Donnerstag, 21. Dezember 2023

Mittwinter - Wintersonnenwende 21./22. Dezember

Der 22. Dezember ist in diesem Jahr der offizielle und kalendarische Winterbeginn. 
Im Alten Jahreskreis wird heute die Wintersonnenwende gefeiert: Mittwinter. Auf die längste und dunkelste Nacht folgt der kürzeste Tag des Jahres.

Vielleicht stimmt euch das Lied von Blackmore's Night ein wenig darauf ein. 



Schon unsere Ahnen feierten an diesem Tag die Wiedergeburt des Lichts, denn ab jetzt werden die Tage ganz allmählich wieder länger werden. Im Christentum wurde dieser Tag dann als Geburt Jesu auf den 24. Dezember gelegt.
Aber nicht alle heidnischen Bräuche des Julfestes konnten abgeschafft werden, so z. B. der Weihnachtsbaum oder der Adventskranz. Auch die Kelten holten sich immergrüne Zweige ins Haus, um das Leben auch im dunklen Winter zu feiern. 




Blessed Yule!
Eine schöne Wintersonnenwende!



Top Ten Thursday: Weihnachtsspecial


Kurz vor Weihnachten geht es natürlich auch in der wöchentlichen Aktion auf Aleshanees Weltenwandererblog um das Fest.
Das Thema heute: 

🎄 Weihnachtsspecial - 10 Aufgaben zum Thema Weihnachten 🎄


1. Adventskalender: 
Bei welchem Buch zählst du die Tage, bis es endlich erscheint?
Endlich geht es weiter mit Harry Dresden. Das Buch erscheint im Februar. 



2. Schneeflocke: 
Zeige ein Buch mit einem einzigartigen Charakter
Mercy - eigentlich Mercedes - Thompson ist ein Walker. Genauer gesagt, der einzige weibliche Walker und sie kann sich in einen Kojoten verwandeln. Zu verdanken hat sie dies ihrem indianischen Erbe. Außerdem arbeitet sie als Automechanikerin und hat sich in ihrer Werkstatt auf deutsche Volkswagen spezialisiert. Und wenn sie so richtig Stress hat, backt sie für das Rudel ihres Mannes, dem Alpha-Werwolf Adam, am liebsten Schokoladenkekse. 


3. Schneeengel
Zeige ein Buch, das vor einer winterlichen Kulisse spielt



4. Schlittschuhlaufen: 
Zeige ein Buch mit rasanter Handlung



5. Schneeballschlacht: 
Zeige ein Buch, in dem zwei Seiten aneinandergeraten
Das hat zwar nichts mit Weihnachten zu tun, aber hier treffen Robert Hunter und sein ehemaliger Studentenfreund Lucien Folter aufeinander. Folter hat inzwischen eine Karriere als Serienkiller hingelegt und Hunter muss ihn stoppen. Ein wahrer Nervenkrieg und ein aufreibendes Katz-und-Maus-Spiel. 


6. Plätzchen backen: 
Ein zu Herzen gehender Lese-Leckerbissen
Neben der wirklich schönen Handlung gibt es am Ende auch viele leckere Rezepte.



7. Lichterkette: 
Zeige eine Reihe, die man sich nicht entgehen lassen sollte
Empfehlungen finde ich ja immer schwierig und sehr subjektiv. Aber wer historische Romane mag, der kommt an den Waringhams eigentlich nicht vorbei. 



8. Weihnachtskugeln: 
Zeige ein glitzerndes oder glänzendes Buch



9. Weihnachtsmarkt: 
Nenne ein Buch, ein Lied oder einen Film, das/der dich in Weihnachtsstimmung versetzt
Neben diesem Buch wäre als Film noch "Liebe braucht keine Ferien" zu nennen und als Lied "Fairytale of New York" von den Pogues. RIP Shane McGowan. 


10. Geschenke:
 Zeige ein Buch, das du als Weihnachtsgeschenk empfehlen würdest


Nun ist es also fast soweit und es ist tatsächlich Weihnachten. Ich wünsche euch schöne und erholsame Feiertage im Kreise eurer Lieben. Möglicherweise lesen wir uns erst im nächsten Jahr wieder.


Frohe Weihnachten
Blessed Yule





Mittwoch, 20. Dezember 2023

Bloggeraktion: Lesetipps für den Winter


 
Am letzten Sonntag war es wieder soweit. Auf Tanjas Blog "Der Duft von Büchern und Kaffee" und Lenis Blog "Meine Welt voller Welten" startete die Aktion mit Lesetipps zur Jahreszeit. Leider schaffe ich es erst heute. 

1. 
Ganz aktuell ist mein Tipp aus Norwegen. "Der Adventskalender zum Glück" ist das erste Buch der Autorin Siri Ostli, das auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Ich fand es einfach nur schön und kann es sehr empfehlen, besonders, wenn man nicht so auf kitschige Weihnachtsromanzen steht. 


Inhalt: Fie ist am Boden zerstört und in einem schwarzen Loch gefangen. Ihr Mann hat sie vor gut einem Jahr wegen einer Anderen verlassen, sie musste aus ihrem Haus ausziehen und wohnt nun in einer kleinen Dachgeschosswohnung am anderen Ende von Oslo. Auch das Verhältnis zu ihrem einundzwanzigjährigen Sohn ist mehr als abgekühlt. Kurz vor Weihnachten beschließt Fies Schwester, dass es so nicht weitergehen kann. Sara, die weit entfernt in Nordnorwegen lebt, stellt ihr für jeden Tag im Advent eine Aufgabe, um sie langsam raus ihrer Depression und zurück ins Leben zu führen. Und mit Erfüllung dieser Aufgaben beginnt für Fie eine magische Adventszeit und Tag für Tag findet sie mehr aus ihrem Schneckenhaus heraus.

Mit einem KLICK kommt ihr zu meiner Rezension. 


2. 
In meinem zweiten Buchtipp geht es nach St. Peter-Ording. Ich mag die Winterromane von Tanja Janz ja sehr und "Winterstrandtage" hat mir besonders gut gefallen. Ein Thema sind u. a. die Rauhnächte und alte Bräuche im allgemeinen. 

Es könnte alles so schön sein. Leni ist seit zwei Jahren mit Armin zusammen. Sie haben das Haus, das er von seiner Tante geerbt hat, zusammen renoviert und Leni hat endlich ihren Traumjob in der Stadtbibliothek bekommen. Aber dann passiert eine Katastrophe: Leni vergisst eine brennende Kerze auf dem Adventskranz und als sie und Armin wieder zurückkommen, ist ihr Zuhause regelrecht in Rauch aufgegangen. Sie haben nichts mehr, außer dem, was sie am Leib tragen. Und die Versicherung zahlt nicht aufgrund von Fahrlässigkeit. Leni ist am Boden zerstört und dann wird sie auch noch von Armin verlassen, der nun erst mal eine Auszeit braucht. 
Am ersten Weihnachtstag flüchtet sie zu ihrer Oma Elga, die trotz ihrer fast Neunzig Jahre immer noch fit ist und in ihrem hübschen Friesenhaus in St. Peter-Ording lebt. Schon als Leni ein Kind war, war sie fasziniert von Omas Wissen über die alten Bräuche und das Geheimnis der Raunächte. Gemeinsam haben sie immer in der Silvesternacht geräuchert, um schlechte Gedanken zu vertreiben und Platz für das Gute im Neuen Jahr zu machen. Und schon nach ein paar Tagen merkt Leni, wie gut ihr die Stille der winterlichen Landschaft tut, die Spaziergänge und Gespräche mit ihrer alten Freundin Beeke und nicht zuletzt das Wiedersehen mit ihrem Jugendfreund Kristan, der so ganz anders ist als Armin.

Mit einem KLICK kommt ihr zu meiner Rezension. 


3. 
⛄⛄⛄
Buchtipp Nr. 3 führt euch nach Wien zu Ende des 19. Jahrhunderts. "Der Eispalalst" ist ein sehr schöner und lesenswerter historischer Roman.

Wien, im ausgehenden 19. Jahrhundert: Schlittschuhfahren bedeutet Nikolett alles. Sobald die Kufen das Eis berühren, ist sie glücklich und frei. Doch sie kann ihrer Leidenschaft nur heimlich nachgehen, wegen eines Unfalls lebt sie ein zurückgezogenes Leben – so zurückgezogen, dass sie dreiundzwanzig Arten von Stille unterscheiden kann. Auf keinen Fall möchte sie daher auf dem Wiener Opernball debütieren und zum Gerede der Gesellschaft werden. Erst recht nicht, da sich János, in den sie schon lange insgeheim verliebt ist, mit Händen und Füßen dagegen wehrt, mit ihr zu tanzen. Als sie sich verzweifelt zu ihrem See flüchtet, stößt Nikolett auf eine Eislaufgruppe und ist fasziniert von den fließenden und anmutigen Bewegungen. Begeistert schließt sie sich ihnen an und ahnt nicht, dass diese Begegnung ihr Leben für immer verändern wird …

Mit einem KLICK kommt ihr zu meiner Rezi. 


Wie sieht es aus? Kennt jemand die Bücher oder vielleicht andere Geschichten der Autoren? 
Ich wünsche euch jedenfalls schöne Weihnachtstage im Kreise eurer Lieben und einen guten Start in das neue (Lese-)Jahr. 







Montag, 18. Dezember 2023

Rezension: "Der Adventskalender zum Glück" von Siri Ostli

Fie ist am Boden zerstört und in einem schwarzen Loch gefangen. Ihr Mann hat sie vor gut einem Jahr wegen einer Anderen verlassen, sie musste aus ihrem Haus ausziehen und wohnt nun in einer kleinen Dachgeschosswohnung am anderen Ende von Oslo. Auch das Verhältnis zu ihrem einundzwanzigjährigen Sohn ist mehr als abgekühlt. Kurz vor Weihnachten beschließt Fies Schwester, dass es so nicht weitergehen kann. Sara, die weit entfernt in Nordnorwegen lebt, stellt ihr für jeden Tag im Advent eine Aufgabe, um sie langsam raus ihrer Depression und zurück ins Leben zu führen. Und mit Erfüllung dieser Aufgaben beginnt für Fie eine magische Adventszeit und Tag für Tag findet sie mehr aus ihrem Schneckenhaus heraus.

"Der Adventskalender zum Glück" kann auch als solcher gelesen werden, denn die Kapitel sind entsprechend vom 1. Dezember bis zum 24. Dezember aufgebaut. Aber ich muss sagen, ich konnte nicht immer bis zum nächsten Tag warten, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Wer hier einen leichten oder romantischen Weihnachtsroman erwartet, der wird sicher überrascht sein, denn das ist die Geschichte keineswegs. Es geht um eine Frau, die plötzlich vor dem Nichts steht und irgendwie versuchen muss, aus einer Depression herauszufinden. Fies genaues Alter wird zwar nicht genannt, aber gewisse Bemerkungen und das Alter des Sohnes lassen auf Mitte Vierzig schließen. 
Ich mochte Fie gleich und fand die Figur sehr authentisch. Das galt auch für Lykke, die es ebenfalls nicht leicht hat in ihrem Leben. Es war eine glückliche Fügung, dass die beiden aufeinandertreffen und Fie dadurch zu "& Dinge" kommt. 
Durch die Aufgaben, die Fie erfüllen muss, wächst sie quasi über sich hinaus und betrachtet auch ihr bisheriges Leben kritisch. Kann das alles nicht auch eine Chance für sie sein?

Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Oft muss man schmunzeln bei den selbstironischen Gedanken, die Fie so bewegen. 

Das Buch ist eine wunderschöne Geschichte, emotional, manchmal traurig, manchmal lustig. Es geht um Selbstfindung, Freundschaft, Familie, Loyalität und auch den Zauber der Weihnachtszeit. Und dann ist da auch noch Hund, ebenso verloren wie Fie und ein "kleines" Weihnachtswunder. 


Bewertung: 📖📖📖📖📖






Sonntag, 17. Dezember 2023

Zum 3. Advent

 
Und schon ist der 3. Advent da und in einer Woche ist bereits Weihnachten. 


So richtig will bei mir noch keine Weihnachtsstimmung aufkommen, was sicher auch am Wetter liegt. Nachdem der Dezember ja noch recht winterlich begonnen hat, ist davon bei uns im Moment leider wenig zu spüren. Ständig nur Regen und viel zu mild für meinen Geschmack.

Aber machen wir das Beste daraus, ändern können wir es ja eh nicht.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Adventssonntag. Und mit dem richtigen Buch ist auch das Wetter egal. 



Freitag, 15. Dezember 2023

Weihnachtszeit ist Wichtelzeit

Es ist wieder soweit. In zwei Bücherforen, in denen ich seit vielen Jahren aktiv bin, steht das Weihnachtswichteln an. Bei den Büchereulen ist es Sonntag soweit, dann packen wir unsere Päckchen aus. Neben dem Hauptwichtelgeschenk - natürlich ein Buch - darf man auch noch nach Lust und Laune Kleinigkeiten ins Paket legen. 



Aber woher kommt eigentlich der Brauch des Wichtelns? Meine Recherchen haben ergeben, dass der Ursprung wohl aus Skandinavien stammt. Wichtel, eine nordische Sagengestalt, tun heimlich Gutes und früher war es so, dass der Beschenkte das Geschenk heimlich bekam, also z. B. wurde es vor die Haustür gelegt. Das ist in soweit geblieben, dass die Geschenke heute meistens anonym weitergereicht werden und dann wird geraten, wer der Wichtel war.
In Schweden heißt das Wichteln "Julklapp", was sich von Julfest ableitet, dem altgermanischen Weih(e)nachtsfest. "Klappa" heißt klopfen, womit wir wieder bei der heimlichen Übergabe des Geschenks sind. Man stellt es vor die Tür, klopft an und läuft schnell weg, damit man nicht gesehen wird. Dem Volksglauben nach möchten auch Wichtel nicht gesehen werden. 


Ich freue mich jedenfalls schon auf Sonntag, wenn ich mein erstes Wichtelgeschenk auspacken darf. Und natürlich werde ich berichten.


Update  am 19.12.:
Hier ist ein Foto meiner Wichtelgeschenke vom 17.12. aus dem Forum der Büchereulen. 











Freitag, 8. Dezember 2023

Rezension: "Winterstrandtage" von Tanja Janz

Es könnte alles so schön sein. Leni ist seit zwei Jahren mit Armin zusammen. Sie haben das Haus, das er von seiner Tante geerbt hat, zusammen renoviert und Leni hat endlich ihren Traumjob in der Stadtbibliothek bekommen. Aber dann passiert eine Katastrophe: Leni vergisst eine brennende Kerze auf dem Adventskranz und als sie und Armin wieder zurückkommen, ist ihr Zuhause regelrecht in Rauch aufgegangen. Sie haben nichts mehr, außer dem, was sie am Leib tragen. Und die Versicherung zahlt nicht aufgrund von Fahrlässigkeit. Leni ist am Boden zerstört und dann wird sie auch noch von Armin verlassen, der nun erst mal eine Auszeit braucht. 
Am ersten Weihnachtstag flüchtet sie zu ihrer Oma Elga, die trotz ihrer fast Neunzig Jahre immer noch fit ist und in ihrem hübschen Friesenhaus in St. Peter-Ording lebt. Schon als Leni ein Kind war, war sie fasziniert von Omas Wissen über die alten Bräuche und das Geheimnis der Raunächte. Gemeinsam haben sie immer in der Silvesternacht geräuchert, um schlechte Gedanken zu vertreiben und Platz für das Gute im Neuen Jahr zu machen. Und schon nach ein paar Tagen merkt Leni, wie gut ihr die Stille der winterlichen Landschaft tut, die Spaziergänge und Gespräche mit ihrer alten Freundin Beeke und nicht zuletzt das Wiedersehen mit ihrem Jugendfreund Kristan, der so ganz anders ist als Armin.

Als ich im Sommer gesehen habe, dass ein Thema des neuen Winterromans von Tanja Janz die Rauhnächte sind, war mir klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Es ist sehr schade, dass diese alten Bräuche mehr und mehr verloren gehen und durch Geschichten wie in "Winterstrandtage" werden sie wieder lebendig. 
Wie immer entführt uns die Autorin im Winter an den für sie "schönsten Strand der Welt", nach St. Peter-Ording. Und wie immer fühlt man sich direkt an die deutsche Nordseeküste versetzt, spürt den kalten Wind, schmeckt das Salz in der Luft und hört die Möwen kreischen. Die vereisten Salzwiesen und das gefrorene Dünengras sieht man lebhaft vor sich.
Überhaupt hat mir der Schreibstil wieder sehr gut gefallen, bildhaft und atmosphärisch erlebt man die Zeit "zwischen den Jahren" mit. Durch große und kleine Probleme des Alltags wirkt alles sehr authentisch, z. B. die Sorge von Lenis Mutter um die Großmutter, die in ihrem hohen Alter ganz allein lebt und deren Weigerung, irgendwelche Hilfen von Fremden anzunehmen. 

Leni hat mir sehr leid getan und es war schön, zu sehen, wie gut ihr der Tapetenwechsel tut und wie sie wieder auflebt. Armins Verhalten konnte ich wirklich nicht nachvollziehen. Ja, Leni hat die Kerze brennen lassen, aber schließlich war es keine Absicht und sie selbst hat dadurch ja auch alles verloren. Nur gut, dass sie letztendlich diese Chance genutzt hat. 
In Beeke und Kristan hat sie ihre alten Freunde aus Kindertagen wiedergefunden und sie tun ihr einfach gut. 
Ein Wiedersehen mit bereits bekannten Charakteren aus vorherigen Büchern der Autorin gibt es dieses Mal auch wieder, u. a. mit einem netten Buchhändler. 

"Winterstrandtage" ist das perfekte Buch für diese Jahreszeit, wenn es draußen kalt und grau ist. Natürlich spielen Liebe und Romantik auch eine Rolle, aber es geht auch um die Familie, um Träume, Freundschaft und Zusammengehörigkeit. 
Man kann abtauchen und einfach mal alles vergessen. Ein Wohlfühlbuch, das noch besser wird durch eine gute Tasse Ostfriesentee und eine Kuscheldecke. 


Bewertung: 📖📖📖📖📖 




Rezension: "Wintermeer und Bernsteinherzen" von Tanja Janz

Finja Marten hat vor einem Jahr ihren Job in einem Maklerbüro gekündigt und eine Praxis als Heilpraktikerin in Hamburg eröffnet. Leider läuft diese nicht so gut wie erhofft und um finanziell über die Runden zu kommen, nimmt sie erneut einen Auftrag in ihrer alten Firma an. Für einen gut zahlenden Kunden soll sie eine Immobilie an der friesischen Küste finden. In St. Peter-Ording "stolpert" sie über das Barnsteenhaus, ein scheinbar verzauberter Ort. Das alte Kapitänshaus war lange Zeit das Wohnhaus des Pfarrers, scheint nun aber nicht dauerhaft bewohnt zu sein. Und bei ihren Recherchen wird Finja klar, dass niemand zu wissen scheint, wem das Barnsteenhaus aktuell gehört. Der Besitzer möchte anscheinend anonym bleiben. Und er hat aus dem Haus eine Zuflucht gemacht für Menschen, die nicht wissen, wo sie in einer Notlage kurzfristig unterkommen sollen.
Aber Finja will nicht aufgeben, denn längst hat sie der Zauber des winterlichen Küstenorts gefangen genommen, die eisigen und verschneiten Salzwiesen, der Strand und die salzige Luft. Außerdem wird sie auf dem Wilhelmshof herzlich aufgenommen, fast wie wie in einer Familie. Und dann ist da noch Jesper, der der ihre wieder erwachte Liebe zu Pferden teilt.

Ich mag ja die Winterromane von Tanja Janz sehr, denn man kann immer so schön darin eintauchen und sich aufwärmen. Alleine schon das Cover ist wunderschön und so typisch für die deutsche Küste. Der Schreibstil ist wie immer lebendig und so bildhaft, dass man die winterliche Küstenlandschaft beim Lesen vor sich sieht, fast schon den Wind spürt, die salzige Luft schmeckt und die Möwen kreischen hört. 

Und auch hier treffen wir ein paar alte Bekannte aus vorherigen Geschichten, wie z. B. die Campingplatzbesitzerin Lilo oder die beiden Freundinnen Jana und Pütti, die Besitzerinnen des "MeerGlück". Und am Ende gibt es natürlich auch wieder interessante Rezepte zum Nachbacken und -kochen. 

"Wintermeer und Bernsteinherzen" ist perfekt zum Abschalten und Wohlfühlen, in der manchmal stressigen Weihnachtszeit. Herzerwärmend und wunderschön, dabei aber nicht kitschig. 


Bewertung: 📖📖📖📖📕






Montag, 4. Dezember 2023

Mal nix mit Büchern

Letzte Nacht hat es auch bei uns geschneit. Leider ist aber schon das Meiste wieder getaut.
Hier ein paar Bilder, die ich machen konnte, da ich mit einer Erkältung zuhause bin. 









Buchtipp zum Barbaratag am 4. Dezember



Der 4. Dezember ist der Tag der Heiligen Barbara. Sie ist u. a. Schutzpatronin der Bergleute. Es ist ein katholischer Festtag, aber kein offizieller Feiertag.
  
Ein alter Brauch ist es, am heutigen Tag einen Zweig von einem Kirschbaum (es kann auch ein anderer Obstbaum sein) zu schneiden. Dann stellt man ihn ins Wasser und wenn er an Heiligabend zu Beginn der Rauhnächte beginnt zu blühen, soll das Glück für das neue Jahr bringen.
 
Barbara von Nikomedia wurde aufgrund ihres christlichen Glaubens verhaftet und auf dem Weg zum Gefängnis verfing sich ihr Kleid in einem Kirschblütenzweig. Sie bewahrte ihn bis zum Tag ihrer Hinrichtung in Wasser und an dem Tag blühte er auf. 
 
Dieser Brauch ist auch ein Thema in Corina Bomanns historischem Roman "Winterblüte".
 
Inhalt: 
Anfang Dezember 1902 im eleganten Ostseebad Heiligendamm. Christian, Sohn der Hotelierfamilie Baabe, findet am Strand ein junges Mädchen, offenbar eine Schiffbrüchige. Sie kann sich an nichts erinnern, nicht einmal an ihren Namen. In ihrer Hand hält sie einen Zweig, nach dem sie sofort fragt, als sie zu sich kommt. Sie erzählt Christians Schwester Johanna vom alten Brauch der Barbarazweige und dass sie demjenigen, der sie am 4. Dezember in eine Vase stellt, Glück bringen, wenn sie am Heiligen Abend blühen. 
Hier könnt ihr meine Rezension lesen: KLICK







Sonntag, 3. Dezember 2023

Zum 1. Advent 2023

Wie schon in meinem Monatsrückblick November geschrieben, kann ich es gar nicht glauben, dass wir nun schon das erste Adventswochenende feiern. Wo ist das Jahr geblieben? 
Übrigens haben wir ja in diesem Jahr nur drei Wochen Adventszeit, da der 4. Advent genau auf Heiligabend fällt. Eigentlich schade. 


Jedenfalls wünsche ich euch einen gemütlichen 1. Advent. Macht es euch richtig schön mit einem guten Buch und einer Tasse Tee oder Kaffee, vielleicht mit den ersten selbst gebackenen Plätzchen und vielleicht auch mit dem ersten Schnee draußen.

Ich lese im Moment "Winterstrandtage" von Tanja Janz, das passt jedenfalls perfekt in diese Zeit. 




Freitag, 1. Dezember 2023

Monatsrückblick November

Und da ist er, der Dezember. Und damit der letzte Monat des Jahres 2023. Außerdem beginnt heute der meteorologische Winter und in manchen Teilen Deutschlands schneit es ja auch schon. Bei uns ist "nur" kalt, aber noch trocken. 

Zeit für einen Rückblick auf den letzten Herbstmonat. 


Ich bin mit meinem Lesedurchschnitt sehr zufrieden, vier Bücher habe ich beendet und eins habe ich fast geschafft und lese es sicher heute aus. Dafür sind aber auch wieder gleich vier neue eingezogen. 😄
Mit einem Klick auf die Titel kommt ihr zu meinen Rezis.


Gelesene Bücher: 4
2. Der Eispalast (Rena Rosenthal)
3. Neuschnee (Linda Foley)


Neu eingezogen: 4
1. Der Eispalast (Rena Rosenthal)
2. Wintermeer und Bernsteinherzen (Tanja Janz)
3. Winterstrandtage (Tanja Janz)
4. Der Adventskalender zum Glück (Siri Oestri)



Neu auf der Merkliste: 2
1. Der Krampus (Brom)
2. Geheimnis in Weiß (J. Jefferson Farjeon)


Challenges:
ABC-Challenge bei Nicoles Zeit für neue Genres: 17 von 26
Eigene Challenge 13 für 2023: 6 von 13


Angesehen (Filme, Serien)
1. White House Farm Murders
2. MEG 2 - Die Tiefe
3. Mission Impossible 6 - Teil 1
4. Die purpurnen Flüsse - Staffel 4 begonnen
5. The Killer 


Und sonst so?
Ich bin wirklich erstaunt, wie schnell dieses Jahr schon wieder vergangen ist und dass wir heute bereits den 1. Dezember haben und damit den meteorologischen Winterbeginn. 
Leider hat mich gestern nun doch noch eine Erkältung erwischt mit Halsschmerzen und etwas Schnupfen. Wenn es dabei bleibt, geht es ja noch. Am Wochenende kann ich mich ja zum Glück ausruhen.

Heute startet im Forum von Ullis Büchercafé eine Leserunde für das neue Winterbuch von Tanja Janz: Winterstrandtage. Darauf freue ich mich schon, denn laut Klappentext hat es auch die Rauhnächte zum Thema. 
Und gerne möchte ich auch noch "Der süße Himmel der Schwestern Lindholm" vom SUB befreien in diesem Monat. 

Und die Weihnachtszeit ist natürlich auch Wichtelzeit. Dieses Jahr bin ich in zwei Foren dabei, auch in Ullis Büchercafé und bei der Büchereule. Das macht immer viel Spaß. 



Kommt gut durch den Dezember und habt ein gemütliches erstes Adventswochenende.