Als
ich das Buch über Vorablesen bekommen habe, habe ich gar nicht so wirklich
registriert, dass es die Hardcover-Ausgabe ist und 913 Seiten hat. Ich dachte
schon, dafür brauche ich bestimmt 3 Wochen.
Als
Agnes einen geheimnisvollen Ring erhält, hat sie plötzlich merkwürdige Träume.
Oder sind es Erinnerungen an vergangene Zeiten? Aber wessen Erinnerungen und wer ist diese Frau, die ihr so
ähnlich sieht? Gemeinsam mit Mathis und dem Barden Melchior macht sie sich
schließlich auf die Suche nach Spuren ihrer Herkunft. Eine gefährliche Reise,
denn die Bauernkriege sind in vollem Gange und im ganzen Land brennen Kirchen,
Klöster und Burgen….
Ich
kann das Buch wirklich allen Lesern von historischen Romanen sehr empfehlen,
besonders wenn man Burgen und deren Geschichten mag. Dem Autor gelingt es mal
wieder, historische Ereignisse, Orte und Personen perfekt mit Fiktion zu
verbinden. Im Nachwort gibt es auch einige Anmerkungen dazu, was erfunden und
was tatsächlich passiert ist. Für mich selbst war der Teil sehr interessant von
Orten, wo ich selbst schon war, wie z.B. St. Goar und an der Loreley. Aber ich
will nicht zu viel verraten.
Auch die Charaktere haben mich überzeugt, besonders Agnes und Mathis mochte ich sehr. Agnes ist für eine junge Frau ihrer Zeit sehr selbständig, klug und eigenwillig, was ihr nicht nur Sympathien einbringt, besonders bei den Männern. Frauen haben schließlich nur zu reden, wenn sie gefragt werden. Und ihre Faszination für Bücher, alte Sagen und Legenden hat mir sehr gut gefallen. Wen wundert's? *g*
Und
was mir noch sehr gut gefallen hat: Oliver Pötzsch zeigt hier, dass Deutschland auch noch eine andere
historische Vergangenheit hat, als die, von der sonst immer nur gesprochen wird.
Man erfährt viel über diese Zeit und ich finde, es sollte viel mehr
solcher Geschichten geben.
Mein
Fazit: Absolute Leseempfehlung!