"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Sonntag, 22. Mai 2016

Reise ins Land derer of Waringham


Zumindest ungefähr. ;-) Wir hatten für Juni einen Kurztripp nach Kent geplant. Leider wurde dieser vom Reisebüro abgesagt, zu wenige Anmeldungen. 
Aber nun fahren wir nach Südengland und nach Cornwall. In einer Woche geht es los und ich bin schon ganz aufgeregt.
Sehr passend, dass ich ja gerade "Der dunkle Thron" lese und das Buch wird mich auch noch auf der Reise begleiten, da ich es zeitlich nicht schaffen werde, es vorher zu beenden. 

Zum Glück steht mir dank des Feiertages jetzt wieder nur eine kurze Arbeitswoche bevor, so dass ich vor der Fahrt noch Zeit habe, ein paar Dinge zu erledigen. 

Also kommt gut in die neue Woche. 


Samstag, 14. Mai 2016

"Die Mädchenwiese" von Martin Krist



Finkenwerda, ein Dorf im Spreewald nahe Berlin. Der ehemalige Polizist Alex Lindner lebt hier und führt die Kneipe seiner Eltern weiter. Vor drei Jahren hat er den Dienst quittiert, nachdem die Suche nach einem Serienkiller gründlich schiefging.  
Im Dorf lebt auch die getrennt lebende Laura Theis mit ihren Kindern Lisa und Sam. Eines Tages ist Lisa verschwunden und zunächst glauben alle, die Sechzehnjährige sei abgehauen, da es zuhause ständig nur noch Streit gab. Aber der achtjährige Sam ist überzeugt, dass ihr was passiert ist, denn seine Schwester hat ihm versprochen, sie kommt zurück und ist nur am Wochenende weg. Aber niemand will ihm zuhören, nicht einmal sein Onkel Frank, der bei der Kripo ist. Und seine Mutter ist mit den Nerven am Ende und muss erkennen, dass sie ihre Kinder, besonders ihre Tochter, anscheinend gar nicht wirklich kennt.
Einzig Alex Lindner sieht einen Zusammenhang zwischen den Morden damals und dem Verschwinden von Lisa. Und der Mörder scheint ein Spiel mit ihm zu spielen und schickt ihm Hinweise.
Und auch die alte Berta, die im Dorf als Hexe beschimpft wird, weil sie sich nur im Dunkeln raus wagt und ständig Selbstgespräche führt, weiß was vor sich geht. Aber sie kann die Wahrheit niemandem erzählen, dafür ist diese zu schrecklich und sie ist überzeugt, dass sie selbst eine Mitschuld an allem trägt.  
Schließlich wird eine Mädchenleiche im Wald gefunden. Ist es Lisa? Oder gibt es noch eine Chance für sie? 

"Die Mädchenwiese" ist ein rasanter, spannender Thriller und nichts für schwache Nerven und Zartbesaitete. Das trifft besonders auf den Bericht von Berta und sie Szenen mit Lisa zu. Das Buch ist ein echter Pageturner, allein schon durch die relativ kurzen Abschnitte und Kapitel, die fast immer mit einem Cliffhanger enden und die häufigen Perspektivwechsel. Mal wird aus Sicht von Alex erzählt, mal aus der von Laura Theis oder von Sam und dann aus der von Lisa. 
Unterbrochen wird die gegenwärtige Handlung immer wieder von der Erzählung von Berta und der Leser erfährt schließlich wie alles zusammenhängt und welche Rolle die alte Frau bei der ganzen Sache spielt. Hätte sie etwas ändern, das Ganze verhindern können? Ich glaube nicht. 
Was die Charaktere angeht, so war mir Lisa eigentlich noch am sympathischsten, auch wenn sie anfangs doch recht fies zu ihrem kleinen Bruder war. Aber sie ist sechzehn und da nerven kleine Brüder halt. Und Sam ist sicher auch nicht einfach. Der Autor stellt ihn als schüchternen, zurückhaltenden, verträumten Jungen dar und manchmal kam es mir so vor, als wollte er ihm autistische Züge verpassen oder zumindest ADS. 
Laura nervte mich ein bisschen mit ihrem Gezeter und ihrem Verhalten Sam gegenüber. Bei Alex bin ich zwiegespalten, manchmal mochte ich ihn, aber manchmal konnte ich sein Verhalten und seine Handlungen nicht so ganz nachvollziehen. 

Das Ende und die Auflösung kamen für mich dann doch etwas überraschend und die Erklärung ging mir ein bisschen zu schnell und so ganz nachvollziehen konnte ich die Motive des Täters nicht. Ich kann jetzt auf Einzelheiten schlecht eingehen, ohne zu viel zu verraten, aber wer das Buch kennt, weiß vielleicht, was ich meine.
Und eine Sache gefiel mir ganz und gar nicht und ich denke auch nicht, dass das für den Verlauf der Story wirklich notwendig war. Ich muss sagen, da war ich richtig wütend auf den Autor und hab sogar geheult. Ich will nichts verraten, ich sag nur ein Stichwort: Gizmo. 

Empfehlen kann ich das Buch aber auf jeden Fall allen, die spannende Thriller mögen. Ich habe es in zwei Tagen gelesen und das soll schon was heißen. *g*

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥



Mittwoch, 11. Mai 2016

"Die dunklen Fälle des Harry Dresden: Blendwerk" von Jim Butcher


Dies ist inzwischen schon der 15. Teil der Reihe um den Privatdetektiv und Magier Harry Dresden aus Chicago. Und dieses Mal muss er sich mit einem uralten Bösewicht auseinandersetzen.


Zum Inhalt:
Harry Dresden steht ein schlechter Tag bevor, denn als Winterritter der Feenkönigin Mab weiß er nie, welche Ränke sie schmiedet und sie seine Rolle darin aussieht. Üblicherweise hat sie nichts Gutes mit ihm ihm Sinn....und dieses Mal kommt es besonders dick. Mab hat Harry ausgeliehen, um eine alte Schuld zu begleichen und nun muss er eine Gruppe übernatürlicher Schurken helfen unter Führung eines seiner gefürchtetsten und verhasstesten Feinde: Nicodemus Archleone. Er soll ihnen Zutritt zum bestgesicherten Tresorraum im Niemalsland verschaffen. Erst im Laufe der Mission erfährt die Gruppe, wem dieser gehört: keinem Geringeren als Hades, dem Gott der Unterwelt und ihm soll das wohl bekannteste magische Artefakt der Geschichte entwendet werden....der Heilige Gral. 

Zu Beginn muss ich sagen, dass die Reihe inzwischen an einem Punkt angekommen ist, wo man nicht einfach mal eben so zwischen drin einsteigen kann. Chronologisches Lesen der einzelnen Bände ist schon erforderlich, sonst hat man erhebliche Schwierigkeiten. Auch musste ich feststellen, dass längere Lesepausen nicht so gut sind. Ich habe den vorherigen Teil vor nun fast zwei Jahren gelesen und hatte nun ein paar Probleme, wieder in die Handlung zu finden, aber nach ein paar Kapiteln war dann wieder alles gut. 
Wie immer hat mir der Schreibstil von Jim Butcher sehr gut gefallen und ich musste mehr als einmal zwischendurch grinsen, wenn Harry sich mal wieder mit seiner großen Klappe in Schwierigkeiten bringt oder selbstironisch gewisse Situationen oder Beziehungen analysiert. 
Durchweg ist die Geschichte spannend erzählt bis zum Schluss und kurz vor dem Ende gibt es noch eine überraschende Wendung. Wie gesagt, gibt es lustige Momente, aber auch emotionale und ernste, z. B. wenn Harry sich fragt, was als Winterritter aus ihm geworden ist oder wenn es um seine Tochter geht. 
Sehr gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Michael. Und auch Mouse ist wieder mit von der Partie. Nur Bob habe ich ein wenig vermisst, ebenso wie Molly. Aber das ist natürlich durch die Entwicklungen in der Vergangenheit bedingt. Vielleicht ändert sich das in der Zukunft ja auch mal wieder.

Für Fans von Harry ist das Lesen von "Blendwerk" natürlich ein Muss. Und für die, die es noch werden wollen, empfehle ich auf jeden Fall die Reihenfolge der einzelnen Bände einzuhalten. 






Montag, 9. Mai 2016

Mercy Thompson kehrt zurück

Endlich! Heute habe ich zufällig entdeckt, dass auch der 8. Band der Mercy-Thompson-Reihe von Patricia Briggs auf deutsch veröffentlicht wird. Zwar erst im Dezember, aber Vorfreude ist doch die schönste Freude. Und Weihnachten mit Mercy, das hat doch was. ;-) 


Vielen Dank an den Heyne Verlag. Ich denke, alle Fans von Mercy freuen sich, dass es endlich weitergeht. 


Samstag, 7. Mai 2016

Erste Neuzugänge im Mai

Nachdem ich letzten Monat ja ganz brav war und mir keine Bücher gekauft habe, musste ich mich dafür jetzt mal belohnen. 
Heute war bei uns Büchermarkt und ich habe diesen drei Seitlingen ein neues Zuhause gegeben:


Über "Der dunkle Thron" freue ich mich besonders, denn hierzu werde ich ja ab 15. Mai an einer Leserunde teilnehmen. Gestern hatte ich es noch im Buchladen für 12,99 Euro in der Hand....und heute habe ich es dann für 3,50 Euro erstanden, auch in einem Top-Zustand. Man muss auch mal Glück haben. *g*

Ich wünsche noch ein schönes, sonniges Wochenende.




Mittwoch, 4. Mai 2016

Langes Wochenende


Es ist soweit, der gefühlte Freitag ist da. Und mit ihm ist auch endlich der Frühling zurück und wenn man dem Wetterbericht glauben darf, dann bleibt er auch erst mal. Feiertag, Brückentag am Freitag, Samstag, Sonntag...ich freu mich.  

Bestimmt wird auch zwischendurch mal Zeit für Harry Dresden sein. Aber natürlich will ich auch das Wetter nutzen und viel draußen sein.


Ich wünsche euch jedenfalls einen schönen Feiertag und allen, die auch am Freitag frei haben, ein schönes langes Wochenende mit Zeit für eure Seitlinge.







Montag, 2. Mai 2016

Rückblick auf April und Ausblick auf den Mai


Der Frühling strengt sich ja mächtig an. Gestern war es schon sehr schön bei uns, da haben wir das Wetter draußen genutzt und ich bin leider nicht zum Lesen gekommen. Aber da ich ab Mittwoch schon wieder Wochenende habe - Feier- und Brückentag sei Dank - habe ich diese Woche bestimmt mehr Zeit.

Was war im April? Geschafft habe ich vier Bücher bzw. drei komplett und eins beendet, das ich im März begonnen habe. Und ein fünftes habe ich begonnen und nehme es mit in den Mai.

Meine Highlights im letzten Monat waren auf jeden Fall "Schmetterlingstränen" von Karin Kehrer sowie der Teil "Sehnsuchtsbisse" aus der Chicagoland-Vampires-Reihe von Chloe Neill.  Und dann natürlich das Wiedersehen mit Vampirin Gemma und ihren Zeitgenossen-Freunden. 

Im Moment lese ich ja "Blendwerk" von Jim Butcher und begleite Magier Harry Dresden wieder auf einem seiner Abenteuer. Ich habe noch etwa 480 Seiten vor mir und hoffe, die schaffe ich bis Mitte des Monats. Denn ab 15. Mai geht es wieder nach Waringham und in einer Leserunde werde ich mich dem "Dunklen Thron" von Rebecca Gablé widmen. Darauf freue ich mich schon sehr. 
Das passt dann auch sehr gut, da wir am 1. Juni für ein paar Tage nach Kent fahren...ins Land derer of Waringham.  ;-)