Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Rezension: "Weihnachten am Siljansee" von Linnea Holmström

Die Schwestern Inger und Malena leiten ein kleines Kinderheim am Siljansee in Dalarna. Schon die beiden sind zusammen mit Pflegekindern aufgewachsen und haben dann das Werk ihres Vaters fortgeführt. Unterstützt wurden sie dabei von ihrer alten Nachbarin Augusta. Nach ihrem Tod kommt ihr Neffe Per ins Dorf, da er Augustas Wohnhaus und das Kinderheim geerbt hat. Inger sieht schwarz für die Zukunft, denn es sind noch ein paar Monatsmieten offen. Augusta nahm es damit nicht so genau. Für sie war ein gutes Zuhause für die Kinder wichtiger. Per allerdings will das Wohnhaus verkaufen und so schnell wie möglich zurück nach Stockholm. Inger soll bis Jahresende die ausstehenden Mieten für das Kinderheim zahlen oder sie sitzen auf der Straße. Aber vor allen Dingen die kleine Lotta, die gerade erst zu ihnen gekommen ist, will ihr neues Zuhause nicht verlieren und versucht, den hartherzigen Per zu erweichen. 

"Weihnachten am Siljansee" ist mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Die Geschichte hat mir gut gefallen.
Bei Weihnachtsromanen bin ich immer vorsichtig, denn ich mag es nicht, wenn es zu sehr in Richtung Liebesroman geht. Hier spielen Liebe und Romantik zwar auch eine Rolle, aber eigentlich erst zum Schluss der Geschichte und das war für mich dann okay. Fast ging alles dann ein bisschen zu schnell. 
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und besonders die Beschreibung des verschneiten, winterlichen SiIjansees ist sehr anschaulich und bildhaft. Ich konnte fast die Kälte und die Schneeflocken spüren und den Schnee unter den Schuhen knirschen hören. 

Inger ist mit Herzblut bei der Sache und kämpft für die Kinder, als wären es ihre eigenen. Letztendlich ist es natürlich auch ihr Zuhause, dessen Existenz auf dem Spiel steht. 
Bei Per dachte ich gleich zu Beginn: Wer sich so um einen fremden Hund kümmert, der kann eigentlich kein schlechter Mensch sein. 

Insgesamt ein Wohlfühlbuch und perfekt für die Winter- und Weihnachtszeit, nicht nur für Schwedenfans. 

Bewertung: 🌹🌹🌹🌹





Mittwoch, 3. Dezember 2025

Rezension: "Schwedenträume und Schokoladenzauber" von Hanna Blixt

Auf der Beerdigung einer Arbeitskollegin fragt Hilma sich, wer wohl um sie trauern würde. Mit Anfang Dreißig steht sie kurz vor einem Burn Out und entschließt sich, dass sie dringend etwas ändern muss. Sie kündigt ihren gut bezahlten Job und bewirbt sich auf eine Stellenanzeige in der eine Hilfe für ein Café gesucht wird. Angekommen im verschneiten Leksand in der Provinz Dalarna, eröffnet ihr die Besitzerin Maggie, dass das Lusthaus Gefahr läuft, abgerissen zu werden, um Platz für neuen Wohnraum am See zu machen. Erst jetzt wird Hilma klar, wie überstürzt sie ihr altes Leben hinter sich gelassen hat. Aber Aufgeben ist keine Option und nachdem Maggie sie in die Kunst des Pralinenherstellens eingeführt hat, ist sie fest entschlossen das Café zu retten. Und dann ist da ja noch der attraktive Fremde, dem sie plötzlich gegenübersteht...

Eine warmherzige Geschichte für kalte Wintertage. Die Beschreibung der verschneiten Landschaft ist so atmosphärisch und anschaulich, ich konnte mir alles wunderbar vorstellen. 
Neben der Erzählung von Hilma gibt es zwischendurch Kapitel aus der Vergangenheit, beginnend in den Sechziger Jahren. Hier geht es um einen Jungen, der Eriksson genannt wird, aber man erfährt nicht den Vornamen. Zum Schluss gibt es die Erklärung dafür, wie alles zusammenhängt.

Neben der wunderbaren Beschreibung der winterlichen Landschaft, stehen die vielschichtigen Charaktere im Vordergrund. Sie machen einen Großteil der schönen Geschichte aus, allen voran Hilma. Sie zieht beruflich gerade noch rechtzeitig die Reißleine und wagt den mutigen Schritt eines Neuanfangs. Sie hat ein großes Herz und viel Empathie für ihre Mitmenschen, was aber leider in der Vergangenheit oft ausgenutzt wurde. Auch Maggie mochte ich sehr. Nach dem Tod ihres Mannes vor ein paar Jahren führt sie das Café allein, aber langsam wird ihr alles zu viel und da kommt Hilma mit ihren frischen Ideen gerade recht. Dann ist da noch Anton, fast noch ein Kind, oft mürrisch und abweisend, aber doch sehr sensibel. Nur warum hat er eine solche Abneigung gegen Weihnachten? Nicht zu vergessen der schüchterne Ake, ein wenig verschroben, aber herzensgut. 

"Schwedenträume und Schokoladenzauber" ist kein Liebesroman, auch wenn natürlich die Liebe eine Rolle spielt. Aber es geht auch um Freundschaft und was eine Gemeinschaft bedeuten und bewirken kann, wenn sie zusammenhält und für ihre Träume kämpft. Darum, was das Leben lebenswert macht und ihm einen Sinn gibt.


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹






Sonntag, 30. November 2025

Der 1. Advent

 


Und schon ist er da, der 1. Advent. Ich wünsche euch eine schöne, vor allen Dingen entspannte und ruhige Adventszeit. 
Ich versuche auch, die nächsten Wochen bis Jahresende zu genießen und habe mir bereits passende Bücher zurecht gelegt, die ich lesen möchte.









Mittwoch, 26. November 2025

Lesetipps zur Winter- und Weihnachtszeit Teil 1: Romane/Belletristik

 

Bald ist es soweit, der Dezember beginnt und damit der meteorologische Winter. Am Sonntag ist bereits der 1. Advent.
Zeit, um ein paar Bücher für die gemütliche und besinnliche Zeit des Jahres vorzustellen. Heute fange ich mal mit den Romanen an. Mit einem Klick auf die Titel kommt ihr zu meinen Rezensionen und den Inhalten.




3. Winterstrandtage von Tanja Janz


4. Bratapfel am Meer von Anne Barns









8. Wintersonnenglanz von Gabriella Engelmann


9. Das Weihnachtswunder von Hope Street von Emma Heatherington


10. Ein Engel vor dem Fenster von Patricia Koelle



Beim nächsten Mal gibt es Lesetipps zu winterlichen Krimis -> KLICK




Sonntag, 1. Dezember 2024

Der 1. Advent ist da

Kaum zu glauben, aber wahr, es ist bereits der 1. Advent. 

Zeit also, die erste Kerze am Adventskranz anzuzünden. Übrigens ein Brauch, der älter ist, als das christliche Weihnachtsfest. Der Kranz stellt das Rad des ewigen Lebens dar. Aber früher wurde er anders verwendet, denn man zündete direkt zu  Beginn alle vier Kerzen an und während die Tage immer kürzer wurden, löschte man jede Woche eine der Kerzen, um die zunehmende Kraft der Dunkelheit mehr zu spüren und dann nach der Wintersonnenwende oder der Julnacht die Wiedergeburt des Lichts gebührend und intensiver feiern zu können.

Ich wünsche euch jedenfalls einen gemütlichen 1. Advent. Genießt die Vorweihnachtszeit, denn allzu schnell ist sie auch schon wieder vorbei. Auch in diesem Jahr haben wir ja nur drei volle Wochen Adventszeit. 






 


Freitag, 29. November 2024

Buchtipps für die Weihnachts- und Winterzeit

Alle Jahre wieder...

Früher habe ich eigentlich nicht "saisonal" gelesen, aber seit ein paar Jahren lese ich in der Weihnachts- und Winterzeit gerne passende Bücher. Manchmal glaube ich, je älter ich werde, desto mehr brauche ich Harmonie und Ruhe. Und bei dem, was momentan alles so los ist in der Welt...

Den Krimi-Adventskalender habe ich aufgrund einer Wichtelaktion bekommen und freue mich schon darauf,  jeden Tag eine kleine Geschichte zu lesen.


🎄🎄🎄

Bereits im letzten Jahr habe ich bei Lovelybooks dieses Buch gewonnen, es aber nicht geschafft zu lesen. Das möchte ich jetzt gerne nachholen. Ob es mir gefällt, wird sich zeigen. 


🎄🎄🎄


Cozy Crime aus Schweden. Ja, das können die auch
Zur Rezi

🎄🎄🎄

Eine Familiengeschichte aus den Siebzigern: 

🎄🎄🎄

Dieses Buch hat mich im letzten Jahr begeistert:

🎄🎄🎄

Mein erstes Buch von Annes Barns. Winter auf Juist, einfach wunderschön geschrieben. 

🎄🎄🎄

Auch dieses Buch habe ich im letzten Winter sehr gerne gelesen. 

🎄🎄🎄

Ein wunderschöner Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt

🎄🎄🎄

Eines meiner Highlights aus dem Jahr 2022.


🎄🎄🎄

Ein historischer Roman aus der Zeit von Königin Victoria. 

🎄🎄🎄

Und noch mal etwas Historisches. Und es geht hier auch um den Brauch der Barbarazweige.

🎄🎄🎄

Dies ist der neueste Winterroman von Tanja Janz, den ich erst kürzlich gelesen habe.


🎄🎄🎄

Die nachfolgenden Bücher sind von mir noch ungelesen und stehen auf meiner Leseliste für den Dezember. Mal sehen, ob ich alles schaffe oder ob vielleicht noch etwas für den nächsten 
Winter übrig bleibt. 



Ich wünsche euch ein schönes erstes Adventswochenende und einen guten Start in den Dezember. 


🎄🎄🎄

Weitere Tipps findet ihr bei der Aktion Lesetipps für den Winter auf Tanjas Blog "Der Duft von Büchern und Kaffee" und Lenis Blog "Meine Welt voller Welten"





Montag, 25. Dezember 2023

Frohe Weihnachten



Ich wünsche euch schöne, entspannte und friedvolle Weihnachtstage. Das eine oder andere buchige Geschenk ist natürlich schön, aber denkt daran, das ist nicht das Wichtigste. 









 

Sonntag, 24. Dezember 2023

Weihnachtszeit ist Wichtelzeit - Teil 2

Gestern war es wieder soweit und ich durfte auch das Paket der zweiten Wichtelaktion öffnen. Diese fand statt im kleinen, aber feinen Forum Ullis Büchercafe. Endlich geht es weiter mit den Waringhams. 



Heute ist nicht nur der 4. Advent, sondern auch Heiligabend. Ich wünsche euch eine schöne Feier im Kreis eurer Lieben. 

Wir machen es uns mit unserem Hundekind schön gemütlich und genießen die Ruhe, auch in den nächsten Tagen. Zum Glück haben wir Urlaub bis zum 4. Januar. 






 

Montag, 18. Dezember 2023

Rezension: "Der Adventskalender zum Glück" von Siri Ostli

Fie ist am Boden zerstört und in einem schwarzen Loch gefangen. Ihr Mann hat sie vor gut einem Jahr wegen einer Anderen verlassen, sie musste aus ihrem Haus ausziehen und wohnt nun in einer kleinen Dachgeschosswohnung am anderen Ende von Oslo. Auch das Verhältnis zu ihrem einundzwanzigjährigen Sohn ist mehr als abgekühlt. Kurz vor Weihnachten beschließt Fies Schwester, dass es so nicht weitergehen kann. Sara, die weit entfernt in Nordnorwegen lebt, stellt ihr für jeden Tag im Advent eine Aufgabe, um sie langsam raus ihrer Depression und zurück ins Leben zu führen. Und mit Erfüllung dieser Aufgaben beginnt für Fie eine magische Adventszeit und Tag für Tag findet sie mehr aus ihrem Schneckenhaus heraus.

"Der Adventskalender zum Glück" kann auch als solcher gelesen werden, denn die Kapitel sind entsprechend vom 1. Dezember bis zum 24. Dezember aufgebaut. Aber ich muss sagen, ich konnte nicht immer bis zum nächsten Tag warten, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Wer hier einen leichten oder romantischen Weihnachtsroman erwartet, der wird sicher überrascht sein, denn das ist die Geschichte keineswegs. Es geht um eine Frau, die plötzlich vor dem Nichts steht und irgendwie versuchen muss, aus einer Depression herauszufinden. Fies genaues Alter wird zwar nicht genannt, aber gewisse Bemerkungen und das Alter des Sohnes lassen auf Mitte Vierzig schließen. 
Ich mochte Fie gleich und fand die Figur sehr authentisch. Das galt auch für Lykke, die es ebenfalls nicht leicht hat in ihrem Leben. Es war eine glückliche Fügung, dass die beiden aufeinandertreffen und Fie dadurch zu "& Dinge" kommt. 
Durch die Aufgaben, die Fie erfüllen muss, wächst sie quasi über sich hinaus und betrachtet auch ihr bisheriges Leben kritisch. Kann das alles nicht auch eine Chance für sie sein?

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Oft muss man schmunzeln bei den selbstironischen Gedanken, die Fie so bewegen. 

Das Buch ist eine wunderschöne Geschichte, emotional, manchmal traurig, manchmal lustig. Es geht um Selbstfindung, Freundschaft, Familie, Loyalität und auch den Zauber der Weihnachtszeit. Und dann ist da auch noch Hund, ebenso verloren wie Fie und ein "kleines" Weihnachtswunder. 


Bewertung: 📖📖📖📖📖






Sonntag, 17. Dezember 2023

Zum 3. Advent

 
Und schon ist der 3. Advent da und in einer Woche ist bereits Weihnachten. 


So richtig will bei mir noch keine Weihnachtsstimmung aufkommen, was sicher auch am Wetter liegt. Nachdem der Dezember ja noch recht winterlich begonnen hat, ist davon bei uns im Moment leider wenig zu spüren. Ständig nur Regen und viel zu mild für meinen Geschmack.

Aber machen wir das Beste daraus, ändern können wir es ja eh nicht.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Adventssonntag. Und mit dem richtigen Buch ist auch das Wetter egal. 



Freitag, 15. Dezember 2023

Weihnachtszeit ist Wichtelzeit

Es ist wieder soweit. In zwei Bücherforen, in denen ich seit vielen Jahren aktiv bin, steht das Weihnachtswichteln an. Bei den Büchereulen ist es Sonntag soweit, dann packen wir unsere Päckchen aus. Neben dem Hauptwichtelgeschenk - natürlich ein Buch - darf man auch noch nach Lust und Laune Kleinigkeiten ins Paket legen. 



Aber woher kommt eigentlich der Brauch des Wichtelns? Meine Recherchen haben ergeben, dass der Ursprung wohl aus Skandinavien stammt. Wichtel, eine nordische Sagengestalt, tun heimlich Gutes und früher war es so, dass der Beschenkte das Geschenk heimlich bekam, also z. B. wurde es vor die Haustür gelegt. Das ist in soweit geblieben, dass die Geschenke heute meistens anonym weitergereicht werden und dann wird geraten, wer der Wichtel war.
In Schweden heißt das Wichteln "Julklapp", was sich von Julfest ableitet, dem altgermanischen Weih(e)nachtsfest. "Klappa" heißt klopfen, womit wir wieder bei der heimlichen Übergabe des Geschenks sind. Man stellt es vor die Tür, klopft an und läuft schnell weg, damit man nicht gesehen wird. Dem Volksglauben nach möchten auch Wichtel nicht gesehen werden. 


Ich freue mich jedenfalls schon auf Sonntag, wenn ich mein erstes Wichtelgeschenk auspacken darf. Und natürlich werde ich berichten.


Update  am 19.12.:
Hier ist ein Foto meiner Wichtelgeschenke vom 17.12. aus dem Forum der Büchereulen. 











Samstag, 24. Dezember 2022

Frohe Weihnachten

 
 
Nun ist es da, das Weihnachtsfest. Ich hoffe, ihr könnt die freien Tage im Kreise Eurer Lieben ein wenig genießen.




Das Wetter ist bei uns leider nicht sehr winterlich, viel zu warm. Aber daran kann man ja nun mal leider nichts ändern. Um dem ein bisschen entgegen zu wirken, lese ich dann Winterbücher und träume mich so so in winterliche Landschaften. 
 
Zum Glück habe ich jetzt erst mal Urlaub bis Anfang Januar. Der ist auch dringend nötig. 

 
 
Ich wünsche Euch frohe und gemütliche Weihnachten ohne allzu viel Stress.



 
 
 
 
 

Sonntag, 11. Dezember 2022

Einen schönen 3. Advent

 



Vielleicht liegt bei Euch ja passend zum Bild auch schon Schnee. Ich wünsche euch einen schönen und gemütlichen 3. Advent. 
 
Heute lese ich weiter in "Der Duft von Tee und Winter" von Hannah Luis. Dazu gibt es passend natürlich eine schöne Tasse Tee. 

Freitag, 9. Dezember 2022

Buchgeschichte am Freitag: Wie der Weihnachtsbaum in die Welt kam

 Vor ein paar Jahren habe ich dieses wunderschöne Buch von Astrid Fritz gelesen.



Jakob, der sich in Straßburg seinen Lebensunterhalt im 16. Jahrhundert als Dieb "verdient", macht einer Schneiderfamilie, bei der er zuvor eingebrochen ist und vor lauter Hunger über ihre kargen Vorräte herfiel, ein wunderbares Weihnachtsgeschenk: einen sogenannten Wintermaien. Er sucht immergrüne Zweige zusammen, schmückt sie mit Zuckerwerk und einer Papiergirlande und stellt sie in deren Stube auf. 

1539 gibt es tatsächlich einen urkundlichen Eintrag, dass im Straßburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Durch die Zünfte kam der Baum schließlich in die Zunftstuben und von da mit der Zeit dann in jedes Haus. 

1611 schmückte Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den ersten Baum mit Kerzen. 

Königin Victoria brachte den Baum schließlich nach England. Sie war ja mit einem Deutschen verheiratet und liebte sowieso die deutschen Weihnachtsbräuche.

Der Weihnachtsbaum, wie wir ihn heute kennen, hat also sehr wahrscheinlich seinen Ursprung in Deutschland. 

Davor haben auch schon die Germanen an Jul immergrüne Zweige und Bäume aufgestellt, aber eben nicht in der Form, wie wir es heute kennen. 
Die Römer feierten den Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen und im Norden wurden immergrüne Zweige über die Haustür und in die Stube gehängt, um böse Geister abzuwehren. 
Das Grün gab in der dunklen Jahreszeit, die früher ja noch dunkler war, Hoffnung auf die Wiederkehr des Frühlings und des Lichts. Das findet sich auch im Brauch der Barbarazweige wieder. 

Ich kann euch die Geschichte "Wie der Weihnachtsbaum in die Welt" kam von Astrid Fritz nur empfehlen, gerade in dieser Zeit. Es sind auch nur 120 Seiten, also genau das Richtige vielleicht für den 3. Advent. 




 
 
 
 
 

Montag, 5. Dezember 2022

Rezension: "Apfelpunsch und Winterleuchten" von Heidi Swain

Als Kind hat Anna Weihnachten geliebt. Aber seit ihre Mutter vor 20 Jahren an Weihnachten gestorben ist, hat sie nichts mehr für das Fest und alles, was damit zu tun hat, übrig. Da kommt ihr der neue Job auf Wynthorpe Hall genau recht. Dort soll sie Catherine helfen, der Besitzerin des Herrenhauses, die vor kurzem eine Knie-Operation hatte. Aufgrund dessen hofft Anna, dass auch kein großes Weihnachtsfest geplant ist. Aber dann überrascht Catherines Mann Angus alle mit der Ankündigung, dass der jüngste Sohn Jamie nach einer langen Auslandsreise zurück nach Hause kommt, um das Anwesen zu übernehmen. Und auch die beiden anderen Söhne werden Weihnachten mit ihren Familien zu Besuch kommen. Da ist natürlich klar, dass es doch ein großes Weihnachtsfest geben muss. Anna ist davon gar nicht begeistert. Ebenso wenig wie Jamie, der eigentlich ganz andere Pläne für seine Zukunft hatte, als der neue Herr auf Wynthorpe Hall zu werden. Daraufhin schließen Anna und Jamie einen Pakt. Er will sie wieder für Weihnachten begeistern und sie will ihm zeigen, dass er auch Zuhause glücklich sein und Gutes bewirken kann. 
 
Weihnachten auf einem verschneiten englischen Landsitz. Das klingt nach einem romantischen Weihnachtsroman. Aber "Apfelpunsch und Winterleuchten" ist viel mehr. 
Von Anfang an ist man mittendrin in der Geschichte um Anna, die dem ganzen Weihnachtstrubel eigentlich mit dem neuen Job auf dem Land entfliehen wollte. Aber wie konnte sie auch ahnen, dass sie auf Wynthorpe Hall auf einen Haufen Weihnachtsfans trifft? 

Anna erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive, so dass man immer mitten im Geschehen und auch mitten in ihrer Gefühlswelt ist. Nach und nach erfährt man die Gründe, warum Anna Weihnachten nicht feiert und alles meidet, was damit zu tun hat. 
Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Da ist Mick, eine Art Hausmeister auf Wynthorpe Hall. Dorothy, die Köchin und die junge Hayley, die für die Reinigung zuständig ist. Alle haben eins gemeinsam: Sie sind irgendwann in Wynthorpe Hall gestrandet und nie wieder gegangen. Und immer wenn Anna vom Ende ihres Vertrags und dem damit verbundenen Weggang spricht, heißt es: "Glaubst du immer noch, dass du wieder gehen wirst?" 

Das Setting im verschneiten England hat mir sehr gut gefallen. Das Städtchen Wynbridge mit seinen kleinen Läden, dem verschneiten Marktplatz, dem Weihnachtsmarkt und -basar und natürlich die Bewohner von Wynthorpe Hall, das passt einfach wunderbar in diese Weihnachtsgeschichte. Es geht um Freundschaften, das Gefühl von Zuhause und auch darum, dass Familie nichts mit Blutsverwandtschaft zu tun haben muss. Emotionale Momente, Romantik und auch Situationen zum Schmunzeln runden die Handlung ab, die ich aber in keinster Weise als kitschig empfand. 

"Apfelpunsch und Winterleuchten" ist eine Geschichte zum Wohlfühlen und Abtauchen, die ich sehr gerne gelesen habe. 
 

 Bewertung: 📖📖📖📖📖





 

Montag, 28. November 2022

Rezension: "Das kleine Bücherdorf - Winterglitzern" von Katharina Herzog

Vicky arbeitet in München für das Auktionshaus ihres Vaters. Durch Zufall gerät sie an einen Brief des achtjährigen Finlays aus Swinton-On-Sea in Schottland. Er schreibt an seine verstorbene Mutter und wünscht sich nichts mehr als eine Antwort von ihr. Vicky ist zutiefst gerührt. Als sie den Brief und das beiliegende Foto ihrem Vater zeigt, entdeckt er darauf das Buch, das Finlay in den Händen hält: Eine äußerst seltene Ausgabe von "Alice im Wunderland". Er wittert das Geschäft seines Lebens und schickt seine Tochter mit dem Auftrag nach Schottland, dieses Buch zu besorgen. Als Gegenleistung verspricht er ihr die Leitung der Filiale in Berlin. Mit gemischten Gefühlen reist Vicky nach Schottland in das Küstenstädtchen Swinton-On-Sea und landet in einer richtigen Bücherstadt. Auch Graham, Finlays Vater, gehört ein Antiquariat, The Reading Fox, eines der ältesten Geschäfte im Ort. Durch Zufall wird Vicky für die neue Aushilfe für die Weihnachtszeit gehalten und sie sieht darin ihre Chance, dem Buch näher zu kommen und so den Auftrag ihres Vaters zu erfüllen. Aber mit der Zeit wird es immer schwieriger für sie, bei der Wahrheit zu bleiben und Graham den wahren Grund ihrer Reise zu gestehen. Swinton ist ein ganz und gar ungewöhnlicher Ort, mit seinen vielen Buchläden und buchbegeisterten Menschen, der sie mit einem ganz eigenen Zauber gefangen nimmt. Und Vicky erkennt mit der Zeit, dass es mehr im Leben gibt als die Arbeit.

"Winterglitzern" ist der erste Teil der neuen Roman-Reihe "Das kleine Bücherdorf" von Katharina Herzog. Und ich freue mich schon auf die Fortsetzungen. 
Mir hat Vickys Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn ich anfangs ein paar Probleme hatte, mit ihrer "Lüge" klarzukommen. Wenn man sich ihre wahren Beweggründe klar macht, kann man sie schon verstehen und schließlich bekommt sie auch immer mehr ein schlechtes Gewissen.  
 
Den Schreibstil und die Beschreibungen des Ortes und der Landschaft finde ich sehr schön. Ich kann mir das kleine Bücherdorf mit seinen schrulligen, aber liebenswerten Bewohnern sehr gut vorstellen. Die Schlittenfahrt, das Eisbaden, der Weihnachtsmarkt, alles trägt dazu bei, sich auf Weihnachten einzustimmen. Dafür ist "Winterglitzern" genau passend.
 
Eine Geschichte zum Wohlfühlen und Träumen, mit interessanten Figuren, manchmal witzig, manchmal traurig, aber nie kitschig. 
 
 

Bewertung: 📖📖📖📖📖

 
 
 
 
 
 

Freitag, 25. November 2022

Das erste Adventswochenende steht bevor

Am Sonntag ist tatsächlich schon der 1. Advent. Unglaublich, wie schnell dieses Jahr wieder vergangen ist.
 
Advent leitet sich übrigens vom lateinischen "adventus" ab und das bedeutet "Ankunft". Denn wir erwarten die Ankunft des neuen Lichts, das in der dunkelsten Nacht des Jahres, am 21. Dezember, der  Wintersonnenwende, wiedergeboren wird und drei Tage braucht, um sich zu stabilisieren. Deswegen hat die Kirche den 24. Dezember als Tag der Geburt Christi gewählt. 
Bräuche und Rituale zur Advents- und Weihnachtszeit haben sich zwar ein wenig verändert, aber vieles hat seinen Ursprung schon bei unseren Vorfahren.
 
Der Adventskranz
Am Sonntag können wir also die erste Kerze am Adventskranz anzünden. Dieser Brauch ist sehr alt, denn der Kranz stellt das Rad des ewigen Lebens dar. Aber früher wurde er anders verwendet, denn man zündete direkt zu  Beginn alle vier Kerzen an und während die Tage immer kürzer wurden, löschte man jede Woche eine der Kerzen, um die zunehmende Kraft der Dunkelheit mehr zu spüren und dann nach der Wintersonnenwende oder der Julnacht die Wiedergeburt des Lichts gebührend und intensiver feiern zu können. 
 
Das nachfolgende Büchlein von Jeanne Ruland kann ich euch sehr empfehlen, denn man lernt sehr viel über alte Bräuche und Riten unserer Vorfahren zur Weihnachts- und Adventszeit.