Montag, 31. August 2026

Rezension: "Die Villa" von Markus Heitz

Doreen und Marina Markert sind Mutter und pubertierende Tochter, die sich bislang eher glücklos durchs Leben schlagen. Doch dann ziehen sie bei einer Zwangsversteigerung endlich einmal das ganz große Los: Zum Schnäppchenpreis kommen sie in den Besitz einer alten Villa im Leipziger Stadtteil Gohlis. Dort scheint sich das Leben der beiden erst einmal in jeder Hinsicht zum Guten zu wenden: Plötzlich laufen die Geschäfte der Mutter, die Teenager-Tochter startet mit ihrer Musik als YouTube-Star durch. Beide finden die Aufmerksamkeit und Zuneigung, die sie suchen. Aber alles hat seinen Preis: Als Doreen schließlich erkennt, auf welchen Pakt sie und ihre Tochter sich unbewusst eingelassen haben, könnte es bereits zu spät sein.
Währenddessen geht Musiker Ethan in London auf die verzweifelte Suche, wer den brutalen Mord an seiner Mutter begangen hat, und kommt einer unheilvollen Verbindung auf die Spur. Und mit jedem Tag, der vergeht, steigt die Anzahl der Toten …

Zunächst noch ein Hinweis: Ich habe dieses Buch bei einer Buchverlosung bei Lovelybooks gewonnen. Die Aktion war ganz klar nur als Buchgewinn bezeichnet und ich dachte mir, das wäre doch etwas für die Zeit vor Halloween. Nachdem das Buch dann da war, habe ich zufällig bei Lovelybooks gesehen, dass aus der Buchverlosung eine Leserunde geworden ist. Wäre das vorher irgendwo erwähnt worden, hätte ich nicht mitgemacht, weil ich das Buch jetzt noch gar nicht lesen wollte. Einmal aus dem vorgenannten Grund, aber auch, weil ich gerade nicht die Zeit für Rezensionsexemplare habe. Und aufgrund der Kommentare ist klar, dass ich nicht als Einzige überrascht war von der plötzlichen Änderung. Viele hatten das Buch sogar schon gelesen und da ist es natürlich schwierig, im Nachhinein noch zu den Leseabschnitten etwas zu schreiben, besonders ohne zu spoilern. 
Dann kam auch noch eine PN von Lovelybooks, mit dem Hinweis, dass ja nun schon einige Zeit seit dem Start der Leserunde vergangen wäre und ich wurde gebeten, meine Rezension zu veröffentlichen. Auf meine Antwort kam bis heute leider keine Reaktion seitens LB.
Ich habe das Buch dann letzte Woche begonnen und am Samstag beendet und kann nun auch meine Rezension schreiben.

Ich habe schon ein paar Horror-Romane von Markus Heitz gelesen. "Kinder des Judas" z. B. oder "Ritus" und "Sanctum" und alle haben mir sehr gut gefallen. Sie sind teilweise nichts für Zartbesaitete und ich bin auch nicht empfindlich, was brutale Szene angeht. Trotzdem habe ich bei einigen Szenen hier gedacht, ob das wirklich sein musste, wobei es allerdings mehr um die Sprache geht. Und eigentlich verrät die Szene in der Londoner Wohnung schon zu viel, denn wer einige Horrorfilme gesehen hat, in dem es um Dämonen, Flüche, Besessenheit usw. geht, der kann sich dadurch schon relativ früh des Rätsels Lösung denken. Für mich wurde damit leider ein Teil der Spannung genommen. 
Die Idee an sich finde ich nicht schlecht, wie das Haus "böse" wurde und wie dieses Böse in der Welt verteilt wurde. Allerdings bleiben am Schluss auch noch einige Fragen offen, wie z. B. die Sache mit der  Standuhr.

Mit den Charakteren hatte ich auch ein paar Probleme. Mit Doreen bin ich leider nicht wirklich warm geworden, mit Marina nur teilweise. Einzig Ethan war mir sympathisch. Und Möhrchen. 😊 
   
 Insgesamt hat mich das Buch zwar ganz gut unterhalten, aber wirklich packen konnte mich die Geschichte leider nicht.

 
Bewertung: 🌹🌹🌹





6 Kommentare:

  1. Hallo Silke,

    das tut mir leid für dich, dass das mit der Buchverlosung so dumm gelaufen ist. Schon richtig frech.

    Schade, dass dir das Buch weniger gefallen hat. Doch was du hier beschreibst, könnte wirklich was für mich sein. Ich freue mich jedenfalls drauf.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,
      ja, die Aktion war wirklich nicht toll bei LB. Ich bin jedenfalls gespannt, wie dir das Buch gefallen wird. :-)

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  2. Schönen guten Morgen Silke!

    Das ist ja doof! Wenn man sich auf etwas einstellt und dann quasi "gezwungen" ist, das zu ändern, sowas ärgert mich auch sehr! Ich weiß zwar, dass die Erfahrungen mit Leserunden auf Lovelybooks für die Autoren oft frustrierend ist, weil die Lesenden nicht wirklich mitmachen - aber es zuerst als Verlosung hinzustellen und dann auf eine Leserunde zu drängen finde ich doof. Da hätte ich mich definitiv direkt in der Leserunde auch beschwert.

    Schade dass das Buch so einen unguten Start hatte und dich dann auch nicht ganz überzeugen konnte. "Schlimme Szenen" stören mich eigentlich nicht - liest du nicht auch Chris Carter? :) Ich dachte der schreibt immer so krasse Sachen? Ich kenne nichts von ihm, ist nur hören - sagen...
    Für mich klingt es wie eine unterhaltsame Horror Geschichte, die ich gut mal lesen kann zwischendurch. Ich denke, ich warte mal bis es unsere Onleihe zur Verfügung hat.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ja, Chris Carter schreibt auch ziemlich brutal und blutrünstig, da "stört" mich das eigentlich auch nicht. Was ich hier in "Die Villa" meinte, ist mehr die Sprache in einigen Szenen. Ich bin normalerweise nicht empfindlich, aber hier hat mich das komischerweise gestört. Vielleicht weißt du, was ich meine, wenn du es mal liest ;-)

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    2. Ah okay, jetzt weiß ich was du meinst, glaub ich. Ich weiß jetzt nicht WIE er es geschrieben hat, aber manchmal können so Ausdrücke oder ähnliches unpassend sein, nach eigenem Empfinden. Ich bin gespannt. Lesen möchte ich es schon mal, aber ich hab es damit nicht eilig ;)

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    3. Hallo Silke! Schon aus dem Schweden Urlaub zurück? :)

      Ich hab in meine Stöberrunde ja seit einiger Zeit auch Rezensionen dazu genommen und mittlerweile ist die Aktion immer "größer" geworden. Neuerscheinungsposts, Diskussionen und Buchthemen, Leserunden und Rezensionen... ein schönes Paket an buchigen Linktipps.

      Deshalb hab ich jetzt auch nach so langer Zeit den Namen der Aktion geändert und ich würde mich freuen, wenn du mal hier vorbeischaust :)

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Aleshanee

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