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Freitag, 7. März 2025

Meine Meinung zum Film "Der Buchspazierer"

Gleich vorweg: Ich habe das Buch nicht gelesen, kann zur Umsetzung also nichts sagen. Dies ist nur meine Meinung zum Film.

Karl Kollhoff steht Tag für Tag im Hinterzimmer eines Buchladens und schlägt bestellte Bücher in Papier ein. Diese bringt er den Stammkunden persönlich vorbei. Bücher sind das größte Glück des wortkargen älteren Mannes und er kann aus unzähligen Werken zitieren. Ansonsten meidet er den Kontakt zu anderen Menschen. Den Grund dafür erfährt man auch später. Dann trifft er auf einem seiner Rundgänge die neunjährige Schascha. Zunächst versucht er sie wieder loszuwerden, aber das funktioniert nicht. Das buchverrückte Mädchen begleitet ihn schließlich auf seinen Rundgängen und verpasst ihm den Namen "Buchspazierer". 
Schascha gewinnt mit ihrer frischen Art schnell die Herzen von Karls Stammkunden, denen er heimlich Namen berühmter Buchcharaktere gibt, wie z. B. Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf. Und Schascha bringt schließlich auch Karl dazu, aus seiner eigenen Welt auszubrechen. 

Eine Hommage an die Literatur, aber auch an das Leben, die Liebe und die Freundschaft. Ich denke, so könnte man den Film bezeichnen. 
Christoph Maria Herbst spielt einfach toll und auch die junge Yuna Bennett als Schascha passt perfekt in die Rolle. 
Warmherzig und berührend und mit wunderbaren Bildern wird die Geschichte erzählt, stellenweise von der später älteren Schascha in liebevoller Erinnerung an ihren Freund Karl, der sie dazu motivierte, Schriftstellerin zu werden. 

Und in einigen Szenen wird genau das widergespiegelt, was mein Empfinden ist. E-Reader sind sicher praktisch, aber es geht nichts über ein richtiges Buch. Man nimmt es in die Hand, blättert darin und atmet den Duft ein. Ganz schrecklich fand ich die Szenen in der Buchhandlung, wo es keine Bücherregale mehr gab. Das ist unvorstellbar für mich. 

"Der Buchspazierer" ist auf jeden Fall ein wunderbarer Film für Buchliebhaber, aber auch so ein sehr schöner Film für die ganze Familie. 




 

Montag, 10. Februar 2025

Meine Meinung zur neuen Verfilmung von "Salem's Lot"

 „Salem’s Lot – Brennen muss Salem“ ist eines der früheren Bücher von Stephen King. Ich habe es in den Achtzigern gelesen und es ist eins meiner Lieblingsbücher. Es war das dritte oder vierte Buch des Autors für mich und ich muss sagen, anhand des Klappentextes wusste ich damals nicht, dass es um Vampire geht. Daher war es für mich dann im Verlauf der Geschichte noch einmal mehr interessant und fesselnd. Gar nicht so lange danach habe ich es noch mal gelesen, dieses Mal dann eben mit dem Wissen, um was es geht, was einem ja gleich eine ganz andere Sichtweise gibt.

Es gab ja bisher zwei Verfilmungen und beide habe ich gesehen, wobei mir der Zweiteiler mit Rob Lowe etwas besser gefallen hat.
Im letzten Jahr kam nun eine neue Verfilmung fürs Kino raus, die ich mir am Wochenende im Fernsehen angesehen habe.


Natürlich ist es immer schwierig, die Handlung eines Buches in einen Film von nicht mal zwei Stunden zupressen. Sicher müssen hier Abstriche gemacht werden. 
Bei der neuen Adaption von „Salem’s Lot“ finde ich es sehr schade, dass die im Buch bestehende Verbindung von Ben Mears zum Marsden-Haus gar nicht vorkommt. Es wird nur erwähnt, dass er als Kind in Salem’s Lot aufwuchs, aber mit neun Jahren nach dem Unfalltod seiner Eltern die Stadt verlassen hat. Überhaupt ist seine Rolle hier kleiner als in der Vorlage, jedenfalls kommt es mir so vor. 
Der Anfang, sagen wir die erste halbe Stunde, hat mir gut gefallen, da dachte ich noch, das könnte etwas werden. Es war fast ein bisschen nostalgisch, denn der Film spielt auch in der Zeit des Buches, Anfang der Achtziger. Das wird wirklich sehr authentisch rübergebracht. Die Musik, die alten Autos, Wohnungseinrichtungen, Kleidung und Frisuren, alles passt. Natürlich gibt es keine Handys und Recherchen erfolgen durch Bücher, nicht durch Suchmaschinen im Internet. 
Auch als das erste Kind verschwindet und dann am Fenster schwebend wieder auftaucht, daran konnte ich mich noch sehr gut erinnern und fand es gut umgesetzt. 

Aber irgendwie ging mir dann alles zu schnell. Im Buch wird die Spannung nach und nach aufgebaut, indem ganz langsam der Verdacht aufkommt, welches Grauen über die Stadt hereingebrochen ist. Und welche Rolle die Neuankömmlinge Straker und sein „Geschäftspartner“ Barlow (den man nie sieht) dabei spielen. Apropos Barlow, seine Darstellung fand ich auch nicht so gelungen. Sicher sollte eine Ähnlichkeit mit Nosferatu vorhanden sein, aber gruselig oder angsteinflößend fand ich ihn jetzt nicht wirklich. 

Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich komplett enttäuscht bin von der Umsetzung, es gibt nur einige negative Aspekte. Hätte man der Handlung mehr Zeit gegeben, sich zu entwickeln, wäre der Film sicher besser geworden und auch positiver bewertet worden. Denn gerade dieses zunehmende Grauen, die drohende Gefahr und langsam wachsende Erkenntnis, was mit der Stadt passiert, machen für mich einen Großteil der Faszination des Buches aus. Ähnlich wie bei Brams Stokers „Dracula“ und „Salem’s Lot“ ist ja eine Hommage von King an den Klassiker der Schauerliteratur. 





Freitag, 17. Januar 2025

Buchgeschichte am Freitag: Neue Buchverfilmung

Skandinavische Krimis und ich, das ist ja oft so eine Sache. Zumindest in Buchform. Keine Ahnung, woran es liegt, aber Filme bzw. Serien gefallen mir aus dem Hohen Norden besser, besonders Krimiserien. 

Deswegen freut es mich, dass ich kürzlich entdeckt habe, dass bald auf Netflix eine Verfilmung von Viveca Stens "Hanna Ahlander"-Reihe zu sehen sein wird. Die erste Staffel basiert wohl auf Teil 1 und 2 der Reihe, also "Kalt und still" und "Tief im Schatten".


Das erste Buch hatte ich in einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen im November 2022. Inzwischen gibt es drei Teile, bisher kenne ich aber nur Teil 1.

Mehr zum Buch und auch meine Rezi dazu findet ihr HIER

"Die Aremorde" startet am 6. Februar. Ansehen werde ich sie mir auf jeden Fall.




 


Freitag, 25. Oktober 2024

Neuverfilmung Salem's Lot - Brennen muss Salem

Mein erstes Buch von Stephen King war Mitte der Achtziger Jahre "Friedhof der Kuscheltiere". Danach habe ich viele seiner früheren Bücher gelesen, u. a. auch "Salem's Lot - Brennen muss Salem".
Meine ein wenig zerlesene Taschenbuchausgabe ist aus dem Jahr 1979. Ich wusste vorher nicht, dass es hier um Vampire geht, was das Ganze aber noch spannender machte. Nicht lange danach habe ich das Buch gleich noch einmal gelesen.
Später las ich dann, dass "Salem's Lot" eine Hommage von Stephen King an "Dracula" von Bram Stoker ist. 

In der Vergangenheit gab es bereits zwei Verfilmungen, einmal in den Siebziger Jahren und dann noch mal vor ungefähr 20 Jahren als Miniserie mit Rob Lowe.
Nun kommt am 31. Oktober (passend zu Halloween) eine neue Adaption in die deutschen Kinos. In den USA wurde er Anfang Oktober direkt in einem Streaming-Dienst veröffentlicht. 

Der Trailer ist recht vielversprechend und ich werde mir den Film auf jeden Fall irgendwann ansehen. 








Mittwoch, 10. Januar 2024

(Film-)Rezension: Die letzte Fahrt der Demeter

In meiner Buchgeschichte vom 09.08.2023 ging es um diesen Film. Nun habe ich ihn mir am letzten Wochenende angesehen.

Er beginnt mit der Entdeckung des völlig zerstörten Schiffes an der Küste Whitbys. In einer Rückblende wird dann erzählt, was in den letzten vier Wochen seit der Abfahrt der Demeter in Varna passiert ist. Während der Kapitän Elliott noch Matrosen gesucht werden, werden zeitgleich 50 Kisten auf das Schiff geladen. Niemand weiß, was drin ist, aber a
uf ihnen ist ein Drachen zu sehen. Dies veranlasst einen bereits angeheuerten Helfer, schnellstens die Flucht zu ergreifen, was wiederum dem Arzt Clemens zu einem Platz auf der "Demeter" verhilft. Nach kurzer Zeit hält sich die Freude darüber allerdings in Grenzen. Irgendjemand oder irgendetwas ist an Bord. Das an Bord befindliche Vieh und der Hund werden grausam zugerichtet aufgefunden. Bei einem Sturm öffnet sich unter Deck eine der Kisten und in der Erde findet Clemens die junge Anna. Sie erzählt der verbliebenen Mannschaft, dass der Teufel auf dem Schiff sei, das reine Böse. Nach und nach verschwindet dann die Besatzung und wird ebenfalls tot oder schwer verletzt mit Bissspuren aufgefunden. Auch Anna hat diese Bissspuren, weil sie Dracula als Nahrungsquelle diente.

Als Leser des Romans von Bram Stoker weiß man natürlich, dass in den Kisten Draculas Heimaterde und in einer davon der Vampir selbst liegt. Nacht für Nacht schleicht er auf dem Schiff herum und tötet die Mannschaft, um sich zu nähren, bis die Demeter England erreicht. Das erfährt man aus den Logbucheinträgen des Kapitäns.
Der Film bzw. das Drehbuch zu "Die letzte Fahrt der Demeter" basiert auf diesem einen Kapitel im Roman, das aus den Logbucheinträgen besteht. Nach und nach beschreibt der Kapitän das Grauen, das über das Schiff hereinbricht. Am Ende findet man ihn festgebunden am Steuerrad, ein Gesichtsausdruck, als sei er buchstäblich vor Schreck gestorben. Aber ein Kapitän verlässt sein Schiff nicht. Diese Szene fehlt im Film und vielleicht hätte sie der Handlung gut getan.
Nicht so gut gefallen hat mir auch die Darstellung Draculas. Stoker beschreibt es ja so, dass der Vampir nach und nach immer menschlicher wird, je mehr Blut er zu sich nimmt. Und gerade das macht es ja so schaurig, finde ich, dass er eigentlich harmlos aussieht. Im Film wurde wohl Nosferatu als Vorbild genommen, der Vampir ist durchweg eine hässliche Kreatur, eher eine große Fledermaus. Ein bisschen hat er mich auch an einen Gargoyle erinnert oder an Gollum, zumindest in den ersten Szenen, in denen er auftaucht. 😉 

Auch das Ende fand ich ein wenig gewöhnungsbedürftig, was daran liegen kann, dass ich "Dracula" gelesen habe und zwar nicht nur einmal. In einer Rezension habe ich gelesen, dass man den Eindruck gewinnen kann, es würde einen zweiten Teil geben. Hm, aber wie soll der dann aussehen? Schließlich ist es kein Dr. Clemens, der Dracula in London jagt, sondern Prof. Van Helsing. Es sei denn, Clemens schließt sich ihm, Harker, Seward, Holmwood und Morris an. 

Und wieso lässt der Autor die Schiffscrew so dumm da stehen? Sie wissen, dass Dracula erst nach Sonnenuntergang aktiv ist. Warum durchsuchen sie die "Demeter" dann nachts und nicht am hellen Tag? Nun, das ist sicher der Dramaturgie geschuldet. 

Aber bitte nicht falsch verstehen: Der Film ist durchaus gut gemacht. Ich würde sagen, "Die letzte Fahrt der Demeter" ist ein Horrorfilm der alten Schule, tolle Effekte, spannend, atmosphärisch, passende Musik. Gute Unterhaltung für einen Fernsehabend ist auf jeden Fall garantiert. Aber es hätte im Grunde  auch jedes andere Ungeheuer das Schiff heimsuchen und die Crew auslöschen können. Irgendwo habe ich einen Vergleich mit Ridley Scotts "Alien" gelesen, was gar nicht so falsch ist. 





Freitag, 10. Februar 2023

Kay Scarpetta geht in Serie

Neben den Thrillern von Kathy Reichs habe ich früher die Bücher von Patricia Cornwell geliebt und jeden neuen Teil verschlungen. Die forensische Pathologin Kay Scarpetta war eine meiner Lieblingsfiguren. 
Nun werden die Bücher fürs Fernsehen verfilmt. Nicole Kidman und Jamie Lee Curtis produzieren die Serie und übernehmen auch Rollen. Nicole soll wohl Kay Scarpetta spielen. 
Ich bin sehr gespannt auf die Umsetzung und Besetzung der weiteren Rollen, wie Detective Pete Marino oder Kays Nichte Lucy.

Ich habe die Bücher nach "Das letzte Revier" abgebrochen, da die geänderte Erzählperspektive mir gar nicht gefallen hat. Vielleicht gebe ich Kay aber doch noch mal eine Chance.








Montag, 20. Juli 2020

Buchverfilmung "Keine zweite Chance" von Harlan Coben

Ich habe ein paar Bücher von Harlan Coben gelesen, dieses allerdings nicht. 


Der Klappentext lautet: Als die erste Kugel in meine Brust einschlug, dachte ich an meine Tochter.“ Als Marc Seidman wieder zu Bewusstsein kommt, liegt er auf der Intensivstation, seine Frau ist tot, und von seiner sechs Monate alten Tochter Tara fehlt jede Spur. Doch Tara lebt: Eine Lösegeldforderung trifft ein, die Marc neue Hoffnung gibt. Die Entführer geben Marc allerdings nur eine Chance, seine Tochter wieder zu sehen. Doch die Lösegeldübergabe geht schief …

Letzte Woche haben wir die Verfilmung als sechsteilige Miniserie gesehen. Verfilmt wurde sie von dem französischen Sender TF1 und die Handlung wurde ebenfalls nach Paris in Frankreich verlegt. Auch ist es hier die Ärztin Alice Lambert, die nach einem Schuss im Krankenhaus aufwacht, ihr Mann ist tot und ihre Tochter verschwunden. Die Hauptrolle übernimmt also im Gegensatz zum Buch eine Frau. 
Wie nah die weitere Handlung an der des Buches ist, kann ich nun nicht beurteilen, da ich das Buch, wie gesagt, nicht gelesen habe. 

Ich fand die Serie sehr spannend und gut gemacht. Auch die Darsteller sind überzeugend, allen voran Alexandra Lamy als verzweifelte Mutter, die um jeden Preis ihre kleine Tochter zurückbekommen will.  

Wer gute und solide Krimiunterhaltung mag, dem wird "No second chance" sicher gefallen.


 








Freitag, 26. April 2019

Buchverfilmung: A Discovery of Witches


Heute startet auf Sky die Serie, die auf dem Buch von Deborah Harkness beruht. 

Diana Bishop ist Historikerin - und eine Hexe. Sie versucht aber, dies geheim zu halten. Aber dann stößt sie in Oxford auf ein geheimnisvolle Buch und außerdem auf den 1.500 Jahre alten Vampir Matthew. 

Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen, aber richtig vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Deswegen habe ich auch die Nachfolgebände nicht gelesen.

Mal sehen, wie die Umsetzung fürs Fernsehen ist.