Montag, 5. Oktober 2015

"Der Abgrund des Bösen" von Richard Montanari


Die Detectives Kevin Byrne und Jessica Balzano werden zu einem bizarren Tatort gerufen: Einem Mann wurde ein Eisenbahnnagel in den Kopf geschlagen. Dann setzte der Mörder ihn blutüberströmt auf eine Bank in einem öffentlichen Park. Das ist erst der Anfang einer Reihe von Morden, die zum Philadelphia State Hospital führen - und zu den Albträumen, die dort immer noch lauern. Das Krankenhaus war einst berüchtigt wegen seiner Insassen: psychisch kranke Kriminelle. Vor Jahren brannte es bis auf die Grundmauern nieder. Was niemand ahnt: Einer hat das Feuer überlebt. Und er hat die Stadt niemals verlassen ...

Detective Jessica Balzano geht noch einmal zur Uni und studiert "nebenbei" Jura. Um Familie und Beruf auch noch unter einen Hut zu bringen, arbeitet sie in der Abteilung für ungeklärte, ältere Fälle. Dazu gehört auch der Mord an Robert Freitag, der vor einem Monat im Priory-Park gefunden wurde, brutal ermordet, indem ihm jemand einen Schienennagel in den Kopf geschlagen hat. Als ein weiterer Mord geschieht, überschneidet sich der alte mit diesem neuen Fall und zusammen mit ihrem Partner Kevin Byrne deckt Jessica nach und nach die Zusammenhänge auf. Die Spur führt schließlich zu einer berüchtigten Klinik für psychisch Kranke, genannt Cold River. Und es sterben weitere Menschen, die alle irgendwann mit dieser Klinik zu tun hatten. Was passierte dort vor zwanzig Jahren? Gab es verbotene Experimente? Ist ein ehemaliger Patient auf einem Rachefeldzug? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


Die Thriller von Richard Montanari mit den Detectives Jessica Balzano und Kevin Byrne gehören neben den Büchern von Chris Carter zu meinen Favoriten. Zum einen hat das mit den Fällen an sich zu tun, zum anderen mit den Hauptfiguren. Die temperamentvolle Jessica mit ihren italienischen Wurzeln 
 und der oft grüblerische Kevin mit seinem irischen Dickschädel sind das perfekte Team und ergänzen sich hervorragend. Ich hoffe doch sehr, dass Jessicas Jurastudium diese Partnerschaft in Zukunft nicht entzweit. Das Ende hat mich diesbezüglich ein wenig nachdenklich gemacht....aber ich will nicht zu viel verraten.
Die Geschichte an sich ist wie immer spannend geschrieben, der Stil des Autors gewohnt flüssig mit relativ  kurzen Kapiteln, die oft mit einem Cliffhanger enden. So bringt man den Leser natürlich dazu am Ball bzw. Buch zu bleiben. Auch merkt man Montanari die Liebe zu Philadelphia an und dass er sich mit der Arbeit und den Hierarchien bei der Polizei auskennt. 
Allerdings fand ich die Story dieses Mal manchmal auch ein wenig verwirrend mit einigen Namen und Figuren und manchmal war mir nicht ganz klar, um wen es da gerade ging. 
Zum Ende hin gibt es noch ein paar gut eingebaute Wendungen und die Auflösung hätte ich auch so nicht erwartet.

Alles in allem wie immer ein guter Thriller aus der Reihe und hoffentlich nicht der letzte. 


©Blackfairy71

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ 






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