...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz. Dieses Sprichwort trifft es genau, so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum ich ein gedrucktes Buch immer einem E-Book vorziehen würde. Mir fehlt dabei das Gefühl beim Halten eines Buches, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book ist mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Obwohl es sicher auch Vorteile hat. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.
Mittwoch, 12. August 2026
Rezension: "Bittere Reue" von Linda Castillo
Montag, 16. August 2021
Rezension: "Dein ist die Lüge" von Linda Castillo
Montag, 10. August 2020
Rezension: "Quälender Hass" von Linda Castillo
Auf einer verlassenen Farm wird die sechzigjährige Mary Yoder brutal ermordet, als sie dort mit ihren beiden Enkelinnen Walnüsse sammelt. Die fünfjährige Annie beobachtet, wie ihre zwei Jahre ältere Schwester Elsie von einem Mann entführt wird. Seitdem fehlt von dem Kind jede Spur. Polizeichefin Kate Burkholder, die selbst amische Wurzeln hat, versucht alles, die Kleine zu finden, denn sie weiß, jetzt zählt jede Minute. Aber die Befragung der Familie ist nicht einfach, denn die Amische Gemeinde ist gegenüber der "englischen" Polizei zurückhaltend und Kate spürt, dass die Eltern ihr etwas Wichtiges verschweigen.
"Quälender Hass" ist der mittlerweile 11. Fall für die Polizeichefin von Painters Mill, Kate Burkolder. Sie hat selbst amische Wurzeln, hat die Gemeinschaft aber mit achtzehn Jahren verlassen, da sie mit einigen Moralvorstellungen und Konventionen nicht klar kam. Durch ihre Vergangenheit hat sie aber einen guten Einblick in die amische Lebens- und Denkweise, was bei ihren Ermittlungen manchmal Vorteile hat.
Ich fand die Geschichte sehr gut, spannend und emotional. Jedes Kapitel beginnt mit der Angabe, wie lange die kleine Elsie schon vermisst wird. Wie immer wird aus der Sicht von Kate in der Ich-Form erzählt, so dass der Leser immer hautnah an der Suche beteiligt ist. Die Frustration bei den Befragungen der Amischen, bei denen Kate genau weiß, dass ihr etwas verschwiegen wird, sie aber nicht weiter kommt, wird gut beschrieben. Auch der Zwiespalt, in dem sie steckt, denn noch immer fühlt sich ein kleiner Teil von ihr der Gemeinde gegenüber verpflichtet, obwohl sie sie schon so lange verlassen hat. Das wird besonders bei den Szenen mit Bischof Troyer deutlich.
Das Privatleben von Kate und Tomassetti nimmt dieses Mal nur einen kleinen Teil der Geschichte ein, der Fall steht eindeutig im Vordergrund.
Was ich an den Büchern gut finde, ist das Setting im Amish Country, denn man lernt immer wieder viel über das Leben dieser Glaubensgemeinschaft. So auch dieses Mal, wobei die Handlungsweise der Personen in diesem Fall schon schwer nachzuvollziehen ist, auch wenn sie es im Rahmen ihrer Überzeugungen und Moralvorstellungen und für das Wohl des Kindes getan haben wollen.
Fazit: Ein weiterer spannender und auch emotionaler Fall für die ehemals amische Polizeichefin Kate Burkholder und ihr Team.
Bewertung:⛤⛤⛤⛤⛤
Montag, 8. August 2016
"Grausame Nacht" von Linda Castillo
Hinzu kommen noch private Probleme und Ängste, die Kate mit sich herum schleppt, denn in ihrer Beziehung zu John Tomasetti geht es im Moment ziemlich turbulent zu und die Emotionen kochen hoch.
Der mittlerweile siebte Fall für Kate Burkholder, Chief of Police in Painters Mill, hat mich wieder begeistert und mitgerissen. Die Suche nach der Identität des Toten führt mal wieder vor Augen, dass Polizeiarbeit zum größten Teil aus Recherchearbeit besteht, aus Befragungen und dem Warten auf Ergebnisse. Und wie schon in den vorherigen Teilen findet die Autorin auch hier ein gutes Gleichgewicht zwischen der Crime-Geschichte und dem Privatleben von Kate. Dieser Teil war für mich dieses Mal sehr emotional und ich konnte ihre Sorgen und Ängste sehr gut nachempfinden. Auch Tomasettis Verhalten war für mich durchaus nachvollziehbar, wenn man seine Vergangenheit bedenkt. Mehr möchte ich jetzt nicht verraten, das würde die Spannung nehmen.
Wie immer erhält man auch hier wieder interessante Einblicke in das Leben der Amisch, was mir wieder gut gefallen hat.
Was jetzt nicht so passt, ist der deutsche Titel "Grausame Nacht", aber das ist ja leider sehr oft der Fall. Warum nicht einfach das Original "After the Storm" direkt übersetzt wurde, weiß ich auch nicht. Dafür gibt es aber keinen Abzug in meiner Bewertung und ich vergebe die volle Punktzahl für diesen fesselnden Thriller, den ich auf jeden Fall empfehlen kann. Die Bücher von Linda Castillo sind zwar in sich abgeschlossen, was die Kriminalfälle angeht, aber hinsichtlich der privaten Entwicklungen würde ich auf jeden Fall empfehlen, die Reihe chronologisch zu lesen.
Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥
©Blackfairy71
Sonntag, 11. August 2013
"Tödliche Wut" von Linda Castillo
”Wir haben nichts“, sagte Polizeichefin Kate Burkholder, „wir haben drei verschwundene Personen. Weiblich. Teenager. Amisch. Wir haben keinen Verdächtigen, kein Motiv, keine Leiche. Wir wissen nicht einmal genau, womit wir es hier zu tun haben.”
Der vierte Teil der Kate-Burkholder-Reihe beginnt mit dem Selbstmord eines Mädchens. Erst zum Ende des Buches wird klar, was es damit auf sich hat und welchen Bezug dies zum Rest der Geschichte hat.
John Tomasetti bittet Kate Burkholder um Hilfe. Seine Behörde, das BCI, untersucht das Verschwinden mehrerer Teenager. Alle sind ungefähr im gleichen Alter und alle sind amisch. Und da Kate selbst mal amisch war, möchte er sie als Beraterin dabei haben. Er hofft, dass die betroffenen Familien ihr vertrauen und Fragen beantworten, denn gegenüber den "Englischen" ist die Amische Gemeinde sehr misstrauisch.
Dann verschwindet auch Sadie Miller, die Nichte von Kates Schwager. Ist sie abgehauen, da ihr das Amische Leben auf die Nerven ging und sie nicht nach der "Ordnung" leben wollte? Oder ist ihr etwas Schlimmeres passiert?
Kate und John gehen jeder Spur nach, aber es ist nicht leicht, den Familien der verschwundenen Teenager Informationen zu entlocken. Dann wird eine Leiche gefunden und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit....
"Tödliche Wut" ist weniger blutig und brutal, als die anderen Teile, aber dadurch nicht weniger spannend. Ich finde sogar, es ist eines der besten Bücher der Reihe. Das betrifft sowohl die Story der verschwundenen Teenager, als auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Kate und John.
Das Ende könnte auf eine Fortsetzung des Falls hindeuten. Ich bin jedenfalls auf den nächsten Teil gespannt.
Linda Castillo hat dieses Buch übrigens den Buchhändlerin und Bibliothekaren sowie ihren Lesern, den Rezensenten und Bloggern gewidmet. Eine schöne Geste. :-)
Samstag, 12. Januar 2013
Linda Castillo: Wenn die Nacht verstummt
Die Eltern waren rechtschaffene Leute, gottesfürchtig und in der
Amisch-Gemeinde von Painters Mill sehr angesehen. Doch nun liegen sie
tot in der Güllegrube. Warum wollte der Mörder die Familie zerstören und
die vier Kinder zu Waisen machen? Oder stehen diese Morde in einem
Zusammenhang mit den Tätlichkeiten gegen Amische, die in letzter Zeit
immer häufiger vorgekommen sind? Für Polizeichefin Kate Burkholder hat dieser Fall höchste Priorität und gemeinsam mit ihrem Freund John Tomasetti kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde in Painters Mill für immer zerstören wird...
Meine Meinung:
In Teil 1 und 2 ging es ja um äußerst brutale und blutige Morde. Auch wenn das hier nicht der Fall ist, sind die Todesfälle nicht weniger schrecklich. Im Gegenteil, in einer Güllegrube zu ersticken muss sehr grausam sein.
Neben diesem Mord an der Familie, bei der vier Kinder zurückbleiben, passieren in Painters Mill in letzter Zeit einige brutale Anschläge und Übergriffe auf die Amische Gemeinde. Als Polizeichefin kann Kate Burkholder das natürlich nicht durchgehen lassen und als ehemalige Amische hat sie nach wie vor eine besondere Bindung zu den Menschen.
Hängen diese Überfälle und der Vorfall auf der Slabaugh-Farm vielleicht zusammen? Um das herauszufinden, bekommt Kate Hilfe von Agent John Tomasetti. Sein Auftauchen freut sie einerseits, macht ihr andererseits aber auch Angst, denn sie weiß inzwischen nicht mehr, wohin ihre Beziehung sie führen wird. Ist es überhaupt eine Beziehung? Und wie steht John dazu? Er hat schließlich selbst genug Dämonen aus der Vergangenheit, mit denen er leben muss.
Dieser Fall bringt Kate an ihre Grenzen, denn die zurückgebliebenen Kinder der Slabaughs erinnern sie an ihre eigene Vergangenheit und an Dinge, die sie vor Jahren begraben zu haben glaubte. Dinge, die nur Tomasetti und ihre eigene Familie wissen. Gemeinsam mit Tomasetti kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, das die Amischgemeinde in ihren Grundfesten erschüttert. Und Kate an ihrer Menschenkenntnis und ihrem Urteilsvermögen zweifeln lässt.
Ein toller dritter Teil. Obwohl es diesmal nicht so blutig war, wie wir es von Linda Castillo bisher gewohnt sind, war die Geschichte total spannend. Bei der Suche nach dem Täter gibt es immer wieder Wendungen.
Wie ich gesehen habe, wird es ja dieses Jahr einen weiteren Teil geben und ich hoffe, es gibt einen weiteren entscheidenden Schritt zwischen John und Kate, denn die beiden passen einfach zusammen. Sie tun sich gut, wenn ich das mal so sagen darf. :-)

