"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Donnerstag, 24. März 2016

Das lange Osterwochenende

Geschafft! Vier freie Tage und wie es aussieht habe ich auch immer mal wieder Zeit zum Lesen, denn wir haben uns die Feiertage nicht mit Terminen voll gepackt. 
Morgen werden auf jeden Fall Eier gefärbt und einen Kuchen möchte ich auch backen. Oder Waffeln, da überlege ich noch.

Und gelesen wird natürlich dann auch. Nach dem tollen historischen Roman "Die Reise der Amy Snow" nehme ich mir nun die "Dornentöchter" von Josephine Pennicott vor, eine Familiengeschichte aus dem australischen Tasmanien, um ein altes Cottage und seine Geheimnisse geht es da. Das Buch lese ich in einer Minileserunde im Forum Welt der Bücher .

Insgesamt wird Ostern bei uns also eher ruhig und gemütlich. Die Wetteraussichten sind ja leider auch nicht so berauschend. Also ab mit meinem Buch auf die Couch und abends dann mal sehen, was das Fernsehprogramm hergibt. Freitag werden wir uns sicher "Das Geheimnis der Hebamme" ansehen, am Sonntag den ersten Teil von "Mord auf Shetland" nach Ann Cleeves und am Montag dann "Sherlock" als Special-History-Folge. Das sind doch schon mal gute Aussichten. :-)

Ich wünsche Euch jedenfalls ein schönes Osterfest und ein paar erholsame Tage mit ausreichend Zeit für eure Seitlinge. Und vielleicht legt der Osterhase ja auch das eine oder andere eckige Ei ins Nest. ;-)





Mittwoch, 23. März 2016

"Die Reise der Amy Snow" von Tracy Rees


"Der Tod ist das eine, das Leben etwas ganz anderes."



Das Jahr 1831 in Surrey, England. Die zehnjährige Aurelia Vennaway findet im Schnee ein neugeborenes Baby und nimmt es kurzentschlossen mit nach Hause ins Herrenhaus Hatville Court. Sie gibt dem Mädchen den Namen Amy Snow und "überredet" ihre nicht begeisterten Eltern die Kleine zu behalten. Sie willigen ein unter der Bedingung, dass ihnen das Kind niemals unter die Augen kommt.
Als Amy alt genug ist, arbeitet sie in der Küche. Dann wird Aurelia schwer krank und besteht darauf, dass Amy von nun als Freundin und Gesellschafterin bei ihr wohnt. Die Mädchen werden unzertrennlich trotz ihres gesellschaftlichen Unterschiedes und Aurelia gibt sich große Mühe, Amy vor ihrer kalten und zornigen Mutter zu beschützen. Amy ist für Aurelia die Schwester, die sie niemals hatte.
Aber mit Aurelias Tod ändert sich alles. Ihre Eltern jagen Amy von Hatville House davon und verstoßen sie. Amy ist gerade siebzehn, alleinstehend, mittellos und hat keine Ahnung wie es weitergehen soll.
Aber Aurelia hat vorgesorgt und beschützt ihre Freundin auch noch nach ihrem Tod. Amy erhält einen Brief, in dem Aurelia sie auffordert, eine Reise anzutreten. Die einzige Bedingung: Amy darf niemandem davon erzählen und sobald ein weiterer Brief von Aurelia eintrifft, muss sie zum nächsten Ziel weiterreisen. Für Amy wird es eine Reise in Aurelias Vergangenheit und zu einem Geheimnis, das sie ihr nicht mitteilen konnte. Aber es ist auch eine Reise zu Amys eigenem Leben, das sie auf Hatville Court nie wirklich hatte und zu ihrer Zukunft. 

Tracy Rees hat mit diesem Buch einen Schreibwettbewerb gewonnen und das wundert mich überhaupt nicht. Was für eine wunderbare Geschichte! Mit Amy Snow hat die Autorin eine interessante Heldin auf Reisen geschickt, man muss sie einfach mögen, denn für die damalige Zeit ist sie eigenwillig und unkonventionell. Aurelia war für sie ihre Welt und als sie auf dieser Reise nach und nach mehr über sie erfährt, wächst sie an diesen Erfahrungen und wird von dem jungen verhuschten Mädchen zu einer starken jungen Frau. 
Das Ganze ist flüssig geschrieben, gefühlvoll und spannend. Die Sprache ist sehr bildhaft, das viktorianische England erwacht beim Lesen zum Leben und das damalige Bild der Frau in der Öffentlichkeit wird treffend beschrieben, man merkt, dass die Autorin sich damit eingehend beschäftigt hat. Geschickt führt sie den Leser durch die Geschichte, von Ort zu Ort und am Ende setzen sich alle Puzzleteile zusammen. Aber bis dahin lernen wir mit Amy und Aurelia zwei starke Frauen kennen, die trotz der damaligen Konventionen versuchen ihr Leben nach ihrem Willen zu gestalten.

Wer historische Romane mag, die im viktorianischen England spielen und eine junge Frau auf der Reise zu sich selbst begleiten möchte und wer außerdem Rätsel und Geheimnisse mag, dem kann ich "Die Reise der Amy Snow" auf jeden Fall empfehlen.

Zum Schluss noch ein Dankeschön an die Glücksfee von Vorablesen. :-)

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥ 





Freitag, 18. März 2016

Der Lesefrühling beginnt


Am Sonntag ist Ostara, die Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche und damit offizieller Frühlingsbeginn. 
Nun, wettertechnisch war hier gestern schon Frühling, aber das hat sich heute schon wieder erledigt und es ist grau, nebelig und kalt. Und das Wochenende wird wohl auch nicht viel besser. Na ja, was soll's, dann werde ich auf jeden Fall viel Zeit haben, Amy Snow auf ihrer Reise durch das viktorianische England zu begleiten. Freu! Ein tolles Buch, das mir bisher wirklich sehr gut gefällt. 

Und irgendwann wird der Frühling schon merken, dass er jetzt rauskommen muss. ;-)

Ich wünsche euch ein schönes Ostara und ein gemütliches Wochenende mit Euren Seitlingen. 





Dienstag, 15. März 2016

"Sturm über dem Meer" von Constanze Wilken


Zunächst mal möchte ich mich noch mal beim Forum der Büchereulen und dem Goldmann Verlag bedanken, dass ich das Buch lesen durfte. Danke auch an die Autorin, die diese Leserunde begleitet und geduldig Fragen beantwortet hat.

Nun zum Buch: Die Archäologin Dr. Samantha Goodwin reist nach Wales, wo der Legende nach ein versunkenes Königreich im Meer begraben sein soll. Ein Sturm hat dort Baumstümpfe freigelegt, die zum geheimnisvollen Cantre'r Gwaelod gehören sollen. In der Bucht von Cardigan soll eine gewaltige Sturmflut im Jahre 600 nach Christus das gesamte Reich ins Meer gespült haben. Zum einen interessiert sich Sam seit Jahren für diese Legende, zum anderen lebt ihre Großmutter Gwen im Dorf Borth in der Bucht, wo sie als Kind viele Sommer verbracht hat. Und so überlegt sie nicht lange, als sie den Auftrag bekommt.
Dort trifft sie auf den Witwer Luke, dessen Sohn Max sich als begeisterter Hobby-Archäologe entpuppt und der schließlich einen Ring findet. Wie sich herausstellt, gehörte dieser Ring Sams Großvater Arthur, der in einer Sturmnacht im Jahr 1955 verschwand und nie mehr nach Hause kam. Bis heute weiß Gwen nicht, was mit ihrem Mann passiert ist. Aber nun scheint es so, dass diese Ungewissheit bald ein Ende hat, denn bei ihren Untersuchungen findet Sam einen Toten und ist, genau wie Gwen, davon überzeugt, dass es sich um Arthur handelt. Und wie es aussieht, war sein Tod kein Unfall. Was ist damals passiert? Ihre Nachforschungen bringen Sam in große Gefahr, denn irgend jemand scheint verhindern zu wollen, dass die Geheimnisse von damals ans Licht kommen...

Das war mal wieder ein echter Pageturner, rund 470 Seiten, die flüssig zu lesen waren. Besonders zum Schluss, als man dem Geheimnis um Arthurs Tod näher kam, wurde es richtig spannend. 
Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart geht es um Sam und ihre Arbeit an der Grabungsstelle sowie ihre Nachforschungen wegen ihres Großvaters. In der Vergangenheit lernen wir die junge Gwen, Sams Großmutter, kennen und wie sie und Arthur damals zusammen kamen. Der zweite Weltkrieg ist vorüber und es sind harte Zeiten im Fischerdorf Borth. Aber Gwen und Arthur gehören zusammen und ihre Liebe besteht auch über den Tod hinaus. 
Wer jetzt Sorge hat, dass das Ganze zu kitschig wird, den kann ich beruhigen, denn das ist nicht der Fall. Die Geschichte hat meiner Meinung nach genau die richtige Dosis Herz und Gefühl, sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart zwischen Sam und Luke. 
Ich würde sagen, wer Lucinda Riley, Kate Morton oder Katherine Webb mag, dem wird auch "Sturm über dem Meer" gefallen. 
Mich hat auch die Legende von Cantre'r Gwaelod fasziniert, die es wirklich gibt. 

Alles in allem ein gelungener Roman, der mich gut unterhalten hat. Und meine Reiselust auf Wales wieder geweckt hat. *g*

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥



Freitag, 11. März 2016

Die Rückkehr von Smoky Barrett


Es ist wirklich wahr: Smoky Barret kehrt zurück. Und zwar in ihrem fünften Abenteuer, geschrieben von Thrillerautor Cody MacFadyen.



Im September erscheint "Die Stille vor dem Tod" als Hardcover beim Bastei Lübbe Verlag. 

Das freut natürlich alle Fans und mich auch. Und ebenfalls freut es mich, dass es Cody MacFadyen also anscheinend gesundheitlich besser geht. 

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den neuen Fall für FBI-Agentin Smoky. 


Zum Welttag des Buches

Bald ist es wieder soweit: der höchste Feiertag für Buchgesichter, Leseratten und Büchereulen steht vor der Tür! 



Und natürlich gibt es wieder einige Aktionen rund um diesen Tag. Lasst euch überraschen und schaut mal auf die Seite von Blogger schenken Lesefreude 




Freitag, 4. März 2016

Auf ins Wochenende


Es schneit...und wie! Und die Aussichten für das Wochenende sind auch nicht viel besser. Also werde ich die beiden Tage wohl auf der Couch verbringen.

Zum Glück kam vorgestern noch mein Buchgewinn und so kann ich mir jetzt viel Zeit nehmen für "Sturm über dem Meer" und die Leserunde mit Constanze Wilken. Angefangen habe ich gestern bereits und bisher gefällt es mir gut. 

Also in diesem Sinne wünsche ich ein schönes und gemütliches Wochenende.




Mittwoch, 2. März 2016

Und wieder ein Buchgewinn! :-)


So kann es ruhig weitergehen. *g* Gestern kam die Nachricht von Vorablesen, dass mir das Buch "Die Reise der Amy Snow" von Tracy Rees innerhalb der nächsten zwei Wochen zugeschickt wird. 



Ich bin schon sehr gespannt. Die Leseprobe hat mir jedenfalls schon mal gut gefallen. Klar, sonst hätte ich mich ja auch nicht für das Buch beworben. 

Im Moment warte ich allerdings immer noch auf meinen Buchgewinn für die Leserunde von "Sturm über dem Meer" bei den Büchereulen. Diese hat gestern begonnen, aber leider konnte ich noch nicht einsteigen, denn ohne Buch geht das schlecht. Ich hoffe, es wartet nachher zuhause auf mich.... 


Dienstag, 1. März 2016

"Blutrotes Verlangen" von Jeanne C. Stein



Da ich vom letzten Teil der Vampir-Reihe mit der Protagonistin Anna Strong nicht ganz so begeistert war, lag dieser fünfte Teil doch sehr lange auf meinem SUB. Zu Unrecht, wie ich jetzt sagen muss, denn hier läuft Anna wieder zu ihrer gewohnten Form auf und das Ganze wird zu einem spannenden Mix aus Krimi und Vampirgeschichte.
Einzig der deutsche Titel ist mal wieder ziemlich sinnfrei. Das Original
hätte besser gepasst: Vergeltung. 

Kopfgeldjägerin Anna ist seit fast einem Jahr Vampirin und hat sich langsam an dieses Leben gewöhnt. Nur ihre Familie, die mittlerweile ja in Südfrankreich lebt, vermisst sie sehr.
Als ihr guter Freund und Mentor, Culebra, der eine Bar für die übernatürliche Gesellschaft in der Wüste von Mexiko führt, schwer erkrankt und zu sterben droht, setzt Anna alles dran, ihn zu retten. Schließlich wird klar, dass sie es mit einer alten Feindin zu tun hat und es nicht einfach sein wird, diese zu bekämpfen. 
Gleichzeitig tauchen in San Diego immer wieder die Leichen junger Frauen auf, die offensichtlich gerade erst in Vampire verwandelt wurden. Wer steckt dahinter? Hängt beides vielleicht zusammen? Zusammen mit dem ehemaligen Polizeichef Williams geht Anna der Sache auf den Grund und jagt ihre mächtige Gegnerin ohne Gnade. Dabei lernt sie auch neue Seiten über ihre Vampirnatur kennen, aber ob ihr das auch gefallen wird, muss sich erst zeigen. 

Mehr möchte ich nicht verraten. Auf jeden Fall hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten und die Autorin schreibt gewohnt flüssig und die Seiten flogen nur so dahin. Anna ist wie immer nicht auf den Mund gefallen, was sie aber auch oft in Schwierigkeiten bringt und für ihre Familie und Freunde riskiert sie alles. Sie versucht, sich zumindest einen Teil ihrer Menschlichkeit zu bewahren, leugnet aber auch ihre vampirische Seite nicht. Ich finde, genau das macht sie sympathisch. 
Am Ende bleiben ein paar Fragen offen, aber es gibt ja noch einen sechsten Teil. Und dieses Mal werde ich nicht so lange warten, bis ich ihn lese.

Wer sich jetzt fragt, ob er die vorherigen Teile gelesen haben muss, um diesen hier zu verstehen, dann würde ich sagen, es ist kein Muss, aber es wäre hilfreich, um einige Zusammenhänge zu verstehen. Zumindest sollte man den ersten Teil kennen.

1. Verführung der Nacht
2. Lockruf des Blutes
3. Dunkle Küsse
4. Kuss der Vampirin
5. Blutrotes Verlangen
6. Gesetz der Nacht

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥