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Freitag, 17. Januar 2014

Das Aus für Anita Blake?

Da ich bis heute keinen VÖ-Termin finden konnte für den nächsten Band der Reihe, habe ich mal den Verlag angeschrieben. Und bekam eine zwar ausführliche und freundliche Antwort. Aber leider bin ich nun ziemlich enttäuscht: 
 
Vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihr Interesse an der Autorin Laurell K. Hamilton. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass wir die Serie um Anita Blake nicht fortführen werden. Bitte glauben Sie mir, dass uns diese Entscheidung sehr schwer gefallen ist. Die Autorin hat uns mit ihren ersten Büchern sehr beeindruckt und hat seitdem viele Fans im Verlag, darunter auch mich. Leider hat die inhaltliche Neuausrichtung – weg von den polizeilichen Ermittlungen hin zum Privatleben der Hauptfigur – der Serie viele Leser gekostet. Hinzu kommt, dass uns die Qualität der neuen Bände einfach nicht überzeugt hat.
Ich weiß, wie frustrierend und ärgerlich es ist, wenn sich ein Verlag dazu entscheidet, eine geliebte Serie nicht weiterzuführen. Aber aus ökonomischer Sicht war das die einzig mögliche Entscheidung. Die Serie hat in Deutschland inzwischen leider zu wenige Fans, so dass eine Veröffentlichung der weiteren Bände für uns ein sicheres Verlustgeschäft wäre. Und das kann sich kein Verlag erlauben, wenn er weiter bestehen will.
Vielleicht denken Sie jetzt auch an die häufig kritisierte Entscheidung, drei der insgesamt 12 Bände in zwei Bücher aufzuteilen? Sie hat ohne Zweifel dafür gesorgt, dass noch mehr deutsche Leser der Serie den Rücken gekehrt haben. Die Trennung der Bände hat uns auch Bauchschmerzen bereitet, war aber unumgänglich. Der hohe Umfang und die daraus resultierenden Übersetzungs- und Herstellungskosten haben es unmöglich gemacht, die betreffenden Bände in einem Buch kostendeckend zu veröffentlichen. Hätten wir sie nicht getrennt, wären wir aller Wahrscheinlichkeit nach noch früher dazu gezwungen gewesen, die Serie einzustellen.
Es tut uns sehr leid, dass Sie Anita Blakes nächste Abenteuer nun nicht mehr auf Deutsch lesen können. Wir hoffen, Sie können unsere Entscheidung nachvollziehen, und glauben uns, dass wir – wenn nur irgend möglich – gerne anders gehandelt hätten.
Mit besten Grüßen
Ihr Bastei Lübbe Vertriebsteam 


Soll ich ehrlich sein? Ich habe so etwas in letzter Zeit fast schon befürchtet, denn mir ging es ja ähnlich mit den letzten Bänden und der "inhaltlichen Neuausrichtung". Ich habe nur durchgehalten, weil ich hoffte, es wird irgendwann mal wieder besser und geht wieder mehr in Richtung Thriller.  Das kann ich jetzt evtl. in englisch herausfinden. 
Die andere Möglichkeit: Ich nerve andere Verlage und frage, ob sie sich nicht vorstellen könnten, Anita Blake in ihr Programm zu nehmen. *g* Feder & Schwert hat ja schließlich auch "Harry Dresden" gerettet. 
Jedenfalls fand ich es sehr nett, eine so ausführliche Antwort zu bekommen, die ich auch nachvollziehen kann. 

Montag, 27. Mai 2013

"Blinder Hunger" von Laurell K. Hamilton

Inhalt: Seit die Vampirjägerin Anita Blake mit der Ardeur, einem unstillbaren Verlangen, infiziert wurde, kämpft sie mit sich selbst. Ihr Leben, und vor allem die Männer darin, entsprechen nicht im Geringsten den romantischen Vorstellungen, die sie früher hatte. Dabei kann sie im Augenblick eigentlich keinerlei Ablenkung gebrauchen, denn sie befindet sich mitten in der gefährlichen Suche nach einem Serienkiller ...

Bei "Blinder Hunger" handelt es sich um die Fortsetzung von Incubus Dreams, der bereits im Januar 2013 erschienen ist. Zur Erinnerung gibt es zu Beginn des Buches ein "Was bisher geschah..." Dann geht es direkt mit Kapitel 45 weiter und Anita wird von der Polizei zu einem weiteren Tatort gerufen. Wieder wurde eine Stripperin tot aufgefunden, offensichtlich von mehreren Vampiren gebissen und dann liegen gelassen zum Sterben.
Eine Spur führt Anita und Zerbrowski schließlich zur "Kirche des Ewigen Lebens". Deren Mitglieder sind Vampire, die zwar zu Untoten gemacht wurden, aber denen offensichtlich niemand beigebracht hat, was das bedeutet und wie sie mit ihrem neuen Leben umgehen müssen. Und es gibt strenge Regeln, an die sie sich halten müssen. Dazu gehört auch der Besuch von Stripp-Clubs. Was einige allerdings nicht interessiert. 

Neben der Geschichte um die mordenden Vampire geht es natürlich auch wieder um Anita und "ihre" Männer. Und zwar auf ca. 200 Seiten der insgesamt 440 Seiten. ;-)  Manchmal schon nervig, aber man erfährt dabei auch Neues über die Vergangenheit einiger Charaktere, z.B. Richard. Und es stellt sich heraus, dass durch das neu gegründete Triumvirat jeder auch mehr Macht bekommen hat sowie anscheinend die Charaktereigenschaften langsam auf den jeweils anderen übergehen. Allerdings ist Anita nicht sicher, ob ihr das auch gefällt.

Diesmal muss Anita auch mal wieder ihrem eigentlichen Beruf nachkommen, als Scharfrichter und staatlich bestellter Vampirhenker von St. Louis. 
Mit diesen Sätzen endet das Buch: "Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass er keinen mehr umbringen kann. Darin besteht meine Arbeit. Ich bin der Scharfrichter. Ermorden Sie jemanden in meiner Stadt, dann bekommen Sie mich zu sehen. Ein einziges Mal."

Nun, ich wünsche diese Begegnung keinem Schuldigen. ;-)


Sonntag, 20. Januar 2013

Laurell K. Hamilton: Schwarze Träume (Anita Blake 14)

Klappentext: Eine Bar, ein schmutziger Hinterhof: Zwischen zwei Müllcontainern liegt die Leiche einer Stripperin. Vampirjägerin Anita Blake wird hinzugerufen, denn der Körper der Frau ist übersät von Bisswunden. Eine ganze Gruppe von Vampiren war hier am Werk, und mindestens einer von ihnen muss alt und mächtig sein. Anita weiß aus eigener Erfahrung, was für eine berauschende Erfahrung der Biss eines solchen Vampirs sein kann - berauschend genug, um wie das Opfer ohne Gegenwehr in den Tod zu gehen. Dieser Fall wird Anita an ihre Grenzen bringen - und darüber hinaus ...   
 
Der Klappentext für diesen 14. Teil (zumindest auf deutsch) verspricht eigentlich eine spannende Krimihandlung. Und ich hatte die leise Hoffnung, dass es diesmal vielleicht auch so sein würde.
Aber leider geht es nur am Anfang um diesen Vorfall und danach geht es wie auch schon in den zwei, drei Vorgängerbüchern fast nur um Anita, die Ardeur und ihre Männer, die sie zur Befriedigung selbiger braucht. Und irgendwie werden das immer mehr, ich hab aufgehört zu zählen. Sowohl die...naja...aktiven Szenen selbst als auch die Diskussionen darüber ziehen sich oftmals sehr lang hin.
Ich habe nichts gegen Erotik und Sexszenen in Büchern. Aber sie sollten schon in gewissem Rahmen zur Handlung beitragen und in diese eingebaut sein. Nicht umgekehrt, wie es hier eher der Fall ist. Würde man diese Szenen streichen und nur die Krimihandlung übrig lassen oder die Kapitel, in denen Anita endlich mal wieder ihrem eigentlichen Beruf nachgeht, dem der Totenerweckung, dann würden vielleicht 200 Seiten übrigbleiben. Und man hätte "Incubus Dreams" nicht teilen müssen.
Das Buch endet dann natürlich wie erwartet mit einem Cliffhanger und die Handlung wird im Mai im zweiten Teil fortgesetzt.

Leser, die die Bücher auf englisch lesen und schon weiter sind, haben mir gesagt, ich solle durchhalten, denn es würde bald wieder besser werden, wenn Anita endlich die Ardeur im Griff hat. Ich bin gespannt und werde Frau Hamilton noch eine Chance geben. Denn aus den ersten Büchern weiß ich ja, dass sie es besser kann.  Und ehrlich gesagt, Jean-Claude ist es ja auch wert...



Samstag, 14. Juli 2012

Laurell K. Hamilton: Finsteres Verlangen (Anita Blake 13)

Klappentext:
Ich brauche Urlaub. Es gibt zu viele Jobs und Männer in meinem Leben. Ich arbeite als Vampirhenkerin, Totenerweckerin und kläre Verbrechen auf. Und ich habe einen Vampir und einen Werleoparden als Freund. Nun taucht auch noch eine hinreißende, unschuldig aussehende Gesandte des Vampirrats auf und fordert für ihre Gebieterin einen Vampir aus unseren Reihen als Sklaven. Am besten, ich hätte sie sofort kalt gemacht...

  
Das Buch beginnt mit etwas Neuem, nämlich einer kleiner Vorstellung von Anita selbst zu ihrer Person. In gewohnter Weise selbstironisch und brutal ehrlich. So wie Anita eben ist. Das ist wohl für die Leser gedacht, die mit diesem Band in die Reihe einsteigen wollen und die Vorgänger nicht kennen. 
Ich empfehle aber nach wie vor, diese Serie komplett zu lesen und zwar in chronologischer Reihenfolge, denn sonst könnte man bei den vielen Namen und Personen - ob Mensch oder Monster - und deren Beziehungen untereinander schnell durcheinander geraten. 

Zum Buch:
Zu Beginn muss Anita auch mal wieder ihren "gewöhnlichen" Job ausüben, die Totenerweckung. Fand ich positiv, denn das kam in den letzten Büchern etwas zu kurz.
Dann erhält sie von Vampir Asher auf dem Friedhof Besuch, der ihr mitteilt, dass Musette, eine Abgesandte des Rates und Vertreterin der Vampirkönigin Belle Morte, im Zirkus der Verdammten aufgetaucht sei. Das riecht nach Ärger und Jean-Claude braucht Anitas Hilfe.
Belle Morte machte Jean-Claude vor vielen Jahrhunderten zum Vampir und kann nur Übles im Schilde führen. Sie hat ihm und Asher nie verziehen, dass sie sie verlassen haben.

Damit nicht genug, erhält Anita einen Anruf von Polizist Zerbrowski. In der Stadt wurden mehrere äußerst brutale und blutige Morde begangen und es sieht aus, als seien sie das Werk eines Lykanthropen. Aber Anita ist überzeugt, dass es niemand aus den örtlichen Rudeln ist. Und wer sind die Typen, die ihr seit ein paar Tagen "unauffällig" folgen?

Wieder ein Buch von Anita Blake zu lesen, ist immer wie ein Wiedersehen mit alten Bekannte und Freunden, die man etwa ein Jahr nicht gesehen hat. Alle sind wieder dabei: Jean-Claude, Asher, Jason, Micah, Damian, Nathaniel, Stephen, Richard. Die Werratten und Werhyänen sowie die Wölfe und Leoparden. 
"Finsteres Verlangen" ist wie immer ein Mix zwischen der Krimihandlung (die Morde und deren Aufklärung) und ja....sagen wir mal Romantischer Fantasy, obwohl mir der Begriff nicht so gefällt. Es geht immer noch um die Ardeur und dass Anita diese mindestens zweimal am Tag befriedigen muss. Ganz ehrlich? Manchmal hat es mich etwas genervt. 
Auch muss ich sagen, dass es teilweise Diskussionen gibt, die sich endlos in die Länge ziehen. Meiner Meinung nach hätte man das Buch mit seinen 622 Seiten auf mindestens 500 kürzen können, das hätte der Spannung keinen Abbruch getan. Im Gegenteil...

Alles in allem war es aber trotzdem gut und gerade zum Ende hin steigt auch wieder der Spannungsbogen. Einige Dinge bleiben offen, so dass man der Fortsetzung wieder gespannt entgegensieht. 

Dieser soll Anfang 2013 erscheinen, dieses Mal müssen wir also nicht fast ein Jahr auf ein Wiedersehen warten.