Dienstag, 2. Juni 2026

Rezension: "Der Ruf der Blumeninsel" von Caroline Säfstrand

Auf der malerischen Blumeninsel Ven begibt sich Bea auf eine Reise in die Vergangenheit. Jahrzehnte nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Mutter sehnt sie sich nach Antworten und findet sich in einem Strudel aus Erinnerungen wieder. Als sie auf Julia trifft - eine verletzliche Frau, deren Leben aus den Fugen geraten ist - geschieht das Unvorhersehbare: Die beiden entdecken wider Erwarten eine überraschende Verbindung. Gemeinsam müssen sie sich den Schatten des Vergangenen stellen. Kann die Suche nach der Wahrheit ihnen endlich den Weg zur Heilung ebnen?

Bea ist Anfang 60 und kurz vor der Rente. Sie lebt in einem kleinen Häuschen auf der Insel Ven. Ihr Vater ist an Alzheimer erkrankt und sie besucht ihn regelmäßig in einem Pflegeheim in Landskrona.  
Julia ist Ende 20 und arbeitet als Frisörin. Dann verliert sie ihren Job und auch ihre Beziehung steht vor dem Aus. Als sie ein altes Foto findet, auf dem sie mit ihrem Eltern während eines Familienurlaubs auf Ven zu sehen ist ist, beschließt sie kurzerhand einen Trip in die Vergangenheit zu machen. Dort trifft sie während eines Spaziergangs auf Bea. Die beiden eigentlich sehr unterschiedlichen Frauen freunden sich an.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Bea und Julia. Zwischendurch gibt es Kapitel, in denen eine namenslose ältere Frau einer Journalistin aus ihrem Leben berichtet. Mit der Zeit wird natürlich klar, um wen es sich handelt. 
Außerdem gibt es Rückblenden, in denen aus der Kindheit und Jugend von Bea erzählt wird und es wird klar, dass ihre Mutter psychisch krank gewesen sein muss. 
Auch Julia fragt sich, ob das Familienidyll auf dem Foto wirklich so perfekt war oder ob die Erinnerung ihr einen Streich spielt. 

"Der Ruf der Blumeninsel" ist der 3. Band der Feel-Good-Reihe. Ich kenne die anderen beiden Teile nicht, aber ich glaube, man kann die Bücher auch gut unabhängig voneinander lesen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mir Wissen fehlt. 
Ein kleiner Hinweis noch zum Klappentext: Dort steht "Als sie auf Sara trifft" und ich habe mich  in den ersten Kapiteln gefragt, wann diese Sara denn nun endlich auftaucht. Es ist ein Fehler, denn dort müsste "Julia" stehen. 

Insgesamt fand ich die Geschichte ganz schön zu lesen, aber mir hat irgendetwas gefehlt. Ein bisschen mehr Wärme, mehr "Wohlfühlgefühl" wäre schön gewesen. Das Ende war für mich dann aber wieder stimmig. 

Gut gefallen hat mir, dass die Hauptfigur bereits älter ist. Ich finde, so etwas sollte auch im Klappentext erwähnt werden. Nicht alle wollen immer nur Geschichten von Zwanzigjährigen lesen. 😉


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹





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