Sonntag, 12. Mai 2019

Rezension: "Das Rosenholz Zimmer" von Anna Romer

Audrey Kepler erbt nach dem Tod ihres Ex-Freundes Tony dessen Elternhaus Thornwood House in Queensland. Da sie und Tony schon seit Jahren getrennt waren, will sie es zuerst nicht haben und fährt mit ihrer elfjährigen Tochter Bronwyn dorthin, um eine Bestandsaufnahme für den Verkauf zu machen. Aber dann ist sie fasziniert von dem alten Landhaus und seinem verwunschenen Garten. Außerdem hofft sie, hier mehr über Tony zu erfahren, denn anscheinend hatte er viele Geheimnisse, die seine Familien betreffen. Audrey findet in einem Zimmer in Thornwood House eine alte Fotografie von Tonys Großvater, Samuel Riardon. Von ihrer neuen Bekannten Corey erfährt sie, dass er kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges beschuldigt wurde, eine junge Frau ermordet zu haben. Aber aus irgendeinem Grund kann Audrey das nicht glauben und stellt eigene Recherchen über die Vergangenheit und Tonys Familie an. Als sie dann einen Stapel alter Briefe findet, scheint sich ihr Verdacht zu bestätigen, dass der wahre Mörder noch lebt. Mit ihrer Neugier bringt sie allerdings nicht nur sich selbst in große Gefahr.  

"Das Rosenholz Zimmer" ist der erste Roman von Anna Romer und ich muss sagen, er hat mir besser gefallen als ihr zweites Buch. 
Die gesamte Geschichte ist sehr gut konstruiert und von Anfang bis Ende schlüssig durchdacht. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und am Ende wird deutlich, wie übel das Schicksal einer Familie über Generationen mitgespielt hat. 

Der größte Teil der Handlung spielt in der Gegenwart und wir erleben mit, wie Audrey nach und nach immer tiefer in die Familiengeschichte ihres Ex-Freundes verstrickt wird. 
Durch die Briefe aus der Zeit der Vierziger Jahre sowie die Tagebucheinträge aus den Achtzigern gibt es auch Teile, die in der Vergangenheit spielen. 
Es gibt überraschende Wendungen und wenn man denkt, so, jetzt haben wir des Rätsels Lösung, geht es wieder in eine andere Richtung. 

Die Autorin beschreibt auch immer wieder anschaulich und liebevoll die australische Landschaft, die Pflanzen- und Tierwelt. Sicher hätte das Buch auch in einem anderen Land spielen können, aber ich glaube, das wäre nicht dasselbe gewesen. Der Geschichte würde etwas von ihrem Zauber fehlen, ohne die Glockenvögel, die Wippflöter oder die Dollarvögel.

Fazit: Eine spannende, emotionale Familiengeschichte über mehrere Generationen, deren Jahrzehnte alte Geheimnisse sich bis heute auf die Gegenwart auswirken. 

Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇



Mittwoch, 1. Mai 2019

Rezension: "Opfertod" von Hanna Winter

Lena Peters kommt von Köln nach Berlin, wo sie die Polizei als Profilerin im Falle eines besonders sadistischen Serienkillers unterstützen soll. Er tötet Frauen und entfernt ihnen unterschiedliche Körperteile, bevor er die Leichen dann irgendwo ablädt, wo sie auf jeden Fall gefunden werden.
Lena weiß genau, wie Mörder ticken, sie hat sie jahrelang studiert und ist ausgebildete Kriminalpsychologin. Aber dieser Täter bringt selbst sie an ihre Grenzen. Und auch ihr neuer Vorgesetzter scheint nicht ganz mit offenen Karten zu spielen. Wieso hat er ihr nicht gesagt, dass vor ihr bereits eine andere Psychologin an dem Fall gearbeitet hat und nun verschwunden ist? Und auch privat hat Lena noch einiges zu verarbeiten. Aber sie ist fest entschlossen, diese Bestie nicht entkommen zu lassen.

"Opfertod" lag schon einige Jahre auf meinem SUB. Nun habe ich es heute Mittag daraus befreit - und innerhalb von ein paar Stunden gelesen. Ein echter Pageturner, sehr spannend. 
Sicher, die Autorin erfindet das Genre des Thrillers und das Thema des Serienkillers nicht neu. Aber ihr Schreibstil ist mitreißend und man ist immer direkt am Geschehen und erlebt alles hautnah mit. In erster Linie wird aus der Sicht von Lena Peters erzählt, aber auch der Killer "kommt zu Wort". 
Auch durch die relativ kurzen Kapitel bleibt der Spannungsbogen bestehen und zieht zum Ende noch mal an.

Wer also einfach nur mal wieder einen spannenden Thriller lesen und sich gut unterhalten lassen möchte, der ist bei "Opfertod" genau richtig.

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇




Rezension: "Die Frauen vom Löwenhof - Solveigs Versprechen" von Corina Bomann

Schweden, Mitte der Sechziger Jahre. Solveig Lejongard studiert Veterinärmedizin, um später einmal auf dem elterlichen Löwenhof als Tierärztin zu arbeiten. Die Zukunft scheint perfekt, als ihr Freund Sören ihr einen Heiratsantrag macht. Aber dann passiert ein schreckliches Unglück und Solveig steht vor einem Scherbenhaufen.
Dann wird auch noch immer klarer, dass der Löwenhof in finanziellen Schwierigkeiten steckt und vor dem Ruin steht. Aber Solveig ist fest entschlossen, alles für die Rettung des Jahrhunderte alten Pferdegestüts zu tun, das nicht nur ihr Zuhause ist, sondern auch das ihrer Großmutter Agneta und ihrer Mutter Mathilda. Mit Hilfe des Werbefachmanns Jonas Carinsson will sie den Löwenhof in eine gewinnbringende Zukunft führen und unter allen Umständen das Versprechen halten, das sie Agneta gegeben hat: Das Gut darf nicht verkauft werden.

"Solveigs Versprechen" ist der dritte und damit letzte Teil der schwedischen Familientrilogie um den Löwenhof. Hier steht nun Mathildas Tochter Solveig im Mittelpunkt der Geschichte und es wird aus ihrer Sicht erzählt. Aber auch Mathilda und Agneta, die Heldinnen aus Band 1 und 2 sind dabei, was mich sehr gefreut hat. Besonders Agneta ist auch hier als Achtzigjährige Frau immer noch sehr beeindruckend und charismatisch.

Wie gewohnt führt die Autorin sehr flüssig und souverän durch die Geschichte. Der Schreibstil ist eingängig und nimmt den Leser sofort mit. Es gibt spannende, emotionale und auch komische Momente. 
Über einen Zeitraum von einigen Jahren begleiten wir Solveig bis nach München zu den Olympischen Spielen und schließlich kommt die Familiengeschichte der Lejongards zu einem guten Abschluss.

Ich habe die Geschichte der drei Frauen vom Löwenhof sehr gerne gelesen und kann sie jedem Fan von Familiengeschichten, die mehrere Generationen umfassen, sehr empfehlen.

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇



Dienstag, 30. April 2019

Blessed Beltane - Eine schöne Walpurgisnacht



Walpurgisnacht

Man sieht die Hexen auf ihren Besen hocken, 
sie fliegen durch den Harz von Thale bis zum Brocken. 

Dort wird gesungen, getanzt und gelacht, 
denn heute ist Walpurgisnacht. 

Die Iren nennen es Beltane, 
ein Fest der Kobolde und Feen.

©Blackfairy71







Freitag, 26. April 2019

Buchverfilmung: A Discovery of Witches


Heute startet auf Sky die Serie, die auf dem Buch von Deborah Harkness beruht. 

Diana Bishop ist Historikerin - und eine Hexe. Sie versucht aber, dies geheim zu halten. Aber dann stößt sie in Oxford auf ein geheimnisvolle Buch und außerdem auf den 1.500 Jahre alten Vampir Matthew. 

Ich habe das Buch vor einigen Jahren gelesen, aber richtig vom Hocker gerissen hat es mich nicht. Deswegen habe ich auch die Nachfolgebände nicht gelesen.

Mal sehen, wie die Umsetzung fürs Fernsehen ist. 





Dienstag, 23. April 2019

Rezension: "Am dunklen Fluss" von Anna Romer

Australien, New South Wales. Ruby Cardel ist 12 Jahre alt, als ihre ältere Schwester nahe der elterlichen Farm stirbt. Ruby war bei ihr, kann sich aber weder an das Ereignis selbst erinnern, noch an den Zeitraum des ganzen Jahres danach. Inzwischen lebt sie ihr Leben in einer kleinen Küstenstadt, führt einen Buchladen und ist seit ein paar Jahren mit einem erfolgreichen Autor zusammen. Doch die Unwissenheit über das, was damals mit ihrer Schwester passiert ist, quält sie immer wieder. Als sie nach achtzehn Jahren zurück nach Lyrebird Hill reist, dem Haus ihrer Kindheit, stürmen Erinnerungsfetzen auf sie ein und Stück für Stück setzt Ruby die Puzzleteile ihrer Vergangenheit wieder zusammen. Und dabei kommt ein tödliches Geheimnis ans Licht...

Anhand des Klappentextes ist hier nicht zu erkennen, dass "Am dunklen Fluss" ein Roman ist, der auf zwei oder wenn man es genau nimmt, auf drei Zeitebenen spielt.
In der Gegenwart lernen wir Ruby kennen, die langsam aufgrund ihrer Erinnerungen den Geheimnissen um den Tod ihrer Schwester auf die Spur kommt. Diese Zeit wird in Rückblenden erwähnt, meist sind es aber nur kleinere Sequenzen. 
Ein weiterer, größerer Part wird aus Sicht von Brenna, Rubys Ur-Großmutter, im Jahr 1898 erzählt. 
Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte um Ruby reinzukommen und musste mich mit dem Schreibstil erst anfreunden. Die Teile um Brenna haben mir auch ein bisschen besser gefallen. 
Sehr anschaulich und lebendig sind auf jeden Fall die landschaftlichen Beschreibungen Australiens. 
Zwischendurch gibt es sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart immer wieder Wendungen und Überraschungen, die die Spannung aufrecht halten. Am Schluss wollte ich unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt. 

Wie gesagt, anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten, mit Ruby warm zu werden. Aber mit der Zeit mochte ich sie dann doch. Brenna dagegen war mir gleich sympathisch und ich habe mit ihr gelitten, bei allem, was sie durchmachen musste. 

"Am dunklen Fluss" ist nach "Das Rosenholzzimmer" der zweite Roman von Anna Romer. Dieser liegt noch auf meinem SUB und wird sicher bald gelesen. 

Wer gute Unterhaltung mag und Geschichten, die die Gegenwart mit der Vergangenheit verknüpfen, dem wird das Buch sicher auch gefallen.  

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇



Welttag des Buches 2019




Heute ist Feiertag für alle Leseratten und Buchgesichter. Eigentlich müssten wir ja heute frei haben. *g*

🥂🍾🍹🎉

Offiziell gibt es die Aktion "Blogger schenken Lesefreude" ja leider nicht mehr bzw. die Organisatoren haben nicht die Zeit gefunden, was ich aber auch nachvollziehen kann. Es ist ja immer ein ganz schöner Aufwand gewesen.

Mir geht es dieses Jahr leider auch so, dass mir die Zeit fehlt, hier eine eigene Aktion zu starten und ich möchte auch nicht auf die Schnelle irgendwas Halbherziges machen.

Aber es gibt ja viele andere Blogger, die sich trotzdem beteiligen. Schaut also einfach dort vorbei.

Auf jeden Fall wünsche ich euch allen einen schönen Welttag des Buches und ich hoffe, ihr genießt und feiert ihn gebührend. 











Montag, 15. April 2019

Rezension: "Ostseeangst" von Eva Almstädt

Eine Gruppe Jugendlicher stößt bei einer Kajaktour auf eine abgetrennte Hand. Dann verschwindet in der darauffolgenden Nacht eine der Betreuerinnen spurlos aus der Jugendherberge. Als dann in einer abgelegenen Scheune ein Unterarm gefunden wird, stellen die Ermittler fest, dass dieser nicht zu der gefundenen Hand passt. Pia Korittki und ihre Kollegen von der Lübecker Polizei werden mit dem Fall betraut. Schließlich rufen weitere Ereignisse auch ermittelnde Kollegen vom LKA auf den Plan, was zu weiteren Reibereien führt, da sich keiner "seinen" Fall wegnehmen lassen will. Nach dem Tod Ihres Freundes vor fast einem Jahr ist Pia allerdings noch nicht wieder ganz bei der Sache und ihr Vorgesetzter behält sie besonders im Auge und möchte sie am liebsten zu einer Auszeit überreden. Aber dann werden in einem See weitere Leichenteile entdeckt und jeder verfügbare Ermittler wird dringend gebraucht.

"Ostseeangst" ist mittlerweile der 14. Teil der Reihe, ich selbst habe auch nur die letzten fünf Teile gelesen. Es ist also kein Problem, mittendrin einzusteigen. Obwohl es im letzten Teil natürlich schon ein sehr einschneidendes Erlebnis in Pia Korittkis Leben gab. Und ehrlich gesagt, frage ich mich immer noch, warum das sein musste. Aber gut, es ist eben so passiert und die Hauptfigur muss nun damit klar kommen.
Die volle Punktzahl kann ich hier leider nicht vergeben, denn so wirklich richtig gut gefallen hat mir der Fall dieses Mal nicht. Es war teilweise ein wenig zu konstruiert, finde ich. Es gab ein paar Längen, dann wiederum aber auch überraschende Wendungen. 

Was ich von der Sache mit dem LKA-Kollegen halten soll, weiß ich auch noch nicht so recht.

Und dieses Mal fehlte mir auch ein wenig die sonst sehr lebendige Beschreibung der Stadt Lübeck, das kam ein bisschen zu kurz. 

Gute Krimiunterhaltung ist "Ostseeangst" aber trotzdem, wenn ich auch von der Reihe Besseres gewohnt bin. 

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇


Freitag, 12. April 2019

Noch 10 Tage bis zum Feiertag der Leseratten

Am 23. April ist es wieder soweit und wir feiern DEN Tag aller Leseratten und Buchbegeisterter, den 




Ich weiß noch nicht, ob ich Zeit für eine Aktion habe, möchte aber schon gerne irgendwas an diesem Tag hier auf dem Blog veranstalten. Auch wenn es die tolle Aktion "Blogger schenken Lesefreude" so offiziell nicht mehr gibt bzw. diese nicht mehr von den ursprünglichen Initiatoren zentral organisiert werden kann, bin ich ja immer dafür, Traditionen zu pflegen. 
Deswegen schaut gerne in den nächsten Tagen hier mal wieder rein, ob es etwas Neues gibt. 

Jetzt wünsche ich euch erst mal ein schönes und erholsames Wochenende. 



Dienstag, 9. April 2019

Rezension: "Chicagoland Vampires - Ein Biss von dir " von Chloe Neill

Mitten in den Vorbereitungen zur Hochzeit von Merit und Ethan geschehen beunruhigende Dinge in Chicago. In Haus Cadogan greift ein anscheinend psychisch angeschlagener Vampir Merit an. Er hört Stimmen, die ihn anflehen, ihm zu helfen und ihn in den Wahnsinn treiben. Und dabei bleibt es nicht, immer mehr Menschen scheinen diese Stimme zu hören. Hat es etwas mit den Ereignissen vor vier Monaten zu tun, als eine mächtige Hexenmeisterin in der Stadt die Macht an sich reißen wollte? Als dann mitten im August Chicago mit einer Eisschicht überzogen wird, müssen Merit und ihre Freunde noch einmal alles geben, um einen mächtigen Feind zu besiegen und ihre Stadt zu befreien.  

Dies ist der letzte und abschließende Band der "Chicagoland Vampires"-Reihe. Und ich bin schon ein wenig traurig, denn in den vergangenen Jahren habe ich mich jedes Mal auf das Wiedersehen mit Merit, Ethan und Co. gefreut. Es war fast schon wie ein Treffen mit alten Freunden. 
Aber manchmal ist es auch besser, einer Reihe einen guten Abschluss zu geben, bevor sie sich tot läuft und den Geschichten die Luft ausgeht.
Hier ist das der Autorin auf jeden Fall gelungen. Wie immer hat das Ganze den gewohnten Witz, meistens aus der Situation heraus. Dabei kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz, die durch Wendungen und Überraschungen stets bleibt. Das eine oder andere Tränchen ist auch dabei, denn wie immer gibt es auch emotionale Momente. 

Insgesamt erzählt die Serie über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr, erschienen ist Teil 1 aber bereits vor 11 Jahren. Ich hatte damals große Bedenken "Frisch gebissen" zu lesen, da ich eine eher eine Teenie-Vampirschnulze befürchtet habe. Dem ist aber gar nicht so.
Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und haben sich mit der Zeit auch weiterentwickelt, was ich sehr wichtig finde. Merit ist in ihre Rolle als Vampirin und Hüterin des Hauses Cadogan hinein gewachsen und nun endlich "angekommen". Sie wurde von der Doktorandin für Englische Literatur zur unsterblichen Kriegerin. Und auch ihre Beziehung zum Meistervampir Ethan Sullivan hat sich über die Zeit geändert und gefestigt und wird hier nun zu einem schönen Abschluss gebracht. Und sicher werde ich diese Szenen vermissen, wenn Ethan wieder einmal "eine goldene Augenbraue hochzieht und sagt "Hüterin!".  *g*

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇





Mittwoch, 3. April 2019

Cover Theme Day am 3. April 2019



Mittwoch und damit Zeit für den Cover Theme Day in Charleens Traumbibliothek. Das Thema heute:

Zeige das Cover eines Selfpublishers




Auf dem Bild seht ihr den ersten Band der historischen Vampirserie von Hope Cavendish. Insgesamt gibt es fünf Teile, der letzte ist kürzlich erschienen. Leider habe ich ihn noch nicht gelesen, aber ich bin sicher, er gefällt mir genau so gut wie die ersten vier.

Wer mehr wissen möchte, hier geht es zu meiner Rezi: KLICK 

Donnerstag, 28. März 2019

Rezension: "Totwasser" von Julia Hofelich

Vor vier Jahren hat ein Autounfall das Leben der erfolgreichen Anwältin Linn Geller für immer verändert. Seitdem hat sie eine Narbe im Gesicht und ein versehrtes Bein. Nachdem sie die Stellung in einer renommierten Anwaltskanzlei verloren hatte, hat sie zusammen mit einem Kollegen eine kleine Kanzlei eröffnet. Und nun soll sie das berühmte Model Grace Riccardi vertreten, die ihren Mann Nico Benten, einen bekannten und beliebten Schauspieler, in England ermordet haben soll. Grace aber will keinen Anwalt und besteht darauf, dass sie schuldig ist. Doch Linn ist nicht davon überzeugt und verbeißt sich in den Fall. Sie gräbt immer tiefer und nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die besser im Dunkeln geblieben wären und auch ihr eigenes Leben gefährden.

"Totwasser" ist der erste Krimi von Julia Hofelich und ich finde, er ist ihr gut gelungen. Die Geschichte ist keine Sekunde langweilig und ich habe mich von Anfang bis Ende gut unterhalten gefühlt. Zwischendurch gibt es immer wieder Überraschungen und Wendungen, die die Spannung aufrecht erhalten. 
Die Handlung ist in Deutschland und in Cornwall in England angesiedelt, was mir auch gut gefallen hat. Dadurch hat das Ganze auch etwas von einem typisch englischen Krimi.
Man merkt, dass die Autorin Jura studiert hat und sich auskennt, aber trotzdem ist das Ganze nicht zu theoretisch oder gar mit "Fachchinesisch" versehen.

Ich mochte Linn Geller, die es in der Vergangenheit nicht leicht hatte und nun versucht, mit ihrem Leben zurecht zu kommen und mit ihrer Kanzlei wieder Fuß zu fassen. 

Ich würde mich freuen, wenn es ein weiteres Buch geben würde und damit ein Wiedersehen mit Linn, Götz und vielleicht auch Harris. 

Bewertung: 🦇🦇🦇🦇