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Freitag, 17. November 2017

Rezension zu "Die Stille vor dem Tod" von Cody McFadyen

FBI-Agentin Smoky Barrett wird nach Colorado gerufen zu einem Tatort, an dem in mehreren Häusern ganze Familien ermordet wurden. Mit Blut an die Wand geschrieben steht im Haus der Familie Wilton: "Komm und lerne, Smoky Barrett". Damit beginnt ein Albtraum für die hochschwangere Smoky, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellt und sie und ihr Team bis an den Rand ihrer Belastbarkeit bringt...und darüber hinaus.

Mehr möchte ich über den Inhalt nicht verraten.

Lange mussten wir ja auf diesen fünften Teil der Thriller-Reihe von Cody McFadyen warten und als ich zum ersten Mal davon hörte, habe ich mir sehr viel versprochen, denn ich kenne ja die ersten vier Teile und die waren top.
Dann las ich die ersten negativen Kritiken zu "Die Stille vor dem Tod" und dachte mir, okay, ich bilde mir lieber selbst ein Urteil. Das habe ich nun getan und bin hin und her gerissen. Insgesamt betrachtet fand ich es jetzt nicht wirklich schlecht, aber es reicht auch nicht an die Vorgänger heran. Der Anfang hat mir gut gefallen, die Geschichte beginnt spannend und ständig passiert etwas Neues. Aber im Laufe der Handlung lässt die Spannung leider nach und oft gibt es endlose Diskussionen, bei denen ich dachte: Jetzt komm endlich auf den Punkt! Gleichzeitig ist vieles aber auch interessant, wenn man sich für Psychologie und Verhaltenstherapie interessiert. 
Auf jeden Fall ist es ein sehr persönlicher Fall für Smoky, denn sie steht noch mehr im Vordergrund als sonst. Und sie muss dieses Mal wieder einiges einstecken, was meiner Meinung nach allerdings einen normalen Menschen völlig aus der Bahn werfen würde. Schließlich ist sie nicht Superwoman. Und gerade weil ja immer wieder betont wird, dass sie diese besondere Gabe hat, sich in brutale Serienkiller und ihre schwarzen Seelen hinein zu denken, müsste sie hier eigentlich fast daran zerbrechen. 

Ich merke gerade selbst, dass es mir schwer fällt, die richtigen Worte zu finden, um meine Eindrücke hier zu schreiben, denn Geschmäcker sind natürlich verschieden und wie gesagt, wirklich schlecht fand ich "Die Stille vor dem Tod" auch nicht. Und am Ende wurde es auch noch mal emotional. 
Ein bisschen erinnert mich das an "Die stille Bestie" von Chris Carter. Für mich ist es eines der besten Bücher der Reihe, da es der persönlichste Fall für Robert Hunter ist. Anderen gefällt es dagegen gar nicht, weil es eben anders ist.
Auch "Die Stille vor dem Tod" ist anders als die anderen Teile dieser Reihe, aber trotzdem war es gut genug für mich, dass ich es bis zum Ende gelesen habe.
Am besten, ihr macht euch selbst ein Bild.

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥



Freitag, 11. März 2016

Die Rückkehr von Smoky Barrett


Es ist wirklich wahr: Smoky Barret kehrt zurück. Und zwar in ihrem fünften Abenteuer, geschrieben von Thrillerautor Cody MacFadyen.



Im September erscheint "Die Stille vor dem Tod" als Hardcover beim Bastei Lübbe Verlag. 

Das freut natürlich alle Fans und mich auch. Und ebenfalls freut es mich, dass es Cody MacFadyen also anscheinend gesundheitlich besser geht. 

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den neuen Fall für FBI-Agentin Smoky. 


Dienstag, 3. März 2015

"Ausgelöscht" von Cody McFadyen

"Ich bin ganz nah und ich habe ein Geschenk für Sie, Special Agent Barrett."
FBI-Agentin Smoky Barrett und ihr Team sind auf der Hochzeit ihrer Freundin Callie, als sie diese SMS erhält. Dann rast plötzlich ein Auto mit quietschenden Reifen heran und ihnen wird eine Frau quasi vor die Füße geworfen. Ihr Kopf ist kahl geschoren, ihre Haut über und über mit Verletzungen übersät und sie schreit und schreit. 
Es stellt sich heraus, dass die Frau - Heather Hollister - vor acht Jahren entführt und seitdem vermisst wurde. Sie war verheiratet und hatte zwei Söhne. Ihr Mann geriet schon damals unter Verdacht, denn anscheinend stand es mit der Ehe nicht zum Besten. Sowohl Heather als auch Douglas, ihr Mann, hatten eine Affäre. Und auch Heathers Freund wird anscheinend vermisst.
Als Smoky und Alan zu einem Verhör bei Hollister anrücken, machen sie eine schreckliche Entdeckung und es wird klar, dass Heather nicht das einzige Opfer war und der Täter nicht so schnell aufhören wird.

Beruflich und privat gibt es außerdem neue Entwicklungen in Smokys Leben, die sowohl ihre Adoptivtochter Bonnie als auch ihre Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Tommy betreffen. Und schließlich muss sie ihrem Chef ein Geheimnis anvertrauen, dass sie seit Jahren tief in sich vergraben hat und wegen dem sie immer noch Schuldgefühle hat.

Dies ist der vierte Teil der Thriller-Reihe von Cody McFadyen. Und leider sieht es ja wohl so aus, dass es keine Fortsetzung mehr geben wird, da der Autor sehr krank ist. 
Auch dieser Fall hat mir wieder sehr gut gefallen, die Geschichte ist spannend erzählt und der Schreibstil gewohnt flüssig. 
Manche Leser mögen die Figur der Smoky Barrett nicht, sie erscheint ihnen zu kalt und gefühllos. Aber wenn man bedenkt, was sie durchmachen musste, dann finde ich es bewundernswert, dass sie überhaupt noch ein relativ normales Leben führen und ihren Job weiter ausüben kann. Viele andere wären daran zerbrochen. Und gerade in diesem Teil gibt es viele emotionale Momente.
Auch die anderen in Smokys Team sind mir nach wie vor sympathisch: Smokys beste Freundin Callie, der ruhige Alan, der brillante, aber stets mürrische James. Und ihr Chef, A. D. Jones, der hier ein paar größere Auftritte bekommt. 

Ich kenne ja nun die drei Vorgänger und daher die Vorgeschichte, aber ich denke, man kann auch mit "Ausgelöscht" starten, da es einige Erklärungen zu Smokys Vergangenheit gibt. Trotzdem empfehle ich aber alle Bücher und das in chronologischer Reihenfolge, einfach weil einem sonst etwas entgeht. ;-)

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


Montag, 20. Januar 2014

Rezension zu "Das Böse in uns" von Cody McFadyen


Es beginnt damit, dass FBI-Agentin Smoky Barrett nach Virginia gerufen wird. Normalerweise liegt das außerhalb ihrer Zuständigkeit, aber die junge Frau wurde anscheinend unbemerkt in einem Flugzeug in der Luft getötet und erst bei der Landung fand man ihre Leiche. Hinzu kommt, dass sie die Tochter eines bekannten Politikerpaares war und die Mutter besteht persönlich auf Smokys Mitarbeit, da diese selbst vor drei Jahren ihre Tochter durch einen Serienmörder verloren hat. Auch ihr Mann wurde dabei getötet und Smoky selbst vergewaltigt und schwer verletzt. Noch heute hat sie zahlreiche Narben, auch in ihrer Seele, die sie immer an diese Nacht erinnern werden und daran, was sie schließlich getan hat.  
Bei der Autopsie wird in der Leiche ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 gefunden. Was hat das zu bedeuten? Nummeriert der Täter seine Opfer und wie lange mordet er dann schon im Verborgenen? Als eine weitere Frau ermordet wird, scheint klar, dass es sich um einen Serienkiller handelt. Und die letztendliche Todesursache und das Kreuz deuten auf religiös motivierte Taten hin. Das bestätigen schließlich auch Videos, die im Internet auftauchen. Der Mann nennt sich selbst „Der Prediger“ und sieht seine Opfer als reuige Sünder, denn alle hatten ein dunkles Geheimnis, dass sie niemals jemandem mitgeteilt haben. Wie aber hat der Täter davon erfahren? Smoky und ihr Team ermitteln im Umfeld der Ermordeten und wie es scheint, haben alle ihr Leben geändert und waren nun gottesfürchtige Menschen, die in ihrer Kirchengemeinde ihre Frieden gefunden hatten.
Dann kündigt der Täter in einem Video einen weiteren Mord an und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.  

Auch im dritten Teil der Smoky-Barrett-Reihe lässt uns der Autor wieder tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken und zeigt uns mal wieder, was Menschen einander antun können. Der Anfang ist vielleicht noch ein bisschen zäh, aber dann kommt die Geschichte in Fahrt und steigert sich bis zum Ende. Sie ist schlüssig und logisch erzählt.
Auch im privaten Leben von Smoky gibt es Weiterentwicklungen, die mir sehr gut gefallen haben, denn nach allem, was sie durchmachen musste, hat sie es verdient, auch mal wieder glücklich zu sein. Manche kritisieren ja die Rolle der Smoky sei zu kalt, aber man wenn ihren Job und vor allen Dingen ihre Vergangenheit bedenkt, finde ich, sie hat ihr Schicksal gut gemeistert. Andere wären wohl daran zerbrochen.
Ich mag Smoky, ebenso wie Bonnie und Tommy. Auch die Mitglieder ihres Teams sind mir ans Herz gewachsen: die großschnäuzige Callie, der manchmal etwas brummige Alan und der mürrische James. Jeder trägt auf seine Weise zum Team bei und letztendlich zählt nur eins: die Täter zu erwischen und zur Strecke zu bringen.
Auch wenn hier manche Dinge wiederholt (z.B. der Mord an Smokys Familie) und somit Erklärungen für Smokys Verhalten geliefert werden und der Fall selbst in sich abgeschlossen ist, würde ich empfehlen, die Bücher chronologisch zu lesen, um die Weiterentwicklung der Figuren besser nachvollziehen zu können.



1. Die Blutlinie
2. Der Todeskünstler
3. Das Böse in uns
4. Ausgelöscht
Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥