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Donnerstag, 30. April 2026

Blessed Beltane und eine schöne Walpurgisnacht


So wie Samhain (Halloween) ein Fest des Todes und der Toten und Ahnen ist, so ist Beltane ein Fest des Lebens, der Fruchtbarkeit und des Sieges der Sonne und des Sommers über den Winter. Beltane ist also im Grunde der Beginn des Sommers. 
Damals waren die Unterschiede in den Jahreszeiten eh viel mehr zu spüren. Die Winter waren  gekennzeichnet von Kälte, Hunger, Krankheiten und Tod. Eine Jahreszeit, die mit viel Angst verbunden war. Dann kam der Sommer mit seiner lebenspendenden Sonne, der Wärme und seinen vielen Früchten. Da kann man sich sehr gut vorstellen, welches Glück und welche Freude die ersten Sonnenstrahlen und der Beginn des Frühjahrs und Sommers für diese Menschen brachten. Bedeuteten sie doch, dass das Leben weiterging und man überlebt hatte. 

Mit dem 1. Mai begann bei den Kelten das Sommerhalbjahr, das vor allem durch Fröhlichkeit, Wärme, Licht, Feste und Feiern gekennzeichnet war. Dieser Tag liegt zwischen der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnwende. Früher wurde Beltane wohl am nächstgelegenen Vollmond, heute allerdings vorwiegend in der Nacht auf den 1. Mai gefeiert. 

Zu den wichtigsten Bräuchen, die sich bis heute erhalten haben, gehört das Aufstellen des Maibaums. Während heute nur noch im Dorfmittelpunkt oder an einem besonderen Platz dieser Maibaum aufgestellt wird, gab es in früheren Zeiten fast in jedem Garten einen Maibaum. Sie standen nicht nur vor jedem Haus, sie standen oft sogar in jedem Zimmer. Mit dem Tanz um den Maibaum und dem Verweben und Verknüpfen der Bänder (Bändertanz um den Maibaum) drückte man u. a. die Verknüpfung der drei Welten (Himmel, Erde, Anderswelt) aus, die durch den Maibaum auch symbolisiert werden und nun fest in das Gefüge des Lebens selbst eingewoben werden.  

Wie und wo auch immer gefeiert wird, überall gilt die Nacht zum 1. Mai als magische Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn sind und auch Feen, Elfen und Kobolde von ihren Hügeln kommen und feiern. 

Jedes Jahreskreisfest hat seine Farben. Die von Beltane sind in erster Linie Weiß, wie beim Weißdorn oder der Eberesche und Grün wie beim Waldmeister oder Bärlauch. 

In Deutschland ist die Nacht auf den 1. Mai eher als Nacht der Hexen, Walpurgisnacht, bekannt. Populär wurde diese Bezeichnung auch durch Goethes "Faust". 


Das Bild habe ich vor ein paar Jahren auf dem Hexentanzplatz in Thale gemacht. Von hier aus fliegen die Hexen zum Brocken. 





Freitag, 20. März 2026

Blessed Ostara - Hallo Frühling

 



Das Osterfest, wie wir es heute kennen, gab es nicht immer. Erst durch die Kirche und die Bibel wurde es zum Auferstehungsfest von Jesus Christus. Lange davor wurde das Frühlingsfest Ostara gefeiert und zwar zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche am 20./21. März. Auch wenn es nicht zu hundert Prozent belegt ist, soll dieses Fest der Frühlingsgöttin Eostre gewidmet worden sein. Auf Bildern sieht man sie immer mit Hasen und auch bunte Eier sowie Frühlingsblumen gehören stets dazu. Das wäre zumindest die Erklärung dafür, dass der Osterhase die Eier bringt. Denn mit dem christlichen Glauben ist das ja nicht wirklich zu erklären. 😉

Aber warum hat Ostern eigentlich keinen festen Termin, wie z. B. das Weihnachtsfest? Nun, die Kirche konnte den heidnischen Ursprung nicht ganz abschaffen, auch wenn sie es sicher gerne getan hätte. Und deswegen feiern wir Ostern immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond der auf Ostara folgt. In diesem Jahr ist der erste Vollmond nach der Tag-Und-Nachtgleiche am 2. April, das ist ein Donnerstag. Deswegen wird am darauffolgenden Sonntag, 5. April, das christliche Osterfest gefeiert.

Und wie der Name sagt, hat der Tag genauso viele Stunden wie die Nacht bzw. eine Differenz von nur wenigen Minuten. Sonnenaufgang ist um 6:35 Uhr und Sonnenuntergang um 18:45 Uhr. 

Sonntag, 1. Februar 2026

Blessed Imbolc

 

Zwischen der Wintersonnenwende und dem Frühlingsbeginn liegt der 1. Februar. Hier wird im Alten Jahreskreis Imbolc gefeiert. Es ist eine Art Schwelle. Man sieht den Frühling zwar noch nicht und meistens hat der Winter das Land dann auch noch fest im Griff, aber irgendetwas ist anders. Die Tage werden schon wieder etwas länger, das Licht ist anders und vieles erwacht bereits aus dem Winterschlaf. Die Natur schaltet langsam wieder um auf Betriebsamkeit. Die ersten Schneeglöckchen und Krokusse sind vielleicht schon zu sehen.   

Der 1. Februar ist auch der Tag eines gälischen Festes und der Gedenktag einer irischen Heiligen: Brigid. 
Die Kelten hatten viele Bräuche rund um Imbolc. Man ließ am Abend vorher die Türen offen, damit Brigid hereinkommen und das Haus segnen konnte. Man beobachtete die Asche am Herd. Gab es Fußspuren? Ist Brigid da gewesen? Man legte Binsen aus und bastelte später aus ihnen ein Brigid's Cross zum Schutz von Mensch und Tier für das kommende Jahr. 

In Irland gibt es seit 2023 sogar einen gesetzlichen Feiertag, den St. Brigid's Day. Es ist immer der erste Montag im Februar. Das zeigt auch, wie eng Spiritualität, Natur und Alltag in Irland miteinander verwoben sind, auch heute noch. 

Ich finde es sehr schön, dass die Iren sich ihres Erbes bewusst sind und alte Bräuche und Traditionen aufrecht erhalten und auch stolz darauf sind. In Deutschland geht das ja leider mehr und mehr verloren. 









Montag, 5. Januar 2026

Das Ende der Rauhnächte

Heute steht die letzte Rauhnacht bevor. Vom 05. auf den 6. Januar bildet sie den Abschluss der 12 Rauhnächte und ist damit eine der Wichtigsten. Man nennt sie auch Perchtnacht oder Hollanacht. Die Wilde Jagd zieht aus und die Grenzen zur Anderswelt verschwimmen, bevor am Dreikönigstag wieder der Alltag einkehrt. Ein mystischer Übergang, der Ruhe und Offenheit für das neue Jahr bringt. 



In der Alpenregion finden in dieser Nacht die Perchtumzüge statt. Menschen verkleiden sich mit Fellen und gruseligen Masken und ziehen mit knallenden Peitschen durch die Straßen.
Ursprünglich war dies symbolisch der Akt, an dem Frau Holle (oder Holla), die Sagengestalt, die für die Rauhnächte steht, mit ihrem Gefolge zu den Menschen kommt und sie am Ende der Rauhnächte richtet. Erinnert ihr euch an das Märchen der Gebrüder Grimm? Frau Holle beschenkt die fleißige und gute Goldmarie und bestraft die faule Pechmarie. Das macht sie auch heute noch mit den Menschen: Faule, verlogene, boshafte Menschen werden bestraft und fleißige, gutherzige Menschen belohnt.

Neben dem Märchen von Frau Holle kann ich noch zwei interessante Bücher zu den Themen Raunächte und Perchten empfehlen.

Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst - dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten. Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. 



Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?







Freitag, 31. Oktober 2025

Happy Halloween und Blessed Samhain

Eigentlich schade, dass der Oktober schon wieder vorbei ist, einer meiner Lieblingsmonate.

Hier findet ihr mehr zu diesem Jahreskreisfest, dem dritten Erntefest und Gedenktag an unsere verstorbenen Ahnen: Jahreskreis und altes Brauchtum






Die Bilder habe ich übrigens mit Gemini erstellt. Ich finde sie richtig klasse! 




Freitag, 1. August 2025

Blessed Lughnasadh - Hallo August




An Lughnasadh, auch bekannt als Lammas oder Schnitterfest, feiert man traditionell den Beginn der Erntezeit, insbesondere der Kornernte. Es ist das erste von drei Erntefesten im keltischen Jahreskreis.

 Lughnasadh markiert den Punkt, an dem die Tage merklich kürzer werden und der Übergang vom Hochsommer zum Herbst beginnt. Es ist eine Zeit der Reife und des Abschieds vom unbeschwerten Sommer.
Das Fest erinnert auch an das "Opfer" des Getreides, das geerntet wird, um die Menschen zu ernähren. Es geht um das Loslassen von Altem, um Platz für Neues zu schaffen.
Vielleicht auch für neue Bücher? *g*

Mehr zu Lughnasadh und den anderen Jahreskreisfesten könnt Ihr hier lesen: Jahreskreis und Altes Brauchtum









Mittwoch, 30. April 2025

Happy Walpurgisnacht & Blessed Beltane

 
Hexen fliegen durch die Nacht, denn heute ist Walpurgisnacht!


Mit dem 1. Mai begann bei den Kelten das Sommerhalbjahr, das vor allem durch Fröhlichkeit, Wärme, Licht, Feste und Feiern gekennzeichnet war. Dieser Tag liegt zwischen der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und der Sommersonnwende. Früher wurde Beltane wohl am nächstgelegenen Vollmond, heute allerdings vorwiegend in der Nacht auf den 1. Mai gefeiert. 




Wie und wo auch immer gefeiert wird, überall gilt die Nacht zum 1. Mai als magische Nacht, in der die Schleier zwischen den Welten dünn sind und auch Feen, Elfen und Kobolde von ihren Hügeln kommen und feiern. 
In Deutschland ist die Nacht auf den 1. Mai eher als Nacht der Hexen, Walpurgisnacht, bekannt. Populär wurde diese Bezeichnung auch durch Goethes "Faust"

Mehr zu den alten Jahreskreisfesten findet ihr HIER.






Freitag, 13. Dezember 2024

Der 13. Dezember: Luciafest im Norden


Heute, am 13. Dezember, wird das Luciafest begangen, vor allem in Schweden, aber auch in anderen skandinavischen Ländern. Auch die Dänen in Südschleswig in Deutschland feiern das Fest.  
Es ist zwar kein gesetzlicher Feiertag, aber trotzdem ein großes Fest. Es ist der Tag der Lichterkönigin, denn "Lucia" bedeutet "die Leuchtende" oder "das Licht".  Lucia bringt das Licht zurück in die Dunkelheit. Der 13. Dezember war früher der Tag der Wintersonnenwende, der kürzeste Tag des Jahres. Heute, nach der Gregorianischen Kalenderreform, ist der 21. bzw. 22. Dezember auf der nördlichen Halbkugel der kürzeste Tag des Jahres.
 
In Schweden wird das Fest mit Umzügen begangen und hier träumt nahezu jedes Mädchen davon, einmal die Lucia sein zu dürfen. In der Regel ist es die älteste Tochter. Bereits vor Sonnenaufgang beginnen die Vorbereitungen. Die schwedische Lucia trägt traditionell ein langes, weißes Kleid, ein rotes Seidenband um die Taille und eine Krone mit Kerzen auf dem Kopf. Ihr folgen die Sternenjungen, ihre Diener. Am Ende treffen sie auf Pfefferkuchenmänner und Heinzelmännchen mit Laternen.
Außerdem gibt es safrangewürzte Brötchen (Lussekatt), Pfefferkuchen und Glögg, den schwedischen Glühwein. 

Ich weiß nicht so recht, ob ich an einem Freitag den 13. einen Kranz mit Kerzen auf dem Kopf tragen würde. *g*

Ich habe auf meiner Merkliste jedenfalls noch ein Buch, das ich gerne dazu lesen würde:
Fast jedes Mädchen in Schweden träumt davon, einmal die Lucia zu sein. Für zwei von ihnen wird daraus jedoch ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen gibt. Während die Polizei nach einem brutalen Mörder mit krankhaften Fantasien sucht, verstrickt sich die Schwester des einen Opfers immer mehr in ein Netz aus Lügen und Abhängigkeiten. Wird sie das nächste Opfer sein? Und sind ihre neuen Freunde wirklich so selbstlos, wie sie sich den Anschein geben?







Mittwoch, 4. Dezember 2024

Buchtipp zum Barbaratag am 4. Dezember

Heute ist Barbaratag. Ein alter Brauch ist in den letzten Jahren wieder populärer geworden. Was es mit dem Pflücken eines Zweiges vom Kirschbaum auf sich hat, könnt ihr in meinem Beitrag vom letzten Jahr lesen.

Passend zu diesem Brauch möchte ich euch den historischen Roman "Winterblüte" von Corina Bomann empfehlen. 

Lest hier gerne weiter: Klick



 




Donnerstag, 1. Februar 2024

Blessed Imbolc



Vom 1. auf den 2. Februar wird das erste Fest im Jahreskreis gefeiert.
Mehr Infos findet ihr unter Jahreskreis und altes Brauchtum.






BLESSED 
         IMBOLC







Freitag, 29. Dezember 2023

Die Rauhnächte - Die Zeit zwischen den Jahren

Vielleicht habt ihr diesen Ausdruck auch schon gehört für diese Tage nach Weihnachten und vor Neujahr: die Zeit zwischen den Jahren. Aber wie kann das sein? Das Jahr endet doch am 31. Dezember und das nächste beginnt direkt am 1. Januar. Nach unserem heutigen Kalender ist das so, aber das war nicht immer so. Denn früher lebten die Menschen nach dem Mondzyklus und der ist immer 28 Tage. Nach der Kalenderreform haben die meisten Monate nun 30 oder 31 Tage. So kommen die 12 Rauhnächte zustande, die am 6. Januar enden. Dann fegt die Wilde Jagd über die Erde und am nächsten Morgen ist der Spuk wieder vorbei. 




Auf jeden Fall ist es eine Zeit der Stille, des Innehaltens, der Reflexion.  Was war gut und schön in diesem Jahr, was nicht? Was möchtest du mit ins neue Jahr nehmen, was möchtest du lieber loslassen? 

Und jede der zwölf Nächte steht für einen Monat des kommenden Jahres. Was du in der dritten Rauhnacht träumst, könnte im März in Erfüllung gehen.

Dieses Büchlein kann ich auf jeden Fall empfehlen. 







Freitag, 15. Dezember 2023

Weihnachtszeit ist Wichtelzeit

Es ist wieder soweit. In zwei Bücherforen, in denen ich seit vielen Jahren aktiv bin, steht das Weihnachtswichteln an. Bei den Büchereulen ist es Sonntag soweit, dann packen wir unsere Päckchen aus. Neben dem Hauptwichtelgeschenk - natürlich ein Buch - darf man auch noch nach Lust und Laune Kleinigkeiten ins Paket legen. 



Aber woher kommt eigentlich der Brauch des Wichtelns? Meine Recherchen haben ergeben, dass der Ursprung wohl aus Skandinavien stammt. Wichtel, eine nordische Sagengestalt, tun heimlich Gutes und früher war es so, dass der Beschenkte das Geschenk heimlich bekam, also z. B. wurde es vor die Haustür gelegt. Das ist in soweit geblieben, dass die Geschenke heute meistens anonym weitergereicht werden und dann wird geraten, wer der Wichtel war.
In Schweden heißt das Wichteln "Julklapp", was sich von Julfest ableitet, dem altgermanischen Weih(e)nachtsfest. "Klappa" heißt klopfen, womit wir wieder bei der heimlichen Übergabe des Geschenks sind. Man stellt es vor die Tür, klopft an und läuft schnell weg, damit man nicht gesehen wird. Dem Volksglauben nach möchten auch Wichtel nicht gesehen werden. 


Ich freue mich jedenfalls schon auf Sonntag, wenn ich mein erstes Wichtelgeschenk auspacken darf. Und natürlich werde ich berichten.


Update  am 19.12.:
Hier ist ein Foto meiner Wichtelgeschenke vom 17.12. aus dem Forum der Büchereulen. 











Montag, 4. Dezember 2023

Buchtipp zum Barbaratag am 4. Dezember



Der 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara. Sie ist u. a. Schutzpatronin der Bergleute. Es ist ein katholischer Festtag, aber kein offizieller Feiertag.
  
Ein alter Brauch ist es, am heutigen Tag einen Zweig von einem Kirschbaum (es kann auch ein anderer Obstbaum sein) zu schneiden. Dann stellt man ihn ins Wasser und wenn er an Heiligabend zu Beginn der Rauhnächte beginnt zu blühen, soll das Glück für das neue Jahr bringen.
 
Barbara von Nikomedia wurde aufgrund ihres christlichen Glaubens verhaftet und auf dem Weg zum Gefängnis verfing sich ihr Kleid in einem Kirschblütenzweig. Sie bewahrte ihn bis zum Tag ihrer Hinrichtung in Wasser und an dem Tag blühte er auf. 
 
Dieser Brauch ist auch ein Thema in Corina Bomanns historischem Roman "Winterblüte".
 
Inhalt: 
Anfang Dezember 1902 im eleganten Ostseebad Heiligendamm. Christian, Sohn der Hotelierfamilie Baabe, findet am Strand ein junges Mädchen, offenbar eine Schiffbrüchige. Sie kann sich an nichts erinnern, nicht einmal an ihren Namen. In ihrer Hand hält sie einen Zweig, nach dem sie sofort fragt, als sie zu sich kommt. Sie erzählt Christians Schwester Johanna vom alten Brauch der Barbarazweige und dass sie demjenigen, der sie am 4. Dezember in eine Vase stellt, Glück bringen, wenn sie am Heiligen Abend blühen. 
Hier könnt ihr meine Rezension lesen: KLICK







Mittwoch, 1. Februar 2023

Blessed Imbolc - Festtag der Brigid

 
 
 
Mit Imbolc feiern wir das erste Fest im Jahreskreis 2023. Es steht für das erste kleine Erwachen der Natur.
 
Imbolc ist ein keltisches Mondfest und wird vom 01. auf den 02. Februar gefeiert. Es ist auch ein Fest der Reinigung und des Neubeginns,  also ein guter Zeitpunkt, die Wohnung aufzuräumen und zu entrümpeln, einen vorgezogenen Frühjahrsputz zu machen und zu räuchern. Hierfür ist weißer Salbei geeignet oder auch Lavendel oder Weihrauch.
 
Der 2. Februar ist außerdem der Festtag von Brigid,  der Göttin des Lichts und des Feuers, Schutzpatronin der Dichtkunst (!), der Heilkunst sowie der Schmiede und der Fruchtbarkeit. 
 
Imbolc oder auch Candlemass ist ein Fest des Lichtes und des ersten zarten Erwachens des Frühlings. Vielleicht hat ja schon jemand das erste Schneeglöckchen gesehen oder den ersten Krokus?




 

Dienstag, 15. Mai 2012

Thomas Finn: Weisser Schrecken

Klappentext:


Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst - dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten ... Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. 



Alles in allem war das Buch spannend und die Geschichte gut erzählt. Zumindest bis auf die letzten zwei oder drei Kapitel. Dann ging alles irgendwie so schnell zuende und ich hatte das Gefühl, der Autor wollte die Geschichte ganz schnell beenden. Ohne aber wirkliche Erklärungen für das "Monster" zu liefern, dass da alle 16 Jahre über Perchtal hereinbricht. Oder habe ich das nur nicht verstanden? 

Was ich total interessant fand, waren die ganzen Mythen und Sagen zum Krampus, Nikolaus, heidnischen und christlichen Glauben usw. Einen Teil wusste ich bereits darüber, aber nicht alles.
Und der Hinweis im Klappentext auf den Vergleich mit Stephen King stimmt schon, man denkt manchmal an "Es".
Auch hatte das Buch für mich teilweise nostalgische Aspekte, wie 1994 die "Dog Martens" von Robert, der Walkman oder die Musik allgemein. Da kamen schon Erinnerungen auf.
Die Figuren waren alle gut ausgearbeitet, Andreas und Robert als die cooleren Jungs der Clique. Niklas, der Streber, der heimlich in ein hübsches Mädchen verliebt ist, das aber natürlich Andreas mehr mag. Die Zwillinge Elke und Miriam, die unter ihren fanatisch-religiösen Eltern leiden. Und dann die Rowdies von Perchtal, Konrad und seine unterbelichteten Kumpels. Auch sehr typisch für Stephen-King-Stories.

Bei einem anderen Ende hätte das Buch bei einer Bewertung die volle Punktzahl von mir bekommen, aber so hat es mir leider nicht gefallen. Es fehlte etwas, ein erklärender Abschluss.
Andere Bücher von Thomas Finn kenne ich bisher noch nicht, aber das wird sich vielleicht noch ändern.