Dies ist zwar meine erste Rezension in 2026. Gelesen habe ich das Buch aber schon in den letzten Tagen des Dezembers.
Lisa hat ihr Heimatdorf in den Bergen vor vielen Jahren verlassen. Sie studierte die alten Bräuche und ihr ganz besonderes Interesse gilt dem Mythos der Rauhnächte, den alten Geschichten und Sagen, die man sich ganz besonders zuhause erzählt hat. Im Rahmen ihrer Professur zu diesem Thema kehrt sie zurück. Und erfährt, dass Katharina, die Tochter eines Hotelwirtes, verschwunden ist. Und niemanden scheint es wirklich zu kümmern. Selbst die Eltern nehmen es als gegeben hin. Es sind eben die Rauhnächte und danach wird die Jugendliche schon wieder auftauchen. So war es bisher immer. Lisa kann das nicht auf sich beruhen lassen, sie kommt nicht klar mit diesem in der Dorfgemeinschaft fest verwurzelten Aberglauben. Das war auch einer der Gründe, warum sie damals gegangen ist.
Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte reinzukommen. An den Schreibstil musste ich mich auch erst gewöhnen. Aber nach ein paar Kapiteln wurde es spannend und die düstere und beklemmende Atmosphäre in dem Tal wird sehr gut beschrieben. Teilweise dachte ich: Wie kann man sich nur so vom Aberglauben beeinflussen lassen? Aber vermutlich muss man in so einem Dorf aufgewachsen sein, um die Handlungen und Gedanken der Menschen dort nachvollziehen zu können. Wie kann man die Angst vor der Wilden Jagd über das Wohl seiner eigenen Tochter stellen?
Die Meinungen zum Buch sind unterschiedlich. Ich glaube, wer sich nicht für Themen wie die Rauhnächte, die Wilde Jagd, die Perchten und überhaupt alte Bräuche und Mythen interessiert, dem wird die Geschichte vielleicht nicht so zusagen. Ich interessiere mich sehr dafür und habe den Krimi extra an Weihnachten begonnen, zu Beginn der Rauhnächte. Und nach ein paar Anfangsschwierigkeiten habe ich mich dann auch sehr gut unterhalten gefühlt.
Bewertung: 🌹🌹🌹🌹
