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Montag, 25. September 2023

Es war einmal...eine Rezension vom 8. Februar 2012

"Frisch gebissen" von Chloe Neill (Teil 1 der Chigagoland Vampires)

Ich gebe zu, ich war ja zuerst skeptisch anhand des Klappentextes und habe mehr was für Jugendliche erwartet, halt so in Richtung Twilight oder so.
Aber ich bin positiv überrascht von dem Buch, denn Merit, die Hauptperson, ist keine Schülerin, sondern eine siebenundzwanzigjährige Doktorandin an der Universität von Chicago, als sie nachts im Park überfallen wird. Sie überlebt den Angriff des Vampirs nur, weil ein anderer Vampir sie verwandelt.
Überraschend ist das zwar nicht für sie, denn vor acht Monaten traten die Vampire an die Öffentlichkeit und verkündeten, dass sie keine Wesen aus Schauergeschichten sind, sondern tatsächlich existieren. Trotzdem ist sie von ihrer Wandlung zunächst nicht begeistert. Im Gegensatz zu ihrer Freundin und Mitbewohnerin Mallory, die sich schon immer für das Übersinnliche und Okkulte interessiert hat und fast enttäuscht ist, dass es sie nicht erwischt hat.
Allerdings hat sie im Verlauf der Geschichte keinen Grund mehr neidisch zu sein, aber ich will nicht zuviel verraten.
Als Merit am dritten Abend nach ihrer Wandlung nach Hause kommt, erfährt sie, dass sie vom Meister des Vampirhauses Cadogan, Ethan Sullivan, verwandelt und somit vor dem Tod gerettet wurde. Aber ihre Dankbarkeit hält sich in Grenzen, denn nun erwartet sie ein Leben, das sie selbst nicht für sich gewählt hat. Besonders wütend macht sie, dass ihr Job durch das Haus Cadogan bei der Uni gekündigt wurde, ohne dass sie davon wusste.
Bei einem ersten Besuch im Haus Cadogan stellt sie Ethan zur Rede und macht ihm klar, dass sie sich nicht herumkommandieren lässt. Ethan ist Ungehorsam von „Neugeborenen“ nicht gewohnt und erteilt ihr im Kampf vor anderen Vampiren eine Lektion. Von da an herrscht bei jedem Zusammentreffen der beiden knisternde Spannung, denn so sehr Merit auch versucht ihren Meister zu hassen, kann sie doch nicht leugnen, dass sie sich zu dem attraktiven Vampir hingezogen fühlt.
Aber zunächst gibt es andere Probleme, denn es wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die Merit sehr ähnlich sieht. Ist ein Serienmörder in Chicago unterwegs, ein abtrünniger Vampir und sollte Merit auch sein Opfer werden?


Merit ist eigentlich der Familienname der Hauptperson, ihren Vornamen erfährt man – zumindest in diesem ersten Teil – nicht. Dieser Name ist allerdings sehr bekannt in Chicago, denn ihr Vater hat nichts Besseres zu tun, als sein Leben lang Geld und Reichtum anzuhäufen und sich somit Macht und Einfluss in der Stadt zu erkaufen. Eine Tatsache, die Merit zuwider ist und sie daher kaum Kontakt zu ihrer Familie hat, mit Ausnahme ihres Großvaters. Charles „Chuck“ Merit ist ehemaliger Polizist und seit 4 Jahren in Pension. Zumindest hat er das seiner Enkelin erzählt. In Wahrheit leitet er eine kleine Spezialeinheit, um das Gleichgewicht des Übernatürlichen zum Rest der „normalen“ Bevölkerung Chicagos aufrecht zu erhalten. Diese Truppe besteht aus dem Hexenmeister Catcher, dem Formwandler Jeff und einem Vampir, dessen Identität nur Charles kennt.
Catcher unterrichtet Merit in Kampftechniken und Mallory macht ihr klar, wie sie sich als Angehörige eines der mächtigsten Vampirhäuser in Chicago zu kleiden und zu benehmen hat. Und allmählich gewöhnt Merit sich an ihr neues Leben, das nur nachts stattfinden kann, da sie eine schmerzhafte „Sonnenallergie“ entwickelt hat.
Und als der große Abend kommt und Merit offiziell mit anderen Vampirneulingen dem Haus Cadogan die Treue schwört, wird sie mit einer einflussreichen Position in der Hierarchie belohnt.


Bei den vielen Vampir- und Fantasyromanen ist es für einen Autor natürlich schwer, etwas komplett neues, noch nie Dagewesenes zu erfinden. Daher gibt es auch hier Parallelen zu den Romanen von Charlaine Harris, Ilona Andrews, Jeanne C. Stein oder Kim Harrison. Aber das fand ich jetzt nicht schlimm, denn Chloe Neill hat eine spannende Geschichte mit sympathischen, Figuren geschrieben, allen voran Merit, aber auch Mallory, Catcher, Jeff, ihr Großvater Charles und einige der Vampire, die sie kennenlernt. Das Ende ist zwar nicht sehr überraschend, was die Morde angeht, aber auch das tut der Spannung keinen Abbruch. Das Buch hat für mich alles, was einen guten Roman ausmacht: eine fesselnde Geschichte, Herz und Humor (musste oft grinsen) und einen Hauch Erotik, aber nicht zuviel davon.

Bewertung: 📖📖📖📖📖 

Dienstag, 9. April 2019

Rezension: "Chicagoland Vampires - Ein Biss von dir " von Chloe Neill

Mitten in den Vorbereitungen zur Hochzeit von Merit und Ethan geschehen beunruhigende Dinge in Chicago. In Haus Cadogan greift ein anscheinend psychisch angeschlagener Vampir Merit an. Er hört Stimmen, die ihn anflehen, ihm zu helfen und ihn in den Wahnsinn treiben. Und dabei bleibt es nicht, immer mehr Menschen scheinen diese Stimme zu hören. Hat es etwas mit den Ereignissen vor vier Monaten zu tun, als eine mächtige Hexenmeisterin in der Stadt die Macht an sich reißen wollte? Als dann mitten im August Chicago mit einer Eisschicht überzogen wird, müssen Merit und ihre Freunde noch einmal alles geben, um einen mächtigen Feind zu besiegen und ihre Stadt zu befreien.  

Dies ist der letzte und abschließende Band der "Chicagoland Vampires"-Reihe. Und ich bin schon ein wenig traurig, denn in den vergangenen Jahren habe ich mich jedes Mal auf das Wiedersehen mit Merit, Ethan und Co. gefreut. Es war fast schon wie ein Treffen mit alten Freunden. 
Aber manchmal ist es auch besser, einer Reihe einen guten Abschluss zu geben, bevor sie sich tot läuft und den Geschichten die Luft ausgeht.
Hier ist das der Autorin auf jeden Fall gelungen. Wie immer hat das Ganze den gewohnten Witz, meistens aus der Situation heraus. Dabei kommt aber auch die Spannung nicht zu kurz, die durch Wendungen und Überraschungen stets bleibt. Das eine oder andere Tränchen ist auch dabei, denn wie immer gibt es auch emotionale Momente. 

Insgesamt erzählt die Serie über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr, erschienen ist Teil 1 aber bereits vor 11 Jahren. Ich hatte damals große Bedenken "Frisch gebissen" zu lesen, da ich eine eher eine Teenie-Vampirschnulze befürchtet habe. Dem ist aber gar nicht so.
Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen und haben sich mit der Zeit auch weiterentwickelt, was ich sehr wichtig finde. Merit ist in ihre Rolle als Vampirin und Hüterin des Hauses Cadogan hinein gewachsen und nun endlich "angekommen". Sie wurde von der Doktorandin für Englische Literatur zur unsterblichen Kriegerin. Und auch ihre Beziehung zum Meistervampir Ethan Sullivan hat sich über die Zeit geändert und gefestigt und wird hier nun zu einem schönen Abschluss gebracht. Und sicher werde ich diese Szenen vermissen, wenn Ethan wieder einmal "eine goldene Augenbraue hochzieht und sagt "Hüterin!".  *g*

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇





Samstag, 9. März 2019

Rezension: "Wie ein Biss in dunkler Nacht" von Chloe Neill

Merit ist seit fast einem Jahr ein Vampir und Hüterin des Hauses Cadogan, als sie mit ihrem Meister Ethan Sullivan, ihrer besten Freundin Mallory und deren Ehemann Catcher Bell zu einem Baseballspiel in Wrigley Field unterwegs ist. Doch der Abend endet anders als geplant, als sie die Leiche eines Formwandlers finden, anscheinend getötet durch einen Vampir. Das ist nicht gerade förderlich für den Pakt zwischen Rudelführer Gabriel Keene und Meistervampir Ethan Sullivan. In der Nähe des Tatortes entdeckt Mallory alchemistische Zeichen, was vermuten lässt, dass auch ein Hexenmeister seine magischen Finger im Spiel hat. Merit und Ethan sind sich sicher, dass ihr alter Feind Adrien Reed dahinter steckt, der mit Hilfe seines Zirkels die Macht in Chicago an sich reißen und alle Übernatürlichen vernichten will. Gemeinsam arbeiten die Vampire, Formwandler und Hexenmeister  an einer Lösung, um Reed zur Strecke zu bringen, bevor er ihre Stadt in Schutt und Asche legt. 

"Wie ein Biss in dunkler Nacht" ist der zwölfte und damit vorletzte Band der Chicagoland-Vampires-Reihe. Urban Fantasy vom Besten, wie ich finde. Eine spannende Geschichte, gut ausgearbeitete Figuren, mit Herz und Humor geschrieben. 

Wie immer nimmt auch der private Part der Charaktere einen guten Teil der Geschichte ein, in erster Linie natürlich die Beziehung zwischen Merit und Ethan, wie immer mit Hochs und Tiefs. Aber auch die enge Verbindung mit Haus Cadogan, ihr Job als Hüterin und damit Beschützerin ihres Meisters spielen eine große Rolle. Es geht um alte Werte wie Ehre, Treue und Loyalität. Und es gibt immer wieder komische Momente. Zum Beispiel, dass Merit, eine tapfere Vampirkriegerin, Angst auf Friedhöfen hat. 

Das Ende lässt einigen Handlungsspielraum zu und verspricht ein viel spannendes Ende der Fantasy-Saga. 

Meine Bewertung: 🦇🦇🦇🦇🦇



Montag, 4. Juni 2018

Rezension: "Chicagoland Vampires - Höllenbisse" von Chloe Neill

Achtung! Spoiler möglich! Achtung! Spoiler möglich! 

Zum Inhalt:
Bereits im letzten Band sah es so aus, als ob Meistervampir Ethan Sullivan eine Nachricht eines alten Bekannten aus seiner Vergangenheit erhalten hat. Balthazar, sein Erschaffer und jahrelanger Begleiter scheint doch nicht tot zu sein und ist jetzt auf dem Weg nach Chicago. Ethan ist überzeugt, dass er nicht nur alte Erinnerungen auffrischen will und versetzt sein Haus in Alarmbereitschaft. Es dauert auch nicht lange, bis es zum ersten Zusammenstoß kommt und besonders Merit muss erkennen, dass sie den Kräften des uralten Vampirs nicht wirklich gewachsen ist. 
Aber als Hüterin des Hauses Cadogan hat sie ihre Verpflichtungen. Als Merits Vater sie und Ethan bittet, bei einem Wohltätigkeitsball bei einem der größten Finanzmoguls Chicagos zu erscheinen, können sie dort gerade noch den Mord an einem Gast verhindern. Und wie es aussieht, ist das Haus Navarre, das älteste der drei Vampirhäuser Chicagos in die Sache verwickelt. Bei einem Gespräch mit Morgan, dem Meister des Hauses, kommt Unglaubliches ans Licht...

Meine Meinung:
"Höllenbisse" ist bereits der 11. Band der Urban-Fantasy-Reihe, deswegen ist es schwierig, eine Rezi zu schreiben, ohne irgendetwas über die vorangegangene Handlung zu verraten. Das als kleine Warnung vorab. 
Auch dieser Teil hat mir wieder richtig gut gefallen. Das "Wiedersehen" mit Merit, Ethan, Mallory, Catcher und allen anderen ist jedesmal fast wie ein Treffen mit alten Freunden. 
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist lebendig und durch die Ich-Form erfährt man immer alles direkt aus Merits Sicht. Sehr oft musste ich schmunzeln beim verbalen Schlagabtausch zwischen Merit und Ethan oder auch bei Szenen mit den Mitgliedern der Wache oder Mallory und Catcher. 
Ich war von Beginn an direkt in der Geschichte und die Spannung zog sich bis zum Ende durch, es gab Überraschungen und Wendungen in der Handlung und zwischendurch sowie am Ende auch einige emotionale Momente. 
Merit ist noch mal an ihren Aufgabe als Hüterin des Hauses gewachsen und nimmt ihre Pflicht, das Haus Cadogan, ihren Meister und damit auch ihren Gefährten Ethan zu beschützen, sehr ernst. Und nach wie vor treibt sie Ethan mit ihre großen Klappe oft zur Weißglut.
Ethan Sullivan ist ein wahrer Vampirmeister und Beschützer seines Hauses und der dort lebenden Vampire. Das wird hier wieder besonders deutlich im Vergleich zu anderen Vampirhäusern. Und auch seine Beziehung mit Merit ist ihm sehr ernst, das zeigt seine Wut und Hilflosigkeit nach Balthazars Übergriff. 
Mallory, Merits beste Freundin scheint sich auch endlich gefangen zu haben, was mich sehr freut, denn ich mochte sie von Anfang an. 

Wie es scheint, ist mit Band 13 wohl Schluss mit den "Chicagoland Vampires", was ich eigentlich schade finde. Also habe ich noch zwei Teile vor mir, auf die ich mich schon freue.

Wer Merit & Co. nun auch kennenlernen möchte, dem empfehle ich, die Reihe chronologisch mit Band 1 zu starten, da man sonst zu viel verpasst und einem einige Dinge wohl nicht so klar sein werden. Außerdem macht es einfach Spaß, die Weiterentwicklung der Figuren mitzuerleben.

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


©S. Klaus





Montag, 9. April 2018

Rezension: "Auf den letzten Biss" von Chloe Neill

Dies ist bereits Teil 10 der "Chicagoland Vampires" und es kann evtl. zu Spoilern kommen. Das nur als "Warnung" für diejenigen, die die Reihe noch nicht kennen.

Nach Ethans Herausforderung an Darius, dem Vorsitzenden des Greenwich Präsidiums, verhält dieser sich merkwürdig ruhig und das zerrt an den Nerven aller Vampire im Hause Cadogan. 
Hinzu kommt, dass anscheinend ein Serientäter in Chicago sein Unwesen treibt und anscheinend mit Magie Menschen tötet. Die Polizei bittet Merit und Ethan sowie Merits Großvater und sein Team um Mithilfe. 
Dann erfährt Ethan, dass Darius auf dem Weg nach Chicago ist und sich sehr merkwürdig verhält. Was ist los mit ihm? Steckt das Präsidium dahinter oder steht der König der Vampire unter einem magischen Bann?
Merit hat als Hüterin des Hauses Cadogan wieder alle Hände voll zu tun, ihren Geliebten und Meister Ethan Sullivan zu beschützen, denn irgendetwas scheint er vor ihr zu verheimlichen, etwas aus seiner Vergangenheit. 

Dieser Teil der Reihe hat mir wieder richtig gut gefallen, die Geschichte war spannend von Anfang bis Ende. Wie immer gelingt es der Autorin, genau die richtige Dosis Herz und Humor einzubringen, oft musste ich schmunzeln.
Ein großes Plus der gesamten Serie sind für mich die Charaktere, in erster Linie natürlich Merit, die sich stetig weiterentwickelt. Sei es in ihrer Beziehung zu Ethan, als auch in ihrer Position als Hüterin des Hauses Cadogan. Keine leichte Aufgabe bei so einem dickköpfigen Chef. ;-) 
Ich habe mich auch gefreut, dass die Freundschaft zwischen Merit und Mallory wieder relativ normal geworden ist. 
Und inzwischen ist jedes Buch wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. 

Also für Fans der Reihe kann ich "Auf den letzten Biss" uneingeschränkt empfehlen. Und für neugierig gewordene empfehle ich das Lesen von Teil 1 an. Ihr verpasst sonst etwas. ;-)

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥





Donnerstag, 23. Februar 2017

"Chicagoland Vampires - Teuflische Bisse" von Chloe Neill


Dies ist bereits der neunte Teil der Urban Fantasy Reihe und er hat mir wieder sehr gut gefallen. 
Er knüpft beinahe nahtlos an das Ende des vorherigen Bandes an, in dem Ethan Sullivan, Meistervampir des Hauses Cadogan, verhaftet werden soll, weil er einen Vampir des Greenwich Presidiums getötet hat. Obwohl dieser Harold Monmoth das Haus heimtückisch angegriffen und Ethan in Notwehr gehandelt hat.  
Zusammen mit Merit, Hüterin des Hauses und außerdem seine Verlobte, taucht er unter und versteckt sich außerhalb von Chicago im Haus der Breckenridges, einer Familie von Formwandlern. Dort findet gerade das große Frühlingsfest aller Formwandler statt, weswegen auch Gabriel Keene, Anführer des Zentral-Nordamerika-Rudels mit seinen Leuten dort ist. Auch Mallory, Merits beste Freundin und ihr Freund Catcher, beides Hexenmeister, sind eingeladen. 
Das fröhliche Fest endet allerdings in einem Blutbad, denn die Formwandler werden angegriffen von Wesen, die es eigentlich nicht gibt: Harpyien. Mallory und Catcher sind sich sicher, dass Magie im Spiel ist und irgendjemand diese nutzt, um Übernatürliche anzugreifen. 
Es gibt mehrere Tote und Verletzte und Gabriel bittet Merit und Ethan um Hilfe bei der Suche nach den Tätern. Dabei hat Ethan eigentlich genug Probleme am Hals, denn die Bürgermeisterin von Chicago will an ihm anscheinend ein Exempel statuieren, um die Vampire endgültig als blutrünstige und gefährliche Monster anzuprangern und den Hass in der Öffentlichkeit zu schüren.
Und dann taucht auch noch ein Mitglied des Greenwich Presidiums bei Merit auf und fordert einen Gefallen ein, der ihr ganzes Leben mit Ethan ändern würde. Aber darf sie als Hüterin des Hauses Cadogan wirklich so egoistisch sein und ihr privates Glück über das Wohlergehen der Vampire stellen? Keine leichte Entscheidung...

Es passiert mal wieder jede Menge in Chicago. Die Welt der Übernatürlichen kennt anscheinend keine ruhigen Zeiten. Die Vampire von Haus Cadogan haben wieder alle Hände voll zu tun, allen voran Merit, die ihren Geliebten und Meister beschützen muss. 
Von Anfang an gelang es der Autorin wieder, mich an das Buch zu fesseln. Die Geschichte ist wie immer flüssig und anschaulich erzählt, mit witzigen und emotionalen Momenten und auch die Action kommt nicht zu kurz. 
Es gab ein Wiedersehen mit vielen Protagonisten, die mir inzwischen ans Herz gewachsen sind wie die Vampire von Haus Cadogan, Jonah, Merits Großvater, Jeff, Gabriel und sein Rudel. Auch ein paar neue Charaktere tauchen auf, wie z. B. ein starker und brummiger Formwandler, der aber beim Anblick eines hilflosen Kätzchens dahin schmilzt. *g*
Außerdem wird die Existenz einer weiteren übernatürlichen Spezies bekannt und ich bin gespannt, ob diese in den Folgebänden noch mal auftauchen. 
Gefallen hat mir auch die Weiterentwicklung der Figuren. Merit hat sich inzwischen voll und ganz in ihre Aufgabe als Hüterin eingefügt und steht zu Hundert Prozent hinter der Philosophie des Hauses und ihres Meisters. Auch Mallory weiß ihre Kräfte zu nutzen und versucht alles, sie für das Gute einzusetzen. 

Das Ende verspricht jedenfalls eine spannende Weiterführung der Geschichte und ich freue mich schon darauf zu lesen, wie es mit Ethan, Merit und dem Greenwich Presidium weitergeht.

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥ 









Mittwoch, 13. April 2016

"Chicagoland Vampires - Sehnsuchtsbisse" von Chloe Neill


Achtung! Es kann zu Spoilern kommen! Wer die vorherigen Teile noch nicht kennt und sich nicht die Spannung nehmen lassen möchte, sollte vielleicht nicht weiterlesen.



Zum Inhalt: 
Vampirin Merit hat eine Verabredung mit ihrer ehemals besten Freundin Mallory, einer Hexenmeisterin auf Bewährung, denn vor nicht allzu langer Zeit hatte sie versucht mit Schwarzer Magie Chicago in Schutt und Asche zu legen und Ethan Sullivan, Meister des Vampirhauses Cadogan und Merits Geliebter, zu töten. Nun lebt Mallory bei Gabriel Keene, dem Anführer des größten Werwolfrudels Nordamerikas und lernt mit ihrer Magie umzugehen und sie zu kontrollieren. Gerade als Merit sich ihre Lieblingspizza schmecken lassen möchte, explodieren nicht weit entfernt zwei Molotowcocktails. Wie sich herausstellt, wurde ein Anschlag auf die Firma "Lebenssaft" verübt, das Unternehmen, das den Vampiren ihre Blutversorgung sichert. Und es bleibt nicht dabei, es gibt weitere Unruhen und Anschläge, die sich gezielt gegen die Vampire in Chicago richten. Eine Demonstrantengruppe mit Namen "Chicago gehört uns" scheint dahinter zu stecken, aber ist es wirklich nur die Angst vor oder der Hass auf Vampire? Oder steckt etwas Anderes dahinter? Oder jemand anderes? Feinde hat besonders Haus Cadogan ja genug. Auch das Greenwich Presidium ist sauer, nachdem Ethan Sullivan sich mit seinen Gefolgsleuten von ihnen losgesagt hat und eigenständig lebt und handelt und hat Cadogan auf die Schwarze Liste gesetzt. Aber würde das GP wirklich soweit gehen und der eigenen Spezies deswegen schaden? Merit, Hüterin des Hauses Cadogan, geht der Sache auf den Grund. Unterstützt wird sie dabei von Jonah, ihrem Partner bei der Roten Garde, ihrem Großvater Chuck, Hexenmeister Catcher sowie Gestaltwandler Jeff. Dabei muss sie mal wieder einiges einstecken, aber schließlich hat sie geschworen, das Haus, die Vampire und ihren Meister zu schützen. Und als schließlich auch die in Gefahr geraten, die sie liebt, kennt sie keine Gnade mehr. 

Dies ist der achte Teil der Reihe und ich muss sagen, der hat mir mal wieder richtig gut gefallen. Mittlerweile ist es jedes Mal so wie ein Wiedersehen mit guten Freunden. Merit mag ich richtig gern, sie hat das Herz auf dem richtigen Fleck und ihre große Klappe bringt sie nicht selten in Schwierigkeiten. Sie ist ihrem Haus und den ihr anvertrauten Vampiren treu ergeben und würde alles für sie tun, denn sie sind inzwischen ihre Familie. Besonders zwischen ihr und Ethan gibt es in diesem Teil einige emotionale Momente, die aber keineswegs kitschig sind. Die beiden scheinen endlich an einem Punkt angekommen zu sein, an dem sich ihre Befestigung gefestigt hat. 
Auch Mallorys Entwicklung gefällt mir. Ich hoffe, sie bekommt ihre "Sucht" wirklich in den Griff und kann vielleicht etwas Sinnvolles mit ihrer Magie tun. Gabriel scheint davon überzeugt und das macht ihn mir sehr sympathisch. :-)
Ethan schien mir in diesem Buch auch präsenter zu sein als bisher, vielleicht kam mir das aber auch nur so vor. 
Momente zum Schmunzeln gibt es wie immer auch, meistens zwischen Merit und Ethan oder auch in Szenen mit Formwandler Jeff. 

Das Ende verspricht eine spannende Fortsetzung und ich bin gespannt wie es nun weitergeht in "Teuflische Bisse".

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥






Freitag, 25. September 2015

"Chicagoland Vampires: Für eine Handvoll Bisse" von Chloe Neill


Gestern habe ich den siebten Teil der Chicagoland-Vampires-Reihe von Chloe Neill beendet. Und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch das Cover. 



Zum Inhalt: Unruhige Zeiten für die Vampire von Haus Cadogan, denn sie haben sich entschlossen, sich vom Greenwich Präsidium loszusagen und als eigenständige Vampire zu leben. Damit gelten sie als Abtrünnige und verlieren den Schutz des GP, entziehen sich so aber auch deren Kontrolle und verlassen den Dunstkreis des Oberhauptes Darius West. Für Ethan Sullivan, den Meister des Hauses Cadogan, ein unschlagbarer Vorteil. Aber die "Abnabelung" ist vertraglich nicht so einfach und bereitet ihm und Merit einiges Kopfzerbrechen. Nicht sehr förderlich für ihre Beziehung ist auch das Erscheinen von Lacey Sheridan, eine Meistervampirin und Ethans Ex, die ihm helfen will, sich gegen das GP zu wehren. Merit fragt sich allerdings, ob ihre Hilfe wirklich so uneigennützig ist, wie Ethan glaubt. Da könnte der Zeitpunkt nicht schlechter sein, dass ausgerechnet jetzt Merits offizielle Aufnahme in die Rote Garde erfolgen soll....von der sie Ethan ja immer noch nichts erzählt hat. 
Als ob das nicht alles schon Ärger genug ist, kommen brutale Morde an zwei Vampiren hinzu, die ebenfalls Abtrünnige waren, also keinem Haus angehörten. Wer hat die beiden in dem alten Lagerhaus getötet und ihnen die Köpfe abgeschlagen? Merit ist klar, dass kann nur jemand sein, der weiß, wie man Vampire endgültig töten kann. Die Spuren von Espenholz am Tatort deuten auf den wahnsinnigen McKettrick hin, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Vampire zu vernichten. Und während Merit mit Hilfe von Jonah, Catcher und Jeff der Sache nachgeht, geschehen zwei weitere Morde. Danach geht die Spur allerdings in eine ganz andere Richtung...

Ich stehe ja eher auf "Old School"-Vampire, aber diese Reihe gefiel mir trotzdem vom ersten Teil an.  Besonders Merit mit ihrer großen Klappe und ihrem Sturkopf mag ich, ebenso Ethan, Mallory, Catcher, Jonah und den Formwandler Jeff Christopher. 
Dieses Mal ist der Krimianteil in der Geschichte etwas größer und die Beziehung zwischen Merit und Ethan tritt ein wenig in den Hintergrund, ist aber trotzdem immer präsent. Was dem Buch insgesamt aber sehr gut tut, finde ich. Ich bin froh, dass Chloe Neill nicht denselben Weg einschlägt wie Laurell K. Hamilton bei "Anita Blake", wo es zum Schluss ja fast nur noch um Anita und ihre "amourösen Abenteuer" ging. 
Die Story ist spannend erzählt, (auch wenn ich schon bald ahnte, wer der Täter ist) es gibt genügend Stellen zum Schmunzeln, besonders wenn es um Merit und ihren ständigen Hunger auf Fleisch oder Schokolade geht. *g* Auch emotionale Momente sind vorhanden, diese aber nicht im Übermaß. Zum Beispiel, als nicht klar ist, ob die Vampire Haus Cadogan behalten werden und Merit zum ersten Mal klar wird, wie viel ihr ihr neues Zuhause bedeutet. 

Fazit: Leseempfehlung für alle Fans der Reihe....und solche, die es werden wollen. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


© Blackfairy71










Freitag, 17. April 2015

"Chicagoland Vampires: Eiskalte Bisse" von Chloe Neill

Achtung! Wer die Reihe liest, aber noch nicht bis Teil 5 gekommen ist, sollte nicht weiterlesen. Aber wenn ich nichts spoilern will, darf ich gar nichts schreiben. 


Mallorys Versuch, den Meistervampir Ethan Sullivan mit Hilfe seiner Asche zu ihrem Schutzgeist zu machen, ist fehlgeschlagen. Zum Glück für Vampirin Merit, Hüterin des Hauses Cadogan. Denn nun weilt ihr Geliebter wieder unter den "Lebenden". Leider haben die beiden keine Zeit, ihr Wiedersehen zu feiern, denn Mallory, Merits ehemals beste Freundin, ist hinter dem Maleficium her, einem magischen Buch, das ihr große Macht verleihen würde. Da dieses Buch an einem geheimen Ort in Nebraska aufbewahrt wird, machen sich Ethan und Merit auf den Weg dorthin, um es vor Mallory zu finden. Aber sie sind nicht die einzigen, die das Buch wollen. Auch der ehemalige Bürgermeister Seth Tate taucht in Nebraska auf. Machen er und Mallory gemeinsame Sache? 
Merit weiß, dass Tate ebenfalls ein Übernatürlicher ist, aber was ist er? Einer der Gnome, die ihr in Nebraska helfen, nennt ihn einen "Dunklen". Und mit Hilfe der Hexenmeisterin Paige und der Bibliothek des Hauses Cadogan finden sie heraus, dass damit nicht Tates Haarfarbe gemeint ist. Sie kommen einem Geheimnis auf die Spur, das älter ist als die Menschheit selbst. 
Und es gibt noch ein weiteres Problem, denn Darius West vom Greenwich Presidium aus London kommt nach Chicago, um das Haus Cadogan einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Und noch ist Ethan Sullivan nicht wieder offiziell Meister des Hauses. Nun muss Merit zeigen, dass sie zu Recht Hüterin des Hauses ist. 

Dies ist der sechste Teil der "Chicagoland Vampires" und es hat mir sehr gut gefallen. Flüssig und spannend geschrieben, mit Herz und Humor. 
Merit hat sich als Vampirin weiterentwickelt, ist in der Zeit von Ethans Abwesenheit "erwachsen" geworden, was ihr nun zugute kommt. Aber noch immer kann sie ihren Meister zur Weißglut bringen, was mich oft schmunzeln ließ.
Es gibt auch ein Wiedersehen mit Gabriel, dem Rudelführer der Formwandler Nordamerikas. Mir gefällt seine Methode der Bestrafung von Mallory, einfach aber wirksam, wie es scheint. 
Und Mallory....nun sie scheint zu bereuen, was sie getan hat und vielleicht gibt es noch Hoffnung für sie. Das wird sich sicher in den nächsten Bänden zeigen.
Und auch das Schicksal des Hauses Cadogan ist am Ende offen. Aber der nächste Teil liegt schon auf meinem SUB.  

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥





Sonntag, 27. April 2014

"Chicagoland Vampires - Ein Biss zu viel" Chloe Neill

Nicht genug, dass Vampirin Merit mit dem Verlust ihres Meisters und Geliebten Ethan klarkommen muss. Jetzt setzt ihnen das Greenwich Presidium auch noch einen Verwalter vor die Nase, der aufpassen soll, dass niemand aus der Reihe tanzt. Haus Cadogan muss drastische Sparmaßnahmen hinnehmen: Die Blutrationen werden minimiert und auch die normalen Mahlzeiten werden durch "gesundes Essen" ersetzt.  
Die Stimmung im Hause ist alles andere als gut. Auch der Kontakt zu Merits bester Freundin Mallory wird immer seltener, denn die angehende Hexe steckt mitten in wichtigen Prüfungen und ist ständig gereizt und schlecht gelaunt.
Die neue Bürgermeisterin ist auch nicht gerade eine Freundin der Unsterblichen und die Proteste in der menschlichen Bevölkerung gegen die Vampire immer lauter.
Dann färbt sich der Michigan See urplötzlich schwarz, ebenso wie der Chicago River. Steckt Magie dahinter und wenn ja, welche? Merit versucht dies mit Hilfe des Vampirs Jonah herauszufinden und als sie schließlich den Schuldigen findet, kann sie es nicht glauben...

Nach dem tragischen Ende des vierten Teils musste ich erst einmal eine Zeit vergehen lassen, um die Reihe weiter zu lesen.  Aber dieser Teil hat mich wieder ein bisschen versöhnt und ich bin gespannt, wie es nun weitergeht mit den Vampiren von Chicago.
Ob mir allerdings die Entwicklung eines bestimmten Charakters gefällt, weiß ich noch nicht...
Jedenfalls hat mich dieser fünfte Teil der Reihe wieder gut unterhalten und ich bin gespannt, was Merit nun unternehmen wird. 


Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

Sonntag, 17. November 2013

"Chicagoland Vampires Teil 4" von Chloe Neill

Klappentext: Für Vampire sind harte Zeiten angebrochen. Die Menschen lehnen sie offen ab. Demonstrationen, Anfeindungen und kaum verhohlene Gewalt sind an der Tagesordnung. Doch es kommt noch schlimmer! Vampire geraten außer Kontrolle und töten Menschen! Merit und ihr Schöpfer Ethan sollen diesem Treiben Einhalt gebieten – andernfalls drohen furchtbare Konsequenzen. Als Merit jedoch mit ihren Nachforschungen beginnt, bringt sie etwas Furchtbares ins Rollen …  
Nach dem Angriff der Formwandler auf Haus Cadogan sind die Vampire mit Renovierungsarbeiten beschäftigt. Außerdem machen ihnen Demonstranten das Leben schwer, denn nach dem Schritt der Werwölfe an die Öffentlichkeit, sind die Menschen verunsichert und fühlen sich von den Übernatürlichen bedroht. Da ist es auch nicht gerade hilfreich, dass es in letzter Zeit auf Raves zu Übergriffen und sogar Todesfällen kommt. Bürgermeister Tate zitiert daher Merit und ihren Schöpfer Ethan Sullivan, Meister des Hauses Cadogan, zu sich. Daraufhin stellt Merit Nachforschungen in den Clubs an, um herauszufinden, wer der Vampirgemeinschaft schaden will und dabei auch das Leben von Menschen egal ist. Unterstützung erhält sie dabei von Jonah, ihrem Kontaktmann zur Roten Brigade, sowie ihrem Großvater Chuck und seinen Mitarbeitern Catcher und Jeff.
Aber dann taucht Darius West in Chicago auf, Vorsitzender des Greenwich Präsidiums, und die Eigenständigkeit des Hauses Cadogan sowie Ethans Stellung als Meister steht auf dem Spiel...

Insgesamt hat mir "Drei Bisse frei" sehr gut gefallen, es war spannender als der Vorgänger und Merit hat sich weiterentwickelt. Auch wenn sie noch eine junge Vampirin ist, ist sie in ihre Rolle als Hüterin des Hauses Cadogan hinein gewachsen und verteidigt das Haus sowie die Bewohner. Für sie sind die anderen Vampire ihre Familie geworden.
Merits Freundin Mallory kommt diesmal allerdings etwas zu kurz und auch die Formwandler haben nur kleine Auftritte.

Wer das Buch schon gelesen hat, weiß bereits, dass es dramatisch endet. Und auch mir hat das Ende überhaupt nicht gefallen.  Eine der wichtigsten Charaktere der Reihe ist nicht mehr da und ich frage mich nun, wie es weitergehen wird. Oder ist das alles vielleicht nur irgendein Trick? Kann ich mir allerdings nicht vorstellen. 

Jedenfalls erhält das Buch trotzdem die volle Punktzahl von mir und eine absolute Leseempfehlung. 

***** 

Sonntag, 14. Juli 2013

Chicagoland Vampires: Mitternachtsbisse (Chloe Neill)

Klappentext: Gestaltwandler aus den gesamten Vereinigten Staaten finden sich zu einem Treffen in Chicago zusammen. Die Vampirin Merit erhält von Ethan Sullivan, dem Oberhaupt von Haus Cadogan, den Auftrag, den Anführer der Gestaltwandler als Leibwächterin zu begleiten. Dabei soll sie den Vampiren gleichzeitig als Spionin dienen. Ein gefährliches Unterfangen, denn bald findet sich Merit im Kreuzfeuer eines Konfliktes zwischen Gestaltwandlern und Vampiren wieder, der außer Kontrolle zu geraten droht.

Merit ist mittlerweile seit drei Monaten ein Vampir und hat sich als Hüterin des Hauses Cadogan gut in die Hierarchie eingefügt. Allerdings herrscht zwischen ihr und ihrem Meister Ethan Sullivan nach wie vor knisternde Spannung, was nicht nur an Merits eigenwilliger Art liegt, mit der sie Ethan oft zur Weißglut bringt, denn der ist Ungehorsam seinen Novizen nicht gewohnt.
Dass Merit nicht immer mit allen  Entscheidungen ihres Meisters einverstanden ist, fällt auch anderen auf und sie erhält ein interessantes Angebot.
Aber zunächst gibt es andere Probleme, denn in der menschlichen Bevölkerung kommt es langsam zu Widerständen gegen die Vampire. Die Formwandler und die Hexenmeister, die bisher im Verborgenen leben, haben Sorge, dass es bald zu einem Krieg kommen könnte zwischen der Übernatürlichen und der menschlichen Welt und daher beruft der Rudelführer Gabriel Keene eine Versammlung ein, um darüber abzustimmen, ob die Formwandler bleiben oder in ihre eigentlich Heimat in Alaska zurückkehren sollen. Denn dort könnten sie in Ruhe, unbehelligt von den Menschen, mit ihren Familien leben. Er macht Ethan Sullivan und Merit allerdings das Angebot, als Leibwächter bei dieser Versammlung zu sein, um allen Formwandlern zu zeigen, dass die Vampire zu einer friedvollen Zusammenarbeit bereit sind. 
Beim ersten Treffen in einer Bar der Formwandler kommt es allerdings zu einem Überfall und die Frage ist, wer steckt dahinter und wer hat einen Vorteil davon?

Die ist der dritte Teil der "Chicagoland Vampires"-Reihe. Ich mochte Merit schon in Teil 1 von Anfang an und das hat sich nicht geändert. Im Laufe der Zeit hat sie sich mit ihrem neuen Leben als Vampirin arrangiert, auch wenn sie dieses Leben nie wollte. Sie ist stark, attraktiv und hat ihre eigene Meinung...die nicht immer mit der ihres Meisters Ethan übereinstimmt. Und sie nimmt ihren Job als Hüterin des Hauses Cadogan sehr ernst.
Bei Ethan bin ich nach wie vor sehr zwiespältig. Er ist manchmal eiskalt, aber er hat auch die Verantwortung für das Wohlergehen mehrerer Vampire und da sind Gefühle oft fehl am Platz. Aber dabei merkt er leider nicht, dass er auf den Gefühlen Anderer herum trampelt, wie z.B. auf Merits. Gerade in diesem Teil hätte ich ihm zwischendurch selbst gerne einen Pfahl durchs Herz gejagt.
Auch Merits Freundin Mallory, Catcher, Jeff und Merits Großvater sind wieder dabei, was mich sehr gefreut hat. Und....wir erfahren zum ersten Mal den Vornamen von Merit. Den ich hier aber nicht verraten werde. *g*

Montag, 6. August 2012

Chloe Neill: Chicagoland Vampires 2 - Verbotene Bisse

Klappentext:
Nach ihrer Verwandlung in eine Vampirin zieht Merit in das Haus Cadogan ein. Im Auftrag ihres neuen "Meisters", dem Vampir Ethan Sullivan, soll sie fortan die Rolle der Vermittlerin zwischen Menschen und Vampiren spielen. Doch irgendjemand hat es darauf abgesehen, Zwietracht zwischen Sterblichen und Unsterblichen zu säen, und droht, eines der dunkelsten Geheimnisse der Vampire an die Öffentlichkeit zu bringen. Zu allem Überfluss beginnt Merit eine Affäre mit dem neuen Oberhaupt von Haus Navarre. Schon bald muss sie jedoch feststellen, dass sie noch immer Gefühle für Ethan hegt, dessen widersprüchliche Natur ihr wieder und wieder Rätsel aufgibt ...


„Verbotene Bisse“ ist der zweite Teil der Chicagoland-Vampire-Serie. Merit ist nun seit gut zwei Monaten ein Vampir und wurde zur Hüterin des Hauses Cadogan ernannt. Um ihrer Aufgabe besser nachkommen zu können, zieht sie bei ihrer Freundin Mallory aus und in ein Zimmer im Hause Cadogan.
Nachdem ja schon in Teil 1 festgestellt wurde, dass Mallory eine Hexe ist, stehen auch für sie einige Veränderungen an.
Gleich zu Beginn erfährt Merit, dass ihre Erzfeindin Celina wieder auf freiem Fuß ist und es bleibt zu befürchten, dass sie sich rächen wird.
Außerdem muss Merit diesmal ihre Verbindungen zur High Society von Chicago nutzen. Dies tut sie allerdings nur widerwillig, denn das Verhältnis zu ihrem opportunistischen Vater und ihrer versnobten Mutter war schon vor ihrer Verwandlung nicht gut. Nun soll sie aber auf Befehl ihres Meisters Ethan Sullivan zur Tarnung reumütig in den Schoß ihrer alten Familie zurückkehren, um ihrer neuen Familie, den Vampiren, zu helfen. So geht sie mit Ethan zu einer Party bei der alteingesessenen Familie Breckenridge, mit deren Sohn Nicholas Merit in der High School befreundet war.
Aber warum ist er so feindselig den Vampiren gegenüber? Ist es allgemeines Misstrauen oder steckt mehr dahinter?

Es gibt wieder einige knisternde Szenen zwischen Ethan und Merit. Ebenso zwischen Morgan, dem Meister des Hauses Navarre, und Merit. Aber leider scheint das sehr einseitig zu sein. Schade, ich mag Morgan sehr gerne, er kommt sympathisch rüber und hat einen tollen Humor.

Ich muss sagen, Teil 2 fand ich nicht ganz so spannend wie Teil 1. Es fehlte ein echter Höhepunkt in der Story, was vielleicht daran lag, dass diese anscheinend nahtlos im 3. Teil fortgesetzt wird. Vielleicht kommt da wieder mehr Spannung auf.
Schade fand ich auch, dass Mallory, Catcher und auch Merits Großvater diesmal nur kleinere Auftritte hatten.
Aber nach wie vor ist mir die Protagonistin Merit sehr sympathisch und ich mag auch den Humor in der Geschichte und die Erzählweise der Autorin.

Teil 3 „Mitternachtsbisse“ ist ja bereits erschienen und ich werde es auf jeden Fall lesen, denn ich will wissen, wie es weitergeht. Denn zum Schluss wird bei Teil 2 noch ein interessanter Charakter eingeführt: Gabriel Keene, der Chef des Rudels der Formwandler von Nordamerika. Bin gespannt, was da noch so passieren wird. 




Donnerstag, 23. Februar 2012

"Chicagoland Vampires 1: Frisch gebissen" von Chloe Neill

Ich gebe zu, ich war ja zuerst skeptisch anhand des Klappentextes und habe mehr was für Jugendliche erwartet, halt so in Richtung Twilight oder so.
Aber ich bin positiv überrascht von dem Buch, denn Merit, die Hauptperson, ist keine Schülerin, sondern eine siebenundzwanzigjährige Doktorandin an der Universität von Chicago, als sie nachts im Park überfallen wird. Sie überlebt den Angriff des Vampirs nur, weil ein anderer Vampir sie verwandelt.
Überraschend ist das zwar nicht für sie, denn vor acht Monaten traten die Vampire an die Öffentlichkeit und verkündeten, dass sie keine Wesen aus Schauergeschichten sind, sondern tatsächlich existieren. (Parallelen zu True Blood). Trotzdem ist sie von ihrer Wandlung zunächst nicht begeistert. Im Gegensatz zu ihrer Freundin und Mitbewohnerin Mallory, die sich schon immer für das Übersinnliche und Okkulte interessiert hat und fast enttäuscht ist, dass es nicht sie erwischt hat.
Allerdings hat sie im Verlauf der Geschichte keinen Grund mehr neidisch zu, aber ich will nicht zuviel verraten.

Als Merit am dritten Abend nach ihrer Wandlung nach Hause kommt, erfährt sie, dass sie vom Meister des Vampirhauses Cadogan, Ethan Sullivan, verwandelt und somit vor dem Tod gerettet wurde. Aber ihre Dankbarkeit hält sich in Grenzen, denn nun erwartet sie ein Leben, das sie selbst nicht für sich gewählt hat. Besonders wütend macht sie, dass ihr Job durch das Haus Cadogan bei der Uni gekündigt wurde, ohne dass sie davon wusste.
Bei einem ersten Besuch im Haus Cadogan stellt sie Ethan zur Rede und macht ihm klar, dass sie sich nicht herumkommandieren lässt. Ethan ist Ungehorsam von „Neugeborenen“ nicht gewohnt und erteilt ihr im Kampf vor anderen Vampiren eine Lektion. Von da an herrscht bei jedem Zusammentreffen der beiden knisternde Spannung, denn so sehr Merit auch versucht ihren Meister zu hassen, kann sie doch nicht leugnen, dass sie sich zu dem attraktiven Vampir hingezogen fühlt.
Aber zunächst gibt es andere Probleme, denn es wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die Merit sehr ähnlich sieht. Ist ein Serienmörder in Chicago unterwegs, ein abtrünniger Vampir und sollte Merit auch sein Opfer werden?

Merit ist eigentlich der Familienname der Hauptperson, ihren Vornamen erfährt man – zumindest in diesem ersten Teil – nicht. Dieser Name ist allerdings sehr bekannt in Chicago, denn ihr Vater hat nichts Besseres zu tun, als sein Leben lang Geld und Reichtum anzuhäufen und sich somit Macht und Einfluss in der Stadt zu erkaufen. Eine Tatsache, die Merit zuwider ist und sie daher kaum Kontakt zu ihrer Familie hat, mit Ausnahme ihres Großvaters. Charles „Chuck“ Merit ist ehemaliger Polizist und seit 4 Jahren in Pension. Zumindest hat er das seiner Enkelin erzählt. In Wahrheit leitet er eine kleine Spezialeinheit, um das Gleichgewicht des Übernatürlichen zum Rest der „normalen“ Bevölkerung Chicagos aufrecht zu erhalten. Diese Truppe besteht aus dem Hexenmeister Catcher, dem Formwandler Jeff und einem Vampir, dessen Identität nur Charles kennt.
Catcher unterrichtet Merit in Kampftechniken und Mallory macht ihr klar, wie sie sich als Angehörige eines der mächtigsten Vampirhäuser in Chicago zu kleiden und zu benehmen hat. Und allmählich gewöhnt Merit sich an ihr neues Leben, das nur nachts stattfinden kann, da sie eine schmerzhafte „Sonnenallergie“ entwickelt hat.
Und als der große Abend kommt und Merit offiziell mit anderen Vampirneulingen dem Haus Cadogan die Treue schwört, wird sie mit einer einflussreichen Position in der Hierarchie belohnt.

Bei den vielen Vampir- und Fantasyromanen ist es für einen Autor natürlich schwer, etwas komplett neues, noch nie Dagewesenes zu erfinden. Daher gibt es auch hier Parallelen zu den Romanen von Charlaine Harris, Ilona Andrews, Jeanne C. Stein oder Kim Harrison. Aber das fand ich jetzt nicht schlimm, denn Chloe Neill hat eine spannende Geschichte mit sympathischen, Figuren geschrieben, allen voran Merit, aber auch Mallory, Catcher, Jeff, ihr Großvater Charles und einige der Vampire, die sie kennenlernt. Das Ende ist zwar nicht sehr überraschend, was die Morde angeht, aber auch das tut der Spannung keinen Abbruch. Das Buch hat für mich alles, was einen guten Roman ausmacht: eine fesselnde Geschichte, Herz und Humor (musste oft grinsen) und einen Schuss Erotik, aber nicht zuviel davon.

Ich habe mit diesem Buch eine neue Serie für mich entdeckt und werde auf jeden Fall weiterlesen, es gibt ja schon Teil 3!!!