Samstag, 21. Februar 2026

Happy Birthday! Mein Bücherblog wird 14!

 


Wo ist die Zeit geblieben? Jetzt ist mein Bücherblog schon 14 Jahre alt. Im Februar 2012 hat er das Licht der Welt erblickt. 
Zunächst hatte ich einen eher allgemeinen Blog mit vielen Themen, die mich interessieren, u. a. eben auch Bücher. Dann habe ich mich entschlossen, einen eigenständigen Buchblog zu beginnen, da der größte Teil meiner anderen Postings sich eh um das Thema Bücher und Lesen drehten.

Viele Jahre gab es nur meinen Blog und eine Vernetzung mit anderen Bloggern untereinander. Zuerst kam dann Facebook dazu. Inzwischen bin ich dort nicht mehr so oft, denn ich finde, es hat sich sehr verändert. 
Dann meldete ich mich irgendwann bei Instagram an, um auch dort z. B. meine Rezensionen zu verlinken. Außerdem bin ich noch in ein paar Foren wie "Die Büchereule" oder auf Plattformen wie "Lovelybooks" aktiv.
Das reicht mir aber dann auch an Aktivitäten in den Sozialen Medien, schließlich will ich ja auch Zeit zum Lesen haben. Und mit einem Vollzeitjob, Haus, Garten, Mann und Hund bleibt da nicht mehr so viel Spielraum. Und ehrlich gesagt nehme ich mir lieber die Zeit für meinen Blog hier, als für die schnelllebigen anderen Medien wie Instagram. Manchmal denke ich, ich bin zu alt für sowas. 😁
Ja, ich habe "nur" 156 Follower hier auf dem Blog, na und? Viel wichtiger ist, dass ich hier mit einigen anderen Bloggern seit Jahren regelmäßig in Kontakt bin. Und mir macht das Bloggen nach wie vor Spaß, weil es kein Muss für mich ist, keine lästige Pflicht und ich poste auch nicht, um "Klicks" zu bekommen. 
Ich rezensiere jedes Buch, das ich lese, aber mehr für mich selbst. So kann ich alle Geschichten noch mal Revue passieren lassen. Wenn andere die Rezis lesen und ich damit ihr Interesse an den Büchern wecke, um so schöner. 

Hier geht es noch mal zu meinem ersten Posting auf diesem Blog am 22. Februar 2012 --> So fing alles an

Ich hoffe, ich habe noch lange Freude an meinem kleinen Blog und solange werde ich auch weitermachen damit. 

Vielen Dank für Euren Besuch und die Treue in den vergangenen Jahren. 🌹 



Mittwoch, 18. Februar 2026

Rezension: "Ragdoll" von Daniel Cole

Ein grausamer Fund erschüttert London. An unzähligen Fäden hängt im riesigen Fenster eines Hauses eine zusammengeflickte Leiche. Ein Finger zeigt auf die gegenüberliegende Wohnung. Ihr Mieter: Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf. Als der Presse eine Liste mit sechs Namen und genauen Todesdaten zugespielt wird, besteht kein Zweifel mehr, was dieser Fingerzeig zu bedeuten hat. Denn einer der Todeskandidaten ist Wolf selbst. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und nichts deutet darauf hin, dass er und sein Team den Mörder stoppen können.

London im Sommer 2014. Die Hitze hat die Stadt fest im Griff, als die zusammengeflickte Leiche gefunden wird. Schnell gibt die Presse dem Fall den Namen Ragdoll, Flickenpuppe, und ausgerechnet Wolfs Ex-Frau erhält die Liste mit den Todeskandidaten und sie ist Journalistin. 
Wolf ist noch nicht lange wieder im Dienst und im Prolog und in Rückblenden, erfahren wir auch warum. Ein Fall vor vier Jahren hat ihn fast zerstört, er war besessen davon, den sogenannten "Feuerbestatter" zu erwischen. Bei der Gerichtsverhandlung kommt es zu einem Zwischenfall, der ihn in eine Psychiatrische Klinik bringt. 
Nun wieder im Dienst, ist Wolf sicher, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Ragdoll-Fall und dem des Feuerbestatters gibt. Seine Kollegen und Vorgesetzten dagegen sind skeptisch, bis der Neue im Team, Edmunds, den selben Spuren nachgeht. 

"Ragdoll" lag schon eine ganze Zeit auf meinem SUB und ich habe es extra auf meine Liste 12 für 26 gepackt, damit ich es dieses Jahr lesen "muss". Es war mein erstes Buch von Daniel Cole. Ein wirklich sehr spannender Thriller, dessen knapp 480 Seiten im Nu verflogen sind. Und während ich noch gerätselt habe, wie alles zusammenhängt, gibt es einen Twist, mit dem ich nicht gerechnet habe. 

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr anschaulich und bildhaft führt der Autor durch die Straßen Londons. Die Kapitel sind nicht zu lang und erzählt wird in der dritten Person. So erfährt man nicht nur eine Seite der Geschichte, sondern begleitet Wolf, seine Kollegen Baxter und Edmunds, aber auch seine Ex-Frau Andrea. Man erfährt auch private Dinge der Ermittler, das steht aber nicht im Vordergrund. Die Hauptfiguren sind interessant und facettenreich gezeichnet. Alle haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch sehr authentisch.

Wer spannende Unterhaltung mit einem flüssig geschriebenen Thriller und interessanten Charakteren sucht, in dem es auch ab und zu was zum Schmunzeln gibt, der ist mit "Ragdoll" gut bedient. 

Es gibt inzwischen zwei Fortsetzungen: "Hangman" und "Wolves". Mal sehen, ob ich diese auch lesen werde.


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹






Donnerstag, 12. Februar 2026

Top Ten Thursday: Minimalistische Cover

 


Heute geht es auf Aleshanees Weltenwandererblog um Minimalistik. Es war gar nicht so leicht, passende Cover zu finden. Wobei ein paar davon vielleicht immer noch zu viel "zeigen". Als erstes sind mir aber tatsächlich die Bücher von Simon Beckett eingefallen. 

Zeige 10 Bücher mit einem minimalistischen Cover


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Freitag, 6. Februar 2026

Rezension: "Das Grab von Trueslow Hall" von Katherine Webb

Bei Grabungen im Jahr 1999 stößt eine Gruppe von Archäologen auf dem Gelände von Trueslow Hall, einem kleinen Herrenhaus in Wiltshire, auf eine Grabstätte aus der Bronzezeit. Die Archäologen feiern ihren Erfolg, bis plötzlich ein Mitglied der Gruppe spurlos verschwindet: eine junge Frau namens Nazma Kirmani. Trotz einer fieberhaften Suche laufen alle polizeilichen Ermittlungen ins Leere und der Fall bleibt ungeklärt. Als im Jahr 2020 ein Zufallsfund neue Beweise zu Nazmas Verschwinden liefert, versuchen Inspector Matthew Lockyer und Constable Gemma Broad Licht in den alten Cold Case zu bringen. Wollte Nazma damals freiwillig verschwinden? Oder wurde sie Opfer eines Verbrechens, wovon auch ihre Eltern immer überzeugt waren. Und wer ist die fremde Frau, die sich damals als Nazma ausgegeben hat?

Zunächst einmal vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 

Der dritte Fall für Lockyer & Broad hat mich wieder sehr gut unterhalten. Das sympathische Ermittlerduo Matt und Gemma ist inzwischen ein eingespieltes Team, sie ergänzen sich gegenseitig.
Die Geschichte beginnt damit, dass die beiden die Eltern der verschwundenen Nazma aufsuchen, weil in einem Fluss unweit von Trueslow Hall eine Tasche gefunden wurde. Der Vater und die Stiefmutter bestätigen, dass die Sachen Nazma gehören und dass sie nach wie vor sicher sind, dass Nazma niemals einfach so verschwunden wäre und ihr etwas zugestoßen sein muss. Ihrer Meinung nach hat die Polizei damals zu schnell aufgegeben und ihnen auch keinen Glauben geschenkt. Auch wenn der Vater keine großen Hoffnungen hat, verspricht Lockyer ihnen, alles zu tun, damit Nazma gefunden wird. Er weiß, die Ungewissheit ist das Schlimmste. 
Gemeinsam mit seiner Kollegin Gemma sucht er die Mitglieder des Grabungsteams von damals auf und sie stellen fest, dass jeder so sein kleines Geheimnis hat. 

Neben dem Fall und der Arbeit geht es auch um das Privatleben der Ermittler. Lockyer wird Vater, die Geburt steht kurz bevor, aber er fühlt sich der ganzen Situation nicht so richtig gewachsen. Gemma hat Probleme mit ihrem Freund Pete, der ein Kontrollproblem zu haben scheint. Und außerdem sind wir mitten in der Pandemie. Wer jetzt aufstöhnt, keine Sorge. Es wird manchmal erwähnt, z. B. die Kontaktverbote, der Gesichtsschutz oder der bevorstehende zweite Lockdown. Aber es steht keinesfalls im Vordergrund und ich habe es zwischendurch tatsächlich auch immer wieder vergessen. Aber ich finde, das macht die Geschichte auch authentischer, denn schließlich gab es ja die Pandemie und die Umstände, die daraus entstanden sind. 

Ich weiß nicht, ob man „Das Grab von Trueslow Hall“ als Krimi bezeichnen kann, aber es ist auf jeden Fall ein Spannungsroman, den ich keine Minute langweilig fand. Hier wird deutlich, dass Polizeiarbeit eben zu neunzig Prozent aus Ermittlungsarbeit besteht und nicht aus pausenloser Action. 
Der Schreibstil ist bildhaft und anschaulich. Katherine Webb versteht es, die Gegend um Salisbury vor dem geistigen Auge lebendig werden zu lassen. Die Spannung wird immer weiter aufgebaut und man rätselt bis zum Schluss mit, was damals wirklich passiert ist. 

Muss man die Vorgänger gelesen haben? Nicht unbedingt, der Fall ist in sich abgeschlossen. Aber wie immer geht es bei solchen Reihen ja auch um die Weiterentwicklung der Hauptfiguren. Wen das interessiert, der sollte sich Teil 1 „Der Tote von Wiltshire“ und Teil 2 „Die Morde von Salisbury“ nicht entgehen lassen. 


Bewertung: 🌹🌹🌹🌹🌹





Mittwoch, 4. Februar 2026

Monatsrückblick Januar

Leserückblick Januar

Und schwups, schon ist der erste Monat des neuen Jahres vorbei.  Und er hat sogar echten Winter mit Schnee gebracht, bei uns leider immer nur einen oder zwei Tage lang, aber immerhin. 
Und hier kommt auch schon mein monatlicher Rückblick. Mein Januar war Krimi- und Thrillerlastig. 


Gelesene Bücher: 3
1. Kalte, kalte Knochen (Kathy Reichs) 
2. Vergessene Gräber (Leo Born)
3. Die Kolonie (C . J. Tudor)


Neuzugänge: 2
Das Grab von Trueslow Hall (Katherine Webb)
Die Kolonie (C. J. Tudor)


Neu auf der Merkliste: 3
1. Schatten über den Highlands (Constanze Wilken)
2. Bittere Reue (Linda Castillo)
3. The Whispering Dead - Gravekeeper 1 (Darcy Coates)



Meine Challenges:
Meine 12 für 26: 1 Buch gelesen
ABC-Challenge bei Nicole: 2 Buchstaben erledigt



Gesehen (TV-Serien und Filme):
Boglands - Die Tote im Moor (Krimiserie)
Bosch (Staffel 5 beendet und Staffel 6 begonnen)
Stranger Things (Staffel 5 beendet)
The Dry (Thriller)
The Tower (Staffel 2 begonnen)
Suche mich nicht (Miniserie nach Harlan Coben, Folge 1+2)
Mord in Fjällbakka (Folge 1-3)
Fallout (Staffel 2, Folge 4 + 5)



Und sonst?
Ansonsten ist im Januar nicht viel passiert, es war eher ein ruhiger Monat. Wir hatten tatsächlich ein bisschen Schnee und auch herrliches Winterwetter mit Sonne und eisigen Temperaturen. 
Meinem Vater geht es wieder etwas besser, allerdings wird er nicht mehr zurück in seine Wohnung gehen, sondern in der Senioreneinrichtung bleiben. Er fühlt sich dort sehr wohl, ist rund um die Uhr betreut und wir sind dadurch auch beruhigter. Und seit letzter Woche wohnt seine Lebensgefährtin ebenfalls dort, so dass die beiden wieder zusammen sind. :-) 
Nun bin ich gespannt, was der Februar bringen wird. Neuerscheinungen habe ich jetzt aktuell nicht auf dem Schirm, aber wer weiß, was sich vielleicht ergibt. 

Ich wünsche euch einen schönen 

Lesemonat Februar




Sonntag, 1. Februar 2026

Blessed Imbolc

 

Zwischen der Wintersonnenwende und dem Frühlingsbeginn liegt der 1. Februar. Hier wird im Alten Jahreskreis Imbolc gefeiert. Es ist eine Art Schwelle. Man sieht den Frühling zwar noch nicht und meistens hat der Winter das Land dann auch noch fest im Griff, aber irgendetwas ist anders. Die Tage werden schon wieder etwas länger, das Licht ist anders und vieles erwacht bereits aus dem Winterschlaf. Die Natur schaltet langsam wieder um auf Betriebsamkeit. Die ersten Schneeglöckchen und Krokusse sind vielleicht schon zu sehen.   

Der 1. Februar ist auch der Tag eines gälischen Festes und der Gedenktag einer irischen Heiligen: Brigid. 
Die Kelten hatten viele Bräuche rund um Imbolc. Man ließ am Abend vorher die Türen offen, damit Brigid hereinkommen und das Haus segnen konnte. Man beobachtete die Asche am Herd. Gab es Fußspuren? Ist Brigid da gewesen? Man legte Binsen aus und bastelte später aus ihnen ein Brigid's Cross zum Schutz von Mensch und Tier für das kommende Jahr. 

In Irland gibt es seit 2023 sogar einen gesetzlichen Feiertag, den St. Brigid's Day. Es ist immer der erste Montag im Februar. Das zeigt auch, wie eng Spiritualität, Natur und Alltag in Irland miteinander verwoben sind, auch heute noch. 

Ich finde es sehr schön, dass die Iren sich ihres Erbes bewusst sind und alte Bräuche und Traditionen aufrecht erhalten und auch stolz darauf sind. In Deutschland geht das ja leider mehr und mehr verloren.