Im letzten Jahr habe ich ein besonders schönes Buch entdeckt. Eigentlich ein Kinder- und Jugendbuch, aber ich finde, es ist auch sehr schön für Erwachsene. Hauptfigur ist die kleine Ratte Walter.
Das zweite Buch, das ich euch ans Herz legen möchte ist dieses hier:
Auch diese literarischen Adventskalender von Markus Walther kann ich empfehlen. Und man tut damit noch etwas Gutes für krebskranke Kinder:
Habt eine schöne Adventszeit und viel Spaß morgen beim Öffnen des 1. Türchens.
...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz. Dieses Sprichwort trifft es genau, so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum ich ein gedrucktes Buch immer einem E-Book vorziehen würde. Mir fehlt dabei das Gefühl beim Halten eines Buches, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book ist mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Obwohl es sicher auch Vorteile hat. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.
Sonntag, 30. November 2014
Freitag, 28. November 2014
Trari Trara! Der Advent ist da!
In zwei Tagen ist es schon wieder soweit, wir können die erste Kerze am Adventskranz oder -gesteck anzünden. Und die Wetteraussichten laden zu einem Weihnachtsmarktbesuch ein.
Und dann noch drei Wochen arbeiten, dann ist dieses Jahr für mich schon wieder so gut wie gelaufen. Wo ist es nur hin? Ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto schneller vergeht die Zeit. *g*
Ich fürchte, dieses Jahr wird diese "besinnliche" Zeit für mich nicht so ruhig werden. Aufgrund der Demenzerkrankung meiner Mutter habe ich im Moment ziemlich viel um die Ohren. Aber ich versuche mir so viele Auszeiten wie möglich zu nehmen und genieße diese dann mit einem Buch ganz besonders.
Zur Zeit lese ich in einer Leserunde bei Lovelybooks "Seelenweh" von Saskia Berwein. Danach werde ich mich mal mit Büchern von Kate Morton und Katherine Webb alten Familiengeheimnissen widmen. Solche Geschichten passen sehr gut in diese Jahreszeit, finde ich.
Und zwischendurch werde ich auch immer mal wieder in meinem literarischen Adventskalender blättern: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland.
Ich wünsche euch ein entspanntes erstes Advent-Wochenende.
Und dann noch drei Wochen arbeiten, dann ist dieses Jahr für mich schon wieder so gut wie gelaufen. Wo ist es nur hin? Ich habe das Gefühl, je älter ich werde, desto schneller vergeht die Zeit. *g*
Ich fürchte, dieses Jahr wird diese "besinnliche" Zeit für mich nicht so ruhig werden. Aufgrund der Demenzerkrankung meiner Mutter habe ich im Moment ziemlich viel um die Ohren. Aber ich versuche mir so viele Auszeiten wie möglich zu nehmen und genieße diese dann mit einem Buch ganz besonders.
Zur Zeit lese ich in einer Leserunde bei Lovelybooks "Seelenweh" von Saskia Berwein. Danach werde ich mich mal mit Büchern von Kate Morton und Katherine Webb alten Familiengeheimnissen widmen. Solche Geschichten passen sehr gut in diese Jahreszeit, finde ich.
Und zwischendurch werde ich auch immer mal wieder in meinem literarischen Adventskalender blättern: Advents- und Weihnachtsrituale von Jeanne Ruland.
Ich wünsche euch ein entspanntes erstes Advent-Wochenende.
Montag, 24. November 2014
"Schattenschrei" von Erik Axl Sund
Endlich zeigen sich mehr und mehr Erfolge in den Ermittlungen der Kommissarin Jeanette Kihlberg. Sie glaubt, zwei Frauen als Mörderinnen identifiziert zu haben. Aber damit sind die Verbrechen noch nicht aufgeklärt ... Und auch, was die unauffindbare Victoria Bergman mit den Morden zu tun hat, ist noch unklar. Derweil wird für Psychologin Sofia die Zusammenarbeit mit Jeanette immer schwieriger, weil sie dabei ihrem eigenen, persönlichen Kern immer näher kommt. Und das führt sie geradewegs in die Hölle.
Vorab noch einmal ein wichtiger Hinweis: Hierbei handelt es sich um den finalen Teil einer Trilogie und noch mehr als bei anderen Reihen muss man alle Teile chronologisch gelesen haben, denn sonst versteht man wenig bis gar nichts. Was sicher auch daran liegt, dass das Ganze von den Autoren als EIN Buch gedacht war und erst vom Verlag in drei Bände geteilt wurde.
Mein erster Gedanke nach Beenden von "Schattenschrei" war: Wie? Das war jetzt alles? Also für die aufgebaute Spannung und die ganzen voraus gegangenen Ereignisse in den drei Teilen war das Ende doch recht unspektakulär. Nach Teil 1 und 2 hatte ich die Hoffnung, dass im letzten Teil nun alles aufgeklärt und zu einem für alle zufriedenstellenden Abschluss kommt.
Aber es bleiben nach wie vor einige Fragen offen, sowohl für die Charaktere als auch für mich als Leser.
Es ist sehr schwer, dies genauer zu klären, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. Allerdings frage ich mich wirklich, wozu die ganze Geschichte um Sofia, Victoria und die anderen Persönlichkeiten eigentlich gut war....außer den Leser in die Irre zu führen.
Spannend war die Geschichte zwar schon und besonders zum Ende hin wollte ich endlich wissen, wie das Ganze nun zusammenhängt. Auch die Fantasie der Autoren scheint anscheinend keine Grenzen zu kennen, besonders war kranke Gehirne, dunkle Abgründe der menschlichen Seele und Perversitäten betrifft. aber trotzdem fehlt mir irgendwas. Ein echter Abschluss. Ich kann es schlecht anders beschreiben.
Bei der Werbung und den guten Kritiken für die Trilogie hatte ich einfach mehr erwartet.
Trotzdem bedanke ich mich noch mal herzlich beim Verlag, dass es mir möglich war, die Bücher zu lesen. Auch die Leserunde bei den Büchereulen war toll und hat wie immer viel Spaß gemacht.
Meine Bewertung für diesen Teil: ☥ ☥ ☥ ☥
Meine Bewertung für die gesamte Trilogie: ☥ ☥ ☥
Dienstag, 18. November 2014
Weihnachtszeit = Wichtelzeit
Ich bin ja in einigen Bücherforen angemeldet und teilweise dort auch schon seit mehreren Jahren aktiv. Inzwischen gibt es ja fast überall eine schöne Tradition: das Wichteln. Das ist immer eine tolle Aktion, wie ich finde, besonders in größeren Communities. Und neben einem Buch von meiner Wunschliste gibt es immer noch nette Kleinigkeiten dazu.
Bei den Büchereulen mache ich z.B. dieses Jahr das zweite Mal mit und fast genauso schön wie das Wichteln an sich sind die Postings und Spekulationen, wer denn wohl wen bewichteln darf. Denn natürlich läuft das Ganze anonym oder besser gesagt, zwei Büchereulen losen die Namen aus und dann wird geraten, was das Zeug hält. Natürlich werden auch Tipps der Wichtelkinder und Wichtelmamas (manchmal aus Papas) gegeben und das ist immer sehr lustig.
Dieses Jahr werde ich wohl noch in zwei weiteren Foren beim Wichteln mitmachen und freue mich schon.
Gemein ist nur, wenn die Päckchen meiner Wichtelmamas schon so früh ankommen und ich noch bis Weihnachten mit dem Auspacken warten muss. Das grenzt an Folter! *g*
Kennt Ihr auch solche Wichtelaktionen und macht bei diesen mit?
Bei den Büchereulen mache ich z.B. dieses Jahr das zweite Mal mit und fast genauso schön wie das Wichteln an sich sind die Postings und Spekulationen, wer denn wohl wen bewichteln darf. Denn natürlich läuft das Ganze anonym oder besser gesagt, zwei Büchereulen losen die Namen aus und dann wird geraten, was das Zeug hält. Natürlich werden auch Tipps der Wichtelkinder und Wichtelmamas (manchmal aus Papas) gegeben und das ist immer sehr lustig.
Dieses Jahr werde ich wohl noch in zwei weiteren Foren beim Wichteln mitmachen und freue mich schon.
Gemein ist nur, wenn die Päckchen meiner Wichtelmamas schon so früh ankommen und ich noch bis Weihnachten mit dem Auspacken warten muss. Das grenzt an Folter! *g*
Kennt Ihr auch solche Wichtelaktionen und macht bei diesen mit?
Samstag, 15. November 2014
"Alles muss versteckt sein" von Wiebke Lorenz
Marie Neumann sitzt in einer Forensik in Hamburg, einer Klinik für psychisch kranke Straftäter. Sie soll ihren Freunde, den Schriftsteller Patrick Gerlach, heimtückisch im Schlaf ermordet haben. Zuerst wurde ihm die Kehle durchgeschnitten, dann wurde er mit zahllosen Messerstichen attackiert. Man findet Marie in einer Blutlache bei ihm mit der Tatwaffe in der Hand.
Sie selbst kann sich an nichts erinnern. Das Letzte was sie weiß, ist, dass sie auf einer Premierenparty von Patricks Schwester Vera war und zusammen mit Patrick nach Hause wollte. Danach ist alles weg.
Aufgrund ihrer Krankheit ist Marie allerdings überzeugt, dass sie die Tat begangen hat, denn in Gedanken hat sie Patrick schon mehr als einmal brutal ermordet. Genau so wie sie sich schon viele andere Gewalttaten vorgestellt hat und sie bildlich vor sich sah. Auch in Bezug auf die Kinder in ihrem Kindergarten. Deswegen hat sie ihren Job als Kindergärtnerin aufgegeben.
Marie leidet unter Zwangsgedanken, einer psychischen Erkrankung, die meistens durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst wird. In ihrem Fall war das vermutlich der Unfalltod ihrer kleinen Tochter Celia. Auch ihre Ehe mit Christopher ist an diesem Verlust zerbrochen.
Nun sitzt sie in der Forensik, verurteilt als Mörderin und erzählt dem Psychiater Dr. Jan Falkenhagen ihre Geschichte. Nach und nach kommen ihr mit der Zeit selbst Zweifel daran, dass sie tatsächlich die schreckliche Tat begangen und Patrick, den sie liebte, wirklich ermordet hat. Gemeinsam mit dem Arzt und auch mit Unterstützung ihres Ex-Mannes Christopher rollt sie die Vergangenheit auf.
Denn ein Leitsatz hat Marie in all der Zeit seit Ihrer Erkrankung immer wieder Mut gegeben: Denken ist nicht Tun!
Aber wenn nicht sie Patrick ermordet hat, wer war es dann? Kommt der wahre Täter aus dem näheren Umfeld des Opfers?
Von Anfang an hat mich die Geschichte von Marie gefesselt. Sicher hat jeder schon mal den Gedanken gehabt: "Den könnte ich jetzt umbringen!" Aber wenn man diese Anfälle mit solcher Heftigkeit hat, dass sie das ganze Denken beherrschen, man die Szene in aller Deutlichkeit vor sich sieht und sogar das Blut an den Händen fühlt und derart davon beherrscht wird, dass man Angst hat, mit dem Menschen zusammen zu sein, weil man ihm etwas antun könnte....das muss schrecklich sein. Im Nachwort erklärt die Autorin, dass sich solches Zwangsdenken fast immer gegen die Menschen richtet, die der Erkrankte liebt. Sehr anschaulich und einfühlsam macht die Autorin dem Leser das deutlich und man fühlt mit Marie.
Marie war mir auch direkt sympathisch und ich habe ihr gewünscht, dass ihr geholfen wird und sich am Ende herausstellt, dass sie unschuldig ist. Ob das der Fall ist, das verrate ich hier nicht. Lest das Buch selbst.
Ich würde die Geschichte als psychologischen Spannungsroman bezeichnen, im Stil von Joy Fielding. Es ist kein Thriller und auch nicht direkt ein Krimi, aber wirklich sehr gut geschrieben, ein Pageturner.
Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥
Freitag, 14. November 2014
Endlich Freitag!
Da ist er endlich wieder, der Freitag. Hach, wie habe ich ihn in den letzten Tagen vermisst und herbeigesehnt. *g*
Die Wetteraussichten für morgen sind ja eher grau und nass, also perfektes "Mit Tee und Buch auf der Couch"-Wetter.
Ich denke, ich werde "Alles muss versteckt sein" beenden können, es liest sich sehr flüssig und ist spannend geschrieben. Bin sehr gespannt auf die Auflösung.
Dann kam gestern "Schattenschrei" an, der dritte Teil der Victoria-Bergman-Trilogie von Erik Axl Sund. Auch diesen finalen Teil habe ich wieder beim Goldmann-Verlag durch die Büchereulen gewonnen. Die Leserunde beginnt am Sonntag, da kann ich sicher pünktlich einsteigen. Hoffentlich klärt sich dann alles endgültig auf in der Geschichte, teilweise ist es schon etwas verwirrend.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes, gemütliches Wochenende mit hoffentlich viel Zeit zum Lesen und Relaxen.
Die Wetteraussichten für morgen sind ja eher grau und nass, also perfektes "Mit Tee und Buch auf der Couch"-Wetter.
Ich denke, ich werde "Alles muss versteckt sein" beenden können, es liest sich sehr flüssig und ist spannend geschrieben. Bin sehr gespannt auf die Auflösung.
Dann kam gestern "Schattenschrei" an, der dritte Teil der Victoria-Bergman-Trilogie von Erik Axl Sund. Auch diesen finalen Teil habe ich wieder beim Goldmann-Verlag durch die Büchereulen gewonnen. Die Leserunde beginnt am Sonntag, da kann ich sicher pünktlich einsteigen. Hoffentlich klärt sich dann alles endgültig auf in der Geschichte, teilweise ist es schon etwas verwirrend.
In diesem Sinne wünsche ich Euch ein schönes, gemütliches Wochenende mit hoffentlich viel Zeit zum Lesen und Relaxen.
Montag, 10. November 2014
"Dracula kehrt zurück" von Freda Warrington
Sieben
Jahre sind vergangen, seit Dracula in Transsylvanien getötet wurde. Mina
und Jonathan Harker haben einen sechsjährigen Sohn mit Namen Quincey,
zu Ehren ihres damals getöteten Freundes Quincey
Morris. John Seward und Arthur Holmwood - Lord Godalming - sind
inzwischen ebenfalls beide verheiratet.
Und
Professor Van Helsing ist überzeugt, dass nun die Zeit gekommen ist,
wieder dorthin zu reisen, um sich noch einmal zu überzeugen, dass der
Vampir wirklich endgültig vernichtet ist.
Also
machen sich die Freunde zunächst auf den Weg nach Budapest zu einem
alten Freund Van Helsings, Professor André Kovacz. Dort treffen sie auch
auf Elena, Andrés Nichte, die mit ihrem Vater
dort lebt. Die junge Frau freundet sich mit Mina an und bewundert die
elegante Engländerin. Sie sehnt sich selbst nach einem freien Leben und
möchte nicht als Ehefrau und Mutter enden, so wie es ihr strenger Vater
für sie vorgesehen hat.
Als die
Freunde schließlich weiter zum Borgopass reisen wollen, begleiten Elena
und ihr Vater sie und zusammen wohnen sie bei einer befreundeten
Bauernfamilie. Ihren wahren Grund für den anschließenden
Ausflug in die Berge verschweigen sie allerdings der Familie und auch
Elena und ihrem Vater. Nur André Kovacz weiß Bescheid, da Van Helsing
seinen alten Freund in einer Weinlaune eingeweiht hat. Ein tragischer
Fehler, wie er später erkennen muss.
An der
Burg Dracula angekommen, erlebt jeder der Freunde diese erneute
Begegnung mit dem Ort des Schreckens anders. Und als sie wieder ins Tal
zurück und dann nach England heimkehren, ist nichts
mehr wie vorher, denn Dracula ist erwacht und er sinnt auf Rache.
Hierzu bedient er sich zunächst der jungen Elena und als sie nach dem
Tod ihres Vaters als Kindermädchen nach England kommt, bringt sie das
Grauen wieder ins Haus der Harkers. Jonathan verfällt
immer mehr in Depressionen, die sonst friedliche Katze wird zunehmend
aggressiver und Mina sehnt sich plötzlich auf eine Art und Weise nach
ihrem Ehemann, wie es sich für die damalige Zeit einfach nicht gehört.
Und schließlich wird klar: ihr alter Feind ist
zurück. Wird es ihnen zusammen mit ihren Verbündeten dieses Mal
gelingen, ihn zu bekämpfen und endgültig zu vernichten?
Veröffentlicht
wurde diese Fortsetzung von Freda Warrington 1997 und damit 100 Jahre
nach Bram Stokers „Dracula“. Was man aber nach ein paar Seiten bereits
vergisst, denn der Schreibstil ist sehr
ähnlich und auch der Aufbau des Buches, denn auch hier gibt es
Tagebucheinträge und Briefe.
Aber in
„Dracula kehrt zurück“ hat der Vampir eine viel größere Rolle, was mir
persönlich sehr gut gefallen hat. Auch erhält er hier durchaus
menschliche Züge, während Stoker ihn ja eigentlich
nur als blutsaugendes Ungeheuer darstellt. Könnte natürlich daran
liegen, dass dieses Buch eine Frau geschrieben hat. *g*
Womit
ich aber nicht sagen will, dass die Geschichte schmalzig oder schnulzig
ist, keineswegs. Man kann durchaus nachvollziehen, dass Mina hin und her
gerissen ist zwischen ihrem Ehemann und dem
Einfluss des Vampirs, denn schließlich geht es um das Leben ihres
Sohnes. Aber ist sie wirklich bereit, dafür ihre sterbliche Seele zu
opfern?
In die
Geschichte eingebunden wurde der Mythos der sog. Schule der
Scholomanten. Eine Schule mit zehn Schülern, die vom Teufel persönlich
geleitet wurde und wo Dracula sein dunkles Wissen und
seine teuflischen Fähigkeiten erlernte.
Eine
wirklich gelungene Fortsetzung, die sich nicht hinter dem Klassiker
verstecken muss und die damit beginnt, womit „Dracula“ endete: Jonathan
Harkers letzter Anmerkung zu den Geschehnissen
in Transsylvanien. Die Charaktere sind vielschichtig und neben den
altbekannten Figuren kommen ein paar neue wie Elena und André Kovacz
hinzu. Dadurch sind John Seward und Arthur Holmwood leider ein wenig zu
kurz gekommen, aber man kann halt nicht allen Charakteren
den gleichen Raum geben. Und dafür hat die Titelfigur dieses Mal eben
auch einen größeren Part bekommen, meiner Meinung nach ein Pluspunkt für
die Geschichte.
Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥
Sonntag, 2. November 2014
"Dracula" von Bram Stoker
Ich habe das Buch jetzt nach vielen Jahren zum dritten Mal gelesen,
dieses Mal in einer Leserunde. Und auch nach der all der Zeit hat die
Geschichte für mich nichts von ihrer Faszination verloren.
Die Handlung ist ja soweit eigentlich bekannt, daher versuche ich mich kurz zu fassen.
Der junge Anwalt Jonathan Harker reist im Auftrag seiner Kanzlei ins entlegene Transsilvanien und führt vom ersten Tag an ein Reisetagebuch. Hauptsächlich, um seine Erlebnisse später mit seiner Verlobten Mina zu teilen, die daheim England auf ihn wartet. Ziel ist die Burg des Grafen Dracula, der durch die Kanzlei in London eine alte Abtei gekauft hat und demnächst dorthin übersiedeln will. Schon auf der Reise geschehen merkwürdige Dinge und die Menschen in Transsilvanien scheinen in tiefem Aberglauben zu leben und warnen Harker vor einer Weiterreise zur Burg. Aber der junge Anwalt lässt sich nicht abschrecken.
Schon hier gelingt es Stoker, eine schaurige Atmosphäre zu schaffen.
Nach seiner Ankunft auf der Burg muss Harker nach und nach erkennen, dass der Graf nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Er ist sich nicht mal sicher, ob sein Gastgeber wirklich menschlich ist.
Währenddessen wartet Mina daheim auf Nachricht von ihrem Verlobten und vertreibt sich die Zeit mit einem Besuch bei ihrer Freundin Lucy an der Küste in Whitby die Zeit. Aber die unbeschwerte Zeit wird getrübt, denn Lucy scheint krank zu sein und sie schlafwandelt. Ein Freund der Familie, der Arzt John Seward, ruft schließlich seinen alten Studienprofessor Van Helsing zu Hilfe, der sich mit ungewöhnlichen Fällen und Methoden auskennt. Dieser befürchtet schließlich, dass Lucy das Opfer eines Vampirs geworden ist.
Aufgrund der Tagebucheinträge von Mina und Jonathan Harker kommen Van Helsing und Seward zusammen mit Lucys Verlobtem Arthur sowie seinem alten Freund, dem Texaner Quincey Morris, dem Grafen auf die Schliche und versuchen, ihn endgültig zu vernichten.
Was soll ich noch sagen? Ich liebe dieses Buch. Und ich finde den Aufbau der Geschichte aus Tagebucheinträgen, Phonografenaufnahmen, Briefwechseln und Zeitungsberichten einfach total gelungen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, keiner ist oberflächlich dargestellt und von Anfang an gelingt es dem Autor eine durchgehende Spannung zu erzeugen.
Was mir jetzt beim erneuten Lesen des Buches aufgefallen ist: die Titelfigur Dracula taucht im Grunde nur am Anfang auf und zum Ende hin. Trotzdem beherrscht sie die gesamte Handlung und die Bedrohung durch den Vampir schwebt die ganze Zeit über den Hauptfiguren und zieht sich bis zum Schluss zu einem dunklen Netz zusammen.
Absolute Leseempfehlung für Vampirbuchfans.
Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥
Die Handlung ist ja soweit eigentlich bekannt, daher versuche ich mich kurz zu fassen.
Der junge Anwalt Jonathan Harker reist im Auftrag seiner Kanzlei ins entlegene Transsilvanien und führt vom ersten Tag an ein Reisetagebuch. Hauptsächlich, um seine Erlebnisse später mit seiner Verlobten Mina zu teilen, die daheim England auf ihn wartet. Ziel ist die Burg des Grafen Dracula, der durch die Kanzlei in London eine alte Abtei gekauft hat und demnächst dorthin übersiedeln will. Schon auf der Reise geschehen merkwürdige Dinge und die Menschen in Transsilvanien scheinen in tiefem Aberglauben zu leben und warnen Harker vor einer Weiterreise zur Burg. Aber der junge Anwalt lässt sich nicht abschrecken.
Schon hier gelingt es Stoker, eine schaurige Atmosphäre zu schaffen.
Nach seiner Ankunft auf der Burg muss Harker nach und nach erkennen, dass der Graf nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Er ist sich nicht mal sicher, ob sein Gastgeber wirklich menschlich ist.
Währenddessen wartet Mina daheim auf Nachricht von ihrem Verlobten und vertreibt sich die Zeit mit einem Besuch bei ihrer Freundin Lucy an der Küste in Whitby die Zeit. Aber die unbeschwerte Zeit wird getrübt, denn Lucy scheint krank zu sein und sie schlafwandelt. Ein Freund der Familie, der Arzt John Seward, ruft schließlich seinen alten Studienprofessor Van Helsing zu Hilfe, der sich mit ungewöhnlichen Fällen und Methoden auskennt. Dieser befürchtet schließlich, dass Lucy das Opfer eines Vampirs geworden ist.
Aufgrund der Tagebucheinträge von Mina und Jonathan Harker kommen Van Helsing und Seward zusammen mit Lucys Verlobtem Arthur sowie seinem alten Freund, dem Texaner Quincey Morris, dem Grafen auf die Schliche und versuchen, ihn endgültig zu vernichten.
Was soll ich noch sagen? Ich liebe dieses Buch. Und ich finde den Aufbau der Geschichte aus Tagebucheinträgen, Phonografenaufnahmen, Briefwechseln und Zeitungsberichten einfach total gelungen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, keiner ist oberflächlich dargestellt und von Anfang an gelingt es dem Autor eine durchgehende Spannung zu erzeugen.
Was mir jetzt beim erneuten Lesen des Buches aufgefallen ist: die Titelfigur Dracula taucht im Grunde nur am Anfang auf und zum Ende hin. Trotzdem beherrscht sie die gesamte Handlung und die Bedrohung durch den Vampir schwebt die ganze Zeit über den Hauptfiguren und zieht sich bis zum Schluss zu einem dunklen Netz zusammen.
Absolute Leseempfehlung für Vampirbuchfans.
Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Dienstag, 28. Oktober 2014
Halloween mit dem berühmtesten Vampir der Welt
Ich lese ja zur Zeit einen Klassiker der Literaturgeschichte: Dracula. Dieses Mal in einer Leserunde bei den Büchereulen.
Und auch nach all den Jahren und auch beim dritten Lesen hat die Geschichte für mich nichts von ihrer Faszination verloren.
Der ganze Aufbau aus Tagebucheinträgen von Jonathan Harker und Mina. Briefe zwischen Mina und ihrer Freundin Lucy. Tagebucheinträge und Tonaufnahmen von Dr. John Seward. Zeitungsausschnitte über ungewöhnliche Ereignisse in und um London. Bram Stoker gelingt es so, eine immer weiter ansteigende Spannung zu erzielen. Ein dunkles Netz der Bedrohung zieht sich immer mehr über den Protagonisten zusammen.
Es ist wirklich sehr schade, dass Stoker den Erfolg seines Romans nicht mehr erlebt hat und in dem Glauben starb, dass Dracula ein Misserfolg und Ladenhüter war.
Mich begleitet dieses Meisterwerk des Schauerromans nun in diesen Tagen vor Halloween und sicher auch noch darüber hinaus. Welche Lektüre wohl besser für diese Zeit geeignet?
Hier ein paar bekannte Zitate:
"Hören Sie! Die Kinder der Nacht....welch süße Musik sie machen."
"Willkommen in meinem Schloss! Treten Sie unverzagt herein und lassen Sie etwas von dem Glück hier, dass Sie mit sich bringen."
"Die Toten reisen schnell."
Und auch nach all den Jahren und auch beim dritten Lesen hat die Geschichte für mich nichts von ihrer Faszination verloren.
Der ganze Aufbau aus Tagebucheinträgen von Jonathan Harker und Mina. Briefe zwischen Mina und ihrer Freundin Lucy. Tagebucheinträge und Tonaufnahmen von Dr. John Seward. Zeitungsausschnitte über ungewöhnliche Ereignisse in und um London. Bram Stoker gelingt es so, eine immer weiter ansteigende Spannung zu erzielen. Ein dunkles Netz der Bedrohung zieht sich immer mehr über den Protagonisten zusammen.
Es ist wirklich sehr schade, dass Stoker den Erfolg seines Romans nicht mehr erlebt hat und in dem Glauben starb, dass Dracula ein Misserfolg und Ladenhüter war.
Mich begleitet dieses Meisterwerk des Schauerromans nun in diesen Tagen vor Halloween und sicher auch noch darüber hinaus. Welche Lektüre wohl besser für diese Zeit geeignet?
Hier ein paar bekannte Zitate:
"Hören Sie! Die Kinder der Nacht....welch süße Musik sie machen."
"Willkommen in meinem Schloss! Treten Sie unverzagt herein und lassen Sie etwas von dem Glück hier, dass Sie mit sich bringen."
"Die Toten reisen schnell."
Sonntag, 26. Oktober 2014
"Die fünfte Kirche" von Phil Rickman
Christen, Heiden und ein Mörder Kaum ist Merrily Watkins zur Exorzistin
ernannt, sitzt sie auf Anordnung des neuen Bischofs in einer
Krawall-Talkshow zwischen Satanisten und selbsternannten Hexenjägern. So
richtig ist der Teufel aber erst los, als ein Hippie-Pärchen im
Nachbarort eine geschichtsträchtige Ruine erwirbt. Eine heidnische
Kultstätte soll hier entstehen – ausgerechnet in einer der fünf
Sankt-Michaels-Kirchen, die nach alter Überlieferung das Land vor dem
Bösen bewahren. Und das Böse ist da, in Gestalt eines skrupellosen
Mörders....
Pfarrerin Merrily Watkins hat erst kürzlich den Job als Exorzistin übernommen. "Beraterin in spirituellen Grenzfragen" wie es offiziell heißt. Und in dieser Funktion soll sie in einer Late Night Show die anglikanische Kirche vertreten. Das Thema des Abends sind Hexen und Heiden im Gegensatz zum christlichen Glauben.
Dort erfährt Merrily, dass ein junges Paar in einem Nachbarort eine Kirche gekauft hat, die aber seit Jahren nicht mehr als solche genutzt wird. Nur, Robin und Betty sind offensichtlich praktizierende Hexen und das kommt in der ländlichen Bevölkerung und eingeschworenen Gemeinschaft gar nicht gut an. Und jeder scheint dort ein Geheimnis zu haben. Hinzu kommt, dass der charismatische Pfarrer Nicholas Ellis offensichtlich auf einem publicity-trächtigen Kreuzzug gegen das Heiden- und Hexentum ist und setzt alles dran, das Paar aus der Stadt zu jagen. Schreckt er vielleicht auch vor Mord nicht zurück? Denn der erste Tote lässt nicht lange auf sich warten.
Der Bischof schickt seine Beraterin dorthin, um Ellis zu unterstützen, aber Merrily kommen schnell Zweifel, ob sie wirklich auf der richtigen Seite steht. Denn Robin und Betty wollen nichts anderes, als in Frieden ein neues Leben zu beginnen. Und die alte St. Michaels Church scheint dafür genau richtig zu sein. Aber war es wirklich Zufall, dass sie diese Kirche gefunden haben? Eine von fünf Kirchen, die auf einem Plan gezeichnet und verbunden, ein umgekehrtes Pentagramm ergeben?
Worum es im Endeffekt tatsächlich geht, wird erst ziemlich am Ende geklärt und es lohnt sich durchzuhalten, auch wenn die Spannung zwischendurch ab und zu ein wenig nachlässt. Aber ich mag Merrily und auch Jane und mir gefällt diese Reihe doch sehr gut. Es sind halt eher untypische Krimis, allein schon weil die Hauptfigur eine Pfarrerin ist, die aber auch oft an ihrem Job zweifelt.
Schade fand ich, dass Lol diesmal nicht dabei war, aber am Anfang wird kurz erwähnt, wieso. Ich hoffe, er ist beim nächsten Teil wieder dabei.
Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥
Pfarrerin Merrily Watkins hat erst kürzlich den Job als Exorzistin übernommen. "Beraterin in spirituellen Grenzfragen" wie es offiziell heißt. Und in dieser Funktion soll sie in einer Late Night Show die anglikanische Kirche vertreten. Das Thema des Abends sind Hexen und Heiden im Gegensatz zum christlichen Glauben.
Dort erfährt Merrily, dass ein junges Paar in einem Nachbarort eine Kirche gekauft hat, die aber seit Jahren nicht mehr als solche genutzt wird. Nur, Robin und Betty sind offensichtlich praktizierende Hexen und das kommt in der ländlichen Bevölkerung und eingeschworenen Gemeinschaft gar nicht gut an. Und jeder scheint dort ein Geheimnis zu haben. Hinzu kommt, dass der charismatische Pfarrer Nicholas Ellis offensichtlich auf einem publicity-trächtigen Kreuzzug gegen das Heiden- und Hexentum ist und setzt alles dran, das Paar aus der Stadt zu jagen. Schreckt er vielleicht auch vor Mord nicht zurück? Denn der erste Tote lässt nicht lange auf sich warten.
Der Bischof schickt seine Beraterin dorthin, um Ellis zu unterstützen, aber Merrily kommen schnell Zweifel, ob sie wirklich auf der richtigen Seite steht. Denn Robin und Betty wollen nichts anderes, als in Frieden ein neues Leben zu beginnen. Und die alte St. Michaels Church scheint dafür genau richtig zu sein. Aber war es wirklich Zufall, dass sie diese Kirche gefunden haben? Eine von fünf Kirchen, die auf einem Plan gezeichnet und verbunden, ein umgekehrtes Pentagramm ergeben?
Worum es im Endeffekt tatsächlich geht, wird erst ziemlich am Ende geklärt und es lohnt sich durchzuhalten, auch wenn die Spannung zwischendurch ab und zu ein wenig nachlässt. Aber ich mag Merrily und auch Jane und mir gefällt diese Reihe doch sehr gut. Es sind halt eher untypische Krimis, allein schon weil die Hauptfigur eine Pfarrerin ist, die aber auch oft an ihrem Job zweifelt.
Schade fand ich, dass Lol diesmal nicht dabei war, aber am Anfang wird kurz erwähnt, wieso. Ich hoffe, er ist beim nächsten Teil wieder dabei.
Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥
Sonntag, 19. Oktober 2014
Neuzugänge im Oktober
Auf der Spielemesse in Essen gibt es ja nicht nur Spiele. Auch sind dort Comiczeichner, Künstler und Autoren vertreten.
Zufällig fand ich dort dieses Buch, welches der Autor selbst vorstellte:
Außerdem gab es noch diesen historischen Krimi, der zur Zeit von Jack the Ripper spielt und sich sehr spannend anhörte:
Und dann....tadaaaa! "Dracula" von Bram Stoker. Ja, natürlich habe ich das Buch schon. Und natürlich hab ich es schon gelesen....mehr als einmal. Aber dies ist eine neue Übersetzung des Klassikers und da ich bald an einer Leserunde teilnehmen möchte....konnte ich nicht widerstehen. *g*
Zufällig fand ich dort dieses Buch, welches der Autor selbst vorstellte:
Außerdem gab es noch diesen historischen Krimi, der zur Zeit von Jack the Ripper spielt und sich sehr spannend anhörte:
Und dann....tadaaaa! "Dracula" von Bram Stoker. Ja, natürlich habe ich das Buch schon. Und natürlich hab ich es schon gelesen....mehr als einmal. Aber dies ist eine neue Übersetzung des Klassikers und da ich bald an einer Leserunde teilnehmen möchte....konnte ich nicht widerstehen. *g*
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