Montag, 11. Januar 2016

Neil White: Cold Kill


Dies ist das dritte Buch der Thriller-Reihe von Neil White um den Reporter Jack Garrett und die Polizistin Laura McGanity, das ich gelesen habe. Und es hat mir wieder sehr gut gefallen.


Die Geschichte spielt wieder in Blackley in Lancashire, einer Stadt, in der früher die Baumwollindustrie boomte, wo nun aber die Industrie brach liegt und viele Teile der Stadt zu Problemvierteln wurden. Vor einigen Wochen wurde Deborah Corley, die Tochter eines Polizisten, brutal ermordet aufgefunden. Nun ist ein weiterer Mord geschehen, das Opfer ist dieses Mal die junge Jane Roberts und ihr Vater verdient sein Geld mit kriminellen Geschäften wie Drogenhandel und Erpressung. Die Vorgehensweise bei beiden Morden ist fast identisch, so dass Laura und ihr Team vom selben Täter ausgehen. Aber war es Zufall, dass diese beiden Frauen getötet wurden oder gibt es eine Verbindung der Familien? Und wird es weitere Opfer geben? Hinzu kommt, dass Don Roberts nicht viel Vertrauen in die Polizei hat und selbst den Täter sucht, um den Tod seiner Tochter zu rächen. 
Reporter Jack Garrett schreibt zur Zeit einen Artikel über ein besonderes Problemviertel von Blackley und kommt bei seinen Recherchen Don Roberts in die Quere. Trotzdem bleibt er an der Story dran, denn schließlich ist das sein Job. Dann bekommt Jack eine E-Mail, in der Einzelheiten zu den Morden stehen, die die Polizei eigentlich vor der Öffentlichkeit noch verbergen wollte und die deswegen entweder nur einer von ihnen wissen kann....oder der Mörder selbst. Schließlich versucht Jack den Täter mit einem Artikel aus der Reserve zu locken. Wird er sich provozieren lassen und vielleicht einen Fehler begehen? Oder gibt es bald weitere Opfer? Ein gefährliches Spiel...

In den bisherigen Büchern war es so, dass die Teile von Jack aus seiner Sicht, also in der Ich-Form geschrieben waren. Das ist hier anders, hier wird von allen Personen in der dritten Person erzählt, was somit einheitlicher ist und mir besser gefallen hat. Trotzdem gibt es wieder Kapitel aus Jacks Perspektive, ebenso wie aus Lauras und auch aus der des Mörders. Interessant fand ich, dass der Leser gleich von Beginn ein wichtiges Detail von ihm weiß, dass die Polizei erst später herausfindet. 
White schreibt wie immer sehr lebendig und anschaulich und ich habe beim Lesen alles wie einen Film vor mir gesehen. Ich fand es sehr gelungen, wie er die Handlungsfäden bis zum Ende zusammenführt, zum einen die Recherchen von Jack und zum anderen die Ermittlungen von Laura. Durch häufigen Perspektivwechsel gerade im letzten Drittel wird die Spannung noch weiter gesteigert. 

"Cold Kill" hat mir persönlich noch etwas besser gefallen als der erste Teil der Reihe "Was aus den Schatten steigt". Es ist doch immer schön zu sehen, wenn ein Autor sich steigern kann. 
Nachdem ich ja die Reihe "wild" durcheinander gelesen habe, kann ich nun sagen, dass das kein Problem ist, man muss die Bücher nicht unbedingt chronologisch lesen. 

Wer das aber möchte, hier ist die Reihenfolge:

1. Was aus den Schatten steigt
2. Hexenblut
3. Kalt ist das Grab
4. Cold Kill

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

© Blackfairy71

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