Montag, 1. März 2021

Rezension: "Elsternherz" von Karin Kehrer

Claudia und Maggie Duncan leben mit ihren Eltern in einer kleinen Stadt in der Nähe von Stirling in Schottland. Vater und Mutter arbeiten den ganzen Tag, damit es der Familie wenigstens einigermaßen gut geht, aber dadurch sind die Mädchen schon als Kinder auf sich gestellt und müssen im Haushalt viel mit anpacken. Während Claudia das ohne zu Murren tut, strebt Maggie nach Höherem und träumt von einer Karriere als Fotomodell. Claudia ist eher bescheiden und schüchtern, geht gern zur Schule und ist ein Büchernarr. Leider lässt sie sich auch sehr von ihrer älteren Schwester ausnutzen und herum schubsen, die genau weiß, wie sie die Jüngere manipulieren muss. Das ändert sich auch nicht, als beide erwachsen sind und Claudia aus Not bei Maggie, die sich nun Eileen nennt, unterschlüpfen muss. Schließlich aber hat Claudia die Nase voll und sucht sich eine Arbeit. So landet sie bei Michael Campbell als Haushälterin. Durch die Arbeit lernt sie auch die private Seite von ihm kennen, die anders ist, als die, die er auf den Partys in der Londoner High Society zeigt. 
Aber auch Eileen, die Michael von verschiedenen Parties kennt, hat ein Auge auf ihn geworfen und will ihn mit allen Mitteln erobern. Schließlich entdeckt Claudia ein dunkles Geheimnis ihrer Schwester und ist hin und her gerissen, wie sie nun damit umgehen soll. 

"Elsternherz" ist der neue Roman von Karin Kehrer. Ich würde ihn als Psychologischen Spannungsroman bezeichnen. 
Mir hat die Geschichte gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und lebendig. Besonders die Szenen in Schottland auf der Isle of Mull sind sehr schön beschrieben, ich habe die Landschaft mit dem Herrenhaus direkt vor mir gesehen. 
Der Wechsel zwischen Rückblende und Gegenwart hält die Spannung aufrecht und ich wollte immer wissen, wie es weitergeht.
 
Claudia hat mir oft sehr leid getan und manchmal hätte ich ihr etwas mehr Rückgrat und Selbstvertrauen gewünscht. Aber ihre Schwester hat natürlich auch jahrelang dafür gesorgt, dass sie das gar nicht erst entwickelt hat. Im Laufe der Geschichte macht sie zwar eine positive Entwicklung durch, aber verändert sich nicht völlig, so dass das Ganze auch glaubhaft ist. Was sie sicherlich auch ihrem schottischen Dickschädel zu verdanken hat. :-)
 
Fazit:
Ein bisschen Cinderella-Romantik, aber nicht kitschig, dazu der Krimi-Anteil: empfehlenswert für spannende Lesestunden. 


 Bewertung:

 
 
 
 

Donnerstag, 25. Februar 2021

Top Ten Thursday am 25.02.21

 
Heute lautet die Aufgabe auf Aleshanees Weltenwandererblog:

Nenne 10 Bücher von deutschsprachigen Autorinnen oder Autoren.

Und hier ist meine Top Ten:
 
1. Tanya Carpenter
Diese Reihe umfasst 6 Teile. Leider habe ich bisher nur die ersten 4 gelesen :-(

2. Oliver Pötzsch
Neben der Henkerstochter-Reihe schreibt der Autor ja auch noch andere Bücher. Diesen historischen Roman um den Trifels fand ich auch sehr gut.

3. Sven Koch
Von ihm kenne ich zwei Krimireihen, dieses hier ist der 2. Teil, die mehr im Rheinland angesiedelt ist. Die andere spielt in Ostfriesland. 
 
4. Tom Finnek 
Das ist das Pseudonym eines Autors, der eigentlich aus dem schönen Münsterland kommt. "Unter der Asche" ist Teil 1 seiner London-Trilogie.

 
5. Hope Cavendish
Die Zeitgenossen-Reihe ist eine historische Vampirsaga über mehrere Jahrhunderte. 
 
6. Ulrike Schweikert
 Sie schreibt ja viele verschiedene Bücher. "Das Herz der Nacht" ist quasi die Vorgeschichte zu ihren Vampirkrimis um Peter von Borgo, die in der Gegenwart von Hamburg angesiedelt sind.
 
 
7. Rebecca Gablé
Natürlich konnte ich an der Expertin für englische Geschichte rund um die Zeit der Rosenkriege nicht vorbei. Aber auch ihre Reihe über Otto den Großen gefällt mir sehr gut.
 
8. Frank Goldammer
Dresden in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges und in der Nachkriegszeit, das ist das Setting dieser historischen Krimis. In "Der Angstmann" wird der Feuersturm auf Dresden sehr authentisch beschrieben. 
 
9. Constanze Wilken
Auch wenn ihre Bücher überwiegend in Wales oder Schottland spielen, die Autorin ist Deutsche. Die Geschichten spielen meistens auf zwei oder mehr Zeitebenen und es geht in der Regel um alte Familiengeheimnisse. 
 
10. Susanne Goga
Ich mag ihre historischen Romane sehr. Dieses hier spielt z. B. in Irland. 

 
 
 
 
 

Dienstag, 23. Februar 2021

Rezension: "Blinde Rache" von Leo Born

Als Mara Billinsky noch ein Kind ist, findet sie ihre Mutter zuhause ermordet vor. Der Täter wurde nie gefasst. Von ihrem Vater, einem erfolgreichen Anwalt, hat sie sich seitdem entfernt. Dieses Ereignis hat Mara geprägt. Nach einer rebellischen Jugend arbeitet sie nun bei der Polizei in Frankfurt. Dort hat sie keinen leichten Stand bei ihrem Chef und ihren Kollegen. Schwarze Kleidung, Piercings, Tattoos und nicht gerade ein offenes, freundliches Wesen. Trotzdem sie gut bei der Untersuchung eines brutalen Mordes unterstützen könnte, setzt ihr Vorgesetzter sie auf eine Einbruchserie an. Aber Mara lässt sich nicht so leicht kaltstellen und ermittelt auf eigene Faust, als eine weitere Leiche auftaucht. Alles sieht nach Morden im Milieu des Organisierten Verbrechens aus. Als schließlich ein dritter Toter gefunden wird, ist sich Mara sicher, dass mehr dahinter stecken muss.
 
Der erste Fall für Mara Billinsky, die von allen "Die Krähe" genannt wird. Eine Ermittlerin, mit der einige vielleicht nicht gleich warm werden. Mir erging es nicht so, ich mochte Mara gleich. Warum sollte eine Polizistin keine Piercings und Tattoos haben dürfen? Das sagt schließlich nichts über ihre beruflichen Fähigkeiten aus. 
Die Vergangenheit hat Mara geprägt. Der ungeklärte Mord an ihrer Mutter, das Verhalten ihres Vaters danach. Sie kann schlecht Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen, Vertrauen fällt ihr schwer. Nur der Sozialarbeiter Hanno scheint sie wirklich zu verstehen und ohne ihn hätte sie den Absprung als Teenager damals nicht geschafft.
Mara ist ehrgeizig, aber nicht um ihrer Karriere willen, sondern weil sie den Täter schnappen und den Opfern gerecht werden will. 
 
Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die zum Ende stimmig zusammenlaufen. Der Schreibstil ist flüssig, lebendig und man merkt, dass der Autor Frankfurt gut kennt.
Was mir auch gefallen hat, ist der Einfluss von Mara auf andere Figuren im Buch, wie z. B. auf ihren Kollegen Rosen.
 
Anfangs fehlte mir ein wenig Spannung in der Geschichte, aber das wird mit der Zeit besser. Ich bin froh, dass ich nicht aufgegeben habe. Und ich werde auf jeden Fall die Reihe weiter verfolgen. Der nächste Band liegt schon auf meinem SUB bereit.
 

  Bewertung:


 
 
 
 

Freitag, 19. Februar 2021

Mein Beitrag zum Freitag

Freitag, das Wochenende steht vor der Tür. Und angekündigt ist ja schon ein erster Hauch von Frühling. Aber ich bin mir sicher, dass das nicht alles vom Winter war, schließlich ist der tatsächliche Frühlingsbeginn erst in einem Monat.
Angesichts des ja leider weiter andauernden Lockdowns fällt auch der Ansturm auf die Garten- und Baumärkte am morgigen Samstag aus. Wahrscheinlich wird die Branche den Saisonstart nicht wirklich erleben können. Wie viele andere auch. Ich bin gestern kurz durch unsere Fußgängerzone gelaufen und die gähnende Leere und geschlossenen Geschäfte haben mich sehr traurig gemacht.
 
Aber zu einem schöneren Thema: Bücher! In den nächsten Tagen erwarte ich zwei neue Seitlinge, die bei mir ein neues Zuhause finden werden.
 
Das Eine ist ein Rezi-Exemplar von Karin Kehrers neuem Roman "Elsternherz". Darauf bin ich schon sehr gespannt. 
 

 
Das andere Buch habe ich für eine Leserunde bei den Büchereulen gewonnen, die am 1. März startet:

Hierbei handelt es sich um eine Fortsetzung von "Der verbotene Fluss" bzw. die Geschichte von Charlotte und Tom wird weitererzählt. 
 
Vorher möchte ich aber noch meinen aktuellen Thriller "Blinde Rache" von Leo Born beenden, das sollte zu schaffen sein, es sind noch rund 80 Seiten. 
 
Kommt gut ins Wochenende und genießt die hoffentlich sonnigen Tage, vorzugsweise mit einem guten Buch. 
 
 
 

 

 

Donnerstag, 18. Februar 2021

Top Ten Thursday am 18.02.21

 
Und mal wieder ist es Donnerstag und damit Zeit für die Aktion auf Aleshanees Weltenwandererblog.
 
Die Aufgabe heute lautet:
 
10 Buchreihen, die du in diesem Jahr endlich beginnen bzw. weiterlesen möchtest.

Hier ist meine Top Ten. Es sind alles Reihen, die ich bereits lese und von denen ich dieses Jahr mindestens einen weiteren Teil lesen möchte.

1.
 Die Ostseekrimis von Eva Almstädt spielen in und um Lübeck. 
Hier muss ich noch den letzten und den aktuellen Band lesen.

2.
Von dieser historischen Fantasyreihe habe ich Teil 1 und 2 gelesen, 
Teil 3 liegt noch auf meinem SUB

3. 
Eine englische Krimireihe um eine forensische Archäologin. Hier muss ich ebenfalls noch den letzten Teil lesen und in diesem Jahr kommt auch noch ein neuer auf den Markt.
 
4.
Wie jedes Jahr kommt auch diesen Sommer wieder ein neuer Fall für die ehemals amische Polizeichefin Kate Burkholder auf den Markt. Den muss ich natürlich lesen, die Reihe verfolge ich von Anfang an und bin jedes Mal begeistert.

 
5.
Von der Henkerstochter-Reihe liegt der 4. Teil auf meinem SUB. 
Den möchte ich dieses Jahr gerne lesen. 

6. 
Lange Zeit habe ich jeden neu erscheinenden Band sofort gelesen, aber irgendwann habe ich mal ausgesetzt und hinke nun etwas hinterher. Ich glaube, ich muss bei Band 14 weitermachen, möchte ich auch sehr gerne dieses Jahr.
 
7.
Auch von dieser historischen Krimireihe möchte ich gerne dieses Jahr einen weiteren Teil lesen, das wäre dann der 6. Teil "Die Schrift des Todes"

 
8.
Und noch eine historische Reihe, dieses Mal spielt sie in Wales. Hier möchte ich gerne mit dem 4. Teil "Die fremde Prinzessin" weitermachen

 
9.
Als Fan von Patricia Briggs' Mercy Thompson Reihe, musste ich natürlich auch den Ableger lesen. Hier bin ich bisher bis Teil 3 gekommen und möchte dieses Jahr gerne 
mit Teil 4 weitermachen. 

10. 
Den ersten Teil der Ruhrpott Saga von Eva Völler habe ich letztes Jahr gelesen. Sie spielt in der Nachkriegszeit in Essen. Ich möchte gerne bald mit Teil 2 weitermachen, denn dieses Jahr erscheint auch schon Teil 3






Donnerstag, 11. Februar 2021

Top Ten Thursday am 11.02.21



Heute ist Donnerstag und heute bin ich auch mal wieder dabei und macht mit bei Aleshanees Aktion auf ihrem Weltenwanderer Buchblog.

Das Thema heute: 10 Bücher, die keinen Artikel im Titel haben (der, die, das) 
 
1.
Dies ist der erste Teil der "True Blood"-Reihe von Charlaine Harris
 
2.
Dies ist der erste Teil der Anita-Blake-Reihe. Urban Fantasy, die in St. Louis spielt. 
Anita ist Nekromantin und staatlich bestelle Vampirhenkerin.
 
3.
Ebenfalls der Beginn einer Reihe. Eine Privatdetektin trifft in Toronto auf einen 400 Jahre alten Vampir, der behauptet, der uneheliche Sohn von Henry VIII zu sein.
 
4.
Buchland ist ein..ja, was? Fantasyroma? Eine Geschichte über Bücher? Eine Liebeserklärung an die Buchwelt? Auf jeden Fall eine wunderbare Geschichte.
 
5.
Teil 4 der Geister-Krimi-Reihe um Friedhofskönigin Amelia Gray
 
6.
Der aktuelle Band der Mercy-Thompson-Reihe, den ich erst letzten Monat gelesen habe.
 
7.
Eine Thriller-Reihe, die nichts für schwache Nerven und Mägen ist. 
Das trifft besonders auf diesen Teil zu.
 
8.
Eine Krimireihe, die in und um Lübeck spielt. Ich bin auch erst 
mittendrin eingestiegen, aber sie gefällt mir gut.

 9. 
Das war eine meiner Lieblingsreihen. Leider hat die Autorin sie mit Teil 14 beendet, aber vielleicht war das auch gut so, bevor sie sich tot gelaufen hätte...oder untot. ;-)
 
10.
Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich tue mich mit skandinavischen Krimis meistens schwer. Zumindest in Buchform. Filme oder Serien finde ich dagegen super. "Hagebuttenblut" spielt in Schweden. Aber ich würde es auch nicht als Thriller oder Krimi bezeichnen, sondern als psychologischen Spannungsroman. Alles andere weckt falsche Erwartungen.




Sonntag, 7. Februar 2021

Neuzugänge im Februar

 Am Samstag sind diese Bücher bei mir eingezogen:


Eigentlich wollte ich ja nur ihr ein neues Zuhause geben, aber dann mussten die Bücher auch noch mit:

Das ist Lilli. Und im Frühjahr darf sie auch in den Garten. Der Schmetterling leuchtet übrigens im Dunkeln. 
 
 
 
 

Dienstag, 2. Februar 2021

Rezension: "Die dunklen Wasser von Exeter" von Paul Marten

Der Polizist Craig McPherson wurde strafversetzt von Edinburgh ins südenglische Exeter. Eines Nachts entdeckt er beim Joggen eine Leiche im Fluss. Es handelt sich um einen bekannten Bauunternehmer. Der Coroner stuft das Ganze als Unfall ein, aber Craig hat ein komisches Bauchgefühl und auch sein schottischer Dickschädel sagt ihm, dass da irgendwas nicht stimmt. Es gibt zu viele Ungereimtheiten und Craig ermittelt auf eigene Faust weiter, denn er ist überzeugt, dass Carpenter ermordet wurde. Dabei stößt er in ein Wespennest, das ihn bis in die höchsten Kreise der Politik führt...
 
Ein unterhaltsamer englischer Krimi, in dem klar wird, dass Polizeiarbeit überwiegend aus akribischer Ermittlungsarbeit und Recherchen besteht und nicht aus pausenloser Action und wilden Verfolgungsjagden.
Eine Hauptfigur, die mir sympathisch war und dazu das Setting in Südengland, das sind auf jeden Fall Pluspunkte.
Manchmal hätte die Geschichte zwar etwas spannender sein können, aber für den Einstieg in die Reihe war es trotzdem gut. Der Schreibstil ist locker und einfach zu lesen, es wird nicht mit unzähligen Fachbegriffen oder Abkürzungen um sich geworfen und zum Schmunzeln gibt es auch einige Stellen. 
Leider erfährt man nicht, warum McPherson strafversetzt wurde, es gibt nur ein paar Andeutungen. Aber vielleicht klärt sich das im nächsten Teil "Die Toten vom Dartmoor" auf. 
 
Fazit: Gute Krimiunterhaltung für Leser, die nicht auf jeder Seite über blutige Leichenteile stolpern müssen. 

Bewertung:
 
 

Donnerstag, 28. Januar 2021

Top Ten Thursday am 28.01.2021

 
Auch heute ist wieder Zeit für den Top Ten Thursday auf Aleshanees Weltenwandererblog. 
Das Thema heute:

Zeige 10 Bücher, auf deren Cover ein Fortbewegungsmittel zu sehen ist. 
 
 
 1.
 
2.
 
3.

 4.

 5.

6.

 
7.
 
8.

9.


10.