"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Donnerstag, 27. September 2012

Award-Regen! Und noch einen bekommen!

Wie schön! Und noch jemand hat meinen Blog mit einem Award bedacht: Thrillertante. Vielen, vielen Dank dafür. :-)





Das sind die Regeln:


Die Bedingungen:

- Postet den Award auf eurem Blog
- Verlinkt den Nominator als kleines Dankeschön
- Gebt ihn an 5 Blogger weiter
- Der Blog darf nicht mehr als 200 Leser haben
- Schreibe diese Regeln auch auf deinen Blog

Und ich gebe den Award gerne weiter an:

So macht das Bloggen doch erst richtig Spaß! :-)

Noch ein Award!!

Freu! Heute bekam ich noch einen Award für meinen Blog und zwar den "Liebster Blog"-Award. Verliehen hat mir diesen Creativity First. Vielen lieben Dank dafür.


Die Regeln

Jede getaggte Person muss 11 Dinge über sich selbst veröffentlichen.
Es müssen 11 Fragen beantwortet werden, die vom Tagger gestellt wurden.
Es müssen 11 weitere Fragen für den nächsten nominierten Blog erstellt werden.
Dann müssen weitere (wenn möglich) 11 Blogger mit weniger als 200 Anhängern gekennzeichnet werden. Zurücktaggen ist nicht erlaubt.

11 Dinge über mich
1. Ich lese nie mehrere Bücher zur selben Zeit
2. Mein Lieblingsbuch ist "Dracula" von Bram Stoker
3. Ich liebe schwarzen Tee mit Kandis und Milch
4. Meine Lieblingsband ist Schandmaul
5. Mein Lieblingsfilm ist "Van Helsing"
6. Meine Lieblingsblumen sind schwarze Rosen und Gänseblümchen
7. Ich finde, die Twilight-Bücher machen den Vampirmythos kaputt
8. Ich mag am liebsten den Herbst und Winter
9. Ein E-Book kommt mir nicht ins Haus
10. Ich finde London faszinierend
11. Ich bin ein Foren-Junkie

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Ich verleihe diesen Award an:


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Folgende Fragen beantworte ich gerne:

Das Buch, das mich zuletzt absolut fasziniert hat, war ... 
"Sündentochter" von Sandra Lessmann

An welchem gemütlichen Platz liest du am liebsten?
Zuhause auf der Couch

Welches Buch muss einfach verfilmt werden?
Oh, viele...aber besonders Harry Dresden

Humor oder Drama?
Drama!

Welchem Autor/ welcher Autorin würdest du gern einmal über die Schulter schauen?
Jim Butcher

Wenn ich nicht lese, dann ...
sehe ich fern oder bin irgendwie unterwegs
Welches ist das Kinderbuch, das du jungen Lesern unbedingt ans Herz legst?
Momo

Mein Lieblingsmärchen ist ...
Schneewittchen

Was sagen andere zu deiner Passion für Bücher?
Manche verstehen es, andere nicht

Buchhandlung oder Onlinekauf?
Beides

Die beste Nervennahrung während des Lesens ist für mich ...
Schoki ;-)
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Und hier die Fragen für Award-Gewinner:
1. Welches ist dein Lieblingsbuch?
2. Magst du Horrorfilme?
3. Blutiger Thriller oder leiser Krimi?
4. Welches ist deine Lieblingsjahreszeit?
5. Bier oder Wein?
6. Vanilleeis oder Schoko?
7. Tee oder Kaffee?
8. Deine Lieblingsfarbe?
9. Welche Musik hörst du?
10. Dein Lieblingstier?
11. E-Book oder richtiges Buch?

Mal wieder ein paar Vorbestellungen

Freu! Heute habe ich gesehen, dass es im Dezember weitergeht mit einer meiner Lieblingsreihen und zwar erscheint von Kelley Armstrong "Biss der Wölfin". Das musste ich natürlich gleich vorbestellen. Die Werwölfin Elena Michaels mag ich eigentlich am liebsten aus Armstrongs "Women of the Other World".



Und bei der Gelegenheit dann auch gleich noch drei weitere Fortsetzungen:

1. Schwarze Träume von Laurell K. Hamilton (Anita Blake)
2. Cocktail für einen Vampir von Charlaine Harris (Sookie Stackhouse)
3. Verrat von Jim Butcher (Harry Dresden)


Wow! Jetzt mal ehrlich, allein das Cover animiert doch schon zum Kaufen und Lesen. ;-)

Mittwoch, 26. September 2012

Charlaine Harris: Knochenerbe

Klappentext:
Als Aurora Teagardens alleinstehende ältere Freundin Jane Engle stirbt und ihr ihr gesamtes Vermögen hinterlässt, stellt die detektivisch begabte Bibliothekarin fest, dass sie plötzlich sehr reich ist. Doch bei ihrem ersten Besuch im Haus der Verstorbenen, findet sie es durchwühlt vor. Kurz darauf entdeckt sie etwas Unheimliches, das der Einbrecher übersehen hat: einen eingeschlagenen Menschenschädel, der geschickt in einer Fensterbank verborgen war. Aurora hat zunächst Angst, ihre Wohltäterin könne in Wirklichkeit eine brutale Mörderin gewesen sein, findet aber zu ihrer Beruhigung einen Brief der Verstorbenen, der ihren Verdacht in eine ganz andere Richtung lenkt. Daraufhin befasst sie sich mit dem Leben ihrer neuen Nachbarn, tarnt ihre Schnüffelei aber wie gewohnt mit ihrem Charme und entdeckt, dass in den letzten Jahren bereits zwei Männer aus der Gegend verschwunden sind....


Dies ist der zweite Teil aus der Aurora Teagarden Reihe von Charlaine Harris. Und wie schon bei Teil 1 handelt es sich hierbei um einen soliden Krimi aus den amerikanischen Südstaaten mit einem Touch Vorstadtsatire und Sozialkritik.
Ich mag Charlaine Harris Schreibstil und das war auch der Hauptgrund, warum ich das Buch gelesen habe. Denn die Krimistory war diesmal nicht wirklich der Höhepunkt und es gab auch keine großen Spannungsbögen und Überraschungen.
Ich muss sagen, Aurora ist mir irgendwie ans Herz gewachsen und sie erinnert mich auch ein bisschen an eine andere Figur von Charlaine Harris: Sookie Stackhouse. Und komischerweise habe ich beim Lesen immer Anna Paquin vor mir gesehen, die Sookie aus der Fernsehserie „True Blood“. Obwohl Aurora, Roe, ja völlig anders aussieht.

Nachdem Roe völlig überraschend das Haus und Vermögen der verstorbenen Jane geerbt hat, was alleine schon aufregend genug für die Bibliothekarin ist und genügend Herausforderung, findet sie auch noch einen Totenschädel in dem Haus. Und eine Nachricht von Jane „Ich war’s nicht.“
Aber wer war es dann? Einer der Nachbarn in der Straße? Und was hat der Einbrecher gesucht, der Janes Haus durchwühlt hat? Wusste er von dem Schädel, war er vielleicht sogar der Mörder? Und wer ist überhaupt der Tote? Rätsel über Rätsel, deren Lösung sich Roe natürlich nicht nehmen lässt, denn schließlich gehörte sie mal zum Club „Echte Morde“ und ist fasziniert von diesem Thema. Was sie natürlich auch mal wieder in Gefahr bringt.
Gleichzeitig bittet der neue Priester der Gemeinde sie um ein Date. Was Roe wieder vor Probleme stellt. Was zieht man zu einer Verabredung mit einem Kirchenmann an? Welche Themen sind unverfänglich? Augenzwinkernd und mit einem Schuss Selbstironie gelingt es ihr schließlich, sich da irgendwie durchzumogeln.

Insgesamt ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, aber man sollte keinen spannenden oder gar bluttriefenden Thriller erwarten. Und wer die Bücher von Charlaine Harris mag, dem wird diese Reihe sicher auch gefallen.

Herbsttag (Rilke)


Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
Und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
Dränge sie zur Vollendung hin und jage
Die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
Wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
Und wird in den Alleen hin und her
Unruhig wandern, wenn die Blätter treiben
 
 

Montag, 24. September 2012

Es gibt was zu gewinnen!

Ich hatte es ja schon "angedroht". Als Dankeschön für meine 30 und mittlerweile sogar 31 Leser gibt es eine kleine Überraschung.
Ich verlose ein Buch von Wolfgang Holbein und zwar "Wolfsherz". Es ist neu und ungelesen und soll eines seiner besten Bücher sein.


Inhalt: Die junge Eva wird nach Deutschland gebracht, nachdem sie nackt und frierend in einem Tal gefunden wird, das auf keiner Karte verzeichnet ist. Sie wirkt wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, ein Zwitterwesen, von einer geheimnisvollen Aura umgeben - einer Aura gesteigerter Sinneswahrnehmung, in der etwas abgrundtief Böses liegt: das Gefühl der Gefahr, die mythische Furcht der Menschen vor dem Wolf. Eine überraschende Umkehrung des Werwolfthemas, ein spannender Abenteuerroman, wieder ein Meisterwerk von Wolfgang Hohlbein.

Seid Ihr interessiert an dem Buch? Dann einfach hier zum Posting einen kurzen Kommentar schreiben, bitte bis zum 1. Oktober. Dann entscheidet das Los.  

Viel Glück!

Donnerstag, 20. September 2012

Judith Merchant: Nibelungenmord

Klappentext:
In einer der sagenumwobenen Höhlen des Siebengebirges, wo Siegfried einst den Drachen tötete, wird eine Frauenleiche gefunden. Noch am selben Tag wird in Königswinter die Ehefrau des Notars vermisst. Hat die Geliebte des Notars, die exzentrische Künstlerin Romina, ihre Widersacherin kaltblütig aus dem Weg geräumt? Als sich Kriminalhauptkommissar Jan Seidel die Bilder der Künstlerin anschaut, sieht er das Mordmotiv förmlich vor sich: Verzerrte Frauenfratzen kämpfen um einen strahlenden Helden. Aber nicht nur Jan Seidel, sondern auch seine eigenwillige Großmutter Edith erkennt, dass die Lösung des Falles weitaus komplizierter ist ...


Ich war schon einmal in Königswinter und ich meine, auch auf dem Drachenfels. Das ist aber schon fast 20 Jahre her, daher kann ich mich nicht mehr so richtig daran erinnern. Aber das war auch ein Grund, warum ich dieses Buch gerne lesen wollte. Und ich finde, gerade Krimis aus Deutschland sollten eine Chance bekommen, denn sie müssen sich vor der Konkurrenz aus Amerika, England oder Skandinavien nicht verstecken.
Judith Merchant kennt sich aus in Königswinter, das merkt man an ihren Beschreibungen und Ortskenntnis gefällt mir immer sehr gut an Büchern.
"Nibelungenmord" ist ein solider, gut konstruierter Krimi mit geschickt verzweigten Handlungssträngen, die den Leser oft in die Irre führen und wenn man denkt, man ist vielleicht auf der richtigen Spur, dann taucht wieder eine Wendung auf. Eine Story zum Miträtseln á la Agatha Christie. 
Es gibt zwar keine große Action mit wilden Verfolgungsjagden oder ähnlichem, aber trotzdem gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten.
Edith, die Großmutter des Kommissars Jan Seidel, mochte ich gleich, denn sie erinnert natürlich an Miss Marple. Geistig noch total fit, weigert sie sich standhaft in ein Altersheim zu ziehen und nimmt ihren Enkel vorübergehend bei sich auf, der nach einer geplatzten Hochzeit auf die Renovierung seiner Wohnung wartet. 
Mit Jan selbst konnte ich zunächst nicht so recht warm werden und man erfährt auch erst ziemlich zum Ende des Buches den Grund für die kurzfristige Trennung von seiner Verlobten. Die mir auch nicht sehr sympathisch war, ebenso wie Jans Kollegin Elena. Was vielleicht auch mit ihrem des Öfteren erwähnten "Pferdehaar" zu tun hatte. *g* Und ihrer doch sehr zynischen Meinung über Männer.

Also wer gute Krimikost aus deutschen Landen mag, dem kann ich "Nibelungenmord" empfehlen. Und das nächste Buch "Loreley singt nicht mehr" werde ich auch lesen, auf jeden Fall.


30 Leser! Vielen Dank!

Ich habe gerade gesehen, dass ich 30 Leser habe. Das freut mich total und ist ja wohl ein Grund zum Feiern. 

Vielen Dank an alle, die meinen Blog verfolgen. Natürlich mache ich das alles in erster Linie aus Spaß an der Freude und für mich selbst. Wenn man dann sieht, dass auch noch andere mitlesen, ist das doppelt so schön.  

Wenn ich wieder aus dem Urlaub zurück bin, lass ich mir noch eine Überraschung einfallen, versprochen.  :-)

Dienstag, 18. September 2012

Nina Blazon: Totenbraut

Zum Inhalt:
1731, in den Wäldern Serbiens: Für eine Handvoll Gold wird das Mädchen Jasna von ihrem Vater an einen reichen Gutsbesitzer verkauft. Der rätselhafte Fremde nimmt das Mädchen mit auf seinen Hof an der Grenze zum Osmanischen Reich. Dort wird Jasna mit seinem Sohn Danilo verheiratet. Schnell stellt die junge Braut fest, dass ein schrecklicher Fluch auf der Familie lastet. Gibt es in Danilos Familie wirklich einen Vampir, wie im Dorf gemunkelt wird? Während sich die mysteriösen Vorkommnisse häufen, gerät Jasna in den Bann des faszinierenden Dusan. Aber auch er hat ein dunkles Geheimnis ... 


Obwohl man  beim Klappentext davon  ausgehen könnte, dasss es sich hier um einen Vampirroman handelt, ist "Totenbraut" das nicht. Was ich aber wusste und daher nicht mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen bin. 
Ich würde sagen, es ist ein historischer Mystery-Roman, der sich mit dem alten Vampirglauben besonders im osteuropäischen Raum befasst. 
Was ist eine "Totenbraut"? Wenn damals ein unverheirateter Mann starb, durfte er nicht einfach so beerdigt werden. Es wurde aus dem Dorf eine Frau bestimmt, die ihn heiraten und dann die gesamte Trauerzeit als seine Witwe alleine verbringen musste. 
Wie die Mutter von Danilo und damit Jasnas Schwiegermutter, die sie aber nicht mehr kennengelernt hat, da sie bei einem Brand ums Leben kam. Zumindest wird ihr das so erzählt. Aber wer geht nachts auf dem Gut um? Wo kommen die Gegenstände her, die Jasna findet und die Marja, Danilos Mutter, gehört haben? Und warum darf niemand über sie sprechen? 

Wer hier einen Roman á la "Twilight" erwartet, der wird sicher enttäuscht sein, denn der Vampirglauben spielt hier nur am Rande eine Rolle. Ich fand es sehr interessant, die Bräuche kennenzulernen und zu lesen, mit welcher Selbstverständlichkeit die Leute damals daran glaubten, dass ein Mensch nach dem Tod als Vampir zurückkehren könnte. Und was sie alles unternahmen, um dies zu vermeiden. Ein Tier zum Beispiel darf bei der Totenwache nicht anwesend sein, das bringt auch Unglück. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und Nina Blazon weiß, wovon sie schreibt. Auch wenn Jasna noch sehr jung ist, ist sie wesentlich reifer als die Mädchen heute in dem Alter. Aber das brachten natürlich die Lebensumstände damals mit sich.



Freitag, 14. September 2012

Linda Castillo: Blutige Stille



Klappentext:
Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit? 
  
Ein paar Monate sind vergangen, seit Kate Burkholder, Chief of Police der Kleinstadt Painters Mill in Ohio, mit ihrem Team den sog. „Schlächter“, einen brutalen Serienkiller zur Strecke gebracht hat.
Leider hält der ruhige Alltag danach nicht lange an, denn der blutige Mord an einer ganzen Familie muss aufgeklärt werden. Die Eltern sowie ihre fünf Kinder wurden getötet, darunter auch zwei Mädchen im Teenageralter, die zusätzlich noch gefoltert wurden. Die Familie Plank gehörte zur Amischen Gemeinde und sind erst vor knapp zwei Jahren nach Painters Mill gezogen. Kate weiß nicht viel über die Leute, was die Ermittlungen nicht gerade leichter gemacht. Auch die Tatsache, dass sie selbst mal Amisch war, hilft ihr nicht weiter, denn sie hat sich für ein anderes Leben außerhalb der Gemeinde entschieden und gilt als ausgestoßen. Sie ist eine „Englische“ und die Nachbarn der ermordeten Familie, die vielleicht helfen könnte, misstraut ihr.
Hinzu kommt, dass der Tod der zweitältesten Tochter, Mary, sie sehr an ihr eigenes Leben in dem Alter erinnert.
Als sie nicht weiterkommt, bittet sie den BCI-Agenten John Thomasetti um Hilfe, mit dem sie während des „Schlächter“-Falls zusammengearbeitet hat und zu dem sie auch eine sehr persönliche Beziehung hat. Doch weder John noch Kate wollen intensiver darüber nachdenken, was genau sie füreinander sind. John kommt nach Painters Mill, verschweigt Kate aber zunächst, dass sein Besuch inoffiziell ist, da er von seiner Behörde beurlaubt wurde. Seine Vorgesetzten halten ihn immer noch für eine tickende Zeitbombe, da vor zweieinhalb Jahren seine Frau und seine Töchter von einem drogensüchtigen Killer ermordet wurden.
Gemeinsam kommen sie schließlich hinter die Geheimnisse der jungen Mary und dem Mörder damit gefährlich nahe. Aber alle Hinweise führen in Sackgassen, bis Kate nur noch eine Chance sieht und einen riskanten Plan schmiedet…

Schon „Die Zahlen der Toten“ hat mir super gefallen. Ein spannender Thriller, bei dem man auch einiges über die Amische Kultur erfährt. „Blute Stille“ ist mindestens ebenso spannend und bis zum Schluss rätselt man, wer der Mörder ist, denn es gibt mehrere Verdächtige. Auch hier geht es wieder um die Gegensätze in der Amischen und der Englischen Gemeinde und das gegenseitige Misstrauen.
Kate Burkholder mochte ich schon im ersten Teil, ebenso die Mitarbeiter ihres Teams. Auch Thomasetti, der gegen die Dämonen seiner Vergangenheit kämpft und trotzdem von seinen Vorgesetzten immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen kommt, finde ich sehr sympathisch und er und Kate passen gut zusammen.
„Blutige Stille“ hat alles, was ein guter Thriller braucht: Fesselnde Spannung, Charaktere mit Tiefgang, die richtige Dosis Herz und Humor.

Der dritte Teil der Reihe ist ja bereits auf Deutsch erschienen und den werde ich natürlich auch wieder lesen.

Freitag, 7. September 2012

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

Morgen ist es soweit. Endlich Urlaub! :-) Für zwei Wochen geht es in den Norden von Deutschland mit unserem Wohnmobil. Was bedeutet, es gibt kaum Gepäckbeschränkungen. ;-)
Tagsüber sind wir natürlich unterwegs, aber abends habe ich endlich mal Zeit zum Lesen. Und Gelegenheit, denn wir haben keinen Fernseher im Womo.
Mein Schatz hat das Läppi, kann schon mal Fotos sichern und bearbeiten und ich lese dann meistens.

Also stand ich heute mal wieder vor meinem SuB und überlegte, welche Bücher ich mitnehme. Eine Abwechslung muss rein und auch genug zur Auswahl, falls ein Buch mal nicht so doll ist.

Und diese Bücher haben gewonnen, sie dürfen mit auf Tour:

1. Blutige Stille von Linda Castillo (weil ich das im Moment lese)
2. Totenbraut von Nina Blazon
3. Blutlied von Kim Harrison
4. Nibelungenmord von Judith Merchant
5. Knochenerbe von Charlaine Harris


Ich hoffe, das reicht für 2 Wochen...

Mittwoch, 5. September 2012

Schon wieder gewonnen!!!

Ich kann es nicht glauben! Innerhalb von 2 Wochen habe ich schon zum zweiten Mal bei Vorablesen ein Buch "gewonnen".

Gestern Abend kam folgende E-Mail:

Hallo und herzlichen Glückwunsch!
Wir haben Deinen Namen bei der Vorablesen.de-Verlosung zum Buch von E. Ivey „Das Schneemädchen“ aus dem Lostopf gezogen, d.h. Du bekommst demnächst ein Vorab-Exemplar zur Rezension zugeschickt. Die Rezension sollte möglichst 3 Wochen nach Erhalt des Buches gepostet werden.

Klar, dafür muss ich natürlich auch nach dem Lesen eine Rezi schreiben, aber macht ja nix. Mach ich ja sonst auch immer.  ;-)

Auf das Buch bin ich mal sehr gespannt, denn anhand der Leseprobe konnte man nicht wirklich sagen, um was es sich handelt. Abenteuer, Krimi, Mystery, Fantasy, Drama? Man wird sehen...


Alaska, in den 1920er Jahren: Mabel und Jack konnten keine Kinder bekommen. Um den Schmerz und die Enttäuschung hinter sich zu lassen, haben sie an der Zivilisationsgrenze Alaskas ein neues, einfaches Leben als Farmer begonnen. Doch Trauer und der harte Überlebenskampf in der erbarmungslosen Natur schaffen zwischen den beiden, die sich innig lieben, eine scheinbar unüberbrückbare Distanz. Als der erste Schnee fällt, überkommt Mabel für kurze Zeit eine fast kindliche Leichtigkeit. Eine Schneeballschlacht mit Jack entspinnt sich, und sie bauen vor ihrer Hütte zusammen ein Kind aus Schnee. Am nächsten Tag entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen in Begleitung eines Fuchses, das sie zwischen den Bäumen des Waldes hindurch beobachtet. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mabels und Jacks Blockhaus wegführen?

Dienstag, 4. September 2012

Chelsea Quinn Yarbro: Hotel Transylvania

Zum Inhalt:
Der mysteriöse Comte de Saint-Germain, neuestes Mitglied am Hof des Königs Louis XV, hat seinen begierigen Blick auf die junge Madelaine de Montalia geworfen. Die intelligente, schöne Frau, die gerade in die vornehme Gesellschaft von Paris eingeführt wird, erwidert seine Gefühle. Aber Madelaines Zukunft ist längst nicht so unbeschwert wie es scheint – ihr Vater hat sie einst dem ›Zirkel‹ versprochen, als Opfer für ein satanisches Ritual. 


Dies ist der erste Teil einer Vampirchronik der kanadischen Autorin Chelsea Quinn Yarbro. Meines Wissens wurden auf Deutsch aber auch nur zwei Teile übersetzt, Teil 2 ist "Palast der Vampire".
Ich würde das Buch als historischen Vampirroman bezeichnen, ähnlich wie die vierteilige Reihe von P. N. Elrod um den Gentleman-Vampir Jonathan Barrett. In "Hotel Transylvania" allerdings steht das Vampirdasein von Saint-Germain ein wenig im Hintergrund.

Es ist das Jahr 1743 und die junge Madelaine de Montalia kommt vom Lande zu ihrer Tante Claudia nach Paris, die als Comtesse ein aufregendes Leben in der aristokratischen Gesellschaft führt. Madelaines Vater und Claudias Bruder, Robert de Montalia, lässt dieses Arrangement nur unter der Bedingung zu, dass seine Tochter niemals in die Nähe des Barons Saint Sebastien kommt. Dieser ist das Oberhaupt eines satanischen Zirkels und ein Fehler aus Roberts Vergangenheit würde seine Tochter in tödliche Gefahr bringen.
Soweit wie möglich schirmt Claudia ihre Nichte ab, aber irgendwann ist eine Begegnung in der Pariser Partygesellschaft nicht mehr zu vermeiden.
Hier trifft Madelaine auch auf den mysteriösen Grafen Saint-Germain. Sie ist fasziniert von dem eleganten und weltgewandten Mann, der fast immer in Schwarz auftritt und eine eigenartige Anziehung auf sie ausübt. Er ist so ganz anders als die Männer, die nur darauf aus sind, sie zu einer braven, folgsamen Ehefrau zu machen. Aber Madelaine will mehr im Leben, sie will reisen und viele Dinge kennenlernen.
Aber kann Saint-Germain ihr diese Dinge geben? Wer ist dieser Mann wirklich? Oder was?

Im Nachwort der Autorin steht, dass es tatsächlich im Jahr 1743 in Paris einen Grafen von Saint-Germain gab. Ein "Gentleman von enormem Reichtum, umfassender Bildung, einnehmendem Wesen und äußerst rätselhaft.(...) Er trat fast ausschließlich in Schwarz und Weiß auf, und dies zu einer Zeit, in der andere Männer sich in Farben kleideten, die einen Regenbogen beschämt hätten."
Tatsächlich verwendet Chelsea Quinn Yarbro sehr viel Zeit auf ausführliche Beschreibungen der Kleidung der Charaktere, sowohl Frauen als auch Männer. Und so manches Mal dachte ich: Meine Güte, ein Glück, dass ich nicht zu der Zeit gelebt habe. *g*

Alles in allem habe ich mehr sehr gut unterhalten mit diesem Buch. Es war spannend, besonders zum Ende hin, amüsant und auch sehr interessant, so einige historische Dinge zu erfahren. Weiter oben schrieb ich, dass es ein historischer Vampirroman ist.  Vielleicht bezeichnet man es aber doch eher als historischen Krimi mit Vampirtouch. ;-)  Manchmal erinnert die Figur des Grafen Saint-Germain ein wenig an Dracula oder auch Lord Ruthven aus Polidoris Geschichte, wie auch die Auflockerung der Erzählung durch verschiedene Briefwechsel.
Die Charaktere sind interessant und sympathisch, vor allem Madelaine und ihre Tante Claudia mochte ich sehr.
Die Sprache ist altmodisch, aber eben der Zeit entsprechend und bei manchen Formulierungen habe ich mich gefragt, wie sich die Leute damals verstanden haben, da sie doch sehr häufig um den heißen Brei herum redeten, anstatt ganz direkt zu sein. Die Sprache war eben sehr blumig. Wohl passend zur Mode. *lach*

Wer mittlerweile genug hat von den neumodischen, weichgespülten, glitzernden Vampire oder mehr den alten Mythos der Unsterblichen mag, der ist bei "Hotel Transylvania" gut aufgehoben.



Sonntag, 2. September 2012

Urlaubslektüre - Was nehme ich mit?

Noch 5 Tage, dann ist es soweit. Zwei Wochen Urlaub. :-)  Endlich wieder mit dem Wohnmobil unterwegs und es geht Richtung Norden.
Freitag wird es noch einmal stressig. Erst arbeiten bis mittags, dann nach Hause, die Wohnung etwas auf Vordermann bringen (man will ja bei der "Kinderbetreuung" keinen schlechten Eindruck machen), den Stall ebenfalls sauber machen, vielleicht noch was einkaufen, waschen und dann....packen. Klamottentechnisch nicht so das Problem, aber welche Bücher nehme ich mit? Einen Fernseher haben wir nicht im Womo, also ist abends viel Zeit zum Lesen. Wenn ich mein aktuelles Buch bis dahin schaffe, kann ich das schon mal zuhause lassen.
Hoffentlich kommt mein Rezi-Exemplar "Die Hurenkönigin" von Vorablesen bis dahin, dann kann ich das mitnehmen. Außerdem "Totenbraut" von Nina Blazon, eine Leihgabe einer Freundin. Und sonst werde ich sicher fündig in meinem SuB, ein bisschen Abwechslung soll auf jeden Fall rein.
Und unser Womo hat sehr viel Platz :-)