Montag, 14. Mai 2018

Rezension: "Schwestern für einen Sommer" von Cecilia Lyra


Cassie und ihre Halbschwester Julie waren einmal beste Freundinnen und Vertraute. Jeden Sommer verbrachten sie im Haus ihrer Großmutter "Nana" in den Hamptons und teilten alle großen und kleinen Geheimnisse. 
Aber vor 15 Jahren geschah etwas, das beide entzweite und seitdem ist der Kontakt abgebrochen.
Nun ist Nana tot und ihr letzter Wille "zwingt" die Halbschwestern dazu, zusammen dreißig Tage im Strandhaus zu verbringen. Danach können sie mit dem Haus machen, was sie möchten.  
Cassie und Julie erklären sich dazu bereit, aber beide haben keine großen Hoffnungen, dass sie wieder zueinanderfinden. Zu groß ist die Kluft und zu unterschiedlich sind beide inzwischen. Und dann ist da dieses dunkle Geheimnis, das alle Bemühungen wieder zerstören könnte.
Ob es den beiden gelingen wird, trotzdem wieder Schwestern zu werden und nicht nur für einen Sommer?

Ich habe das Buch bei Lovelybooks gewonnen incl. einer Leserunde. Hier noch einmal vielen Dank an die Losfee und natürlich an die Community und den Fischerverlag. 

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gab, als ich dachte: Na, jetzt muss aber langsam mal irgendwas passieren. 
Erzählt wird kapitelweise jeweils aus der Ich-Perspektive und zwar abwechselnd aus der von Cassie und der von Julie, so dass der Leser die Geschichte von beiden Seiten erfährt. Das Ganze spielt in der Gegenwart, aber es gibt auch viele Einblicke in die Vergangenheit der beiden Protagonistinnen. Man liest, wie die jeweilige Kindheit verlaufen ist und wie es schließlich zum Bruch der Halbschwestern kam. Es ist interessant, dass Cassie ihren Vater zum Beispiel völlig anders erlebt als Julie und ein ganz anderes Bild von ihm hat.
Ich kann nicht sagen, wen der beiden ich lieber mochte, manchmal war es Julie, manchmal Cassie. Beide Figuren und eigentlich auch alle anderen im Buch sind sehr vielschichtig angelegt. 

Cecilia Lyras Schreibstil ist authentisch und locker, manchmal humorvoll (Stichwort Julies Randnotizen) und manchmal emotional.  Die sommerliche Stimmung in den Hamptons kommt sehr gut rüber, man hört förmlich das Meeresrauschen, spürt den Sand zwischen den Zehen oder und es riecht nach Sonnenmilch. Auch wenn es einige Emotionen gibt, wird das Ganze nicht kitschig. Bis auf einen Vorfall ziemlich am Ende, den ich dann doch ein wenig zu dramatisch fand und der nicht hätte sein müssen. Aber ich möchte nicht zu viel verraten.
Das Ende passte dann jedenfalls wieder und rundete alles ab.

Fazit: Gute Unterhaltung für den Sommer, die ich weiterempfehlen kann. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




©S. Klaus

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