"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Samstag, 30. April 2016

Eine schöne Walpurgisnacht

Heute ist Walpurgisnacht, das Fest der Hexen. Im schottischen und irischen Raum feiert man Beltane, welches keltischen Ursprungs ist. Aber beide Feste ähneln sich in ihren Bräuchen und Ritualen sehr. Mit Feuern vertreibt man endgültig den dunklen Winter und böse Geister und feiert den Beginn des Frühlings.
Schon Goethe schwärmte im Jahr 1808 in seinem Werk "Faust" von der Walpurgisnacht.



Ich habe im letzten Jahr dieses interessante Buch entdeckt mit Informationen zu Frühlingsfesten, Orakeln und leckeren Rezepten. 

Also habt eine schöne Walpurgisnacht und ein schönes Beltane-Fest.




Montag, 25. April 2016

"Schmetterlingstränen" von Karin Kehrer



Dein Schicksal liegt in meinen Händen. So wie meines in deinen. Ich weiß, dass du auf mich wartest...

Schottland, 2013. 17 Jahre ist es her, seit Aprils Mutter Maureen auf der Isle of Skye brutal ermordet wurde. Das damals zehnjährige Mädchen musste alles mitansehen, konnte aber entkommen. An die Tat selbst kann sie sich nicht erinnern, hat alles vollkommen verdrängt und lebt seitdem zurückgezogen in dem kleinen Ort Oban. Aprils Alltag ist bestimmt von Angstzuständen, Panikattacken und Albträumen. Sie hat weder Fernsehen, noch Radio oder Internet, weil sie keine Spuren hinterlassen will, denn tief im Innern ist sie sicher, dass der Mörder ihrer Mutter sie immer noch sucht. 
Und dann taucht in Oban der Anwalt Benedict Holden auf, dessen Schwester vor einem Jahr in London auf genau die gleiche Weise ermordet wurde wie Aprils Mutter. Und die beiden waren anscheinend nicht die einzigen Opfer des so genannten Schmetterlingsmörders, der anscheinend jedes Jahr seit Maureens Tod im November zuschlägt. Holden bittet April um Hilfe bei der Suche nach dem Mörder seiner Schwester. Nach anfänglichem Zögern lässt sie sich darauf ein, denn ihr ist klar, dass dies ihre einzige Chance auf ein halbwegs normales Leben ist. Sie muss sich der Vergangenheit stellen und sich erinnern, was damals wirklich passiert ist....und wer der Mörder ihrer Mutter ist. 

Es ist nicht ganz leicht, "Schmetterlingstränen" in ein bestimmtes Genre einzuordnen. Auf dem Cover steht Roman, denn die Autorin wollte keine falschen Erwartungen wecken. Ich finde aber, es ist schon etwas mehr und würde es als psychologischen Spannungsroman bezeichnen, der auch Thriller-Aspekte enthält. Das Ganze geht vielleicht so ein bisschen in Richtung Joy Fielding oder Charlotte Link. 
Auf jeden Fall hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und mich bis zum Schluss gefesselt. Der Aufbau und Ablauf sowie die Auflösung sind schlüssig und logisch. Der Leser wird fast bis zum Schluss im Dunkeln über den Täter gelassen, obwohl es auch zwischendurch Passagen aus seiner Sicht gibt. Häppchenweise serviert uns Karin Kehrer Aprils Erinnerungen, verrät aber nie zu viel, so dass die Spannung erhalten und gegen Ende noch weiter aufgebaut wird. 
April, als Hauptfigur der Geschichte, mochte ich von Anfang an. Trotz ihres Traumas versucht sie ihr Leben einigermaßen zu meistern und ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen. Einerseits ist ihr klar, dass sie sich erinnern muss, andererseits hat sie natürlich auch schreckliche Angst davor. 
Was mir auch sehr gut gefallen hat, sind die landschaftlichen Beschreibungen von Schottland, ein wunderbares Land, das ich unbedingt auch einmal besuchen möchte. 

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für "Schmetterlingstränen", das ich in einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte, die von der Autorin Karin Kehrer begleitet wurde.  

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥






Samstag, 23. April 2016

Zum Welttag des Buches - Faszination Dracula


Heute ist es soweit, der Feiertag für alle Leseratten und Buchfreunde ist da: Der Welttag des Buches.
Zu diesem besonderen Anlass möchte ich euch - auch im Rahmen der Aktion Blogger schenken Lesefreude  - heute ein Buch etwas genauer vorstellen, das mich im Grunde seit Jahrzehnten begleitet und immer wieder aufs Neue fasziniert:
 
Die Handlung ist ja soweit eigentlich bekannt, daher versuche ich mich kurz zu fassen. 

Der junge Anwalt Jonathan Harker reist im Auftrag seiner Kanzlei ins entlegene Transsilvanien und führt vom ersten Tag an ein Reisetagebuch. Hauptsächlich, um seine Erlebnisse später mit seiner Verlobten Mina zu teilen, die daheim England auf ihn wartet. Ziel ist die Burg des Grafen Dracula, der durch die Kanzlei in London eine alte Abtei gekauft hat und demnächst dorthin übersiedeln will. Schon auf der Reise geschehen merkwürdige Dinge und die Menschen in Transsilvanien scheinen in tiefem Aberglauben zu leben und warnen Harker vor einer Weiterreise zur Burg. Aber der junge Anwalt lässt sich nicht abschrecken. Schon hier gelingt es Stoker, eine schaurige Atmosphäre zu schaffen.
Nach seiner Ankunft auf der Burg muss Harker nach und nach erkennen, dass der Graf nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Er ist sich nicht mal sicher, ob sein Gastgeber wirklich menschlich ist.
Währenddessen wartet Mina daheim auf Nachricht von ihrem Verlobten und vertreibt sich die Zeit mit einem Besuch bei ihrer Freundin Lucy an der Küste in Whitby die Zeit. Aber die unbeschwerte Zeit wird getrübt, denn Lucy scheint krank zu sein und sie schlafwandelt. Ein Freund der Familie, der Arzt John Seward, ruft schließlich seinen alten Studienprofessor Van Helsing zu Hilfe, der sich mit ungewöhnlichen Fällen und Methoden auskennt. Dieser befürchtet schließlich, dass Lucy das Opfer eines Vampirs geworden ist.
Aufgrund der Tagebucheinträge von Mina und Jonathan Harker kommen Van Helsing und Seward zusammen mit Lucys Verlobtem Arthur sowie seinem alten Freund, dem Texaner Quincey Morris, dem Grafen auf die Schliche und versuchen, ihn endgültig zu vernichten.



Was soll ich noch sagen? Ich liebe dieses Buch. Und ich finde den Aufbau der Geschichte aus Tagebucheinträgen, Phonografenaufnahmen, Briefwechseln und Zeitungsberichten einfach total gelungen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, keiner ist oberflächlich dargestellt und von Anfang an gelingt es dem Autor eine durchgehende Spannung zu erzeugen. 

Was mir beim erneuten Lesen des Buches vor gut einem Jahr aufgefallen ist: die Titelfigur Dracula taucht im Grunde nur am Anfang auf und zum Ende hin. Trotzdem beherrscht sie die gesamte Handlung und die Bedrohung durch den Vampir schwebt die ganze Zeit über den Hauptfiguren und zieht sich bis zum Schluss zu einem dunklen Netz zusammen. 

Heute ist Dracula ein Klassiker und ein Meisterwerk. Es gibt kaum jemanden, der den Namen nicht schon mal gehört hat. 1897, als der Roman veröffentlicht wurde, war das ganz anders. Sieben Jahre arbeitete Bram Stoker an seinem Roman und starb, ohne etwas von dem späteren großen Erfolg mitbekommen zu haben. Seine Witwe Florence lebte in ziemlich bescheidenen Verhältnissen. 
Erst zehn Jahre nach Stokers Tod, der am 20.04.1912 starb, war die Welt anscheinend langsam bereit für Dracula, denn Schauerliteratur wurde immer populärer. 
1922 verfilmte die deutsche Filmfirma Prana Film den Roman unter dem Titel Nosferatu....ohne eine Genehmigung. Florence Stoker verklagte die Firma wegen Verletzung der Urheberrechte, gewann zwar nach drei Jahren den Prozess, sah aber trotzdem keinen Cent, da die Firma inzwischen pleite war. Dacre Stoker, der Urgroßneffe von Bram, sagt im Nachwort zu seinem Roman Dracula - Die Wiederkehr, dass das Buch seiner Familie kein Glück gebracht habe. Und das war auch ein Grund, warum er zusammen mit Ian Holt später die Fortsetzung schrieb. Dacre war übrigens der Meinung, dass sein Großonkel schon immer geplant hatte, eine Fortsetzung zu schreiben und zwar begründet er das mit Draculas Ende. Denn es ist kein Holzpflock, der ihm am Schluss ins Herz gestoßen wird, sondern ein Dolch. Und sogar Van Helsing weiß, dass man einen Vampir damit nicht endgültig vernichten kann. ;-)

Habt ihr euch schon mal gefragt, wieso es so viele verschiedene Dracula-Verfilmungen gibt und kaum einer inhaltlich mit der Handlung des Buches zu tun hat? Nun, in den USA galten die Urheberrechte nicht, da Stoker irgendeine kleine Bedingung der Urheberrechtsbehörde nicht erfüllt hatte. Somit galt Dracula in Amerika als gemeinfrei und Hollywood "verwurstete" den Stoff zu allem möglichen....und unmöglichen. Ich kenne eigentlich nur eine Verfilmung, die das Recht hat, als Adaption des Romans bezeichnet zu werden und das ist Bram Stokers Dracula von Francis Ford Coppola. Meiner Meinung nach gibt es keinen Film, der in der Handlung so genau dem Buch entspricht.

Zu Lebzeiten arbeitete Bram Stoker als Journalist und Theaterkritiker. So lernte er den Schauspieler John Henry Irving kennen und Gerüchten zufolge soll dieser als Vorbild für die Figur des Grafen Dracula gedient haben. Ob das stimmt...wer weiß. Stoker ließ sich aber auch von vielen anderen Dingen beeinflussen. So war er sehr beeindruckt von Joseph Sheridan Le Fanus Vampirgeschichte Carmilla. Eigentlich sollte auch sein Roman zunächst in der Steiermark spielen, aber dann verlegte er das Ganze doch nach Transsilvanien. Das ursprüngliche Eröffnungskapitel entfiel und wurde später als Kurzgeschichte Draculas Gast gesondert veröffentlicht. Hier findet Jonathan Harker das Grab der Vampirin. Zu finden ist die Geschichte u.a. in der Anthologie Denn das Blut ist Leben, erschienen im Festa Verlag.
Transsilvanien wurde es wohl deshalb, weil Stoker die historische Figur des walachischen Fürsten und Feldherrn Vlad Draculea als Vorbild für seinen Grafen Dracula nahm. Bis heute ist er damit untrennbar verbunden. Ebenso wie die so genannte "Blutgräfin" Bathory. Er recherchierte ausgiebig das Thema Vampire und stieß in alten Legenden auf Dinge wie Knoblauch, pfählen, Sonnenlicht vermeiden, Blut trinken, usw. Übrigens ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass Dracula sich nur in der Nacht und bei Dunkelheit draußen bewegen kann. Er ist sehr wohl auch am Tage unterwegs, allerdings ist er dann nicht so mächtig wie in der Nacht und kann sich beispielsweise nicht in eine Fledermaus oder einen Wolf verwandeln. Nur direktes Sonnenlicht bekommt ihm gar nicht. 

Quellen: Wikipedia, Dracula - die Wiederkehr von Dacre Stoker/Ian Holt

Bram Stokers Dracula ist für mich mit Abstand der beste Vampirroman , den ich kenne. Und es gibt ein paar andere Bücher, die das Thema aufgreifen und die es meiner Meinung nach durchaus wert sind, gelesen zu werden:


Dracula kehrt zurück von Freda Warrington
Dracula, my love von Syrie James
Dracula - Die Wiederkehr von Dacre Stoker und Ian Holt
Der Historiker von Elisabeth Kostova
Die Geständnisse des Grafen Dracula von Fred Saberhagen

Ich kann gar nicht mal genau sagen, was mich letztendlich so an Dracula fasziniert, dass ich es immer wieder lesen könnte. Und auch alles andere rund um dieses Thema. Auf jeden Fall hat Bram Stoker mit seinem Buch den Urvater aller Vampire erschaffen und manche von den späteren Blutsaugern hätten ohne ihn sicher nie das Licht der Welt erblickt. 

Das brachte mich auf die Idee einige der heutigen Autoren von Vampirromanen mal zu diesem Thema zu befragen. Hier findet Ihr nun die Antworten.



Hope Cavendish, Autorin der historischen Vampirromanreihe Zeitgenossen schreibt:

1. Hast du "Dracula" von Bram Stoker gelesen?
Ja.

2. Hast du das Buch bisher einmal gelesen oder öfter?
Einmal ganz und vereinzelte Szenen öfter, um gewisse Aspekte wie z.B. die "Tageslichttauglichkeit" des Grafen nachzuschlagen. ;-)

3. Wann hast du es zum ersten Mal gelesen?
Ich glaube, vor ungefähr 6 Jahren.

4. Wie ist deine Meinung zum Buch?
Das Buch vermittelt die klassische Atmosphäre eines viktorianischen Schauerromans.
Dadurch, dass Stoker die Ereignisse über Briefe, Tagebucheinträge und Protokolle der beteiligten Figuren erzählt, wird man als Leser sofort in das Geschehen hineingezogen und empfindet schnell einen latenten Grusel. Man muss dabei allerdings auch gewillt sein, sich auf diesen Stil einzulassen.


5. Hat Stokers Roman dich inspiriert, selbst Vampirromane zu schreiben und hat „Dracula“ Einfluss auf deine eigenen Bücher?
Vermutlich ist jeder Vampirroman-Autor letztendlich irgendwie auch durch Stoker inspiriert. Schließlich gilt sein Graf als der Inbegriff des klassischen Vampirs, wenngleich er auch nicht der erste Vampir der Literaturgeschichte war.  Auf meine historische Vampirromanreihe "Zeitgenossen" hatte Bram Stoker tatsächlich auch einen ganz konkreten Einfluss, da viele reale historische Figuren und Ereignisse in die Handlung mit eingebunden sind. Und in "Pakt mit den Rittern des Dan", dem dritten Band der Reihe, ist die Begegnung der Protagonisten mit Bram Stoker und dem Orientalisten Arminius Vámbéry eines solcher Ereignisse. Die Protagonisten erhalten dabei nämlich einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte des "Dracula"-Romans.


Weitere Infos zu Hopes Romanen findet Ihr hier: http://www.zeitgenossen-romane.de/




Auch die Autorin Sandra Florean war so nett, ihre Meinung zum Buch mitzuteilen : 

1. Hast du "Dracula" von Bram Stoker gelesen?
Ich muss gestehen, nur teilweise. Von meiner Mama habe ich drei wirklich alte Vampirromane bekommen. Einer davon war Dracula. Vielleicht lag es an der Ausgabe oder daran, dass ich so ziemlich jeden Film zig Mal gesehen habe, aber ich habe das Buch nie ganz gelesen. (Asche auf mein Haupt)

Hm, ich hab jetzt mal beantwortet, was doch noch irgendwie passen würde ....

5. Hat Stokers Roman dich inspiriert, selbst Vampirromane zu schreiben und hat „Dracula“ Einfluss auf deine eigenen Bücher?
Auch ohne den Roman "Dracula" komplett gelesen zu haben, kenne ich natürlich die Hintergründe, die zu dieser Figur führten, und etliche andere Geschichten um den großen "Meister" Dracula. Die haben mich tatsächlich wesentlich mehr interessiert. Wo kam er her? Was wäre ein historischer Beleg für seine Existenz? (Ich bin ja historischer Reenactor, da ist sowas enorm wichtig ;) ). Wieso diese "Eigenarten" mit der Schwäche gegen Tageslicht und heilige Symbole und und und. Also, insofern hat mich eher der Mythos Vampir oder die Legende Dracula inspiriert als der Roman an sich. Wobei ich die Geschichte von Bram Stoker auch sehr spannend finde ;) 

Ist die Antwort „Nein“, dann würde ich natürlich gerne wissen, warum du „Dracula“ noch nicht gelesen hast. *grins*
 siehe oben ;)

Mehr Infos über Sandras Bücher findet ihr hier: 


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Die nächste Antwort kommt von der Autorin Linda K. Heyden: 


Tatsächlich gehöre ich zu denen, die Dracula noch nicht gelesen haben - obwohl ich mich in diesem Genre so wohl fühle und selbst Vampirromane schreibe.
Viele Jahre war für mich "Dracula" untrennbar mit Christopher Lee in der Filmhauptrolle verbunden, und auch wenn ich ihn als Schauspieler ungemein schätze, löste die Erinnerung an das Nachtprogamm meiner Kindheit nicht den Wunsch in mir aus, die Bücher von Bram Stoker zu lesen. Auch war mein Interesse an Vampiren äußerst gering.
Dies hat sich erst geändert, als neue Vampirromane auf dem deutschsprachigen Markt erschienen. Einige der teilweise sehr unterschiedlichen Werke mit unterschiedlichen Schwerpunkten haben mich begeistert  (z.B. war mein "erster" Vampirroman einer von Tanya Huff) und meine Fantasie beflügelt, sodass ich dem Vampir-Genre verfallen bin und mir meine eigene Vampirwelt "erschrieb". Wunderbarerweise stehen uns Autoren für die Vampirwelten, die wir erschaffen, ja vielen Motive zur Verfügung: Liebe, Freundschaft, Verlust, Schönheit, Ewigkeit u.v.m.
Jedenfalls hast du mich dadurch, dass du so leidenschaftlich für "Dracula" einstehst, sehr neugierig gemacht. Dafür danke ich dir. Gestern habe ich mir eine Leseprobe von "Dracula" vorgenommen und war angenehm überrascht, wie gut und spannend sich der Roman liest. Auf dem Klappentext stand, dass es in der Geschichte insbesondere um Freundschaft geht. Das hat mich sehr angesprochen. Freundschaft ist auch ein wichtiges Thema innerhalb der Nacht-Patrouille, "meiner" Vampirgemeinschaft in Berlin.
Also, aufgeschoben ist bestimmt nicht aufgehoben. Bram Stoker steht auch in der nächsten Zeit nicht ganz oben auf meiner Prioritätenliste, aber ich werde das "Original" bestimmt noch lesen.
Versprochen.

Und hier erfahrt Ihr mehr über Lindas Bücher: 
Website: www.lindakheyden.com
Facebook: www.facebook.com/pages/Linda-K-Heyden-Autorin/123520454467739?ref=hl



    

Vielen Dank an Hope, Sandra und Linda, dass ihr Euch die Zeit genommen habt. Drei Autorinnen, drei unterschiedliche Meinungen, wirklich sehr interessant.  

So, das war also mein Beitrag zum Welttag des Buches. Auch wenn es hier nichts zu gewinnen gibt, vielleicht gefällt es dem einen oder anderen ja trotzdem. Und vielleicht habe ich ja einige von euch neugierig auf den unsterblichen Grafen Dracula gemacht und ihr gehört bald auch zu seinen Fans. 

Ich wünsche euch noch einen schönen "Feiertag" und ein schönes Wochenende. Macht das Beste daraus. 


Dienstag, 19. April 2016

Blogger schenken Lesefreude zum Welttag des Buches


In vier Tagen ist es soweit und so langsam wird es Zeit, sich Gedanken zu machen über den Feiertag am Samstag. *grins*

Ich habe mir natürlich auch überlegt, was ich machen könnte. Nun, Gewinnspiele und Verlosungen gibt es ja sicher genügend. Deswegen werde ich die Anregung der Aktion Blogger schenken Lesefreude aufgreifen und etwas Anderes machen. Bei mir wird sich am Samstag alles um mein Lieblingsbuch drehen. Welches das ist? Der eine oder andere hat das aufgrund meiner Postings in vergangenen Jahren hier vielleicht schon erraten. Den anderen sei gesagt: Die Geschichte ist schon sehr alt, rund 120 Jahre, aber für mich hat sie nichts von ihrer Faszination verloren.

Ein Zitat, das euch sicher auf die Sprünge hilft:


Listen to them... 
The children of the night... 
What music they make ...


Noch vier Mal schlafen....



Montag, 18. April 2016

"Zeitgenossen IV: Suche nach den Ur-Vampiren" von Hope Cavendish


Es geht weiter mit Vampirin Gemma und ihren Freunden. Wir schreiben inzwischen das Jahr 1903 und Gemma, Giles, Maddy, Miguel, Francisco und Fergus reisen ins ehemalige Babylon. Dort wollen sie mit Hilfe von Giles "Erschaffer" mehr über ihre Herkunft erfahren, denn dort sollen sich die Ur-Vampire aufhalten, von denen ihre Linie abstammt. Auf der Reise lernen sie eine weitere Vampirin kennen und machen eine interessante Entdeckung. 


Auch im vierten Teil der historischen Vampirreihe passiert wieder einiges und die Geschichte dehnt sich über mehrere Jahre aus. Schauplätze sind dieses Mal u. a. wieder London, aber auch Berlin, New York und Kalifornien. Gemma setzt sich weiter für die Frauenrechte ein, Giles unterstützt zusammen mit Fergus einen Landsmann gegen die mächtige Eisenbahngesellschaft in Amerika und alle bekommen die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges zu spüren und müssen erkennen, wie sehr sich die Welt in den letzten Jahrhunderten verändert hat und das Fortschritt nicht immer positiv ist.

Die rund 210 Seiten waren wieder viel zu schnell vorbei. Wie immer erleben Gemma und ihre Freunde wieder einige Abenteuer, lernen interessante Menschen kennen und sind bei historischen Ereignissen dabei, die die Welt verändert haben. Manchmal macht das Ganze auch nachdenklich. Einer der Ur-Vampire kann nicht verstehen, warum Gemma und ihre Freunde den Menschen helfen und sich für sie einsetzen, denn seiner Ansicht nach ist die Menschheit dies nicht wert. Sie hat es nicht verdient, gerettet zu werden, denn sie kann nur eins: sich selbst zerstören. 

Eine gelungene Fortsetzung der "Zeitgenossen"-Saga und für Fans und Leser der Reihe natürlich ein Muss.
Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥







Mittwoch, 13. April 2016

Der Countdown läuft...


Noch zehn Tage bis zum Welttag des Buches, dem höchsten Feiertag der Bibliophilen. 
1995 wurde dieser Tag offiziell von der UNESCO eingerichtet, für die Kultur des geschriebenen Wortes, die Rechte der Autoren, für Bücher und das Lesen allgemein. Das Datum geht zurück auf den Georgstag und bezieht sich auf die katalanische Tradition, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Bücher und Rosen zu verschenken. 

Am 23. April ist es also wieder soweit, dann starten unzählige Aktionen zum Thema Lesen und Bücher. Zum einen natürlich im realen Leben in Bibliotheken, Büchereien und Buchläden. Es gibt Vorleseaktionen in Schulen und Kindergärten. 
Aber auch im Netz gibt es zahlreiche Aktionen, Verlosungen, Gewinnspiele usw. 

Auch bei Blogger schenken Lesefreude könnt ihr euch mit eurem Blog noch anmelden. 



Der Klassiker ist natürlich die Verlosung und das Verschenken von Büchern. Ich überlege noch, was ich mache. Vielleicht lese ich unseren Ratten etwas vor. *g* 
Mal sehen, irgendwas wird mir schon einfallen. Auf jeden Fall muss dieser Tag gebührend gewürdigt werden, denn was gibt es Schöneres, als in die Welt der Bücher abzutauchen und den Alltag zu vergessen? 



Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen (Francis Bacon)







"Chicagoland Vampires - Sehnsuchtsbisse" von Chloe Neill


Achtung! Es kann zu Spoilern kommen! Wer die vorherigen Teile noch nicht kennt und sich nicht die Spannung nehmen lassen möchte, sollte vielleicht nicht weiterlesen.



Zum Inhalt: 
Vampirin Merit hat eine Verabredung mit ihrer ehemals besten Freundin Mallory, einer Hexenmeisterin auf Bewährung, denn vor nicht allzu langer Zeit hatte sie versucht mit Schwarzer Magie Chicago in Schutt und Asche zu legen und Ethan Sullivan, Meister des Vampirhauses Cadogan und Merits Geliebter, zu töten. Nun lebt Mallory bei Gabriel Keene, dem Anführer des größten Werwolfrudels Nordamerikas und lernt mit ihrer Magie umzugehen und sie zu kontrollieren. Gerade als Merit sich ihre Lieblingspizza schmecken lassen möchte, explodieren nicht weit entfernt zwei Molotowcocktails. Wie sich herausstellt, wurde ein Anschlag auf die Firma "Lebenssaft" verübt, das Unternehmen, das den Vampiren ihre Blutversorgung sichert. Und es bleibt nicht dabei, es gibt weitere Unruhen und Anschläge, die sich gezielt gegen die Vampire in Chicago richten. Eine Demonstrantengruppe mit Namen "Chicago gehört uns" scheint dahinter zu stecken, aber ist es wirklich nur die Angst vor oder der Hass auf Vampire? Oder steckt etwas Anderes dahinter? Oder jemand anderes? Feinde hat besonders Haus Cadogan ja genug. Auch das Greenwich Presidium ist sauer, nachdem Ethan Sullivan sich mit seinen Gefolgsleuten von ihnen losgesagt hat und eigenständig lebt und handelt und hat Cadogan auf die Schwarze Liste gesetzt. Aber würde das GP wirklich soweit gehen und der eigenen Spezies deswegen schaden? Merit, Hüterin des Hauses Cadogan, geht der Sache auf den Grund. Unterstützt wird sie dabei von Jonah, ihrem Partner bei der Roten Garde, ihrem Großvater Chuck, Hexenmeister Catcher sowie Gestaltwandler Jeff. Dabei muss sie mal wieder einiges einstecken, aber schließlich hat sie geschworen, das Haus, die Vampire und ihren Meister zu schützen. Und als schließlich auch die in Gefahr geraten, die sie liebt, kennt sie keine Gnade mehr. 

Dies ist der achte Teil der Reihe und ich muss sagen, der hat mir mal wieder richtig gut gefallen. Mittlerweile ist es jedes Mal so wie ein Wiedersehen mit guten Freunden. Merit mag ich richtig gern, sie hat das Herz auf dem richtigen Fleck und ihre große Klappe bringt sie nicht selten in Schwierigkeiten. Sie ist ihrem Haus und den ihr anvertrauten Vampiren treu ergeben und würde alles für sie tun, denn sie sind inzwischen ihre Familie. Besonders zwischen ihr und Ethan gibt es in diesem Teil einige emotionale Momente, die aber keineswegs kitschig sind. Die beiden scheinen endlich an einem Punkt angekommen zu sein, an dem sich ihre Befestigung gefestigt hat. 
Auch Mallorys Entwicklung gefällt mir. Ich hoffe, sie bekommt ihre "Sucht" wirklich in den Griff und kann vielleicht etwas Sinnvolles mit ihrer Magie tun. Gabriel scheint davon überzeugt und das macht ihn mir sehr sympathisch. :-)
Ethan schien mir in diesem Buch auch präsenter zu sein als bisher, vielleicht kam mir das aber auch nur so vor. 
Momente zum Schmunzeln gibt es wie immer auch, meistens zwischen Merit und Ethan oder auch in Szenen mit Formwandler Jeff. 

Das Ende verspricht eine spannende Fortsetzung und ich bin gespannt wie es nun weitergeht in "Teuflische Bisse".

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥






Dienstag, 12. April 2016

Neuer Buchgewinn mit Leserunde


Juhuu! Dies Mal meinte es die Glücksfee bei Lovelybooks gut mit mir und hat meinen Namen aus dem Lostopf gezogen. 
Ich habe den Thriller "Schmetterlingstränen" von Karin Kehrer gewonnen und werde ihn in einer autorenbegleitenden Leserunde lesen. 

Zum Inhalt:
Dein Schicksal liegt in meinen Händen – so wie meines in deinen. Ich weiß, dass du auf mich wartest … Er tötet jedes Jahr im November und schmückt die Leichen mit Schmetterlingsbroschen. Maureen McPherson war sein erstes Opfer. Ihre Tochter April war Zeugin des Mordes, doch sie kann sich nicht daran erinnern. Aber er hat sie nicht vergessen und sucht noch immer nach ihr. Nach seiner Verbündeten, seiner Seelengefährtin, die ihn damals nicht verraten hat …

Die Geschichte spielt in Schottland, was schon mal ein großer Pluspunkt ist. Bin schon sehr gespannt! 


Donnerstag, 7. April 2016

9 Jahre eine Büchereule


Morgen, am 08. April, ist es 9 Jahre her, dass ich mich beim Forum der Büchereulen angemeldet habe. 2007 war es mein allererstes Bücherforum und seitdem bin ich eigentlich dort regelmäßig unterwegs. In manchen Jahren etwas weniger aktiv, aber doch immer irgendwie da.
In der Zeit habe ich schon viele nette Kontakte geknüpft und mit anderen Eulen über unser Lieblingsthema Bücher und Lesen gequasselt. 
Es gab viele tolle Leserunden und Buchverlosungen sowie neue interessante Buchtipps.

Ich hoffe, das Eulennest wird noch lange bestehen, denn es wäre schade, wenn dieser virtuelle Treffpunkt nicht mehr da wäre.

Schaut doch mal rein, es ist dort sehr gemütlich und fast familiär, eben wie in einem warmen Nest. *g*





Sonntag, 3. April 2016

"Dornentöchter" von Josephine Pennicott


Die kürzlich geschiedene Schriftstellerin Sadie zieht mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Betty in das kleine Städtchen Pencubitt in Tasmanien. Dort hat sie nach dem Tod ihrer Mutter ein Haus geerbt, das Poet's Cottage. Dort lebte schon ihre Großmutter Pearl Tatlow, eine bekannte Kinderbuchautorin. Sadie hofft vor Ort endlich ein Rätsel lösen zu können, denn Pearl wurde 1936 im Keller ihres Hauses brutal ermordet und bis heute ist der Täter unbekannt. Sadies Großtante Thomasina, Pearls ältere Tochter, hat damals etwas gesehen und nie darüber gesprochen. Heute lebt sie auf dem Grundstück von Poet's Cottage in einem kleinen Gartenhaus und ist überzeugt, dass der Geist ihrer Mutter in dem alten Haus umgeht. 

Die alte Birdie Pinkerton übergibt Sadie das Manuskript eines Buches, das sie über die damalige Zeit und ihre Freundschaft zu Pearl geschrieben hatte. Wird sie dort die Wahrheit über ihre Großmutter erfahren?

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart wird von Sadie und ihrer Tochter Betty erzählt, ihrem Einzug in das neue Zuhause, das Zurechtfinden in der kleinen Gemeinschaft und die familiären Schwierigkeiten, die die Trennung von Sadie und ihrem Mann Jack mit sich brachten.
In der Vergangenheit lernen wir in den Jahren 1935 und 1936 die junge Pearl Tatlow kennen. Ihr Mann brachte sie damals nach Tasmanien und sie hat sich nie in die Gemeinde eingefügt, galt immer als berüchtigt, exzentrisch, freizügig. Ihren Kindern war sie keine gute Mutter und ihrem Mann keine gute Ehefrau. Trotzdem tat sie mir leid, denn anscheinend litt sie an einer psychischen Störung, die aber damals nicht erkannt, geschweige denn behandelt wurde. Der Autorin gelingt es, das damalige Lebensgefühl in einem so kleinen Dorf glaubhaft rüber zu bringen. Jeder kannte jeden und niemand hat seine Haustür abgeschlossen. Das änderte sich erst nach dem Mord an Pearl.
Mit dem über dem Städtchen thronenden Herrenhaus und den Gerüchten über Unglücksfälle und Selbstmorde sowohl dort als auch im Poet's Cottage, Geheimgängen und versteckten Höhlen sowie einem alten Friedhof direkt am Meer am Strand erhält die Geschichte außerdem einen Hauch von Mystik.
Für mich ist "Dornentöchter" kein reiner Krimi, es ist viel mehr die Geschichte eines Hauses, das schon Jahrzehnte und Generationen von Menschen überlebt hat. Und immer da sein wird.

"Das Poet's Cottage lag zwischen den Welten und Zeiten. Die Lebenden und die Toten teilten sich die selben Räume, doch keiner erkannte den anderen."

Deswegen hätte meiner Meinung nach der Originaltitel "Poet's Cottage" viel besser gepasst, denn worauf sich hier die "Dornentöchter" beziehen, erschließt sich mir nicht wirklich. 

Ich habe gelesen, dass viele vom Ende des Buches und der Auflösung enttäuscht sind. Aber warum muss es immer das klassische Ende eines Krimis sein? Mehr will ich jetzt nicht dazu schreiben, um nicht zu viel zu verraten.

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn ich es jetzt nicht mit den Büchern dieser Art von Kate Morton oder Katherin Webb vergleichen würde. Aber ich habe mich gut unterhalten und ich denke, damit hat die Autorin das wichtigste Ziel erreicht. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥