Sonntag, 18. September 2022

Rezension: "Blutige Stufen" von Chris Carter

Detective Robert Hunter von der UV-Einheit in Los Angeles und sein Partner Carlos Garcia jagen einen perfiden Serienkiller. In ihrer Wohnung wird eine junge Frau an einem Angelhaken brutal ermordet aufgefunden. Die blutige Art des Tötens ist nicht das Einzige, das diesen Killer antreibt. Es beginnt mit der ersten Lektion: Angst. Dann folgen Schmerz und Tod. Er ist der Lehrmeister, der Mentor. Es dauert nicht lange, bis eine zweite Frau getötet aufgefunden wird und wieder wird eine Nachricht bei der Leiche gefunden. Hunter und Garcia ist klar, dass sie schnell einen Zusammenhang zwischen den beiden Frauen finden müssen, ehe der Killer sich das nächste Opfer sucht. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Der zwölfte Fall für die Ultra-Violet-Abteilung, kurz UV, der Polizei von Los Angeles. Hunter und Garcia sind gerade bei einer Grillparty, als sie den Anruf bekommen, dass eine brutal zugerichtete Leiche gefunden wurde und das dies nur ein Fall für die UV-Einheit sein kann. 
Chris Carter hat ja in seinen Büchern schon viele Menschen auf brutale Weise sterben lassen, aber ihm fällt immer etwas Neues ein, um den Leser zu schocken. Beängstigend finde ich dabei, dass er sich auch durch seinen früheren Beruf und seine Tätigkeit als Kriminalpsychologe "inspirieren" lässt. Da fragt man sich, wie viel ist erfunden und wie viel ist tatsächlich so oder ähnlich passiert?

Von Anfang an fand ich die Geschichte spannend und fesselnd erzählt. Manchmal gibt es Andeutungen, die aber dann erst etwas später erklärt werden, dadurch bleibt man natürlich dran. Hunter kommt z. B. eine Idee in Bezug auf den Mörder, aber dann gibt es erst mal einen Perspektivwechsel und das nächste potentielle Opfer wird vorgestellt. 
In der Ermittlungsarbeit gibt es auch Wendungen und Überraschungen. Immer wieder wird der Leser in die Irre geführt. Man fiebert mit bei der Suche nach dem Täter.

Die Auflösung ist schließlich ein wenig anders, als ich erwartet hatte, aber das macht das Buch auch ein wenig anders, als seine Vorgänger.

Carter hat hier ein wichtiges Thema angesprochen: Mobbing, gerade bei Kindern und Jugendlichen. Die daraus entstehenden Folgen für die Mobbingopfer bis hin zum Suizid dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Und im Zeitalter der Sozialen Medien sind die Folgen meiner Meinung nach noch verheerender. 
Das rechtfertigt natürlich nicht die brutalen Morde des Täters, aber die Beweggründe und die Verzweiflung konnte ich nachvollziehen. 

Fazit: Ein spannender Thriller, besonders im letzten Drittel, allerdings nichts für schwache Nerven und man sollte das Buch vielleicht nicht unbedingt abends allein zuhause lesen, wenn man eh ängstlich ist. 



Bewertung: 📖📖📖📖📖





1 Kommentar:

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