"...beim Betrachten der Blätter öffnet sich dem Leser das Herz."
Der Verfasser dieses alten, persischen Sprichwortes ist mir nicht bekannt, aber genau so empfinde ich es. Und das ist ein Grund, warum mir ein E-Book nicht ins Haus kommt. Mir würde das Gefühl beim Halten eines Buches fehlen, das Blättern der Seiten, der Duft des Papiers. Ein E-Book wäre mir viel zu unpersönlich, zu steril, zu...kalt. Ihr findet hier nicht nur Rezensionen, auch viele andere Themen rund um Bücher und das Lesen.

Sonntag, 27. September 2015

Neuzugänge am Wochenende

Eine Shoppingtour und keine Bücher kaufen? Das geht natürlich gar nicht. Also gab es neben zwei Hosen und einer Jacke natürlich auch neue Seitlinge für den SUB:


Der neue Krimi aus Königswinter von Judith Merchant mit Kommissar Jan Seidel. 

Und dieses Buch wollte ich schon letzten Winter lesen. Nun klappt es bestimmt dieses Jahr.

© Blackfairy71





Freitag, 25. September 2015

"Chicagoland Vampires: Für eine Handvoll Bisse" von Chloe Neill


Gestern habe ich den siebten Teil der Chicagoland-Vampires-Reihe von Chloe Neill beendet. Und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Auch das Cover. 



Zum Inhalt: Unruhige Zeiten für die Vampire von Haus Cadogan, denn sie haben sich entschlossen, sich vom Greenwich Präsidium loszusagen und als eigenständige Vampire zu leben. Damit gelten sie als Abtrünnige und verlieren den Schutz des GP, entziehen sich so aber auch deren Kontrolle und verlassen den Dunstkreis des Oberhauptes Darius West. Für Ethan Sullivan, den Meister des Hauses Cadogan, ein unschlagbarer Vorteil. Aber die "Abnabelung" ist vertraglich nicht so einfach und bereitet ihm und Merit einiges Kopfzerbrechen. Nicht sehr förderlich für ihre Beziehung ist auch das Erscheinen von Lacey Sheridan, eine Meistervampirin und Ethans Ex, die ihm helfen will, sich gegen das GP zu wehren. Merit fragt sich allerdings, ob ihre Hilfe wirklich so uneigennützig ist, wie Ethan glaubt. Da könnte der Zeitpunkt nicht schlechter sein, dass ausgerechnet jetzt Merits offizielle Aufnahme in die Rote Garde erfolgen soll....von der sie Ethan ja immer noch nichts erzählt hat. 
Als ob das nicht alles schon Ärger genug ist, kommen brutale Morde an zwei Vampiren hinzu, die ebenfalls Abtrünnige waren, also keinem Haus angehörten. Wer hat die beiden in dem alten Lagerhaus getötet und ihnen die Köpfe abgeschlagen? Merit ist klar, dass kann nur jemand sein, der weiß, wie man Vampire endgültig töten kann. Die Spuren von Espenholz am Tatort deuten auf den wahnsinnigen McKettrick hin, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle Vampire zu vernichten. Und während Merit mit Hilfe von Jonah, Catcher und Jeff der Sache nachgeht, geschehen zwei weitere Morde. Danach geht die Spur allerdings in eine ganz andere Richtung...

Ich stehe ja eher auf "Old School"-Vampire, aber diese Reihe gefiel mir trotzdem vom ersten Teil an.  Besonders Merit mit ihrer großen Klappe und ihrem Sturkopf mag ich, ebenso Ethan, Mallory, Catcher, Jonah und den Formwandler Jeff Christopher. 
Dieses Mal ist der Krimianteil in der Geschichte etwas größer und die Beziehung zwischen Merit und Ethan tritt ein wenig in den Hintergrund, ist aber trotzdem immer präsent. Was dem Buch insgesamt aber sehr gut tut, finde ich. Ich bin froh, dass Chloe Neill nicht denselben Weg einschlägt wie Laurell K. Hamilton bei "Anita Blake", wo es zum Schluss ja fast nur noch um Anita und ihre "amourösen Abenteuer" ging. 
Die Story ist spannend erzählt, (auch wenn ich schon bald ahnte, wer der Täter ist) es gibt genügend Stellen zum Schmunzeln, besonders wenn es um Merit und ihren ständigen Hunger auf Fleisch oder Schokolade geht. *g* Auch emotionale Momente sind vorhanden, diese aber nicht im Übermaß. Zum Beispiel, als nicht klar ist, ob die Vampire Haus Cadogan behalten werden und Merit zum ersten Mal klar wird, wie viel ihr ihr neues Zuhause bedeutet. 

Fazit: Leseempfehlung für alle Fans der Reihe....und solche, die es werden wollen. 

Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥


© Blackfairy71










Dienstag, 22. September 2015

Herbstanfang und Tag-und-Nachtgleiche am 23. September




Ich liebe das Septembergelb,
den Morgentau auf Spinnenweben,
das Blatt, das nichts am Baum mehr hält,
der kurzen Tage stummes Reden.
Der Krähe Ruf, das Stoppelfeld,
mehr, als des Frühlings Drang und Hast,
ist es der Herbst, der zu mir passt. 
(A. Smith)


Im Nebel ruhet noch die Welt
noch träumen Wald und Wiesen.
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen
(Eduard Mörike)


Ich wünsche Euch einen wunderbaren Herbstanfang und eine schöne Tag-und-Nachtgleiche, auch Mabon oder Alban Elfed genannt. 




Freitag, 18. September 2015

Buchstabensuppe am Freitag

Und da ist es wieder, das Wochenende. Am Montag erscheint es immer noch so unendlich weit weg, aber kaum ist der erste Tag der Woche geschafft, vergeht der Rest auch ganz schnell. Jedenfalls kommt es mir immer so vor.

Ich habe ja vorgestern mit "Eine Handvoll Bisse" begonnen, dem mittlerweile siebten Teil der Chicagoland Vampires von Chloe Neill. Bisher habe ich aber nur gut 80 Seiten geschafft, da ich nur im Zug lesen konnte und immer das Pech hatte, durch Mitreisende gestört zu werden, die sich entweder miteinander unterhielten oder lautstark telefonieren mussten. Grrr! Und dann kann ich mich einfach nicht so konzentrieren. Ich sollte wohl doch mal wieder meinen MP3-Player aktivieren.  
Mal sehen, ob ich am Wochenende etwas Zeit zum Lesen finde. Wohl eher am Sonntag, denn morgen ist Familientag bei den Schwiegereltern angesagt. Mit Grillen! Nun....gegessen wird wahrscheinlich eher IM Haus. *g*


Also habt ein schönes Wochenende mit ausreichend Zeit für Eure Seitlinge.




Mittwoch, 16. September 2015

"Die stille Bestie" von Chris Carter


Im Vorwort seines neuen Buches schreibt Chris Carter, dass sich dieses sehr von seinen Vorgängern unterscheidet, denn hier hat er zum ersten Mal Ereignisse und Personen in die Geschichte eingebaut, mit denen er im Laufe seines beruflichen Lebens zu tun hatte. Die Namen hat er natürlich geändert, aber wenn man das Buch gelesen hat und dann weiß, dass dieses Mal nicht nur alles der Fantasie des Autors entsprungen ist....ist das schon erschreckend. 

Zum Inhalt: 
Detective Robert Hunter steht kurz vor seinem
ersten Urlaub seit Jahren. Aber bevor er am Abend in die 
Maschine nach Hawaii steigen kann, wird er zurück
 ins Büro gerufen. Seine Chefin hat Besuch von zwei FBI-Agenten, die seine Hilfe in einem neuen Fall benötigen.
In Wisconsin wurde nach einem Autounfall ein Mann festgenommen, der unter dringendem Verdacht steht, zwei Frauen brutal ermordet zu haben. Als Detective einer Sondereinheit des Morddezernates von Los Angeles für besonders schwere Fälle ist Hunter zwar eigentlich nicht zuständig. Aber der Verdächtige, der in Quantico sitzt, hat seit seiner Verhaftung nur sechs Worte gesprochen: "Ich spreche nur mit Robert Hunter". 
Adrian Kennedy, der Direktor des FBI, kennt Hunter und seine Arbeit sehr gut, da er bereits mehrfach versucht hat, den brillanten Profiler für das FBI zu gewinnen. Deshalb ist ihm auch klar, welcher Robert Hunter gemeint ist. Und nach einem Blick auf das Foto des Verdächtigen erkennt Robert den Mordverdächtigen als seinen alten Studienfreund Lucien Folter wieder. Also geht sein Flieger statt nach Hawaii nach Quantico in Virginia, um mit seinem Freund von früher zu reden und sich seine Geschichte anzuhören, um herauszufinden, wie er in die Sache verwickelt ist. Und nach und nach stellt sich dieser Fall als Roberts persönlichster und schlimmster seiner gesamten beruflichen Laufbahn heraus.

Es stimmt, dieses Buch ist anders als die Vorgänger. Aber deswegen nicht weniger gut, im Gegenteil. Ich finde, es ist eines der besten der Reihe, auch wenn sich die Spannung hier nur langsam aufbaut. Das Grauen schleicht sich Seite für Seite und Kapitel für Kapitel auf leisen Sohlen an und schlägt dann nach und nach mit voller Kraft zu, wenn man gerade denkt: Das war es jetzt, schlimmer kann es nicht kommen. Aber wer Chris Carter kennt, der weiß natürlich, schlimmer geht immer. ;-)  Der blutrünstigen Fantasie des Autors scheinen keine Grenzen gesetzt, aber dieses Mal ist es um so erschreckender, da ja eben nicht alles nur erfunden ist. Und ich frage mich: Wie krank kann ein Mensch sein?

Fazit: Ein Must-Read für alle Fans der Robert-Hunter-Reihe und alle, die es noch werden wollen.

Reihenfolge der bisher erschienenen Bücher:
1. Der Kruzifix-Killer
2. Der Vollstrecker
3. Der Knochenbrecher
4. Totenkünstler
5. Der Totschläger
6. Die stille Bestie

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

© Blackfairy71






Sonntag, 13. September 2015

Meine Zugänge der letzten zwei Wochen

Drei Seitlinge sind in letzter Zeit neu bei mir eingezogen. 

Dieses habe ich bisher nur quer gelesen, aber es klingt sehr interessant und erzählt von alten Sagen und Mythen aus unserem Land, über Feen und Elfen und die germanische Mythologie.


Dies ist der letzte Teil der Trilogie von David Pirie mit Holmes-Author Arthur Conan Doyle. 

Thriller-Lesern muss ich ja zu Chris Carter nichts sagen. Das lese ich auch gerade und ich muss sagen, es ist wie immer nichts für schwache Nerven und Mägen. 




Mittwoch, 9. September 2015

Mord am Hellweg


Sicher kennt der eine oder andere das Krimifestival Mord am Hellweg mit Lesungen hier in der Gegend, u. a. in Dortmund und Gelsenkirchen. 

Heute kam eine Gruppe des Veranstaltungsteams auf der Suche nach neuen Locations für 2016 hier ins Haus. 
Ich arbeite ja in einem Tagungshotel und wir vermieten auch Räume und das Foyer an Außenstehende und für Veranstaltungen. 

Sie haben sich alles angesehen und wollen sich melden.

Das wäre SO COOL, wenn hier eine Lesung stattfinden würde.  *grins*

Drückt mal die Daumen.

Dieses Jahr bin ich leider mal wieder zu spät dran. Alle für mich interessanten Veranstaltungen sind schon ausverkauft.  :-( 


Sonntag, 6. September 2015

"Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé

Fast einen Monat habe ich an dem Buch gelesen. Was aber keineswegs als Wertung anzusehen ist. Das hat lediglich mit den 1288 Seiten dieser Ausgabe zu tun, die ich gelesen habe.  Ich kann nur sagen, es ist ein tolles Buch und die Waringhams haben einen neuen Fan. 

Die Geschichte beginnt in England im Jahr 1360. Der zwölfjährige Robert of Waringham, genannt Robin, erfährt vom Abt seiner Klosterschule, dass sein Vater wegen Hochverrates hingerichtet wurde. Nun ohne Rechte, Besitz und Titel, reißt Robin aus und findet schließlich Arbeit als einfacher Stallbursche auf dem Gestüt von Waringham. Die Pferdezucht hatte seine Familie begonnen und er hat eine ganz besondere Gabe, mit störrischen Tieren umzugehen. Mit der Zeit wird Conrad, der Verwalter des Gestüts, eine Art Vaterersatz für ihn. Und einer der anderen Stallknechte, Isaac, wird sein bester Freund und diese Freundschaft hält ihr Leben lang. Aber es gibt auch jede Menge Probleme, denn Mortimer, der Sohn des neu ernannten Earl of Waringham, ist ein besonderes Ekel und schikaniert Robin wo er nur kann. 
Im Laufe der Jahre führt das Schicksal Robin nach London und vom Knappen wird er schließlich zum Ritter und trifft auf König Edward III. sowie seine Söhne Edward, genannt "Der Schwarze Prinz" und John of Gaunt, den Duke of Lancaster. An der Seite des  charismatischen Lancaster erlebt er blutige Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe und Intrigen. Trotz aller Machenschaften in der Welt des Adels und am Königshof bemüht er sich immer, sein aufrechtes und loyales Wesen beizubehalten,  zum Schutz seiner Familie, Freunde und zum Wohle Englands. Aber Mortimer hat nichts vergessen und schließlich stehen sich die beiden Todfeinde wieder gegenüber...

Mehr will ich nicht verraten, aber ihr könnt euch vorstellen, dass auf fast 1300 Seiten so einiges passiert. Und Rebecca Gablé gelingt es durch Überraschungen und Wendungen immer wieder die Spannung aufrecht zu erhalten. Ich finde hier die Mischung aus historischen und erfundenen Ereignissen sehr gelungen. Ebenso die Verknüpfung von realen und fiktiven Charakteren. Lancaster hat sicher einen Berater gehabt und warum soll es nicht jemand wie Robin of Waringham gewesen sein? 
Robin war mir von Anfang an sympathisch. Trotz der bösen Gerüchte über seinen Vater ist er stolz auf ihn und seinen Titel und verliert nie aus den Augen, sich diesen irgendwann zurückzuholen. Auch John of Gaunt, der Duke of Lancaster, mochte ich sehr. Er bewies großes Geschick, die politischen Tretminen zu umgehen und hat manches auf sich genommen zum Wohle seines Landes und seines Sohnes Henry, in der Hoffnung, dass dieser eines Tages die Krone Englands tragen würde und der zu junge, unfähige König Richard abgesetzt würde. 
Keine Figur im Roman bleibt blass. Neben Robin und Lancaster mochte ich Agnes, Conrad, Isaac, Leofric, Anne, Elinor, Blanche und jungen Henry of Lancaster. Zum Ende dann erhielt die jüngere Generation etwas mehr Raum und Raymond und der junge Mortimer werden sicher in den weiteren Teilen der Reihe einige Abenteuer bestehen.
Die Geschichte hat alles, was ein guter historischer Roman braucht: eine spannende, gut erzählte Geschichte, interessante Charaktere und die richtige Dosis Herz und Humor. Nur ein paar Sätze und man taucht ein in die Welt der Rittergeschichten von König Artus und den Rittern der Tafelrunde. Und doch bietet das Buch so viel mehr. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥ ☥

© Blackfairy71







Dienstag, 1. September 2015

Rückblick auf den August


Und nun haben wir schon September. Unglaublich, wie schnell das Jahr bis jetzt schon wieder vergangen ist. 

Was ist im August passiert? Nicht viel eigentlich. Ich habe mir direkt zu Anfang des Monats drei Bücher auf dem Büchermarkt gekauft, dann habe ich "Mörderische Angst" von Linda Castillo gelesen und wie immer war es ein echter Pageturner.

Danach habe ich "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé begonnen, welches mich auch in den ersten Tagen des September begleitet. Was aber einzig und allein der Menge an Seiten geschuldet ist und nicht etwa der Langatmigkeit des Buches. 

Ich denke, bis zum Wochenende werde ich Waringham verlassen haben. Danach ist dann glaube ich mal Zeit für einen Thriller mit gaaaaanz wenig Seiten. *g*


Ich wünsche euch einen guten Start in den Leseherbst.