Montag, 15. August 2016

"Der Seelenbrecher" von Sebastian Fitzek


Dies war mein erstes Buch von Sebastian Fitzek, aber sicher nicht mein letztes. Spannend von Anfang bis Ende, erzählt der Autor hier die Geschichte des "Seelenbrechers". Ein Serientäter, dem die Presse diesen Namen gegeben hat, da seine Opfer - drei junge Frauen - eine Woche nach ihrem Verschwinden zwar äußerlich unversehrt wieder auftauchen, aber psychisch sind sie gebrochen, wie in ihrem Inneren begraben.  

Es ist schwierig, etwas zum Buch zu schreiben, ohne zu viel über den Inhalt zu verraten, denn ich möchte ja niemandem die Spannung nehmen.
Es beginnt damit, dass ein paar Studenten an einem psychologischen Experiment teilnehmen und eine Patientenakte lesen sollen, die sich eigentlich eher wie ein Roman liest. Aber der Professor, der Ganze leitet, schwört, dass es keine Erfindung ist. Es geht um Ereignisse, die einige Jahre zurück liegen. Ort des Geschehens ist eine psychiatrische Klinik kurz vor Weihnachten. Seit einer Woche ist hier ein Mann Patient, den alle Caspar nennen, da er aufgrund einer Amnesie seine wahre Identität nicht kennt und vor der Klinik in der Kälte gefunden wurde. 
Am 23. Dezember wird die Klinik durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Direkt vor dem Haus passiert ein Unfall mit einem Krankenwagen und ein schwer verletzter Mann sowie der Fahrer des Wagens suchen in der Klinik Schutz vor dem Sturm. Nach einiger Zeit geschehen merkwürdige Dinge und es wird klar: Der Seelenbrecher ist in der Klinik, aber niemand weiß, wie er aussieht. Jeder verdächtigt jeden und wegen der Schneemassen gibt es kein Entkommen... 

Ein gelungener Psychothriller, der von der ersten Seite an fesselt. Zwischendurch gibt es ein paar Atempausen, wenn die Handlung in die Gegenwart zurückkehrt zum Professor und seinen Studenten und sie über die Krankenakte diskutieren.
Ansonsten konnte ich das Buch aber kaum aus der Hand legen. Geschickt wirft der Autor immer wieder kleine Häppchen hin, schlägt dann einen Haken und es passiert wieder etwas Unerwartetes. Dabei steuert er langsam auf das spannende Ende und die Auflösung zu und obwohl ich gewisse Dinge ahnte, war ich dann doch überrascht, was die Identität des Seelenbrechers angeht.

Wie gesagt, war dies mein erster Thriller von Fitzek und ich denke, er hat einen neuen Fan gewonnen. Der Schreib- und Erzählstil hat mir gut gefallen, er ist lebendig und anschaulich und ich war beim Lesen ständig mit den Figuren in der Klinik unterwegs, sah alles genau vor mir. 

Fazit: Absolute Leseempfehlung für Thrillerfans. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

©Blackfairy71



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