Die Schwestern Inger und Malena leiten ein kleines Kinderheim am Siljansee in Dalarna. Schon die beiden sind zusammen mit Pflegekindern aufgewachsen und haben dann das Werk ihres Vaters fortgeführt. Unterstützt wurden sie dabei von ihrer alten Nachbarin Augusta. Nach ihrem Tod kommt ihr Neffe Per ins Dorf, da er Augustas Wohnhaus und das Kinderheim geerbt hat. Inger sieht schwarz für die Zukunft, denn es sind noch ein paar Monatsmieten offen. Augusta nahm es damit nicht so genau. Für sie war ein gutes Zuhause für die Kinder wichtiger. Per allerdings will das Wohnhaus verkaufen und so schnell wie möglich zurück nach Stockholm. Inger soll bis Jahresende die ausstehenden Mieten für das Kinderheim zahlen oder sie sitzen auf der Straße. Aber vor allen Dingen die kleine Lotta, die gerade erst zu ihnen gekommen ist, will ihr neues Zuhause nicht verlieren und versucht, den hartherzigen Per zu erweichen.
"Weihnachten am Siljansee" ist mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Die Geschichte hat mir gut gefallen.
Bei Weihnachtsromanen bin ich immer vorsichtig, denn ich mag es nicht, wenn es zu sehr in Richtung Liebesroman geht. Hier spielen Liebe und Romantik zwar auch eine Rolle, aber eigentlich erst zum Schluss der Geschichte und das war für mich dann okay. Fast ging alles dann ein bisschen zu schnell.
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil und besonders die Beschreibung des verschneiten, winterlichen SiIjansees ist sehr anschaulich und bildhaft. Ich konnte fast die Kälte und die Schneeflocken spüren und den Schnee unter den Schuhen knirschen hören.
Inger ist mit Herzblut bei der Sache und kämpft für die Kinder, als wären es ihre eigenen. Letztendlich ist es natürlich auch ihr Zuhause, dessen Existenz auf dem Spiel steht.
Bei Per dachte ich gleich zu Beginn: Wer sich so um einen fremden Hund kümmert, der kann eigentlich kein schlechter Mensch sein.
Insgesamt ein Wohlfühlbuch und perfekt für die Winter- und Weihnachtszeit, nicht nur für Schwedenfans.
Bewertung: 🌹🌹🌹🌹

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