Donnerstag, 24. Februar 2022

Nach langer Zeit mal wieder ein Buchgewinn

Früher habe ich regelmäßig bei Vorablesen rein geschaut und es gab auch sehr oft Bücher, für die ich mich beworben hatte. Und ich hatte auch sehr oft Glück und habe Vorab-Exemplare bekommen.
Aber in den letzten Monaten war nie so das Richtige für mich dabei. Bis ich dann letztens dieses Buch hier entdeckte und mir dachte, das ist doch genau das Richtige für die nächsten Wochen. 
 

Klappentext:

Sally lebt mit Anfang fünfzig allein in Stockholm. Sie hat nie erfahren, warum ihre Mutter sie als Kind verlassen hat, und auch heute kämpft sie noch mit dieser Erfahrung – und auch damit, zu ihrer eigenen Tochter Josefin nur sporadisch Kontakt zu haben. Als Sally das Haus ihres Onkels in ihrem Heimatdorf erbt, scheint dies die perfekte Gelegenheit, einen Neuanfang zu wagen – denn Josefin lebt mittlerweile wieder in Österlen und betreibt einen Biohof. Doch Sally ahnt nicht, dass auch ihre eigene Mutter Vanja wieder dort lebt – und zu Josefin eine enge Bindung aufgebaut hat. Da sitzt Sally nun, in einem baufälligen Haus, in einem Dorf, das sie kaum wiedererkennt, mit einer Tochter, die nichts mit ihr zu tun haben will, und einer Mutter, der sie am liebsten aus dem Weg gehen würde … Sally entschließt sich, neu anzufangen: Aus dem alten Haus soll ein wunderschönes Bed&Breakfast werden, und für Josefin will sie endlich die Mutter zu werden, die sie immer sein wollte.

 
Und ich hatte tatsächlich Glück und bekam eine Mail, dass ich das Buch zugeschickt bekommen werde. Ich bin schon gespannt. Die Leseprobe hat mir schon mal gut gefallen. Klar, sonst hätte ich mich wohl kaum dafür beworben. 😉



 

Top Ten Thursday: 10 Fakten über mich

 
 
Die heutige Aufgabe beim Top Ten Thursday dreht sich mal nicht in erster Linie um Bücher. Aleshanee fragt heute nach 10 persönlichen Fakten über mich, die sicher nicht jeder weiß. 
Ich habe erst mal überlegt, wie ich das so umsetzen kann und habe dann einfach angefangen.
 
 
Fakt 1: Persönliches
Ich bin im letzten Jahr 50 geworden. Man sagt mir immer, ich sehe nicht danach aus und schätzt mich auch meistens rund 10 Jahre jünger. Das freut mich natürlich, auch wenn mir das Alter nichts ausmacht. Ich bin eigentlich ganz zufrieden mit mir, nur ohne Haare färben geht es nicht, das Grau kommt mittlerweile doch recht schnell wieder durch. 
Ich bin ein eher schüchterner Typ, besonders wenn ich neue Leute kennenlerne. Ich höre erst mal zu, bevor ich etwas von mir preisgebe und stehe überhaupt nicht gerne im Mittelpunkt. Und ich würde mich als gothic-angehaucht bezeichnen, heißt, in meinem Kleiderschrank findet man alle Abstufungen von Schwarz.

 
Fakt 2: Familie
Ich habe erst vor zweieinhalb Jahren geheiratet, da war ich mit meinem jetzigen Mann zehn Jahre zusammen. Davor hatte ich bereits 17 Jahre eine Beziehung. Kinder habe ich nicht, mein Mann hat einen Sohn aus erster Ehe, der aber auch schon 30 Jahre alt ist.  Wir haben übrigens am 09.09.2019 geheiratet, was aber tatsächlich Zufall war. Wir wollten unbedingt einen besonderen Ort für die Trauung und haben Anfang 2019 beim Standesamt in Pilsum angefragt, weil wir gerne dort im "Ottoturm" heiraten wollten. Und der Termin war tatsächlich noch frei. 

 
Fakt 3: Berufliches
Ich hatte im letzten Jahr mein 25jähriges "Dienstjubiläum". Seit 1996 arbeite ich in einem Tagungshotel in der Verwaltung. Direkt nach der Schule habe ich eine Ausbildung zur Arzthelferin gemacht, was aber gar nicht mein Ding war. Nach einer weiteren Ausbildung zur Bürokauffrau, bin ich dann danach zu meinem jetzigen Job gekommen. 
 
 
Fakt 4
Ich liebe die Natur. Ich mache lieber einen Waldspaziergang, als einen Stadtbummel. Meine liebste Jahreszeit ist der Herbst. Manchmal fange ich schon Ende August an, das Haus und auch draußen entsprechend zu dekorieren. Frühling und Winter mag ich auch, aber richtig heiße Sommer sind gar nicht mein Fall, da ich die Wärme nicht vertrage und besonders diese Schwüle, die immer gleich bei uns herrscht.
 
 
Fakt 5: Buchiges
Mein erstes "Erwachsenenbuch" nach den Kinder- und Jugendbüchern war "Friedhof der Kuscheltiere" von Stephen King. Das war in den Achtzigern und mir war gar nicht bewusst, dass es sich um einen so bekannten Horrorautor handelt. Danach habe ich dann alle Bücher von ihm verschlungen, die er bis dahin schon geschrieben hatte. Heute habe ich allerdings schon lange nichts mehr von ihm gelesen.
Und mein Lieblingsbuch ist und bleibt "Dracula" von Bram Stoker. Gelesen habe ich es bisher dreimal.
 
 
Fakt 6: Tierisches
Ich wollte immer einen Hund, schon als Kind. Aber da wir immer zur Miete gewohnt haben, ging das nie und meine Eltern wollten es auch nicht. Deswegen habe ich immer und überall meinen Stoffhund an einer Leine mitgeschleppt. Und als "Ersatz" hatte ich zumindest über ein paar Jahr immer einen Hamster. Als ich dann meinen jetzigen Mann kennenlernte, holten wir uns zahme Ratten. Immer zwei oder drei, denn es sind Rudeltiere. Und es sind wirklich ganz tolle Haustiere, besonders für Berufstätige, da sie dämmerungsaktiv sind. 
Aber leider, wie auch Hamster, leben sie nicht sehr lange, drei Jahre sind schon viel. 2018 haben wir uns dann ein Häuschen gekauft und uns vor zwei Jahren entschieden, einen Hund zu adoptieren. Über die Tierschutzorganisation Tasso sind wir zu unserem Lemmy (s. Foto unten) gekommen. Er war ein Jahr alt und lebte als Streuner auf Kreta, kam dann über eine Pflegestelle in Deutschland zu uns. Und er ist so toll, er gibt uns so viel zurück und bereichert unser Leben. Mein Mann nimmt ihn mit zur Arbeit und wenn ich im Home Office bin, bleibt er bei mir.
 
Zu meinen weiteren Lieblingstieren gehören Wölfe, Eulen, Raben, Krähen und alle Arten unserer heimischen Singvögel.



Fakt 7: Reisen und Urlaub
Wir lieben Ostfriesland und seit fast vier Jahren leben meine Schwiegereltern dort, in der Nähe von Norddeich. So haben wir ein- bis zweimal im Jahr ein schönes Urlaubsziel. Ansonsten liebe ich London und England überhaupt. Mein Mann ebenfalls. Wir waren zweimal dort und einmal auf einer Rundreise durch Cornwall. Das war wirklich traumhaft. Unser Traum ist eine Reise nach Schottland. Auch die skandinavischen Länder interessieren uns sehr.
Wir haben ein Wohnmobil, einen richtigen Oldtimer, einen Mercedess 608 mit Wohnwagen-aufbau aus dem Jahr 1973, der ist also fast so alt wie ich. Leider hat er im Moment keinen TÜV, aber vielleicht klappt es dieses Jahr damit. Das Foto wurde übrigens in Zeeland gemacht. Außerdem waren wir schon an der Ostsee mit unserem "Frosch", im Harz, im Sauerland und an vielen Orten hier in der Umgebung. Praktisch auch, dass es hier keine Begrenzung gibt beim Gepäck, ich kann so viele Bücher mit in den Urlaub nehmen, wie ich möchte.
 

 
Fakt 8: Weitere Interessen
Neben dem Lesen ist das Fotografieren noch ein weiteres großes Hobby von mir. Besonders auf Reisen, aber auch so mache ich gerne Landschaftsaufnahmen, wenn wir unterwegs sind. Und ich mache unheimlich gerne Fotos auf Friedhöfen, je älter die Grabsteine und Gruften sind, desto interessanter finde ich sie. Wenn ich mir vorstelle, was die Menschen damals erlebt haben und was die Steine heute so erzählen könnten. So bin ich auch zu einer weiteren Leidenschaft von mir gekommen, die Ahnen- und Familienforschung. Im Moment ruht diese ein wenig, da ich nicht so richtig weiterkomme. Aber ich habe schon interessante Dinge über meine Vorfahren herausgefunden und konnte mehrere Generation zurückgehen. 
Und ich habe festgestellt, dass ich Gartenarbeit liebe. Bis vor vier Jahren hatte ich keinen Garten, aber jetzt...ich warte sehnsüchtig auf den Frühling. Meine Lieblingsblumen und -pflanzen sind Lavendel, Sonnenblumen und Gänseblümchen. Und ich finde es toll, viele verschiedene Kräuter zu pflanzen oder auch Gemüse und Salate und dann fürs Kochen mal eben in den Garten zu gehen, dort ein paar Zutaten zu holen, anstatt zum Supermarkt. Ich koche sehr gerne, nach der Arbeit entspannt mich das sogar. Ich mache auch viel selbst, wie z. B. Marmelade. 
Was mich sonst noch interessiert: Vampire, Schlösser und Burgen, alte Sagen und Legenden, Geistergeschichten, Lost Places


Fakt 9: Musikalisches
Musik ist auch ganz wichtig. Da höre ich eigentlich sehr viel, ausgenommen Schlager, Techno, HipHop und RAP. Ich mag Rock, Metal, Mittelalter, Gothic. Zu meinen Lieblingsbands gehören Schandmaul, Saltatio Mortis, Within Temptation, Faun, Bon Jovi, Queen, Nightwish, Evanescence.
Und ich mag Musicals. Ich habe zum Beispiel bereits acht Mal "Tanz der Vampire" gesehen, vier Mal in Berlin, vier Mal in Oberhausen. Es fasziniert mich einfach.


Fakt 10
Ich interessiere mich sehr für altes Brauchtum, Naturreligionen, heidnische Feste usw. Leider gerät das ja immer mehr in Vergessenheit. Dabei vergessen viele, dass Feste wie Weihnachten oder Ostern ihren Ursprung in den heidnischen Festen haben. Die Kirche hat diese übernommen und viele Bräuche abgewandelt. Wir feiern lieber die alten Traditionen, wie z. B. Ostara am 20. März, die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche. 
 
 
 
Nun bin ich gespannt, was Ihr so über euch geschrieben habt. Gibt es vielleicht Gemeinsamkeiten?





 
 

Dienstag, 22. Februar 2022

Aktion: Currently Reading

Bis vor etwa zwei Jahren habe ich regelmäßig bei der Aktion "Gemeinsam lesen" bei den Schlunzenbüchern mitgemacht, aber die läuft leider nicht mehr so regelmäßig. Nun habe ich etwas Ähnliches bei Andrea auf ihrem Blog Seiten zu anderen Welten entdeckt und mach heute zum ersten Mal hier mit.



Rückblick:
Vor ein paar Tagen habe ich "Lancelot" von Giles Kristian beendet. Ein historischer Abenteuerroman, würde ich sagen.  Ein bisschen zu wenig von der Artus-Sage und den Rittern der Tafelrunde, für meinen Geschmack. Aber es ist ja auch die Geschichte von Lancelot. 
Hier geht es zu meiner Rezi: KLICK
 



Currently Reading & aktuelle Seite:
Ich lese im Moment den vierten und wahrscheinlich auch letzten Teil der Cilla-Storm-Reihe von Christoffer Holst. Schärenkrimis, die nicht so düster sind, wie man es sonst von den Skandinaviern kennt. Aktuell bin auf Seite 140.


Klappentext:
Der Frühling und die bevorstehende Walpurgisnacht wecken die Lebensgeister auf Bullholmen. Cilla und ihre Freunde freuen sich auf entspannte Wochen in ihren Ferienhäusern. Auch eine Bekannte von Cillas bestem Freund Zacke möchte die Idylle der Schären nutzen, um endlich ihr Buch über Wein zu schreiben. Doch ihre Aufmerksamkeit gilt schon bald etwas Anderem. Am gegenüberliegenden Ufer lebt ein elegantes Paar, das sie von ihrer Terrasse aus beobachten kann. Eines Abends sieht sie jedoch etwas, das ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt, und mal wieder ist Cillas Spürsinn gefragt.


 
Momentane Meinung:
Ich mag die Reihe sehr. Wie gesagt, von den Skandinaviern erwartet man ja immer düstere Krimis, aber hier ist es nicht so. Man kann sogar ab und zu mal schmunzeln. Ich würde die Reihe als Cozy Crime aus Schweden bezeichnen. Dieser vierte Teil gefällt mir bisher jedenfalls wieder sehr gut. 

 
Und was lest ihr gerade so?







Montag, 21. Februar 2022

Wochenrückblick KW 7/2022

Guten Morgen am Montag. Hier kommt mein Rückblick auf die letzte Woche. Die auch nicht ereignisreicher war, als die Wochen davor.
 
 
GESEHEN:
"Das letzte Duell" mit Matt Damon und Adam Driver. Dann noch weitere Folgen von Anna Pihl, Jack Reacher, The Bay und gestern den ersten Teil der neuen Staffel von "Dan Sommerdahl" vorab in der Medithek. Wir lieben skandinavische Krimis.


GELESEN:
Am Samstag habe ich "Lancelot" beendet, meine Rezi ist bereits online. Dann habe ich gestern mit "Tödlicher Inselfrühling" von Christoffer Holst begonnen. 



GETAN:
Gearbeitet, eingekauft, Hunderunden gemacht, Hausputz, gelesen


GEFREUT:
Die ersten Schneeglöckchen und Krokusse tauchen nun überall auf, im Garten, beim Gassi gehen, überall sieht man sie, das macht Hoffnung auf den nahen Frühling. 🌼
 


GEGESSEN:
Fisch, Kartoffeln, Nudeln, Burger, Bolognese, Schoki, Obst, ... 
 

GEBACKEN: 
Ein Sonnenblumenkernbrot. Kuchen gab es letzte Woche nicht. 


GEDACHT:
Dasselbe wie letzte Woche: Wann ist dieser Mist endlich vorbei?


GEFEIERT:
Nix


GEÄRGERT:
Das Wetter nervt einfach nur noch. Drei Stürme innerhalb von ein paar Tagen, nachts kaum ein Auge zugemacht, weil die Rolläden durchgehend klappern. Ich will Frühling!


GEKAUFT:
Eine neue Fleecedecke für die Couch, auf der Lemmys Haare nicht so haften bleiben. Ein bisschen Deko für die Fenster. Und natürlich Lebensmittel.

GEWONNEN:
Nix


GEKLICKT:
Bloggerportal, TEDI, KODI, diverse Etsy-Shops und Bücherseiten,...




Rezension: "Lancelot" von Giles Kristian

Die Zukunft Britanniens liegt im Dunkeln. Die Herrschaft der Römer ist nur noch eine blasse Erinnerung. Doch das Land ist zerrüttet, und die Zeit des Großkönigs Uther Pendragon neigt sich dem Ende entgegen. Fernab von den Zentren der Macht, auf einer kleinen Insel im tosenden Meer, wächst ein Junge auf, dessen Geschicke mit denen des Landes auf schicksalhafte Weise verknüpft sind. Ein grausamer Verrat machte ihn zum Waisen. Er ist mittellos, doch große Lehrmeister teilen ihr Wissen mit ihm. Er ist geschickt, und weiß mit Tieren umzugehen. Seine unverbrüchliche Treue zu einem neuen König wird dem Land Hoffnung schenken. Seine Liebe zu einer mächtigen Frau wird es spalten. Dies ist die Geschichte von Lancelot.
 
Der letzte Satz im Klappentext ist wichtig, denn sonst geht man mit falschen Erwartungen an das Buch heran. Ritter, Camelot, Excalibur, Merlin, Artus und Guinevere...all das kommt natürlich vor. Es geht hier aber nicht um die Artus-Sage oder die Ritter der Tafelrunde. Jedenfalls nicht in erster Linie. Arthur tritt erst ab der Hälfte des Buches in Erscheinung. Bis dahin wird die Geschichte von Lancelot erzählt, der mit neun Jahren seine Familie und sein Zuhause verliert und bei Nimue, der Herrin vom See, aufwächst. Hier begegnet er zum ersten Mal Guinevere, die von ihrem Vater auf die Insel geschickt wird, um sie vor dem aufkommenden Christentum zu schützen. Sie ist ein paar Jahre älter als Lancelot, aber schon hier beginnt ihre tiefe Verbindung. Hier trifft Lancelot auch auf den Druiden Merlin, der erkennt, welchen Einfluss der Junge auf die Zukunft Britanniens haben wird.
 
Ich hatte am Anfang so meine Schwierigkeiten, in die Geschichte rein zu kommen, da sich der Autor meiner Meinung nach oft sehr im Detail verliert und dadurch zieht sich das Ganze ziemlich. Auch zwischendurch gab es immer mal wieder langatmige Passagen. Andererseits schreibt er auch sehr bildhaft, beschreibt die Personen und Landschaften sehr genau, so dass man alles beim Lesen vor sich sieht. Die Kampfszenen sind ebenfalls sehr detailliert und realistisch dargestellt. 
 
Die Charaktere sind sehr facettenreich, nicht einfach schwarz und weiß, gut und böse. Lancelot ist hin und her gerissen zwischen seiner Liebe zu Guinevere und seiner Treue zu Arthur. Merlin ist kein alter, weiser, gütiger Mann, er ist oft mies gelaunt. Auch Mordred und Morgana tauchen in der Geschichte auf, ebenso Gawain und Parcefal. Aber es wird mit keinem Wort die Tafelrunde erwähnt und auch das bekannteste Detail um Excalibur taucht nicht auf. Das fand ich ein bisschen schade, denn so fehlt dem gesamten Buch ein bisschen die Mystik.

Im Nachwort schreibt der Autor sinngemäß, dass man ihm verzeihen möge, dass er vielleicht Fans der Artus-Sage enttäuscht hat. Aber er wollte die Geschichte Lancelots erzählen und ich denke, vor diesem Hintergrund ist ihm das mit einem historischen Abenteuerroman gelungen, dem aber vielleicht ein paar Kürzungen gut getan hätten.  

Ich war vor einigen Jahren selbst in Tintagel und obwohl Arthur bis heute eigentlich ein Mythos ist, wird dieser so gelebt, als hätte er wirklich existiert. Dabei war er nie König von Britannien. Sein Vater, der Großkönig, hat ihn zu seinem Nachfolger bestimmt, aber Arthur selbst wollte sich erst König nennen, wenn es ihm gelungen wäre, Britannien wieder zu vereinen. Geschafft hat er es aber nicht. 
 

Bewertung: 🌹🌹🌹🌹
 
 
 
 
 
 

Freitag, 18. Februar 2022

Buchgeschichte am Freitag

In dieser Woche jährte sich die Sturmflutkatastrophe in Hamburg zum 60. Mal. In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 brach ein verheerendes Orkantief über die Küste herein und traf besonders den Stadtteil Wilhelmsburg sehr hart. Alleine hier starben über 200 Menschen, zum größten Teil Vertriebene aus dem Zweiten Weltkrieg, die dort in einer Gartenkolonie vorübergehend ein neues Zuhause gefunden hatten. 
Ich bin zwar nicht direkt betroffen, aber meine Schwiegermutter hat damals nahe Verwandte bei dieser Katastrophe verloren. Besonders tragisch: Ein Kind (ich glaube, es war ihr Cousin) hat sich vor dem Wasser auf ein Hausdach retten können, ist aber dann bei den eisigen Temperaturen in der Nacht erfroren.

In dem Zusammenhang musste ich wieder an den Roman von Corina Bomann denken, den ich vor ein paar Jahren gelesen habe: Sturmherz.  Eine Geschichte, von der ein Teil zur Zeit der Flutkatastrophe in Hamburg spielt. Die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, die mir sehr nahe ging. Und die klar macht, dass auch Eltern Menschen sind, die vor ihrer Zeit als Mutter oder Vater ein Leben gelebt haben. Menschen mit Erfahrungen und Erlebnissen, die sie zu denen gemacht haben, die sie heute sind. 


Hier gibt es mehr zum Buch: KLICK
 
 
 
 

 

Donnerstag, 17. Februar 2022

Top Ten Thursday: 10 Neuerscheinungen in diesem Jahr

 

Auch an diesem stürmischen Donnerstag gibt es wieder einen TTT auf Aleshanees Weltenwandererblog. Diese Woche lautet die Aufgabe:

10 Neuerscheinungen, auf die du dich dieses Jahr freust

Los geht's!
 
 
 1. Im Juni

In einem Motel in Painters Mill wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – brutal ermordet. Als Kate Burkholder zum Tatort gerufen wird, ist sie schockiert. Sie kennt das Opfer von früher. Rachael Schwartz war eine charmante, aber auch rebellische junge Frau, die der strengen Ordnung ihrer amischen Familie vor vielen Jahren für immer entfloh. Doch warum kehrte sie jetzt zurück? Und wer hat sie so brutal umgebracht?

📚📚📚

  2. Im September

 Machen Sie sich bereit für einen neuen, blutigen Fall vom LAPD Ultra Violent Crimes Unit. Detective Robert Hunter und sein Partner Garcia jagen einen perfiden Serienkiller. Die blutige Art des Tötens ist nicht das Einzige, was diesen Killer antreibt. Für ihn sind Angst, Schmerz und der Tod Teil einer Lektion. Und er ist der Lehrmeister. Als eine zweite Frau grausam umgebracht wird, fragen Hunter und Garcia sich, wie viele Gedichte dieser Serienkiller noch schreiben wird. Ihnen bleibt nicht viel Zeit …
 
Nachdem Chris Carter ja im letzten Jahr aus persönlichen Gründen kein neues Buch veröffentlicht hat, geht es dieses Jahr endlich weiter. 
 
📚📚📚
 
 
3. Im Mai

Bente liebt es, sich den Nordseewind um die Ohren wehen zu lassen, und kostet es aus, dass sie jetzt die Schutzstation am Westerhever Leuchtturm leitet und in St. Peter-Ording Zwergseeschwalben und Seeregenpfeifer beobachten kann. Nirgendwo sonst hat sie sich bisher so frei und gelassen gefühlt. Als sie in den Salzwiesen dann den attraktiven Kitesurfer Tilo kennenlernt, scheint das Glück ganz auf ihrer Seite zu sein. Aber da ahnt Bente noch nichts von Tilos wahrem Interesse am Naturschutzgebiet und den Hoffnungen, die er in eine Freundschaft mit ihr setzt ... 

📚📚📚

4. Im März
Ilva Feddersen ist gerade wieder zurück in ihre Heimat gezogen, um ihre Stelle als Lehrerin im Nordseeinternat anzutreten, da liegt plötzlich ein Toter in den Dünen: Hagen Westermann, Architekt eines umstrittenen Hotelprojektes in Deutschlands schönstem Küstenort, war kein beliebter Mann – aber wer wird ihn deshalb gleich umbringen? Dass der Tote in ein Protestbanner gegen den Hotelneubau gewickelt ist, lenkt den Fokus der Polizei auf die Umweltschutzszene. Ilva bleibt nichts anderes übrig, als selbst zu ermitteln: Denn erstens ist der Hauptverdächtige ihre Jugendliebe, und zweitens kann sie schlecht Ernie, ihren gemütlichen Polizistenbruder, mit dem größten Skandal der Saison allein lassen. Mit ihren Kollegen macht Ilva sich auf Mörderjagd – und steckt bald tiefer im Watt, als gut für sie ist …
 
📚📚📚
 
5. Im Mai
Die Londoner Versicherungsdetektivin Ivy Ferguson soll die Echtheit eines wertvollen alten Sekretärs klären. Mit gemischten Gefühlen kehrt sie auf die Isle of Skye zurück, die Insel, deren raue Schönheit sie immer noch beeindruckt, auf der sie jedoch eine schwierige Kindheit verbrachte. Dort sucht sie den Antiquitätenhändler Ross MacKenzie auf, Herr von Ardmore Castle; doch der bärbeißige Schlossherr ist Ivy keine Hilfe und verweigert sich ihren Fragen. Einziger Lichtblick auf der Burg ist MacKenzies Neffe Calum, der sich um die Angelegenheiten seines kranken Onkels kümmert. Zwischen Calum und Ivy entwickelt sich schon bald eine zarte Romanze. Doch dann fördern Ivys Recherchen ein ungeheuerliches Geheimnis zu Tage, das ihrer aller Leben für immer verändern wird ...
 
 
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6. Im Juni
Berlin-Zehlendorf, 1933. Gerade als sich das Waldfriede endlich einen Namen gemacht hat und Klinikleiter Conradi in die Berliner Chirurgische Gesellschaft aufgenommen wird, ziehen mit der Machtergreifung der Nazis dunkle Wolken am Horizont auf. Plötzlich steht das Waldfriede und sein Personal unter Beobachtung. Doch die junge Kinderschwester Lilly sorgt sich weniger um sich selbst als um ihre kleinen schutzbedürftigen Patienten und die Menschen, die ihr nahestehen: Längst hat sie erkannt, dass ihre Gefühle für den Arzt Rudolph Kirsch über ein rein berufliches Verhältnis hinausgehen. Sie ahnt, dass sie nicht als Einzige ein Geheimnis verbirgt. Die Zeiten werden immer bedrohlicher, und Lilly immer verzweifelter: Soll sie alles riskieren – um am Ende vielleicht alles, was ihr am Herzen liegt, zu verlieren?
 
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7. Im Dezember

  Berlin-Zehlendorf, 1939. Mit Kriegsbeginn verändert sich das Leben der Schwestern und Ärzte im Waldfriede-Krankenhaus. Nie war es wichtiger, dass die Belegschaft unter der Leitung von Dr. Conradi geschlossen zusammensteht. Aber besonders der jungen selbstbewussten Assistenzärztin Helena fällt es schwer, den Frieden im Haus zu wahren: Immer wieder gerät sie mit dem Chefchirurgen, einem überzeugten NSDAP-Mitglied, aneinander. Trost findet sie auf Spaziergängen in den Parkanlagen der Klinik – und bei dem sympathischen Gärtner Timo. Aus ihrer anfänglichen Freundschaft entwickelt sich schnell ein inniges Verhältnis, bis Timo überraschend zum Wehrdienst eingezogen wird. Als sie bemerkt, dass auch der neue Arzt Dr. Wassili Dimitroff Gefühle für sie entwickelt, versucht Helena, ihr eigenes Herz zu ergründen, doch dieses ist erfüllt von Sorge – denn es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Bomben über Berlin und dem Waldfriede fallen werden.
 
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8. Im Juli

Das Jubiläum der berühmten Gärten von Heligan rückt näher, und die junge Lexi und ihr Kollege Ben haben mit der Planung der Feierlichkeiten alle Hände voll zu tun. Während die beiden sich dabei allmählich näherkommen, stoßen sie auf die geheimnisvolle Geschichte eines jungen Mannes, der Heligan im Jahre 1815 überstürzt verlassen musste: Avery, der Sohn des Gutsverwalters, flieht nach einem tragischen Duell auf einem Segelschiff in Richtung Indien. Dort schließt er sich einer botanischen Expedition an, die ihn bis ins entlegene Nepal führt...
 
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9. Im Februar 

  USA 1944: Der Krieg in Europa und im Pazifik scheint weit entfernt, für Haruko in Colorado genau wie für Margot in Iowa. Bis die beiden plötzlich ins staubige Texas gebracht werden, nur weil ihre Väter als »feindliche Ausländer« angesehen werden: nach Crystal City, in ein Internierungslager für Familien, die beschuldigt werden, mit dem Feind zusammenzuarbeiten. Margots Familie versucht im Lager Abstand von den Nazis zu halten. Als einziges deutschstämmiges Mädchen geht Margot mit den Japanischstämmigen auf die Highschool und lernt dort Haruko kennen. Während Haruko wütend auf ihren Vater ist, weil er ihr nicht erzählt, weshalb sie hier sind, macht Margot sich Sorgen um ihre kranke Mutter und den Vater, den sie allmählich nicht mehr wiedererkennt. Die beiden Mädchen freunden sich heimlich an. Aber können sie einander trauen an einem Ort, an dem niemand die Wahrheit sagt?
 
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10. Im Februar
Der Frühling und die bevorstehende Walpurgisnacht wecken die Lebensgeister auf Bullholmen. Cilla und ihre Freunde freuen sich auf entspannte Wochen in ihren Ferienhäusern. Auch eine Bekannte von Cillas bestem Freund Zacke möchte die Idylle der Schären nutzen, um endlich ihr Buch über Wein zu schreiben. Doch ihre Aufmerksamkeit gilt schon bald etwas Anderem. Am gegenüberliegenden Ufer lebt ein elegantes Paar, das sie von ihrer Terrasse aus beobachten kann. Eines Abends sieht sie jedoch etwas, das ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt, und mal wieder ist Cillas Spürsinn gefragt.
 
Liegt schon auf meinem SUB  😊

 







Montag, 14. Februar 2022

Wochenrückblick Woche 6/2022

Guten Morgen Zusammen!

Ich habe die Aktion schon auf mehreren Blogs entdeckt (u. a. bei Barbara und ihrer Sommerleses Bücherkiste) und dachte mir, ich "klaue" sie mir mal, denn ich finde es eine schöne Sache, um die letzte Woche nochmal Revue passieren zu lassen. 
 
Also, los geht's!
 
GESEHEN:
Folgen verschiedener Serien wie "The Bay", "Hassel", "Anna Pihl", "Jack Reacher" und am Samstag haben wir uns "Ghostbusters - Legacy" angeschaut. Hat uns gut gefallen.



GELESEN:
Ich lese gerade "Lancelot" von Giles Kristian. Es sind rund 800 Seiten, dauert also ein wenig.
 

 
GETAN:
Gearbeitet, eingekauft, Hunderunden gemacht


GEFREUT:
Zumindest hatten wir ja am Wochenenden mal Sonne und keinen Regen, auch wenn ziemlich kalt war. Und: Die Waldohreulen sind zurück in unserem Garten. So schön! 
 

 


GEGESSEN:
Fisch, Kartoffeln, Burger, Spaghetti Bolognese, Schokolade, Chips,...


GEDACHT:
Wann ist dieser Mist endlich vorbei?


GEFEIERT:
Nix


GEÄRGERT:
Über die Leute, die meinen über unser Leben bestimmen zu dürfen und sich jeden Tag neue Regeln ausdenken, so dass keiner mehr durchblickt.


GEKAUFT:
Ein paar Dekostücke für den Garten, eine neue Leine für Lemmy und natürlich Lebensmittel.


GEKLICKT:
Weltbild, Amazon, diverse Blogs,...

 
Ich wünsche einen guten Start in die neue Woche.
 
 
 

Donnerstag, 10. Februar 2022

Top Ten Thursday: Liebesgeschichten zum Valentinstag

 
 
Der Valentinstag steht bevor und passend dazu lautet die Aufgabe auf Aleshanees Weltenwanderer-Blog:
 
Stelle uns 10 deiner liebsten Liebesgeschichten vor
 
Ich bin ja jetzt nicht unbedingt DER Liebesromanleser, aber es gibt auch selten Bücher, in denen nicht ein bisschen Romantik vorkommt, selbst im Thriller- und Fantasybereich. Und gerade in den letzten zwei Jahren habe ich gemerkt, dass ich ab und zu mal ein richtiges "Wohlfühlbuch" brauche, um dem ganzen Mist da draußen zu entkommen.

Hier ist also meine Top Ten:
 
 
 
1. Chicagoland Vampires
Meistervampir Ethan und Neu-Vampirin Merit. Nach einigem Hin und Her 
kriegen sie sich doch.
 
 
2. Zwischen uns das Meer
Hubschrauberpilotin Jolene stürzt bei einem Kampfeinsatz in Afghanistan ab und wird schwer verwundet. Eine harte Zeit für ihre Familie, die sie nur gemeinsam schaffen können.
 
 
3. Die Mercy-Thompson-Reihe
Walkerin Mercy und Alpha-Werwolf Adam. Nach anfänglichen Schwierigkeiten würden sie füreinander sterben...und töten.
 
 
4. Die Kate-Burkholder-Reihe
Polizei-Chefin Kate Burkholder und FBI-Agent John Tomasetti. Beide haben viel erlebt in der Vergangenheit und ihre Narben davon getragen. Sich zu begegnen war wohl das Beste, was ihnen passieren konnte.
 
 
5. Women of the Other World - Elena Michaels
Clay hat Elena damals gegen ihren Willen zum Werwolf gemacht, weil er sie nicht verlieren wollte. Nach Jahren sehen sie sich wieder und finden wieder zueinander.
 
 
6. Die Temperence-Brennan-Reihe
Die forensische Anthropologin und der kanadische Polizist Andrew Ryan. Es geht mal auf und mal ab in der Beziehung, dabei wissen beide, dass sie zusammen gehören.
 
 
7. Eine Jugendliebe in Cornwall
Als Zoe vor einer schweren Entscheidung steht, kehrt sie dorthin zurück, wo sie als Teenager jeden Sommer verbracht hat und trifft ihre Jugendliebe wieder.
 
 
8. Alpha & Omega
Charles ist ein dominanter Alpha-Werwolf, Anna eine Omega-Werwölfin. Dadurch hat sie einen positiven Einfluss auf aggressive Werwölfe und reißt auch Charles aus seiner düsteren Stimmung.
 
 
9. Anita Blake
Der Meistervampir Jean-Claude und die staatlich bestellte Vampirhenkerin Anita, die die Toten erwecken kann. Lange dauert es, bis sie zueinander finden, aber dann ist ihre Liebe unsterblich.


 
10. Liebe über Jahrzehnte
Auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt treffen sich kurz vor dem ersten Weltkrieg zwei Menschen, deren Liebe keine Zukunft hat, die aber unvergessen bleibt.

 
 
 
 
 

Dienstag, 8. Februar 2022

Aktion zum Blog-Geburtstag

 
Im Februar 2012 hat er das Licht der Welt erblickt, mein Bücherblog. Hach, sie werden so schnell groß. 😉
Zehn Jahre schreibe ich hier nun schon und es ist mir bisher noch nicht langweilig damit geworden. Natürlich auch dank meinen Lesern, die mir mit ihren Kommentaren zeigen, dass ich nicht nur für mich ganz alleine hier aktiv bin. 
Und es macht mir auch immer wieder Freude, bei den vielen Aktionen auf anderen Blogs dabei zu sein und nette Kontakte zu knüpfen. Denn schließlich verbindet uns das schönste Hobby der Welt: Lesen und Bücher.
 
Eigentlich bekommt man ja etwas geschenkt, wenn man "Geburtstag" hat, aber ich mache es jetzt mal umgekehrt.  
 
Nachfolgend seht Ihr fünf Bücher unterschiedlicher Genres, die ich gerne verschenken möchte. Alle sind noch ungelesen, aber sie liegen teilweise schon sehr lange auf meinem SUB und ich weiß, ich werde sie in naher (und auch ferner) Zukunft nicht lesen. Sie haben ein besseres Zuhause verdient und dürfen nun in andere Regale mit netter Gesellschaft einziehen. 

 
1. Taschenbuch
 
 
2. Hard Cover

 
 
3. Hard Cover
 
 
4. Taschenbuch
 
 
5. Taschenbuch

Ihr müsst auch gar nicht viel tun. Schreibt mir nur hier einen Kommentar, welches Buch Ihr gerne haben möchtet. Ihr habt den ganzen Monat Zeit dafür. Am 1. März werde ich dann auslosen, wenn sich für ein Buch mehr als eine Person gemeldet hat. 
 
Ich wünsche euch weiterhin einen schönen Lesemonat und haltet durch, der Frühling ist nicht mehr weit und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass bald alles besser wird.


 




Montag, 7. Februar 2022

Rezension: "Martin Hais - Generation Z" von Dennis Kornblum

Klappentext:
Brutale Morde an Teenagern machen den Stadtbezirk Quarrenberg unsicher. Ein durch eine Horrormaske verhüllter Todesschütze hinterlässt Zettel am Tatort, die mal mit einem antiken Zitat, mal mit einem merkwürdigen Aphorismus beschrieben sind. Die Polizei glaubt, dass es um Drogen geht, doch der autistische Fachlektor und Psychologe Martin Hais hat eine andere Vermutung. Er entdeckt einen alten Manuskriptauszug in seinem Schrankfach, bei dem er aufgrund darin enthaltener Textstellen einen Zusammenhang zu den Tatortbotschaften sieht. Während der ermittelnde Kommissar Wójcik daran wenig interessiert ist, wird die aufgeweckte, extrovertierte Kioskbesitzerin Ina Ruíz, eine Zeugin des letzten Mordanschlags, die dem Killer bereits gegenübergestanden hat, auf Martins Theorie aufmerksam. Schließlich überredet sie ihn, mit ihr zusammen auf eigene Faust zu ermitteln, und Martin nimmt eher widerwillig eine große Herausforderung an: die Überwindung tiefsitzender Ängste, die sich nicht nur auf die Gefahr erstrecken, die von der Jagd auf einen Serienkiller ausgeht, sondern auch auf die enge Zusammenarbeit mit einer attraktiven weiblichen Person.
 
Zunächst noch einmal vielen Dank an den Autor Dennis Kornblum, dass ich diesen spannenden Krimi lesen durfte. Es war wirklich sehr interessant, Martin Hais bei seiner "Detektivarbeit" zu begleiten und dabei auch Einblicke in das Leben eines Menschen zu erhalten, der mit der Diagnose Asperger lebt.  
Jeder Mensch hat seine "Macken" und Eigenheiten, aber bei Martin ist es durch diese Form von Autismus natürlich noch sehr viel ausgeprägter, denn alles, das irgendwie von seinem normalen, strukturierten Alltag abweicht, bedeutet Stress für ihn. Sein Tagesablauf ist nahezu minutiös getaktet, schon die kleinste Abweichung bringt alles durcheinander.
 
"Generation Z" hat zwar große Anteile eines Krimis, manchmal sogar mit recht brutalen Beschreibungen der Morde, aber die Fälle an sich stehen nicht unbedingt im Vordergrund. Es geht in erster Linie um Martin Hais und wie er damit umgeht, in die Sache verwickelt und dadurch aus seinem gewohnten Tagesablauf, seinem geschützten Bereich heraus gerissen zu werden. Seine Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir gut gefallen und ich finde sie sehr authentisch beschrieben. Was sicher nicht zuletzt an den eigenen Erfahrungen des Autors liegt. Überhaupt fand ich die meisten Charaktere sehr realistisch. Auch Oliver, dem es schwerfällt, sich nach 20 Jahren von seiner Frau zu trennen, obwohl er weiß, dass es besser wäre. Und Tiger und Maus habe ich direkt ins Herz geschlossen. 😊
 
Auch wenn ich mir irgendwann denken konnte, wer der Täter ist, fand ich es interessant zu lesen, wie Martin und Ina ihn schließlich entlarven. Das Motiv ist nachvollziehbar, denn Jugendliche und Kinder können grausam sein und nicht dazu zu gehören ist in dem Alter für die soziale Entwicklung nicht unbedingt förderlich. Ob die Jugend über die Generationen wirklich "schlechter" geworden ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sind viele Werte verloren gegangen, die es vor zwanzig, dreißig Jahren noch gab. Aber das ist leider in der Gesellschaft insgesamt der Fall, finde ich, nicht nur bei den jüngeren Generationen. 
 
Fazit: Wenn man sich auf das anfangs manchmal etwas langsame Lesetempo und die oft sehr detaillierte Beschreibung von Martins Leben einlässt, ist "Generation Z" ein lesenswerter und ab dem zweiten Drittel auch spannender Kriminalroman. Allein die etwas andere Hauptfigur lohnt sich schon, dem Buch eine Chance zu geben.
 
 
Bewertung: 🌹🌹🌹🌹