Dienstag, 20. Juni 2017

Heute beginnt der Lesesommer offiziell




Heute ist kalendarischer Sommeranfang. 
Außerdem feiern wir heute Sommersonnenwende und Mittsommernacht. Das heißt also, heute ist der längste Tag des Jahres. Heute kann man also ganz lange draußen sitzen und lesen, da es noch bis nach 22 Uhr hell sein wird. Nehmen wir uns ein Beispiel an der Maus aus dem heutigen Google-Doodle. 😊

Übrigens hat die Sonne heute ihren höchsten Stand und ab morgen zieht sie sich bereits ganz langsam wieder zurück. Aber bis zum Herbst dauert es ja noch ein wenig. 







Sonntag, 18. Juni 2017

Neuzugänge in dieser Woche

Was macht man einem Brückentag nach einem Feiertag? Man geht shoppen....und natürlich auch in Buchläden.
Dabei habe ich diese Seitlinge erstanden: 



Außerdem habe ich noch diese beiden Filme gekauft. "Emma" nach dem Roman von Jane Austen und "Geliebte Jane", in der es um die Autorin Jane Austen selbst geht. 




"Teufelsmond" von Ines Thorn

Nordhessen im Winter 1536. Die junge Karla flieht vor einer ungewollten Heirat und schließt sich unterwegs Pater Fürchtegott an, der im Auftrag seines Klosters als Exorzist in entlegene Dörfer geschickt wurde. 
In dem Dorf Alwerode scheint das Böse umzugehen und die Dorfgemeinschaft gibt die Schuld den Bewohnern der Michelsmühle am Dorfrand. Menschen sterben gewaltsam, auf dem Friedhof sieht man unheimliche Lichter und man spricht von Nachzehrern und Wiedergängern.
Die Zeit der Raunächte, in der die Tore zu Anderswelt sich öffnen und Geister sichtbar werden können, steht kurz bevor. Pater Fürchtegott ist sich sicher, dass etwas Merkwürdiges im Dorf vor sich geht, aber ist es wirklich etwas Unnatürliches? Zusammen mit Karla versucht er, der Sache auf den Grund zu gehen.   

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ein historischer Roman, in dem es auch um Exorzismus, die Raunächte, den Glauben der Menschen an die alten Götter und Geistererscheinungen geht, das klang für mich nach guter Unterhaltung. Und so war es auch. Sicher ist "Teufelsmond" kein herausragendes Highlight unter den historischen Romanen, aber es hat mir gut gefallen. 

Die Geschichte ist gut erzählt, die Sprache nicht zu modern, aber auch nicht zu altmodisch. Die Situation im Dorf, die teilweise beklemmende Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Beschreibung der Gegebenheiten des Dorfes und der Mühle sehr anschaulich. 
Auch gibt es die eine oder andere Szene zum Schmunzeln, besonders wenn Else mal wieder darüber jammert, wie viel sie zu tun hat. 
Die Figuren sind bis in die kleineren "Rollen" gut ausgearbeitet, besonders Karla und Pater Fürchtegott. 

Fazit: Ein historischer Roman mit einem Hauch von Mystik, der mich gut unterhalten hat. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥





Donnerstag, 15. Juni 2017

"Fahr zur Hölle" von Kathy Reichs

Charlotte in den USA während des NASCAR-Rennwochenendes. Auf einer Müllhalde am Motor Speedway werden in einem alten Fass menschliche Überreste gefunden. Die forensische Anthropologin Temperence Brennan soll diese untersuchen und die Identität feststellen. Ein Mitarbeiter des Rennteams erzählt ihr, dass vor zwölf Jahren seine ältere Schwester Cindi und ihr Verlobter Cale spurlos verschwunden sind. Man hat nie wieder etwas von ihnen gehört oder gesehen und die Ermittlungen wurden irgendwann eingestellt. Handelt es sich bei der gefundenen Leiche um Cindi? Hat Cale seine Verlobte damals ermordet? Oder ist er selbst der Tote in dem Fass? Und was ist dran an den Gerüchten, dass Cale damals in der rechtsextremen Organisation Patriot Posse aktiv war? Haben diese Leute etwas mit dem Verschwinden der beiden zu tun?
Zusammen mit dem ehemaligen Partner des damals ermittelnden Polizisten stellt Tempe Nachforschungen. Aber irgend jemand mag das gar nicht und droht ihr, sich da rauszuhalten. Etwas, das ihr schon immer schwer gefallen ist...   

Dieser mittlerweile 14. Fall für Tempe Brennan hat mir im Gegensatz zum vorherigen mal wieder richtig gut gefallen. Von Anfang an ist Spannung da und die hält sich auch bis zum Ende. Zwischendurch gibt es immer wieder Wendungen und Unvorhergesehenes. Und dieses Mal wirft die Autorin auch nicht übermäßig viel mit Fachbegriffen und Abkürzungen um sich. 
Der Fall selbst ist gut durchdacht, der Schreibstil gewohnt flüssig und für amüsante Auflockerungen sorgen immer wieder die Momente zwischen Tempe und ihrem Kater Bird. So zum  Beispiel als dieser beleidigt ist, weil Tempe zu spät nach Hause kommt. Schließlich isst Birdie immer um sechs Uhr zu Abend. 
Einzig Andrew Ryan fehlt ein bisschen, die verbalen Schlagabtausche der beiden finde ich auch immer sehr gelungen.

Fazit: Fans der Reihe kann ich diesen Teil sehr empfehlen, er hat mir wieder Lust gemacht, auch die weiteren Teile bald zu lesen. "Fahr zu Hölle" hat mich für die Enttäuschung des Vorgängers entschädigt. 
Aber auch hier wieder der Hinweis: Das Einzige, dass die Serie "Bones" mit den Büchern gemeinsam hat, sind Name und Berufsbezeichnung der Hauptfigur. Ich erwähne das immer gerne, damit niemand enttäuscht ist....so oder so.  😉

Meine Bewertung:  ☥ ☥ ☥ ☥ ☥




Montag, 12. Juni 2017

"Friesenkunst" von Stefan Wollschläger

Ein Ehepaar findet findet bei ihrer Meerbude, einem Ferienhäuschen, die Leiche eines Mannes. Die Kommissare Diederike Dirks und Oskar Breithammer finden heraus, dass es sich um den regional bekannten "Maler auf dem Fahrrad" Rebert Tammena handelt. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn es gibt keine Spuren, keine Hinweise. Nur die Eintrittskarte zur Kunsthalle in Emden, die der Tote bei sich hatte, ist ein Anhaltspunkt für erste Untersuchungen. Aber je tiefer Diederike gräbt, desto unklarer wird das Ganze und sie finden keinerlei Motiv für den Mord an dem zurückgezogen lebenden Künstler.
Aber dann stößt Diederike doch auf eine heiße Spur, auf die sie ihre Schulfreundin Iba bringt, die nach einer gescheiterten Ehe zurück nach Dornum gekommen ist. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse...   

Ein Regionalkrimi aus Ostfriesland. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen, als mir dieser bei rezi-suche.de vorgeschlagen wurde. Nach Kontakt mit dem Autor Stefan Wollschläger hat er mir sein Buch freundlicherweise zugeschickt. Vielen Dank noch mal dafür.
Bensersiel, Dornum, Emden...das sind alles Orte, an denen ich schon gefühlte hundert Mal gewesen bin und alleine das war schon ein kleines Highlight, diese Namen im Buch zu lesen. 
Aber auch die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen, sie ist von Anfang an interessant und spannend geschrieben. Ab und zu musste ich auch schmunzeln, fühlte mich also durchweg gut unterhalten. Das zeigt schon, dass ich das Buch an zwei Tagen gelesen habe. 
Der Fall ist gut durchdacht und schlüssig aufgebaut, es gibt zwischendurch immer wieder Wendungen und Überraschungen, was die Spannung aufrecht hält, ebenso wie die Perspektivwechsel. Erzählt wird meistens aus Sicht der Ermittler, in erster Linie Diederike und aus der Ibas. Am Ende werden dann alle losen Enden zusammengeführt.

Einzig einen Punkt fand ich etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn von der Hauptkommissarin die Rede ist, wird immer nur der Nachname genannt, also es heißt dann "Dirks sagte..." oder "Dirks überlegte..." Dadurch blieb sie mir die ganze Zeit recht fremd, im Gegensatz zu anderen Personen wie Iba, die beim Vornamen genannt werden. Es hätte mir besser gefallen, wenn der Autor "Diederike" geschrieben hätte. Aber das ist nur ein kleiner Minuspunkt und beeinflusst nicht meine Gesamtbewertung.

Fazit: Ein gut geschriebener, spannender Regionalkrimi aus Ostfriesland, der sich hinter den "großen" Autorennamen aus dem Norden nicht zu verstecken braucht. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


Freitag, 9. Juni 2017

"Das Seehaus" von Kate Morton

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem Familiensitz Loeanneth entgegen. Aber diese Nacht wird alles verändern, denn ihr kleiner Bruder Theo verschwindet spurlos aus dem Elternhaus und danach ist nichts mehr wie es war. Die Familie zerbricht an dem schrecklichen Ereignis und es soll 70 Jahre dauern, bis endlich ans Licht kommt, was damals wirklich geschah.
2003: Die Londoner Polizistin Sadie wird aufgrund eines Fehlers in ihrem letzten Fall vom Dienst beurlaubt und besucht ihren Großvater in Cornwall. Beim Joggen stößt sie auf ein verfallenes Haus am See. Ihre Neugier ist geweckt und sie will das Geheimnis von Loeanneth und der Familie Edevane aufdecken.  

Ein Buch von Kate Morton, das in Cornwall spielt, war ein Muss für mich, denn dieser Teil von England ist einfach wunderschön und voller Mythen und geheimnisvoller Orte. Perfekt für eine Familiengeschichte, deren Schauplatz ein alter Landsitz ist.
Und von Anfang an hat mich das Schicksal der Edevanes gefesselt. Hauptsächlich wird aus der Perspektive von drei Personen erzählt: Sadie, Alice und Eleanor und in erster Linie geht es um das Jahr 1933 und die Ereignisse rund um die Mittsommerparty in Loeanneth. Wir erfahren aber auch, wie sich Eleanor und Anthony (Alices Eltern) kennenlernten, wie besonders ihre Beziehung war und wie der erste Weltkrieg alles veränderte. Wir lernen Alice als junges Mädchen kennen mit all ihren Plänen, Träumen und Sehnsüchten und später in der Gegenwart als ältere Frau und gefeierte Krimiautorin. 
Auch Sadie lernen wir nach und nach kennen und es wird erklärt, warum sie schließlich in Cornwall gelandet ist und in "Zwangsurlaub" geschickt wurde.

Geschickt führt die Autorin durch die Geschichte und auf den knapp 600 Seiten gibt es immer wieder neue Wendungen in der Handlung und Vermutungen darüber, was damals passiert sein muss. Der Schreibstil ist flüssig und die Sprache herrlich bildhaft. Vor meinem geistigen Auge sah ich Loeanneth vor mir, lief mit Alice und ihren Geschwistern durch den Wald und den Garten, erlebte die unbeschwerten Sommertage und spürte regelrecht die Sonne auf meiner Haut. Kate Morton gelingt es sogar, mit ihrer Darstellung das Gefühl der Sommer meiner Kindheit wieder lebendig zu machen. 
Auch die Grauen des Krieges und wie sich die Erlebnisse der Heimkehrenden auf die gesamte Familie auswirken, werde  sehr gut beschrieben. Diese Teile des Buches sind sehr emotional und Eleanors Versuche, die Familie zu beschützen, haben mich berührt. Zu Anfang, als aus der Sicht von Alice erzählt wird, mochte ich ihre Mutter nicht besonders. Aber das änderte sich im Laufe der Geschichte und zum Schluss habe ich sie als starke Frau bewundert und mit ihr gelitten. 
Alice mochte ich sowohl als junges Mädchen als auch später als ältere Frau. Trotz allem hat sie ihren Weg im Leben gemacht...oder vielleicht auch gerade deswegen? 
Auch Sadie war mir von Anfang an sympathisch, denn sie lässt sich nicht beirren und folgt ihrem Instinkt. 

Am Ende werden alle losen Enden zusammengefügt, die Auflösung hat mir gefallen und ich habe das Buch mit einem zufriedenen Gefühl beendet. 
Kate Morton ist wieder eine spannende und emotionale Familiengeschichte gelungen, in der auch ein Hauch von Krimi nicht fehlt. Absolute Leseempfehlung. 

Im Taschenbuch gibt es außerdem tolles Bonusmaterial zu Cornwall und ein Interview mit der Autorin.

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥ 





Donnerstag, 8. Juni 2017

Was macht man im Urlaub...

...wenn das Wetter nicht so wirklich toll ist? Klar, man geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach und liest.

Oder geht in die Stadtbücherei und holt sich Lesenachschub. Es ist zwar nicht so, dass mein SUB nicht genug davon hergeben würde, aber gestern hatte ich mal wieder Lust, in der Bücherei zu stöbern. Nach knapp eineinhalb Stunden habe ich mir drei Seitlinge mit nach Hause genommen: "Teufelmond" von Ines Thorn,"Fingerhutsommer" von Ben Aaronovitch und einen weiteren Teil der Tempe-Brennan-Reihe von Kathy Reichs. Für die drei habe ich jetzt bis Anfang Juli Zeit. Das sollte zu schaffen sein, ich habe ja nächste Woche auch noch Urlaub.  

Und heute habe ich dann noch ein bisschen zuhause umgeräumt und im Schlafzimmer ein weiteres Bücherregal aufgestellt. Da wohnen jetzt meine historischen Romane. 😊





Samstag, 3. Juni 2017

"Der Augensammler" von Sebastian Fitzek



Alexander Zorbach hat vor einiger Zeit wegen eines Zwischenfalls seinen Job als Vermittler bei der Polizei aufgegeben und arbeitet nun als Reporter bei der Zeitung. Hier schreibt er nun eine Story über den "Augensammler". Seit ein paar Monaten entführt dieser Kinder, nachdem er die Mutter getötet hat und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit, sein Kind zu retten. Bisher ist das Kind jedes Mal in seinem Versteck gestorben, den Opfern fehlte jeweils das linke Auge. Die Polizei tappt im Dunkeln, denn es gibt keine brauchbaren Spuren. 
Dann taucht bei Zorbach die Physiotherapeutin Alina Gregoriev auf und behauptet, sie habe den "Augensammler" in ihrer Praxis behandelt und gesehen, was er getan hat, als sie ihn berührt hat. Diese Gabe hat sie seit Jahren. Es gibt nur ein Problem, das Zorbach zweifeln lässt: Alina ist blind...  

Ungewöhnlich an dem Buch ist die umgekehrte Nummerierung der Seiten, denn es endet quasi am Anfang. Wenn man das Buch gelesen hat, macht das auch Sinn. Der Anfang ist das Ende...oder das Ende der Anfang?
Wie man bei einem Thriller von Fitzek gewohnt ist, hat mich auch "Der Augensammler" gut unterhalten. Man ist direkt in der Geschichte drin, denn der Erzähler spricht den Leser direkt an. Daneben gibt es auch Kapitel, die aus der Sicht von Alina, der Polizei und des entführten Tobias erzählen. Dadurch bleibt die Spannung erhalten. Diese wird im Laufe der Geschichte immer weiter aufgebaut, es gibt überraschende Wendungen und dann zum Schluss...nein, das verrate ich nicht. ;-) 
Auch wenn mit der Zeit klar wurde, dass der Täter jemand sein muss, der Zorbach kennt, wäre ich nicht auf diese Person gekommen. 

Alexander Zorbach ist nicht von Anfang an ein Sympathieträger für mich, aber das ändert sich mit der Zeit und zum Schluss mochte ich ihn eigentlich doch.
Alina Gregoriev dagegen mochte ich dagegen gleich von Beginn an. Und TomTom. Witzige Idee, einen Blindenhund nach einem Navigationsgerät zu benennen. 

Das Ende ist jedenfalls offen bzw. bietet Potential für eine Fortsetzung. Ich denke, als nächstes werde ich wohl "Der Augenjäger" lesen.

Fazit: Dies ist jetzt mein dritter Fitzek-Roman. "Der Augensammler" ist auf jeden Fall ein routinierter und spannender Thriller, der mich gut unterhalten hat und bei dem ich zwischendurch auch mal schmunzeln musste. Aber ich würde ich ihn jetzt nicht als Thriller-Highlight bezeichnen, auch wenn die Idee des Aufbaus ungewöhnlich ist. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥





Freitag, 2. Juni 2017

Ausblick auf den Juni

Pfingsten steht bevor, ein langes Wochenende. Und noch besser: Ich habe jetzt zwei Wochen Urlaub!! 😃

Heute werde ich wohl "Der Augensammler" beenden und dann möchte ich am Wochenende gerne "Das Seehaus" von Kate Morton beginnen. Darauf bin ich schon sehr gespannt. Überhaupt habe ich mir vorgenommen in meinem Urlaub viel zu lesen. Ob das so klappt, werde ich dann sehen. 

Auch meine Hörbücher möchte ich gerne testen und zumindest mit "Hafenmord" weitermachen. 

Außerdem kommen im Juni zwei Bücher, die ich bereits bestellt habe:
Am 13. Juni erscheint mit "Spur des Feuers" der neunte Teil der Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs. 


Und Ende des Monats kommt "Shutter Man - Der Tod kennt dein Gesicht" von Richard Montanari, ebenfalls der neunte Teil dieser Reihe.



Am selben Tag erscheint auch das Buch hier, das ich bei der Lesejury leider nicht gewonnen habe. Aber die Leseprobe hat mir so gut gefallen, dass ich es mir nun trotzdem bestellt habe.



Somit ist auch der Juli lesetechnisch schon mal gerettet. *g*  

Ich wünsche euch schöne Pfingsttage, auch wenn das Sommerwetter sich vielleicht erst einmal verabschiedet. Ich bin ehrlich gesagt ganz froh darüber, denn diese Schwüle ist gar nicht mein Fall.





Mittwoch, 31. Mai 2017

Monatsrückblick Mai


Und schon wieder geht ein Monat dem Ende entgegen, bald ist das halbe Jahr schon wieder vorbei.

Was hat der Mai gebracht? Auf jeden Fall ein paar neue Seitlinge für meinen SUB, denn direkt am Monatsanfang habe ich ja 6 Bücher auf dem Büchermarkt erbeutet.
Dann sind in der letzten Woche ein paar Hörbücher bei mir eingezogen, ein Medium, mit dem ich bisher nicht so gut klar kam, mal sehen, wie es mit diesen wird. Reingehört habe ich schon in "Hafenmord".


Außerdem habe ich noch das Taschenbuch von "Das Seehaus" von Kate Morton erstanden. Das werde ich wohl bald lesen.
Im Moment bin ich noch beim "Augensammler" von Sebastian Fitzek, aber bis zum Wochenende werde ich es wohl beenden können. Seine Bücher lesen sich ja recht fluffig weg. *g*
Ansonsten war in diesem Monat "Ein Sommer in Wales" ein Highlight für mich. Außerdem habe ich den zweiten Teil der "Darkest London"-Reihe von Kristen Callihan gelesen, der mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Und in einer Leserunde bei den Büchereulen haben wir ja den Krimi "Moorfeuer" von Nicole Neubauer gelesen.

Der Mai war also, was die Erweiterung meines SUB's angeht, auf jeden Fall erfolgreich. *g*





Montag, 29. Mai 2017

"Ein Sommer in Wales" von Constanze Wilken

Zum Inhalt:
Ally Carter arbeitet in London für das Reisemagazin "Inside Travel" und bekommt von ihrem Chef den Auftrag, nach Wales zu reisen. Es geht u. a. auch um die Grals-Legende. In dem Küstenstädtchen Aberaeron in der Cardigan Bay hat sie früher immer mit ihrer Familie den Sommerurlaub verbracht, aber im Sommer vor zehn Jahren ist etwas Schreckliches passiert. Ihr kleiner Bruder Simon ging damals auf eine Entdeckungstour zum geheimnisvollen Morlan House und später fand man seine Leiche am Strand. Die damals sechzehnjärige Ally hat sich nie verziehen, dass sie sich lieber mit dem Studenten David traf, als ihren Bruder auf seiner Tour zu begleiten. Über diesen Verlust zerbrach schließlich auch die Familie. 
Als sie nun zehn Jahre später zurückkehrt, muss sie sich der Vergangenheit und damit ihren Schuldgefühlen und Ängsten stellen. Dort trifft sie auch wieder auf David, der das schreckliche Ereignis und Ally nie vergessen hat. Zusammen beginnen sie zu recherchieren, was damals wirklich geschehen ist und stoßen auf ein schreckliches Geheimnis...  

Nachdem ich letztes Jahr "Sturm über dem Meer" von Constanze Wilken gelesen habe, war klar, dass ich weitere Bücher von ihr lesen würde. Wie der Titel schon sagt, spielt auch dieses in Wales und zwar auf zwei Zeitebenen, einmal 2002 und einmal 2012. Wir lernen Ally als Teenager kennen und später als erwachsene Frau, die durch die Ereignisse der Vergangenheit traumatisiert ist, weil sie mit dem Tod ihres Bruders nie ganz abgeschlossen hat und immer Zweifel geblieben sind, ob es wirklich nur ein Unfall war. 
Von Anfang an hat mich die Geschichte gefesselt, die Zeitsprünge sorgen für zusätzliche Spannung. Auch gibt es im Verlauf der Handlung interessante Wendungen. Und die Geschichte mit Morlan House und dem Heiligen Gral gibt dem Ganzen noch einen Hauch von Mystik.

Die Autorin lässt Wales und die Landschaft in der Cardigan Bay lebendig werden. Vor meinem geistigen Auge sah ich die terrassenförmig angelegten Ferienhäuser an der Küste vor mir, den Nebel rund um Morlan House und hörte das Rauschen des Meeres. Am liebsten hätte ich direkt meine Koffer gepackt. *g*
Ich mag ihren Schreibstil, er ist flüssig und bildhaft. Keiner der Protagonisten ist blass und farblos, jeder wird anschaulich beschrieben, aber nicht zu detailverliebt. 
Was mir noch gefallen hat: Die Autorin ist anscheinend ein Hundenarr und ich fand es schön, dass Henry auch sehr häufig eine Rolle spielt. Ich finde, gerade Tiere wie Hunde oder Katzen machen manche Geschichten einfach authentischer.  

Das Ende ist schlüssig und funktioniert, auch wenn nicht alles restlos geklärt wird. Aber dadurch wirkt die Geschichte für mich auch realistischer. 

Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Roman, mit Spannung, Herz und Humor, aber nicht zu romantisch und keineswegs kitschig. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


©Blackfairy71




Freitag, 26. Mai 2017

Erstveröffentlichung von "Dracula" heute vor 120 Jahren

26. Mai 1897. An diesem Tag wurde der Klassiker "Dracula" von Bram Stoker zum ersten Mal veröffentlicht. 

Sieben Jahre arbeitete Bram Stoker an seinem Roman. Er starb 1912 in dem Glauben, dass er damit einen Ladenhüter geschrieben hatte, denn der große Erfolg blieb zunächst aus. Erst zehn Jahre nach seinem Tod war die Welt anscheinend bereit für "Dracula". Heute gibt es kaum jemanden auf der Welt, der noch nicht von dem untoten Grafen gehört hat.
Diese Bekanntheit von "Dracula" hat natürlich auch mit den zahlreichen Verfilmungen zu tun. Ich kenne allerdings nur einen Film, dessen Handlung so nah an der des Buches ist, wie die Version von Francis Ford Coppolla.


Dacre Stoker, der Ur-Großneffe von Bram Stoker, glaubt übrigens, dass sein Onkel geplant hatte, noch eine Fortsetzung zu schreiben und begründet das damit, dass Dracula im Buch durch einen Schwertstoß ins Herz stirbt. Aber jedes Kind weiß schließlich, dass man einen Vampir nur durch einen Holzpflock töten kann. ;-)

Für mich hat die Geschichte von "Dracula" auch nach 120 Jahren nichts von ihrer Faszination verloren. Und ich hätte Bram Stoker gewünscht, dass er noch erlebt hätte, welch ein Meisterwerk er geschaffen hat.