Donnerstag, 8. Januar 2026

Rezension: "Kalte, kalte Knochen" von Kathy Reichs

Der Winter hat North Carolina fest im Griff und mit den sinkenden Temperaturen fällt auch die Verbrechensrate. Tempe Brennan verbringt diese Atempause damit, sich um ihre heimgekehrte Tochter Katy zu kümmern. Sie sie eines Abends ein mysteriöses Paket auf ihrer Veranda findet. Darin: ein menschlicher Augapfel. Die Ermittlungen führen schnell zu weiteren makabren Funden. Ihr Instinkt sagt der forensischen Anthropologin, dass die Toten ein schreckliches Schicksal teilen. Und dass es jemand auf sie abgesehen hat.

Ich habe die Reihe bereits in den Neunziger Jahren entdeckt und bisher jeden Teil gelesen. „Kalte, kalte Knochen“ ist inzwischen Band 21 und nach wie vor lese ich jeden neuen Fall der forensischen Anthropologin Dr. Temperence Brennan sehr gerne. Es ist schon fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. 
Es sind nicht nur die spannenden Fälle, die mich jedes Mal begeistern, es ist auch das Persönliche in den Geschichten. Das Auf und Ab in Tempes Beziehung mit dem kanadischen Polizist Andrew Ryan, die verbalen Schlagabtausche der beiden, die mich oft zum Schmunzeln bringen. Oder auch Tempes Diskussionen mit ihrem Kater Bird, der nie eine Antwort gibt 😊 Und seit einigen Teilen sorgt ja auch Cop Skinny Slidell für Unterhaltung, denn er und Tempe sind zwar wie Feuer und Wasser, arbeiten aber gut zusammen. 
Nun ist also Tempes Tochter Katy nach acht Jahren bei der Army und verschiedenen Auslandseinsätzen wieder zuhause in Charlotte. Tempe macht sich Sorgen, da Katy nicht darüber spricht, warum sie die Army verlassen hat. Dann findet Tempe vor ihrer Tür in einem Paket einen menschlichen Augapfel und damit sind wir mitten drin in einem neuen Fall. Wem gehört das Ding und warum ist es bei Tempe gelandet? Erste Ermittlungen führen zu einem Kloster und dort gibt es einen weiteren makabren Fund. Und so geht es weiter. Mehrere Opfer tauchen auf, aber es scheint keine Verbindung zu geben, keine Handschrift des Täters, keine gemeinsame Todesursache. Aber dann fällt Tempe die Ähnlichkeit zu älteren Fällen auf. Sind die neuen Morde ein Racheakt und hat es in Wahrheit jemand auf sie abgesehen?

Aufgrund von Katys Rückkehr aus der Army, wird hier auch der Umgang Amerikas mit ihren Kriegsveteranen thematisiert. Sie schicken ihre Soldaten in alle möglichen Kriege, aber wenn diese dann körperlich und seelisch krank zurückkommen, kümmert man sich nicht um sie. Viele landen als Obdachlose auf der Straße. Ein Armutszeugnis für die USA. 

Insgesamt wieder ein spannender Fall, auch wenn ich nach zwei Dritteln schon ahnte, wer der Täter ist. Vermutlich habe ich inzwischen schon zu viele Thriller und Krimis gelesen. 😊 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹




Top Ten Thursday: Die Highlights des letzten Jahres

 


Im heutigen TTT auf Aleshanees Weltenwandererblog geht es um die Highlights des letzten Jahres. Ich muss sagen, es war nicht leicht, mich auf 10 Bücher zu beschränken, es waren tatsächlich noch ein paar Highlights mehr dabei, die ich auf die Liste schreiben würde. 

Aber hier nun meine
10 buchigen Highlights des Jahres 2025

Mit einem Klick auf die Titel kommt ihr zu meinen Rezensionen. 


























Montag, 5. Januar 2026

Das Ende der Rauhnächte

Heute steht die letzte Rauhnacht bevor. Vom 05. auf den 6. Januar bildet sie den Abschluss der 12 Rauhnächte und ist damit eine der Wichtigsten. Man nennt sie auch Perchtnacht oder Hollanacht. Die Wilde Jagd zieht aus und die Grenzen zur Anderswelt verschwimmen, bevor am Dreikönigstag wieder der Alltag einkehrt. Ein mystischer Übergang, der Ruhe und Offenheit für das neue Jahr bringt. 



In der Alpenregion finden in dieser Nacht die Perchtumzüge statt. Menschen verkleiden sich mit Fellen und gruseligen Masken und ziehen mit knallenden Peitschen durch die Straßen.
Ursprünglich war dies symbolisch der Akt, an dem Frau Holle (oder Holla), die Sagengestalt, die für die Rauhnächte steht, mit ihrem Gefolge zu den Menschen kommt und sie am Ende der Rauhnächte richtet. Erinnert ihr euch an das Märchen der Gebrüder Grimm? Frau Holle beschenkt die fleißige und gute Goldmarie und bestraft die faule Pechmarie. Das macht sie auch heute noch mit den Menschen: Faule, verlogene, boshafte Menschen werden bestraft und fleißige, gutherzige Menschen belohnt.

Neben dem Märchen von Frau Holle kann ich noch zwei interessante Bücher zu den Themen Raunächte und Perchten empfehlen.

Fans von Stephen Kings »Es«, aufgepasst - dies wird der Winter des Schreckens! Die kalte Jahreszeit in Perchtal, einem einsamen Dorf im Berchtesgadener Land, scheint besinnlich wie immer. Bis eine Gruppe Jugendlicher einen grauenhaften Leichenfund macht: Ein junges Mädchen treibt unter dem Eis eines Sees, und es ähnelt den Zwillingen Miriam und Elke auf verblüffende Weise. Doch die beiden wissen nichts von einer Verwandten. Bei ihren Nachforschungen stoßen die Freunde auf ein blutiges Geheimnis, das der Pfarrer des Dorfs hütet. Und sie schrecken dabei eine uralte Macht auf, die ihre Rückkehr in unsere Welt vorbereitet. 



Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?







Sonntag, 4. Januar 2026

Monatsrückblick Dezember 2025

Leserückblick Dezember

Zunächst wünsche ich euch allen noch ein frohes und gesundes neues Jahr. Ich hoffe, wir erleben spannende und interessante Leseabenteuer in den nächsten 12 Monaten.

Eigentlich kann ich es gar nicht glauben, dass die Feiertage schon wieder vorbei sind. Und noch weniger, dass das letzte Jahr schon vorbei ist. Gefühlt habe ich den letzten Jahresrückblick erst vor ein paar Monaten geschrieben. Aber es hilft nichts, es ist eben so, dass die Zeit immer schneller vergeht. Machen wir das Beste daraus. 


Gelesene Bücher: 6
1. Schwedenträume und Schokoladenzauber (Hanna Blixt)
2. Schnee (Yrsa Sigurdardottir)
3. Weihnachten am Siljansee (Linnea Holmström)
4. Schneesturm (Triona Walsh)
5. Rauhnächte - Sie werden dich jagen (Gerold / Hänel)
6. Die Rauhnächte - Eine magische Reise zu mir selbst (Christine Dohler)


Neuzugänge: 4
1. Kalte, kalte Knochen (Kathy Reichs)
2. Dänische Brandung (Frida Gronover)
3. Gruselige Weihnacht überall (Verschiedene Autoren)
4. Vergessene Gräber (Leo Born)


Neu auf der Merkliste:
Kohle, Stahl und Mord - Das Totenhaus (Martin Conrath)


Challenges:
12 für 25: 7 Bücher gelesen 
ABC-Challenge bei Nicole: 16 Buchstaben geschafft 


Gesehen (Filme und TV-Serien):
1. Fallout (Staffel 2 begonnen)
2. Stranger Things (Staffel 5 begonnen)
3. Smillas Gespür für Schnee (Serie begonnen)
4. Bosch (Staffel 4 beendet)


Und sonst?
Der Dezember ist total schnell vergangen, genau wie die Feiertage. Wobei ich bei Silvester nicht böse bin, denn mit einem ängstlichen Hund ist der Jahreswechsel nicht mehr schön. Unser Lemmy hat ja schon Tage vorher und auch danach noch Panik bei jedem kleinen Knall. Silvester haben wir bei den Schwiegereltern in Ostfriesland verbracht in der Hoffnung, es ist etwas ruhiger. Vielleicht war es das auch, aber immer noch zu viel und zu laut. Ich wünsche mir, dass es so kommt wie in den Niederlanden und private "Böllerei" verboten wird. Das, was heute zum Jahreswechsel abgeht, grenzt ja schon mehr an ein Wettrüsten und hat nichts mehr mit dem teilweise noch schönen Feuerwerk vor Jahrzehnten zu tun. Und schon gar nicht mit den alten Bräuchen und der Herkunft dieser Tradition.
Dank meines Urlaubs hatte ich ein bisschen mehr Zeit zum Lesen und habe tatsächlich sechs Bücher geschafft. 
Weihnachten ist ja auch immer die Zeit des Wichtelns und ich habe bei zwei Aktionen dieses Jahr wieder mitgemacht, einmal bei den Büchereulen und einmal in Ullis Büchercafe. Das ist jedes Jahr immer wieder schön und auch das Verschenken macht immer viel Spaß.


So bin ich auch zu meinen Neuzugängen im Bücherregal gekommen. Vier tolle Bücher, über die ich mich riesig gefreut habe. "Kalte, kalte Knochen" musste natürlich sofort gelesen werden und es ist wieder richtig spannend. 
Mein Urlaub ist jetzt leider vorbei, morgen holt mich der Arbeitsalltag wieder ein. Ich bin gespannt, was das neue Jahr bringen wird. Auf jeden Fall haben wir schon Urlaub gebucht und dieses Mal geht es nach Schweden. 

Jetzt wünsche ich euch aber erst mal einen schönen Januar, vielleicht mit etwas Schnee. Bei uns ist Frau Holle im Moment noch recht zögerlich. :-)

Hier noch ein paar Bilder aus Norddeich vom 30.12.25. 










Freitag, 2. Januar 2026

Rezension: "Rauhnächte - Sie werden dich jagen" von Gerold /Hänel

Dies ist zwar meine erste Rezension in 2026. Gelesen habe ich das Buch aber schon in den letzten Tagen des Dezembers. 

Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?

Lisa hat ihr Heimatdorf in den Bergen vor vielen Jahren verlassen. Sie studierte die alten Bräuche und ihr ganz besonderes Interesse gilt dem Mythos der Rauhnächte, den alten Geschichten und Sagen, die man sich ganz besonders zuhause erzählt hat. Im Rahmen ihrer Professur zu diesem Thema kehrt sie zurück. Und erfährt, dass Katharina, die Tochter eines Hotelwirtes, verschwunden ist. Und niemanden scheint es wirklich zu kümmern. Selbst die Eltern nehmen es als gegeben hin. Es sind eben die Rauhnächte und danach wird die Jugendliche schon wieder auftauchen. So war es bisher immer. Lisa kann das nicht auf sich beruhen lassen, sie kommt nicht klar mit diesem in der Dorfgemeinschaft fest verwurzelten Aberglauben. Das war auch einer der Gründe, warum sie damals gegangen ist. 

Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte reinzukommen. An den Schreibstil musste ich mich auch erst gewöhnen. Aber nach ein paar Kapiteln wurde es spannend und die düstere und beklemmende Atmosphäre in dem Tal wird sehr gut beschrieben. Teilweise dachte ich: Wie kann man sich nur so vom Aberglauben beeinflussen lassen? Aber vermutlich muss man in so einem Dorf aufgewachsen sein, um die Handlungen und Gedanken der Menschen dort nachvollziehen zu können. Wie kann man die Angst vor der Wilden Jagd über das Wohl seiner eigenen Tochter stellen?

Die Meinungen zum Buch sind unterschiedlich. Ich glaube, wer sich nicht für Themen wie die Rauhnächte, die Wilde Jagd, die Perchten und überhaupt alte Bräuche und Mythen interessiert, dem wird die Geschichte vielleicht nicht so zusagen. Ich interessiere mich sehr dafür und habe den Krimi extra an Weihnachten begonnen, zu Beginn der Rauhnächte. Und nach ein paar Anfangsschwierigkeiten habe ich mich dann auch sehr gut unterhalten gefühlt. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹






Mittwoch, 31. Dezember 2025

Kommt gut ins neue Lesejahr



Das alte Jahr ist morgen futsch, für Mitternacht nen guten Rutsch. 😊

Ich wünsche euch einen guten und ruhigen Übergang ins neue Jahr. 


Samstag, 27. Dezember 2025

Rezension: "Schneesturm" von Triona Walsh

Eiskalter Wind, tosendes Meer: Cara und ihre Freunde treffen sich auf der irischen Insel Inishmore wieder. Zehn Jahre sind seit der Tragödie vergangen, die sie auseinandergerissen hat. Cillian, Caras Mann, kam damals bei einem Unfall ums Leben. Cara blieb auf der Insel und arbeitet bei der Garda als Polizistin. Dann sind da noch Daithi, der ebenfalls auf der Insel blieb und den örtlichen Pub führt und Maura, die Grundschullehrerin, Caras beste Freundin. Ebenfalls zum Treffen kommt Cillians Bruder Seamus, der inzwischen in Kalifornien als Drehbuchautor lebt. Und das Ehepaar Ferdy und Sorcha, die heute in London ihr Leben haben. 
Direkt am ersten Tag des Wiedersehens wird die Insel von einem Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten, kein Strom, kein Telefon- und Handynetz, der Fährverkehr ist eingestellt und ein Helikopter kann ebenfalls nicht fliegen. Da kommt die Schreckensnachricht: Ein Mensch ist von den berüchtigten Steilklippen gestürzt worden. Cara muss zum Fundort und es ist klar, dass das kein Unfall war. Und es ist einer von ihrer Clique.
Nun sitzen alle in der Falle. Aus Freundschaft werden Lügen und Neid. Niemand weiß, wem er noch vertrauen kann. Und der oder die Mörderin muss noch auf der Insel sein. Wird es bei dem einen Opfer bleiben?

Zunächst hatte ich ein bisschen Probleme, in die Geschichte reinzukommen. Der Anfang zog sich ein wenig, ohne dass viel passierte. Auch zwischendurch gibt es ein paar Längen und manchmal wird für meinen Geschmack ein bisschen zu viel diskutiert. Aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und als die Spannung erst mal da war, blieb sie auch bis zum Schluss. 

Die Isolation der Insel durch die Kälte und den Schneesturm sind fast wie eine Metapher für Caras Situation auf der Insel. Sie ist nicht dort aufgewachsen, hat aber jeden Sommer dort bei ihrer Großmutter verbracht. Trotzdem ist sie immer noch "die Zugezogene", die nur englisch spricht. Und dass sie rothaarig ist, hilft auch nicht wirklich, denn die Insulaner sind sehr abergläubisch. Aber Cara ist fest entschlossen, sich nicht entmutigen zu lassen und den Mörder zu finden und zu stoppen.

Ein Krimi mit interessanten Überraschungen und Wendungen, bei dem man gut miträtseln kann, wer denn nun der Täter ist. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹





Sonntag, 21. Dezember 2025

Wintersonnenwende - Blessed Yule


Heute ist der kürzeste Tag des Jahres, auf den - logischerweise - die längste Nacht des Jahres folgt. Die Wintersonnenwende ist ganz genau um 16:03 Uhr nach Mitteleuropäischer Zeit. 

Gleichzeitig ist heute der kalendarische Beginn des Winters. 

Die Kelten feierten Yule, die Wiedergeburt des Lichts. Denn auch, wenn man es nicht sofort merkt, werden die Tage ab nun wieder länger und heller. 









Donnerstag, 18. Dezember 2025

Rezension: "Weihnachten am Siljansee" von Linnea Holmström

Die Schwestern Inger und Malena leiten ein kleines Kinderheim am Siljansee in Dalarna. Schon die beiden sind zusammen mit Pflegekindern aufgewachsen und haben dann das Werk ihres Vaters fortgeführt. Unterstützt wurden sie dabei von ihrer alten Nachbarin Augusta. Nach ihrem Tod kommt ihr Neffe Per ins Dorf, da er Augustas Wohnhaus und das Kinderheim geerbt hat. Inger sieht schwarz für die Zukunft, denn es sind noch ein paar Monatsmieten offen. Augusta nahm es damit nicht so genau. Für sie war ein gutes Zuhause für die Kinder wichtiger. Per allerdings will das Wohnhaus verkaufen und so schnell wie möglich zurück nach Stockholm. Inger soll bis Jahresende die ausstehenden Mieten für das Kinderheim zahlen oder sie sitzen auf der Straße. Aber vor allen Dingen die kleine Lotta, die gerade erst zu ihnen gekommen ist, will ihr neues Zuhause nicht verlieren und versucht, den hartherzigen Per zu erweichen. 

"Weihnachten am Siljansee" ist mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Die Geschichte hat mir gut gefallen.
Bei Weihnachtsromanen bin ich immer vorsichtig, denn ich mag es nicht, wenn es zu sehr in Richtung Liebesroman geht. Hier spielen Liebe und Romantik zwar auch eine Rolle, aber eigentlich erst zum Schluss der Geschichte und das war für mich dann okay. Fast ging alles dann ein bisschen zu schnell. 
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und besonders die Beschreibung des verschneiten, winterlichen SiIjansees ist sehr anschaulich und bildhaft. Ich konnte fast die Kälte und die Schneeflocken spüren und den Schnee unter den Schuhen knirschen hören. 

Inger ist mit Herzblut bei der Sache und kämpft für die Kinder, als wären es ihre eigenen. Letztendlich ist es natürlich auch ihr Zuhause, dessen Existenz auf dem Spiel steht. 
Bei Per dachte ich gleich zu Beginn: Wer sich so um einen fremden Hund kümmert, der kann eigentlich kein schlechter Mensch sein. 

Insgesamt ein Wohlfühlbuch und perfekt für die Winter- und Weihnachtszeit, nicht nur für Schwedenfans. 

Bewertung: 🌹🌹🌹🌹





Mittwoch, 17. Dezember 2025

Rezension: "Die Rauhnächte - Eine magische Reise zu mir selbst" von Christine Dohler

Die Zeit der Rauhnächte ist eine wertvolle Auszeit vom hektischen Alltag und dem Wirbel der Welt. In diesen Tagen hast du Gelegenheit, tief durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen und dich zu entschleunigen. Es ist eine Phase, in der du dich selbst neu entdecken kannst - im grenzenlosen Raum der Möglichkeiten. 

Zitat:
Wortlicht für dich: Wenn es sich einmal schwer anfühlt, heißt es nicht, dass du schwach bist. Es bedeutet, dass du fühlst und das ist deine Superpower. Lass dich von der Liebe und Freude neu beflügeln und vom Schatten ins Licht bringen. 

Ein wunderbares Buch, um die Zeit "zwischen den Jahren" sinnvoll zu verbringen. Im ersten Kapitel gibt es ausführliche Erläuterungen zu den Rauhnächten. Welche Rituale gibt es und wie kann man sich auf diese stille Zeit des Jahres vorbereiten? Es gibt Übungen und Checklisten, Fragen, die man sich selbst stellen sollte, bevor man startet. 

Ab Seite 77 gibt es dann zu jeder Rauhnacht ein Kapitel, angefangen mit dem 25. Dezember. Für welchen Monat des kommenden Jahres steht die erste Rauhnacht, welche Rituale würden gut passen , worauf sollte der Fokus liegen,  Impulse des Tages. Und immer wieder zwischendurch der Hinweis, dass nichts ein "Muss" ist, kein Zwang. 
Es gibt Raum für Notizen, ein monatliches Wortlicht und Anleitungen für meditative Übungen. 

Die Kapitel zu den einzelnen Rauhnächten werde ist erst ausführlich durcharbeiten, wenn die Zeit da ist, aber insgesamt macht das Buch einen guten Eindruck und der Schreibstil gefällt mir. 

Bewertung: 🌹🌹🌹🌹


Donnerstag, 11. Dezember 2025

Rezension: "Schnee" von Yrsa Sigurdardottir

Was zwang die Freunde, sich mitten im harten Winter im isländischen Hochland zu bewegen, in Dunkelheit und Schneestürmen? Und warum verließen sie das kleine Obdach, das sie hatten, kaum bekleidet und den harten Bedingungen vollkommen ausgeliefert? Ein Rettungsteam wird in die abgeschiedene Gegend geschickt, um nach den Vermissten zu suchen. Währenddessen gehen an der einsam gelegenen Radarstation in Stokksnes seltsame Dinge vor sich. Nichts ist so, wie es scheint: Sei es die Blutlache, die im unberührten Schnee fernab der Zivilisation entdeckt wird oder der kleine Kinderschuh, der Jahrzehnte nach der Vergrabung wiedergefunden wird... 

Mit "Schnee" zeigt die isländische Autorin Yrsa Sigurdardottir, dass sie das Spiel mit der Imagination perfekt beherrscht. Die schmale Grenze zwischen Einbildung und Realität wird von ihr gekonnt in Szene gesetzt. Sehr anschaulich und atmosphärisch beschreibt sie die kalte, erbarmungslose und tief verschneite  isländische Natur. Eine grausame Schönheit, der man hilflos ausgeliefert ist, wenn man zu leichtsinnig und achtlos ist. 
Der Einstieg ist noch recht ruhig, aber Kapitel um Kapitel steigt die Spannung an. 
Parallel gibt es verschiedene Handlungsstränge. Da ist zum einen Johanna, die zum Rettungsteam gehört, das die vermissten Wanderer sucht. Sie macht diesen Job ehrenamtlich, arbeitet eigentlich in einer Fischfabrik und ist mit einem Polizisten aus dem Ort verheiratet, in dem sie wohnen. Dieses Mal stößt ein neuer Kollege dazu, der aus Reykjavik zur Suche abkommandiert wurde. 
Dann gibt es Hjörvar, der bei der Küstenwache arbeitet und zum Wachdienst an der Radarstation eingeteilt ist. Mit einem zweiten Kollegen und einem zugelaufenen Kater teilt er sich die Schichten in der ansonsten einsamen Station. Einzige Abwechslung ist der Helikopter, der sich an der Suche nach den Vermissten beteiligt und zum Auftanken die Radarstation anfliegt.  
Der dritte Handlungsstrang ist eine Woche vorher angesiedelt und wir lernen die Leute aus der Wandergruppe kennen, die später vermisst wird. Nach und nach wird klar, wie es zu den tragischen Ereignissen in der eiskalten Wildnis gekommen ist. 

Die drei Handlungsstränge werden geschickt bis zum Ende zusammengeführt und es wird klar, wie alles zusammenhängt, wie ein Ereignis zum nächsten kam, eine Entscheidung gefallen ist, die der nächsten vorausging. Dazu dann noch die düstere und manchmal sogar gruselige Stimmung, das macht das Buch zu einem spannenden Leseerlebnis. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹





Mittwoch, 3. Dezember 2025

Monatsrückblick November

LESERÜCKBLICK NOVEMBER

Haben wir wirklich schon Dezember? War nicht gerade erst Herbstanfang? Das Jahr neigt sich tatsächlich bereits seinem Ende und es ist Zeit für einen kurzen Rückblick auf Kapitel 11, den November. 
Gelesen habe ich insgesamt drei Bücher, ein viertes konnte ich erst am 1. Dezember beenden. Das war aber auch direkt eins meiner Neuzugänge und ist gar nicht erst auf meinem SUB gelandet. Dafür habe ich ein Buch von meinem SUB gelesen, das dort schon sehr lange lag und zwar "Ich bin kein Serienkiller" und es war tatsächlich ein Highlight im November. Ich möchte auf jeden Fall die Reihe weiterlesen. 


Gelesene Bücher: 3
1. Ich bin kein Serienkiller (Dan Wells)
2. Blutige Gnade (Leo Born)
3. Knochenkälte (Simon Beckett)


Neuzugänge: 4
1. Schwedenträume und Schokoladenzauber (Hanna Blixt)
2. Weihnachtskrimis (div. Autoren)
3. Schnee (Yrsa Sigurdardottir)
4. Die Rauhnächte (Christine Dohler)



Neu auf der Merkliste: 1
1. Die geheime Weihnachtsbibliothek (Jenny Colgan)
2. Where he can't find you (Darcy Coates)
3. Ein Café am Ende der Saison (Cara Lindon)
4. Winterwellenrauschen (Lotti Tomke)


Challenges:
12 für 25: Stand 6 von 12 gelesen
ABC-Challenge bei Nicole: 16 Bücher gelesen



Gesehen (Filme & Serien):
Die Legende (Dänische Krimiserie)
Chelsea Detective (Staffel 3)
Fast Charlie (Krimi mit Pierce Brosnan)
Cleaner (englischer Thriller)
Bosch (Staffel 4 begonnen)
Mr. Mercedes (Staffel 2 begonnen)


Und sonst?
Leider ist mein Vater Mitte des Monats ins Krankenhaus gekommen, nachdem er in seiner Wohnung gestürzt ist. Bis da hat er noch alleine gelebt und viel selbst erledigt, sogar mit dem Fahrrad. Seit dem Sturz hat er sehr abgebaut und aktuell wissen wir nicht, ob er nach dem Krankenhausaufenthalt wieder zurück in seine Wohnung kann. Vielleicht ist ein häuslicher Pflegedienst nicht ausreichend. Wir haben den Sozialdienst eingeschaltet und hoffen, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
Ich versuche, mir die Weihnachtszeit trotzdem so schön wie möglich zu machen und mit den Büchern Auszeiten zu nehmen, aber oft schweifen die Gedanken ab.  Das Ganze hatte ich vor einigen Jahren ja auch schon etwa zur selben Zeit mit meiner Mutter und ich merke, ich habe nicht mehr die nervliche Kraft wie damals. 
Deswegen brauche ich jetzt im Dezember neben Krimis auch ein paar Wohlfühlbücher. Gerade habe ich schon den neuen Roman von Hanna Blixt gelesen. 💖 Außer sind noch diese beiden Bücher von meinem SUB geplant:



Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit und macht es euch gemütlich.