Sonntag, 1. Februar 2026

Blessed Imbolc

 

Zwischen der Wintersonnenwende und dem Frühlingsbeginn liegt der 1. Februar. Hier wird im Alten Jahreskreis Imbolc gefeiert. Es ist eine Art Schwelle. Man sieht den Frühling zwar noch nicht und meistens hat der Winter das Land dann auch noch fest im Griff, aber irgendetwas ist anders. Die Tage werden schon wieder etwas länger, das Licht ist anders und vieles erwacht bereits aus dem Winterschlaf. Die Natur schaltet langsam wieder um auf Betriebsamkeit. Die ersten Schneeglöckchen und Krokusse sind vielleicht schon zu sehen.   

Der 1. Februar ist auch der Tag eines gälischen Festes und der Gedenktag einer irischen Heiligen: Brigid. 
Die Kelten hatten viele Bräuche rund um Imbolc. Man ließ am Abend vorher die Türen offen, damit Brigid hereinkommen und das Haus segnen konnte. Man beobachtete die Asche am Herd. Gab es Fußspuren? Ist Brigid da gewesen? Man legte Binsen aus und bastelte später aus ihnen ein Brigid's Cross zum Schutz von Mensch und Tier für das kommende Jahr. 

In Irland gibt es seit 2023 sogar einen gesetzlichen Feiertag, den St. Brigid's Day. Es ist immer der erste Montag im Februar. Das zeigt auch, wie eng Spiritualität, Natur und Alltag in Irland miteinander verwoben sind, auch heute noch. 

Ich finde es sehr schön, dass die Iren sich ihres Erbes bewusst sind und alte Bräuche und Traditionen aufrecht erhalten und auch stolz darauf sind. In Deutschland geht das ja leider mehr und mehr verloren. 









Donnerstag, 29. Januar 2026

Top Ten Thursday: Winterzeit




Heute ist der wöchentliche Top Ten Thursday bei Aleshanee sehr aktuell, denn letzte Nacht hat es bei uns geschneit und es schneit auch immer noch ein wenig.

Die Aufgabe diese Woche:

Bilde aus den Anfangsbuchstaben von 10 Buchtiteln das Wort WINTERZEIT

Mit einem Klick auf die Titel kommt Ihr zu meinen Rezis und weiteren Infos zum Buch.



W

I

N
Nebelmord (Yrsa Sigurdardottir)

T
Todeskalt (Nikolas Stoltz)

E
Eisblumenwinter (Anne Barns)

R
Rauhnächte (Gerold & Hänel)

Z
Zwischen Himmel und Meer (Anna Fredriksson)

E
Ein Engel vor dem Fenster (Patricia Koelle)

I
Ich bin nicht tot (Anne Frasier)

T
Totenfang (Simon Beckett)

 


Mittwoch, 28. Januar 2026

Rezension: "Die Kolonie" von C. J. Tudor

In einer Kleinstadt in Alaska wird ein Junge tot aufgefunden. Die Brutalität des Mordes erinnert an eine Tat, die 25 Jahre zurück liegt. Detective Barbara Atkins wird Unterstützung des örtlichen Sheriffs hinzugezogen. Die Einwohner von Deadhart begegnen Barbara jedoch mit Misstrauen, denn sie glauben zu wissen, der der Schuldige ist: ein Mitglied der nahe gelegenen Vampirkolonie, die in einer alten Bergbausiedlung tief in den Bergen lebt. Barbara gerät unter Druck, die gesamte Kolonie gezielt töten zu lassen. Doch die Beweise sind nicht stichhaltig und die Menschen lügen. Als der Sheriff durch einen Unfall außer Gefecht gesetzt wird, benennt Barbara Jensen Tucker zum Deputy. Tucker hat bereits den Fall vor 25 Jahren untersucht und schon damals war die Beweislage nicht eindeutig, dass der beschuldigte Vampir der Täter war. Was dem Sheriff nicht gerade Sympathien entgegenbrachte und er seitdem alleine abgeschieden im Wald lebt. Ihm und Barbara bleibt jetzt nicht mehr viel Zeit, um die Wahrheit herauszufinden: Jagen sie einen kaltblütigen Mörder – oder ein blutdürstiges Monster?

Zitat: „Vor ihnen, im Licht der Scheinwerfer, tauchte jetzt ein handgefertigtes Ortsschild auf: Deadhart, Einwohner: 673. Darunter hatte ein Scherzbold gekritzelt: LEBEND.“
C. J. Tudor führt uns mit ihrem Thriller „Die Kolonie“ mitten in eine eiskalte Kleinstadt in Alaska. Und damit ist nicht nur das Wetter gemeint, denn ein Schneesturm zieht auf. Auch die Stimmung in der Stadt ist kalt und düster. Die Einwohner sind sich einig, die nahe gelegene Siedlung der Vampire hat wieder einen der ihren getötet. Und nun wollen sie Blut sehen und die Untoten ausrotten.
Das Buch spielt in einer Welt, in der Vampire real sind. Es gibt sogar ein Vampirschutzgesetz nach dem Vampire den Schutzstatus einer vom Aussterben bedrohten Art genießen. Gezielte Tötungen sind nur dann erlaubt, wenn sie dem Schutz der Allgemeinheit dienen. Und dafür ist Barbara Atkins vom Institut für forensische Vampirstudien in Deadhart, um die Schuld der Vampire zu beweisen und eine Keulung der Kolonie zu rechtfertigen. Aber für Barbara ist erst einmal jeder unschuldig, so lange seine Schuld nicht erwiesen ist, ob nun Mensch oder Vampir. Im Lauf der Geschichte erfahren wir auch, warum. 

„Die Kolonie“ ist mal eine ganz andere Vampirstory. Die Untoten sind keine romantischen Helden und glitzern auch nicht. Sie werden viel mehr als indigene Spezies bezeichnet, denn sie waren lange vor den Menschen in Alaska und wurden dann terrorisiert und verjagt. Aber nun sind sie zurück und wollen sich nicht wieder vertreiben lassen. 
Auch wenn es um Vampire geht, wirkt das Ganze auf mich sehr authentisch, denn das Verhalten der Stadtbewohner ist typisch für Menschen. Was sie nicht kennen, macht ihnen Angst und gegen das muss man vorgehen. Ob nun Ureinwohner oder Vampire. 

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich war sofort mittendrin in der Geschichte. Die Spannung wird durchweg aufrecht erhalten und durch Perspektivwechsel in den Kapiteln noch erhöht. Die düstere und beklemmende Atmosphäre der unwirtlichen Natur wird sehr gut beschrieben, man kann die Kälte fast spüren. 
Es gibt Überraschungen und Wendungen und wenn man denkt, jetzt haben sie den Täter, taucht wieder ein neuer Ermittlungsansatz auf. Das Ende und die Auflösung haben mich dann tatsächlich überrascht. 

Nach „Der Kreidemann“ und „Schneewittchen schläft“ war das mein drittes Buch der Autorin und es hat mir bisher am besten gefallen. Auch wenn ich den Spruch „Englands weiblicher Stephen King“ für ein wenig übertrieben halte. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




Donnerstag, 22. Januar 2026

Rezension: "Vergessene Gräber" von Leo Born

Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Der Täter schlägt scheinbar willkürlich zu. Doch alle Opfer sind jung und erfolgreich. Ihre Ermittlungen führen Mara Billinsky und Jan Rosen zu einer ehemaligen russischen Ballett-Tänzerin, die etwas über die Morde zu wissen scheint. Selbst als ihr eigener Sohn verschwindet, schweigt sie eisern weiter. Aber Mara lässt nicht locker und gerät - ohne es zu ahnen - mitten in einen tödlichen Rachefeldzug.

In "Vergessene Gräber", dem mittlerweile fünften Fall der Frankfurter Thriller-Reihe, schickt Leo Born das Ermittlerduo Billinsky und Rosen in einen eiskalten Februar. Eine Mordserie an jungen, erfolgreichen Menschen hält die Stadt in Atem. Das Erschreckende: Es gibt kein erkennbares Motiv und keine Verbindung zwischen den Opfern. Während die Ermittlungen im Sande verlaufen, kämpft Mara an einer zweiten Front gegen einen alten Erzfeind – sehr zum Missvergnügen ihres Chefs. Doch die „Krähe“ lässt sich nicht zurückpfeifen, was sie wie gewohnt in Teufels Küche bringt. 

Besonders gut gefallen hat mir in diesem Teil die Charakterentwicklung. Mara hat sich ihren Platz im Team erkämpft, und sogar der brummige Chef Klimmt zeigt erste Anzeichen von Wertschätzung. Auch das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater wird gewohnt authentisch und glaubwürdig weitererzählt. Parallel dazu muss sich Jan Rosen den Schatten seiner eigenen Vergangenheit stellen.

Leo Born beherrscht das Handwerk: Kurze Kapitel, geschickte Perspektivwechsel und fiese Cliffhanger sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Auflösung des Täters und dessen Motive bleibt bis zum Schluss im Dunkeln und überrascht mit unerwarteten Wendungen.

Ein gelungener Thriller über menschliche Abgründe mit viel Spannung und emotionaler Tiefe. Absolute Leseempfehlung!


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




Mittwoch, 14. Januar 2026

Buchiger Jahresrückblick 2025

Bevor der Januar schon wieder vorbei ist, dachte ich mir, ich poste mal einen kleinen Jahresrückblick auf 2025. 

Gelesene Bücher insgesamt: 44
Krimi/Thriller zeitgenössisch: 16
Krimi historisch: 4
Romane zeitgenössisch: 9
Romane historisch: 5
Horror/Grusel/Mystery: 10

📚📚📚

Neuzugänge insgesamt: 46
davon bereits gelesen: 38
abgebrochen: 1

📚📚📚

Tops und Flops: 

Fangen wir mit den "Flops" an. Zum Glück waren es nur wenige.

1. "You color my soul" von Anny Thorn 
Ich wollte mit einem gemütlichen Buch in den Leseherbst starten, aber das war so überhaupt nicht meins. Wahrscheinlich hätte ich das Wort "Liebesroman" auf dem Cover ernst nehmen sollen. Ich habe es nach einigen Kapiteln abgebrochen. 


2. "Der irische Fremde" von Matthias Moor
Diesen Krimi habe ich in einer Leserunde bei Lovelybooks im März gelesen, daher habe ich ihn auch beendet. Ich denke, sonst hätte ich ihn wahrscheinlich auch abgebrochen. Wer mehr wissen möchte, HIER geht es zu meiner Rezension. 


Die Highlights meines Lesejahrs sind dann schon ein paar mehr, zum Glück 😊

Bei "Dracula" handelt es sich um die Schmuckausgabe, was alleine schon ausreicht, um ein Highlight zu sein. 
"Ich bin kein Serienkiller" hat mich wirklich positiv überrascht und im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass es so ewig auf meinem SUB lag. Nun möchte ich gerne die Fortsetzungen lesen. 
Nora Roberts habe ich früher sehr gerne und viel gelesen. "Am dunkelsten Tag" fand ich dann im Mai auf einem Büchermarkt. Eine sehr spannende und auch emotionale Geschichte. 

📚📚📚

Meine Challenges: 2
12 für 25: 7 Bücher habe ich von diesem "SUB vom SUB" gelesen
ABC-Challenge bei Nicole: 17 Buchstaben "erlesen"


📚📚📚

Gab es Neuentdeckungen?
Ja, die gab es. Und zwar einmal die Dänemark-Krimis von Frida Gronover mit Bestatterin Gitte Madsen. Teil 1 ist "Ein dänisches Verbrechen". Und dann die Krimis von Annette Hinrichs, in dem ein Team in grenzübergreifenden Fällen zwischen Dänemark und Deutschland ermittelt, die "Nordlicht"-Reihe.
Ralf H. Dorweilers historischer Krimi "Der Herzschlag der Toten" hat mir ebenfalls richtig gut gefallen. Ich habe gesehen, der zweite Teil ist schon da und den möchte ich auch unbedingt lesen. 
 
📚📚📚


Und sonst?
Abseits der Bücherregale gab es im letzten Jahr nicht viel Neues. Positiv war unser erster Urlaub in Dänemark im Juni, der war wirklich SEHR schön. 
Nicht so schön ist, dass mein Vater im November in seiner Wohnung gestürzt ist, länger im Krankenhaus war und nun in einer Senioreneinrichtung untergebracht ist. Momentan noch zur Kurzzeitpflege, aber es läuft wohl auf einen dauerhaften Aufenthalt hinaus, da er es sich nicht mehr zutraut, alleine zu leben. Da wird in den nächsten Monaten sicher noch ein bisschen Stress auf uns zukommen und unseren für Mai geplanten Urlaub werden wir dann sicher brauchen. 

Ansonsten hoffe ich, dass das Jahr 2026 viele schöne neue Geschichten bringt und ich auch meinen SUB ein wenig verringern kann. 😇



Donnerstag, 8. Januar 2026

Rezension: "Kalte, kalte Knochen" von Kathy Reichs

Der Winter hat North Carolina fest im Griff und mit den sinkenden Temperaturen fällt auch die Verbrechensrate. Tempe Brennan verbringt diese Atempause damit, sich um ihre heimgekehrte Tochter Katy zu kümmern. Sie sie eines Abends ein mysteriöses Paket auf ihrer Veranda findet. Darin: ein menschlicher Augapfel. Die Ermittlungen führen schnell zu weiteren makabren Funden. Ihr Instinkt sagt der forensischen Anthropologin, dass die Toten ein schreckliches Schicksal teilen. Und dass es jemand auf sie abgesehen hat.

Ich habe die Reihe bereits in den Neunziger Jahren entdeckt und bisher jeden Teil gelesen. „Kalte, kalte Knochen“ ist inzwischen Band 21 und nach wie vor lese ich jeden neuen Fall der forensischen Anthropologin Dr. Temperence Brennan sehr gerne. Es ist schon fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. 
Es sind nicht nur die spannenden Fälle, die mich jedes Mal begeistern, es ist auch das Persönliche in den Geschichten. Das Auf und Ab in Tempes Beziehung mit dem kanadischen Polizist Andrew Ryan, die verbalen Schlagabtausche der beiden, die mich oft zum Schmunzeln bringen. Oder auch Tempes Diskussionen mit ihrem Kater Bird, der nie eine Antwort gibt 😊 Und seit einigen Teilen sorgt ja auch Cop Skinny Slidell für Unterhaltung, denn er und Tempe sind zwar wie Feuer und Wasser, arbeiten aber gut zusammen. 
Nun ist also Tempes Tochter Katy nach acht Jahren bei der Army und verschiedenen Auslandseinsätzen wieder zuhause in Charlotte. Tempe macht sich Sorgen, da Katy nicht darüber spricht, warum sie die Army verlassen hat. Dann findet Tempe vor ihrer Tür in einem Paket einen menschlichen Augapfel und damit sind wir mitten drin in einem neuen Fall. Wem gehört das Ding und warum ist es bei Tempe gelandet? Erste Ermittlungen führen zu einem Kloster und dort gibt es einen weiteren makabren Fund. Und so geht es weiter. Mehrere Opfer tauchen auf, aber es scheint keine Verbindung zu geben, keine Handschrift des Täters, keine gemeinsame Todesursache. Aber dann fällt Tempe die Ähnlichkeit zu älteren Fällen auf. Sind die neuen Morde ein Racheakt und hat es in Wahrheit jemand auf sie abgesehen?

Aufgrund von Katys Rückkehr aus der Army, wird hier auch der Umgang Amerikas mit ihren Kriegsveteranen thematisiert. Sie schicken ihre Soldaten in alle möglichen Kriege, aber wenn diese dann körperlich und seelisch krank zurückkommen, kümmert man sich nicht um sie. Viele landen als Obdachlose auf der Straße. Ein Armutszeugnis für die USA. 

Insgesamt wieder ein spannender Fall, auch wenn ich nach zwei Dritteln schon ahnte, wer der Täter ist. Vermutlich habe ich inzwischen schon zu viele Thriller und Krimis gelesen. 😊 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




Top Ten Thursday: Die Highlights des letzten Jahres

 


Im heutigen TTT auf Aleshanees Weltenwandererblog geht es um die Highlights des letzten Jahres. Ich muss sagen, es war nicht leicht, mich auf 10 Bücher zu beschränken, es waren tatsächlich noch ein paar Highlights mehr dabei, die ich auf die Liste schreiben würde. 

Aber hier nun meine
10 buchigen Highlights des Jahres 2025

Mit einem Klick auf die Titel kommt ihr zu meinen Rezensionen. 


























Montag, 5. Januar 2026

Das Ende der Rauhnächte

Heute steht die letzte Rauhnacht bevor. Vom 05. auf den 6. Januar bildet sie den Abschluss der 12 Rauhnächte und ist damit eine der Wichtigsten. Man nennt sie auch Perchtnacht oder Hollanacht. Die Wilde Jagd zieht aus und die Grenzen zur Anderswelt verschwimmen, bevor am Dreikönigstag wieder der Alltag einkehrt. Ein mystischer Übergang, der Ruhe und Offenheit für das neue Jahr bringt. 



In der Alpenregion finden in dieser Nacht die Perchtumzüge statt. Menschen verkleiden sich mit Fellen und gruseligen Masken und ziehen mit knallenden Peitschen durch die Straßen.
Ursprünglich war dies symbolisch der Akt, an dem Frau Holle (oder Holla), die Sagengestalt, die für die Rauhnächte steht, mit ihrem Gefolge zu den Menschen kommt und sie am Ende der Rauhnächte richtet. Erinnert ihr euch an das Märchen der Gebrüder Grimm? Frau Holle beschenkt die fleißige und gute Goldmarie und bestraft die faule Pechmarie. Das macht sie auch heute noch mit den Menschen: Faule, verlogene, boshafte Menschen werden bestraft und fleißige, gutherzige Menschen belohnt.

Neben dem Märchen von Frau Holle kann ich noch zwei interessante Bücher zu den Themen Raunächte und Perchten empfehlen.

Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst - dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten. Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. 



Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?







Sonntag, 4. Januar 2026

Monatsrückblick Dezember 2025

Leserückblick Dezember

Zunächst wünsche ich euch allen noch ein frohes und gesundes neues Jahr. Ich hoffe, wir erleben spannende und interessante Leseabenteuer in den nächsten 12 Monaten.

Eigentlich kann ich es gar nicht glauben, dass die Feiertage schon wieder vorbei sind. Und noch weniger, dass das letzte Jahr schon vorbei ist. Gefühlt habe ich den letzten Jahresrückblick erst vor ein paar Monaten geschrieben. Aber es hilft nichts, es ist eben so, dass die Zeit immer schneller vergeht. Machen wir das Beste daraus. 


Gelesene Bücher: 6
1. Schwedenträume und Schokoladenzauber (Hanna Blixt)
2. Schnee (Yrsa Sigurdardottir)
3. Weihnachten am Siljansee (Linnea Holmström)
4. Schneesturm (Triona Walsh)
5. Rauhnächte - Sie werden dich jagen (Gerold / Hänel)
6. Die Rauhnächte - Eine magische Reise zu mir selbst (Christine Dohler)


Neuzugänge: 4
1. Kalte, kalte Knochen (Kathy Reichs)
2. Dänische Brandung (Frida Gronover)
3. Gruselige Weihnacht überall (Verschiedene Autoren)
4. Vergessene Gräber (Leo Born)


Neu auf der Merkliste:
Kohle, Stahl und Mord - Das Totenhaus (Martin Conrath)


Challenges:
12 für 25: 7 Bücher gelesen 
ABC-Challenge bei Nicole: 16 Buchstaben geschafft 


Gesehen (Filme und TV-Serien):
1. Fallout (Staffel 2 begonnen)
2. Stranger Things (Staffel 5 begonnen)
3. Smillas Gespür für Schnee (Serie begonnen)
4. Bosch (Staffel 4 beendet)


Und sonst?
Der Dezember ist total schnell vergangen, genau wie die Feiertage. Wobei ich bei Silvester nicht böse bin, denn mit einem ängstlichen Hund ist der Jahreswechsel nicht mehr schön. Unser Lemmy hat ja schon Tage vorher und auch danach noch Panik bei jedem kleinen Knall. Silvester haben wir bei den Schwiegereltern in Ostfriesland verbracht in der Hoffnung, es ist etwas ruhiger. Vielleicht war es das auch, aber immer noch zu viel und zu laut. Ich wünsche mir, dass es so kommt wie in den Niederlanden und private "Böllerei" verboten wird. Das, was heute zum Jahreswechsel abgeht, grenzt ja schon mehr an ein Wettrüsten und hat nichts mehr mit dem teilweise noch schönen Feuerwerk vor Jahrzehnten zu tun. Und schon gar nicht mit den alten Bräuchen und der Herkunft dieser Tradition.
Dank meines Urlaubs hatte ich ein bisschen mehr Zeit zum Lesen und habe tatsächlich sechs Bücher geschafft. 
Weihnachten ist ja auch immer die Zeit des Wichtelns und ich habe bei zwei Aktionen dieses Jahr wieder mitgemacht, einmal bei den Büchereulen und einmal in Ullis Büchercafe. Das ist jedes Jahr immer wieder schön und auch das Verschenken macht immer viel Spaß.


So bin ich auch zu meinen Neuzugängen im Bücherregal gekommen. Vier tolle Bücher, über die ich mich riesig gefreut habe. "Kalte, kalte Knochen" musste natürlich sofort gelesen werden und es ist wieder richtig spannend. 
Mein Urlaub ist jetzt leider vorbei, morgen holt mich der Arbeitsalltag wieder ein. Ich bin gespannt, was das neue Jahr bringen wird. Auf jeden Fall haben wir schon Urlaub gebucht und dieses Mal geht es nach Schweden. 

Jetzt wünsche ich euch aber erst mal einen schönen Januar, vielleicht mit etwas Schnee. Bei uns ist Frau Holle im Moment noch recht zögerlich. :-)

Hier noch ein paar Bilder aus Norddeich vom 30.12.25. 










Freitag, 2. Januar 2026

Rezension: "Rauhnächte - Sie werden dich jagen" von Gerold /Hänel

Dies ist zwar meine erste Rezension in 2026. Gelesen habe ich das Buch aber schon in den letzten Tagen des Dezembers. 

Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?

Lisa hat ihr Heimatdorf in den Bergen vor vielen Jahren verlassen. Sie studierte die alten Bräuche und ihr ganz besonderes Interesse gilt dem Mythos der Rauhnächte, den alten Geschichten und Sagen, die man sich ganz besonders zuhause erzählt hat. Im Rahmen ihrer Professur zu diesem Thema kehrt sie zurück. Und erfährt, dass Katharina, die Tochter eines Hotelwirtes, verschwunden ist. Und niemanden scheint es wirklich zu kümmern. Selbst die Eltern nehmen es als gegeben hin. Es sind eben die Rauhnächte und danach wird die Jugendliche schon wieder auftauchen. So war es bisher immer. Lisa kann das nicht auf sich beruhen lassen, sie kommt nicht klar mit diesem in der Dorfgemeinschaft fest verwurzelten Aberglauben. Das war auch einer der Gründe, warum sie damals gegangen ist. 

Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte reinzukommen. An den Schreibstil musste ich mich auch erst gewöhnen. Aber nach ein paar Kapiteln wurde es spannend und die düstere und beklemmende Atmosphäre in dem Tal wird sehr gut beschrieben. Teilweise dachte ich: Wie kann man sich nur so vom Aberglauben beeinflussen lassen? Aber vermutlich muss man in so einem Dorf aufgewachsen sein, um die Handlungen und Gedanken der Menschen dort nachvollziehen zu können. Wie kann man die Angst vor der Wilden Jagd über das Wohl seiner eigenen Tochter stellen?

Die Meinungen zum Buch sind unterschiedlich. Ich glaube, wer sich nicht für Themen wie die Rauhnächte, die Wilde Jagd, die Perchten und überhaupt alte Bräuche und Mythen interessiert, dem wird die Geschichte vielleicht nicht so zusagen. Ich interessiere mich sehr dafür und habe den Krimi extra an Weihnachten begonnen, zu Beginn der Rauhnächte. Und nach ein paar Anfangsschwierigkeiten habe ich mich dann auch sehr gut unterhalten gefühlt. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹






Mittwoch, 31. Dezember 2025

Kommt gut ins neue Lesejahr



Das alte Jahr ist morgen futsch, für Mitternacht nen guten Rutsch. 😊

Ich wünsche euch einen guten und ruhigen Übergang ins neue Jahr. 


Samstag, 27. Dezember 2025

Rezension: "Schneesturm" von Triona Walsh

Eiskalter Wind, tosendes Meer: Cara und ihre Freunde treffen sich auf der irischen Insel Inishmore wieder. Zehn Jahre sind seit der Tragödie vergangen, die sie auseinandergerissen hat. Cillian, Caras Mann, kam damals bei einem Unfall ums Leben. Cara blieb auf der Insel und arbeitet bei der Garda als Polizistin. Dann sind da noch Daithi, der ebenfalls auf der Insel blieb und den örtlichen Pub führt und Maura, die Grundschullehrerin, Caras beste Freundin. Ebenfalls zum Treffen kommt Cillians Bruder Seamus, der inzwischen in Kalifornien als Drehbuchautor lebt. Und das Ehepaar Ferdy und Sorcha, die heute in London ihr Leben haben. 
Direkt am ersten Tag des Wiedersehens wird die Insel von einem Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten, kein Strom, kein Telefon- und Handynetz, der Fährverkehr ist eingestellt und ein Helikopter kann ebenfalls nicht fliegen. Da kommt die Schreckensnachricht: Ein Mensch ist von den berüchtigten Steilklippen gestürzt worden. Cara muss zum Fundort und es ist klar, dass das kein Unfall war. Und es ist einer von ihrer Clique.
Nun sitzen alle in der Falle. Aus Freundschaft werden Lügen und Neid. Niemand weiß, wem er noch vertrauen kann. Und der oder die Mörderin muss noch auf der Insel sein. Wird es bei dem einen Opfer bleiben?

Zunächst hatte ich ein bisschen Probleme, in die Geschichte reinzukommen. Der Anfang zog sich ein wenig, ohne dass viel passierte. Auch zwischendurch gibt es ein paar Längen und manchmal wird für meinen Geschmack ein bisschen zu viel diskutiert. Aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und als die Spannung erst mal da war, blieb sie auch bis zum Schluss. 

Die Isolation der Insel durch die Kälte und den Schneesturm sind fast wie eine Metapher für Caras Situation auf der Insel. Sie ist nicht dort aufgewachsen, hat aber jeden Sommer dort bei ihrer Großmutter verbracht. Trotzdem ist sie immer noch "die Zugezogene", die nur englisch spricht. Und dass sie rothaarig ist, hilft auch nicht wirklich, denn die Insulaner sind sehr abergläubisch. Aber Cara ist fest entschlossen, sich nicht entmutigen zu lassen und den Mörder zu finden und zu stoppen.

Ein Krimi mit interessanten Überraschungen und Wendungen, bei dem man gut miträtseln kann, wer denn nun der Täter ist. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹