Freitag, 3. April 2015

"The Darkest London: Kuss des Feuers" von Kristen Callihan

Klappentext: London, 1881. Seit ihrer Geburt besitzt Miranda Ellis die außergewöhnliche Gabe, das Feuer zu beherrschen. Da ihre Familie ihr gesamtes Vermögen verloren hat und vor dem Ruin steht, sieht Miranda sich gezwungen, den geheimnisvollen Lord Benjamin Archer zu heiraten, der sein Gesicht stets hinter einer Maske verbirgt.  

Miranda ist 17 Jahre alt, als sie zum ersten Mal auf Lord Benjamin Archer trifft. Eigentlich ist er gekommen, um ihren Vater zu töten. Stattdessen verliebt er sich in die eigenwillige junge Frau und verlässt London, kann sie aber nicht vergessen.
Als er nach drei Jahren zurückkehrt, macht es ihm die Armut der Familie Ellis leicht, ihren geldgierigen Vater dazu zu bringen, ihm Miranda zur Frau zu geben. Zunächst wütend, sieht sie aber schließlich doch eine Chance auf ein vielleicht besseres Leben.
Allerdings macht ihr Ehemann es ihr nicht leicht. Er hütet seine Geheimnisse auch weiterhin und trägt auch in ihrer Gegenwart seine Maske. Niemand weiß anscheinend, was mit ihm ist. Das Hauspersonal schweigt. Die feine Gesellschaft von London meidet ihn und bezeichnet ihn als Monster. Ist er entstellt durch eine Krankheit oder einen Unfall? Ist er von Geburt an missgebildet? Und was haben seine Verbindungen zu dem geheimnisvollen West Moon Club damit zu tun?
Als in Archers Umgebung immer mehr Menschen brutal zu Tode kommen, wird nicht nur die Polizei misstrauisch. Als dann auch noch eine mysteriöse Frau aus Archers Vergangenheit auftaucht, beginnt Miranda sich zu fragen, wen sie eigentlich geheiratet hat.

Dies ist der erste Teil der Reihe "The Darkest London" und er hat mir gut gefallen. Ich würde es als historische Fantasy bezeichnen mit einem guten Anteil Romantik, aber kitschig oder schnulzig fand ich es nicht. Mirandas Fähigkeit, Feuer entstehen zu lassen, würde man heute wohl als "Pyrokinese" bezeichnen. Erst durch Archer lernt sie, dies als Gabe zu betrachten und nicht als Fluch. Archer selbst dagegen leidet tatsächlich unter einem Fluch. Wie dieser sich auswirkt und was genau er aus ihm macht, werde ich hier natürlich nicht verraten. Ich fand die Auflösung jedenfalls sehr interessant und mal etwas Anderes. Sie kommt auch erst sehr spät im Buch, so dass eine ständige Spannung erhalten bleibt, da man endlich wissen will, was denn nun mit Archer los ist.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die Sprache nicht zu altmodisch, aber auch nicht zu modern, schließlich spielt das Ganze vor fast 150 Jahren. 

Ich mochte sowohl Miranda als auch Archer von Anfang an. Sie haben beide in der Vergangenheit viel gelitten und ergänzen sich als Paar wunderbar. Sie sind füreinander geschaffen, müssen das aber erst noch erkennen. 

Mit "Im Banne des Mondes" und "Winterflammen" sind bereits zwei weitere Bücher der Reihe erschienen, die ich auf jeden Fall auch lesen möchte. 

Meine Bewertung: ☥ ☥ ☥ ☥



1 Kommentar:

  1. Hallo,

    ich liebe Geschichten, die im viktorianischen London spielen. Und diese kling wunderbar düster und mysteriös. Der Kerl trägt eine Maske? Das ist zumindest mal etwas Neues.

    --> Nachschub für meine Wunschliste *g*

    LG
    Meike

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