Am Londoner St. Pancras Bahnhof wird ein Bombenanschlag verübt, bei dem mehrere Menschen sterben. Ryan March, Mitglied einer Protestgruppe, der eine verdächtige Tasche mit sich führte, gehört zu den Toten. War er der Täter? Superintendent Duncan Kincaid übernimmt die Ermittlungen, muss aber feststellen, dass die einzelnen Puzzleteile des Falls überhaupt nicht zueinanderpassen. Mit Hilfe seiner Frau, Inspector Gemma James, kommt er schließlich peu à peu den Hintergründen der Tat auf die Spur. Doch was er entdeckt, ist unfassbar grausam ...
Duncan Kincaid hadert immer noch mit seiner Versetzung von New Scotland Yard nach Holborn. Nach wie vor fühlt es sich an wie eine Degradierung, auch wenn er ein eigenes Team leitet. Aber die neuen Kollegen sind eben nicht wie sein ehemaliger Sergeant Doug Cullen. Und Detective Inspector Jasmine Sidana macht es ihm nicht leicht und zeigt, dass sie ihrer Meinung nach eigentlich Kincaids Posten hätte bekommen sollen.
Aber bei dem Brandanschlag in St. Pancras müssen alle zusammenarbeiten. Auch Gemmas Mitarbeiterin Melody Talbot ist involviert, denn sie war privat dort, um sich ein Konzert ihres Freundes Andy anzusehen. Hier gibt es die Verknüpfung zum vorherigen Band der Reihe, wo sich Andy und Melody während eines Falls kennengelernt haben.
Der gesamte Fall ist ziemlich verzwickt und laufend kommt es zu neuen Erkenntnissen. Wendungen und Überraschungen halten die Spannung kontinuierlich aufrecht.
Dazu kommt wieder das Familienleben der Patchworkfamilie Kincaid und James. Zu Duncans Sohn Kit und Gemmas Sohn Toby kam vor einiger Zeit die kleine Charlotte als Pflegekind hinzu. Und neben den Hunden Geordie und Tess sowie Kater Sid spielt dieses Mal auch eine Katzenmama mit ihren Kleinen eine Rolle. Und also das nicht schon genug Aufregung wäre, kommt noch die Ungewissheit hinzu, was vielleicht mit dem gemieteten Haus passieren könnte. Denn das Haus gehört der Schwester von Duncans altem Chef Denis Childs, die im Ausland lebt. Als sie einen Unfall hat, reist Childs zu ihr und seitdem hat man von beiden nichts mehr gehört.
Ich finde, gerade dieser Mix aus Kriminalfällen und dem Privatleben der beiden Ermittler macht die Bücher aus. Ich lese die Reihe seit Jahren und es ist jedes Mal wie das Wiedersehen mit alten Bekannten. Ich mag auch den Schreibstil der Autorin sehr, sie schreibt sehr anschaulich und lässt die Straßen Londons vor dem geistigen Auge lebendig werden.
Das Ende von "Wer im Dunkeln bleibt" deutet auf eine Fortsetzung dieses Handlungsstrangs im nächsten Teil hin. Und auch sonst würde ich empfehlen, die Reihe in chronologischer Reihenfolge zu lesen.
Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.