Die blinde Helmgard Böttcher regiert ihre große Familie an der Ostsee mit fester Hand. Als ihre Enkelin auf dem Heimweg überfallen wird, lässt die Rache nicht lange auf sich warten: Ein junger Mann aus dem Nachbarort erleidet eine schwere Vergiftung und stirbt. Ausgerechnet eine Pflanze, die auch in Helmgards Garten wächst, war die Ursache dafür. Kommissarin Pia Korittki, die eigentlich ein entspanntes Wochenende mit ihrem Sohn Felix und ihrem Freund Marten in dessen neuem Haus an der Ostsee verbringen wollte, stößt bei den Ermittlungen in einen tödlichen Morast aus Hass, Lügen und alter Feindschaft ...
Der Klappentext ist nicht so ganz korrekt, wie man nach dem Lesen des Buches feststellen muss.
Eigentlich ist Kommissarin Pia Korittki im Urlaub im Urlaub und möchte die nächsten zwei Wochen mit ihrem Sohn Felix bei ihrem neuen Freund Marten in dessen Haus an der Ostsee verbringen. Aufgrund chronischer Unterbesetzung der Abteilung bittet sie aber gleich am ersten Tag ihr Chef darum, sich um einen Todesfall ganz in der Nähe am Strand zu kümmern. So nach dem Motto "Wenn du schon mal da bist und das geht bestimmt schnell".
Außerdem wurde einige Tage vorher eine junge Frau namens Stella Böttcher auf dem Heimweg überfallen und wie sich herausstellt, waren Stella und der Tote, Benno Hagendorf, zusammen. Oder besser gesagt, sie hatten eine Affäre, denn Benno war verheiratet.
Hängen die beiden Fälle zusammen? Immer wieder stoßen Pia und ihre Kollegen (die dann doch irgendwie alle dabei sind, obwohl es "Personalmangel" gibt) auf neue Erkenntnisse und Geheimnisse, die die Ermittlungen nicht einfacher machen. So viel dazu, dass der Fall schnell gelöst sein wird und Pia ihren Urlaub fortsetzen kann.
Ehrlich gesagt, zog sich das Ganze für mich stellenweise ein bisschen hin und mehr Spannung wäre schon schön gewesen.
Auch konnte ich Pias Verhalten in Bezug auf das Verhältnis zwischen Marten und Felix nicht immer ganz nachvollziehen.
Und es wird immer wieder auf eine alte Fehde und eine seit Generationen bestehende Feindschaft zwischen den Familien Böttcher und Hagendorf angespielt. Als dann fast schon am Ende Broders versucht der Lösung des Geheimnisses auf die Spur zu kommen, war ich doch ziemlich enttäuscht, dass dies nur in einem Nebensatz abgehandelt wird.
Was den Täter betrifft, muss ich sagen, überrascht hat es mich jetzt nicht wirklich. Aber insgesamt finde ich alles ein bisschen zu sehr konstruiert. Was genau mich stört, schreibe ich hier jetzt nicht, das würde zu viel verraten.
Fazit: Dieser Teil der Reihe hat mich leider nicht wirklich überzeugt. Schade, denn bisher mochte ich die Ostseekrimis von Eva Almstädt sehr.
Bewertung: 🌹🌹🌹

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