Es wird regelmäßig auf Ereignisse aus dem Vorgängerband angespielt, die Kristi Bentz betreffen. Diese werden hier jedoch nur angerissen – vermutlich, um nicht zu spoilern. Für mich bewirkte das allerdings eher das Gefühl, dass mir wichtiges Hintergrundwissen fehlt.
Insgesamt war das Buch zwar unterhaltsam, zog sich aber stellenweise in die Länge. Zudem empfand ich vieles als unschlüssig. Ohne zu viel zu verraten: Kristis „Gabe“, die wohl einen Hauch Mystery einbringen sollte, wirkte deplatziert, und auch das Studienfach „Vampirismus“ an einer Universität fand ich sehr merkwürdig. Auch die Handlungsweisen der Figuren waren für mich oft nicht nachvollziehbar, besonders bei Kristi: Warum riskiert sie, nachdem sie gerade erst knapp dem Tod entronnen ist, erneut so viel, nur um ein True-Crime-Buch zu schreiben? Auch die Auflösung und die Motive des Täters am Ende konnten mich nicht ganz überzeugen.
Ein Kritikpunkt ist zudem der deutsche Titel. „Angels – Meine Rache währt ewig“ passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Inhalt. Wer sind die „Angels“ und wessen Rache ist gemeint? Der Originaltitel „Lost Souls“ wäre deutlich passender gewesen.

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