Freitag, 23. Februar 2024

Buchgeschichte zu "Sturmherz"

In der letzten Woche jährte sich wieder die Sturmflutkatastrophe in Hamburg. 
62 Jahre ist es inzwischen her, dass in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962  ein verheerendes Orkantief über die Küste hereinbrach und besonders den Stadtteil Wilhelmsburg sehr hart traf. Alleine hier starben über 200 Menschen, zum größten Teil Vertriebene aus dem Zweiten Weltkrieg, die dort in einer Gartenkolonie vorübergehend ein neues Zuhause gefunden hatten. 

Meine Schwiegermutter hat damals nahe Verwandte bei dieser Katastrophe verloren. Besonders tragisch: Ein Kind (ich glaube, es war ihr Cousin) hat sich vor dem Wasser auf ein Hausdach retten können, ist aber dann bei den eisigen Temperaturen in der Nacht erfroren, bevor es in Sicherheit gebracht werden konnte.

In dem Zusammenhang musste ich wieder an den Roman von Corina Bomann denken, den ich vor ein paar Jahren gelesen habe: Sturmherz.  Eine Geschichte, von der ein Teil zur Zeit der Flutkatastrophe in Hamburg spielt. Die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, die mir sehr nahe ging. Und die klar macht, dass auch Eltern Menschen sind, die vor ihrer Zeit als Mutter oder Vater ein Leben gelebt haben. Menschen mit Erfahrungen und Erlebnissen, die sie zu denen gemacht haben, die sie heute sind. 


Inhalt:
Alexa Petri erhält die Nachricht, dass ihre Mutter Cornelia nach einem Schlaganfall im Koma liegt. Jemand muss sich um die Vormundschaft kümmern, aber zunächst zögert Alexa, denn sie hat seit Jahren ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter. Als Alexa elf Jahre alt war, ist etwas in der Familie geschehen, das sie bis heute nicht versteht und danach veränderte sich Cornelia. 
Aber irgendjemand muss sich kümmern, denn außer ihrer Tochter hat Cornelia niemanden mehr. Also pendelt Alexa zwischen Berlin, wo sie als Literaturagentin arbeitet und Hamburg, wo ihre Mutter lebt und einen kleinen Buchladen führt, hin und her. In Cornelias Unterlagen findet sie dann einen Brief und plötzlich erscheint ihr ihre Mutter in einem ganz anderen Licht. Als junge Frau war diese anscheinend ein Opfer der verheerenden Sturmflut von Hamburg im Jahr 1962 und Alexa wird klar, wie wenig sie über das frühere Leben ihrer Mutter weiß. Schließlich taucht ein alter Freund Cornelias im Buchladen auf und Alexa sieht die Chance, endlich mehr über ihre Mutter zu erfahren. Dies ist vielleicht die letzte Gelegenheit, ihre Mutter endlich besser zu verstehen und dadurch ihre Verhältnis wieder zu verbessern...

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