist viel gefährlicher, als sie jemals zu fürchten wagten.

Charles Cornick ist nicht gerade begeistert davon, die Vertretung seines Vaters zu übernehmen. Bran ist nach der Rettungsmission von Mercy (hier gibt es eine Überschneidung mit der anderen Reihe der Autorin) noch nicht wieder nach Hause zurückgekehrt. 
Um nicht ständig zwischen seinem Zuhause und dem Hauptsitz des Alphas hin und her pendeln zu müssen, sind Charles und Anna vorübergehend in Brans Haus gezogen. Was zu einigem Konfliktpotential mit Leah, Brans Frau und Charles Stiefmutter führt. Selbst Anna kann mit ihren Fähigkeiten als Omega-Wölfin hier nicht viel ausrichten.
Neben den Wölfen in Aspen Creek gibt es noch die so genannten Wildlinge. Werwölfe, die gefährlich sind und sich nicht in eine Rudelhierarchie eingliedern können oder wollen, aber dennoch unter Brans Schutz stehen. Sie leben in völliger Abgeschiedenheit in den Wäldern. Eine von ihnen ist Hester, eine Jahrhunderte alte Wölfin, die von Eindringlingen ermordet wird. Haben es die Angreifer auf die Wildlinge abgesehen? Charles und Anna vermuten es und machen sich auf den Weg, die Außenseiter aufzusuchen und über die Gefahr zu informieren. Begleitet werden sie von Leah und Asil. Bald wird klar, dass es im Rudel einen Verräter geben muss

"Die Stunde der Wölfe" ist bereits das fünfte Abenteuer von Charles und Anna. Die Reihe ist zwar ein Ableger der Mercy-Thompson-Reihe, kann aber völlig eigenständig und unabhängig davon gelesen werden. In diesem Teil wird Mercy zwar des Öfteren erwähnt, kommt persönlich aber nicht vor.

Wie immer erfährt man auch hier einiges über das Rudelleben und die Hierarchien. Es geht um Familie, Loyalität, Liebe, Freundschaft und Rache. Auch wird die Weiterentwicklung der Beziehung zwischen Anna und Charles beschrieben. Das betrifft auch seinen Wolfsgeist, denn auch "Bruder Wolf" entwickelt sich weiter. Charles ist durch Anna inzwischen viel mehr als nur der Vollstrecker seines Vaters, denn Bran schickt seinen Sohn stets zu den Wölfen, die für das Rudel nicht mehr tragbar sind, um das Problem "zu lösen". 

Etwas spannender als der letzte Teil, hat mich die Geschichte wieder von Anfang an mitgenommen. Athmosphärisch und lebendig, emotional und manchmal witzig nimmt die Autorin uns mit auf ihre Reise in die Wälder von Montana, in die Welt der Werwölfe, Hexen und alte indianische Legenden wie die der Skinwalker. 

Ich freue mich auf jeden weiteren Band mit Anna und Charles, denn inzwischen ist es fast schon wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten.


Bewertung: 📖📖📖📖📖



 

Dienstag, 3. Januar 2023

Jahresrückblick 2022

Es ist immer wieder interessant, einen Blick auf die vergangenen Monate zu werfen, besonders in Bezug auf gelesene Bücher usw. 
Im Schnitt lese ich drei bis  fünf Bücher im Monat, je nach Zeit und Seitenzahl der Bücher.

Gelesene Bücher insgesamt: 46
Krimis & Thriller: 19
Historische Romane: 6
Belletristik/Romane: 16
Fantasy/Horror: 5

📚📚📚

Mein SUB am 31.12.22: 60 Bücher

📚📚📚

Neuzugänge insgesamt: 21
Die meisten davon waren Rezensionsexemplare, Geschenke bei Wichtelaktionen oder gebraucht gekaufte Bücher. Wirklich neue Bücher habe ich im letzten Jahr nur wenige gekauft und ich versuche das auch in diesem Jahr wieder.

📚📚📚

Challenges: 2
Bei meiner eigenen Challenge "22 in 2022" habe ich kläglich versagt. 6 Bücher von meiner Liste habe ich gelesen. Deswegen habe ich diese Challenge auch in diesem Jahr geändert in "13 für 2023". Da sind meine Chancen doch etwas realistischer. 

Dann habe ich noch bei der ABC-Challenge auf Nicoles Blog Zeit für neue Genres mitgemacht. Da sieht die Bilanz etwas besser aus. Immerhin komme ich hier auf 16 Titel von 26. Hier bin ich auch in 2023 wieder dabei. Falls noch jemand Interesse hat, HIER geht es zur Challenge.

📚📚📚

Leserunden: 7
Drei Leserunden habe ich tatsächlich bei Lovelybooks mitgemacht:
1. Blutige Stufen von Chris Carter
2. Tief in den Wäldern von Chevy Stevens
3. Kalt und Still von Viveca Sten

Zwei Leserunden haben in einem kleinen Forum stattgefunden. In Ullis Büchercafe haben wir "Das kleine Bücherdorf - Winterglitzern" von Katharina Herzog gelesen und "Der Duft von Tee und Winter" von Hannah Luis.

Dann hatte ich noch das Glück den zweiten Teil der "Gärten von Heligan" von Inez Corbi in der Leserunde bei der Lesejury lesen zu dürfen.

Und nicht zu vergessen: Die Halloween-Leserunde von "Die Seele eines Spukhauses" von Helena Glässner auf Nicoles Blog zusammen mit Aleshanee von Weltenwanderer und zwei weiteren Leserinnen. 

📚📚📚

Abgebrochene Bücher: 2
Beide Bücher liegen schon länger auf meinem SUB und standen auch auf meiner Liste "22 für 2022":
1. Die Teufelshaube von Ariana Franklin
2. Der Hexer und die Henkerstochter von Oliver Pötzsch
In beide kam ich nicht wirklich rein, aber beide bekommen noch mal eine zweite Chance. Ich glaube, es war einfach nicht der richtige Zeitpunkt für einen historischen Krimi, als ich es versucht habe. 

📚📚📚

Highlights:
Davon gab es zum Glück einige. Mit "Isengrim" hat das Jahr direkt mit einem geendet, diesen historischen Krimi kann ich wirklich empfehlen. Aber auch im Laufe des Jahres gab es einige Top-Titel für mich. Da waren z. B. Band 1 und 2 von Corina Bomanns "Die Schwestern vom Waldfriede". Außerdem Teil 2 und 3 der  Frankfurter Thriller-Reihe von Leo Born (Lautlose Schreie, Brennende Narben). Linda Castillo mit "Blinde Furcht" und Chris Carter mit "Blutige Stufen" gehörten natürlich auch zu den Highlights. Und im Oktober "Home - Haus der bösen Schatten" von Riley Sager. Von den Winterromanen war auf jeden Fall "Wellenwinter" von Lotte Römer ganz toll und "Das kleine Bücherdorf" von Katharina Herzog.

📚📚📚



Flops/Enttäuschungen

"Flop" ist nicht richtig, aber es gab auch Bücher, die mir nicht so gut gefallen haben bzw. die ganz anders waren, als ich aufgrund des Klappentextes erwartet hatte.
1. Tief in den Wäldern von Chevy Stevens
2. Die Seele eines Spukhauses von Helena Gässler
3. Schärennacht von Nina Areklew
4. Das Erbe von Morham Manor von Valentina May
5. Kalt und Still von Viveca Sten


Zu allen gelesenen Büchern findet ihr die Rezensionen hier auf meinem Blog, wenn es Euch interessiert.

Was wie immer sehr schön war, war der Kontakt zu anderen Blogs und diverse Aktionen. Und ganz toll fand ich, dass mein Blog bei "Leserkanone.de" vorgestellt wurde. Ja, für viele von Euch ist das nichts Besonderes, aber für mich war es das.  😊

Das Jahr 2022 war, wie auch schon die zwei Jahre zuvor, kein einfaches Jahr. Aber ich hoffe, dass diese Zeit nun endlich vorbei ist und wir wieder relativ normal leben können. Aber wie wird diese Normalität nach der Pandemie aussehen? Ich glaube nicht, dass es wieder so sein wird, wie noch im Jahr 2019. Dafür hat diese Zeit der Einschränkungen zu viel mit uns gemacht, jedenfalls empfinde ich das so.
Positiv war auf jeden Fall, dass endlich bei uns wieder die Büchermärkte im Mai und August stattfanden. Und auch Buchmessen haben ja wieder stattgefunden.

Ich hoffe auf ein tolles Jahr 2023 mit vielen neuen Geschichten. Kommt gut durch die nächsten 12 Monate und bleibt munter und gesund. 





 

Sonntag, 1. Januar 2023

Ein frohes neues (Lese-)Jahr




Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Wir haben uns einen ruhigen Abend zuhause gemacht, denn für unseren Hund ist diese "Knallerei" an Silvester immer eine Tortur. Er ist sowieso schon recht ängstlich, das steigert sich unter solchen Umständen natürlich dann noch mal. Deswegen habe ich auch vormittags eine große Runde mit ihm gemacht und dann sind wir zuhause geblieben. 
Nachmittags haben wir selbst Pizza gemacht, die Rest wurden dann abends noch "vernichtet". Außerdem gab es Westfälische Quarkspeise als Dessert. 

Nun bin ich gespannt, was das Jahr 2023 uns bringen wird. Allgemein hoffentlich mal mehr Ruhe und Normalität, besonders in Bezug auf Corona. Ich würde mir wünschen, dass die Hysterie zu diesem Thema in der Bevölkerung und auch in den Medien endlich nachlässt. 
Aber natürlich freue ich mich auch auf viele neue und spannende Bücher und auch auf tolle Aktionen in der Bloggerwelt.





 


Samstag, 31. Dezember 2022

Monatsrückblick Dezember

Am letzten Tag des Jahres 2022 ist es auch Zeit für einen kurzen Rückblick auf die vergangenen vier Wochen.



Gelesene Bücher: 5
1. "Apfelpunsch und Winterleuchten" von Heidi Swain
2. "Der Duft von Tee und Winter" von Hannah Luis 
3. "Friesenherzen und Winterzauber" von Tanja Janz 
4. "Wellenwinter" von Lotte Römer 
5. "Isengrim" von Christoph Görg 


Neuzugänge: 4
1. "Isengrim" von Christoph Görg 
2. "Die Stunde der Wölfe" von Patricia Briggs 
3. "Das Buch des Totengräbers" von Oliver Pötzsch
4. "Southern Gothic" von Grady Hendrix



Leserunden: 1
In Ullis Büchercafé war ich bei der Leserunde zu "Der Duft von Tee und Winter" von Hannah Luis dabei. Insgesamt hat mir das Buch zwar gut gefallen, aber eigentlich hatte ich mehr Winter und Weihnachten erwartet. Man kann es auch das ganze Jahr über lesen.

 

Serien und Filme 
1. "Wisting" (Staffel 2 + 3)
2. "Thin Ice" (Folge 1 - 5)
3. "Wednesday" (Folge 1 - 4)
4. "Der Kommissar und das Meer" (Folge Lichterfest)
5. "Eine schöne Bescherung"
6. "Hamilton" (Staffel 2)


Das war mein Lesemonat Dezember. Fünf gelesene Bücher sind für mich ein sehr guter Schnitt und ich bin damit sehr zufrieden. 

Nun wünsche ich euch einen guten Start in das neue Jahr und hoffe, wir sehen uns hier bald wieder.











Rezension: "Isengrim" von Christoph Görg

Im dichten Nebel der Allerseelennacht des Jahres 1194 wird die allseits beliebte Bademagd Magdalena tot aufgefunden, ihr Körper schrecklich zugerichtet von Dutzenden Messerstichen. Gemeinsam mit seinem Adlatus Bertram macht sich der junge Spielmann Nikolaus von Dürnstein, besser bekannt als Sänger Blondie, auf die Suche nach dem Mörder. Bald schon tun sich unerwartete Motive auf: Niemand ist, was er auf den ersten Blick zu sein scheint im mittelalterlichen Krems an der Donau, jeder hat etwas zu verbergen. Und Niki ist da gar keine Ausnahme...

Als der Verlag mit dem Angebot eines Rezensionsexemplars an mich herantrat, war ich sehr neugierig. Historische Kriminalromane lese ich ja gerne. Der Klappentext klang sehr vielversprechend und ich wurde nicht enttäuscht.
"Isengrim" ist kein gewöhnlicher historischer Krimi. Sein Protagonist Nikolaus wurde nicht im Mittelalter geboren, sondern zu unserer Zeit. Nach einem Sturz von der Burgruine Dürnstein wachte er im Jahr 1192 auf und hat seitdem einige Abenteuer erlebt, u.a. war er auf einem Kreuzzug im Heiligen Land und hat während der Geiselnahme von Richard Löwenherz mit dem englischen König Schach gespielt. Seinen neuen Freunden in Krems gegenüber sagt er, er hätte sein Gedächtnis verloren und weiß nicht, wo er herkommt. In der Gegenwart war er Musiker, was ihm jetzt im Mittelalter als Minnesänger zu Gute kommt. Dabei ist ihm sehr wohl bewusst, dass er durch jede seiner Handlungen in der Vergangenheit die Zukunft verändern könnte. Um eine Umschreibung der Geschichtsbücher zu vermeiden, ist er sehr auf seinen "historischen Fußabdruck" bedacht.  
Als Fan von Kriminalromanen wie Sherlock Holmes oder Hercule Poirot und Kenner deren Ermittlungsmethoden, versucht er den Mörder von Magdalena zu finden. Natürlich glaubt er nicht, dass es sich hierbei um einen Werwolf handelt, auch wenn ihn die Tat an einen mittelalterlichen Jack the Ripper erinnert. 

Von Anfang bis Ende hat mich die Geschichte gut unterhalten. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und anschaulich. Man ist hautnah dabei in den Gassen von Krems bei Nikis Suche nach dem Mörder. Das Ganze ist sehr atmosphärisch und nimmt den Leser mit in das Jahr 1194. Es gibt viele spannende Momente, aber auch Szenen zum Schmunzeln, wenn Niki z. B. überlegt, dass er jetzt auch gerade Netflix schauen könnte, statt im Mittelalter einen Serienmörder zu jagen. 
Der Autor mixt historische Figuren und Ereignisse mit Fiktion, was ich immer mag an solchen Romanen. Erklärungen dazu findet man im Nachwort.

Es gibt bereits zwei Vorgänger zu "Isengrim". "Troubadour" ist der erste und "Reliquae" der zweite Band mit Niki Wolff. Ich kenne beide nicht und hatte auch nicht das Gefühl, dass mir dadurch bei "Isengrim" ein Vorwissen fehlte. Man kann diesen Krimi also sehr gut als einzelnes Buch lesen. 

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.


Bewertung📖📖📖📖📖 





Dienstag, 27. Dezember 2022

Rezension: "Wellenwinter" von Lotte Römer

Sanftes Wellenrauschen, glitzernde Schneeflocken und funkelnde Lichter. Auf Norderney hofft Marie nach einer Trennung Abstand von ihrem Leben daheim zu gewinnen. Als sie von einer kleinen Glasmanufaktur erfährt, erkennt die gelernte Glasbläserin, wie sehr der Beruf, den sie vor Jahren aufgeben musste, ihre Leidenschaft geblieben ist. Dass in der Manufaktur dringend Hilfe gebraucht wird, ist für Marie das größte Glück. Ganz in ihrem Element, kreiert sie filigrane Kunstwerke. Und auch in ihr Liebesleben kommt frischer Wind, als sie den attraktiven Arne kennenlernt. Doch die Begegnungen mit ihm verlaufen stürmisch. Kann sich Marie dennoch all ihre Träume auf der idyllischen Nordseeinsel erfüllen?

Nach dem Tod ihres Mannes ist Edeltraud vom Chiemgau nach Norderney gezogen. Ihre Tochter Marie hat sie seitdem nie besucht, obwohl sie sie schon oft auf die Nordseeinsel eingeladen hat. Aber Marie hatte immer das Gefühl, im Stich gelassen worden zu sein. Als sie nun ihren Freund mit einer Anderen erwischt, nutzt sie doch die Gelegenheit, allem zu entfliehen. Und das winterliche und verschneite Norderney nimmt sie gleich mit seiner Weite und einem ganz eigenen Zauber gefangen. Klärende Gespräche zwischen ihr und Edeltraud sorgen schließlich auch dafür, dass Mutter und Tochter sich wieder näher kommen. Und dann ist da noch Arne, ein anfangs eher verschlossener Eigenbrötler, dessen Hündin Smilla allerdings an Marie einen Narren gefressen hat. 
Die Szenen mit Smilla und ihren Kleinen sind einfach toll geschrieben und erwärmen das Herz. Man merkt, dass die Autorin ein Hundemensch ist. Und natürlich auch, dass sie die Nordsee liebt. Ich fühlte mich gleich auf der Insel zuhause, obwohl ich noch nie dort war.

Marie mochte ich auch gleich. Klar, sie ist ein Hundemensch, das ist schon mal ein Pluspunkt. Auch Edeltraud, Deetje und Eick waren mir von Anfang an direkt sympathisch. Mit Arne musst ich erst mal warm werden, aber das ging dann auch recht schnell.  

Ich gebe zu, dass einige Entwicklungen natürlich vorhersehbar sind, aber trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen.  Von Anfang bis Ende hat mich die Geschichte gut unterhalten und das ist es schließlich, was einen guten Roman ausmacht. Außerdem passt er sehr gut in diese Zeit um Weihnachten herum. Einfach in die Geschichte eintauchen und sich wohlfühlen, das war genau das, was ich erwartet hatte und ich wurde nicht enttäuscht.


Bewertung: 📖📖📖📖📕









Samstag, 24. Dezember 2022

Frohe Weihnachten

 
 
Nun ist es da, das Weihnachtsfest. Ich hoffe, ihr könnt die freien Tage im Kreise Eurer Lieben ein wenig genießen.




Das Wetter ist bei uns leider nicht sehr winterlich, viel zu warm. Aber daran kann man ja nun mal leider nichts ändern. Um dem ein bisschen entgegen zu wirken, lese ich dann Winterbücher und träume mich so so in winterliche Landschaften. 
 
Zum Glück habe ich jetzt erst mal Urlaub bis Anfang Januar. Der ist auch dringend nötig. 

 
 
Ich wünsche Euch frohe und gemütliche Weihnachten ohne allzu viel Stress.



 
 
 
 
 

Freitag, 23. Dezember 2022

Rezension: "Friesenherzen und Winterzauber" von Tanja Janz

Ellen Carstens wollte eigentlich ihre Beziehung mit Laurits auf eine "nächste Stufe" bringen, aber bei einem Essen kurz vor Weihnachten sagt er ihr, dass Zusammenziehen nicht sein Ding ist. Da kommt der Anruf von Ellens Mutter gerade richtig. Sie ist zur Kur in St. Peter-Ording und vermisst einen Pullover. Anstatt diesen mit der Post zu schicken, bringt Ellen ihn persönlich an die Nordsee und gönnt sich eine Auszeit. Die Krimi-Autorin braucht außerdem dringend eine Inspiration, denn ihr Verlag möchte gerne, dass sie zur Abwechslung mal einen Liebesroman schreibt. In St. Peter Ording ist sie sofort verzaubert von der winterlichen Landschaft, den vereisten Salzwiesen und dem endlosen Strand. Im Teeladen von Martina findet sie nicht nur ein gemütliches Gästezimmer, sondern mit der Ladenbesitzerin auch eine neue Freundin samt Familie. Aber findet sie an der eisigen Nordsee auch eine Inspiration für ihren Roman? Als sie am Böhler Leuchtturm einen alten Briefkasten entdeckt, vertraut sie ihm in einem Brief ihre Gefühle an und obwohl sie niemals damit gerechnet hätte, findet sie dort am nächsten Tag eine Antwort. Wer ist der geheimnisvolle "Leuchturmwärter"? Vielleicht der Buchhändler Ayk? Und dann ist da auch noch Martinas Bruder, der vor ein paar Jahren einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat.

Seit ein paar Jahren lese ich gerne die Winterromane von Tanja Janz. Obwohl ich noch nie dort war, ist mir St. Peter-Ording alleine durch die anschaulichen und wunderschönen Beschreibungen schon sehr vertraut. Man merkt der Autorin an, dass sie diesen Küstenort liebt und das spiegelt sich auch in den Figuren wider. 
Die Menschen, die dort leben, lieben ihre Heimat und sind tief mit ihr verbunden. 
 
Die winterliche und vorweihnachtliche Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Martinas gemütlichen Teeladen würde ich gerne besuchen und mich von ihr beraten lassen.  Und natürlich Ayks Buchladen. Der spielt übrigens in einem späteren Roman der Autorin noch mal eine größere Rolle und zwar in "Wintermeer und Dünenzauber". So eine Verknüpfung von Figuren aus anderen Büchern mag ich auch. Das ist, als würde man alte Bekannte wiedertreffen. 

Fazit: Eine Wohlfühlgeschichte für die Adventszeit, perfekt zur Einstimmung auf Weihnachten.


Bewertung: 📖📖📖📖📕




Mittwoch, 21. Dezember 2022

Wintersonnenwende 2022 - Blessed Yule

Der 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres, auf den zwangsläufig die längste Nacht des Jahres folgt. Außerdem ist Neumond, was die kommenden Nächte noch dunkler macht. 
 
Kalendarisch gesehen ist die Wintersonnenwende auch der offizielle Winteranfang, denn mit dem Januar und Februar kommen die kältesten und schneereichsten Monate ja erst noch. 
 
Vor allem in den germanischen, nordischen, baltischen, slawischen und keltischen Traditionen findet man die Sonnenwendfeste und sie werden noch heutzutage vielerorts gefeiert. Bei uns wurde durch das Christentum und die Katholische Kirche die Geburt des Lichts, sprich Jesus, auf den 24. Dezember verlegt.
 
 
Die Julnacht ist mit vielen alten Riten und Bräuchen verbunden. Unsere Ahnen haben am Tag die Wohnung geputzt, gereinigt und geräuchert, den immergrünen Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt und am Abend alle Kerzen gelöscht und Lichter ausgemacht. Dann wartete man in der Dunkelheit und hat um Mitternacht das Jullicht entzündet oder draußen ein Julfeuer entfacht, symbolisch für das Licht, das wiedergeboren wird.
 
Meine Mutter war ein Kind der Wintersonnenwende, sie hatte am 21. Dezember Geburtstag. Leider ist sie nun schon seit fünf Jahren nicht mehr da.







Montag, 19. Dezember 2022

Rezension: "Der Duft von Tee und Winter" von Hannah Luis

Zufällig stößt Laura auf ein wunderschönes altes Buch über die Welt des indischen Tees. Darin entdeckt sie das Sepia-Foto eines jungen Mannes – und den Namen der ehemaligen Besitzerin des Buchs, Agatha Sperlich. Die alte Dame reagiert abweisend, als Laura ihr das Foto zurückzubringen will. Doch dann beginnt Agatha zu erzählen: von ihrer Kindheit in England und Jeevan, ihrer großen Liebe, mit der sie nicht zusammen sein durfte. Auf der Suche nach Jeevan reist Laura schließlich nach Kent. Umgeben von der winterlichen Landschaft und den britischen Teegenüssen deckt sie mithilfe von Jeevans Großneffen Joshua ein lang gehütetes Familiengeheimnis auf. Doch kann es eine Zukunft für zwei Menschen geben, deren Schicksale so verschieden sind? Während sich Laura diese Frage stellt, wird ihr bewusst, dass sie dabei auch an Joshua denken muss …
 
Allein das Cover und der Titel versprechen für mich eine wunderschöne, winterliche Geschichte. Auch der Klappentext legt das nah. 
Allerdings ist das nur teilweise der Fall. Ja, die Geschichte spielt kurz vor und an Weihnachten und ja es wird auch die englische Landschaft erwähnt und auch Tee spielt eine Rolle. Aber ich muss sagen, ich hatte etwas Anderes erwartet. Mehr Winter, mehr Weihnachten, einfach ein Buch, das man am besten in dieser Zeit liest.  

Was aber nicht heißt, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat. Ich mag ja Bücher, die auf zwei oder mehreren Zeitebenen spielen und wo es um Familiengeheimnisse in der Vergangenheit geht. In der Vergangenheit wird die Geschichte von Agatha und Jeevan in den Vierziger und den Fünfziger Jahren erzählt. Wie die beiden sich trafen, dass sie eigentlich Seelenverwandte waren, aber aufgrund der damaligen Umstände nie zusammen sein durften und was für Konsequenzen daraus entstanden sind.
 
In der Gegenwart geht es um Laura, die bisher immer eine ganz klar geplante Zukunft vor sich hatte, nun aber ins Grübeln kommt, ob das alles überhaupt noch das Richtige für sie ist. Laura trifft auf die ältere Agatha, die ihr irgendwann rät, nicht den gleichen Fehler zu machen wie sie und dass sie nicht ein Leben leben soll, das nicht ihres ist. Nach und nach wird klar, warum Agatha heute so abweisend ist und sich einen Schutzpanzer zugelegt hat. 
Auch die weiteren Charaktere, wie Joshua, seine Familie und Lauras Freundinnen sind sehr facettenreich beschrieben und alle haben eine Geschichte, niemand bleibt farblos oder eine Randfigur.
Bis auf den englischen Winter, was ich leider ein wenig schade finde, da ich das Buch mit anderen Erwartungen gelesen habe. Aber das ist wohl mein eigenes Problem.

Aber die schönen Rezepte am Ende trösten ein wenig und das Short Bread habe ich tatsächlich schon ausprobiert. Lecker! 

Danke auch an dieser Stelle an das Bloggerportal für das Buch. 

Fazit: Wer Familiengeschichten mag, die auf mehreren Zeitebenen spielen, dem wird "Der Duft von Tee und Winter" sicher gefallen, zu jeder Jahreszeit. 


Bewertung: 📖📖📖📖📕


 
 





Dienstag, 13. Dezember 2022

Abseits des Buchregals: 13. Dezember - Das Luciafest

Heute, am 13. Dezember, wird das Luciafest begangen, vor allem in Schweden, aber auch in anderen skandinavischen Ländern. Auch die Dänen in Südschleswig in Deutschland feiern das Fest.  
Es ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, aber trotzdem ein großes Fest. Es ist der Tag der Lichterkönigin, denn "Lucia" bedeutet "die Leuchtende" oder "das Licht".  Lucia bringt das Licht zurück in die Dunkelheit. Der 13. Dezember war früher der Tag der Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres. Heute, nach der Gregorianischen Kalenderreform, ist der 21. bzw. 22. Dezember auf der nördlichen Halbkugel der kürzeste Tag des Jahres.
 
Der Ursprung des Festes liegt in der Verehrung der Heiligen Lucie von Syracus in Italien. Sie ist eine Heilige, die schwer verwundet wurde, weil sie sich für den Weg des Glaubens entschieden hatte. Meistens wird sie mit Schwert, Palmzweig, einem Kranz aus Rosen und einer Öllampe dargestellt. Sie ist die Schutzpatronin der Armen, Blinden, kranken Kinder, Bauern und anderer. 
 
In Schweden wird das Fest mit Umzügen begangen und hier träumt nahezu jedes Mädchen davon, einmal die Lucia sein zu dürfen. In der Regel ist es die älteste Tochter. Bereits vor Sonnenaufgang beginnen die Vorbereitungen. Die schwedische Lucia trägt traditionell ein langes, weißes Kleid, ein rotes Seidenband um die Taille und eine Krone mit Kerzen auf dem Kopf. Ihr folgen die Sternenjungen, ihre Diener. Am Ende treffen sie auf Pfefferkuchenmänner und Heinzelmännchen mit Laternen.
Außerdem gibt es safrangewürzte Brötchen (Lussekatt), Pfefferkuchen und Glögg, den schwedischen Glühwein. 
 
 





Sonntag, 11. Dezember 2022

Einen schönen 3. Advent

 



Vielleicht liegt bei Euch ja passend zum Bild auch schon Schnee. Ich wünsche euch einen schönen und gemütlichen 3. Advent. 
 
Heute lese ich weiter in "Der Duft von Tee und Winter" von Hannah Luis. Dazu gibt es passend natürlich eine schöne Tasse Tee.