Donnerstag, 6. Mai 2021

Top Ten Thursday am 06. Mai 2021

 
Der erste Top Ten Thursday im Mai.
Aleshanee fragt heute auf ihrem Weltenwandererblog nach Autoren mit "P" und das war gar nicht so einfach, deswegen habe ich auch den Vornamen dazu genommen.
 
 10 Bücher von Autoren, deren Name mit einem "P" anfängt (notfalls auch der Vorname)
 
 
 1. Maria W. Peter
"Die Festung am Rhein" ist der erste historische Roman, den ich von ihr gelesen habe. Auf meinem SUB liegt noch "Eine Liebe zwischen den Fronten".
 
2. Josephine Pennicott 
ist eine australische Schriftstellerin. "Dornentöchter" spielt in Tasmanien und ist eine Familiengeschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt.
 
3. David Pirie
Die Trilogie "Aus den dunklen Anfängen" von Sherlock Holmes erzählt, wie der Autor Arthur Conan Doyle zu seiner berühmten Romanfigur gekommen ist.
 
4. Ursula Poznasnki
"Saeculum" ist bisher das einzige Buch, das ich von ihr gelesen habe. Es hatte mich damals wegen des Themas Mittelaltermarkt interessiert.
 
5. Patricia Briggs
"Feuerkuss" ist der bisher letzte veröffentlichte Band ihrer Urban-Fantasy-Reihe über Gestaltwandlerin Mercy Thompson. 
 
6. Oliver Pötzsch
Der bayerische Autor taucht heute bestimmt auf einigen Listen auf. Ich habe heute mal nicht die Henkerstochter-Reihe gewählt, sondern seinen historischen Roman rund um den Trifels.
 
7. P. N. Elrod
"Der rote Tod" ist der erste Teil einer historischen Vampirreihe, die Ende des 18. Jahrhunderts in Amerika und England spielt.
 
8. Kerstin Pflieger
"Die Alchemie der Unsterblichkeit" ist ein historischer Fantasyroman, dessen Fortsetzung ich immer noch nicht gelesen habe. Und es ist eine Art Hommage an Sleepy Hollow.
 
9. Paul Marten
Ein schottischer Detective wurde nach Südengland "strafversetzt". 
 
10. Chris Priestley
Eine tolle Kurzgeschichtensammlung, die ich jedem Fantasyfan empfehlen kann. 














Montag, 3. Mai 2021

Rezension: "Ostseegruft" von Eva Almstädt

Kommissarin Pia Korittki steht am Grab ihrer alten Freundin Kirsten, als ein Unbekannter dort auftaucht und behauptet, ihr Tod sei kein Unfall gewesen. Sofort ist Pias Spürsinn geweckt und sie beginnt zu recherchieren. Kirsten hat vor zwei Jahren ihren Mann Harro Welling geheiratet und lebte seitdem mit ihm auf dem Bauernhof seiner Eltern. Bei der Hochzeit, auf der auch Pia war, machte sie einen glücklichen Eindruck und auch wegen Kirsten sportlicher Konstitution kann sich Pia weder einen Selbstmord noch einen Unfalltod vorstellen. Aber wer sollte einen Grund haben, ihre Freundin zu ermorden? Und wer war der Unbekannte auf dem Friedhof? Bei ihren Nachforschungen stößt Pia auf Harros Ex-Frau, die behauptet, dass auch auf sie während ihrer Ehe ein Mordanschlag verübt worden sei. 
 
"Ostseegruft" ist der vorletzte und fünfzehnte Band der Reihe um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki, die wie immer versucht, ihren Beruf und ihr Privatleben als alleinerziehende Mutter eines Sechsjährigen unter einen Hut zu bringen. 
 
Der Fall ist solide erzählt, die Anzahl der Charaktere (abgesehen von den Hauptfiguren der Reihe) gerade so groß, dass man nicht den Überblick verliert. Zum Ende wird die Spannung noch mal aufgebaut, als es darum geht, den Unbekannten vom Friedhof endlich zu finden. Die Auflösung ist gut konstruiert und es gibt überraschende Wendungen im Laufe der Handlung. 
Auch Pias Privatleben hat einen Anteil im Buch, aber der Fall gerät dadurch nicht in den Hintergrund. Und es taucht ein Kollege aus der Vergangenheit auf, bei dem ich gespannt bin, wie es damit weitergehen wird.

Was mir wie immer gut gefallen hat, sind die örtlichen Beschreibungen von Lübeck und Umgebung.  
 

 Bewertung: 
 
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 28. April 2021

Top Ten Thursday am 29.04.21


Heute bin ich auch mal wieder dabei und mache bei der Aktion von Aleshanees Weltenwandererblog mit.

Das Thema ist heute genau meins, denn ich lese sehr gerne Historisches oder eben auch Geschichten, die in der Vergangenheit spielen. Über die Definition, was schon "historisch" ist, gibt es ja verschiedene Meinungen. Ist z.B. ein Roman, der in den Fünfziger Jahren spielt schon historisch? Für mich schon, es sind immerhin schon 70 Jahre vergangen. 
 
10 spannende Bücher, die in der Vergangenheit spielen
 
Und hier ist meine Top Ten:
 
1. Das rote Licht des Mondes 
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts bricht an Rhein und Ruhr ein neues Zeitalter an. Doch auch der Fortschritt hat eine dunkle Seite: Während Lina Kaufmeister, Tochter aus gutem Hause, davon träumt, sich als Schneiderin selbständig zu machen, erschüttert der Fund zweier grausam zugerichteter Leichen die Stadt Ruhrort. Weiter HIER


2. Die Sündentochter
Ein düsterer Abend im London des Jahres 1666: Hilflos muss Richter Orlando Trelawney mit ansehen, wie eine Hebamme kaltblütig ermordet wird. Nur durch beherztes Eingreifen kann verhindert werden, dass auch Anne, die Tochter des Opfers, niedergemetzelt wird. 
Weiter HIER
 
3. Des Teufels Drucker
Als Gutenberg um das Jahr 1450 in Mainz die Druckkunst erfand, ahnte er nicht, dass man sie schon 1486 in Speyer nutzen würde, um eines der tödlichsten Bücher der Weltgeschichte zu drucken: den "Malleus Maleficarum", den "Hexenhammer", in dessen Folge viele tausend Frauen qualvoll gefoltert und ermordet werden. Weiter HIER
 
4. Unter der Asche - Teil 1 der London Trilogie
London. 1666, vier Tage lang verschlingt ein Feuer die Stadt. Im Armenviertel Southwark lebt der Straßenjunge Geoff, der mehr schlecht als recht versucht, seine Familie durchzubringen. Weiter HIER


5. Der Angstmann - Max Heller Teil 1
Dresden 1944. Die Menschen leiden unter den Kriegszuständen und den daraus resultierenden Entbehrungen. Fast jede Nacht gibt es Bombenalarm, fast schon Routine für die Bevölkerung. Weiter HIER

6. Das Lied der Störche - Die Ostpreußen Saga Teil 1
Ostpreußen, 1920. In der Nähe von Graudenz wächst die elfjährige Frederike auf einem Gutshof auf. Weiter HIER

7. Die Blutchronik
Osmanisches Reich 1448. Als Vlad Draculea endlich aus der Gefangenschaft des Sultans entlassen wird, ist sein einziges Ziel Rache. Weiter HIER
 
8. Ein Traum vom Glück - Die Ruhrpott Saga Teil 1
Essen 1951. Katharina ist der Kriegshölle in Berlin entkommen und lebt nun nach ihrer Flucht bei ihrer Schwiegermutter. Ihr Mann ist verschollen.Weiter HIER
 
9. Teufelskrone - Die Waringham Saga Teil 6
Der 6. Teil der Waringham Saga, der aber vor den anderen Teilen spielt, z. Z. von Richard Löwenherz und König John. Weiter HIER
 
10. Echo der Toten
Köln, Januar 1947. Es ist ein bitterkalter Nachkriegswinter und zwischen den schneebedeckten Ruinen kämpfen die Menschen in der britischen Besatzungszone ums Überleben.  Weiter HIER

 
 
 
 
 

Sonntag, 25. April 2021

Rezension: "Teufelskrone" von Rebecca Gablé

England 1193. Richard Löwenherz ist König von England und ewige Streit mit seinem jüngeren Bruder John spaltet das Land. Richard, geboren in Frankreich, sieht England nur als Geldquelle für seine ehrgeizigen Feldzüge in Frankreich und den Kreig im Heiligen Land. In seiner Abwesenheit versucht John die Macht in seinem Vaterland an sich zu reißen. Während Guillaume of Waringham an der Seite von König Richard in den Heiligen Krieg zieht und ein treuer Anhänger ist, tritt sein jüngerer Bruder Yvain in den Dienst des berüchtigten Prinzen John, auch um der unglücklichen Liebe zu Guillaumes Verlobten zu entfliehen. Vom Knappen schafft er es bis zum Ritter. Als Richard stirbt, erbt John die Krone und Yvain schwört auch dem neuen König weiter die Treue. Aber dann lädt John eine schwere Schuld auf sich und macht Yvain zum Mitwisser einer Tat, die ihrer beider Leben verändern soll. 

"Wenn du einem König deine Freundschaft schenkst, 
läufst du immer Gefahr, an seinen Taten zu verzweifeln."

"Teufelskrone" ist der sechste Teil der Waringham-Saga, aber sie spielt vor allen anderen Teilen, erzählt also die Vorgeschichte derer von Waringham.
Im Mittelpunkt steht der oft hitzköpfige Yvain, dessen Zunge meistens schneller ist als sein Verstand, was ihn häufig in Schwierigkeiten bringt. Besonders im Dienst des Königs. 
Er beginnt seinen Dienst als Knappe im Haushalt von John "Ohne Land", wie Richards Bruder genannt wird, und wir begleiten ihn über 20 Jahre durch Hochs und Tiefs, durch Kriege und Schlachten, durch Siege und Verluste, für das Land als auch für Yvain selbst. 

Wie immer gelingt es Rebecca Gablé perfekt, historische Personen und Ereignisse mit Fiktion zu vermischen und die "weißen Flecken" in der Geschichte passend zu füllen, so dass man am Ende denkt: Ja, so könnte es gewesen sein. Warum soll nicht ein Ritter aus Johns Gefolge ihn bei seiner schrecklichen Tat gesehen und anschließend bei der Vertuschung geholfen haben? Und natürlich ist es doch denkbar, dass jemand, der selbst der Willkür des Königs ausgesetzt war, später die treibende Kraft war, diesen Punkt in die Magna Charta aufzunehmen, damit so etwas nie wieder passieren kann. 
Bei einer Rundreise durch Südengland habe ich übrigens in der Kathedrale von Salisbury selbst ein Exemplar der Charta sehen können, von der noch 3 existieren. Das war schon etwas Besonderes, wenn man bedenkt, welche Nachwirkungen diese Verfassung hatte.

Auf den rund 900 Seiten passiert wieder sehr viel, wir lernen diverse Charaktere kennen, historische und fiktionale. Am Ende gibt es eine neue Generation und ich hoffe, es wird eine Fortsetzung geben, denn zwischen "Teufelskrone" und "Das Lächeln der Fortuna" gibt es noch viele Jahrzehnte, die man mit wunderbaren Geschichten über Könige, Prinzen, Ritter, Familie, Liebe und Freundschaft, Treue, Ehre und Loyalität füllen könnte.

Übrigens habe ich bei der Erwähnung von Prinz John und Nottingham immer mal wieder auf den Auftritt von Robin Hood gewartet, Aber nein, er ist nicht aufgetaucht. *g*  Dennoch habe ich das Buch gerne gelesen und war fast enttäuscht, als ich am Ende war. Ich mag alle Teile der Reihe, aber bisher war Band 2 mein Favorit. Jetzt muss ich sagen, dass "Teufelskrone" sich den Platz eins mit "Die Hüter der Rose" teilen muss.


Meine Bewertung: 









Donnerstag, 22. April 2021

Welttag des Buches

 


Heute ist der Feiertag für alle Leseratten und Büchereulen, für das Lesen allgemein, für Bücher und auch für Rechte der Autoren.
 
1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum Welttag des Buches. Dabei hat sie sich von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, am Namenstag des Heiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. 
Außerdem ist der 23. April der Todestag von William Shakespeare. 
 
Vielleicht haben viele das Lesen erst im Laufe des letzten Jahres als neues Hobby für sich entdeckt. Denn was macht man, wenn man ansonsten nicht viel unternehmen darf und einem immer wieder gesagt wird, man soll zuhause bleiben?
 
Ich lese schon mein ganzes Leben oder zumindest seitdem ich selbst lesen kann. Und vorher haben mir meine Eltern vorgelesen. Das war ein Ritual vor dem Einschlafen und ich weiß gar nicht, ob es das heute überhaupt noch so oft gibt. Ich würde es jedenfalls genau so  machen, wenn ich Kinder hätte.
 
Als meine Mama vor ein paar Jahren im Seniorenheim war und irgendwann aufgrund ihrer Demenz nicht mehr ansprechbar war, habe ich ihr aus einem Märchenbuch vorgelesen, so wie sie das vor mehr als vierzig Jahren bei mir gemacht hat. Ich hoffe, sie hat es mitbekommen. 
 
Ich werde nachher in meinem aktuellen Buch "Teufelskrone" von Rebecca Gablé weiterlesen und so den heutigen Tag feiern. 
 
 

 
 
 
 
 
 

Donnerstag, 15. April 2021

Top Ten Thursday am 15.04.21

 

Und schon wieder ist eine Woche vergangen und es ist Zeit für die Aktion auf Aleshanees Weltenwandererblog.

Das Thema dieses Mal: 10 Bücher, die ihr toll findet, aber noch nie bei TTT vorgestellt habt.

Puh, gar nicht so leicht und ich bin auch nicht sicher, ob ich die Bücher meiner Auswahl nicht mindestens schon ein Mal hier gezeigt habe. Aber egal, ein zweiter Blick lohnt sich. Durch einen Klick auf "Mehr zum Buch" gelangt ihr zu meinen Rezensionen.

1. Edens Asche
 
2. Das Erbe des Blutes
 
 3. Die Alchemie der Unsterblichkeit
 
4. Hexenblut
 
5. Die Sündentochter
 
6. Rauch und Asche/Spiegel/Schatten

7. Des Teufels Drucker

8. Brennen muss die Hexe

9. Du sollst deinen nächsten lieben

10. Gepfählt













Dienstag, 13. April 2021

Zu Ehren von Johannes Gutenberg

Wer heute die größte Internet-Suchmaschine öffnet, findet dort ein Bild von Johannes Gutenberg. Er ist der Erfinder des Buchdrucks. Und für mich damit ein Held. ;-)
 
Er wurde um 1400 in Mainz geboren, das genaue Geburtsdatum ist nicht bekannt. Er starb im Februar 1468. 
 
Früher erfolgte die Buchproduktion von Hand, meistens schrieben Mönche in Klöstern die Bücher einfach Seite um Seite ab. Gutenbergs Erfindung von beweglichen Metalllettern revolutionierte diese Methode, zunächst in Europa, später in der ganzen Welt. Sie wird als Schlüsselelement der Renaissance betrachtet. 
Gutenberg erfand auch ein passendes Handgießinstrument und eine besonders praktikable Legierung aus Blei, Zinn und Antimon sowie eine ölhaltige schwarze Druckfarbe. Außerdem entwickelte er die Druckerpresse. In dem er all diese Komponenten zu einem Produktionsprozess zusammenführte, wurde erstmals die manufakturmäßige Herstellung von Büchern mit identischen Texten möglich.

Sein berühmtestes Werk ist natürlich die Gutenberg Bibel. Das mit 42 Zeilen pro Seite gedruckte Buch ist das erste mit beweglichen Lettern gedruckte Buch der westlichen Welt. Zwischen 1452 und 1454 entstanden ca. 180 Exemplare.


Das US-Magazin Time-Life wählte Gutenbergs Buchdruck 1997 zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends. Und das amerikanische A&E Network kürte Gutenberg 1999 zum "Mann des Jahrtausends".
 
Schade, dass ihm nicht sein eigenes Land diese Ehre erwiesen hat, denn wo wäre die Welt heute ohne Johannes Gutenberg?




Donnerstag, 8. April 2021

Top Ten Thursday am 8. April


Heute bin ich mal wieder dabei und beteilige mich an der wöchentlichen Aktion auf Aleshanees Weltenwandererblog. Die Aufgabe dieser Woche lautet:
 
 Nenne 10 Neuerscheinungen in diesem Jahr, auf die du dich freust
 
Ich bin nur auf 8 gekommen und die meisten sind auch schon erschienen, aber noch nicht in meinem Besitz. Sie stehen aber für dieses Jahr auf meiner Wunschliste.
 
 
 


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Samstag, 3. April 2021

Rezension: "Der Countdown Killer" von Amy Suiter Clarke

Elle Castillo lebt in Minnesota und betreibt hier einen True-Crime Podcast. Mit diesem versucht sie, den Opfern ungeklärter Verbrechen Gerechtigkeit zu verschaffen. Ihr neuester Fall ist der des so genannten Countdown Killers. Er entführt immer drei junge Frauen, immer im Abstand von drei Tagen. Die nächste ist immer ein Jahr jünger und nach sieben Tagen wird sie tot aufgefunden. Aber das zehnte Opfer ist damals entkommen und die Serie brach ab. Die meisten glauben, der Killer ist tot. Aber Elle nicht. Und dann wird wieder ein Mädchen entführt. Elle ist überzeugt, dass der Countdown Killer dahinter steckt, alles spricht dafür. Aber es gibt auch Vorwürfe. Hat sie den Killer mit ihren Ermittlungen herausgefordert und trägt eine Mitschuld an den neuesten Entführungen?

"Der Countdown Killer" ist das Debüt der Autorin und es ist über viele Seiten spannend geschrieben mit Überraschungen und Wendungen. Manches ist aber auch vorhersehbar. 
Aufgebaut ist das Ganze abwechselnd durch die Podcastbeiträge und die in der Gegenwart spielenden Ereignisse. Der größte Teil erzählt in der dritten Person aus der Sicht von Elle, etwa nach der Hälfte auch aus der Sicht des Killers, ohne dessen Identität zu verraten.
Zwischendurch ließ die Spannung für mich auch mal nach und ich tue mich auch ein wenig schwer damit, das Buch ins Genre Thriller einzuordnen. Aber das ist ja oft Ansichtssache.
Ein paar Dinge konnte ich nicht so ganz nachvollziehen, z. B. wie viel Einfluss Betreiber von True Crime Podcasts bei der Polizei oder anderen Behörden haben. Aber in den USA haben diese vielleicht einen anderen Stellenwert. In Deutschland kann ich mir sowas nicht vorstellen.

Das Ende hat mir dann aber wieder gut gefallen und ich fand Elles Entscheidung in Bezug auf die Identität des Killers richtig. 

Unterhaltsam war das Buch auf jeden Fall und ich kann es auch weiterempfehlen.

Meine Bewertung: 

Montag, 22. März 2021

Rezension: "Sommernacht" von Lucy Foley

Inis an Amplora, eine kleine Insel vor der irischen Küste. Aiofe und Freddy betreiben hier ein kleines Eventhotel und an diesem Wochenende feiern Julia Keegan und Will Slater ihre Hochzeit auf der Insel. Ansonsten ist die Insel unbewohnt, alle Bewohner sind irgendwann verschwunden, haben sie verlassen oder sind im Moor umgekommen. 
Die Hochzeit ist perfekt geplant, es soll ein rauschendes Fest werden mit Freunden und Familie. Aber nach und nach kommen alte Feindseligkeiten und lange begrabene Geheimnisse ans Licht. Und bei der großen Feier am Abend zieht ein Sturm auf, die Lichter gehen aus und aus der Dunkelheit ertönt ein Schrei...
 
Zunächst mal vielen Dank an das Bloggerportal und den Penguin Verlag, dass ich das Buch lesen durfte. 
Der Thriller beginnt in der Hochzeitsnacht und rollt dann die ganze Geschichte von hinten auf. Es gibt ein paar Hauptfiguren, aus deren Sicht in jedem Kapitel in der Ich-Form erzählt wird, angefangen bei der Hochzeitsplanerin Aiofe über die Braut Julia, deren Schwester Olivia sowie ein paar anderen Gästen. So erfährt man nach und nach, wie die Beziehungen zwischen den einzelnen Personen sich ergeben haben und welche Geheimnisse jeder versucht zu verbergen. Zwischendurch wird dann immer mal wieder kurz zum Abend der Hochzeitsfeier zurückgeschwenkt.
Durch diesen anhaltenden Wechsel in den Kapiteln wird die Spannung zusätzlich erhalten. Aber auch so wird die Spannung bis zum Schluss weiter aufgebaut. Man erfährt häppchenweise mehr Einzelheiten und fragt sich, wie alles zusammenhängt.
 
Hinzu kommen ein paar irische Sagen und Geistergeschichten, die dem Ganzen eine unheimliche Atmosphäre verpassen, wie zum Beispiel die Szenen auf dem alten Friedhof oder im Moor. 

Das Ende war für mich überraschend, aber gut gemacht.

Faziz: Ein spannender Krimi mit einem Aufbau, wie ich ihn so noch nicht gelesen habe. 


Bewertung:

 
 

Montag, 15. März 2021

Rezension: "Ein Gefühl von Hoffnung" von Eva Völler (Ruhrpott Saga Teil 2)

Essen 1959. Sieben Jahre sind vergangen, seit Katharina gestorben ist. Ihr Sohn Jakob wächst im Haus von Ur-Oma Mine auf. Dort leben auch weiterhin Inge und Bärbel, sowie Mines Sohn Karl und ihr Enkel Johannes. Inge hat nach Katharinas Tod die Schule verlassen, um für Jakob da zu sein und arbeitet als Buchhändlerin. Außerdem ist sie mit ihrem Jugendfreund Peter verlobt und es steht fest, dass die beiden nach seinem Examen heiraten. Bärbel ist inzwischen 17 Jahre alt und sorgt mit ihrem rebellischen Verhalten in der Schule häufig für Ärger. Und Johannes arbeitet für die Gewerkschaft des Bergbaus. Die Schlote im Ruhrgebiet rauchen zwar noch, aber die Kohlekrise hat bereits begonnen und unruhige Zeiten werfen ihren Schatten voraus. Und auch innerhalb der Familie bahnen sich Konflikte an, die den Zusammenhalt auf eine harte Probe stellen...
 
Nach "Ein Traum vom Glück" geht es hier nun endlich weiter mit der Geschichte der Familie Wagner in Essen-Fischlaken. Das Land ist nach dem Krieg im Aufschwung, aber mit dem Bergbau geht es bereits langsam bergab. Johannes versucht in seiner Position als Gewerkschaftler für die Kumpels bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen. Gleichzeitig will er für seinen Sohn Jakob da sein, der aber nicht weiß, dass Johannes sein richtiger Vater ist. Offiziell ist es der kriegsversehrte Karl, da dieser zur Zeit von Jakobs Geburt mit Katharina verheiratet war. All das führt zu Verwicklungen und Problemen. 
Es sind keine großen Dramen, die hier passieren, eher Dinge, die jeder Familie in einer solchen Situation und zur damaligen Zeit widerfahren können. Aber gerade das macht die Geschichten und Charaktere so authentisch und realistisch. Was auch durch den Ruhrpottdialekt von Mine noch verstärkt wird.
Es geht um Zusammenhalt in der Familie, aber auch bei den Nachbarn. Jeder hilft jedem, so gut er kann. 
Auch Tabuthemen wie Gewalt in der Familie, Alkoholsucht und Homosexualität werden angesprochen. Letzteres fand ich besonders schockierend, da mir gar nicht bewusst war, dass das auch zu der Zeit noch strafbar war.
 
Für mich ist das Buch etwas Besonderes, denn es erinnert mich auch an meine Kindheit. Ich bin zwar erst 1971 geboren worden, aber ich kenne noch viele Dinge, z. B. die Bergmannseife, das Kohledeputat oder dass Samstag Badetag war. Auch hatten wir anfangs noch einen Kohleofen in der Küche, bis dann der erste Elektroherd kam. Schmunzeln musste ich besonders an einer Stelle, denn auch mein Vater macht sich heute noch jeden Abend sein "Bütterken". 
Es gab Werte und Regeln, die wir als Kinder beachtet haben, die für uns einfach selbstverständlich waren, aber wir hatten auch viele Freiheiten.
Ich fürchte, die aktuelle Situation wird dafür sorgen, dass die Kinder, die jetzt aufwachsen, niemals diese Unbeschwertheit kennenlernen werden. Und das finde ich sehr traurig.
 
Auch "Ein Gefühl von Hoffnung" hat mich wieder begeistert und ich habe mich über das Wiedersehen mit Inge, Johannes, Bärbel und Mine sehr gefreut. Obwohl es auch viele traurige Moment gibt, ist es für mich auch ein Wohlfühlbuch, dass ein Gefühl von Heimat vermittelt. Und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.
 
 Meine Bewertung:
 
 



 
 

Rezension: "Das Geheimnis der Themse" von Susanne Goga

London 1894. Zwei Jahre sind vergangen seit der Hochzeit von Charlotte und Tom Ashdown. Durch ihre Kinderlosigkeit liegt ein Schatten über ihrem Glück, aber keiner der beiden möchte so richtig darüber reden. Dann erhält Tom den Auftrag für ein spannendes Buchprojekt über die magischen Orte Londons und Charlottes Mithilfe bringt die beiden einander wieder näher. Doch ohne es zu ahnen, geraten die beiden nach einem Leichenfund an der Themes in tödliche Gefahr...

In "Der verbotene Fluss" haben sich Charlotte und Tom Ashdown kennengelernt. Man muss das Buch aber nicht gelesen haben, um "Das Geheimnis der Themse" zu verstehen. 
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Dass das Ganze in London spielt, ist ja sowieso für mich schon mal ein Pluspunkt. 
Susanne Gogas Schreibstil ist wie immer lebendig und anschaulich und man ist beim Lesen auf Toms und Charlottes Streifzügen durch die Stadt hautnah dabei. 

"Das Geheimnis der Themse" ist ein spannender Mix aus historischem Roman und Krimi mit einem Hauch Mystischem, es geht um alte Bräuche und Geheimbünde. Aber auch  Gesellschaftskritik spielt eine Rolle, denn eine Frau, die nach zwei Jahren Ehe immer noch nicht schwanger ist, hatte es nicht leicht in der damaligen Gesellschaft und man war noch nicht so weit, zu erkennen, dass die Schuld für die Kinderlosigkeit ebenso gut beim Mann liegen konnte. 

Erzählt wird mal aus der Sicht von Charlotte, mal aus der Sicht von Tom, aber auch anderen Personen. Durch den Wechsel in den Kapiteln wird noch mal die Spannung aufrecht erhalten. 

Ich mochte Tom und Charlotte schon in "Der verbotene Fluss" und habe mich über das Wiedersehen gefreut. Wer weiß, vielleicht begegnen sie uns in ein paar Jahren ja mal wieder. 
 
Meine Bewertung: