Donnerstag, 5. Dezember 2024

Rezension: "Todeskalt" von Nikolas Stoltz

Kriminalpsychologin Caro Löwenstein erhält einen verzweifelten Anruf. Ihre alte Freundin Melanie ist vollkommen panisch und fühlt sich verfolgt. Sofort eilt Caro in das verschneite Dorf im Taunus. Dort entdeckt sie die Leiche einer jungen Frau - Melanie hingegen ist verschwunden.
Weitere seltsame Dinge gehen in dem verschwiegenen Ort vor sich: Die örtliche Polizei arbeitet lieber mit einer Bürgerwehr als mit Caro zusammen. Und um die Tote scheinen die Einwohner nicht im Geringsten zu trauern. Zusammen mit Kommissar Simon Berger und seinem Team macht Caro sich auf die Suche nach Melanie und dem Mörder. Was sie entdecken, bringt die Ermittler in tödliche Gefahr ...

"Todeskalt" habe ich mir von meinen Bonuspunkten bei der Lesejury gegönnt. Es ist der zweite Teil einer Krimireihe, wie ich aber erst hinterher gesehen habe. Das war aber kein Problem, ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Wissen über eine Vorgeschichte fehlt. Der Fall an sich ist auch abgeschlossen. 

Positiv fand ich auf jeden Fall den spannenden und lebendigen Schreibstil. Der häufige Wechsel der Erzählperspektive in den Kapiteln hält den Leser natürlich "bei der Stange". Auch das Setting und die Beschreibung des verschneiten Dorfes ist gelungen, die Atmosphäre und Stimmung ist oft düster und kalt und das passt natürlich zum Inhalt. Mit der Geschichte der Erlöserin kam auch ein bisschen Mystik hinzu. 

Aber an sich fand ich die Handlung schon sehr klischeehaft und vorhersehbar. Da gibt es den depressiven Kommissar, den streitbaren und unfähigen Dorfpolizisten, die "nerdige" Computerspezialistin, Gerangel um die Zuständigkeiten usw. Im Großen und Ganzen also nicht viel Neues.
Die Handlungsweisen der Ermittler sind manchmal schwer nachzuvollziehen und auch nicht wirklich professionell. Eine Zivilperson muss z. B. die Psychologin erst darauf hinweisen, dass sie ohne Waffe einen Verdächtigen verfolgt, ehe ihr das bewusst wird. Und ein berufserfahrener Kommissar läuft blindlinks ohne Verstärkung in eine Falle. Klar, das erhöht die Spannung, aber ist auch wenig authentisch.

Ich kann schlecht beschreiben, was genau mir alles nicht so gefallen hat. Aber insgesamt reicht es dann nur für drei Sterne in meiner Bewertung. Die Geschichte und auch die Charaktere haben mich einfach nicht überzeugt. 


Bewertung: 🌹🌹🌹







Mittwoch, 4. Dezember 2024

Buchtipp zum Barbaratag am 4. Dezember

Heute ist Barbaratag. Ein alter Brauch ist in den letzten Jahren wieder populärer geworden. Was es mit dem Pflücken eines Zweiges vom Kirschbaum auf sich hat, könnt ihr in meinem Beitrag vom letzten Jahr lesen.

Passend zu diesem Brauch möchte ich euch den historischen Roman "Winterblüte" von Corina Bomann empfehlen. 

Lest hier gerne weiter: Klick



 




Dienstag, 3. Dezember 2024

Mein Monatsrückblick November

Leserückblick 
November

Trari Trara, der Dezember ist da! Und schon wieder ist es Zeit für einen Rückblick auf den vergangenen Monat. 
Gelesen habe ich - mal wieder - vier Bücher. Wobei ich "Das Wunder der Rauhnächte" nicht wirklich komplett gelesen habe, da ich es mir ausführlich für die Zeit der Rauhnächte aufheben werde. Aber zumindest habe ich einen guten Eindruck, so dass ich eine Rezension schreiben konnte und es auf jeden Fall für Interessierte empfehlen kann. 
"Holly" hat mich jetzt nicht vom Hocker gerissen, muss ich sagen. Ich habe ja früher sehr viel Stephen King gelesen und seine Bücher verschlungen. Dieses hätte meiner Meinung nach auch von jedem anderen Thriller-Autor sein können. Einzig die Spannung stimmte, so dass ich es bis zum Ende gelesen habe.
"Friesenmeermagie" war wieder wunderschön. Für mich gehört ein Winterbuch von Tanja Janz jedes Jahr einfach zur Pflichtlektüre. 
Zu den ausführlichen Rezensionen kommt ihr wie immer über die Titel. 

Gelesene Bücher: 4
1. Holly von Stephen King
2. Jigsaw Man von Nadine Matheson
3. Friesenmeermagie von Tanja Janz
4. Das Wunder der Rauhnächte von Valentin Kirschberger


Neuzugänge:  5
1. Weihnachten am Siljansee von Linnea Holmström
2. Wintertee im kleinen Büchercafé am Meer von Julia Rogasch
3. Schaurige Weihnachten von div. Autoren
4. Lichterzauber in Schweden von Anna Lindqvist
5. Julfest 



Neu auf der Merkliste: 2 
1. Aschetod von Linda Castillo (2025)
2. Die Frauen vom Rosenhag von Corina Bomann (2025)



Challenges:
12 für 24: gelesen 6 Bücher von 12
ABC-Challenge 2024 bei Nicole: 17 Titel gelesen


Gesehen (Filme & Serien):
Violent Night (Film)
Veronika - Zeugen aus dem Jenseits (Staffel 1 begonnen)
Chelsea Detective (Staffel 3 begonnen)
Deadpool & Wolverine (Film)
Borderline - Grenzenlose Verbrechen (Staffel 1 begonnen)


Und sonst?
Wie gesagt, der November ist irgendwie ziemlich schnell vergangen. Gerade war doch noch Halloween und schon ist der 1. Advent vorbei. Wir hatten sogar schon den ersten Schnee. Gut, nur für etwa einen halben Tag, aber immerhin. *g* Und die ersten Plätzchen sind ebenfalls schon gebacken. 
Nun muss ich noch gut drei Wochen arbeiten und dann heißt es Urlaub ab dem 23.12. bis Anfang Januar. So habe ich auch ausreichend Zeit, mich "zwischen den Jahren" mit dem Buch über die Rauhnächte zu beschäftigen. 
Mal sehen, was der Dezember noch so bringen wird. Mit Sicherheit ein paar schöne Weihnachts- und Wintergeschichten. 
Ich wünsche euch jedenfalls eine gemütliche und ruhige Adventszeit und einen schönen .....







Sonntag, 1. Dezember 2024

Der 1. Advent ist da

Kaum zu glauben, aber wahr, es ist bereits der 1. Advent. 

Zeit also, die erste Kerze am Adventskranz anzuzünden. Übrigens ein Brauch, der älter ist, als das christliche Weihnachtsfest. Der Kranz stellt das Rad des ewigen Lebens dar. Aber früher wurde er anders verwendet, denn man zündete direkt zu  Beginn alle vier Kerzen an und während die Tage immer kürzer wurden, löschte man jede Woche eine der Kerzen, um die zunehmende Kraft der Dunkelheit mehr zu spüren und dann nach der Wintersonnenwende oder der Julnacht die Wiedergeburt des Lichts gebührend und intensiver feiern zu können.

Ich wünsche euch jedenfalls einen gemütlichen 1. Advent. Genießt die Vorweihnachtszeit, denn allzu schnell ist sie auch schon wieder vorbei. Auch in diesem Jahr haben wir ja nur drei volle Wochen Adventszeit. 






 


Freitag, 29. November 2024

Buchtipps für die Weihnachts- und Winterzeit

Alle Jahre wieder...

Früher habe ich eigentlich nicht "saisonal" gelesen, aber seit ein paar Jahren lese ich in der Weihnachts- und Winterzeit gerne passende Bücher. Manchmal glaube ich, je älter ich werde, desto mehr brauche ich Harmonie und Ruhe. Und bei dem, was momentan alles so los ist in der Welt...

Den Krimi-Adventskalender habe ich aufgrund einer Wichtelaktion bekommen und freue mich schon darauf,  jeden Tag eine kleine Geschichte zu lesen.


🎄🎄🎄

Bereits im letzten Jahr habe ich bei Lovelybooks dieses Buch gewonnen, es aber nicht geschafft zu lesen. Das möchte ich jetzt gerne nachholen. Ob es mir gefällt, wird sich zeigen. 


🎄🎄🎄


Cozy Crime aus Schweden. Ja, das können die auch
Zur Rezi

🎄🎄🎄

Eine Familiengeschichte aus den Siebzigern: 

🎄🎄🎄

Dieses Buch hat mich im letzten Jahr begeistert:

🎄🎄🎄

Mein erstes Buch von Annes Barns. Winter auf Juist, einfach wunderschön geschrieben. 

🎄🎄🎄

Auch dieses Buch habe ich im letzten Winter sehr gerne gelesen. 

🎄🎄🎄

Ein wunderschöner Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt

🎄🎄🎄

Eines meiner Highlights aus dem Jahr 2022.


🎄🎄🎄

Ein historischer Roman aus der Zeit von Königin Victoria. 

🎄🎄🎄

Und noch mal etwas Historisches. Und es geht hier auch um den Brauch der Barbarazweige.

🎄🎄🎄

Dies ist der neueste Winterroman von Tanja Janz, den ich erst kürzlich gelesen habe.


🎄🎄🎄

Die nachfolgenden Bücher sind von mir noch ungelesen und stehen auf meiner Leseliste für den Dezember. Mal sehen, ob ich alles schaffe oder ob vielleicht noch etwas für den nächsten 
Winter übrig bleibt. 



Ich wünsche euch ein schönes erstes Adventswochenende und einen guten Start in den Dezember. 


🎄🎄🎄

Weitere Tipps findet ihr bei der Aktion Lesetipps für den Winter auf Tanjas Blog "Der Duft von Büchern und Kaffee" und Lenis Blog "Meine Welt voller Welten"





Freitag, 22. November 2024

Rezension: "Friesenmeermagie" von Tanja Janz

Malin ist Mitte Dreißig und lebt in Wuppertal. Zusammen mit ihrer besten Freundin Franzi betreibt sie eine Agentur für Grafikdesign. Bei einer Auktion der Bahn von vergessenen oder verlorenen Fundstücken, ersteigert sie einen Koffer. Darin findet sich neben ein paar Kleinigkeiten ein berührender Brief und ein Schlüssel. Eine ältere Dame vermacht mit dem Schreiben dem Finder des Koffers ihr Haus. Sie schreibt, dass derjenige sich um ihr Häuschen kümmern soll, da dieses sonst zum Jahresende an eine Hotelkette verkauft werden wird. Sie selbst lebe nun bei ihrer Tochter, weil diese es für das Beste hält. Leider gibt es aber keine weiteren Angaben, nicht mal einen Namen. Aber anhand eines Fotos finden Malin und Franzi heraus, dass dieses Haus an der Nordsee in St. Peter-Ording stehen muss. Kurzentschlossen fahren beide dorthin. Als sie die Fischerkate tatsächlich finden, fasst Malin den Plan, diese in ein gemütliches und vor allen Dingen seniorengerechtes Heim zu verwandeln. Denn zwischen den Zeilen des Briefes steht eindeutig, dass die Schreiberin eigentlich gar nicht woanders leben möchte. Also müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit sie wieder nach Hause kann.
Die Hilfsbereitschaft ist groß, nachdem Malin endlich herausgefunden hat, wer die alte Dame ist. Als Leser weiß man es schon von Beginn an, denn das Buch beginnt damit, wie Irma ihren verzweifelten Plan in die Tat umsetzt, ihr Zuhause an jemanden zu verschenken, bei dem es in guten Händen ist. 

Jedes Jahr freue ich mich auf das Winterbuch von Tanja Janz. Auch "Friesenmeermagie" habe ich wieder sehr gerne gelesen. Warmherzig und atmosphärisch wie immer wird die Geschichte erzählt. Das winterliche Nordseeflair ist perfekt geschrieben, man fühlt fast den Wind und schmeckt die salzige Luft. Natürlich ist auch eine Liebesgeschichte dabei, aber diese steht nicht im Vordergrund und nimmt wenig Raum ein. Das hat mir ebenfalls gut gefallen, denn in erster Linie geht es schließlich um Irma und wie Malin versucht, der alten Dame die Möglichkeit zu geben, wieder in ihrem Zuhause zu leben. Ob das gelingt, wird hier natürlich nicht verraten. 

Wer schon Bücher von Tanja Janz gelesen hat, kennt auch andere Charaktere, die immer mal wieder auftauchen. Hier gibt es ein Wiedersehen mit Campingplatzbesitzerin Lilo sowie mit Jana und Pütti in ihrem Geschenkeladen MeerBlick. Das hat mich sehr gefreut.

Fazit: Ein winterlicher Wohlfühlroman, der zum Abtauchen und Träumen einlädt. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹



 



Donnerstag, 21. November 2024

Top Ten Thursday: Mein typischer Buchgeschmack

 

Heute ist mal wieder Zeit für die wöchentliche Aktion auf Aleshanees Weltenwandererblog. Diese Mal wird es persönlich *g*

10 Bücher, die meinen typischen Buchgeschmack zeigen

Ich denke, die meisten hier werden nicht überrascht sein. *g*


Vampirromane
An erster Stelle steht da natürlich der Klassiker von Bram Stoker. Überhaupt mag ich historische Vampirromane lieber. Es gibt aber auch Ausnahmen bei den modernen Vampirgeschichten: Chicagoland Vampires von Chloe Neill z. B., die True Blood Reihe von Charlaine Harris oder Blood Ties von Tanya Huff. 


Urban Fantasy
Dieses Genre mag ich sehr. Vampire, Hexen, Gestaltwandler, die in der realen Welt mitten unter uns leben. Dazu gehört zu meinen Lieblingen auf jeden Fall Mercy Thompson, dann noch Die dunklen Fälle des Harry Dresden und Women of the other world von Kelley Armstrong.


Krimis
Elly Griffiths ist nur ein Beispiel für die Krimis die ich mag. Dazu gehören auch die von Deborah Crombie, Elizabeth George u. v. a., auch von vielen deutschen Autoren. 


Thriller

Auch hier sind Chris Carter und Linda Castillo zwei Beispiele der Thriller, die ich gerne lese. Weiter mag ich Kathy Reichs, Lisa Gardner, Kathryn Fox, Simon Beckett, ... 



Historische Krimis

Historische Krimis finde ich ebenfalls sehr spannend und interessant und lese sie sehr gerne, egal ob sie vor ein paar Jahrhunderten angesiedelt sind oder zu Beginn des letzten Jahrhunderts. 


Geschichten, die auf zwei oder mehreren Zeitebenen spielen
Gibt es für dieses Genre eigentlich eine Bezeichnung? Ich jedenfalls mag solche Familiengeschichten, die teils in der Gegenwart spielen, teils dann in Rückblenden die Vergangenheit erzählen und Geheimnisse aufdecken. Neben Kate Morton lese ich da gerne Katherine Webb, Constanze Wilken, Felicity Whitmore, Corina Bomann,...


Historische Romane
Mag ich sehr, aber da gibt es natürlich auch Unterschiede. Liebesgeschichten, die einfach nur im Mittelalter spielen, genauso gut aber auch heute angesiedelt sein könnten, sind nicht mein Fall. Rebecca Gablé schafft es immer wieder mich damit zu begeistern, historische Ereignisse und Figuren mit Fiktion zu verweben, so dass man denkt, es könnte doch tatsächlich so gewesen sein. 



Mystery / Geistergeschichten/Horror

Geistergeschichten lese ich sehr gerne, besonders im Herbst in der Zeit vor Halloween. Darcy Coates habe ich erst dieses Jahr für mich entdeckt, aber es wird nicht das letzte Buch sein, das ich von ihr gelesen habe. Horror mag ich auch, aber hier lese ich auch nicht alles. Früher mochte ich Stephen King wahnsinnig gerne: Es, Friedhof der Kuscheltiere, Shining, Carrie, Christine, Salems Lot, Feuerkind, usw.



Romane / Belletristik

Tanja Janz und Anne Barns sind meine Lieblingsautorinnen, wenn es um Sommer- oder Winterromane geht. Diese spielen meistens an der Küste und vermitteln immer eine ganz besondere Atmosphäre. Aber auch Katharina Herzog, Constanze Wilken, Lucinda Riley, Gabriella Engelmann und Anja Liebig mag in diesem Genre sehr. 





Montag, 18. November 2024

Rezension: "Jigsaw Man" von Nadine Matheson

Der menschliche Körper ist ein wunderbares Puzzle, einzigartig in seiner Präzision und seiner aufeinander abgestimmten Perfektion! Der Jigsaw Man liebt Puzzles über alles. Doch ein perfektes Puzzle ist nur eines, das in seine Einzelteile zerlegt ist. Nur so kann er die wahre Schönheit erkennen - indem er jedes Teil für sich betrachtet. Hände, Füße, Beine, Arme, Köpfe. Welche Freude! Und wahre Freude muss man teilen, nicht wahr? In der ganzen Stadt. Wirst du sein nächstes Opfer sein?

Anjelica Henley arbeitet mit ein paar anderen Kollegen in einer Spezialeinheit für Serienverbrechen, der Serial Crime Unit (SCU). Vor drei Jahren hat der Jigsaw Killer sie bei der Jagd auf ihn schwer verletzt und fast hätte sie dadurch ihr ungeborenes Baby verloren. Seitdem ist sie im Innendienst, aber als nun Leichenteile in London auftauchen, wird jeder verfügbare Detective draußen gebraucht. Ihr Chef schickt sie zu ihrem ersten Einsatz wieder auf die Straße und macht sie direkt zur leitenden Ermittlerin. Ihr zur Seite stellt er ausgerechnet einen "Azubi", Trainee Police Constable Salim Ramouter, wovon Anjelica zunächst wenig begeistert ist. Außerdem gibt es Probleme zuhause. Ihr Mann hätte am liebsten, dass sie den Polizeidienst quittiert oder zumindest weiterhin im Innendienst arbeitet. 
Anhand der neuen Morde hat die SCU den Verdacht, dass der Jigsaw Killer wieder aktiv ist. Allerdings sitzt Peter Olivier seit drei Jahren im Hochsicherzeitstrakt. Gibt es einen Nachahmungstäter?

"Jigsaw Man" ist das Debut von Nadine Matheson und ich fand es wirklich sehr gut. Eine spannende Story mit Überraschungen und Wendungen, interessante Charaktere und die Möglichkeit zum Miträtseln. 
Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Ich muss allerdings sagen, dass ich mit Anjelica nicht ganz warm wurde. Ja, sie liebt ihren Job, aber in meinen Augen vernachlässigt sie dafür ihren Mann und vor allen Dingen ihre Tochter, die sie ja fast nicht gehabt hätte. Manchmal kommt sie mir ziemlich kalt und gefühllos vor. 
Ramouter dagegen ist mir sympathischer und in meinen Augen auch menschlicher. 

Am Anfang hatte ich das Gefühl, es gab schon einen Teil davor, da immer mal wieder Ereignisse erwähnt wurden, die vorher geschehen sind. Aber "Jigsaw Man" ist tatsächlich erste Teil und nach und nach wird auch die Vorgeschichte "aufgedröselt". 
Insgesamt bietet das Buch auf jeden Fall rund 480 Seiten spannende Unterhaltung, die ich jedem Thriller- und Krimi-Leser empfehlen kann. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹 





Rezension: "Das Wunder der Rauhnächte" von Valentin Kirschgruber

Sagenumwoben, mystisch, geheimnisvoll: Die Rauhnächte – zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag – gelten als Schwellenzeit, in der Dunkel und Licht, Altes und Neues, Vergänglichkeit und Ewigkeit ineinanderfließen. Mit dem Tagebuch von Valentin Kirschgruber können wir das Wunder der Rauhnächte auf intuitive Weise erfahren. Durch stimmungsvolle Meditationen, Inspirationen, magische Rituale können wir innehalten und in die Stille eintauchen. Aber auch Altes abschließen, Reinigung erleben und in eine lichtvolle Zukunft blicken. 
Dieser wunderschön gestaltete persönliche Begleiter für die Zeit zwischen den Jahren bietet zahlreiche Impulse, Rituale, Rezepte, Meditationen, Reflexionsfragen und genügend Raum zum Festhalten der eigenen Erfahrungen und Gedanken.

Es gibt ja jede Menge Bücher zum Thema Rauhnächte und ich habe mir auch ein paar angesehen. Dieses hier von Valentin Kirschgruber habe ich über das Bloggerportal bekommen. 
Ich muss sagen, es gefällt mir wirklich ausgesprochen gut. Es ist wunderschön gestaltet und auch der Schreibstil gefällt mir. In der Einleitung berichtet der Autor, wie er die Rauhnächte in seiner Kindheit erlebt hat, welche Bräuche es bei seinen Großeltern gab usw. 
Es gibt 12 Kapitel, eins für jede Rauhnacht. Nach einer Einleitung, wofür die jeweilige Nacht steht, gibt es Anleitungen zum Räuchern, zur Meditation, Geschichte und Gedichte und ein Rezept zum Nachkochen oder -backen. Außerdem ist in jedem Kapitel viel Platz für eigene Notizen. 

Intensiver mit dem Buch beschäftigen werde ich mich natürlich dann erst, wenn die Rauhnächte beginnen. Aber nach dem ersten Lesen kann ich es auf jeden Fall allen Interessierten empfehlen, die mehr über alte Bräuche erfahren und diese auch erhalten möchten. Es ist auf jeden Fall mal eine andere Weise, durch den Jahreswechsel zu kommen.



Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹 


Mehr zu den Rauhnächten findet ihr auch hier: Altes Brauchtum





Donnerstag, 14. November 2024

Top Ten Thursday: "Haus" im Titel

 


Heute geht es bei der wöchentlichen Aktion auf Aleshanees Weltenwandererblog wieder um Buchtitel.

Zeige uns 10 Bücher, in deren Titel das Wort "Haus" vorkommt

Ich fand es nicht so schwer. Entweder gibt es tatsächlich viele Bücher mit solchen Titeln oder ich lese einfach viel in der Richtung. *g*

Mit einem Klick auf die Titel kommt ihr bei Buch Nr. 1, 2, 5, 9 und 10 zu meinen Rezensionen. Buch Nr. 6 und 7 liegen noch auf meinem SUB, Buch Nr. 8 steht auf meiner Merkliste und zu Buch Nr. 3 und 4 gibt es keine Rezis, weil es so lange her ist, dass ich die gelesen habe. Da hatte ich noch gar keinen Blog. 


1.


2.


3.
Das Haus der Schwestern (Charlotte Link)


4.
Das Haus der Wölfe (Donna Boyd)



5.



6.
Das Haus der leeren Zimmer (Lesley Turney)



7.
Das Haus zur besonderen Verwendung (John Boyne)




8. 
Das verlassene Haus (D. M. Pulley)



9.


10. 







Freitag, 8. November 2024

Buchiger Monatsrückblick Oktober

Leserückblick
Oktober


Endlich komme ich auch dazu, hier einen Rückblick auf den letzten Lesemonat zu veröffentlichen. Im Oktober und kurz vor Halloween wird natürlich eher Gruseliges gelesen, das ist ja klar :-) 
Neu auf dem SUB ist tatsächlich nur ein Buch gelandet und das habe ich mir für meine Bonuspunkte bei der Lesejury bestellt. 


Gelesene Bücher: 3
1. Die Geisterflöte - Rebecca Netley
2. Es spukt in Craven Manor - Darcy Coates
3. Schwarzer See - Riley Sager



Neuzugänge: 1
Todeskalt - Nikolas Stoltz


Neu auf der Merkliste: 4
Die Tochter der Drachenkrone - Sabrina Qunaj
Das Wunder der Tannenbäume - Claudia Romes
Der Brieffreund aus Sveland - Frieda Lamberti
Das Winterhotel - Sarah Morgan
Halloween in Finsterwald - Maria Winter
Raureifträume auf Rügen - Birgit Gruber



Challenges: 
Spooky Season Lesechallenge bei Weltenwanderer: 3 Bücher gelesen von geplanten 5, 1 Buch begonnen
12 für 24: 6 / 12 gelesen
ABC-Challenge bei Nicole: 16 / 26 gelesen



Gesehen (Filme & Serien):
1. Manifest (Staffel 4 weitergeschaut)
2. Chelsea Detective (Staffel 2 begonnen)
3. Candice Renoir (Staffel 5 begonnen)
4. Daryl Dixon (Staffel 2)
5. Grace (Staffel 3)


Und sonst so?
Ich bin ein bisschen traurig, dass der Oktober auch schon wieder vorbei ist, denn damit geht auch bald der Herbst dem Ende entgegen. Der November ist für mich immer irgendwie ein komischer Monat. Es ist nicht mehr so richtig Herbst, aber auch noch kein Winter. 
Die ersten beiden Wochen im Oktober hatte ich ja Urlaub und wir waren auch ein paar Tage an der Nordsee. Danach haben wir dann den Garten schon mal ein bisschen auf den Winter vorbereitet. 
Gestern kam mein erstes Winterbuch an, das ich für eine Leserunde bei Lovelybooks gewonnen habe: "Friesenmeermagie" von Tanja Janz. Aktuell lese ich allerdings noch "Jigsaw Man",  einen Thriller von Nadine Matheson. 

Kommt gut durch den November, der hier zur Zeit ziemlich grau und nasskalt ist. 





Mittwoch, 6. November 2024

Rezension: "Holly" von Stephen King

Privatermittlerin Holly Gibney steckt in einer Lebenskrise, da erhält sie einen Anruf: »Meine Tochter Bonnie ist vor drei Wochen verschwunden, und die Polizei unternimmt nichts.« Ihre Nachforschungen führen Holly zu einer weit zurückreichenden Liste ungelöster Vermisstenfälle. Alle spielen im Umfeld eines inzwischen emeritierten Ernährungswissenschaftlers mit dem Spitznamen »Mr. Meat«. Holly hat schon gegen grausame Gegner bestanden, aber hier begegnet sie dem schlimmsten aller Ungeheuer: dem Menschen in seinem Wahn...

Ich habe mal überlegt und ich glaube, "Holly" ist mein erstes Buch von Stephen King seit über 25 Jahren. Mein Vater hat es mir letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt mit den Worten "Den hast du doch früher immer gelesen". Stimmt, mein erstes Buch von King war "Friedhof der Kuscheltiere", das war Mitte der Achtziger Jahre. 
Irgendwann habe ich dann das Interesse verloren und auch "Holly" lag jetzt ein Dreivierteljahr auf dem SUB. Nun habe ich es gelesen.

Insgesamt hat es mir doch gut gefallen. Ein guter Krimi mit einigen ekeligen Szenen. King erzählt fesselnd und baut die Spannung besonders zum Ende hin durch die wechselnde Erzählperspektive in den einzelnen Kapiteln immer weiter auf.

Holly ist ein interessanter Charakter mit einigen verschrobenen Zügen, aber im Grunde sehr sympathisch. Auch die anderen Figuren wie Jerome und Barbara mochte ich. Sogar die Antagonisten sind nicht von Grund auf schlecht, zumindest kann man deren Motive bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.  

Schade fand ich allerdings, dass oft Bezug zu den vorherigen Büchern genommen wurde, in denen Holly Gibney wohl eine Rolle spielt, z. B. die "Mr. Mercedes"-Trilogie. Ich kenne sie nicht und bin bei "Holly" auch von einer eigenständigen Geschichte ausgegangen. Was sie zwar auch ist, aber leider wird hier schon viel verraten, was vorher passiert ist und so habe ich nun eigentlich keine große Lust mehr "Mr. Mercedes" noch zu lesen. 
Ein weiterer Minuspunkt ist für mich das Thema Corona. Im Nachwort schreibt Stephen King zwar, dass er dadurch die Geschichte authentischer machen wollte, was ich auch verstehen kann. Aber die Art, wie er die Pandemie immer wieder ins Spiel bringt, hat mich irgendwann genervt. Nur ein Beispiel: Holly will einen Zeugen zu einem Vermisstenfall befragen und die erste Frage lautet: "Sind Sie geimpft?" 
Wie gesagt, dass man die Pandemie irgendwie "mitspielen" lässt, gerade wenn die Handlung in den letzten Jahren angesiedelt ist, kann ich nachvollziehen. Aber das geht auch ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Ein gutes Beispiel dafür ist für mich ein Krimi von Katherine Webb, den ich dieses Jahr gelesen habe: Die Morde von Salisbury. Er spielt zur Zeit der Pandemie und ab und zu wird es mal erwähnt, wenn es gerade in die Handlung passt. Das ist für mich authentisch genug. 

Fazit: "Holly" hat mich auf jeden Fall gut unterhalten und ist ein spannender Krimi, den ich - mit ein paar Abstrichen - gerne gelesen habe. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹