"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Freitag, 31. März 2017

Nur mal so...weil Freitag ist ;-)


Dieses Bild passt einfach sowas von gut auf alle Bücherwürmer, das möchte ich euch nicht vorenthalten:




In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles, sonniges und lesereiches Wochenende.


Donnerstag, 30. März 2017

"Dünentod" von Sven Koch

Der zweite Fall für das ostfriesische Ermittlerduo Tjark Wolf und Femke Folkmer. 

Bei einem Hafenfest in Wilhelmshaven wird die Polizistin Ceylan niedergestochen. Femke Folkmer, die nach den Ereignissen in Werlesiel nun bei der Kripo in Wilhelmshaven arbeitet, ist bei ihr, kann den Angriff aber in der Menschenmenge auch nicht verhindern. Da Femke wegen persönlicher Verwicklung eigentlich nicht ermitteln darf, spürt sie Tjark Wolf auf, der nach Werlesiel suspendiert wurde und in Dänemark untergetaucht ist. Er kommt zurück nach Ostfriesland und zusammen mit Femke und ihrem Kollegen Fred sucht er nach dem Täter. Dabei stoßen sie auf rivalisierende Motorradgangs und einen Mann, der nach einem Waffenkauf offensichtlich Größeres plant. Auf seinem Hof finden sie jede Menge Material zum Bau von Bomben sowie Pläne der Nordseefähren. Was hat er vor? Können Tjark und Femke ihn noch rechtzeitig stoppen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der eigentliche Klappentext ist meiner Meinung nach unpassend, denn er erzählt im Grunde nur das, was im letzten Drittel des Buches passiert und verrät auch schon viel zu viel über die Geschichte. Wahrscheinlich, um möglichst viel Spannung und Action zu versprechen. 
Dabei wäre das eigentlich gar nicht nötig, denn die Geschichte entwickelt sich gewohnt spannend bis hin zum Showdown. Dafür sorgen auch die ständigen Wechsel in der Erzählperspektive, denn es wird kapitelweise aus der Sicht von Femke, Tjark oder des Täters erzählt. Oft kommt es zum Cliffhanger, was natürlich den Leser dazu bringt, dran zu bleiben. Dafür sorgen auch die oft sehr kurzen Kapitel, besonders zum Schluss. 

Zu den Charakteren: Femke Folkmer ist ja nun nicht mehr im kleinen Werlesiel als Polizistin tätig, sondern bei der Kripo in Wilhelmshaven. So ganz ist sie damit nicht zufrieden, denn das Aufgabengebiet ist hier natürlich ein anderes und bringt mehr Verantwortung mit sich. Dass sie an sich zweifelt, kann ich gut nachvollziehen. Trotzdem meistert sie ihren Job sehr gut, als es darauf ankommt.
Tjark Wolf, der Comicfan, sieht sich und seine Kollegen Ceylan, Fred und Femke mehr als einmal als die "Fantastic Four" und diese gilt es zu beschützen. Für ihn sind sie sowas wie seine Familie und das macht ihn sympathisch. Er handelt meistens, ohne an die Konsequenzen zu denken, was in seiner Situation natürlich fatal ist, wenn er seinen Job wiederbekommen möchte. Ein Hitzkopf mit einem guten Kern, würde ich sagen. 

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich den ersten Teil gelesen habe und ich konnte mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern. Das war aber nicht schlimm und zeigt, dass man "Dünentod" auch ohne Vorkenntnisse lesen kann. 
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, alleine schon wegen der Locations, die mir sehr bekannt sind, da ich schon oft in Ostfriesland an der Küste war. So einen Wiedererkennungswert finde ich immer klasse. Auch wenn ich jetzt sicher immer an diese Geschichte denken werde, wenn ich mal wieder in Bensersiel am Hafen stehe und eine Fähre auf dem Weg nach Langeoog sehe...

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




Montag, 20. März 2017

Zum Frühlingsanfang


Das heutige Google-Doodle finde ich zu knuffig, das muss ich einfach hier posten zum Frühlingsbeginn. Dabei muss ich an unseren Kasimir denken. *g*







Sonntag, 19. März 2017

"Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" von Robert C. Marley



London 1893. Der Goldschmied Gordon Wigfield wird tot in seiner Werkstatt aufgefunden, brutal ermordet. Chief Inspector Donald Swanson von Scotland Yard übernimmt den Fall. Und es dauert nicht lange, da wird ein weiterer Toter aufgefunden, ebenfalls aus der Goldschmiedebranche. Wer hatte es auf die Männer abgesehen? Und was hat der berüchtigte Hope-Diamant damit zu tun?
Bei ihren Ermittlungen stoßen Swanson und sein Sergeant auch auf so berühmte Persönlichkeiten wie Oscar Wilde und Arthur Conan Doyle.  Sind sie ebenfalls in die Morde verwickelt?

"Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten" ist der erste Teil der historischen Krimireihe, die im viktorianischen London spielt. Ich hatte bisher nur Gutes davon gehört und muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. 
Von Anfang an wurde ich gut unterhalten, der Schreibstil gefiel mir. Die Sprache ist authentisch, würde ich sagen, nicht zu modern, aber auch nicht zu altmodisch. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und glaubwürdig dargestellt. 
Manchmal musste ich schmunzeln, denn zwischendurch gibt es immer wieder Momente mit dem bekannten englischen Humor. 
Gut gefallen hat mir auch, dass Marley bekannte Figuren in die Story eingebaut hat, die tatsächlich gelebt haben, wie Oscar Wilde oder Holmes-Erfinder Sir Arthur Conan Doyle. 
Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Ganz zum Schluss hatte ich zwar einen Verdacht bezüglich des Täters, aber bis dahin tappte ich im Dunkeln. 

Alles in allem ein vielversprechender Auftakt zu einer historischen Krimireihe, die auf jeden Fall weiter verfolgen werde. Teil 2 lautet "Inspector Swanson und der Fall Jack the Ripper". Hierauf wird auch schon im "Hope-Diamant" ein paar Mal kurz eingegangen und ich bin gespannt, wie der Autor das Ganze umgesetzt hat.


Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




Freitag, 17. März 2017

Welttag des Buches 2017

Nicht mehr lange und es ist wieder soweit: Der Feiertag aller Leseratten, Büchereulen und Buchgesichter ist wieder da:



Wie jedes Jahr gibt es auch dieses Mal sicher wieder viele Aktionen rund um Bücher und das Lesen. Mehr dazu findet ihr auch auf der Website.

Und auch viele Blogger beteiligen sich an einem solchen Tag natürlich. Ich weiß noch nicht, was ich dieses Mal mache. Im letzten Jahr habe ich ja einen ausführlichen Beitrag zu meinem Lieblingsbuch "Dracula" gebracht mit Interviews von einigen Vampirbuch-Autoren. Leider war Bram Stoker nicht dabei. *g*

Auch "Blogger schenken Lesefreude" geht wieder an den Start. Schaut doch mal bei:





Mittwoch, 15. März 2017

"Das Hexenmädchen" von Max Bentow

In Berlin geht anscheinend ein Serienmörder um. Nacheinander werden drei Opfer gefunden, brutal ermordet und zur Schau gestellt. Kommissar Nils Trojan sucht fieberhaft nach dem Täter, um weitere Morde zu verhindern.
Dann verschwinden auch noch zwei Mädchen. Gibt es da einen Zusammenhang? Beide Kinder sprachen vor ihrem Verschwinden von einer Hexe, die sie anscheinend in Angst und Schrecken versetzte. Und beim Anblick der Toten muss Trojan unweigerlich an Hänsel und Gretel denken. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

Das Hexenmädchen ist der vierte Teil der Thriller-Reihe um Kommissar Nils Trojan aus Berlin. Der chronisch erschöpfte Polizist kommt auch diesmal nicht zur Ruhe. Seine Panikattacken und Angstzustände machen ihm nach wie vor zu schaffen. Hinzu kommt noch sein schlechtes Gewissen, weil er kaum Zeit für seine Tochter hat, die im Moment bei ihm wohnt. Und auch die Beziehung zu Jana leidet darunter. Keine einfachen Voraussetzungen, um einen Mörder zu jagen. 
Die Geschichte um die Morde ist gut konstruiert, der Schreibstil gewohnt flüssig und durch die häufigen Perspektivwechsel bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten. Zwischendurch gibt es Andeutungen, die einen anderen Täter vermuten lassen. Die Auflösung hätte ich dann auch nicht so vermutet.

Alles in allem hat mich das Buch wieder gut unterhalten, wie auch schon die Vorgänger. Allerdings war es mir hier manchmal schon etwas zu viel mit Trojans ständiger Übermüdung, seinen Angstzuständen, Panikattacken usw. Ich denke, im echten Leben, wäre ein Polizist wie er schon krankheitsbedingt aus dem Verkehr gezogen worden. Jedenfalls hoffe ich das.
Aber Das Hexenmädchen ist ja "nur" ein Buch. Das ich Thrillerfans auch durchaus empfehlen kann, ohne dass man die ersten drei Teile unbedingt gelesen haben muss.

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ 







Donnerstag, 9. März 2017

Rezensionen schreiben lohnt sich :-)


Ich bin seit einiger Zeit in der Lesejury  des Bastei Lübbe Verlages. In dieser Community kann man seine Bücher inventarisieren und katalogisieren, Rezensionen schreiben und an Leserunden teilnehmen. Und für viele Aktionen bekommt man Bonuspunke, für die man sich dann Prämien aussuchen kann.
Ich hatte nun über 2000 Punkte zusammen und habe diese eingelöst für "Ostseetod" von Eva Almstädt. Freu! Das stand sowieso auf meiner Wunschliste und nun kommt es zu mir. 




Jetzt habe ich zwar nur noch 70 Bonuspunkte, aber egal. Da kommen sicher bald wieder welche dazu. *g*





Samstag, 4. März 2017

"Wer sich in Gefahr begibt" von Ann Granger

Elizabeth Martin kommt im Jahr 1864 nach London, um eine Stelle als Gesellschafterin bei der wohlhabenden Julia Parry anzutreten, der Witwe ihres Patenonkels. Gleich nach ihrer Ankunft auf dem Weg vom Bahnhof sieht Lizzie, wie man im Armenviertel Agar Town eine tote Frau auf einem Karren weg bringt. Hier werden die Häuser abgerissen, um einen neuen Bahnhof zu bauen, ohne Rücksicht auf die Schicksale der Menschen, die hier lebten. 
Angekommen am vornehmen Dorset Place erfährt sie dann, dass ihre Vorgängerin vor einigen Wochen anscheinend spurlos verschwunden ist. Die Umstände sind sehr mysteriös und Lizzies Neugier ist geweckt. Besonders als im Hause von Mrs. Parry Inspector Benjamin Ross von Scotland Yard auftaucht, der den Tod der jungen Frau aus Agar Town untersucht und Fragen nach Lizzies Vorgängerin stellt. Als Lizzie in Ben einen Jungen aus den Kohleminen ihrer Kindheit in Derby wiedererkennt, hilft sie ihm bei den Recherchen und der Suche nach dem Mörder.

Dies ist der erste Teil der historischen Krimireihe von Ann Granger mit Lizzie Martin und Benjamin Ross. Mir hat "Wer sich in Gefahr begibt" gut gefallen. Ganz besonders Lizzie mochte ich gleich, denn für eine junge Frau zu der Zeit ist sie sehr unkonventionell, lässt sich nicht unterkriegen und auch nicht bevormunden. Was ihr das Leben natürlich nicht leichter macht. Und auch ihr ausgeprägter Gerechtigkeitssinn macht ihr oft Schwierigkeiten.
Benjamin Ross bleibt sich ebenfalls treu und hat nie vergessen, woher er kommt und wem er seinen Werdegang zu verdanken hat. Auch von der so genannten "besseren Gesellschaft" lässt er sich nicht einschüchtern.
Ann Granger schreibt gewohnt flüssig und anschaulich. Die Schuttberge in Agar Town, die von Kohlenstaub schwarze Luft in Derby, der dichte Nebel in London, das alles wird lebendig in der Geschichte. Auch ein Teil von Sozialkritik schwingt mit, denn anscheinend interessiert es nur Lizzie, was mit ihrer Vorgängerin passiert ist. Auch der Satz von Lizzies Vater: "Vergiss niemals den wahren Preis von Kohle" macht nachdenklich, denn für den Komfort der Reichen mussten Kinder in den Minen arbeiten. 

Insgesamt ist dieser Krimi zwar eher unaufgeregt, aber deswegen keineswegs langweilig. Die Auflösung überraschte mich auch nicht wirklich, aber das fand ich nicht weiter schlimm. Zwischendurch gab es immer wieder neue Entwicklungen und Verdächtige, wodurch die Spannung erhalten blieb.

Ich werde auf jeden Fall die weiteren Teile auch lesen, da ich wissen möchte, wie es mit Lizzie und Ben weitergeht. 

2. Neugier ist ein schneller Tod
3. Ein Mord von bess'rer Qualität
4. Ein guter Blick fürs Böse
5. Die Beichte des Gehenkten
6. Die Tote von Deptford

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥




Donnerstag, 2. März 2017

Geburtstagswichteln


In Bücherforen gibt es ja neben dem Quatschen über Bücher auch immer wieder nette kleine Aktionen, wie z. B. das Bücherwichteln zum Geburtstag. 

Dieses Mal wurde ich in Ullis Büchercafe von einer anderen Userin beschenkt. 



Diese beiden Seitlinge sind am Dienstag neu bei mir eingezogen und natürlich habe ich mich riesig gefreut.
Außerdem gab es noch "leckeres" Duschgel dazu. 😊

Vielen Dank noch mal, liebe Charlie, für die schönen Sachen.