"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Samstag, 12. Januar 2013

Linda Castillo: Wenn die Nacht verstummt

Klappentext:
Die Eltern waren rechtschaffene Leute, gottesfürchtig und in der Amisch-Gemeinde von Painters Mill sehr angesehen. Doch nun liegen sie tot in der Güllegrube. Warum wollte der Mörder die Familie zerstören und die vier Kinder zu Waisen machen? Oder stehen diese Morde in einem Zusammenhang mit den Tätlichkeiten gegen Amische, die in letzter Zeit immer häufiger vorgekommen sind?
Für Polizeichefin Kate Burkholder hat dieser Fall höchste Priorität und gemeinsam mit ihrem Freund John Tomasetti kommt sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur, das die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde in Painters Mill für immer zerstören wird...




Meine Meinung:
In Teil 1 und 2 ging es ja um äußerst brutale und blutige Morde. Auch wenn das hier nicht der Fall ist, sind die Todesfälle nicht weniger schrecklich. Im Gegenteil, in einer Güllegrube zu ersticken muss sehr grausam sein.
Neben diesem Mord an der Familie, bei der vier Kinder zurückbleiben, passieren in Painters Mill in letzter Zeit einige brutale Anschläge und Übergriffe auf die Amische Gemeinde. Als Polizeichefin kann Kate Burkholder das natürlich nicht durchgehen lassen und als ehemalige Amische hat sie nach wie vor eine besondere Bindung zu den Menschen.
Hängen diese Überfälle und der Vorfall auf der Slabaugh-Farm vielleicht zusammen? Um das herauszufinden, bekommt Kate Hilfe von Agent John Tomasetti. Sein Auftauchen freut sie einerseits, macht ihr andererseits aber auch Angst, denn sie weiß inzwischen nicht mehr, wohin ihre Beziehung sie führen wird. Ist es überhaupt eine Beziehung? Und wie steht John dazu? Er hat schließlich selbst genug Dämonen aus der Vergangenheit, mit denen er leben muss.


Dieser Fall bringt Kate an ihre Grenzen, denn die zurückgebliebenen Kinder der Slabaughs erinnern sie an ihre eigene Vergangenheit und an Dinge, die sie vor Jahren begraben zu haben glaubte. Dinge, die nur Tomasetti und ihre eigene Familie wissen.
Gemeinsam mit Tomasetti kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, das die Amischgemeinde in ihren Grundfesten erschüttert. Und Kate an ihrer Menschenkenntnis und ihrem Urteilsvermögen zweifeln lässt.
Ein toller dritter Teil. Obwohl es diesmal nicht so blutig war, wie wir es von Linda Castillo bisher gewohnt sind, war die Geschichte total spannend. Bei der Suche nach dem Täter gibt es immer wieder Wendungen.


Wie ich gesehen habe, wird es ja dieses Jahr einen weiteren Teil geben und ich hoffe, es gibt einen weiteren entscheidenden Schritt zwischen John und Kate, denn die beiden passen einfach zusammen. Sie tun sich gut, wenn ich das mal so sagen darf.  :-)

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