Mittwoch, 23. September 2026

Rezension: "Die Toten im Nebel" von Anette Hinrichs

An einem stürmischen Herbsttag wird im Hafen von Esbjerg die Leiche eines Mannes in einer Lagerhalle gefunden. Mit gefesselten Händen und durchtrennter Kehle. Wenige Wochen später taucht in einer norddeutschen Kleinstadt eine zweite Leiche auf. Schrecklich entstellt und auf dieselbe Art gefesselt wie der Tote in Esbjerg liegt das Opfer auf dem Förderband einer Papiersortieranlage.
Vibeke Boisen von der Flensburger Mordkommission und Rasmus Nyborg von der dänischen Polizei nehmen die Ermittlungen auf. Schnell stellt sich heraus, dass die beiden Verbrechen nur der Auftakt einer grausamen Mordserie sind. Der Täter schlägt erneut zu, und der Fall nimmt eine dramatische Wendung. Denn das Opfer ist diesmal keine Unbekannte...

„Die Toten im Nebel“ ist der vierte Fall für die Sonderheit im deutsch-dänischen Grenzgebiet bei Padborg. Ich habe das Buch während unseres Urlaubs in Schweden gelesen und wir sind bei Padborg über die Grenze nach Dänemark gefahren. Auch Esbjerg wurde auf den Hinweisschildern erwähnt. Ist schon witzig. 
Rasmus Nyborg ermittelt zunächst in einem Mordfall in Esbjerg, der nach einem Einzelfall aussieht. Wenig später wird Vibeke Boisen in der Nähe von Flensburg an einen Tatort gerufen, große Ähnlichkeit mit dem in Dänemark aufweist. Ein Zufall? Aber Nyborg glaubt nicht an Zufälle. Also versucht er seine Vorgesetzte davon zu überzeugen, die Sondereinheit auf diese Fälle anzusetzen. 
Bei den beiden Toten bleibt es auch nicht und das nächste Opfer trifft alle besonders hart. Aber welchen Zusammenhang gibt es zwischen den Toten, die sich augenscheinlich überhaupt nicht kannten und nie begegnet sind? 

Neben den Mordfällen lebt die Geschichte auch wieder vom Zwischenmenschlichen der Figuren. Vibeke hält sich wie immer streng an die Regeln und Gesetze, ist bodenständig und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Deswegen hat sie auch immer wieder Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit dem dänischen Kollegen Nyborg. Dieser ist zwar ein brillanter Ermittler, aber eher ein Bauchmensch und er gibt nicht viel auf Konventionen. Da prallen quasi zwei Welten aufeinander und auch der Rest des Teams hat mit den Spannungen so seine Probleme. 

Die Suche nach dem Motiv dauert lange, die Auflösung passiert erst auf den letzten etwa 50 Seiten. Aber bis dahin wird die Geschichte spannend und lebendig erzählt und die Entwicklungen machen neugierig auf den nächsten Teil der Reihe "Nordlicht". 



Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.