"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

"Drei Wünsche" von Petra Oelker

Hamburg 1773. Drei Frauen, drei Wünsche. Werden Sie sich so kurz Weihnachten erfüllen?
Theda wurde als Hausangestellte entlassen, da ihre Herrin zu ihrem Sohn nach Antwerpen gezogen ist. Eigentlich sollte sie zurück nach Ostfriesland und eine Vernunftehe eingehen, damit sie versorgt ist. Aber das hat auch Zeit bis nach Weihnachten.
Auf dem Weihnachtsmarkt im alten Dom trifft sie auf die junge Elsi, die ihrem Vater am Verkaufsstand hilft. Elsi ist in den jungen Mann vom Nachbarstand verliebt, aber der ist ihrem Vater nicht gut genug für sie. 
Und schließlich ist da Madam Augusta, die ein großes Haus in Hamburg führt...aber leider keine Vertraute mehr hat, da diese plötzlich verstorben ist.
Wird es für die drei Frauen ein Weihnachtswunder geben?


Dies war das dritte der Weihnachtsbücher aus dem Rowohlt-Verlag, das ich gelesen habe und auch dieses war wieder sehr schön geschrieben. Genau wie die passenden Illustrationen. Hamburg im 18. Jahrhundert wird mit dieser Geschichte lebendig, der Weihnachtsmarkt im Dom ist so anschaulich beschrieben, dass man alles vor Augen hat und die Weihnachtsdüfte fast riechen kann, Mandeln, Zuckerwerk und Gewürzwein, einfach herrlich. 
Auch "Drei Wünsche" ist gefühlvoll geschrieben, aber es wird nie kitschig. Im Gegenteil, ich könnte mir gut vorstellen, dass alles zur damaligen Zeit genau so hätte geschehen können. 

Eine schöne Geschichte, bei dem es einem wieder warm ums Herz wird. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥



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