Sofia lebt und arbeitet in Stockholm. Sie ist bei der Finanzbehörde und dort auch zuständig für die Kunden, die ihre Steuern nicht pünktlich zahlen können. So hat sie Milla und ihren kleinen Sohn Emil kennengelernt. Milla ist vor kurzem Witwe geworden und Sofia hat Mitleid und gewährt ihr immer wieder Zahlungsaufschub. Das passt Rune, Leiter der Abteilung und Sofias Lebensgefährte aber gar nicht. Als Mila dann nach einem Unfall ins Krankenhaus muss, scheint der geplante Urlaub von ihr und Emil zu platzen. Dabei wünscht sich Emil nichts mehr als einen Sommer in "Bullerbü", dort wo seine Lieblingsgeschichten von Astrid Lindgren spielen. Sofia übernimmt kurzentschlossen Millas Platz, denn sie ist in Smaland aufgewaschen. Zusammen mit Emil reist sie in die Gegend, die sie vor zehn Jahren überstürzt verlassen hat. Als sie beim Versuch, einem Hund auszuweichen, dessen Besitzer anfährt, bleibt sie im Dorf Byn hängen. Bengt, der Tierarzt, braucht wegen seiner Verletzung nun Hilfe in der Praxis und Emil freundet sich direkt mit Bengts Kindern Lasse, Greta und Ronja. Und dann ist da noch Gösta, Bengts Schwiegervater. Aber wo ist Bengts Frau?
Sofia hat ein schlechtes Gewissen und willigt ein, zwei Wochen in der Praxis auszuhelfen und Bengt zu "Hausbesuchen" zu fahren. Außerdem scheint Emil sich direkt wohlzufühlen und Byn ist für ihn sein Bullerbü.
Was für eine schöne und herzerwärmende Geschichte. Einfach zum Wohlfühlen, Träumen und Abtauchen. Ein Sommer in einem Dorf in Schweden, wunderbar gezeichnete Charaktere, Szenen zum Schmunzeln, aber auch emotionale Momente.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, sehr lebendig und anschaulich führt die Autorin uns durch die Geschichte und macht das sommerliche Bullerbü....Verzeihung, Smaland vor dem geistigen Auge sichtbar.
Natürlich weiß man, wohin die Reise geht und vielleicht ist die eine oder andere Fügung des Schicksals ein wenig zu viel des Guten. Aber "Sommerglück in Schweden" ist schließlich kein Tatsachenbericht, sondern ein Roman, der unterhalten soll und das hat die Autorin bei mir zu hundert Prozent erreicht.

