Als Phèdre das alte Herrenhaus «Little Balmoral» in einem kleinen französischen Dorf erbt, erwartet sie als Letztes, dort ihre erste große Liebe wiederzutreffen. Adam ist mittlerweile Journalist und recherchiert für einen Artikel über vermeintliche Spukhäuser. Little Balmoral ein Spukhaus? Niemals! Auch wenn in den Mauern definitiv noch der Geist ihrer Jugendliebe wohnt. Damals hatten sich Phèdre und Adam überstürzt trennen müssen, als Phèdres Mutter nach Kanada auswanderte. Phèdre hinterließ Adam einen Brief, der allerdings nie bei ihm ankam. Erst jetzt, neun Jahre später, finden sie immer wieder Teile dieses Briefes in dem alten Haus. Während sie ihn über einige magische Herbstwochen hinweg Stück für Stück zusammenpuzzeln, werden sie herzlich in die Dorfgemeinschaft aufgenommen. Zusammen mit den Bewohnern des Ortes schnitzen sie Kürbislaternen, planen einen großen Halloweenball – und kommen sich dabei unweigerlich wieder näher. Doch lässt sich ihre zerbrochene Beziehung genauso leicht wieder zusammensetzen wie der Brief von damals?
Phèdre Demay erhält überraschend Post des Notars ihrer Tante Renata in Frankreich. Es geht um ein Erbe und da Phèdre sonst keine Familie hat und außerdem neugierig ist, reist sie von Quebec in das kleine Dorf Cortehonne. Nach der Krankheit und dem Tod ihrer Mutter geht es ihr finanziell nicht wirklich gut und sie hofft, durch die Erbschaft einige ihrer Schulden begleichen zu können. Als ihr allerdings eröffnet wird, dass an das Erbe von Little Balmoral einige Bedingungen geknüpft sind, ist sie zunächst wenig begeistert. Soll sie es wirklich annehmen? Und warum hat ihre Tante ausgerechnet sie als Erbin eingesetzt? Schließlich hatten sie jahrelang keinen Kontakt, denn ihre Mutter - Renatas Schwester - hat Frankreich vor neun Jahren nach einem Riesenstreit Hals über Kopf Richtung Kanada verlassen. Phédre hatte mit sechzehn Jahren keine andere Wahl, auch wenn sie lieber in Frankreich geblieben wäre. Denn dort gab es Adam, einen Jungen, der mit seiner Familie jeden Sommer in Cortehonne verbrachte und ihre erste große Liebe war.
Und nun steht er kurz nach ihrer Ankunft vor der Tür, weil er einen Termin mit Renata hat. Sie wollte ihm für seine Kolumne über Geisterhäuser etwas von Ereignissen in Little Balmoral erzählen. Und es häufen sich weitere mysteriöse Ereignisse. Hat Renata das alles geplant, um Phèdre und Adam wieder zusammenzubringen?
"Herbstlichtzauber" ist eine wunderschöne, atmosphärische Geschichte mit viel Herz, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Schon die ersten Sätze, in der die herbstliche Natur beschrieben wird, lässt das kleine Dorf vor den Augen lebendig werden. Ein Buch zum Wohlfühlen und Eintauchen, dazu eine kuschelige Decke und ein warmes Getränk und man verbringt eine gemütliche Lesezeit.
Natürlich geht es vorwiegend um Phèdre und Adam, aber auch um Freundschaft, Zusammenhalt und Familiengeheimnisse. Auch das alte Herrenhaus spielt eine große Rolle und hat fast einen eigenen Charakter. Hinzu kommen noch einige der übrigen Dorfbewohner, die alle sehr liebenswert sind. Zusammen schnitzen sie Kürbislaternen und feiern Halloween.
Wie sich alles entwickelt, hat mir gut gefallen. Große Dramen gibt es nicht und auch wer das im Moment ja so angesagte "Spice" erwartet, wird hier sicher enttäuscht sein. Ich war es nicht, denn für mich ist "Herbstlichtzauber" dadurch eine authentische Wohlfühlgeschichte, perfekt für den Herbst, aber natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit lesbar.
Und die Geister? Existieren sie? Das wird nicht verraten. 😉
Bewertung: 🌹🌹🌹🌹
