...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz. Dieses Sprichwort trifft es genau, so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum ich ein gedrucktes Buch immer einem E-Book vorziehen würde. Mir fehlt dabei das Gefühl beim Halten eines Buches, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book ist mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Obwohl es sicher auch Vorteile hat. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.
Freitag, 22. März 2019
Rezension: "Die Festung am Rhein" von Maria W. Peter
Ausgerechnet der preußische Leutnant Rudolph Harten soll Christians Fall untersuchen, da er seinem Kommando unterstellt war. Dabei möchte Rudolph eigentlich nur "seine" Feste Ehrenbreitstein als verantwortlicher Ingenieur fertigstellen. Aber nach dem ersten Verhör von Christian wird klar, dass die Sache nicht so einfach ist, wie sie aussieht. Und Franziska versucht alles, die Unschuld ihres Bruders zu beweisen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, allerdings hatte es auch einige Längen. Es wird sehr oft wiederholt, wie angespannt das Verhältnis zwischen den Preußen und den Rheinländern ist, wie alles so gekommen ist, dass die Preußen streng ihren Regeln und Grundsätzen folgen usw. Auch der Werdegang von Harten und Franziska wird mehrmals während der Handlung erwähnt. Hier wäre etwas weniger vielleicht mehr gewesen und hätte die ganze Geschichte um etwa 100 Seiten verkürzt.
Die geschichtlichen Hintergrundinformationen, die in die Handlung eingewoben sind, fand ich dagegen sehr interessant. Über diese Epoche in Deutschland habe ich noch nicht viel gelesen und mir war gar nicht mehr klar, dass bis zu Napoleons Niederlage diese Region am Rhein französisch war. Da waren Konflikte natürlich vorprogrammiert, als die Preußen in diese Gegend kamen. Die angespannte Atmosphäre wird gut von der Autorin wiedergegeben und die Gegensätze gerade zwischen Franziska und Rudolph sind nachvollziehbar.
Die Liebesgeschichte ist schön erzählt und nicht schnulzig, sondern der damaligen Zeit sicher angemessen.
Historisch interessierten Lesern kann ich "Die Feste am Rhein" auf jeden Fall empfehlen. Schade, vor zwei Jahren waren wir für einen Tag in Koblenz und jetzt ärgere ich mich, dass wir nicht mit der Seilbahn zur Feste hochgefahren sind, um sie zu besichtigen.
Bewertung: 🦇🦇🦇🦇
2 Kommentare:
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Hey Silke,
AntwortenLöschenich habe das Buch gerade beendet und meine Rezension ist in Vorbereitung. Ich werde deine Rezension bei mir verlinken.
Mir geht es ähnlich wie dir, auch wenn das Buch tatsächlich noch etwas schlechter weggekommen ist als bei dir, was auch ein bisschen an meinem persönlichen Geschmack liegt, dass Ermittlungen meist nicht so meins sind. Ich war einige Male auch versucht abzubrechen. Die Recherche fand ich allerdings klasse. Das mit den Längen hast du gut beschrieben. Das konnte ich selber nicht so ganz greifen.
LG, Moni
Dann bin ich ja beruhigt, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin. ;-) Denn bisher waren alle Meinungen überwiegend positiv.
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