Der Winter hat North Carolina fest im Griff und mit den sinkenden Temperaturen fällt auch die Verbrechensrate. Tempe Brennan verbringt diese Atempause damit, sich um ihre heimgekehrte Tochter Katy zu kümmern. Sie sie eines Abends ein mysteriöses Paket auf ihrer Veranda findet. Darin: ein menschlicher Augapfel. Die Ermittlungen führen schnell zu weiteren makabren Funden. Ihr Instinkt sagt der forensischen Anthropologin, dass die Toten ein schreckliches Schicksal teilen. Und dass es jemand auf sie abgesehen hat.
Ich habe die Reihe bereits in den Neunziger Jahren entdeckt und bisher jeden Teil gelesen. „Kalte, kalte Knochen“ ist inzwischen Band 21 und nach wie vor lese ich jeden neuen Fall der forensischen Anthropologin Dr. Temperence Brennan sehr gerne. Es ist schon fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
Es sind nicht nur die spannenden Fälle, die mich jedes Mal begeistern, es ist auch das Persönliche in den Geschichten. Das Auf und Ab in Tempes Beziehung mit dem kanadischen Polizist Andrew Ryan, die verbalen Schlagabtausche der beiden, die mich oft zum Schmunzeln bringen. Oder auch Tempes Diskussionen mit ihrem Kater Bird, der nie eine Antwort gibt 😊 Und seit einigen Teilen sorgt ja auch Cop Skinny Slidell für Unterhaltung, denn er und Tempe sind zwar wie Feuer und Wasser, arbeiten aber gut zusammen.
Nun ist also Tempes Tochter Katy nach acht Jahren bei der Army und verschiedenen Auslandseinsätzen wieder zuhause in Charlotte. Tempe macht sich Sorgen, da Katy nicht darüber spricht, warum sie die Army verlassen hat. Dann findet Tempe vor ihrer Tür in einem Paket einen menschlichen Augapfel und damit sind wir mitten drin in einem neuen Fall. Wem gehört das Ding und warum ist es bei Tempe gelandet? Erste Ermittlungen führen zu einem Kloster und dort gibt es einen weiteren makabren Fund. Und so geht es weiter. Mehrere Opfer tauchen auf, aber es scheint keine Verbindung zu geben, keine Handschrift des Täters, keine gemeinsame Todesursache. Aber dann fällt Tempe die Ähnlichkeit zu älteren Fällen auf. Sind die neuen Morde ein Racheakt und hat es in Wahrheit jemand auf sie abgesehen?
Aufgrund von Katys Rückkehr aus der Army, wird hier auch der Umgang Amerikas mit ihren Kriegsveteranen thematisiert. Sie schicken ihre Soldaten in alle möglichen Kriege, aber wenn diese dann körperlich und seelisch krank zurückkommen, kümmert man sich nicht um sie. Viele landen als Obdachlose auf der Straße. Ein Armutszeugnis für die USA.
Insgesamt wieder ein spannender Fall, auch wenn ich nach zwei Dritteln schon ahnte, wer der Täter ist. Vermutlich habe ich inzwischen schon zu viele Thriller und Krimis gelesen. 😊
Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹
































