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Montag, 31. August 2026

Rezension: "Die Villa" von Markus Heitz

Doreen und Marina Markert sind Mutter und pubertierende Tochter, die sich bislang eher glücklos durchs Leben schlagen. Doch dann ziehen sie bei einer Zwangsversteigerung endlich einmal das ganz große Los: Zum Schnäppchenpreis kommen sie in den Besitz einer alten Villa im Leipziger Stadtteil Gohlis. Dort scheint sich das Leben der beiden erst einmal in jeder Hinsicht zum Guten zu wenden: Plötzlich laufen die Geschäfte der Mutter, die Teenager-Tochter startet mit ihrer Musik als YouTube-Star durch. Beide finden die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die sie suchen. Aber alles hat seinen Preis: Als Doreen schließlich erkennt, auf welchen Pakt sie und ihre Tochter sich unbewusst eingelassen haben, könnte es bereits zu spät sein.
Währenddessen geht Musiker Ethan in London auf die verzweifelte Suche, wer den brutalen Mord an seiner Mutter begangen hat, und kommt einer unheilvollen Verbindung auf die Spur. Und mit jedem Tag, der vergeht, steigt die Anzahl der Toten …

Zunächst noch ein Hinweis: Ich habe dieses Buch bei einer Buchverlosung bei Lovelybooks gewonnen. Die Aktion war ganz klar nur als Buchgewinn bezeichnet und ich dachte mir, das wäre doch etwas für die Zeit vor Halloween. Nachdem das Buch dann da war, habe ich zufällig bei Lovelybooks gesehen, dass aus der Buchverlosung eine Leserunde geworden ist. Wäre das vorher irgendwo erwähnt worden, hätte ich nicht mitgemacht, weil ich das Buch jetzt noch gar nicht lesen wollte. Einmal aus dem vorgenannten Grund, aber auch, weil ich gerade nicht die Zeit für Rezensionsexemplare habe. Und aufgrund der Kommentare ist klar, dass ich nicht als Einzige überrascht war von der plötzlichen Änderung. Viele hatten das Buch sogar schon gelesen und da ist es natürlich schwierig, im Nachhinein noch zu den Leseabschnitten etwas zu schreiben, besonders ohne zu spoilern. 
Dann kam auch noch eine PN von Lovelybooks, mit dem Hinweis, dass ja nun schon einige Zeit seit dem Start der Leserunde vergangen wäre und ich wurde gebeten, meine Rezension zu veröffentlichen. Auf meine Antwort kam bis heute leider keine Reaktion seitens LB.
Ich habe das Buch dann letzte Woche begonnen und am Samstag beendet und kann nun auch meine Rezension schreiben.

Ich habe schon ein paar Horror-Romane von Markus Heitz gelesen. "Kinder des Judas" z. B. oder "Ritus" und "Sanctum" und alle haben mir sehr gut gefallen. Sie sind teilweise nichts für Zartbesaitete und ich bin auch nicht empfindlich, was brutale Szene angeht. Trotzdem habe ich bei einigen Szenen hier gedacht, ob das wirklich sein musste, wobei es allerdings mehr um die Sprache geht. Und eigentlich verrät die Szene in der Londoner Wohnung schon zu viel, denn wer einige Horrorfilme gesehen hat, in dem es um Dämonen, Flüche, Besessenheit usw. geht, der kann sich dadurch schon relativ früh des Rätsels Lösung denken. Für mich wurde damit leider ein Teil der Spannung genommen. 
Die Idee an sich finde ich nicht schlecht, wie das Haus "böse" wurde und wie dieses Böse in der Welt verteilt wurde. Allerdings bleiben am Schluss auch noch einige Fragen offen, wie z. B. die Sache mit der  Standuhr.

Mit den Charakteren hatte ich auch ein paar Probleme. Mit Doreen bin ich leider nicht wirklich warm geworden, mit Marina nur teilweise. Einzig Ethan war mir sympathisch. Und Möhrchen. 😊 
   
 Insgesamt hat mich das Buch zwar ganz gut unterhalten, aber wirklich packen konnte mich die Geschichte leider nicht.

 
Bewertung: 🌹🌹🌹





Sonntag, 2. November 2025

Rezension: "Die Nacht von Halloween" von Christina Staudinger

Ein Vorort wie jeder andere auch und dennoch birgt er ein abscheuliches Geheimnis. Denn nichts ist so, wie es den Anschein hat in der Nacht vor Halloween. Man möchte meinen, es handle sich hierbei um einen einfachen Abend im Jahr, dabei ist er ein Zuhause für Angst und Schrecken, weckt die finsteren Dämonen, niederträchtigsten Gelüste und blutige Sehnsüchte.
Ein heftiger Regenschauer, das Scheinwerferlicht eines Autos, eine weiße Gestalt, das Quietschen der Reifen, scharlachrote Klauen. Wo war Amber bloß da nur wieder hineingeraten?
Die Nachgespenster in dieser Straße entspringen nicht ausschließlich reiner Fantasie, sie lauern direkt auf der Straßenseite gegenüber, verborgen hinter einem freundlichen Lächeln, einer kleinen Geste der Nettigkeit, allzeitbereit dein Leben zu zerstören. Viele Gesichter - und mehr als nur eine Wahrheit.

Diesen Kurzgeschichtensammelband hatte ich bereits seit letztem Herbst auf dem SUB, habe ihn aber erst jetzt gelesen und genau an Halloween abends beendet. 158 Seiten, die mich bestens unterhalten haben. Zum größten Teil hängen die 13 Geschichten zusammen, so dass man ein paar Charaktere in späteren Erzählungen wieder trifft. 
In der ersten Story geht es um Amber, die abends auf einer einsamen Landstraße unterwegs ist. Sie will nach Hause, um sich für eine Halloweenparty umzuziehen, auf der sie sich mit ihrer besten Freundin Mona treffen möchte. Später gibt es es noch Geschichten der Gastgeber dieser Party und wir treffen Mona, die vergeblich auf der Party auf Amber wartet. 
Christina Staudinger schickt den Leser auch auf Friedhöfe und in Maisfelder, spielt mit unseren Urängsten und mit klassischen Horrorelementen. Geister und Clowns spielen eine Rolle und in manchen Fällen weiß man als Leser mehr als einige der Figuren und möchte sie einfach nur warnen. "Mach die Tür nicht auf" oder "Verschwinde da" oder "Geh da nicht hinein". 
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er ist sehr anschaulich und bildhaft. Im Grunde läuft die Handlung vor dem geistigen Auge wie ein Film ab, sehr atmosphärisch. 

Fazit: Eine absolute Leseempfehlung zur Einstimmung auf Halloween für alle, die sich gruseln möchten. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




Mittwoch, 29. Oktober 2025

Rezension: "Das Grauen in den Bergen" von Fred Ink

Ein Mann wird aus der Nervenheilanstalt entlassen und erfährt von einem mysteriösen Erbe. Die Suche nach seinen Wurzeln führt ihn tief in die Berge Neuenglands, wo zahlreiche seiner Vorfahren auf grausige Weise ums Leben kamen. Was erwartet ihn auf dem nebelverhangenen Gipfel? Welche Macht zieht unwiderstehlich an ihm und hat seine Familie ins Verderben gestürzt?

Das Buch wird als Hommage an die Werke von Edgar Allen Poe und H. P. Lovecraft gelobt. Das war für mich ein Grund, dass es irgendwann auf meiner Wunschliste gelandet ist. Wobei ich von Lovecraft nichts kenne, dafür aber ein paar Sachen von Poe, hauptsächlich allerdings die Gedichte. Daher sagte mir der Name des Protagonisten natürlich etwas: Roderick Usher. 
Rund 130 Seiten hat die Erzählung und beginnt zunächst recht ruhig. Usher schreibt in einem Brief an seine Frau oder Verlobte (das wird nicht so richtig klar), dass er am Tag seiner Entlassung aus einer Nervenheilanstalt (1927 nannte man das noch so) von einem Chauffeur abgeholt und zu einem mysteriösen Mann namens Vanderbilt gebracht wird. Dieser stellt sich als Nachlassverwalter vor und erklärt dem überraschten Usher, dass er keineswegs ein Waisenkind ist. Aufgewachsen im Heim, dachte er immer, dass seine Eltern tot sind. Nun ist er der einzige Erbe und erfährt, dass seine Eltern erst kürzlich verstorben sind und ihm eine nicht unerhebliche Summe Geld hinterlassen haben. An die Auszahlung ist allerdings eine Bedingung geknüpft und dafür muss Usher in die Berge von Neuengland reisen zum Haus seiner Eltern. Wird er dort Hinweise darauf finden, warum sie ihn damals weggegeben haben?

Langsam steigert der Autor die Spannung und man fragt sich, was für ein Geheimnis gibt es dort in den Bergen. Ich muss sagen, ich hatte eine andere Auflösung erwartet, aber das ist natürlich nicht die Schuld des Autors und das kann ich ihm nicht ankreiden. ;-) Vielleicht müsste ich Bücher von Lovecraft kennen? In einigen Rezensionen ist die Rede davon, dass in der Erzählung Codes und Hinweise versteckt sind, die auf das Geheimnis hindeuten. Die habe ich dann wohl überlesen oder nicht verstanden. *g*

Was mir auf jeden Fall gefallen hat, ist der Schreibstil und die bildhafte Sprache. Ich konnte beim Lesen alles vor mir sehen und mir das verlassene Dorf und auch die Gegend sehr gut vorstellen. 

Insgesamt ist es deshalb nicht so einfach für mich,  das Buch zu bewerten. Sicherlich hat es mich gut unterhalten und ist für kurzweilige Lesestunden zwischendurch geeignet. Ich bin allerdings mit etwas anderen Erwartungen herangegangen, vielleicht auch aufgrund des Covers. 


Bewertung: 🌹🌹🌹




Mittwoch, 22. Oktober 2025

Rezension: Geister in Blackwood House von Darcy Coates

Mara ist die Tochter von betrügerischen Spiritualisten. Ihre Kindheit war geprägt von Séancen und vorgetäuschten Geistererscheinungen. Als Mara ihre Familie verließ, schwor sie sich, dass solch dummer Aberglaube nie wieder Platz in ihrem Leben finden wird. Nun lebt sie mit ihrem Freund Neil in einer Welt, die auf Rationalität beruht. Dann kaufen sie das Blackwood House. Sie wurden gewarnt, dass in dem verfallenen Gebäude seltsame Dinge geschehen, und tatsächlich: Türen öffnen sich von allein, in der Nacht hören sie Kinder schreien, ein Schaukelstuhl wippt pausenlos vor sich hin. Doch das ist erst der Beginn des Unheils. Wohnen sie in einem Spukhaus? Mara will davon nichts hören. Das ist nur ausgeklügelter Schwindel … Aber wenn Geister nicht real sind, wer oder was haust dann in ihrem Haus?

Vor vier Jahren ist Mara von zuhause ausgezogen. Eisernes Sparen und Verzicht auf Vieles ermöglicht ihr nun den Kauf eines eigenen Hauses. Sie hat sich geschworen, ihr eigenes Leben zu führen und als die Maklerin ihr Blackwood House anbietet, ergreift sie die Chance. Das rund 100 Jahre alte Haus ist renovierungsbedürftig, aber ihr Freund Neil ist handwerklich geschickt. Die Geschichten erschrecken Mara nicht, denn sie ist sicher: Geister gibt es nicht und alles lässt sich logisch erklären. Merkwürdig ist es allerdings schon, dass das Haus wirkt, als hätten die letzten Bewohner es vor 20 Jahren von jetzt auf gleich fluchtartig verlassen. Sogar der Esstisch ist noch gedeckt, all ihre Sachen und Möbel sind noch da. Anders als Mara glaubt Neil, der in einem sehr religiösen Haushalt aufwuchs, dass es da draußen mehr geben muss und nicht alles kann rational erklärt werden. Gleich in der ersten Nacht hören sie Schritte auf dem Dachboden, ein Kind weint, der Schaukelstuhl bewegt sich...
Aber Mara weigert sich, ihr Zuhause wieder aufzugeben. Blackwood House ist nur ein Haus, ein Haus kann doch nicht böse sein, oder?

"Geister in Blackwood House" entführt den Leser in eine atmosphärische Geschichte, deren Hauptfigur, Mara, zunächst eine gewisse "Herausforderung" darstellt. Anfangs präsentiert sie sich als ziemlich anstrengend, besonders im Umgang mit Neil, was die Frage aufwirft, was ihn so an sie bindet. Andererseits ist die Figur dadurch auch recht authentisch. Die Autorin baut Maras Charakter sorgfältig auf: Durch die "häppchenweise" Enthüllung ihrer traumatischen Kindheitserlebnisse wird verständlich, warum sie so ist, wie sie ist – und warum ihr größter Wunsch ein normales, von „Geistern“ unberührtes, unabhängiges Leben ist. Der eigentliche Wendepunkt der Geschichte tritt ein, als Mara die Konfrontation mit den übernatürlichen Geschehnissen im Blackwood House nicht länger verdrängen kann. Spätestens ab diesem Moment ist mir Mara tatsächlich ans Herz gewachsen.

Wie gewohnt besticht die Autorin durch einen sehr lebendigen und anschaulichen Schreibstil. Das Grauen in "Geister in Blackwood House" ist eher subtil angelegt. Anstelle von literweise Blut oder großen Schockeffekten dominiert eine dichte, spannende Atmosphäre. Das Buch überzeugt durch die leisen Töne und den Fokus auf das psychologische Unbehagen.

Hartgesottenen Horrorfans könnte die Geschichte möglicherweise als zu harmlos erscheinen. Wer jedoch Spukhaus- und Geistergeschichten mit starker Atmosphäre schätzt und ein paar Stunden spannende Unterhaltung sucht, dem sei "Geister in Blackwood House" wärmstens empfohlen. Ein gelungenes Werk für Fans des sanften Grusels.




Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹





Mittwoch, 15. Oktober 2025

Die Schaurige Sieben - Buchtipps für die dunkle Jahreszeit



Der Herbst und die Zeit um Halloween ist natürlich die perfekte Zeit für Bücher zum Gruseln. Nicole hat auch dieses Jahr wieder die Aktion auf ihrem Blog Zeit für neue Genres gestartet. 



1. Der Fluch von Ashburn House von Darcy Coates 
„Die Leute sagen, dass nachts die Geister einer ermordeten Familie durch die Flure von Ashburn House irren…“
Als Adrienne vor der Haustür des gotischen Hauses ankommt, hat sie nur einen Koffer, 20 Dollar und ihren Kater. Sie weiß nicht, warum Tante Edith ihr Ashburn House vermacht hat, aber es ist ein Erbe, das sie unmöglich ablehnen kann.
Adrienne glaubt nicht an Geister, aber wie sonst lässt sich erklären, was in den nächsten Tagen passiert? Und dann entdeckt sie im Wald ein verstecktes Grab…
Etwas Böses lebt in Ashburn House. Etwas Unnatürliches, dessen hungrige Augen Adrienne wachsam beobachten. Und es hat ein schreckliches, unverzeihliches Geheimnis.

👻

2. Die Geisterflöte von Rebecca Netley 
Skelthsea, 1860. Eine windgepeitschte Insel vor der schottischen Küste.
Elspeth Swansome wird dort als Kindermädchen für die kleine Mary eingestellt. Mary hat seit dem plötzlichen Tod ihres Zwillingsbruders William kein Wort mehr gesprochen. Und das Schweigen des Mädchens ist nicht das einzige Rätsel.
Doch im Herrenhaus spricht niemand darüber. Im Dorf hingegen wird gemunkelt, dass Williams Sturz von den Klippen keinesfalls ein Unfall war.
Diese Gerüchte könnte Elspeth leicht ignorieren, würde sie nicht Zeugin einer Reihe von seltsamen Phänomenen: Schritte auf dem Dachboden, ein Schlaflied, das jeden Abend durch die leeren Flure hallt, unheimliche Puppen, die überall auftauchen – und ständig dieses unheilvolle Pfeifen einer Flöte, die angeblich Tote herbeirufen kann …
Wird dieses Haus von den Geistern der Vergangenheit heimgesucht? Oder von den Geheimnissen der Lebenden?

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3. Es spukt in Craven Manor von Darcy Coates 👻
Daniel ist Anfang 20 und wohnt bei seinem Cousin Kyle. Er hat ihn aufgenommen, als Daniel auf der Straße lebte und wird nicht müde, dies zu erwähnen. Daniel möchte gerne einen neuen Job und auch eine eigene Unterkunft. Da erhält er einen mysteriösen Brief: Jemand bietet ihm die Stelle des Gärtners auf einem Anwesen namens Craven Manor an. Es ist eine kurze Wegbeschreibung dabei und unterzeichnet ist der handgeschriebene Brief nur mit "Bran". Obwohl er das Ganze zunächst für einen Scherz hält und außerdem misstrauisch ist, ob man ihn in eine Falle lockt, macht er sich auf den Weg zu dem geheimnisvollen Ort. Als er dort ankommt, läuten seine Alarmglocken. Das Grundstück ist völlig zugewuchert und in dem alten Haus kann eigentlich niemand mehr wohnen. Aber im Foyer erwartet ihn ein weiterer Brief mit Anweisungen - und sein erstes Gehalt.

👻

4. Die schwarze Frau von Simone St. James 👻
Vermont in New England im Jahr 1950. Idlewild Hall ist eine Schule für Mädchen und junge Frauen, die in der Gesellschaft keinen Platz haben. Katie, Cecilia, Roberta und Sonia teilen sich ein Zimmer und außerdem ihre Geheimnisse. Und sie alle haben etwas gemeinsam, denn ihnen allen ist der Geist der toten Mary erschienen, ein Mädchen in einem altmodischen Kleid, das angeblich auf dem Gelände der Schule vor vielen Jahren gestorben ist. Als eine von den vieren unter mysteriösen Umständen verschwindet, sind die verbliebenen Mädchen überzeugt, dass ihre Freundin ermordet wurde. Hat Mary irgendetwas damit zu tun?






5. Das Hexenbuch von Salem von Katherine Howe 
Connie Goodwin ist eine hervorragende Studentin der Harvard Universität und schreibt gerade an ihrer Doktorarbeit über Sitten und Gebräuche im Amerika des 17. Jahrhunderts. Ihr Spezialgebiet sind die Hexenverfolgungen in Salem. Als Connies Mutter Grace sie eines Tages bittet, das halbverfallene Haus der Großmutter in Marblehead, Massachusetts, in Ordnung zu bringen, ist Connie wenig begeistert. Mit gemischten Gefühlen reist sie in das Küstenstädtchen, das nicht weit von Salem entfernt liegt. Immerhin hofft Connie, in den alten Kirchenregistern von Salem etwas über die Hexenprozesse zu finden, und ist froh, dass ihr der gutaussehende Restaurator Sam, den sie in der Kirche antrifft, bei den Recherchen helfen möchte. Kurz darauf entdeckt Connie im verwunschenen Haus der Großmutter ein vergilbtes Pergament, das sie auf die Spur eines alten Buches mit sonderbaren Formeln und Rezepten bringt. Als sie ihrer Mutter von dem Folianten erzählt, ist diese nicht überrascht: Grace weiß von dem Buch, das lange im Familienbesitz war, und warnt ihre Tochter, sich damit zu beschäftigen. Gemeinsam mit Sam kommt Connie schließlich einem gefährlichen Familiengeheimnis auf die Spur – und entdeckt plötzlich seltsame Fähigkeiten an sich selbst …

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6. Dracula, my love von Syrie James
Das geheime Tagebuch der Mina Harker. So lautet der Untertitel des Buches. Wer "Dracula" gelesen hat, der weiß, dass Mina wie alle anderen Hauptpersonen auch hier bereits Tagebuch über die Ereignisse in Whitby, London und Transsilvanien geführt hat.
In "Dracula, my love" erzählt die Autorin allerdings eine etwas andere Geschichte. Im Anhang gibt es ein Interview mit Syrie James, in dem sie erklärt, sie hatte die Idee zu diesem Buch, nachdem sie Stokers Buch ein zweites Mal gelesen hatte und mit einigen Dingen unzufrieden war. Es fehlten ihr z.B. Erklärungen, warum der Graf ausgerechnet in Whitby von Bord ging, warum er ausgerechnet Mina auswählte. In Stokers Buch hat er außerdem eine vergleichsweise kleine Rolle. Er taucht am Anfang auf und später ist er der Grund für alle Ereignisse, erscheint aber nur noch ganz selten. Auch das wollte die Autorin ändern, genau wie sein Äußeres. So, wie sie sich die Geschichte zwischen Mina und Dracula vorstellte, musste er wesentlich jünger und attraktiver sein. Und wer ist dieser Dracula überhaupt? Genau erwähnt wird das nie, aber Syrie James gibt ihm eine Geschichte, die durchaus glaubwürdig ist.

👻

7. Gepfählt con Jeffrey Sackett
Klappentext: Der junge New Yorker Malcolm Harker kann es nicht fassen: Sollte es tatsächlich wahr sein, dass Dracula einst seiner Urgroßmutter das Blut aussaugte und ihr von seinem eigenen zu trinken gab? Fließt in den Adern der Familie Harker seit jener Zeit teuflisches, vampirhaftes Blut, wie Großvater Quincy behauptet? Der ungläubige Malcolm reist mit seiner Freundin Holly und seinem Freund Jerry nach England, um den Geheimnissen der Vergangenheit auf die Spur zu kommen...






Montag, 13. Oktober 2025

Rezension: "Der Spuk im Rainier Asylum" von Ambrose Ibsen

Sadie ist 25, arbeitet als Bibliothekarin und hat eine besondere Gabe: Sie ist empfänglich für das Übernatürliche.
Seit Jahren berichten Einheimische, dass etwas Abscheuliches in der verlassenen Rainier-Irrenanstalt herumschleicht – etwas mit riesigen Augen und verdrehten Gliedern.
Nachdem ein junger Mann in den Gängen des zerfallenden Gemäuers verschwunden ist, beschließen Sadie und ihr Arbeitskollege August nach ihm zu suchen …
Als sie in die Tiefen der alten Anstalt hinabsteigen, stolpert Sadie über etwas völlig Unerwartetes – etwas, das mit dem Ursprung ihrer unheimlichen Gabe zusammenhängt.

"Der Spuk im Rainier Asylum" ist die Fortsetzung zu "Der Spuk von Beacon Hill" und die Geschichte setzt direkt nach den letzten tragischen Ereignissen ein. Sadie und August sind immer noch geschockt und besonders Sadie macht sich schwere Vorwürfe wegen Ophelia.  
Als dann in den Nachrichten über das Verschwinden eines jungen Mannes berichtet wird und in dem Zusammenhang das Rainier Asylum genannt wird, läuten bei Sadie und August alle Alarmglocken. Schon bei ihren Recherchen zu Beacon Hill spielte der Name der verlassenen Irrenanstalt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts eine Rolle. Und auch wenn Sadie nicht begeistert ist, fühlt sie sich verpflichtet, sich dort umzusehen. Vielleicht kann sie den jungen Farmarbeiter noch retten.

Eine verlassene Irrenanstalt - oder wie man heute sagt: "Psychiatrische Klinik" - als Setting ist natürlich nahezu perfekt für einen Horrorroman. Ein altes, halb verfallenes Gebäude. Gerüchte um schreckliche Experimente an den Insassen. Die Geister der gequälten Seelen der ehemaligen Patienten, die dort umgehen sollen. Mehr Grusel geht eigentlich nicht. 
Der Autor nutzt dieses Potenzial gekonnt. Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen: Er ist durchweg atmosphärisch und visuell anschaulich. Der Leser wird von der Hauptfigur durch die dunklen Gänge geführt und erlebt die beklemmende Szenerie bei jedem Schritt hautnah mit. 

Trotz dieser Stärken gab es an manchen Stellen kleinere Mängel., das Tempo zog sich stellenweise etwas in die Länge. Ein strafferes Erzähltempo hätte die Spannung insgesamt noch erhöht.

Wie schon erwähnt, ist dies der 2. Teil der Reihe und aufgrund der direkten Fortsetzung der Ereignisse aus Teil 1 empfehle ich auf jeden Fall "Der Spuk von Beacon Hill" vorher zu lesen. Und auch "Der Spuk im Rainier Asylum" endet mit einem Cliff Hanger, dessen Auflösung hoffentlich im 3. Teil kommt. 

Fazit: Ein Horrorroman mit einem gelungenen Setting und einem starken, atmosphärischen Schreibstil, der Fans des Genres ansprechen wird, auch wenn kleinere Tempodefizite den Gesamteindruck minimal trüben.


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹





Montag, 6. Oktober 2025

Rezension: "Der Fluch von Ashburn House" von Darcy Coates

„Die Leute sagen, dass nachts die Geister einer ermordeten Familie durch die Flure von Ashburn House irren…“
Als Adrienne vor der Haustür des gotischen Hauses ankommt, hat sie nur einen Koffer, 20 Dollar und ihren Kater. Sie weiß nicht, warum Tante Edith ihr Ashburn House vermacht hat, aber es ist ein Erbe, das sie unmöglich ablehnen kann.
Adrienne glaubt nicht an Geister, aber wie sonst lässt sich erklären, was in den nächsten Tagen passiert? Und dann entdeckt sie im Wald ein verstecktes Grab…
Etwas Böses lebt in Ashburn House. Etwas Unnatürliches, dessen hungrige Augen Adrienne wachsam beobachten. Und es hat ein schreckliches, unverzeihliches Geheimnis.

Adrienne ist mehr als überrascht, als sie Ashburn House von einer Großtante erbt, die sie nie kennengelernt hat. Ihre Mutter hat immer behauptet, sie hätte keine weiteren Verwandten. Aber abzulehnen ist keine Option, denn nachdem Adrienne ihre Mutter bis zum Tod gepflegt und dafür ihren festen Job aufgegeben hat, die Hypotheken auf das Haus von den Kosten verschlungen wurden, ist sie obdach- und mittellos. So hofft sie auf einen Neuanfang in einem neuen Zuhause in einer neuen Stadt. Kater Wolfgang ist davon weniger begeistert, muss sich aber natürlich fügen. 
Schon die erste Nacht wird zu einer Bewährungsprobe. Dann sind da die vielen merkwürdigen Nachrichten und Notizen. Es gibt keinen einzigen Spiegel im ganzen Haus, stattdessen steht an den Stellen „Keine Spiegel“. Und in den Esstisch hat jemand „Am Freitag zünd die Kerze an“ geritzt. Von ein paar Frauen aus der Stadt in ihrem Alter, erfährt sie einige Gerüchte, die seit Jahren über das Haus und deren Bewohner erzählt werden. Und jeden Freitag erscheint ein merkwürdiges Licht in einem Fenster. Adrienne versucht, mehr über die Ereignisse von vor fast 100 Jahren herauszufinden, als angeblich eine ganze Familie in Ashburn House ermordet wurde.

„Der Fluch von Ashburn House“ ist mein dritter Roman von Darcy Coates und auch dieser hat mir wieder richtig gut gefallen. Atmosphärisch, düster und sehr bildhaft beschreibt die Autorin die Geschehnisse in dem alten Haus. Es kam mir vor, als würde ich einen Gruselfilm schauen, so anschaulich ist alles dargestellt. Erzählt wird aus der Sicht von Adrienne, aber in der 3. Person. Ab und zu gibt es auch ein paar Szenen zum Schmunzeln, meistens, wenn Kater Wolfgang ins Spiel kommt. Die Spannungskurve steigt zwischendurch immer wieder an, flacht auch mal kurz wieder ab, um dann wieder anzusteigen und am Ende noch mal mit einer Überraschung aufzuwarten. 

Das Cover passt perfekt zur Geschichte, so würde man sich das Haus aufgrund der Beschreibungen sicher vorstellen. 
Die Hauptfigur war mir gleich sympathisch und ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Eigentlich will sie nicht in diesem Haus bleiben, aber wo soll sie hin? Und es muss doch einen Grund geben, warum ihre Großtante ausgerechnet ihr das Haus vererbt hat. Also hält sie durch und versucht, die Geheimnisse zu lüften. 

Fazit: Eine spannende Spukhausgeschichte, die ohne literweise Blut auskommt und mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten hat. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹







Montag, 10. Februar 2025

Meine Meinung zur neuen Verfilmung von "Salem's Lot"

 „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ ist eines der früheren Bücher von Stephen King. Ich habe es in den Achtzigern gelesen und es ist eins meiner Lieblingsbücher. Es war das dritte oder vierte Buch des Autors für mich und ich muss sagen, anhand des Klappentextes wusste ich damals nicht, dass es um Vampire geht. Daher war es für mich dann im Verlauf der Geschichte noch einmal mehr interessant und fesselnd. Gar nicht so lange danach habe ich es noch mal gelesen, dieses Mal dann eben mit dem Wissen, um was es geht, was einem ja gleich eine ganz andere Sichtweise gibt.

Es gab ja bisher zwei Verfilmungen und beide habe ich gesehen, wobei mir der Zweiteiler mit Rob Lowe etwas besser gefallen hat.
Im letzten Jahr kam nun eine neue Verfilmung fürs Kino raus, die ich mir am Wochenende im Fernsehen angesehen habe.


Natürlich ist es immer schwierig, die Handlung eines Buches in einen Film von nicht mal zwei Stunden zupressen. Sicher müssen hier Abstriche gemacht werden. 
Bei der neuen Adaption von „Salem’s Lot“ finde ich es sehr schade, dass die im Buch bestehende Verbindung von Ben Mears zum Marsden-Haus gar nicht vorkommt. Es wird nur erwähnt, dass er als Kind in Salem’s Lot aufwuchs, aber mit neun Jahren nach dem Unfalltod seiner Eltern die Stadt verlassen hat. Überhaupt ist seine Rolle hier kleiner als in der Vorlage, jedenfalls kommt es mir so vor. 
Der Anfang, sagen wir die erste halbe Stunde, hat mir gut gefallen, da dachte ich noch, das könnte etwas werden. Es war fast ein bisschen nostalgisch, denn der Film spielt auch in der Zeit des Buches, Anfang der Achtziger. Das wird wirklich sehr authentisch rübergebracht. Die Musik, die alten Autos, Wohnungseinrichtungen, Kleidung und Frisuren, alles passt. Natürlich gibt es keine Handys und Recherchen erfolgen durch Bücher, nicht durch Suchmaschinen im Internet. 
Auch als das erste Kind verschwindet und dann am Fenster schwebend wieder auftaucht, daran konnte ich mich noch sehr gut erinnern und fand es gut umgesetzt. 

Aber irgendwie ging mir dann alles zu schnell. Im Buch wird die Spannung nach und nach aufgebaut, indem ganz langsam der Verdacht aufkommt, welches Grauen über die Stadt hereingebrochen ist. Und welche Rolle die Neuankömmlinge Straker und sein „Geschäftspartner“ Barlow (den man nie sieht) dabei spielen. Apropos Barlow, seine Darstellung fand ich auch nicht so gelungen. Sicher sollte eine Ähnlichkeit mit Nosferatu vorhanden sein, aber gruselig oder angsteinflößend fand ich ihn jetzt nicht wirklich. 

Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich komplett enttäuscht bin von der Umsetzung, es gibt nur einige negative Aspekte. Hätte man der Handlung mehr Zeit gegeben, sich zu entwickeln, wäre der Film sicher besser geworden und auch positiver bewertet worden. Denn gerade dieses zunehmende Grauen, die drohende Gefahr und langsam wachsende Erkenntnis, was mit der Stadt passiert, machen für mich einen Großteil der Faszination des Buches aus. Ähnlich wie bei Brams Stokers „Dracula“ und „Salem’s Lot“ ist ja eine Hommage von King an den Klassiker der Schauerliteratur. 





Montag, 16. Oktober 2023

Rezension: "Der Spuk von Beacon Hill" von Ambrose Ibsen

Sadie ist 25, arbeitet als Bibliothekarin und ist mit ihrem ruhigen Leben eigentlich ganz zufrieden. Mit den Jahren hat sie verdrängt, dass sie eine besondere Gabe hat: Sie ist empfänglich für das Übernatürliche. Doch plötzlich scheint sie wieder Geister sehen zu können. 
Auch eine Nachbarin aus ihrem alten Viertel, wo sie als Teenager bei ihren Großeltern lebte, erinnert sich daran und bittet Sadie um Hilfe. Roses Tochter Ophelia war mit Freunden in einem alten, leerstehenden Haus, um das allerlei Gerüchte ranken. In Beacon Hill soll es spuken und tatsächlich kehrt das Mädchen völlig verstört nach Hause zurück und versucht, sich umzubringen. Ophelia behauptet, dass sie von dem Geist einer toten Frau terrorisiert wird, die sie "Madenmutter" nennt. 
Sadie zögert zunächst, aber schließlich willigt sie ein, Rose zu helfen. Zusammen mit ihrem Arbeitskollegen August recherchiert sie über Beacon Hill und es stellt sich heraus, dass der Geist keine erfundene Geschichte eines verstörten Teenagers ist, sondern sehr real und auch sehr bösartig...

Es ist Oktober und in drei Wochen ist Halloween. Da müssen natürlich entsprechende Bücher gelesen werden. "Der Spuk von Beacon Hill" ist so eins, mein erstes von Ambrose Ibsen. Aber sicher nicht mein letztes, zumal die Geschichte anscheinend im nächsten Teil weitergeht. Aber dazu später mehr.

Mir hat die Geschichte durchweg sehr gut gefallen. Spannend, sehr atmosphärisch und ein angenehmer Schreibstil, was will man als Leser mehr? Der Autor sorgte mit seiner Erzählart dafür, dass die gesamte Handlung wie ein Film vor mir ablief, alles ist sehr lebendig und anschaulich geschrieben. Ob es nun die Szenen in dem Spukhaus waren, im Krankenhaus oder in der Bibliothek, man ist hautnah dabei, wenn das Grauen um sich greift. 

Ich mochte Sadie gleich. Sie will diese Gabe eigentlich gar nicht und möchte viel lieber ein einfaches Leben führen, bei der Arbeit und zuhause mit ihren Büchern. Aber ihr ist auch klar, dass es vielleicht besser ist, sich dem Ganzen endlich zu stellen. Als Kind wurde sie mit ihrer Gabe allein gelassen, aber was wäre, wenn sie sie heute zum Positiven nutzt, um anderen Menschen zu helfen? Und August ist dafür die beste Unterstützung. 

Einzig das offene Ende hat mich ein bisschen geärgert, denn ich hätte am liebsten sofort weitergelesen in "Der Spuk im Rainier Asylum", dem zweiten Teil der Trilogie. 


Bewertung: 📖📖📖📖📖

Mittwoch, 13. September 2023

Aktion Spooky Season Lesechallenge in Nicos Bücherstube

🎃🎃🎃🎃🎃

Auch wenn das Wetter im Moment noch nicht so wirklich danach aussieht, aber der Herbst steht vor der Tür. In gut einer Woche ist offizieller Herbstbeginn und wir feiern das zweite Erntefest im Alten Jahreskreise, Mabon.
Das heißt auch, dass Samhain/Halloween nicht mehr so weit weg ist und auch in diesem Jahr gibt es bei Nico in seiner Bücherstube wieder die Spooky Season Lese-Challenge 👻 ab dem 23. September.



Ich hatte sowieso vor, in dieser Zeit "passende" Bücher zu lesen und deswegen mache ich gerne hier mit. Es kann sich jeder anschließen, der Spaß an der Aktion hat.

Die nachfolgenden Seitlinge möchte ich gerne lesen:

1. 
Southern Gothic von Grady Hendrix
Patricia Campbell ist unzufrieden. Ihr Mann ist ein Workaholic, ihre beiden süßen Kinder sind zu launischen Teenagern mutiert, und ihre pflegebedürftige Schwiegermutter braucht ständig Aufmerksamkeit. Ihr einziger Lichtblick ist der Buchclub, den sie mit ihren engsten Freundinnen gegründet hat: Hier kann sie ihre Leidenschaft für True Crime und Serienkiller voll und ganz ausleben. Eines Abends wird Patricia von ihrer dementen Nachbarin attackiert, und kurz darauf tritt deren Neffe, James Harris, in Patricias Leben. Der vielgereiste, belesene und unverschämt gutaussehende James weckt Gefühle in Patricia, die sie schon seit Jahren nicht mehr gespürt hat. Doch als im weniger wohlhabenden Viertel der Stadt immer mehr Kinder verschwinden, befürchtet Patricia, dass James mehr Ted Bundy als Brad Pitt ist. In Wahrheit ist James jedoch eine ganz andere Sorte Monster – und Patricia hat ihn schon längst in ihr Heim gelassen …


2. 
Pfad der Wölfe von Patricia Briggs
Als die Bewohner eines kleinen kalifornischen Bergdorfes von einem Tag auf den anderen spurlos verschwinden, überlässt das FBI die Ermittlungen dem Eigentümer, auf dessen Land das Dorf liegt – einer Firma namens Aspen Creek Inc. Dahinter verbirgt sich niemand Geringerer als der Marrok selbst. Der mächtigste Werwolf der Welt schickt kurzerhand seinen Sohn Charles und dessen Gefährtin Anna nach Kalifornien. Sie sollen herausfinden, was es mit dem mysteriösen Fall auf sich hat. Doch das Wesen, das in der Wildnis Kaliforniens auf das Werwolfpaar wartet, übertrifft ihre schlimmsten Befürchtungen ...


3. 
Der Spuk von Beacon Hill von Ambrose Ibsen
Sadie ist 25, arbeitet als Bibliothekarin und hat eine besondere Gabe: Sie ist empfänglich für das Übernatürliche. Ein Freund bittet Sadie, sich mit einem seltsamen Ereignis zu befassen. In einem angeblichen Spukhaus in der Stadt ist ein Mädchen verrückt geworden. Sie versucht seither sich umzubringen, weil sie, so behauptet das Mädchen, von dem Geist einer toten Frau terrorisiert wird. Diesen Geist nennt sie »die Madenmutter«. Obwohl sie ihre Gabe immer unterdrückt hat, möchte Sadie helfen und betritt das unheimliche Haus. Doch die Geschichte der Madenmutter ist keine Erfindung von einem gestörten Teenager. Der Geist der Toten ist real – und sehr bösartig ...


4. 
Der Keller von Richard Laymon
Man nennt es das „Horrorhaus“, denn vor Jahren hat es hier eine ungeklärte Mordserie gegeben. Inzwischen ist es eine Touristenattraktion, täglich besucht von zahllosen Neugierigen. Doch dann gibt es einen neuen Mord. Und noch einen. Und nach und nach stellt sich heraus, dass dies kein gewöhnlicher Killer ist – dass im Keller des Hauses eine Kreatur lebt, die alles andere als menschlich ist. Und sie fängt gerade erst an…

Von "Der Keller" habe ich im letzten bereits den ersten Teil gelesen, dieses Jahr möchte gerne den zweiten lesen. 

Möchte vielleicht noch jemand eines dieser oder ähnliche Bücher in der Zeit vor Halloween lesen? Gemeinsam macht es doch noch mehr Spaß. 

🎃🎃🎃🎃🎃


Update am 12.10.23
1. Der Pfad der Wölfe - gelesen - zur Rezi

Update am 25.10.23
2. Der Spuk von Beacon Hill - gelesen  - zur Rezi




Donnerstag, 30. April 2020

Neuauflage des Horror-Romans von Dean R. Koontz

In den Achtziger Jahren entdeckte ich neben Stephen King auch die Horror-Autoren John Saul und Dean R. Koontz. 
Letzterer schrieb bereits damals ein Buch, das so sehr an die aktuelle Situation erinnert, das es fast schon unheimlich ist.

In Deutschland hieß das Buch "Die Augen der Dunkelheit" und erschien 1988. Ich bin nicht zu hundert Prozent sicher, aber ich meine, das ich es damals gelesen habe. Es geht um ein künstlich erzeugtes Virus, eine biologische Waffe, das in einem Labor in China entwickelt wurde. Und es trägt den Namen Wuhan-400. Na, klingelt's? Richtig, da fing der ganze Mist an. Im Buch befällt dieses Virus außerdem nur Menschen, keine anderen Lebewesen. Es ist tödlich und es gibt keine Medikamente, kein Antibiotikum.
Und natürlich sind die Amerikaner hier wieder einmal die Helden und entwickeln einen Impfstoff. Okay, das war dann wahrscheinlich doch nur Fiktion. ;-)

Wie ich nicht anders erwartet habe, wird der Roman nun neu aufgelegt. Heute erscheint das E-Book und am 15. Mai das Taschenbuch. Neuer Titel: Die Augen der Finsternis.



Ich glaube, ich werde es mir zulegen, einfach, um zu sehen, wie viel mir davon bekannt vorkommt.  



 

Mittwoch, 4. März 2020

Rezension: "Department 19 - Das Gefecht" von Will Hill

Noch 85 Tage bis zur Stunde null: dem Tag, an dem der regenerierte Graf Dracula vollends zu seiner alten Stärke zurückkehren wird. Dem Tag, an dem die finsteren Wesen endgültig den Kampf um Gut und Böse gewinnen werden. Nach der letzten verheerenden Attacke der Vampire muss sich das Department 19 neu organisieren - doch ausgerechnet jetzt werden weltweit die Insassen von Hochsicherheitsgefängnissen befreit. Und die sind nicht nur Schwerverbrecher, sondern wurden inzwischen auch in Vampire verwandelt...

Nach Draculas Angriff auf Schwarzlicht durch Valeri Rusmanov wurde das Team um Jamie, Larissa, Kate und Matt auseinandergerissen. Larissa wurde zu einer Einheit des Departments in den USA in der Area 51 versetzt, während Kate in einer Internen Abteilung zusammen mit Paul versucht, einen Spion bei Schwarzlicht zu entlarven, damit solche Angriffe nicht mehr passieren. Matt arbeitet im Labor an einem Heilmittel gegen Vampirismus und Jamie macht im Außendienst auf die entflohenen, in Vampire verwandelten Schwerverbrecher Jagd. 
Durch die Erzählperspektive ist man als Leser in allen Situationen dabei, so auch bei Dracula, der immer mehr zu seiner alten Stärke zurückfindet. 

Insgesamt ist die Geschichte spannend, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gibt.  Der Erzählstil ist aber flüssig und auch sehr anschaulich, man sieht förmlich das Blut spritzen. ;-) 

Ich finde die Idee von Will Hill nach wie vor faszinierend, denn sie basiert darauf, dass Bram Stokers Roman "Dracula" keine Fiktion ist, sondern fast alles damals so passiert ist und im Kampf gegen Vampire das Department 19 von Harker, Seward, Holmwood und Morris gegründet wurde und die Aufgabe von ihren jeweiligen Nachfahren weitergeführt wird.

"Das Gefecht" ist der dritte Teil der Reihe und leider auch der letzte, der bisher ins Deutsche übersetzt wurde. Was sehr schade ist, denn das Ende ist offen und man will natürlich wissen, wie es weitergeht und ob das Department es mit Dracula aufnehmen kann. 


Bewertung🦇 🦇 🦇 🦇