Mittwoch, 2. Januar 2013

Mina Hepsen: Unsterblich wie die Nacht

Klappentext: Eigentlich hätte Angelica nichts dagegen, ihre Zeit weiterhin mit ihren geliebten Büchern zu verbringen. Doch seit sie in London ist, muss sie sich in der Gesellschaft zeigen. Aber ihre Gabe, Gedanken lesen zu können, verunsichert sie. Bis sie jemandem begegnet, der sie ohne Worte zu verstehen scheint. Könnte der mysteriöse Alexander ihr Seelenverwandter sein? Oder stellt er eine tödliche Gefahr dar? In London gehen plötzlich Gerüchte über grausame Vampire um, und Aleksandrs Name fällt dabei immer öfter …


Zunächst mal die Anmerkung, dass ich es sehr schade finde, dass es weder im Klappentext noch auf dem Cover einen Hinweis darauf gibt, dass die Geschichte nicht in unserer Zeit spielt, sondern im London des Jahres 1871. Hätte ich gewusst, dass es sich um einen historischen Vampirroman handelt, hätte ich das Buch schon viel früher gelesen. Und vielleicht würde es auch anderen so gehen, bei denen eben genau diese Geschichten ins Beuteschema passen. Angesichts des Covers geht man aber erst einmal eher von einem Buch á la Lara Adrian aus. 

Angelica ist eine junge Frau Anfang Zwanzig, die nach dem Unfalltod ihrer Eltern (Mutter Engländerin, Vater Russe) mit ihrem Bruder Mikhail in London aufwächst. Zwar kümmert sich ihre Tante um sie, aber die beiden wachsen mehr oder weniger in der Obhut der Dienerschaft auf dem Lande auf. Was aus Angelica eine freiheitsliebende, kluge und eigenständige Frau gemacht hat, die die Natur, das Landleben und ihre Bücher liebt. Und ihren herzkranken Bruder und ihm zuliebe zieht sie schließlich zu ihm in die Stadt und ist nun Teil der Londoner Gesellschaft mit ihren Empfängen, Bällen und Theaterbesuchen. 
Ihre Tante möchte sie unbedingt verheiraten, aber Angelica ist davon gar nicht begeistert. Dann zwingt sie allerdings eine Nachricht ihres Anwalts und Vermögenswalters doch dazu, sich die heiratsfähigen Junggesellen näher anzusehen und auf einem dieser Bälle trifft sie auf den geheimnisvollen Alexander. Obwohl er arrogant, kühl und distanziert ist, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und endlich scheint sie jemanden getroffen zu haben, die mit dem selben Fluch gestraft ist, wie sie: die Gedanken anderer Menschen lesen zu können. Und sie hofft, dass er ihr endlich zeigen kann, wie man damit umgeht.
Alexander seinerseits ist fasziniert von der jungen Frau mit dem starken Geist, der kraftvollen Ausstrahlung und dem süßen Duft ihres Blutes. Allerdings kann er es im Moment gar nicht gebrauchen, von seiner Aufgabe abgelenkt zu werden, denn er ist das Oberhaupt des Ostclans der Vampire und soll in London einen abtrünnigen Vampir zur Strecke bringen, der brutal Menschen ermordet und somit auf die im Verborgenen lebenden Vampire aufmerksam macht. Außerdem scheint auch noch ein Vampirjäger sein Unwesen zu treiben. Aber immer wieder kreuzt Angelica seine Wege und das bringt nicht nur die junge Frau in Gefahr...

Mit hat das Buch super gefallen. Ich mochte Angelica gleich auf Anhieb, sie war mir total sympathisch und ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Weitere positive Charaktere waren für mich Mikhail, Joanna, Kiril sowie Margaret und James. 
In einigen Kritiken habe ich gelesen, das Buch sei wenig spannend und sehr vorhersehbar. Gut, das Ende ist sicher zu erwarten, aber die mangelnde Spannung kann ich nicht bestätigen, im Gegenteil. Ich dachte immer "Ach noch ein Kapitel" und konnte es kaum aus der Hand legen. 
Ich bin ja immer skeptisch, was die Art der Vampire betrifft, denn die modernen, abstinenten, "glitzernden" Vampire sind nicht so mein Ding. Mina Hepsens Vampire sind dagegen eine gute Mischung aus dem alten Mythos und zeitgenössischen Blutsaugern. Sie haben ihre festen Regeln und Gesetze, um in der Gesellschaft der Menschen nicht aufzufallen, leben aber doch nach einem alten Codex. Hierdurch wirken sie sehr realistisch, was die Existenz einer solchen "Rasse" durchaus denkbar macht... ;-)

Also ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen. 



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