Für Rachel Clarke beginnen an einem strahlenden Sommertag in Oxford die dunkelsten Stunden ihres Lebens: Ihre vierjährige Tochter Poppy verschwindet, während Rachel kurz abgelenkt ist. Niemand will etwas gesehen haben. Sofort wird die Polizei eingeschaltet, und auch Ryan Wilkins nimmt Anteil an der Suche. Zwar ist er vom Dienst suspendiert, sodass nur sein Ex-Partner DI Ray Wilkins offiziell ermittelt, doch Ryan kann nicht tatenlos bleiben. Zumal ihn ein Ereignis in der Nacht nach der Tat nicht loslässt: »Mick Dick«, ein Kleinkrimineller, kommt bei einem Unfall ums Leben, nachdem ihn irgendetwas in Panik versetzt hatte. Ryan ahnt, dass Mick in Poppys Verschwinden verwickelt war. Und er nutzt seine Kontakte in Oxfords Unterwelt, um das Mädchen zu finden, bevor es zu spät ist...
"Das kalte Herz von Oxford" ist der zweite Teil der Krimireihe von Simon Mason. Teil 1 kenne ich nicht, aber ich denke, das muss für das Verständnis auch nicht unbedingt sein. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich es manchmal etwas zäh fand.
Und ich gebe zu, zwischendurch musste ich manchmal aufpassen, welcher "Wilkins" gerade gemeint ist, da auch die Vornamen recht identisch sind - Ryan und Ray. Das war manchmal etwas verwirrend.
Für meinen Geschmack nimmt auch das Privatleben der beiden Hauptfiguren etwas zu viel Raum ein, zumindest das von Ray Wilkins, dem "echten" DI. Die Passagen mit seiner Frau Diane fand ich teilweise recht anstrengend, auch wenn ich natürlich verstehen kann, dass sie sich wünscht, ihr Mann wäre mehr für sie da. Dass er das nicht ist, sondern eher noch Interesse an einer anderen Frau zeigt, macht ihn mir nicht gerade sympathisch.
Der andere Wilkins, also Ryan, der zur Zeit als Wachmann arbeitet, war dagegen schon sympathischer. Amüsant fand ich auch die Szenen mit seinem Sohn, ein paar Mal musste ich schmunzeln. Auch Ryans Art, sich überall um Kopf und Kragen zu reden und immer klar heraus zu sagen, was er denkt, macht ihn zu einem interessanten Charakter in der Geschichte.
Der Fall der verschwundenen Poppy ist gut aufgebaut und die Auflösung hatte ich so nicht erwartet. Ich hatte einen anderen Verdacht, was aber beweist, dass der Autor seine falschen Fährten gut gelegt hat.
Was mir auch gut gefallen hat, ist der Schreibstil des Autors. Die Beschreibungen von Oxford lassen die Stadt beim Lesen vor dem inneren Auge lebendig werden.
Bewertung: 🌹🌹🌹🌹
Dankeschön an das Bloggerportal und den Goldmann-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.