Montag, 17. Juni 2019

Rezension: "Dunmor Castle - Das Licht im Dunkeln" von Kathryn Taylor

Zum Inhalt:
Die Innenarchitektin Lexie Cavendish fährt im Auftrag ihres Chefs in den Norden Irlands, um das Schloss Dunmor Castle für die Renovierung vorzubereiten. Obwohl Lexie sich nicht erinnern kann, schon mal dort gewesen zu sein, kommt ihr der Ort seltsam vertraut vor. Aufgewachsen in verschiedenen Pflegefamilien in England und Amerika, hat sie keine Erinnerung an ihre ersten Lebensjahre. Allerdings hat sie immer wiederkehrende Albträume, schlafwandelt häufig und hat Panik in der Dunkelheit. In einer dieser Nächte läuft sie dem attraktiven Grayson vor sein Auto, nichts ahnend, dass es sich hierbei um den Sohn des Burgbesitzers handelt, der gar nicht begeistert davon ist, dass sein Vater Dunmor Castle verkaufen will. Hinzu kommt noch, dass Grayson beruflich der härteste Konkurrent ihres Chefs ist. 

Meine Meinung: 
"Das Licht im Dunkeln" ist der erste Band eines Zweiteilers und er hat mir sehr gut gefallen. Durchgehend wird die Spannung aufgebaut und der Autorin gelingt es auch immer wieder, durch Wendungen und Überraschungen in der Geschichte sowie Andeutungen in Bezug auf Lexies Vergangenheit, diese bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Anschaulich und lebendig beschrieben werden auch die Landschaft und die Burg sowie der kleine Ort Cerigh. 
Es gibt neben den Hauptcharakteren auch eine bunte Mischung von Figuren, die gut in die Geschichte eingebunden sind, deren tatsächliche Rolle aber teilweise noch im Dunkeln bleibt.  
Lexie war mir jedenfalls gleich sympathisch, ebenso ihre Freundin Betty. Bei Grayson bin ich noch zwiespältig, auf jeden Fall verbirgt er etwas. Gleiches gilt anscheinend auch für Aidan. 

Fazit:
Ein spannender Pageturner! Das Ganze endet dann mit einem ziemlich "fiesen" Cliffhanger und nun heißt es also warten, bis es im August mit dem zweiten Teil "Der Halt im Sturm" weitergeht. 

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇





Samstag, 15. Juni 2019

Rezension: "Sog" von Yrsa Sigurdardottir

Zwölf Jahre nach der Vergewaltigung und dem Tod eines Mädchens wird an einer Schule eine Zeitkapsel geöffnet, die vor zehn Jahren vergraben wurde. Neben Briefen von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahr 2016 vorstellen, wird auch eine Liste mit Initialen von zukünftigen Mordopfern gefunden, eindeutig geschrieben von einem Kind. Komissar Huldar, nach seinem letzten Fall von seinen Leitungsaufgaben entbunden, soll der Sache nachgehen. Wenig motiviert macht er sich an die Arbeit. Aber dann tauchen in einem Hot Tub zwei abgetrennte Hände auf und nach einer ersten, brutal ermordeten Leiche bekommen es die Ermittler bald mit einer zweiten zu tun. Und was hat das Ganze mit dem Kinderschänder Jon Jonsson zu tun, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde? Huldar wird klar, dass die Nachricht aus der Zeitkapsel doch wohl ernster zu nehmen ist als gedacht und holt außerdem die Kinderpsychologin Freyja dazu, die seit dem letzten gemeinsamen Fall bei ihrer Dienststelle ebenfalls in Ungnade gefallen ist. 

Gleich vorweg: Ich kenne den ersten Teil der Reihe nicht, aber wie ich festgestellt habe, ist das auch nicht unbedingt notwendig. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, aber angesichts des Titels hatte ich etwas mehr Spannung erwartet. In einen Lese-"Sog" hat es mich nicht direkt gezogen. Ich kenne von der Autorin ein paar andere Bücher, die mir besser gefallen haben, "Geisterfjord" zum Beispiel. 

Die Geschichte ist auf jeden Fall von Anfang bis Ende gut geschrieben und schlüssig durchdacht. Bei manchen Gedankengängen der Figuren musste ich auch mal schmunzeln. 
Huldar war mir durchaus sympathisch, Freyja auch. Obwohl ich ihr ziemlich gleichgültiges Verhalten Molly gegenüber nicht gut fand, aber das ist mein Problem. *g*

Ich würde sagen, es ist ein guter Krimi, aber als Thriller würde ich "Sog" nicht bezeichnen, denn dafür fehlte mir die durchgehende Spannung, das "Ich muss jetzt unbedingt weiterlesen". Deswegen gibt es auch nur 4 von 5 Fledermäusen. 

Bewertung: 🦇🦇🦇🦇






Donnerstag, 13. Juni 2019

Top Ten Thursday: Cover - Gelb wie die Sonne



Heute habe ich auch mal wieder Zeit für den wöchentlichen Top Ten Thursday auf Aleshanees Weltenwanderer-Buchblog

Das Thema diese Woche lautet:


10 Bücher mit einem gelben Cover

Und das war gar nicht so einfach, denn gelb ist so gar nicht meine Farbe und wie ich feststellen musste, gibt es auch nicht viele gelbe Cover. Hier ist eine Auswahl und bei einigen ist zumindest "gelb mit drin". *g*

1. Der vierte Teil der Fantasy-Krimi-Reihe um den "Zauberlehrling" Peter Grant

  2. Ein Krimi von Andreas Winkelmann, der mir aber nicht so gut gefallen hat

 3. Ein englischer Krimi, der richtig spannend war. Leider wurden von der 
Reihe nur 2 Bücher ins Deutsche übersetzt. 

 4. Ich mag diese Urban-Fantasy-Reihe sehr. Leider ist sie inzwischen abgeschlossen. 

5. Der neueste Teil der Mercy-Thompson-Reihe, der dieses Jahr 
im Oktober veröffentlicht wird. Ich bin so sehr gespannt. 

6. Und dies ist der 2. Teil der Mercy-Thompson-Reihe. Vor vielen Jahren gelesen. 

7. Eine meiner Lieblings-Thriller-Reihen, auf die ich mich jedes Jahr 
wieder freue, wenn ein neuer Teil herauskommt. 

8. Teil 4 der Mystery-Thriller-Reihe um "Friedhofskönigin" Amelia Grey. 

9. Hier muss ich ja sicher nichts mehr zu schreiben...


10. Dies ist der 9. Teil der Krimireihe, die in und um Lübeck spielt. 







Dienstag, 11. Juni 2019

Namensgebung in Island

Ich lese gerade mal wieder einen isländischen Thriller von Yrsa Sigurdardottir. Und schon immer hat mich die Namensvergabe in Skandinavien allgemein und besonders in Island interessiert. 
So unaussprechlich die Familiennamen ja erscheinen, so einfach ist die Namensgebung im Grunde. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern setzt sich der Personenname nicht aus einem Vornamen und einem Familiennamen zusammen. Er wird vom Vater des Kindes abgeleitet oder in seltenen Fällen auch mal von der Mutter. Dabei kommt es darauf an, ob das Kind männlich oder weiblich ist. Heißt der Vater z. B. Jon mit Vornamen, würde ein Sohn als "Nachnamen" Jonsson heißen, eine Tochter Jonsdottir.  (dottir = Tochter)

Bis heute wird diese Namensgebung in Island fortgeführt und ich finde diese Tradition sehr schön und sie zeigt meiner Meinung nach die Familienzugehörigkeit noch deutlicher bzw. die Abstammung von den Eltern. So ist in der isländischen Kultur der Nachname nicht Teil des Namens, sondern eine kurze Beschreibung der Familiengeschichte. 
Norwegen und Schweden sind mittlerweile zum Familiennamensystem übergegangen, in Dänemark dagegen ist die Verwendung von Vaternamen seit 2006 wieder erlaubt, auf den Färöer-Inseln (die zu Dänemark gehören) sogar seit 1992. 

Isländer reden sich auch nie mit "Herr" oder "Frau" an, selbst bei formalen Anreden benutzen sie den Vornamen. Oder bei hochgestellten Persönlichkeiten den vollen Namen. Viele denken ja auch, die isländische Sängerin Björk hätte einen Künstlernamen, aber nein, es ist einfach ihr Name. 

Andererseits ist es auch nicht einfach so möglich, seinem Kind irgendeinen beliebigen ausländischen Namen zu geben. Es gibt ein Benennungskomitee, das einen "neuen" Namen erst genehmigen muss, bevor er verwendet werden darf. Wichtig ist, dass er in die isländische Sprache integriert werden kann, also Buchstaben des isländischen Alphabets enthält. Was ich jetzt aber auch nicht schlimm finde, denn so bleiben auch Traditionen und alte Namen erhalten. 

Mein "Familienname" wäre in Island übrigens Karlsdottir. Klingt auch nicht schlecht. 😊 




Freitag, 7. Juni 2019

Rezension: "Der Palast der Meere" von Rebecca Gablé

London 1560. Der fünfzehnjährige Isaac lebt bei seinem Onkel Philipp Durham. Als es Probleme in seiner Heimat gibt, bittet ihn sein Halbbruder Francis nach Hause nach Waringham zu kommen. Aber Isaac haut ab und schleicht sich in Plymouth als blinder Passagier auf das Schiff des Freibeuters John Hawkins. Als er entdeckt wird, wird er als Sklave an spanische Pflanzer auf Teneriffa verkauft. Erst nach zwei Jahren kommt Isaac wieder frei, unter der Bedingung, dass in den Dienst von John Hawkins tritt, der im Auftrag der Königin in die Neue Welt segelt. 
Währenddessen lebt seine Halbschwester Eleanor am Hof von Königin Elizabeth. Man nennt sie auch "das Auge der Königin", denn sie und Elizabeth wuchsen zusammen auf und kaum jemandem vertraut die Königin mehr. Allerdings fällt Eleanor als Spionin auch eine gefährlich Aufgabe zu, denn der Konflikt zwischen der protestantischen Elizabeth I. und der katholischen Königin von Schottland, Mary Stewart, spitzt sich immer mehr zu. Und dann verliebt sie sich in den geheimnisvollen König der Diebe und macht sich damit angreifbar, denn nicht alle gönnen ihr die Nähe zur Königin. 

Fast 30 Jahre begleiten wir dieses Mal die nächste Generation der Waringham-Familie. In erster Linie geht es um Eleanor und Isaac, aber auch deren Geschwister Francis und Isabella. Ich musste erst noch mal überlegen, aber dann fiel mir ein, dass sie die Kinder von Nicholas of Waringham sind. Eleanor und Francis hat er nie offiziell anerkannt, sie haben den Makel des "Bastards", während Isaac und Isabella die Kinder der zweiten Frau waren. Das alleine bietet schon Konfliktpotenzial, denn Eleanor hat keine guten Erinnerungen an ihren Vater, der ihrer Meinung nach die Mitschuld daran trägt, dass damals Mary Tudor, die Tochter von Henry VIII, Königin von England wurde und so ihren religiösen Wahn ausleben konnte und unzählige Menschen protestantischen Glaubens hinrichten ließ. 

Wie immer gelingt es Rebecca Gablé historische Fakten und Fiktion wunderbar miteinander zu verweben. Die komplette Handlung wird dadurch so authentisch, dass man glauben kann, dass sich alles genau so abgespielt hat und ein Isaac of Waringham zusammen mit den berüchtigten Freibeutern John Hawkins und Francis Drake gegen die Spanische Armada gekämpft hat. 
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und lebendig, es gibt spannende, lustige und emotionale Momente. Und wie immer sind die Charaktere vielschichtig und nicht einfach nur gut oder nur böse. 
Es wird klar, dass Elizabeth für die damaligen Verhältnisse eine starke Frau war, die niemals heiraten wollte, weil sie dann ihre Macht an einen König oder Prinzgemahl verloren hätte. Ob ein anderer Grund tatsächlich der ist, dass sie als Kind mitbekommen hat, wie ihr Vater Henry VIII. ihre Mutter, also seine Frau, Anne Boleyn hinrichten lassen hat und Elizabeth deshalb schwor, dass sie niemals heiraten werde....wer weiß? 
Im Nachwort schreibt die Autorin, dass ihrer Meinung nach viel dafür spricht, dass Elizabeth und Robin Dudley sich zwar liebten, aber kein Verhältnis hatten. Ein großes Opfer, denn mit ihrem Verzicht stellte sie das Wohl ihres Volkes über ihr eigenes. 

Abwechselnd begleiten wir Isaac auf See nach Afrika oder in die Neue Welt und Eleanor auf ihren Missionen für die Königin. So lernen wir auch die schottische Königin Mary Stewart kennen, ebenfalls eine faszinierende Persönlichkeit. Allerdings scheint es, dass ihr die Männer zum Verhängnis wurden. Wäre sie ein bisschen mehr wie ihre englische Cousine gewesen, wer weiß, vielleicht wäre für sie alles anders gekommen. 

Über den Zeitraum der Jahre lernen wir dann auch schon die nächste Generation der Waringham kennen. Auf der Burg gibt es mittlerweile eine Schule und das Gestüt ist im ganzen Land berühmt und die Pferde für die gute Zucht bekannt. Wieder darüber zu lesen, war fast wie nach Hause zu kommen. 

Bisher ist nicht bekannt, dass es mit den Waringham weitergehen wird. Schön wäre es. :-)

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇


Donnerstag, 6. Juni 2019

Monatsrückblick Mai


Heute ist schon wieder der 6. Juni, da wird es Zeit für einen kleinen Rückblick auf den letzten Monat.
Normalerweise wird im Mai immer mein SUB um einige Bücher bereichert, da dann bei uns Büchermarkt ist. Dieses Mal waren wir an dem Wochenende in Leipzig auf einer kleinen Städtetour. Das war auch sehr schön und mein SUB dankt es mir sicher ;-)

Gelesen habe ich leider nur 2 Bücher, den Thriller Opfertod von Hanna Winter und die spannende Familiengeschichte Das Rosenholzzimmer von Anna Romer. Beide haben mir gut gefallen.
Danach habe ich mit dem fünften und bisher leider letzten Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé begonnen, das ich aktuell auch noch lese: Der Palast der Meere. Es hat wieder knapp 1000 Seiten und das dauert bei mir dann eben ein wenig länger. Aber nun habe ich nur noch wenige Kapitel bis zum Ende.

Auch wenn kein Büchermarkt war, konnte ich im Mai trotzdem nicht gänzlich auf den Bücherkauf verzichten und so sind vier neue Mitbewohner bei mir eingezogen:

1. Sog von Yrsa Sigurdadottir
2. Ich schweige für dich von Harlan Coben
3. Das geheime Turmzimmer von Laura Andersen
4. Dunmor Castle von Kathryn Taylor





Die ersten beiden werden auch bald gelesen in Leserunden in Ullis Büchercafé

Somit ist der Juni schon wieder halbwegs verplant und dank der Feiertage ist ja auch etwas mehr Zeit zum Lesen.  

Montag, 27. Mai 2019

"Dracula" wird 122 Jahre alt


Na gut, tatsächlich war er natürlich ein paar Jahrhunderte älter. *g*

Gemeint ist der Tag der ersten Veröffentlichung des Romans von Bram Stoker am 26. Mai 1897 in London. Zugeordnet wird er dem Genre des Schauerromans, da Elemente wie alte Schlösser, übernatürliche Erscheinungen usw. darin vorkommen. Heute würde ich ihn auf jeden Fall zu den Klassikern zählen. 

Fakt ist, dass Stoker mit dem transsylvanischen Vampir Graf Dracula eine Figur schuf, deren Bekanntheitsgrad bis heute ungebrochen ist. Jeder kennt den Namen Dracula und weiß zumindest grob, was ein Vampir ist. 
Um so tragischer finde ich es, dass der Autor von diesem Erfolg nie etwas erfahren hat, denn zu seinen Lebzeiten war das Buch quasi ein Flop. Erst nach Stokers Tod machten die Bühnenaufführungen und später die Filme den Vampir unsterblich.





Sonntag, 12. Mai 2019

Rezension: "Das Rosenholz Zimmer" von Anna Romer

Audrey Kepler erbt nach dem Tod ihres Ex-Freundes Tony dessen Elternhaus Thornwood House in Queensland. Da sie und Tony schon seit Jahren getrennt waren, will sie es zuerst nicht haben und fährt mit ihrer elfjährigen Tochter Bronwyn dorthin, um eine Bestandsaufnahme für den Verkauf zu machen. Aber dann ist sie fasziniert von dem alten Landhaus und seinem verwunschenen Garten. Außerdem hofft sie, hier mehr über Tony zu erfahren, denn anscheinend hatte er viele Geheimnisse, die seine Familien betreffen. Audrey findet in einem Zimmer in Thornwood House eine alte Fotografie von Tonys Großvater, Samuel Riardon. Von ihrer neuen Bekannten Corey erfährt sie, dass er kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges beschuldigt wurde, eine junge Frau ermordet zu haben. Aber aus irgendeinem Grund kann Audrey das nicht glauben und stellt eigene Recherchen über die Vergangenheit und Tonys Familie an. Als sie dann einen Stapel alter Briefe findet, scheint sich ihr Verdacht zu bestätigen, dass der wahre Mörder noch lebt. Mit ihrer Neugier bringt sie allerdings nicht nur sich selbst in große Gefahr.  

"Das Rosenholz Zimmer" ist der erste Roman von Anna Romer und ich muss sagen, er hat mir besser gefallen als ihr zweites Buch. 
Die gesamte Geschichte ist sehr gut konstruiert und von Anfang bis Ende schlüssig durchdacht. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und am Ende wird deutlich, wie übel das Schicksal einer Familie über Generationen mitgespielt hat. 

Der größte Teil der Handlung spielt in der Gegenwart und wir erleben mit, wie Audrey nach und nach immer tiefer in die Familiengeschichte ihres Ex-Freundes verstrickt wird. 
Durch die Briefe aus der Zeit der Vierziger Jahre sowie die Tagebucheinträge aus den Achtzigern gibt es auch Teile, die in der Vergangenheit spielen. 
Es gibt überraschende Wendungen und wenn man denkt, so, jetzt haben wir des Rätsels Lösung, geht es wieder in eine andere Richtung. 

Die Autorin beschreibt auch immer wieder anschaulich und liebevoll die australische Landschaft, die Pflanzen- und Tierwelt. Sicher hätte das Buch auch in einem anderen Land spielen können, aber ich glaube, das wäre nicht dasselbe gewesen. Der Geschichte würde etwas von ihrem Zauber fehlen, ohne die Glockenvögel, die Wippflöter oder die Dollarvögel.

Fazit: Eine spannende, emotionale Familiengeschichte über mehrere Generationen, deren Jahrzehnte alte Geheimnisse sich bis heute auf die Gegenwart auswirken. 

Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇



Mittwoch, 1. Mai 2019

Rezension: "Opfertod" von Hanna Winter

Lena Peters kommt von Köln nach Berlin, wo sie die Polizei als Profilerin im Falle eines besonders sadistischen Serienkillers unterstützen soll. Er tötet Frauen und entfernt ihnen unterschiedliche Körperteile, bevor er die Leichen dann irgendwo ablädt, wo sie auf jeden Fall gefunden werden.
Lena weiß genau, wie Mörder ticken, sie hat sie jahrelang studiert und ist ausgebildete Kriminalpsychologin. Aber dieser Täter bringt selbst sie an ihre Grenzen. Und auch ihr neuer Vorgesetzter scheint nicht ganz mit offenen Karten zu spielen. Wieso hat er ihr nicht gesagt, dass vor ihr bereits eine andere Psychologin an dem Fall gearbeitet hat und nun verschwunden ist? Und auch privat hat Lena noch einiges zu verarbeiten. Aber sie ist fest entschlossen, diese Bestie nicht entkommen zu lassen.

"Opfertod" lag schon einige Jahre auf meinem SUB. Nun habe ich es heute Mittag daraus befreit - und innerhalb von ein paar Stunden gelesen. Ein echter Pageturner, sehr spannend. 
Sicher, die Autorin erfindet das Genre des Thrillers und das Thema des Serienkillers nicht neu. Aber ihr Schreibstil ist mitreißend und man ist immer direkt am Geschehen und erlebt alles hautnah mit. In erster Linie wird aus der Sicht von Lena Peters erzählt, aber auch der Killer "kommt zu Wort". 
Auch durch die relativ kurzen Kapitel bleibt der Spannungsbogen bestehen und zieht zum Ende noch mal an.

Wer also einfach nur mal wieder einen spannenden Thriller lesen und sich gut unterhalten lassen möchte, der ist bei "Opfertod" genau richtig.

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇




Rezension: "Die Frauen vom Löwenhof - Solveigs Versprechen" von Corina Bomann

Schweden, Mitte der Sechziger Jahre. Solveig Lejongard studiert Veterinärmedizin, um später einmal auf dem elterlichen Löwenhof als Tierärztin zu arbeiten. Die Zukunft scheint perfekt, als ihr Freund Sören ihr einen Heiratsantrag macht. Aber dann passiert ein schreckliches Unglück und Solveig steht vor einem Scherbenhaufen.
Dann wird auch noch immer klarer, dass der Löwenhof in finanziellen Schwierigkeiten steckt und vor dem Ruin steht. Aber Solveig ist fest entschlossen, alles für die Rettung des Jahrhunderte alten Pferdegestüts zu tun, das nicht nur ihr Zuhause ist, sondern auch das ihrer Großmutter Agneta und ihrer Mutter Mathilda. Mit Hilfe des Werbefachmanns Jonas Carinsson will sie den Löwenhof in eine gewinnbringende Zukunft führen und unter allen Umständen das Versprechen halten, das sie Agneta gegeben hat: Das Gut darf nicht verkauft werden.

"Solveigs Versprechen" ist der dritte und damit letzte Teil der schwedischen Familientrilogie um den Löwenhof. Hier steht nun Mathildas Tochter Solveig im Mittelpunkt der Geschichte und es wird aus ihrer Sicht erzählt. Aber auch Mathilda und Agneta, die Heldinnen aus Band 1 und 2 sind dabei, was mich sehr gefreut hat. Besonders Agneta ist auch hier als Achtzigjährige Frau immer noch sehr beeindruckend und charismatisch.

Wie gewohnt führt die Autorin sehr flüssig und souverän durch die Geschichte. Der Schreibstil ist eingängig und nimmt den Leser sofort mit. Es gibt spannende, emotionale und auch komische Momente. 
Über einen Zeitraum von einigen Jahren begleiten wir Solveig bis nach München zu den Olympischen Spielen und schließlich kommt die Familiengeschichte der Lejongards zu einem guten Abschluss.

Ich habe die Geschichte der drei Frauen vom Löwenhof sehr gerne gelesen und kann sie jedem Fan von Familiengeschichten, die mehrere Generationen umfassen, sehr empfehlen.

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇



Dienstag, 30. April 2019

Blessed Beltane - Eine schöne Walpurgisnacht



Walpurgisnacht

Man sieht die Hexen auf ihren Besen hocken, 
sie fliegen durch den Harz von Thale bis zum Brocken. 

Dort wird gesungen, getanzt und gelacht, 
denn heute ist Walpurgisnacht. 

Die Iren nennen es Beltane, 
ein Fest der Kobolde und Feen.

©Blackfairy71







Freitag, 26. April 2019

Buchverfilmung: A Discovery of Witches


Heute startet auf Sky die Serie, die auf dem Buch von Deborah Harkness beruht. 

Diana Bishop ist Historikerin - und eine Hexe. Sie versucht aber, dies geheim zu halten. Aber dann stößt sie in Oxford auf ein geheimnisvolle Buch und außerdem auf den 1.500 Jahre alten Vampir Matthew. 

Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen, aber richtig vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Deswegen habe ich auch die Nachfolgebände nicht gelesen.

Mal sehen, wie die Umsetzung fürs Fernsehen ist. 





Dienstag, 23. April 2019

Rezension: "Am dunklen Fluss" von Anna Romer

Australien, New South Wales. Ruby Cardel ist 12 Jahre alt, als ihre ältere Schwester nahe der elterlichen Farm stirbt. Ruby war bei ihr, kann sich aber weder an das Ereignis selbst erinnern, noch an den Zeitraum des ganzen Jahres danach. Inzwischen lebt sie ihr Leben in einer kleinen Küstenstadt, führt einen Buchladen und ist seit ein paar Jahren mit einem erfolgreichen Autor zusammen. Doch die Unwissenheit über das, was damals mit ihrer Schwester passiert ist, quält sie immer wieder. Als sie nach achtzehn Jahren zurück nach Lyrebird Hill reist, dem Haus ihrer Kindheit, stürmen Erinnerungsfetzen auf sie ein und Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile ihrer Vergangenheit wieder zusammen. Und dabei kommt ein tödliches Geheimnis ans Licht...

Anhand des Klappentextes ist hier nicht zu erkennen, dass "Am dunklen Fluss" ein Roman ist, der auf zwei oder wenn man es genau nimmt, auf drei Zeitebenen spielt.
In der Gegenwart lernen wir Ruby kennen, die langsam aufgrund ihrer Erinnerungen den Geheimnissen um den Tod ihrer Schwester auf die Spur kommt. Diese Zeit wird in Rückblenden erwähnt, meist sind es aber nur kleinere Sequenzen. 
Ein weiterer, größerer Part wird aus Sicht von Brenna, Rubys Ur-Großmutter, im Jahr 1898 erzählt. 
Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte um Ruby reinzukommen und musste mich mit dem Schreibstil erst anfreunden. Die Teile um Brenna haben mir auch ein bisschen besser gefallen. 
Sehr anschaulich und lebendig sind auf jeden Fall die landschaftlichen Beschreibungen Australiens. 
Zwischendurch gibt es sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart immer wieder Wendungen und Überraschungen, die die Spannung aufrecht halten. Am Schluss wollte ich unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt. 

Wie gesagt, anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, mit Ruby warm zu werden. Aber mit der Zeit mochte ich sie dann doch. Brenna dagegen war mir gleich sympathisch und ich habe mit ihr gelitten, bei allem, was sie durchmachen musste. 

"Am dunklen Fluss" ist nach "Das Rosenholzzimmer" der zweite Roman von Anna Romer. Dieser liegt noch auf meinem SUB und wird sicher bald gelesen. 

Wer gute Unterhaltung mag und Geschichten, die die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpfen, dem wird das Buch sicher auch gefallen.  

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇



Welttag des Buches 2019




Heute ist Feiertag für alle Leseratten und Buchgesichter. Eigentlich müssten wir ja heute frei haben. *g*

🥂🍾🍹🎉

Offiziell gibt es die Aktion "Blogger schenken Lesefreude" ja leider nicht mehr bzw. die Organisatoren haben nicht die Zeit gefunden, was ich aber auch nachvollziehen kann. Es ist ja immer ein ganz schöner Aufwand gewesen.

Mir geht es dieses Jahr leider auch so, dass mir die Zeit fehlt, hier eine eigene Aktion zu starten und ich möchte auch nicht auf die Schnelle irgendwas Halbherziges machen.

Aber es gibt ja viele andere Blogger, die sich trotzdem beteiligen. Schaut also einfach dort vorbei.

Auf jeden Fall wünsche ich euch allen einen schönen Welttag des Buches und ich hoffe, ihr genießt und feiert ihn gebührend. 











Montag, 15. April 2019

Rezension: "Ostseeangst" von Eva Almstädt

Eine Gruppe Jugendlicher stößt bei einer Kajaktour auf eine abgetrennte Hand. Dann verschwindet in der darauffolgenden Nacht eine der Betreuerinnen spurlos aus der Jugendherberge. Als dann in einer abgelegenen Scheune ein Unterarm gefunden wird, stellen die Ermittler fest, dass dieser nicht zu der gefundenen Hand passt. Pia Korittki und ihre Kollegen von der Lübecker Polizei werden mit dem Fall betraut. Schließlich rufen weitere Ereignisse auch ermittelnde Kollegen vom LKA auf den Plan, was zu weiteren Reibereien führt, da sich keiner "seinen" Fall wegnehmen lassen will. Nach dem Tod Ihres Freundes vor fast einem Jahr ist Pia allerdings noch nicht wieder ganz bei der Sache und ihr Vorgesetzter behält sie besonders im Auge und möchte sie am liebsten zu einer Auszeit überreden. Aber dann werden in einem See weitere Leichenteile entdeckt und jeder verfügbare Ermittler wird dringend gebraucht.

"Ostseeangst" ist mittlerweile der 14. Teil der Reihe, ich selbst habe auch nur die letzten fünf Teile gelesen. Es ist also kein Problem, mittendrin einzusteigen. Obwohl es im letzten Teil natürlich schon ein sehr einschneidendes Erlebnis in Pia Korittkis Leben gab. Und ehrlich gesagt, frage ich mich immer noch, warum das sein musste. Aber gut, es ist eben so passiert und die Hauptfigur muss nun damit klar kommen.
Die volle Punktzahl kann ich hier leider nicht vergeben, denn so wirklich richtig gut gefallen hat mir der Fall dieses Mal nicht. Es war teilweise ein wenig zu konstruiert, finde ich. Es gab ein paar Längen, dann wiederum aber auch überraschende Wendungen. 

Was ich von der Sache mit dem LKA-Kollegen halten soll, weiß ich auch noch nicht so recht.

Und dieses Mal fehlte mir auch ein wenig die sonst sehr lebendige Beschreibung der Stadt Lübeck, das kam ein bisschen zu kurz. 

Gute Krimiunterhaltung ist "Ostseeangst" aber trotzdem, wenn ich auch von der Reihe Besseres gewohnt bin. 

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇


Freitag, 12. April 2019

Noch 10 Tage bis zum Feiertag der Leseratten

Am 23. April ist es wieder soweit und wir feiern DEN Tag aller Leseratten und Buchbegeisterter, den 




Ich weiß noch nicht, ob ich Zeit für eine Aktion habe, möchte aber schon gerne irgendwas an diesem Tag hier auf dem Blog veranstalten. Auch wenn es die tolle Aktion "Blogger schenken Lesefreude" so offiziell nicht mehr gibt bzw. diese nicht mehr von den ursprünglichen Initiatoren zentral organisiert werden kann, bin ich ja immer dafür, Traditionen zu pflegen. 
Deswegen schaut gerne in den nächsten Tagen hier mal wieder rein, ob es etwas Neues gibt. 

Jetzt wünsche ich euch erst mal ein schönes und erholsames Wochenende. 



Dienstag, 9. April 2019

Rezension: "Chicagoland Vampires - Ein Biss von dir " von Chloe Neill

Mitten in den Vorbereitungen zur Hochzeit von Merit und Ethan geschehen beunruhigende Dinge in Chicago. In Haus Cadogan greift ein anscheinend psychisch angeschlagener Vampir Merit an. Er hört Stimmen, die ihn anflehen, ihm zu helfen und ihn in den Wahnsinn treiben. Und dabei bleibt es nicht, immer mehr Menschen scheinen diese Stimme zu hören. Hat es etwas mit den Ereignissen vor vier Monaten zu tun, als eine mächtige Hexenmeisterin in der Stadt die Macht an sich reißen wollte? Als dann mitten im August Chicago mit einer Eisschicht überzogen wird, müssen Merit und ihre Freunde noch einmal alles geben, um einen mächtigen Feind zu besiegen und ihre Stadt zu befreien.  

Dies ist der letzte und abschließende Band der "Chicagoland Vampires"-Reihe. Und ich bin schon ein wenig traurig, denn in den vergangenen Jahren habe ich mich jedes Mal auf das Wiedersehen mit Merit, Ethan und Co. gefreut. Es war fast schon wie ein Treffen mit alten Freunden. 
Aber manchmal ist es auch besser, einer Reihe einen guten Abschluss zu geben, bevor sie sich tot läuft und den Geschichten die Luft ausgeht.
Hier ist das der Autorin auf jeden Fall gelungen. Wie immer hat das Ganze den gewohnten Witz, meistens aus der Situation heraus. Dabei kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz, die durch Wendungen und Überraschungen stets bleibt. Das eine oder andere Tränchen ist auch dabei, denn wie immer gibt es auch emotionale Momente. 

Insgesamt erzählt die Serie über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr, erschienen ist Teil 1 aber bereits vor 11 Jahren. Ich hatte damals große Bedenken "Frisch gebissen" zu lesen, da ich eine eher eine Teenie-Vampirschnulze befürchtet habe. Dem ist aber gar nicht so.
Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und haben sich mit der Zeit auch weiterentwickelt, was ich sehr wichtig finde. Merit ist in ihre Rolle als Vampirin und Hüterin des Hauses Cadogan hinein gewachsen und nun endlich "angekommen". Sie wurde von der Doktorandin für Englische Literatur zur unsterblichen Kriegerin. Und auch ihre Beziehung zum Meistervampir Ethan Sullivan hat sich über die Zeit geändert und gefestigt und wird hier nun zu einem schönen Abschluss gebracht. Und sicher werde ich diese Szenen vermissen, wenn Ethan wieder einmal "eine goldene Augenbraue hochzieht und sagt "Hüterin!".  *g*

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇





Mittwoch, 3. April 2019

Cover Theme Day am 3. April 2019



Mittwoch und damit Zeit für den Cover Theme Day in Charleens Traumbibliothek. Das Thema heute:

Zeige das Cover eines Selfpublishers




Auf dem Bild seht ihr den ersten Band der historischen Vampirserie von Hope Cavendish. Insgesamt gibt es fünf Teile, der letzte ist kürzlich erschienen. Leider habe ich ihn noch nicht gelesen, aber ich bin sicher, er gefällt mir genau so gut wie die ersten vier.

Wer mehr wissen möchte, hier geht es zu meiner Rezi: KLICK 

Donnerstag, 28. März 2019

Rezension: "Totwasser" von Julia Hofelich

Vor vier Jahren hat ein Autounfall das Leben der erfolgreichen Anwältin Linn Geller für immer verändert. Seitdem hat sie eine Narbe im Gesicht und ein versehrtes Bein. Nachdem sie die Stellung in einer renommierten Anwaltskanzlei verloren hatte, hat sie zusammen mit einem Kollegen eine kleine Kanzlei eröffnet. Und nun soll sie das berühmte Model Grace Riccardi vertreten, die ihren Mann Nico Benten, einen bekannten und beliebten Schauspieler, in England ermordet haben soll. Grace aber will keinen Anwalt und besteht darauf, dass sie schuldig ist. Doch Linn ist nicht davon überzeugt und verbeißt sich in den Fall. Sie gräbt immer tiefer und nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die besser im Dunkeln geblieben wären und auch ihr eigenes Leben gefährden.

"Totwasser" ist der erste Krimi von Julia Hofelich und ich finde, er ist ihr gut gelungen. Die Geschichte ist keine Sekunde langweilig und ich habe mich von Anfang bis Ende gut unterhalten gefühlt. Zwischendurch gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen, die die Spannung aufrecht erhalten. 
Die Handlung ist in Deutschland und in Cornwall in England angesiedelt, was mir auch gut gefallen hat. Dadurch hat das Ganze auch etwas von einem typisch englischen Krimi.
Man merkt, dass die Autorin Jura studiert hat und sich auskennt, aber trotzdem ist das Ganze nicht zu theoretisch oder gar mit "Fachchinesisch" versehen.

Ich mochte Linn Geller, die es in der Vergangenheit nicht leicht hatte und nun versucht, mit ihrem Leben zurecht zu kommen und mit ihrer Kanzlei wieder Fuß zu fassen. 

Ich würde mich freuen, wenn es ein weiteres Buch geben würde und damit ein Wiedersehen mit Linn, Götz und vielleicht auch Harris. 

Bewertung: 🦇🦇🦇🦇








Mittwoch, 27. März 2019

Cover Theme Day am 27.03.19




Mittwoch und heute schaffe ich es endlich auch mal wieder, beim Cover Theme Day von Charleens Traumbibliothek mitzumachen.

Die Aufgabe heute: 

Zeige ein braunes Cover!

Ich denke, das hier passt ganz gut.




Es ist ein historischer Roman über die Schmetterlingsmalerin Maria Merian und hat mir letztes Jahr sehr gut gefallen. 

Hier gehts zu meiner Rezension: Klick!



Freitag, 22. März 2019

Rezension: "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter

Coblenz, 1822. Der Bruder der jungen Franziska wird verhaftet, man wirft ihm Landesverrat vor. Franziska ist von seiner Unschuld überzeugt und glaubt, dass etwas Anderes dahinter steckt. Kurz vor seiner Verhaftung wollte Christian ihr etwas Wichtiges sagen. Aber alles spricht gegen den jungen Soldaten, erst recht seine Herkunft, denn sein und Franziskas Vater war ein französischer Soldat, der in der Schlacht bei Belle-Alliance im Kampf für den französischen Kaiser Napoleon gefallen ist. Ihre deutsche Mutter schickt ihre Kinder nach dem Krieg von Cöln nach Coblenz zu ihrem Bruder, damit sie es besser haben. Aber Franziskas Onkel nutzt sie als billige Arbeitskraft aus und schickt Christian zur Preußischen Armee, wo er gleichzeitig beim Bau der Feste Ehrenbreitstein helfen muss. Und als Halbfranzosen haben sie es unter Preußischer Besatzung sowieso nicht leicht.
Ausgerechnet der preußische Leutnant Rudolph Harten soll Christians Fall untersuchen, da er seinem Kommando unterstellt war. Dabei möchte Rudolph eigentlich nur "seine" Feste Ehrenbreitstein als verantwortlicher Ingenieur fertigstellen. Aber nach dem ersten Verhör von Christian wird klar, dass die Sache nicht so einfach ist, wie sie aussieht. Und Franziska versucht alles, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, allerdings hatte es auch einige Längen. Es wird sehr oft wiederholt, wie angespannt das Verhältnis zwischen den Preußen und den Rheinländern ist, wie alles so gekommen ist, dass die Preußen streng ihren Regeln und Grundsätzen folgen usw. Auch der Werdegang von Harten und Franziska wird mehrmals während der Handlung erwähnt. Hier wäre etwas weniger vielleicht mehr gewesen und hätte die ganze Geschichte um etwa 100 Seiten verkürzt.

Die geschichtlichen Hintergrundinformationen, die in die Handlung eingewoben sind, fand ich dagegen sehr interessant. Über diese Epoche in Deutschland habe ich noch nicht viel gelesen und mir war gar nicht mehr klar, dass bis zu Napoleons Niederlage diese Region am Rhein französisch war. Da waren Konflikte natürlich vorprogrammiert, als die Preußen in diese Gegend kamen. Die angespannte Atmosphäre wird gut von der Autorin wiedergegeben und die Gegensätze gerade zwischen Franziska und Rudolph sind nachvollziehbar.
Die Liebesgeschichte ist schön erzählt und nicht schnulzig, sondern der damaligen Zeit sicher angemessen. 

Historisch interessierten Lesern kann ich "Die Feste am Rhein" auf jeden Fall empfehlen. Schade, vor zwei Jahren waren wir für einen Tag in Koblenz und jetzt ärgere ich mich, dass wir nicht mit der Seilbahn zur Feste hochgefahren sind, um sie zu besichtigen.

Bewertung:  🦇🦇🦇🦇







Sonntag, 17. März 2019

Rezension: "Das Herrenhaus im Moor" von Felicity Whitmore

An ihrem Geburtstag ist Laura Milton mit ihrem Mann zum Abendessen verabredet. Der Abend verläuft anders als gedacht und nach einem Streit fährt Laura allein nach Hause. In der Nacht kommt ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben. Aber gewisse Umstände bringen Laura zu der Überzeugung, dass Frank ermordet wurde. Obwohl sie dreizehn Jahre mit Frank verheiratet war, weiß sie kaum etwas über seine Vergangenheit, nur, dass er in England aufgewachsen ist. Als sie einen alten Brief findet und einen Hinweis auf ein altes Herrenhaus mit dem Namen Lynybrook Hall, reist sie in Franks alte Heimat ins Exmoor. Bei ihrer Suche stößt Laura auf die grausame Vergangenheit des verfallenen Hauses, das vor mehr als 100 Jahren anscheinend als Irrenhaus genutzt wurde. Und noch heute will anscheinend jemand verhindern, dass alte Familiengeheimnisse ans Licht kommen.

"Das Herrenhaus im Moor" ist ein Pageturner, wie ich lange keinen mehr gelesen habe. Ich hatte es in zwei Tagen durch. Der Schreibstil ist einfach, aber packend. Es wird kapitelweise abwechselnd auf zwei Zeitebenen erzählt.

In der Gegenwart begleiten wir Laura bei ihrer Suche nach einem Grund für den Tod ihres Mannes und besonders die Szenen in dem alten Herrenhaus fand ich spannend geschrieben. Es gibt immer wieder Wendungen, die dafür sorgen, dass der Spannungsbogen erhalten bleibt. Einzig manche Szenen zwischen Laura und Nicholas fand ich ein wenig...nun, ich sag mal unrealistisch, wie z. B. die schnelle Entwicklung. 

In der Vergangenheit gegen Ende des 19. Jahrhunderts wird die Geschichte der adeligen Victoria Milton erzählt. Nach dem Tod ihres Vaters ist ihr Onkel Richard ihr Vormund und damit Verwalter ihres Vermögens. Nach ihrem zwanzigsten Geburtstag lässt er Victoria in ein Irrenhaus einweisen, Lynybrook Hall, um an ihren gesamten Besitz zu kommen. Verzweifelt versucht die junge Frau, dort wieder zu entkommen.
Ich weiß zwar, wie einfach es zur damaligen Zeit war, besonders für die "feine" Gesellschaft, sich auf diesem Weg unbequemer Frauen, Töchter, Schwestern etc. zu entledigen. Aber die Beschreibungen der sogenannten Therapien in Lynybrook Hall machten mich trotzdem wütend und diese Hilflosigkeit der Patienten...schrecklich. 

Nach und nach werden die Zusammenhänge klar und beide Geschichten finden zusammen. 

Ich habe mich mit diesem Roman bestens unterhalten gefühlt, der Schreibstil ist mitreißend und lebendig, wenn jetzt auch keine literarische Meisterleistung, aber das habe ich auch nicht erwartet. 

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇


Donnerstag, 14. März 2019

Rezension: "Die Frauen vom Löwenhof - Mathildas Geheimnis" von Corina Bomann

Südschweden 1931. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist die junge Mathilda ganz allein, denn auch ihr Vater ist bereits vor einiger Zeit verstorben. Aber dann taucht an ihrer Schule in Stockholm plötzlich die beeindruckende Agneta Lejongard auf und stellt sich als ihr Vormund vor. Mathilda, die erst siebzehn ist, hat keine andere Wahl, als mit der Gräfin auf den Löwenhof zu gehen. Dabei hatte sie eigentlich ganz andere Pläne für ihre Zukunft.
Angekommen auf dem prächtigen Anwesen, das bekannt für seine Pferdezucht ist und eine lange Tradition hat, ist Mathilda erst einmal eingeschüchtert. Was auch an Agnetas Zwillingssöhnen liegt. Besonders Magnus betrachtet sie als Eindringling und lässt sie das mehr als einmal spüren. Mit der Zeit gewöhnt Mathilda sich an den Löwenhof, auch wenn Agnetas sich darüber ausschweigt, wieso sie die Vormundschaft für sie übernommen hat. Dann bricht in Europa ein neuer Krieg aus und auch wenn Schweden nicht direkt betroffen ist, bekommt der Löwenhof die Auswirkungen zu spüren. Und auch Mathilda kämpft nun für ihr neues Zuhause.

"Mathildas Geheimnis" ist der zweite Teil der Familiensaga "Die Frauen vom Löwenhof" von Corina Bomann. Im ersten Teil stand Agneta im Mittelpunkt, nun ist es Mathilda. Aber auch Agneta ist wieder dabei sowie einige andere Charaktere aus dem ersten Teil.
Auch wenn fast ein Dreivierteljahr vergangen ist, seit ich Teil 1 gelesen habe, kam ich sofort wieder gut rein in die Geschichte. Und dadurch, dass Mathilda im Laufe des Buches die Wahrheit erfährt, bekommt auch der Leser noch mal einen Rückblick auf die vergangenen Ereignisse. 

"Die Frauen vom Löwenhof" ist eine Familiensaga, die sich über mehrere Jahrzehnte ausdehnt und dabei auch geschichtliche Ereignisse einbezieht, wie hier natürlich den Zweiten Weltkrieg. Er steht aber nicht im Vordergrund, sondern es geht eher um die Auswirkungen auf das Land und den Löwenhof und welche Folgen die Ereignisse für die Hauptfiguren haben. 
Der Schreibstil der Autorin lässt die damalige Zeit lebendig werden. Farbenprächtig und emotional erzählt sie von Schweden, den typischen Festen und den gesellschaftlichen Zwängen einer Adelsfamilie, die dem Königshaus verpflichtet ist. Aber man spürt auch, dass diese glanzvollen Zeiten bald der Vergangenheit angehören. 
Mathilda ist eine junge Frau, der das Schicksal bereits übel mitgespielt hat. Aber auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück, findet sie schließlich ihren eigenen Weg und kämpft für ihre Zukunft.

Es ist kein Muss, den vorherigen Band "Agnetas Erbe" gelesen zu haben. Aber ich würde es empfehlen, denn ich glaube, so hat man ein besseres Gefühl für Agnetas Handeln und kann gewisse Dinge besser nachvollziehen. 

Jetzt freue ich mich auf den letzten Teil der Trilogie mit dem Titel "Solveigs Versprechen", auf den ich schon sehr gespannt bin. 

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇




Samstag, 9. März 2019

Neuzugänge im Februar

Am letzten Tag im Februar durfte ich endlich mein Wichtelpaket auspacken. Im Bücherforum "Ullis Büchercafé" machen wir jedes Jahr ein Geburtstagswichteln, d. h. jeder bekommt ein Wichtelkind, das er zu seinem/ihrem Geburtstag beschenken darf.

Hier sind meine Geschenke:


Eigentlich hatte ich mir ja nur ein Buch gewünscht und jetzt habe ich gleich drei bekommen. Ich glaube, den zweiten Band von "Die Frauen vom Löwenhof" werde ich jetzt als nächstes lesen. Dann bin ich vielleicht damit durch, wenn im Forum demnächst der dritte Teil gelesen wird.


Rezension: "Wie ein Biss in dunkler Nacht" von Chloe Neill

Merit ist seit fast einem Jahr ein Vampir und Hüterin des Hauses Cadogan, als sie mit ihrem Meister Ethan Sullivan, ihrer besten Freundin Mallory und deren Ehemann Catcher Bell zu einem Baseballspiel in Wrigley Field unterwegs ist. Doch der Abend endet anders als geplant, als sie die Leiche eines Formwandlers finden, anscheinend getötet durch einen Vampir. Das ist nicht gerade förderlich für den Pakt zwischen Rudelführer Gabriel Keene und Meistervampir Ethan Sullivan. In der Nähe des Tatortes entdeckt Mallory alchemistische Zeichen, was vermuten lässt, dass auch ein Hexenmeister seine magischen Finger im Spiel hat. Merit und Ethan sind sich sicher, dass ihr alter Feind Adrien Reed dahinter steckt, der mit Hilfe seines Zirkels die Macht in Chicago an sich reißen und alle Übernatürlichen vernichten will. Gemeinsam arbeiten die Vampire, Formwandler und Hexenmeister  an einer Lösung, um Reed zur Strecke zu bringen, bevor er ihre Stadt in Schutt und Asche legt. 

"Wie ein Biss in dunkler Nacht" ist der zwölfte und damit vorletzte Band der Chicagoland-Vampires-Reihe. Urban Fantasy vom Besten, wie ich finde. Eine spannende Geschichte, gut ausgearbeitete Figuren, mit Herz und Humor geschrieben. 

Wie immer nimmt auch der private Part der Charaktere einen guten Teil der Geschichte ein, in erster Linie natürlich die Beziehung zwischen Merit und Ethan, wie immer mit Hochs und Tiefs. Aber auch die enge Verbindung mit Haus Cadogan, ihr Job als Hüterin und damit Beschützerin ihres Meisters spielen eine große Rolle. Es geht um alte Werte wie Ehre, Treue und Loyalität. Und es gibt immer wieder komische Momente. Zum Beispiel, dass Merit, eine tapfere Vampirkriegerin, Angst auf Friedhöfen hat. 

Das Ende lässt einigen Handlungsspielraum zu und verspricht ein viel spannendes Ende der Fantasy-Saga. 

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇



Freitag, 1. März 2019

Rezension: "Die fremde Königin" von Rebecca Gablé

Das deutsche Reich im Jahr 951. Gaidemar, Panzerreiter in König Ottos Heer und ein Bastard unbekannter Herkunft, befreit die italienische Königin Adelheid von Burgund aus der Gefangenschaft des Grafen Berengar in Garda. Auf der gemeinsamen Flucht verliebt er sich in die selbstbewusste junge Frau, aber Adelheid heiratet König Otto. Adelheid vergisst allerdings nicht, was Gaidemar für sie getan hat und so wird er zu ihrem Vertrauten in den nächsten Jahren. Außerdem schließt er Freundschaft mit Ottos unehelichem Sohn Wilhelm und Prinz Liudolf, der darauf hofft, Ottos Nachfolger zu werden. Aber als Adelheid schwanger wird, rückt die Krone für Liudolf in weite Ferne. Zusammen mit seinem Schwager Konrad zettelt er eine Rebellion gegen seinen Vater an.
Gaidemar zieht mit Otto in die Schlacht am Lechfeld und besiegt die Ungarn, was ihm großen Respekt am Hofe einbringt. Und endlich erfährt er auch, wer sein Vater und seine Mutter waren. Schließlich verlobt er sich mit einer slawischen Prinzessin, was auch den Frieden mit den Völkern jenseits der Elbe sichern soll. 
Aber als Otto und Adelheid zur Kaiserkrönung nach Rom aufbrechen, taucht ein alter Feind wieder auf.


"Könige sind wie Gaukler. Sie blenden mit ihrem Mummenschanz, damit die Untertanen nicht merken, wenn das Reich auseinanderfällt."
Dies sagt Adelheid zu ihrer Tochter und spiegelt sicher perfekt die damalige Zeit. Egal wie schlecht es ihm ging, ein König musste immer nach Außen hin den Schein wahren, dass alles in Ordnung war. 

"Die fremde Königin" ist die Fortsetzung der Geschichte von Otto. I aus "Das Haupt der Welt" und sie erzählt von den Jahren, als er seine zweite Frau, Adelheid von Burgund, heiratete und schließlich zusammen mit ihr zum Kaiser gekrönt wurde. Es geht um Familie und Loyalität, Werte wie Ehre und Treue. Wie immer gelingt es der Autorin, Geschichte auf wunderbare Weise lebendig werden zu lassen. Und ich finde es wichtig, dass man auch über deutsche Geschichte Bescheid weiß, die vor 1939 stattfand. 
Gleich von Beginn an ist man mitten in der Handlung, alles ist lebhaft und anschaulich beschrieben. Die Charaktere sind vielschichtig und nicht einfach nur gut oder böse. 
Außerdem trifft man alte Bekannte aus "Das Haupt der Welt", wie z. B. Tugomir, den Fürsten der Heveller. 
Gerade wenn alles soweit zurück liegt, gibt es viele weiße Flecken in der Geschichte, die es zu füllen gilt. Auch hier gelingt dies Rebecca wieder wunderbar, so dass man am Ende denkt: Ja, genau so könnte sich alles abgespielt haben. 

Zu Beginn gibt es eine Auflistung der Personen, gekennzeichnet nach fiktional und historisch. Am Ende gibt es wieder ein erklärendes Nachwort sowie den Stammbaum der Ottonen. 

Man kann "Die fremde Königin" sicher auch lesen, ohne "Das Haupt der Welt" zu kennen, aber dann verpasst man einfach eine tolle Geschichte über einen der größten Könige und interessantesten Männer unseres Landes. 

Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇