Montag, 18. Oktober 2021

Rezension: "Der Ripper" von Richard Laymon

London, 1888. In White Chapel treibt Jack the Ripper sein Unwesen. Der sechzehnjährige Trevor Bentley ist eigentlich nur nachts auf den Straßen unterwegs, um seinen Onkel zu suchen, der Polizist ist. Durch Zufall trifft er auf einen Mann, der aufgrund der Tat, bei der Trevor ihn beobachtet, nur der berüchtigte Ripper sein kann. Er erlebt den Mord an Mary Jane Kelley hautnah mit und muss vor dem brutalen Mörder fliehen. Trevor landet auf dem Boot eines amerikanischen Paares und sein Verfolger nutzt die Chance und flieht mit den Dreien als Geiseln über den Atlantik. An der amerikanischen Ostküste nimmt Trevor schließlich die Verfolgung auf, fest entschlossen, den Ripper aufzuhalten.
 
Die Meinungen zu diesem Buch gehen ja sehr weit auseinander. Richtige Laymon-Fans sind wohl Härteres des Horror-Meisters gewohnt. Ich hatte bisher nur ein Buch von ihm gelesen, irgendwas mit Vampiren und das fand ich stellenweise schon ziemlich ekelig. 
"Der Ripper" hat mir gut gefallen, auch wenn der Titel etwas irreführend ist und ja auch nicht korrekt aus dem Englischen übersetzt wurde. Mit dem richtig übersetzten Titel würde man vielleicht mit anderen Erwartungen an die Geschichte herangehen und es hätte mehr positive Meinungen gegeben. 
 
Ich würde sagen, das Ganze ist ein gut erzählter Mix aus Thriller, Abenteuerroman, Western und ein bisschen Horror. Auf jeden Fall ist der Schreibstil flüssig und lebendig, man ist als Leser immer direkt mitten im Geschehen. Auch, weil in der ersten Person aus Sicht von Trevor erzählt wird. Man begleitet ihn von den düsteren Straßen Londons über den Ozean in die Neue Welt und besteht mit ihm zusammen allerlei Abenteuer. 
 
Trevor fand ich jedenfalls sehr sympathisch. Über seine Gedankengänge musste ich manchmal schmunzeln. 
Whittle war ebenfalls gut beschrieben, ein echt fieser Charakter, dem das Töten Spaß macht.
 
Ob Whittle nun tatsächlich der Ripper war? Wer weiß. ;-) Ich denke aber auch nicht, dass Laymon mit seinem Buch diese Frage beantworten wollte. Aber es gibt ja tatsächlich immer wieder Vermutungen, dass Jack the Ripper sich nach Amerika abgesetzt haben könnte, da die Morde nach dem Tod von Mary Jane Kelley aufhörten.  Ein Rätsel, das vermutlich niemals gelöst werden wird.

Wer für ein paar Stunden einfach nur gut unterhalten werden möchte mit einer fesselnden Geschichte, der liegt mit "Der Ripper" genau richtig. Man darf nur keine durchgehend vor Blut triefende Story erwarten. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹


 
 
 
 

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Top Ten Thursday: Es wird herbstlich!

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Ein schönes Thema hat Aleshanee diese Woche auf ihrem Bücherblog. Ich liebe ja den Herbst, da habe ich natürlich mitgemacht.

Bilde aus den Anfangsbuchstaben von 10 Buchtiteln das Wort "Herbstlich":
 
 
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H   
Herrscher der Finsternis (Laurell K. Hamilton)
 
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E
  ES (Stephen King)

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R
  Rauch und Schatten (Tanya Huff)

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B
   Bleiche Knochen (Graham Masterton)

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S
   Suche mich nicht (Harlan Coben)

🍂🍁🍂🍁
 
T
  Töte mich (Jon Osborne)

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L
  Leichenblässe (Simon Beckett)

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I
  Ich bin nicht tot (Anne Frasier)

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C
  Cocktail für einen Vampir (Charlaine Harris)

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 Heute Nacht oder nie (Carlene Thompson)
 
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Zu "Herrscher der Finsternis", "ES" und "Heute Nacht oder nie" gibt es keine Rezis von mir, weil ich die in einer Zeit gelesen habe, als ich mit Blogs und Rezensionen noch nichts am Hut hatte. Da habe ich die Bücher einfach nur gelesen *g*


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Mittwoch, 6. Oktober 2021

Rezension: Die Gärten von Heligan - Spuren des Aufbruchs

Gegenwart: Lexi verlässt London und beginnt als freiwillige Helferin in den Heligan Gardens in Cornwall. Bei den Recherchen zur Vorbereitung einer Jubiläumsausstellung findet sie Spuren bis ins 18. Jahrhundert. Henry Tremayne reiste damals mehrere Monate durch England, um sich für seinen eigenen Garten inspirieren zu lassen. Lexi fügt sich schnell ein in die Gemeinschaft der Helfer in Heligan und ist fasziniert von der Vergangenheit der so genannten "verlorenen Gärten". Aber ganz unbeschwert kann sie nicht leben, denn es gibt einen Grund, warum sie London Hals über Kopf verlassen und einen anderen Namen angenommen hat.
 
1781: Die beiden Waisen Damaris und Allie leben seit dem Tod ihrer Eltern auf dem Landgut ihres Cousins Henry Tremayne. Eines Tages finden sie am Strand einen Schiffbrüchigen. Julian hat seine gesamte Familie bei einem Sturm verloren und gibt sich selbst die Schuld an ihrem Tod. Die sechzehnjährige Damaris verliebt sich in den ruhigen, nachdenklichen Mann, der bald als Wildhüter bei den Tremaynes angestellt wird. Ein paar Jahre später geht sie dann mit ihrem Cousin Henry auf eine Reise durch die schönsten Gärten Englands. Henrys Frau hofft, dass Damaris auf dieser Reise auch einen passenden Ehemann findet, aber Damaris hat kein Interesse an anderen Männern. Sie glaubt fest daran, dass Julian seine Meinung eines Tages ändert.
 
Das Buch hat zwei Erzählstränge auf unterschiedlichen Zeitebenen. Da ist zum einen Lexi in der Gegenwart, die ihren Job und ihr altes Leben in London praktisch über Nacht verlassen hat. Nach und nach erfahren wir ein paar Einzelheiten aus ihrer Vergangenheit, aber nicht die ganze Geschichte. Es wird aber klar, dass ihr Ex-Freund kein netter Mensch ist. In Heligan kommt Lexi schließlich ein wenig zur Ruhe, lernt neue Menschen kennen und findet sich gut in ihrer neuen Arbeit in den "Verlorenen Gärten" ein. Sie will endlich wieder positiv in die Zukunft blicken und sich nicht von der Angst vor ihrem Ex leiten lassen. Und sie stürzt sich mit Begeisterung in ihre Aufgabe: Recherchen zur Vorbereitung der Jubiläumsfeier der Heligan Gardens.
 
Im 18. Jahrhundert geht es hauptsächlich um Damaris, die mit ihrer jüngeren Schwester Allie bei ihrem Cousin Henry lebt. Mit sechzehn findet sie den halbtoten Julian am Strand und als sie fünf Jahre später mit Henry auf die große Reise geht, ist ihr klar, dass sie niemals einen anderen Mann lieben wird. Während sie unterwegs sind, zeichnet sie die Gärten, damit Henry diese Inspirationen später für seinen eigenen Garten umsetzen kann.

Eine lebendige Geschichte, die sehr anschaulich geschrieben ist. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Beschreibung ist lebendig und man begleitet die Hauptfiguren durch die Gärten und ihr Leben im Allgemeinen. Ihre Begeisterung für die Erhaltung der "Verlorenen Gärten" ist zu spüren.

Gut gefallen hat mir auch das Nachwort, in dem erklärt wird, welche Ereignisse und Personen historisch belegt und welche fiktiv sind. 

Da einige Fragen noch offen sind, wird es vermutlich eine Fortsetzung geben, dafür spricht auch der "Untertitel" Spuren des Aufbruchs. Über einen zweiten Teil konnte ich allerdings bisher noch nichts finden.
 

Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




 

Freitag, 1. Oktober 2021

Monatsrückblick September

 
Und schon wieder ein neuer Monat. Der Oktober hat begonnen und ich hoffe, es wird ein "Goldener Oktober", eine kleine Entschädigung für den Sommer. :-)
 
Also ist mal wieder Zeit für einen Monatsrückblick. Was war los im September 2021? 
 
Gelesene Bücher:
 
1. "Der Eisjunge" von Max Bentow
Wie immer spannende Lesestunden: Zur Rezension
 
 
2. "Die Teehändlerin" von Susanne Popp
Leider kam der Tee etwas zu kurz in der Handlung: Zur Rezension
 
3. Begonnen: "Die Gärten von Heligan" von Inez Corbi 


Neuzugänge im September:
 
1. Die Gärten von Heligan (für Bonuspunkte bei der Lesejury)
2. Der Eisjunge (Rezi-Exemplar vom Bloggerportal)
3. Das Geheimnis von Leben und Tod
4. Blutnacht (Teil 5 der Reihe)



Wenn ich "Die Gärten von Heligan" beendet habe, werde ich wohl mit "Blutnacht" weitermachen, dem 5. Teil der Urban-Fantasy-Reihe mit Hexe Rachel. Genau das Richtige im Oktober zur Einstimmung auf Halloween. 🎃

Und was war sonst? (abgesehen von dem üblichen Wahnsinn da draußen)
Was Fernsehserien betrifft, haben wir die komplette "Wallander"-Reihe in der Mediathek von vorne begonnen und festgestellt, dass wir einige Filme tatsächlich noch nicht gesehen haben. Mittlerweile sind wir beim letzten Teil der 1. Staffel angekommen. Und das Ende hat uns gar nicht gefallen! 😒
 
Jetzt bin ich gespannt, was der erste richtige Herbstmonat bringen wird.  







Mittwoch, 29. September 2021

Top Ten Thursday am 30.09.21

 

Diese Woche bin ich mal wieder dabei und mache bei der Aktion auf Aleshanees Weltenwandererblog mit.
 
Das Thema am letzten Tag im September lautet:
 
Stelle uns 10 deiner liebsten Protagonisten und ihre Geschichten vor
 
1.
Harry Dresden 
 von Jim Butcher
 
Privatdetektiv und Magier in Chicago. Seine große Klappe bringt ihn oft in Schwierigkeiten. Er will stets den Unterdrückten helfen und ist ständig im Kampf gegen das Böse unterwegs. Egal, ob es nun die Feen, Vampire oder Dämonen sind, er tritt gegen alle an und ist deswegen schon einmal gestorben und im Niemalsland gelandet, konnte aber zurückkehren. Was ihn so sympathisch macht, ist sein Humor und dass er kein unbesiegbarer Held ist. Er hat Angst vor den Monstern, bekämpft sie aber trotzdem, weil es seine Aufgabe ist. Außerdem ist er ein Gentleman, der Frauen sogar noch die Tür aufhält. ;-)
 
 
2.
Mercy Thompson
von  Patricia Briggs 
 

Eigentlich Mercedes Thompson. Die Automechanikerin hat eine eigene Werkstatt, in der sie auf deutsche Volkswagen spezialisiert ist. Alleine deswegen ist sie mir schon sympathisch. Außerdem ist sie ein sogenannter Walker und kann sich in einen Kojoten verwandeln. Das hat sie ihrem indianischen Vater zu verdanken. Sie wuchs in einem Werwolf-Rudel auf, verließ dieses aber irgendwann und lebt nun mit Alpha-Werwolf Adam zusammen. Gemeinsam mit seinem Rudel schützen sie die Menschen vor übernatürlichen Gefahren. Was Mercy außerdem noch sympathisch macht: wenn sie nervös ist oder Angst hat, backt sie Kekse.  *g*  Sie hat ein großes Herz und eine große Klappe, die oft schneller ist als ihr Verstand.

 3.
Sookie Stackhouse
von Charlaine Harris 
 

Sookie arbeitet in dem kleinen Städtchen Bon Temps als Kellnerin. Eines Tages kommt die Meldung in den Medien, dass es Vampire tatsächlich gibt. Eine Co-Existenz beider Spezies ist nun möglich, da eine Firma synthetisches Blut erfunden hat, das True Blood. So können die Vampire unter den Menschen "leben", ohne sich von ihnen ernähren zu müssen. Sookie hat außerdem die Gabe, Gedanken lesen zu können, was sie aber nur schwer kontrollieren kann und es deshalb sehr anstrengend für sie ist, mit anderen Menschen zusammen zu sein. Dann stellt sie fest, dass sie die Gedanken der Vampire nicht lesen kann, vermutlich, weil sie eigentlich ja tot sind. Diese Stille ist eine Wohltat für sie und sie verliebt sich in den Vampir Bill. Ich mag Sookie, sie ist (bis auf ihre Gabe) eine einfache junge Frau, mit normalen Träumen und Ängsten.

 4.
Kate Burkholder
von Linda Castillo
 

Kate gehörte bis zu ihrer Jugend der Amischen Gemeinde von Painters Mill an. Nach ihrem Ausstieg kehrte sie als Polizeichefin in ihre Heimatstadt zurück. Ihre Vergangenheit hilft ihr, die Lebensweise der Amischen zu verstehen. Sie hat schon einiges erlebt, glaubt aber immer noch an das Gute und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. 

5. 
Robert Hunter
von Chris Carter 
 
 

Zusammen mit seinem Partner Carlos Garcia ermittelt er bei der Polizei in Los Angeles bei besonders brutalen Verbrechen.  Hunter ist hochintelligent und hat bereits in einem Alter studiert, in dem andere noch zur High School gehen. Er hat die Gabe, sich in die Köpfe von brutalen Serienkillern hinein zu versetzen, was ihn aber auch oft an den Rand des Ertragbaren bringt. Er leidet an Schlaflosigkeit und liebt guten Whiskey. Ich mag die Figur, denn er ist kein schießwütiger Held, sondern arbeitet mit Köpfchen. Manchmal tut er mir auch leid, denn um niemanden in Gefahr zu bringen oder zu nahe an sich heran zu lassen, lebt er ziemlich zurückgezogen, wie ein einsamer Wolf.
 
 6.
Merrit 
aus Chicagoland Vampires von Chloe Neill 
 

Eigentlich ist es ihr Nachname, da sie ihren Vornamen noch nie mochte. Irgendwann erfahren wir ihn auch, aber das verrate ich jetzt nicht. Merrit wird eines Nachts auf dem Campus, wo sie als Doktorandin tätig ist, brutal überfallen und fast getötet, doch der Meistervampir Ethan rettet sie, indem er sie verwandelt. Merrit schäumt allerdings nicht gerade über vor Dankbarkeit, denn sie muss nun lernen, mit ihrem neuen Leben als Vampir klar zu kommen. Ethan holt sie in sein Haus und macht sie zu dessen Hüterin, zur Beschützerin aller Vampire des Hauses Cadogan in Chicago.
 
 7.
 Amelia Gray
von Amanda Stevens
 
 
Amelia kann von Kindheit an Geister sehen. Nicht so wirklich praktisch, wenn man als Restauratorin auf alten Friedhöfen arbeitet. Sie versucht die Geister zu ignorieren, wenn sie Kontakt zu ihr aufnehmen, aber nicht immer gelingt ihr das. Durch den Geist eines Kindes lernt sie auch den Polizisten John Devlin kennen, der sie um Hilfe bei der Aufklärung einer brutalen Mordserie bittet. Amelia ist klar, dass sie dadurch in große Gefahr gerät, denn die Geister sind selten gutmütig und manchmal lässt sich eine Tür, die einmal geöffnet wurde nicht mehr schließen. 
 
8.
Matthew Shardlake
von C. J. Sansom
 
 
Der "buckelige" Anwalt ist alles andere als ein Held. Er bezeichnet sich selbst sogar oft genug als Hasenfuß. *g* Er lebt in London zur Regierungszeit von König Henry VIII. und sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn hat ihn schon oft in Schwierigkeiten gebracht.  Shardlake ist intelligent und liebt Rätsel. Zusammen mit seinem Gehilfen löst er in der historischen Krimireihe knifflige Fälle.
 
9.
Temperence Brennan
von Kathy Reichs
Die forensische Anthropologin wird dann gerufen, wenn nur noch Knochen von einem Toten übrig sind und andere Experten nicht mehr weiterkommen. Das ist ihr Fachgebiet und sie arbeitet sowohl in Montreal als auch in Charlotte. Tempe ist geschieden, hat eine inzwischen erwachsene Tochter und einen eigenwilligen Kater namens Bird. Und eine On-Off-Beziehung mit dem kanadischen Detective Andrew Ryan. Ich hinke mit der Reihe ein wenig hinterher, aber ich lese sie gerne. Besonders mag ich den Humor, wenn Tempe mal wieder Selbstgespräche führt, sich mit Bird unterhält oder mit Ryan diskutiert.
 
  
10. 
Dracula
von Bram Stoker
 
 
Ich denke, viel muss ich zu dem berühmtesten Vampir aller Zeiten nicht sagen. Für mich eine der faszinierendsten Figuren der Literaturgeschichte. Bram Stoker hat damit ein solches Meisterwerk geschaffen und es ist wirklich tragisch, dass er den Erfolg nicht mehr erlebt hat. 
Tatsächlich tritt der Vampir im Buch ja nur am Anfang und am Ende selbst in Erscheinung, trotzdem gelingt es Stoker die ganze Zeit die Bedrohung durch ihn gegenwärtig zu machen. Die Gefahr schwebt ständig über allen anderen Figuren und Dracula ist immer präsent. An das Original kommt natürlich nichts heran, aber trotzdem gibt es viele weitere gute Bücher, die sich der tragischen Figur des Vampirs widmen.


Leider ist die Top Ten schon voll, ich hätte noch ein paar mehr Figuren aufzählen können: den Pixie Jenks (Kim Harrison), die forensische Archäologin Dr. Ruth Galloway (Elly Griffiths), den Vampir Eric (Charlaine Harris), die Waringhams (hauptsächlich Robin und John), Dr. David Hunter (Simon Beckett), Elena Michaels (Kelley Armstrongs "Women of the other world"), der Vampir Henry Fitzroy (Tanya Huffs Blood Ties)...






Montag, 27. September 2021

Rezension: "Der Eisjunge" von Max Bentow

Nils Trojan ist eben zurück von seiner Auszeit auf einer Insel, da wird er schon an einen neuen Tatort gerufen. Im ersten Moment glaubt er, in einen absurden Albtraum geraten zu sein: Es sieht aus, als würde ein Tier über dem Opfer kauern, denn der Mörder hat das Fell eines Rehs über die getötete junge Frau drapiert. Wenig später ereignet sich der zweite Mord, und wieder sind Mensch und Tier auf makabre Weise ineinander verschlungen. Aber was will der Täter mit seiner grausamen Botschaft mitteilen? In einem verlassenen Haus im Umland von Berlin stößt Trojan auf eine Fährte – und erkennt zu spät, dass er in eine mörderische Falle geraten ist ...
 
Von den sommerlichen Kanaren zurück in Berlin bei nasskaltem Novemberwetter. Nach drei Monaten kehrt Nils Trojan zu seinem neunten Fall zurück in die Hauptstadt. Und er ist noch gar nicht richtig angekommen, da wird er schon an den Schauplatz eines bizarren Mordes gerufen. Und es bleibt keine Zeit für Trojan, sich langsam wieder ins Arbeitsleben einzugewöhnen, denn es bleibt nicht bei der einen Toten. 
Hauptsächlich wird die Geschichte aus der Sicht von Trojan erzählt, aber es gibt auch Kapitel aus der Perspektive von zwei anderen Personen, von denen eine den Leser sicher mit Absicht ein bisschen in die Irre führt.
 
Max Bentow schreibt wie immer spannend, oft mit einem kleinen Cliffhanger am Endes eines Kapitels, die Seiten fliegen schnell dahin und die ersten 100 Seiten waren in einem Rutsch gelesen. 
Am Ende gibt es eine Auflösung, die ich so nicht erwartet hatte, was mal wieder beweist, dass der Autor sein Handwerk versteht. 

Man kann das Buch auch als Einzelband lesen, wenn man mal wieder einen spannenden Psychothriller lesen möchte. Aber wenn man die Reihe kennt, ist es fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten und man kann die Entwicklung der Figuren und auch deren Verhalten sicher besser nachvollziehen.

Bewertung: 🌹🌹🌹🌹

 

 

 

 

Mittwoch, 22. September 2021

Trari Trara, der Herbst ist da!

So, ab heute ist also offiziell Herbst. Meine liebste Jahreszeit. 😊 Sich gemütlich auf dem Sofa oder Sessel mit einer Decke einkuscheln, einen Tee oder Kaffee dazu, Kerzen und natürlich ein gutes Buch. Und bald wird es auch die erste Kürbissuppe geben, dieses Mal sogar von einem Kürbis aus dem eigenen Garten.
 
 
Ich lese ja gerade "Eisjunge" von Max Bentow, der neunte Fall für den Berliner Kommissar Nils Trojan. Sehr spannend. 
 
Danach werde ich wahrscheinlich hiermit weitermachen:
 
Das Buch hatte ich für meine Bonuspunkte bei der Lesejury eingetauscht und bin schon gespannt auf die Geschichte. Es geht nach Cornwall. 
 
Der Oktober rückt ja auch immer näher und damit auch Halloween bzw. Samhain. In den letzten Jahren habe ich dann immer etwas Gruseliges und eher Düsteres gelesen. Für dieses Jahr steht auf jeden Fall "Die Überfahrt" auf dem Leseplan, Vampirhorror aus Skandinavien. Mal sehen, wie es mir gefallen wird. 
Ansonsten muss ich mal meine Wunschliste sichten, ob ich mir kurzfristig noch etwas zulege für die Zeit. Oder meinen SUB.
 
Ich wünsche euch einen guten Start in den Herbst und macht das Beste aus dieser Zeit. Irgendwann wird der ganze Spuk hoffentlich ein Ende haben. 
 
 
 


 
 

Donnerstag, 16. September 2021

Rezension: "Die Teehändlerin" von Susanne Popp

Frankfurt 1838: Als Kaufmannstochter und Ehefrau des Teehändlers Tobias Ronnefeldt genießt Friederike es sehr, ab und an hinter der Theke ihres Geschäfts zu stehen – sie liebt den blumigen, leicht erdigen Duft der dunklen Teeblätter. Doch tiefere Einblicke in den Handel bleiben ihr verwehrt. Das ändert sich, als Tobias 1838 zu einer monatelangen Reise nach China, dem Land des Tees, aufbricht. Ausgerechnet jetzt, wo sie schwanger ist. Bald merkt sie, dass sie dem neuen Prokuristen, den Tobias eingestellt hat, nicht trauen kann. Das ganze Unternehmen ist in Gefahr. So bleibt Friederike nichts anderes übrig, als die Geschicke des Hauses selbst in die Hand zu nehmen. Um diese Herausforderung zu bestehen, muss sie neue Kräfte entwickeln – und den Mut, sich zu behaupten.

Die große Welt des Tees und das bewegende Schicksal einer starken Frau. So steht es auf der Rückseite über dem Klappentext. Der zweite teil des Satzes stimmt auch. Friederike ist eine starke Frau, besonders für die damalige Zeit, in der Frauen "nur" Hausfrau und Mutter zu sein hatten. Zumindest in der bürgerlichen Schicht und natürlich darüber. Ihr Mann liebt sie, aber er kann es nicht akzeptieren, dass sie in seiner Abwesenheit versucht hat, das Geschäft am Laufen zu halten. 
"Die große Welt des Tees" habe ich leider im Buch vermisst. Gerade der Titel "Die Teehändlerin" hat in mir andere Erwartungen geweckt, aber dieses Thema kam für mich viel zu kurz. Ich hatte auf etwas Ähnliches gehofft, wie die Speicherstadt-Saga von Fenja Lüders, in der es um den Kaffeehandel geht.

Der Schreibstil der Autorin hat mir auf jeden Fall gefallen. Sie verwebt interessante historische Hintergründe und Figuren in die Handlung.  Das Frankfurt von vor fast 200 Jahren wirkt sehr lebendig und anschaulich. 
Auch die Hauptfiguren wie Friederike und ihre Schwestern, ihr Mann Tobias, sein Bruder Nicolaus sind gut dargestellt. Besonders Friederike mochte ich von Anfang an.
Aber ein Hauptcharakter hat für mich leider eine viel zu kleine Rolle: der Tee.

Alles in allem ist "Die Teehändlerin" ein flüssig zu lesender Roman aus dem historischen Frankfurt um 1840. Man darf vielleicht nur nicht zu viel vom Titel oder Klappentext erwarten, dann wird man auch nicht enttäuscht. 

Im Frühjahr gibt es die Fortsetzung, mal sehen, ob ich diese lesen werde.

    

Bewertung:  🌹🌹🌹