Donnerstag, 22. Januar 2026

Rezension: "Vergessene Gräber" von Leo Born

Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Der Täter schlägt scheinbar willkürlich zu. Doch alle Opfer sind jung und erfolgreich. Ihre Ermittlungen führen Mara Billinsky und Jan Rosen zu einer ehemaligen russischen Ballett-Tänzerin, die etwas über die Morde zu wissen scheint. Selbst als ihr eigener Sohn verschwindet, schweigt sie eisern weiter. Aber Mara lässt nicht locker und gerät - ohne es zu ahnen - mitten in einen tödlichen Rachefeldzug.

In "Vergessene Gräber", dem mittlerweile fünften Fall der Frankfurter Thriller-Reihe, schickt Leo Born das Ermittlerduo Billinsky und Rosen in einen eiskalten Februar. Eine Mordserie an jungen, erfolgreichen Menschen hält die Stadt in Atem. Das Erschreckende: Es gibt kein erkennbares Motiv und keine Verbindung zwischen den Opfern. Während die Ermittlungen im Sande verlaufen, kämpft Mara an einer zweiten Front gegen einen alten Erzfeind – sehr zum Missvergnügen ihres Chefs. Doch die „Krähe“ lässt sich nicht zurückpfeifen, was sie wie gewohnt in Teufels Küche bringt. 

Besonders gut gefallen hat mir in diesem Teil die Charakterentwicklung. Mara hat sich ihren Platz im Team erkämpft, und sogar der brummige Chef Klimmt zeigt erste Anzeichen von Wertschätzung. Auch das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater wird gewohnt authentisch und glaubwürdig weitererzählt. Parallel dazu muss sich Jan Rosen den Schatten seiner eigenen Vergangenheit stellen.

Leo Born beherrscht das Handwerk: Kurze Kapitel, geschickte Perspektivwechsel und fiese Cliffhanger sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Auflösung des Täters und dessen Motive bleibt bis zum Schluss im Dunkeln und überrascht mit unerwarteten Wendungen.

Ein gelungener Thriller über menschliche Abgründe mit viel Spannung und emotionaler Tiefe. Absolute Leseempfehlung!


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




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