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Mittwoch, 15. Juli 2026

Rezension: "Wintersturm" von Patricia Briggs

Mercy Thompson Hauptman ist vieles gewohnt: Werwölfe, Vampire, Feenmagie – und Ärger zur denkbar ungünstigsten Zeit. Doch als sie nach Montana reist, um ihrem Bruder zu helfen, ahnt sie nicht, dass sie mitten in einen Sturm gerät, wie ihn die Welt seit Anbeginn der Zeit nicht gesehen hat. Gemeinsam mit ihrem Mann Adam sitzt Mercy in einer abgelegenen Lodge fest, umgeben von Fremden und eingeschlossen von Schnee, Wind und Dunkelheit. Bald wird klar: Die Probleme ihres Bruders sind nur der Anfang. Uralte, unberechenbare Mächte sind erwacht – und ein falscher Schritt könnte das Ende der Welt bedeuten...

Mehr als zwei Jahre ist es her, seit ich den letzten Band der Reihe mit dem Titel "Seelendieb" gelesen habe. Zwischenzeitlich stellte dann auch der Heyne-Verlag die Übersetzung und weitere Veröffentlichung der Urban-Fantasy-Reihe ein. Aber zum Glück gibt es ja den Second-Chances-Verlag und dieser hat mit dem 14. Band "Wintersturm" die Veröffentlichung fortgesetzt. DANKE! 😘

Mercy ist immer noch angeschlagen und leidet unter den Nachwirkungen, die ihr die Begegnung mit dem uralten Artefakt "Seelendieb" angetan hat. In dieser Situation taucht ihr Halbbruder Gary bei ihr auf und scheint dringend Hilfe zu brauchen. Viel erfahren sie nicht, er scheint unter einem Fluch zu stehen, der ihn körperlich schwächt und zum Schweigen verdammt. Also reist sie mit ihrem Mann Adam, dem Alpha-Werwolf ihres Rudels nach Montana, wo Gary zuletzt auf einer Farm gearbeitet hat und gerät mitten in einen Schneesturm. Gemeinsam mit einem Teil einer Hochzeitsgesellschaft sitzen sie und Adam in einer Lodge fest. Und der Schneesturm ist nur eine der Bedrohungen.

Werwölfe, Fae, Vampire, Geister, Frostriesen. Urban Fantasy für Erwachsene mit spannenden und interessanten Charakteren. Eine Kojoten-Gestaltwandlerin mit einer Autowerkstatt, die spezialisiert ist auf Volkswagen. Ein charismatischer Werwolf, der aufgrund seines Alters als Soldat schon in mehreren Kriegen gekämpft hat und für seine Familie und sein Rudel alles tun würde. Ein Fae, der als Dunkler Schmied in der übernatürlichen Welt gefürchtet ist. Und ein Frostriese, der damit droht, Ragnarök heraufzubeschwören.  

Auch dieser Teil hat mir wieder sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Ich mag den lebendigen Schreibstil der Autorin und den Wechsel zwischen humorvollen und ernsten, emotionalen Szenen.    
Insgesamt betrachtet gehört "Wintersturm" für mich aber nicht zu den Highlights der Reihe. Ein Grund ist, dass der Erzählfokus überwiegend auf Mercy und Adam liegt. Mir fehlt das Zusammenspiel des übrigen Rudels, das ein bisschen zu kurz kommt. Das "Problem" hatte ich schon einmal in Teil 6 "Siegel der Nacht", das für mich auch ein bisschen abflacht im Vergleich zum Rest der Serie.  Aber das ist eigentlich Jammern auf hohem Niveau und ich bin froh, dass ich die Fortsetzung überhaupt lesen konnte.

Für Fans von Mercy ist das Buch sowieso ein Muss und ich hoffe, es gibt weitere Fortsetzungen. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹
 


Freitag, 4. Oktober 2024

Das Aus für Mercy Thompson und Alpha & Omega?

Vor kurzem hatte ich ein unschönes Déjà-Vu. In einem Facebook-Post der Autorin Patricia Briggs schrieb deren Assistentin, dass der deutsche Verlag die Veröffentlichung sämtlicher weiterer Bücher der Autorin einstellt. Es würde sich nicht mehr rentieren, der Kreis der Interessenten sei zu klein. Ich fühlte mich sehr stark an die Anita-Blake-Reihe von Laura Hamilton erinnert, denn da war vor einigen Jahren genau der gleiche Fall. 
Nun erwischt es also anscheinend auch die "Mercy-Thompson"-Reihe von Patricia Briggs sowie deren Ableger "Alpha & Omega". 
Ich lese beide Reihen seit vielen Jahren und bin ein großer Fan. Und ich bin nicht die Einzige in Deutschland, das weiß ich. 
Nachdem ich das Posting gelesen hatte, habe ich direkt eine Mail an den Verlag geschrieben und gefragt, ob es wahr oder nur ein Gerücht sei. Hier seht ihr die Antwort: 

Sehr geehrte Frau ....,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Zurecht kritisieren Sie, dass wir in Ausnahmefällen Buchreihen nicht fortführen und somit Käufer der ersten Bände enttäuschen müssen. Auch wir wünschen uns, begonnene Reihen stets fortsetzen zu können. Leider ist dies aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich. Unter anderem wenn wir zu wenig Fans für eine bestimmte Buchreihe gewinnen konnten, ist es wirtschaftlich manchmal nicht zu verhindern, dass eine Reihe eingestellt werden muss, da es sich dann leider nicht rechnet, die Reihe fortzusetzten. Denn bei aller Leidenschaft für so manchen Text: am Ende muss das ganze rentabel sein. Nur so können wir auch weiterhin tolle Bücher produzieren. Wir bitten um Entschuldigung und hoffen, dass Sie den Autoren und Autorinnen der Verlagsgruppe Penguin Random House dennoch weiterhin gewogen bleiben.
Mit freundlichen Grüßen 
Lovis Andreas Dengler
Kundenservice Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

Tja, das war es dann wohl mit weiteren Abenteuern von Mercy und Adam sowie Charles und Anna. Und mal wieder geht es nur um's Geld. 
Jetzt kann man nur hoffen, dass ein anderer deutscher Verlag die weitere Veröffentlichung der Autorin übernehmen wird. Oder ich muss meine Englischkenntnisse mal aufpolieren. 

Wen es interessiert; hier geht es zur Rezi des letzten Buches der Reihe: Seelendieb. 








Sonntag, 26. März 2023

Rezension: "Seelendieb" von Patricia Briggs

Nach dem Kampf gegen die Hardesty-Hexen ist Wulfe, der uralte und mächtige Vampir, spurlos verschwunden. Marsilia, die Herrin der örtlichen Vampir-Sidhe, bittet Mercy und das Werwolfrudel um Hilfe. Mercy, die vor einiger Zeit "versehentlich" sämtliche magischen Wesen der Gegend unter den Schutz des Rudels gestellt hat, begibt sich auf die Suche. Dabei stellt sich heraus, dass Wulfe nicht der einzige Vampir ist, der verschwunden ist und auch andere übernatürliche Wesen in den Tri-Cities werden vermisst. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie und Adam auf ein mächtiges Artefakt, hinter dem auch die Fae her sind. Zee erzählt Mercy eine Legende über den "Seelendieb" und es ist klar, dass dieser Tod und Zerstörung bringen wird, wenn er nicht rechtzeitig aufgehalten wird. 

Nach fast zwei Jahren ging es endlich weiter mit Mercy Thompson, Automechanikerin und Kojoten-Gestaltwandlerin. "Seelendieb" ist inzwischen schon der 13. Teil der Reihe. 
Dieses Mal muss Mercy die Vampire retten, die als Verbündete der Werwölfe in den Tri-Cities leben. Wulfe, der anscheinend immer noch unter den Auswirkungen von Mercys Fluch leidet, den sie angewandt hat, um die Hardesty-Hexen zu vernichten, ist verschwunden und auch Stefan ist nicht auffindbar. 
Das Buch beginnt mit einem weiteren interessanten Thema. Sherwood Post, ein alter Werwolf mit Gedächtnislücken, erinnert sich wieder bruchstückhaft, wer er ist und woher er kommt. Das könnte ein Problem in der Rudelhierachie werden, wenn er Adam herausfordern sollte. Nicht die besten Voraussetzungen, als Rudel gemeinsam gegen eine uralte und überaus tödliche Macht zu kämpfen. Ich finde es immer wieder interessant, wie die Autorin hier die Verbindungen, das Machtgefüge und die Hierarchie innerhalb des Rudels beschreibt. Jeder hat ganz klar seinen Platz und wer damit ein Problem hat, muss die Konsequenzen tragen. Loyalität, Treue, Freundschaft, Ehrlichkeit, Familie, all das sind wichtige Werte für die Gemeinschaft der Werwölfe.

Es gibt auch wieder Momente zum Schmunzeln, wenn die Geschichte insgesamt auch ein bisschen düsterer ist als sonst. Aber auf jeden Fall gewohnt spannend wie immer und lebendig erzählt und bis auf ein Kapitel auch durchgehend in der ersten Person aus Sicht von Mercy. So ist man immer mittendrin im Geschehen.

Ich hoffe sehr, dass es nicht wieder so lange dauert, bis es weitergeht mit Mercy und Adam und vielleicht erfahren wir ja dann auch ein bisschen mehr von Sherwoods Vergangenheit.



Bewertung:  📖📖📖📖📖




Mittwoch, 20. Januar 2021

Rezension: "Feuerkuss" von Patricia Briggs

Gerade ist nach dem Vorfall mit den Hexen wieder ein wenig Routine in den Alltag der Tri Cities eingekehrt. Mercy konzentriert sich auf ihre Aufträge in der Werkstatt und das Rudel ist ebenfalls wieder zur "Normalität" übergegangen. Dann entdeckt Mercy in ihrem Garten eine Tür zu Annwnn, dem magischen Feenreich unter dem Hügel. Kurz danach werden Mercys Nachbarn brutal ermordet. Als Annwnn ihre Pforten verschloss, sind die Fae aus der Anderswelt geflohen. Zurück blieben die Gefangenen, finstere Kreaturen, die seither eine Spur der Verwüstung in der Anderswelt hinterlassen. Ist eines dieser Monster durch Annwnns Tür entkommen? Aber das ist nicht Mercys einzige Sorge, denn irgendetwas stimmt mit ihrem Gefährten Adam nicht, der sich seit einiger Zeit von ihr distanziert. Und da ist da noch der gruselige Vampir Wulfe, der sie seit einiger Zeit stalkt. Aber wer wäre Mercy Thompson Hauptman, wenn sie es nicht auch mit diesen Problemen aufnehmen würde?
 
Mit Spannung habe ich das neue Abenteuer von Mercy Thompson erwartet und wurde nicht enttäuscht. Mittlerweile ist der 12. Teil der Reihe und der Autorin fällt immer noch etwas Neues ein, um den Leser an die Seiten zu fesseln.
Dieses Mal bekommt Mercy es mit einem Gegner zu tun, den jeder kennen müsste, der als Kind Märchen gelesen hat. Aber mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.

Der Schreibstil ist wie immer lebendig und flüssig und die Geschichte ist ein guter Mix Fantasy und Krimi, mit der richtigen Mischung von Spannung, Herz und Humor. Letzteres auch in Bezug auf den Vampir Wulfe, der nach dem Vorfall mit den Hexen im letzten Buch irgendwie mit Mercy verbunden ist. Aber auch der ewig fluchende Werwolf Ben sorgt für ein paar witzige Momente.
Zwei der Hauptfiguren aus Patricia Briggs' anderer Reihe, Alpha & Omega, werden auch wieder hier erwähnt. Solche Überschneidungen mag ich ja.
Interessant finde ich auch immer die Darstellungen der Hierarchie im Werwolfsrudel. Das bringt die Autorin immer sehr gut rüber. Manchmal denke ich, so müsste es bei den Menschen auch sein, dann hätten wir weniger Probleme. ;-) Klare Regeln und wer nicht spurt oder gegen den Alphawolf aufmuckt, hat verloren. 
 
Fazit: Für Fans der Reihe sowieso ein Muss und allen anderen kann ich die Bücher auch nur ans Herz legen. Aber bitte in chronologischer Reihenfolge lesen.
 

 Bewertung:⛤⛤⛤⛤⛤
 
 
 
 
 

Freitag, 10. Januar 2020

Ausblick auf das Lesejahr 2020

Das neue Jahr hat begonnen und wir haben sogar aufgrund des Schaltjahres einen Tag mehr Zeit zum Lesen. Ein Grund mehr mal nachzusehen, was uns an Neuerscheinungen in den nächsten Monaten so erwartet.

Direkt im Januar kommt etwas Neues von Tracy Rees, das mich interessieren würde:

Dieses Buch erscheint im März:
 
 
Im April gibt es was Neues von Pia Korittki 

Und auch dieser Thriller erscheint im April:

Im Juni erscheint dieses Buch. Es ist wohl kein neues Abenteuer für Mercy, 
sondern eine Kurzgeschichtensammlung
 
 
  Im Juli soll der neue Fall für Robert Hunter erscheinen

 Und auch für Kate Burkholder gibt es im Juli einen neuen Fall:


Im August erscheint ein neue historischer Roman von Sabrina Qnaj
 
 
Im September gibt es etwas Neues vom Anwalt der Englischen Krone, Matthew Shardlake:



Das verspricht auf jeden Fall ein abwechslungsreiches Lesejahr zu werden. :-) 






 

Sonntag, 20. Oktober 2019

Rezension: "Ruf des Sturms" von Patricia Briggs

Es beginnt damit, dass Mercy Thompson, Walker und Ehefrau des ortsansässigen Alpha-Werwolfs, zu einer Scheune gerufen wird, in der sich ein Goblin anscheinend vor seinen Verfolgern versteckt. Der Besitzer der Farm berichtet ihr, dass eine Frau versucht hat, seinen Sohn zu entführen. Mercys Kojoteninstinkt wittert eine Hexe. Und dann tauchen dort auch noch Zombie-Ziegen auf. 
Doch warum gerade jetzt? Hat es etwas damit zu tun, dass die Regierung ein Treffen mit den Grauen Lords, den Obersten des Feenvolks, organisiert und Mercys Mann Adam dieses mit seiner Sicherheitsfirma unterstützen soll? 
Als das Haus der ortsansässigen Hexe Elizaveta angegriffen wird und klar wird, das Schwarze Magie im Spiel ist, muss Mercy auch die Vampire um Hilfe bitten. Aber um ihr Rudel, ihre Familie und die unschuldigen Menschen in den Tri Cities zu schützen, würde sie alles tun, auch ihr eigenes Leben riskieren. 

Es gibt ja Reihen, die werden mit der Zeit eher langweilig oder es wiederholt sich ständig alles. Nicht so hier. Der inzwischen 11. Fall für Mercedes "Mercy" Thompson Hauptman ist wieder richtig spannend, ein echter Pageturner. Neben der fesselnden Geschichte rund um den Kampf gegen die Hexen, gibt es auch wieder ein paar komische und emotionale Momente. Wie immer macht es die Mischung. Ein bisschen Magie, ein bisschen Crime und die richtige Portion Gänsehaut und Grusel. Nach und nach wird die Spannung immer weiter aufgebaut, bis es am Ende zum entscheidenden Kampf kommt. 

Um in die Reihe einzusteigen, ist dieses Buch vielleicht nicht ganz passend, denn es wird ein paar Mal auf vorherige Ereignisse Bezug genommen. Aber ich würde sowieso empfehlen, die Bücher chronologisch zu lesen, um Mercys Entwicklung von der "geduldeten" Nachbarin zur vollwertigen Gefährtin des Alphawolfes mitzuerleben. 

Fazit: Rundum ein Lesevergnügen und es macht immer wieder Spaß, Mercy und ihre Verbündeten im Kampf gegen die Bösen zu begleiten. 

Bewertung: 🦇 🦇 🦇 🦇 🦇







Dienstag, 20. Februar 2018

Rezension: "Stille der Nacht" von Patricia Briggs

Eigentlich will Mercedes "Mercy" Thompson nur mal eben schnell Eier kaufen, um für ihre Werwolfsfamilie einen Kuchen zu backen. Aber auf dem Weg nach Hause wird sie von einem anderen Wagen gerammt und wacht im Keller des Hauses eines mächtigen und uralten Vampirs auf...in Italien. Der Herr der Nacht hat sie entführt - aber zu welchem Zweck? 
Zusammen mit den Vampiren Marsilia und Stefan sowie einigen anderen Verbündeten reist Adam, Alpha des Werwolf-Rudels von Columbia, nach Europa, um seine Frau zurückzuholen. Mercy ist inzwischen in Prag gelandet und stößt dort auf eine uralte Macht, einen dunklen Geist, der anscheinend einen Krieg zwischen allen magischen Völkern anzetteln will. Gelingt es Adam rechtzeitig dorthin zu gelangen?

"Stille der Nacht" ist bereits der zehnte Teil der Urban-Fantasy-Reihe um die Mechanikerin  Mercy Thompson, die sich dank ihres Erbes in einen Kojoten verwandeln kann. Und er hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch wenn ich es schade fand, dass der Rest des Werwolf-Rudels dieses Mal ein wenig zu kurz kam, da die Geschichte, bis auf den Anfang, in Europa spielt und nur Mercy und Adam im Vordergrund stehen. Dafür haben aber Stefan und Marsilia und damit die Vampire dieses Mal einen größeren Part, was ich wiederum gut fand. 

Ich mag Patricia Briggs' Schreibstil einfach. Dieses Mal erzählt sie abwechselnd in der Ich-Form aus Mercys Perspektive, wie sonst auch immer. Und dann gibt es Kapitel aus der Sicht von Adam, damit der Leser auch erfährt, was zwischenzeitlich in Italien beim Treffen mit den Vampiren passiert. Das hat mir auch gut gefallen, denn so erfährt man auch einiges über Adam. 
Besonders interessant fand ich eine Figur, deren wahre Identität aber erst ganz zum Schluss preisgegeben wird. Mehr verrate ich aber nicht. ;-)

Wie immer gibt es auch lustige Momente, genauso wie Emotionales. Und auch wenn die meisten der Protagonisten übernatürliche Wesen sind, ist die gesamte Story wieder sehr "menschlich" erzählt. 

Muss man die vorherigen Bände lesen, um "Stille der Nacht" zu verstehen? Nein, aber ich empfehle es trotzdem, da man so einfach viel mehr über die besondere Verbindung zwischen Adam und Mercy erfährt und einiges besser nachvollziehen kann. Und es lohnt sich einfach, Mercy besser kennen zu lernen. 😊

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥






Donnerstag, 29. Juni 2017

"Spur des Feuers" von Patricia Briggs

Zum Inhalt: 
Mercy Thompson und ihr Mann, der Alpha des ortsansässigen Werwolfrudels, werden gerufen, um einen auf einer Brücke randalierenden Troll zu stoppen. Dabei stoßen sie auf Aiden, einen Jungen, der anscheinend vor Ewigkeiten entführt und nach Anwnn verschleppt wurde, der Unterwelt der Fae. Er hat eine besondere Gabe und schon deswegen wollen die Fae ihn zurückhaben. Aber Mercy stellt ihn unter den Schutz des Rudels und zieht deswegen einigen Unmut auf sich. Die ohnehin schon angespannte Situation zwischen den Fae und den Menschen droht zu eskalieren und ein Bürgerkrieg scheint immer wahrscheinlicher...

Dies ist der 9. Teil der Urban-Fantasy-Reihe um die Gestaltwandlerin Mercy Thompson, die mit ihrem Gefährten Adam, einem Werwolf, und seinem Rudel in den Tri-Cities lebt. Oft ist es ja so, dass langlebige Reihen irgendwann schwächeln und die Handlung nachlässt, aber das kann ich hier nicht sagen. "Spur des Feuers" hat mir von Anfang bis Ende super gefallen, ich war direkt wieder drin in der Handlung und es war wie immer wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. 
Neben der Geschichte mit dem Jungen und dem Konflikt mit den Fae, gibt es auch einige emotionale Momente und es geht auch um zwischenmenschliche....oder besser zwischenwölfische Beziehungen, denn wie schon in der Vergangenheit, akzeptieren immer noch nicht alle im Rudel Mercy als Gefährtin des Alpha, denn sie ist schließlich "nur" ein Kojote, kein Werwolf. 
Was ich auch immer interessant finde, sind die Hintergrundinformationen zur Feenwelt, zu den alten keltischen Göttern und Bräuchen.  
Und obwohl ihr Leben ja nicht wirklich "normal" ist, versuchen zumindest Mercy und Adam so etwas wie einen normalen Alltag hinzukriegen, mit gemeinsamen Mahlzeiten mit Adams Tochter zum Beispiel oder dem Backen von Brownies. *g*
Auch der Humor kommt nicht zu kurz und es gibt häufig witzige Situationen, bei denen ich grinsen musste. Die Kosmetikberatung ist nur ein Beispiel. 
Sehr interessant fand ich hier die Rolle von Baba Yaga und ich bin gespannt, ob man mal wieder was von ihr lesen wird. Auch Aiden mochte ich, mal sehen, ob er uns erhalten bleibt. Seine Gabe wäre auf jeden Fall hilfreich für weitere Abenteuer des Rudels.
Mercy ist natürlich nach wie vor mein Liebling, ich mag sie einfach, ihre ganze Art, wie sie zu ihren Freunden und ihrer Familie steht, ihre große Klappe und ihr weiches Herz. 
Ein bisschen traurig war ich am Ende wegen des Abschieds von einem Artefakt....aber wer weiß, vielleicht kommt es ja doch irgendwann wieder zurück. 😉

Fazit: Eine rundum gelungene Fortsetzung der Reihe, die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Es ist alles dabei, was man für unterhaltsame Lesestunden braucht: Spannung, Herz, Humor und interessante Charaktere.
Neulingen sei allerdings gesagt: Es empfiehlt sich, die vorherigen Teile zu lesen und zwar chronologisch. Man ist dann einfach viel tiefer Geschehen und kann einiges besser nachvollziehen. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


©Blackfairy71

Donnerstag, 29. Dezember 2016

"Gefährtin der Dunkelheit" von Patricia Briggs



Gerade als Mercedes "Mercy" Thompson Hauptman versucht, ein relativ normales Leben zu führen -  jedenfalls so normal wie es möglich ist als Ehefrau eines Alpha-Werwolfs in einem Haus mit seinem Rudel - ereilt sie ein telefonischer Hilferuf von Adams Ex-Frau Christy.  Anscheinend ist jemand hinter ihr her, der versucht sie umzubringen. Und auch wenn Mercy sicher ist, dass sie diesen Wunsch bald teilen wird, nimmt sie Christy in ihrem Haus auf. Schließlich ist sie nicht nur Adams Ex-Frau, sondern auch Jesses Mutter, auch wenn sie diese vor Jahren verlassen hat. 
Bald schon bereut Mercy allerdings ihre Großzügigkeit, denn Christy zeigt deutlich, wie viel ihr Adam noch bedeutet und dass das Haus einmal ihr Zuhause war. Auch Mercys hat erkämpfte Stellung in der Hierarchie des Rudels ist dadurch gefährdet, denn nicht alle Werwölfe waren damit einverstanden, dass Adam mit seiner Heirat eine Kojoten-Gestaltwandlerin ins Rudel holte. 
Da ahnt Mercy allerdings noch nicht, dass dies eines ihrer geringeren Probleme ist, denn etwas wirklich Böses ist auf dem Weg in die Tri-Cities, ein mächtiger Feind, der nahezu unbesiegbar scheint...

Auf der Rückseite des Buches steht: Mercy Thompsons persönlichster Fall. Und das kann ich durchaus so unterschreiben, denn durch das Auftauchen von Adams Ex-Frau wird nicht nur ihr eigenes Leben bedroht, sondern auch das ihres Mannes und des Rudels, das für sie inzwischen ihre Familie ist. Die Geschichte ist wie immer sehr spannend, oft auch zum Schmunzeln und gerade zum Schluss hin sehr emotional. 
Außerdem werden auch hier wieder alte Legenden und Traditionen der amerikanischen Ur-Einwohner in die Geschichte eingebunden, denn als Walkerin, die sich in einen Kojoten verwandeln kann, ist Mercy ja ein Teil davon.
Für mich ist jedes neue Buch der Reihe immer wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Ich mochte Mercy von Anfang an und auch Adam und Jesse. Hier taucht ein neuer Werwolf in den Tri-Cities auf, Zack, und ich bin gespannt, ob er in weiteren Abenteuern dabei ist. Gefreut habe ich mich auch über das Erscheinen von Stefan, der ja nicht in jedem Buch dabei ist. 

Nach dem Beenden des Buches habe ich erst mal im Netz nachgesehen. Die Legende von Guayota gibt es auf Teneriffa tatsächlich, auch wenn Patricia Briggs sie sicher ein wenig ausgeschmückt hat. Aber das ist eben künstlerische Freiheit. 😏  

Mich hat dieser inzwischen achte Teil der Reihe jedenfalls wieder sehr gut unterhalten und nun heißt es Warten bis Juni 2017, denn da kommt mit "Spur des Feuers" Teil neun auf den Markt. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥



Montag, 9. Mai 2016

Mercy Thompson kehrt zurück

Endlich! Heute habe ich zufällig entdeckt, dass auch der 8. Band der Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs auf deutsch veröffentlicht wird. Zwar erst im Dezember, aber Vorfreude ist doch die schönste Freude. Und Weihnachten mit Mercy, das hat doch was. ;-) 


Vielen Dank an den Heyne Verlag. Ich denke, alle Fans von Mercy freuen sich, dass es endlich weitergeht. 


Freitag, 17. Juli 2015

"Tanz der Wölfe" von Patricia Briggs

Es ist der Freitag nach Thanksgiving, den man in den USA auch den "Schwarzen Freitag" nennt. Und für Mercy Thompson wird es tatsächlich ein schlimmer Tag, denn als sie nach einem Autounfall versucht, ihren Ehemann Adam Hauptman, Alpha des Columbia Werwolfrudels zu erreichen, scheint nicht nur er wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Auch das gesamte Rudel ist nicht erreichbar. 
Verzweifelt versucht Mercy mit Zee, ihrem Mentor, Kontakt aufzunehmen. Aber die Feenwesen wurden in ihre Reservate verbannt und er kann ihr nicht helfen, schickt aber seinen Sohn Tad, ein Halbblut, halb Fee, halb Mensch. 
Dank ihrer Gefährtenverbindung findet Mercy heraus, dass jemand das gesamte Rudel entführt hat. Dieser Jemand muss entweder sehr dumm sein oder sehr gefährlich. 
Zunächst bringt sie Adams Tochter Jesse in Sicherheit, dann macht sie sich zusammen mit dem Werwolf Asil, der vom Marrok aller Werwölfe Amerikas, Bran, geschickt wurde und dem Vampir Stefan auf die Suche nach ihrem Rudel. Im Haus von Warrens Freund Kyle treffen sie auf Regierungsbeamte. Stecken sie hinter der Entführung und was bezwecken sie damit? Sollen die Werwölfe in der Öffentlichkeit als Monster dargestellt werden, damit die Menschen Angst vor ihnen haben und ihre Vernichtung gerechtfertigt wäre? 
Nach und nach gibt es immer mehr Ungereimtheiten und Mercy kommen Zweifel, dass wirklich eine Regierungsorganisation hinter allem steckt. Und schließlich muss sie sich einem alten Feind stellen, der ihr schon mal nach dem Leben getrachtet hat...

Walker Mercy Thompson ist endlich zurück. Und der siebte Teil der Reihe hat mir wieder richtig gut gefallen, nachdem der letzte Band "Siegel der Nacht" meiner Meinung nach etwas schwächer war. 
Die Geschichte ist spannend und flott erzählt, mit der richtigen Dosis Herz und Humor. Ich habe mich sehr gefreut, dass das Rudel wieder eine Rolle spielte. Auch Vampir Stefan ist dabei, den habe ich beim letzten Mal etwas vermisst. Sowieso mag ich die Darstellung der Vampire von Patricia Briggs, denn es sind keine in der Sonne glitzernden Kuschelvampire, es sind mächtige Raubtiere der Nacht, die Menschenblut brauchen, um weiter zu existieren. Auch die Werwölfe leben zwar zivilisiert und organisiert, aber es lauert immer der Wolf unter der menschlichen Oberfläche, was sie auch zu gefährlichen Wesen macht. 
Mercy mag ich sowieso. Sie lässt sich nichts sagen, auch nicht von ihrem Ehemann, dem Alpha ihres Rudels, und ist stur wie ein Maulesel. Lachen musste ich u.a. als sie sich in einer Szene schnell in ihren Kojoten verwandeln muss und vergisst, dass sie noch voll bekleidet ist. Ein Kojote mit BH, lustige Vorstellung. *g*

Für Fans der Reihe ist "Tanz der Wölfe" natürlich ein Muss. Und für die, die es werden wollen: Man kann den Teil vielleicht einzeln lesen, aber ich empfehle den Start mit Band 1 und dem Lesen in chronologischer Reihenfolge, da es doch ein paar Dinge gibt, die man vielleicht sonst nicht nachvollziehen kann. 

Dafür gibt es ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

© Blackfairy71


Sonntag, 10. Mai 2015

"Siegel der Nacht" von Patricia Briggs

Klappentext: Mercy Thompson ist stolze Besitzerin einer Autowerkstatt. Und sie hat das außergewöhnliche Talent, sich in einen Kojoten zu verwandeln – eine Gabe, die sie von ihrem verstorbenen Vater geerbt hat, zu dem sie niemals Kontakt hatte. Doch als sich in den Tiefen des Columbia River das Böse regt, bleibt Mercy nur eine Möglichkeit, um ihr Leben zu retten: Sie muss die Familie ihres Vaters finden ....   

Eigentlich sollte es ein schöner Campingausflug zum Columbia River werden, denn schließlich ist es die Hochzeitsreise von Mercy und Adam Hauptman. Aber das dies nicht so einfach ablaufen würde, wird Mercy klar, als sie erfährt, dass Adam den Wohnwagen von Onkel Mike, einem Angehörigen des Feenvolks geliehen hat. Denn das Feenvolk tut einem niemals einen Gefallen ohne Gegenleistung. 
Und tatsächlich finden die beiden gleich am ersten Tag einen schwer verletzten Mann in seinem Boot auf dem Fluss. Und er erzählt, dass seine Schwester, die bei ihm war, verschwunden ist. Gleich darauf tauchen weitere Männer indianischer Abstammung auf und Mercy und Adam erfahren, dass es am Columbia River in letzter Zeit schon viele Tote und Vermisste gab. 
Schließlich muss Mercy sich auf ihre indianischen Wurzeln besinnen und mit der Hilfe des Erbes ihres Vaters gegen etwas uraltes Böses im Fluss antreten, denn nur sie hat die Macht dazu.

Dies ist der sechste Teil der Reihe um Mercy Thompson, Mechanikerin und Walker, die sich in einen Kojoten verwandeln kann. Hier erfährt man viel über Mercys Vergangenheit und über ihren Vater und dadurch ist es eine sehr persönliche Geschichte. Auch die indianische Geschichte und ihre Mythen und Legenden spielen eine große Rolle. Ich schreibe das übrigens absichtlich, da es auch so im Buch steht und nicht der heute politisch korrekte Begriff "Amerikanische Ureinwohner" verwendet wird. 
Insgesamt hat mir das Buch wieder gut gefallen, besonders da Vampir Stefan auch wieder dabei war. Allerdings nur zu Beginn und am Ende. Schade fand ich nur, dass Adams Rudel diesmal nicht wirklich dabei war, da die gesamte Geschichte eben außerhalb der Tri Cities spielt. 

Aber nächsten Monat erscheint mit "Tanz der Wölfe" ja der siebte Teil, da sind dann hoffentlich alle wieder dabei. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥





Freitag, 6. Dezember 2013

"Zeichen des Silbers" von Patricia Briggs

Eigentlich könnte alles schön sein in Mercy Thompsons Leben. Ihre Wunden nach dem Angriff in der Werkstatt sind so gut wie verheilt, auch die seelischen, ihre Panikattacken werden weniger und ihre Beziehung zu Adam läuft gut. Aber nicht alle im Werwolfsrudel sind damit einverstanden, dass ihr Alpha einen Kojoten als Gefährtin gewählt hat. Bei einem Date zwischen Adam und Mercy kommt es zu einem unschönen Zwischenfall und die magische Verbindung zwischen den beiden wird getrennt. Dies nutzt jemand als Chance, um dem Alpha zu schaden.  

Dann bekommt Mercy einen Anruf von ihrem Freund und Mitbewohner Samuel, der zwar auch ein Werwolf ist, aber nicht zum Rudel gehört. Er lebt seit Jahren als einsamer Wolf und als Mercy im Krankenhaus erfährt, dass er mit seinem Auto in einen Fluss gestürzt ist, macht sie sich große Sorgen. Samuel scheint seines menschlichen Lebens überdrüssig und ein Werwolf, dessen Wolf die Führung übernommen hat, wird mit der Zeit eine Gefahr für alle und so versucht sie, Sams Probleme geheim zu halten.

Durch einen Anruf wird Mercy schließlich daran erinnert, dass sie noch ein Buch über das Feenvolk hat. Vergeblich versucht sie es, ihrem Besitzer zurückzugeben, denn der scheint verschwunden. Und hinter dem geheimnisvollen Buch sind anscheinend noch mehr Leute her. Wieso ist dieses „Silbergeborene“ so wertvoll, dass dafür sogar einer von Mercys Freunden entführt wird?

Mit Hilfe von Zee, Sam und jemandem aus dessen früherer Vergangenheit macht sie sich auf den Weg, ihn zu befreien und muss dafür in die geheimnisvolle Welt unter dem Feenhügel.

„Zeichen des Silbers“ ist der 5. Teil der Reihe um Mechanikerin und Walkerin Mercedes „Mercy“ Thompson und auch dieser ist wieder spannend, emotional und mit einer guten Prise Humor. Schmunzeln musste ich u.a. bei der Szene in der Werkstatt mit Sam. Stichwort „Schneeball“. Samuel hat diesmal eine größere Rolle, was mir gut gefallen hat, denn ich mochte ihn von Anfang an und auch sein Verhalten kann ich nachvollziehen. Ich hoffe, die Freundschaft mit Mercy bleibt bestehen, auch wenn es für ihn nun anscheinend eine Veränderung gibt. Und Mercy ist nun endgültig mit Adam zusammen, ihre Verbindung zum Rudel scheint nun gefestigter. Die Symbolik in der Szene mit Bran hat mir sehr gut gefallen.
Mein Fazit: Ich vergebe 5 von 5 Silberkugeln

Aktuell bleibt mir jetzt noch, den 6. Teil „Siegel der Nacht“ zu lesen, denn der 7. Teil wird erst nächstes Jahr auf Englisch raus kommen, dann wird es wohl bis zur Veröffentlichung bei uns noch etwas dauern.

© Blackfairy71

Mittwoch, 21. August 2013

Zeit der Jäger - Patricia Briggs


Eine Woche ist vergangen seit den blutigen Ereignissen in Mercys Werkstatt. Auch wenn es ihr physisch wieder etwas besser geht, wird es noch eine lange Zeit dauern, bis die seelischen Wunden heilen. Ausgerechnet jetzt taucht plötzlich der Vampir Stefan in Mercys Trailer auf, schwer verletzt durch brutale Folter und kurz vor dem endgültigen Tod. Er flüstert „Sie weiß es“. Und Mercy ist sicher, er meint die Vampirkönigin Marsilia. Sie hat herausgefunden, dass Stefan und sie zwei ihrer Vampire umgebracht haben und sinnt nun auf Rache.Was soll Mercy tun? Sich Marsilia stellen? Den Werwolf Adam um Hilfe bitten und so sein Rudel in Gefahr bringen? Aber dann steht plötzlich Mercys alte Collegefreundin Amber vor ihrer Tür und bittet sie um Hilfe. Sie ist überzeugt, dass es in ihrem Haus spukt und sie erinnert sich, dass Mercy ihr damals sagte, sie könne Geister sehen und mit ihnen kommunizieren. Dies ist die Chance, der wütenden Marsilia eine Weile aus dem Weg zu gehen, während Adam versucht, die Wogen zu glätten.In Ambers Haus begegnet Mercy allerdings jemandem, der weitaus gefährlicher ist, als ein Geist…

Dies ist der vierte Teil der Mercy-Thompson-Reihe und auch dieser hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Handlung schließt fast direkt an Teil 3 an, daher sollte man die Vorgänger schon gelesen haben. Ich mag Mercy und den Mythos des Walkers, es gibt ja doch ein paar Unterschiede gegenüber den Werwölfen. Die Geschichte ist spannend und hat auch wieder die richtige Dosis Herz und Humor. Und ich habe mich gefreut, mal wieder mehr von Stefan zu lesen. Er ist kein lieber Kuschelvampir, er ernährt sich von Menschen, die er als „seine Schafe“ bezeichnet, aber ihm liegt etwas an Mercy und ihrem Wohlergehen. Auch in der Beziehung zwischen Mercy und Adam gibt es Entwicklungen. Welche, das findet selbst heraus… *g*

Sonntag, 30. Juni 2013

Spur der Nacht von Patricia Briggs

Wie ich schon mal vorher hier geschrieben habe, weiß ich eigentlich gar nicht, wieso ich das Buch vor ein paar Jahren schon mal beim Lesen abgebrochen habe. Denn diesmal fand ich es wirklich sehr gut.

Dies ist der dritte Teil der Urban-Fantasy-Reihe um die Automechanikerin Mercedes "Mercy" Thompson. Außerdem ist sie ein sogenannter Walker, sie kann sich in einen Kojoten verwandeln. Und das im Gegensatz zu den Werwölfen immer dann, wenn sie es möchte und es ist für sie inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden.
Ihre Werkstatt hat sie vor ein paar Jahren von Zee bekommen, einem Mitglied des Feenvolkes. Das Feenvolk waren die ersten übernatürlichen Wesen, die vor Jahren ihre Existenz öffentlich machten. Seitdem leben sie in Reservaten, abgeschieden von den Menschen. Und in einem dieser Reservate kam es in letzter Zeit zu brutalen Morden. Zee möchte, dass Mercy in ihrer Kojotengestalt die Tatorte "erschnüffelt", um mögliche Hinweise auf den Täter zu finden. Denn das Feenvolk will verhindern, dass die Morde an die Öffentlichkeit geraten. Der große Teil der Menschen hat Angst vor ihnen, besonders nach dem sich vor kurzem auch noch die Werwölfe "geoutet" haben und eine solche Mordserie wäre nun das Letzte, was die übernatürliche Gesellschaft gebrauchen könnte.
Aber dann überschlagen sich die Ereignisse und Zee wird selbst der Morde beschuldigt. Nun ist es an Mercy, seine Unschuld zu beweisen, denn das Feenvolk scheint entschlossen, ihn zum "allgemeinen Wohl" zu opfern. Also ist Mercy auf sich allein gestellt, um ihrem ehemaligen Mentor zu helfen. Und dabei kommt sie einigen gut gehüteten Geheimnissen des Feenvolks auf die Spur und gerät dadurch in große Gefahr. 

Außerdem ist da immer noch ihr anderes "Problem": Sie muss sich endlich entscheiden zwischen ihrem ehemaligen Freund Samuel und Adam, dem Alpha des örtlichen Werwolfrudels, der sie zu ihrem eigenen Schutz bereits als seine Gefährtin bezeichnet. Was nicht so leicht ist, denn sie weiß, wenn sie sich für Adam entscheidet, wird sie Samuel verlieren, der als einsamer Wolf keinem Rudel angehört. Außerdem hat sie Angst, als Adams Gefährtin ihre Selbständigkeit und eigene Persönlichkeit aufzugeben. 
Aber schließlich passieren Dinge, die ihr die Entscheidung abnehmen...

Mein Fazit: Spannend und mit Herz und Humor. Besonders zum Ende hin fand ich die Geschichte sehr emotional und ich konnte sehr gut nachvollziehen was Mercy empfunden haben muss. Warum sie sich am liebsten für immer in ihrer Kojotengestalt verkrochen hätte. 
Für Fans der Serie absolut empfehlenswert. Und solchen, die es werden wollen, empfehle ich, zunächst Teil 1 und 2 zu lesen. Und ich werde dann demnächst mal mit Band 4 - 6 weitermachen *g*

1. Ruf des Mondes
2. Bann des Blutes
3. Spur der Nacht
4. Zeit der Jäger
5. Zeichen des Silbers
6. Siegel der Nacht

Donnerstag, 27. Juni 2013

Zweite Chance für Mercy

Zur Zeit lese ich den dritten Teil der Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs: Spur der Nacht.

Kurz zum Inhalt: Mercy Thompson ist stolze Besitzerin einer kleinen Autowerkstatt. Und sie ist eine Walkerin – das heißt, sie verfügt über die Gabe, sich in einen Kojoten zu verwandeln. Als sie in einen mysteriösen Mordfall hineingezogen wird und auf eigene Faust ermittelt, gerät sie in tödliche Gefahr. Diesmal muss sie ihrem Freund und Mentor Zee helfen, einem Mitglied des Feenvolkes.

Es ist nicht neu und ich hatte das Buch schon mal vor ein paar Jahren begonnen, kurz nach der Veröffentlichung, es dann aber abgebrochen. Wie so viele Bücher zu der Zeit, weil mich einfach alle genervt haben.
Jetzt bin ich auf Seite 200 und denke manchmal: Das kennst du doch! Da war ich wohl beim ersten Mal doch schon ganz schön weit und wusste es nicht mehr. Ich hab irgendwie gedacht, ich hätte maximal 50 Seiten oder so gelesen.
Aber jetzt gefällt es mir und ich kann gar nicht verstehen, wieso ich es beim ersten Mal abgebrochen habe. Naja, es war halt zu einer Zeit, da ging es mir nicht so gut (Trennung von meinem Ex) und ich konnte mich einfach auf nichts konzentrieren und alles hat genervt. Dieses Buch war nicht das einzige, das ich erst mal wieder weg gelegt habe. Und ich denke, so nach und nach werde ich nun mal einiges nachholen. Und auch die Reihe weiter verfolgen, denn inzwischen gibt es ja schon sechs Teile mit Mercy.

Vielleicht kennt ihr sowas ja auch und hattet auch schon solche Lesemuffel-Phasen...