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Montag, 5. Januar 2026

Das Ende der Rauhnächte

Heute steht die letzte Rauhnacht bevor. Vom 05. auf den 6. Januar bildet sie den Abschluss der 12 Rauhnächte und ist damit eine der Wichtigsten. Man nennt sie auch Perchtnacht oder Hollanacht. Die Wilde Jagd zieht aus und die Grenzen zur Anderswelt verschwimmen, bevor am Dreikönigstag wieder der Alltag einkehrt. Ein mystischer Übergang, der Ruhe und Offenheit für das neue Jahr bringt. 



In der Alpenregion finden in dieser Nacht die Perchtumzüge statt. Menschen verkleiden sich mit Fellen und gruseligen Masken und ziehen mit knallenden Peitschen durch die Straßen.
Ursprünglich war dies symbolisch der Akt, an dem Frau Holle (oder Holla), die Sagengestalt, die für die Rauhnächte steht, mit ihrem Gefolge zu den Menschen kommt und sie am Ende der Rauhnächte richtet. Erinnert ihr euch an das Märchen der Gebrüder Grimm? Frau Holle beschenkt die fleißige und gute Goldmarie und bestraft die faule Pechmarie. Das macht sie auch heute noch mit den Menschen: Faule, verlogene, boshafte Menschen werden bestraft und fleißige, gutherzige Menschen belohnt.

Neben dem Märchen von Frau Holle kann ich noch zwei interessante Bücher zu den Themen Raunächte und Perchten empfehlen.

Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst - dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten. Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. 



Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?







Freitag, 2. Januar 2026

Rezension: "Rauhnächte - Sie werden dich jagen" von Gerold /Hänel

Dies ist zwar meine erste Rezension in 2026. Gelesen habe ich das Buch aber schon in den letzten Tagen des Dezembers. 

Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?

Lisa hat ihr Heimatdorf in den Bergen vor vielen Jahren verlassen. Sie studierte die alten Bräuche und ihr ganz besonderes Interesse gilt dem Mythos der Rauhnächte, den alten Geschichten und Sagen, die man sich ganz besonders zuhause erzählt hat. Im Rahmen ihrer Professur zu diesem Thema kehrt sie zurück. Und erfährt, dass Katharina, die Tochter eines Hotelwirtes, verschwunden ist. Und niemanden scheint es wirklich zu kümmern. Selbst die Eltern nehmen es als gegeben hin. Es sind eben die Rauhnächte und danach wird die Jugendliche schon wieder auftauchen. So war es bisher immer. Lisa kann das nicht auf sich beruhen lassen, sie kommt nicht klar mit diesem in der Dorfgemeinschaft fest verwurzelten Aberglauben. Das war auch einer der Gründe, warum sie damals gegangen ist. 

Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte reinzukommen. An den Schreibstil musste ich mich auch erst gewöhnen. Aber nach ein paar Kapiteln wurde es spannend und die düstere und beklemmende Atmosphäre in dem Tal wird sehr gut beschrieben. Teilweise dachte ich: Wie kann man sich nur so vom Aberglauben beeinflussen lassen? Aber vermutlich muss man in so einem Dorf aufgewachsen sein, um die Handlungen und Gedanken der Menschen dort nachvollziehen zu können. Wie kann man die Angst vor der Wilden Jagd über das Wohl seiner eigenen Tochter stellen?

Die Meinungen zum Buch sind unterschiedlich. Ich glaube, wer sich nicht für Themen wie die Rauhnächte, die Wilde Jagd, die Perchten und überhaupt alte Bräuche und Mythen interessiert, dem wird die Geschichte vielleicht nicht so zusagen. Ich interessiere mich sehr dafür und habe den Krimi extra an Weihnachten begonnen, zu Beginn der Rauhnächte. Und nach ein paar Anfangsschwierigkeiten habe ich mich dann auch sehr gut unterhalten gefühlt. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹






Mittwoch, 17. Dezember 2025

Rezension: "Die Rauhnächte - Eine magische Reise zu mir selbst" von Christine Dohler

Die Zeit der Rauhnächte ist eine wertvolle Auszeit vom hektischen Alltag und dem Wirbel der Welt. In diesen Tagen hast du Gelegenheit, tief durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen und dich zu entschleunigen. Es ist eine Phase, in der du dich selbst neu entdecken kannst - im grenzenlosen Raum der Möglichkeiten. 

Zitat:
Wortlicht für dich: Wenn es sich einmal schwer anfühlt, heißt es nicht, dass du schwach bist. Es bedeutet, dass du fühlst und das ist deine Superpower. Lass dich von der Liebe und Freude neu beflügeln und vom Schatten ins Licht bringen. 

Ein wunderbares Buch, um die Zeit "zwischen den Jahren" sinnvoll zu verbringen. Im ersten Kapitel gibt es ausführliche Erläuterungen zu den Rauhnächten. Welche Rituale gibt es und wie kann man sich auf diese stille Zeit des Jahres vorbereiten? Es gibt Übungen und Checklisten, Fragen, die man sich selbst stellen sollte, bevor man startet. 

Ab Seite 77 gibt es dann zu jeder Rauhnacht ein Kapitel, angefangen mit dem 25. Dezember. Für welchen Monat des kommenden Jahres steht die erste Rauhnacht, welche Rituale würden gut passen , worauf sollte der Fokus liegen,  Impulse des Tages. Und immer wieder zwischendurch der Hinweis, dass nichts ein "Muss" ist, kein Zwang. 
Es gibt Raum für Notizen, ein monatliches Wortlicht und Anleitungen für meditative Übungen. 

Die Kapitel zu den einzelnen Rauhnächten werde ist erst ausführlich durcharbeiten, wenn die Zeit da ist, aber insgesamt macht das Buch einen guten Eindruck und der Schreibstil gefällt mir. 

Bewertung: 🌹🌹🌹🌹


Montag, 18. November 2024

Rezension: "Das Wunder der Rauhnächte" von Valentin Kirschgruber

Sagenumwoben, mystisch, geheimnisvoll: Die Rauhnächte – zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag – gelten als Schwellenzeit, in der Dunkel und Licht, Altes und Neues, Vergänglichkeit und Ewigkeit ineinanderfließen. Mit dem Tagebuch von Valentin Kirschgruber können wir das Wunder der Rauhnächte auf intuitive Weise erfahren. Durch stimmungsvolle Meditationen, Inspirationen, magische Rituale können wir innehalten und in die Stille eintauchen. Aber auch Altes abschließen, Reinigung erleben und in eine lichtvolle Zukunft blicken. 
Dieser wunderschön gestaltete persönliche Begleiter für die Zeit zwischen den Jahren bietet zahlreiche Impulse, Rituale, Rezepte, Meditationen, Reflexionsfragen und genügend Raum zum Festhalten der eigenen Erfahrungen und Gedanken.

Es gibt ja jede Menge Bücher zum Thema Rauhnächte und ich habe mir auch ein paar angesehen. Dieses hier von Valentin Kirschgruber habe ich über das Bloggerportal bekommen. 
Ich muss sagen, es gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Es ist wunderschön gestaltet und auch der Schreibstil gefällt mir. In der Einleitung berichtet der Autor, wie er die Rauhnächte in seiner Kindheit erlebt hat, welche Bräuche es bei seinen Großeltern gab usw. 
Es gibt 12 Kapitel, eins für jede Rauhnacht. Nach einer Einleitung, wofür die jeweilige Nacht steht, gibt es Anleitungen zum Räuchern, zur Meditation, Geschichte und Gedichte und ein Rezept zum Nachkochen oder -backen. Außerdem ist in jedem Kapitel viel Platz für eigene Notizen. 

Intensiver mit dem Buch beschäftigen werde ich mich natürlich dann erst, wenn die Rauhnächte beginnen. Aber nach dem ersten Lesen kann ich es auf jeden Fall allen Interessierten empfehlen, die mehr über alte Bräuche erfahren und diese auch erhalten möchten. Es ist auf jeden Fall mal eine andere Weise, durch den Jahreswechsel zu kommen.



Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹 


Mehr zu den Rauhnächten findet ihr auch hier: Altes Brauchtum





Freitag, 29. Dezember 2023

Die Rauhnächte - Die Zeit zwischen den Jahren

Vielleicht habt ihr diesen Ausdruck auch schon gehört für diese Tage nach Weihnachten und vor Neujahr: die Zeit zwischen den Jahren. Aber wie kann das sein? Das Jahr endet doch am 31. Dezember und das nächste beginnt direkt am 1. Januar. Nach unserem heutigen Kalender ist das so, aber das war nicht immer so. Denn früher lebten die Menschen nach dem Mondzyklus und der ist immer 28 Tage. Nach der Kalenderreform haben die meisten Monate nun 30 oder 31 Tage. So kommen die 12 Rauhnächte zustande, die am 6. Januar enden. Dann fegt die Wilde Jagd über die Erde und am nächsten Morgen ist der Spuk wieder vorbei. 




Auf jeden Fall ist es eine Zeit der Stille, des Innehaltens, der Reflexion.  Was war gut und schön in diesem Jahr, was nicht? Was möchtest du mit ins neue Jahr nehmen, was möchtest du lieber loslassen? 

Und jede der zwölf Nächte steht für einen Monat des kommenden Jahres. Was du in der dritten Rauhnacht träumst, könnte im März in Erfüllung gehen.

Dieses Büchlein kann ich auf jeden Fall empfehlen. 







Dienstag, 15. Mai 2012

Thomas Finn: Weisser Schrecken

Klappentext:


Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst - dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten ... Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. 



Alles in allem war das Buch spannend und die Geschichte gut erzählt. Zumindest bis auf die letzten zwei oder drei Kapitel. Dann ging alles irgendwie so schnell zuende und ich hatte das Gefühl, der Autor wollte die Geschichte ganz schnell beenden. Ohne aber wirkliche Erklärungen für das "Monster" zu liefern, dass da alle 16 Jahre über Perchtal hereinbricht. Oder habe ich das nur nicht verstanden? 

Was ich total interessant fand, waren die ganzen Mythen und Sagen zum Krampus, Nikolaus, heidnischen und christlichen Glauben usw. Einen Teil wusste ich bereits darüber, aber nicht alles.
Und der Hinweis im Klappentext auf den Vergleich mit Stephen King stimmt schon, man denkt manchmal an "Es".
Auch hatte das Buch für mich teilweise nostalgische Aspekte, wie 1994 die "Dog Martens" von Robert, der Walkman oder die Musik allgemein. Da kamen schon Erinnerungen auf.
Die Figuren waren alle gut ausgearbeitet, Andreas und Robert als die cooleren Jungs der Clique. Niklas, der Streber, der heimlich in ein hübsches Mädchen verliebt ist, das aber natürlich Andreas mehr mag. Die Zwillinge Elke und Miriam, die unter ihren fanatisch-religiösen Eltern leiden. Und dann die Rowdies von Perchtal, Konrad und seine unterbelichteten Kumpels. Auch sehr typisch für Stephen-King-Stories.

Bei einem anderen Ende hätte das Buch bei einer Bewertung die volle Punktzahl von mir bekommen, aber so hat es mir leider nicht gefallen. Es fehlte etwas, ein erklärender Abschluss.
Andere Bücher von Thomas Finn kenne ich bisher noch nicht, aber das wird sich vielleicht noch ändern.